Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Start der Bank für Gemeinwohl zieht sich

Posted by hkarner - 25. März 2016

Wie lang lässt sich die Öffentlichkeit  (und eine Menge von realitätsverweigernden „Gutmenschen“) noch pflanzen? Die Bank sollte es schon seit 2012 geben, wird ununterbrochen verschoben. Jetzt ist gar keine Rede mehr von einer Vollbank, und die Kontoeröffnungen erst in einem Jahr (lt. einem viel besseren Interview mit Zimmerl im Falter 9/16). Und die besonders gelungenen Vorstandsbesetzungen bisher werden nun mit Zimmerl, einem „Novomatic“ Aussteiger, besonders glaubhaft! Und mit der Heiligsprechung von Christian Felber wird es nun auch nichts mehr! (hfk)

25. März 2016, 10:05, derstandard.at

Sechs Millionen sind für die Banklizenz notwendig, doch mit 2,3 Millionen ist das Ziel noch recht weit entfernt

Wien – Der Start der genossenschaftlichen „Bank für Gemeinwohl“ verzögert sich. Bisher sind erst 2,3 Mio. der erforderlichen 6 Mio. Euro für das Ansuchen um eine Banklizenz eingesammelt worden. Als Zwischenschritt könnte nun ein „Zahlungsinstitut für Girokonten in der ersten Hälfte 2017 kommen„, kündigte der neue Gemeinwohlbank-Vorstand Peter Zimmerl im Gespräch mit dem „Kurier“ (Freitagausgabe) an. Bisher haben sich 3.296 Genossenschafter an der geplanten Bank beteiligt. Die seit fünf Jahren in Planung befindliche Ethik-Bank wollte eigentlich im Frühjahr 2016 den Banklizenzierungsprozess bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) beginnen.

Für Zimmerl ist es denkbar, zuerst auch eine Crowdfunding-Plattform für Gemeinwohl geprüfte Unternehmungen anzubieten. Das ursprüngliche Ziel war, bis zum Jahr 2017 mit rund 40.000 Genossenschafter ein Startkapital von 15 Mio. Euro einzusammeln. Die Zahl von 15 Mio. Euro sei „ambitioniert gewesen“, so der Ethik-Banker. Zimmerl war zuvor bei einer Tochter des Glücksspielkonzerns Novomatic und beim Kreditkartenanbieter Paylife beschäftigt. Er sei in diesem Umfeld „nach einer gewissen Zeit unzufrieden“ gewesen, so Zimmerl über die Hintergründe seines Jobwechsels. „Das Geschäft, in dem gearbeitet wird, tut nicht das, wofür es da ist: Drehscheibe für die Wirtschaft zu sein.“ (APA, 25.3.2016) – derstandard.at/2000033631355/Start-der-Bank-fuer-Gemeinwohl-verzoegert-sich

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2 Antworten to “Start der Bank für Gemeinwohl zieht sich”

  1. […] Dilettanten? Die Bank sollte 2012 in Betrieb gehen (!!!) Rainer Borns sollte Vorstand werden! Seit einem Jahr haben sie das Geschäftsmodell (das unprofessionell ist und von Fachleuten, inkl. uns zerpflückt wurde!) wieder verändert (keine […]

  2. […] “ Sinn vor Gewinn.“ Da wird wohl einiges missverstanden. In Wahrheit: Naivität und Unprofessionalität vor Geschäftssinn und Strategie. Gutmenschentum vor Gemeinwohl. Unglaubliche Managementfehler. Alles der Eitelkeit eines Pseudo-Gründers geschuldet. Ich weiß, wovon ich spreche: der Businessplan wurde auch dem Föhrenbergkreis vorgestellt. Eifrige Leser unseres Blogs haben schon einiges davon mitbekommen: https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2017/01/02/ethikbanker-zimmerl-beitrag-zum-gemeinwohl-schaffen/, https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2016/03/25/start-der-bank-fuer-gemeinwohl-zieht-sich/. […]

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