Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Handelsblatt’

Internet-Unternehmer im Interview: Deutschland hat „die erste digitale Revolution eher verschlafen“

Posted by hkarner - 28. August 2018

Anfang 2019 werden die 5G-Frequenzen versteigert. Die beiden Unternehmer fordern im Interview bessere politische Rahmenbedingungen beim Netzausbau.

26.08.2018 Update: 26.08.2018 – 14:51 Uhr , Handelsblatt.com
Düsseldorf- Sie sind die vielleicht erfolgreichsten Internet-Unternehmer der Republik: Ralph Dommermuth (1&1, web.de, GMX) und Oliver Samwer, Gründer und Chef der Online-Schmiede Rocket Internet. Beide haben – neben dem Erfolg ihrer eigenen Geschäfte – ein Ziel: dass Deutschland im Kampf um die digitale Zukunft aufholt. Derzeit würden weltweit „die Weichen gestellt“, mahnt Samwer im Gespräch mit dem Handelsblatt, es werde „wirklich brenzlig“.

Dommermuth warnt: „Am Ende steht die Frage: Wollen wir noch Produzenten von Technologie und Plattformen sein, oder reicht uns die Rolle als Anwender und Kunde? Letzteres ist eine Weile komfortabel, würde aber auch das Ende des Wirtschaftsstandortes Deutschland einläuten.“

Grund ihres Appells: In diesen Tagen legt die Bundesnetzagentur die Regeln fest, nach denen 2019 die 5G-Frequenzen versteigert werden, die das Internet der Dinge und andere Technologien überhaupt erst möglich machen sollen. Dommermuth fühlt sich von der Politik und den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica ausgebootet, weil er mit dem Gedanken spielt, ein eigenes, viertes Mobilfunknetz aufzubauen. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Noch ist es nicht zu spät“ – VW-Chef Diess warnt vor Abhängigkeit in der Batteriezellentechnik

Posted by hkarner - 23. August 2018

Herbert Diess beklagt im Interview die große Abhängigkeit von asiatischen Anbietern und den Vorsprung der US-Konzerne bei der Digitalisierung.

21.08.2018 – 18:30 Uhr Handelsblatt.com

Wolfsburg. Volkswagen-Chef Herbert Diess geht mit der Autobranche im Allgemeinen und mit seinem eigenen Unternehmen im Speziellen hart ins Gericht und sieht gewaltige Herausforderungen. Es müsse nun unbedingt der Einstieg in das Elektrozeitalter gelingen. Als schwere Hypothek empfindet er die „große Abhängigkeit“ bei der Batteriezellentechnik von den asiatischen Anbietern. Diess sagte im Handelsblatt-Interview: „Gehen wir davon aus, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge 2025 bei zehn Prozent liegen wird, (…) reden wir von einem Umsatz mit Batterien zwischen 50 und 60 Milliarden Euro.“

Auch angesichts dieser Dimension sei es noch nicht zu spät, in die Batteriefertigung einzusteigen. Dabei denkt er angesichts der notwendigen Milliardeninvestitionen für Forschung, Entwicklung und Produktionsaufbau vor allem an die Autozulieferer und weniger an die Autohersteller: „Wenn ein Hersteller wie VW Batteriezellen produzieren würde, würde uns ein Konzern wie Daimler die Zellen wahrscheinlich nicht abnehmen. Besser wäre deshalb eine markenübergreifende Fertigung.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Verfall der Lira birgt auch für Europa und Asien ein Ansteckungsrisiko

Posted by hkarner - 15. August 2018

Die Lira-Krise trifft nicht nur Schwellenländer – und ist längst zur Schuldenkrise geworden. Sie kann schnell auch auf etablierte Märkte überspringen.

13.08.2018 – 16:42 Uhr Handelsblatt.com

Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen. Sie kommt zur Unzeit

Es mutet wie ein Akt der Verzweiflung an: Erst fordert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute auf, angesichts des Kursverfalls der Lira Euro und Dollar sowie Gold in Landeswährung zu tauschen. Dann warnt er heimische Unternehmen, Geld in ausländischer Währung abzuheben.

Die Nervosität ist trotz aller Durchhalteparolen zum Greifen. Bricht die türkische Wirtschaft zusammen, birgt das erhebliche Risiken einer Ansteckung in Asien und Europa.

Wie schlecht es um die Türkei steht, zeigen die Kreditausfallversicherungen für fünfjährige Anleihen der Türkei. Sie haben den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 erreicht. Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen, die schnell auf andere Schwellenländer überspringen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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Seehofers Gorilla-Phase 

Posted by hkarner - 2. Juli 2018

VON HANS-JÜRGEN JAKOBS, Handelsblatt.de 2/7/2018

die Gorilla-Phase des Horst Seehofer hat in der Nacht zum Montag ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Mann, der am Mittwoch 69 wird, hat den CSU-Gremien seinen Rücktritt als Parteichef und Bundesinnenminister angeboten – wenn es an diesem Montag beim Asyl-Krisengespräch zwischen CSU und CDU keine Bewegung gebe. Mit unaufhörlichem Brustklopfen, in der Verhaltensbiologie als Imponierverhalten gedeutet, hat er erst die CDU, dann die Gemäßigten seiner CSU nachhaltig verschreckt. Auch der europäische Asyl-Kompromiss, den Angela Merkel nun vorzeigen kann, stimmt Seehofer nicht gemäßigt. Egal, was passieren wird, er hinterlässt Chaos und ein Wort: „wirkungsgleich“.

Der Streitsonntag der Union, mit stundenlangen Sitzungen der Spitzen von CDU und CSU, hatte sich bis tief in die Nacht fortgesetzt. Seehofers Rücktritt wurde immer wieder angekündigt, nicht verkündet. Da vertagte sich der CDU-Vorstand, der sich hinter Parteichefin Merkel und gegen die Krawallerie der CSU gestellt hat, auf heute Morgen. Im Nachhinein wirkt Seehofer wie der 100-Tage-Frondeur der Bundesregierung, getrieben vom Intimfeind Markus Söder, gefangen in der manischen Forderung, bereits in der EU registrierte Asylbewerber an der Grenze zurückzuweisen. Aber nicht mal das Österreich des neuen CSU-Idols Sebastian Kurz ist bereit, Geflüchtete zurückzunehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Macrons gescheiterte Mission

Posted by hkarner - 25. April 2018

Handelsblatt, com, 25/4

eine „Schuppen-Affäre“ dimmt aktuell den Glanz Emmanuel Macrons in den USA. Beim Staatsbesuch wischte Präsident Donald Trump demonstrativ vor Kameras dem französischen Kollegen die Schuppen vom Sakko – und der Franzose wirkte dabei ganz und gar nicht so, als könne er wie geplant dem Gastgeber eine Verlängerung des Atomabkommens mit dem Iran abhandeln. Trump nannte das Agreement bei dieser Gelegenheit vielmehr „lächerlich“, schimpfte auf ein „verrottetes Fundament“ und ließ wüste Drohungen gegen Teheran folgen. Macron ist in Washington alles in allem nicht mehr als die adrette Staffage im boulevardfreudigsten Theater des Westens.

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Merkel blockt Macron

Posted by hkarner - 18. April 2018

Handelsblatt.com, 18-4, HANS-JÜRGEN JAKOBS

Emmanuel Macron muss sich vorkommen wie ein Galan, der wirbt und wirbt um seine Angebetete, der sogar unter ihrem Balkon singt, der aber mit Plattitüden und Plastikrosen abgespeist wird. Er wirkt wie Alain Delon, der Romy Schneider nie bekommt. Am Dienstag hat der französische Staatspräsident wieder  eine seiner Pro-Europa-Reden gehalten, diesmal ging es in Straßburg um „Europas Wiedergeburt“ und Finanzhilfen für Kommunen, die Flüchtlinge aufnehmen. Und natürlich um eine Reform der Währungsunion, für die Macron einen Euro-Finanzminister und ein Euro-Budget anregt. Deutschland aber, Objekt seiner Begierde und lange paralysiert von den Wirren seines Regierungsaufbaus, hat Krähwinkel zur Hauptstadt erklärt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Olaf Scholz holt Goldman-Sachs-Chef und einen Bahn-Vorstand ins Finanzministerium

Posted by hkarner - 19. März 2018

Da fängt Scholz ja schon gut an: Mit der Bestellung eines Goldman-Managers und Investment Bankers für FINANZMARKT zeigt er Unkenntnis und Instinktlosigkeit (hfk)
Finanzminister Olaf Scholz holt neue Leute in die Wilhelmstraße. Jörg Kukies, Co-Chef bei Goldman Sachs, und Bahn-Vorstand Werner Gatzer werden Staatssekretäre.

19.03.2018 – 11:43 Uhr Handelsblatt.com

Berlin. Der neue Finanzminister Olaf Scholz weilt beim G20-Treffen in Argentinien, während in Berlin bedeutende Personalien verkündet werden: Der Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland, Jörg Kukies, wechselt als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium.

Kukies werde die Bereiche Finanzmarkt- und Europapolitik verantworten, teilte das Ministerium am Montag mit. Das Bundeskabinett muss der Berufung des 50-Jährigen noch zustimmen.

Harald Christ, Schatzmeister des Wirtschaftsforums der SPD e.V. verwies darauf, dass gerade die internationale Entwicklung auf dem Finanzsektor auch eine Herausforderung für den Finanzstandort Deutschland darstelle. „Mit Jörg Kukies ist das Bundesfinanzministerium diesbezüglich sehr gut aufgestellt“, betonte Christ. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Laufzeit von AKK

Posted by hkarner - 20. Februar 2018

Handelsblatt, 20/2

Der Richtungsstreit in der CDU ist beendet, ehe er überhaupt ausbrechen konnte. Das simple Mittel: Personalentscheidung. Die nun aus dem Zylinder gezauberte Generalsekretärin in spe Annegret Kramp-Karrenbauer tritt an als Jeanne d’Arc der letzten Volkspartei, die das auch bleiben will. Sie ist nach gängigen Etikettenspielereien sozialpolitisch links, ökonomisch Mitte und gesellschaftspolitisch rechts, also akzeptabel für alle und darf deshalb das neue Grundsatzprogramm fördern. Die Laufzeit von „AKK“, wie die Saarländerin parteiintern geherzt wird, wird als Generalin präzise dann enden, wenn Angela Merkel  zugunsten der Saarländerin von der Macht lässt. Oder anders gewendet: Der Kanzlerin ist in der Not geglückt, was zuweilen Mittelständlern misslingt – beizeiten eine Nachfolgelösung zu finden.

Eine ganz andere Frage ist, warum mit der Frau aus Püttlingen und dem als Wirtschaftsminister gehandelten Peter Altmaier nunmehr gleich zwei Hauptfiguren des Merkel-Matriarchats aus dem Saarland kommen. Vielleicht ist es die Mischung aus alter Bergmannssolidarität, französischer Lebenslust und katholischem Wertegerüst, die Vertreter des kleinen, armen Landes in Berlin so kompatibel macht. Man glaubt sich sicher, von ihnen nichts zu befürchten zu haben.

Wahlen kann „s’Annegret“, wie die 55-Jährige in ihrer Heimatregion heißt, auch gewinnen. Es war ja ihr fulminanter 40,7-Prozent-Erfolg gegen Rot-Rot bei der Landtagswahl vor fast einem Jahr, der den Niedergang der SPD einleitete und aus dem „Schulz-Effekt“ letztendlich einen „Schulz-Affekt“ machte. Den Rest des Beitrags lesen »

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RBI-Chef Strobl: „Die größte Bedrohung kommt aus der Politik“

Posted by hkarner - 29. Dezember 2017

Der Chef der Raiffeisenbank International, Johann Strobl, sieht die gute Entwicklung in Osteuropa durch die Politik gefährdet, befürchtet nach 2018 einen wirtschaftlichen Abschwung und hofft, dass die neue Regierung die Zeichen der Zeit erkennt.

Wien. „Ich hoffe, dass die neue Regierung die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreich verbessert.“ In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ äußert sich der Chef der Raiffeisenbank International (RBI), Johann Strobl, zuversichtlich zu neuen türkis-blauen Bundesregierung. „Wirtschaftlich fürchte ich keine Rückschläge, und gesellschaftlich muss man anerkennen, dass sich ein Teil der Bevölkerung Sorgen um seine Zukunft macht“, antwortete er auf die Frage, ob ihn ein zunehmender politischer Populismus in Österreich Sorgen bereitet.

 Strobl steht seit März an der Spitze der RBI, hat heuer die Fusion mit der Raiffeisen Zentralbank gemanagt und schaffte in den ersten neun Monaten eine Verdoppelung des Ergebnisses auf 910 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite liegt laut Strobl bei elf Prozent. Der Kurs der RBI-Aktie liegt bei über 30 Euro. Zu Jahresbeginn notierte die Aktie bei unter 18 Euro.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Trump-Revolution marschiert

Posted by hkarner - 10. Oktober 2017

Gabor Steingart, Handelsblatt.com, 10/10/2017

Amerika erlebt einen politischen Hurrikan, dessen Zentrum sich zwischen State Department, Weißem Haus und Capitol Hill in ständiger Bewegung befindet und dessen Thermodynamik wir in Europa bald zu spüren bekommen. Es geht um Fragen zu Krieg und Frieden, auch wenn sie sich derzeit hinter einer Nebelwand von persönlichen Anschuldigungen zu verbergen scheinen.

Kaum hat Außenminister Rex Tillerson seinen Präsidenten in vertrauter Runde einen „Deppen” genannt, meldet sich via Twitter der dem Außenminister eng verbundene Senator Bob Corker zu Wort, seines Zeichens oberster Republikaner im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Es sei eine Schande, dass sich das Weiße Haus zu einem „adult day care center“, einer Seniorentagesstätte, entwickelt habe.

Im Interview mit der „New York Times“ begründet der Mann seine harschen Worte so: „Ich weiß aus gesicherter Quelle, dass die Mitarbeiter im Weißen Haus an jedem einzelnen Tag alles geben, ihn einzudämmen.“ Ihn – den Präsidenten. Eindämmen – damit waren einst die Russen gemeint. Mit seinen unbeherrschten verbalen Angriffen auf andere Länder riskiere Trump, dass sich die Nation „auf den Weg in Richtung eines Dritten Weltkriegs begebe“. Den Rest des Beitrags lesen »

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