Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Posts Tagged ‘Finanzkrise’

Ausfälle von Unternehmenskrediten häufen sich in Europa

Posted by hkarner - 19. August 2019

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 18.08.19 20:25 Uhr

Die aktuelle Reihe von Ausfällen bei Unternehmenskrediten bedeutet möglicherweise eine Kehrtwende im Markt mit Credit Default Swaps.
Die Galapagos Group, zu der vor allem der knapp 100-jährige Bochumer Hersteller von Wärmetauschern Kelvion gehört, hatte am vergangenen Freitag angekündigt, dass sie einen Teil ihrer Schulden nicht bezahlen kann. Die geplante Schuldenabschreibung in Höhe von 250 Millionen Euro dürfte nun auch Auszahlungen bei sogenannten Credit Default Swaps (CDS) auslösen, wie die Financial Times berichtet.

Wetten gegen Unternehmen mit Credit Default Swaps CDS werden von globalen Investmentbanken gekauft und verkauft. Es handelt sich dabei um Derivate, die wie eine Versicherung gegen einen Zahlungsausfall wirken. Der Käufer zahlt Prämien und erhält eine Pauschale, falls das Unternehmen seine Schulden nicht begleicht.

Entscheidend ist, dass die Credit Default Swaps rein rechtlich nicht als Versicherung eingestuft werden. Daher können Finanzinstitute auch dann mit den CDS handeln, wenn sie gar keine Anleihen der betroffenen Unternehmen besitzen. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Bitte sofort anschnallen“: Der globale Abschwung erreicht das Finanzsystem

Posted by hkarner - 14. August 2019

Dank an H.G.! 

Michael Bernegger | Veröffentlicht: 12.08.19 18:46 Uhr, dwn

Zwischen der schwächelnden Weltwirtschaft und den Finanzmärkten haben sich extreme Ungleichgewichte aufgebaut.

Die Spannung wird sich in naher Zukunft in einem gewalttätigen Sturm entladen – mit verheerenden Folgen für Staaten, Unternehmen und Bürger, schreibt Michael Bernegger.

Für die Weltwirtschaft – Deutschland und Europa im Besonderen – braut sich ein heftiger Sturm zusammen. Bis jetzt waren Vorboten in Form von
Unternehmensbefragungen vor allem in der verarbeitenden Industrie sichtbar – Einkaufs-Manager- (PMI-) Indizes, IFO-Test für Deutschland. Doch die
Finanzmärkte signalisierten ein anderes Bild: Risikoindikatoren Fehlanzeige, Aktienmärkte an den oder nahe den Höchstständen, Kreditflut etc. Diese
Dichotomie dürfte sich allmählich auflösen. Die Auslöser sind: Verschärfung des Handelskrieges und der nahende Brexit.

Die Weltwirtschaft bot in den letzten Monaten das Bild einer gespaltenen Konjunktur. Praktisch weltweit verschlechterten sich die Indikatoren für die verarbeitende Industrie, wenn auch ungleich im Ausmaß. Am härtesten erwischte es die Eurozone und darin ausgerechnet Deutschland, letzteres aufgrund des Gewichts der Autoindustrie sowie der Exporte. Relativ gesehen noch gut schneiden die Vereinigten Staaten ab, wo die Vorlaufindikatoren immer noch leichte Expansion anzeigen. Global gesehen stand der Kontraktion oder zumindest Stagnation in der verarbeitenden Industrie ein weiterhin expandierender Dienstleistungssektor gegenüber. Nachfrageseitig wirkten vor allem der private und öffentliche Konsum konjunkturstützend, während die Investitionen auf erhöhtem Niveau stagnierten oder bereits abzubröckeln begannen. Den Rest des Beitrags lesen »

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ZEHN JAHRE DANACH: WENIGER WÄRE MEHR!

Posted by hkarner - 4. Juli 2019

Wilfried Stadler, Bankarchiv 7/2019

Eine kritische Zwischenbilanz zu Fragen der Bankenregulierung und Finanzmarktstabilität

Am Montag, dem 15. September 2008 stürzte die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers das internationale Bankensystem in seine tiefste Krise seit den Dreißigerjahren. Die Zahlungsunfähigkeit des noch am Freitag davor als unsinkbares Schiff geltenden Finanz-Kolosses löste eine Kaskade von drastischen Folgewirkungen aus. Das ominöse Datum hat sich auch deshalb tief im kollektiven Gedächtnis eingenistet, weil sich die Finanzkrise gerade in Europa in der Folge zu einer handfesten politischen Krise ausgewachsen hat. Ein gutes Jahrzehnt danach scheint die Bankenwelt bei oberflächlicher Betrachtung wieder weitgehend in Ordnung zu sein. Dennoch liegt eine neue Normalität wohl noch in weiter Ferne.

Eine Überfülle an seit damals in die Welt gekommenen Regulierungen bietet vermeintlichen Schutz vor neuerlichen Blitzgewittern. Die permanente Vermessung des Handelns aller Mitwirkenden erweckt den Anschein der Messbarkeit ihres Tuns. Doch weder das Regulierungsausmaß noch die Treffsicherheit der seit der Finanzkrise ins Uferlose angestiegenen Anforderungen können überzeugen. In beiden Bereichen besteht hoher und durchaus dringender Handlungsbedarf.

Zwei Beispiele seien stellvertretend für zahlreiche andere genannt: Den Rest des Beitrags lesen »

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How Wall Street Became a Cult of Risk

Posted by hkarner - 21. Juni 2019

Date: 20-06-2019
Source: Scientific American By Gillian Tett

What caused the global financial crisis? And how can the United States avoid a repeat? Those questions have sparked endless handwringing among economists, policymakers, financiers, and voters over the last decade. Little wonder: the crisis not only entailed the worst financial shock and recession in the United States since 1929; it also shook the country’s global reputation for financial competence.

Before the crisis, Wall Street seemed to epitomize the best of twenty-first-century finance. The United States had the most vibrant capital markets in the world. It was home to some of the most profitable banks; in 2006 and early 2007, Goldman Sachs’ return on equity topped an eye-popping 30 percent. American financiers were unleashing dazzling innovations that carried newfangled names such as “collateralized debt obligations,” or CDOs. The financiers insisted that these innovations could make finance not only more effective but safer, too. Indeed, Wall Street seemed so preeminent that in 2003, when I published a book about the Japanese banking crisis, Saving the Sun, I presumed that one of the ways to “fix” Japanese finance was to make it more American. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mapping the World’s Financial Weak Spots

Posted by hkarner - 21. Juni 2019

By IMFBlog

Where will the next financial crisis come from? The short answer is: We don’t know. We can, however, look for vulnerabilities in the system that, if left untreated, can develop into problems.

What do we mean by a vulnerability? It is an area of weakness that can amplify and spread an unexpected economic shock, increasing the level of risk to the financial system. Imagine the impact of an earthquake on a house built on sand, as opposed to bedrock. In the financial world, cracks in the bedrock can arise from high levels of debt and mismatches of institutions’ risk factors such as currencies or the maturities of their exposures.

Government debt in the euro area remains one of the most serious vulnerabilities.

One such weak spot is the debt level in US corporations and the risks investors in their securities take. Lending to heavily indebted companies with weak credit ratings is on the rise and may be a widening crack in the system. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Growing Risk of a 2020 Recession and Crisis

Posted by hkarner - 17. Juni 2019

Nouriel Roubini, a professor at NYU’s Stern School of Business and CEO of Roubini Macro Associates, was Senior Economist for International Affairs in the White House’s Council of Economic Advisers during the Clinton Administration. He has worked for the International Monetary Fund, the US Federal Reserve, and the World Bank.

Across the advanced economies, monetary and fiscal policymakers lack the tools needed to respond to another major downturn and financial crisis. Worse, while the world no longer needs to worry about a hawkish US Federal Reserve strangling growth, it now has an even bigger problem on its hands.

NEW YORK – Last summer, my colleague Brunello Rosa and I identified ten potential downside risks that could trigger a US and global recession in 2020. Nine of them are still in play today.

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Lega-Chef Salvini will Parallelwährung in Italien

Posted by hkarner - 5. Juni 2019

Dominik Straub aus Rom, 3. Juni 2019, 09:00 derstandard.at

Partei fordert Ausgabe staatlicher Schuldtitel in kleiner Stückelung – diese könnten den Euroaustritt einleiten, warnen Experten

Rom – Sollte es in naher Zukunft zu einem Ausscheiden Italiens aus der europäischen Einheitswährung kommen, dann kennt man inzwischen das genaue Datum, wann der erste Schritt dazu eingeleitet wurde: am 28. Mai 2019. An diesem Tag hat die italienische Abgeordnetenkammer einen Antrag verabschiedet, der es der Regierung erlaubt, die zweistelligen Milliardenschulden des italienischen Staates gegenüber den einheimischen Unternehmen unter anderem auch durch die Ausgabe von sogenannten Mini-Bots in kleiner Stückelung zu begleichen. Bot ist die Abkürzung für Buono ordinario del tesoro: Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit (maximal zwölf Monate), die normalerweise zur Erhöhung der kurzfristigen Liquidität des Staates dienen. Der Nennwert der bisherigen Bots lautet auf mindestens 1.000 Euro – und genau das ist der Haken der neuen Mini-Bots: Bei diesen läge der Nennwert bei 100 Euro oder noch tiefer. Experten warnen: Sind die neuen Mini-Bots erst einmal ausgegeben, könnten sie schnell als Zahlungsmittel verwendet werden – und so zu einer Art Parallelwährung werden.

Austritt in Trippelschritten

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A Flat Tax for Italy

Posted by hkarner - 3. Juni 2019

Date: 02-06-2019
Source: The Wall Street Journal By The Editorial Board

Salvini braces for a fiscal showdown with Brussels.

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Italy’s Deputy Prime Minister Matteo Salvini.

Brussels will grapple for years with the political fallout from insurgent victories in last week’s European Parliament elections. How’s this for a strategy: Don’t fight ’em when they’re right. An early chance comes via a tax-cut plan from Italy’s Matteo Salvini.

Mr. Salvini, who leads the right-leaning League party, was one of the biggest winners in the election. His party, which forms half of the governing coalition in Rome, won 34% of Italians’ votes, compared to 23% for the center-left Democratic Party and 17% for his left-wing coalition partners in the 5-Star Movement. Mr. Salvini racked up those votes in part by promising tax cuts the European commissioners in Brussels don’t like.

Rome spent most of the autumn battling Brussels to a draw over Italy’s new budget. The awkward right-left coalition government eventually abandoned some of its tax-cut and spending plans while Brussels massaged its economic forecasts to pretend Italy’s budget would balance one day.

But what Brussels won’t admit—and Mr. Salvini knows—is that economic growth is a precondition to balance a budget or reduce Italy’s debt burden of 130% of GDP. The Italian politician has been persuading voters since last year’s showdown. “Reducing taxes is the only way to lower . . . the debt and deficit,” he said in an interview with Reuters before the election, “so they should allow us to cut taxes.” “They” is a pointed reference to the fiscal scolds at the European Commission. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein Leitfaden für Finanzkrisenmanager

Posted by hkarner - 30. Mai 2019

Howard Davies, the first chairman of the United Kingdom’s Financial Services Authority (1997-2003), is Chairman of the Royal Bank of Scotland. He was Director of the London School of Economics (2003-11) and served as Deputy Governor of the Bank of England and Director-General of the Confederation of British Industry.

EDINBURGH – Journalisten, so heißt es, verfassen „eine erste grobe Version der Geschichte”. Es ist ein großer Anspruch, aber die Besten unter ihnen kommen dem nahe. Während der Großen Finanzkrise 2008 gelang es Andrew Ross Sorkin von der New York Times mit seinem Buch Die Unfehlbaren. Es ist noch immer eine zutreffende Beschreibung dessen, was an der Wall Street los war, als die Märkte zusammenbrachen. Sorkin hatte einen guten Zugang zu den beteiligten Schlüsselpersonen. 

Die zweite Version der Geschichte wird oft von den wichtigsten Beteiligten selbst geschrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Winston Churchill zuversichtlich, die Geschichte würde ihn freundlich behandeln, weil er beabsichtigte, „diese Geschichte selbst zu schreiben”. Als die Finanzkrise ausbrach, könnte derselbe Gedanke auch Hank Paulson, Ben Bernanke und Tim Geithner angetrieben haben, die US-Finanzminister, Vorsitzender der Federal Reserve Bank und Präsident der New York Fed waren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Stories That Can’t End Well

Posted by hkarner - 8. Mai 2019

Harold James is Professor of History and International Affairs at Princeton University and a senior fellow at the Center for International Governance Innovation. A specialist on German economic history and on globalization, he is a co-author of the new book The Euro and The Battle of Ideas, and the author of The Creation and Destruction of Value: The Globalization Cycle, Krupp: A History of the Legendary German Firm, and Making the European Monetary Union.

After almost a century in which economic policymaking was the preserve of technocrats and social scientists, scholars from narrative-based disciplines have begun to feature prominently in policy debates. But by using partial knowledge to advance specific policy prescriptions, they have become even more dangerous than economists.

PRINCETON – In today’s irrational world of fake news and bad-faith politics, a new mantra has emerged: It’s all about narratives. Power today lies in one’s ability to tell a story. As a case in point, consider Ukrainian President-elect Volodymyr Zelensky, a comedian whose only political experience is that he played a president on TV. Zelensky beat the incumbent, Petro Poroshenko, because he knew how to spin a yarn.

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