Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Finanzkrise’

The West Must Face Reality in Turkey

Posted by hkarner - 16. August 2018

Richard N. Haass, President of the Council on Foreign Relations, previously served as Director of Policy Planning for the US State Department (2001-2003), and was President George W. Bush’s special envoy to Northern Ireland and Coordinator for the Future of Afghanistan. He is the author of A World in Disarray: American Foreign Policy and the Crisis of the Old Order.

Turkey’s currency crisis and standoff with the United States over the imprisonment of an American pastor have exposed the crumbling edifice of the two countries‘ Cold War-era partnership. Rather than hold out hope that Turkey will return to the Western fold, US and European policymakers must consider a new policy toward the country.

NEW YORK – Now that Turkey is at loggerheads with its erstwhile ally, the United States, the country’s currency crisis has morphed into a political problem of the first order. The immediate issue is Turkey’s refusal to release the American pastor Andrew Brunson, who is being held on charges of terrorism, espionage, and subversion for his alleged role in the failed July 2016 coup against Turkish President Recep Tayyip Erdoğan.

The US government is right to object to Brunson’s detention. But its reaction has been counterproductive. In particular, the imposition of additional US tariffs on imports of Turkish steel and aluminum could further undermine confidence in Turkey’s economy, triggering a wider crisis that would do serious harm to the global economy. Moreover, tariffs allow Erdoğan to blame his country’s economic woes on America, rather than on his own government’s incompetence. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Verfall der Lira birgt auch für Europa und Asien ein Ansteckungsrisiko

Posted by hkarner - 15. August 2018

Die Lira-Krise trifft nicht nur Schwellenländer – und ist längst zur Schuldenkrise geworden. Sie kann schnell auch auf etablierte Märkte überspringen.

13.08.2018 – 16:42 Uhr Handelsblatt.com

Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen. Sie kommt zur Unzeit

Es mutet wie ein Akt der Verzweiflung an: Erst fordert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute auf, angesichts des Kursverfalls der Lira Euro und Dollar sowie Gold in Landeswährung zu tauschen. Dann warnt er heimische Unternehmen, Geld in ausländischer Währung abzuheben.

Die Nervosität ist trotz aller Durchhalteparolen zum Greifen. Bricht die türkische Wirtschaft zusammen, birgt das erhebliche Risiken einer Ansteckung in Asien und Europa.

Wie schlecht es um die Türkei steht, zeigen die Kreditausfallversicherungen für fünfjährige Anleihen der Türkei. Sie haben den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 erreicht. Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen, die schnell auf andere Schwellenländer überspringen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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Droht Italien Angriff der Spekulanten?

Posted by hkarner - 14. August 2018

Ein Berater des Ministerpräsidenten Guiseppe Conte fürchtet, italienische Staatsanleihen könnten Ziel von Spekulanten sein. Prompt dementiert die Regierung. Doch die Märkte sind nervös.

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (das Bild zeigt die Zentrale der Bank) musste vom Staat gerettet werden. 

Rom. Wer hätte gedacht, dass ein italienischer Minister den Euro lobt? Der parteilose Außenminister Enzo Moavero Milanesi hat dies am Wochenende getan. „Diejenigen, die Zweifel haben, ob eine Währung wie der Euro gut ist, sollen sorgfältig darauf schauen, was in der Türkei passiert“, sagte er in einem Zeitungsinterview. Die Türkische Lira hat gegenüber Dollar und Euro mehr als 40 Prozent an Wert verloren (Siehe Seite 1 bis 3). Die verbale Beruhigungspille des Außenministers wirkte nicht lange.

Ursprüngliche Ankündigungen der populistischen Regierung, sich nicht an die Maastricht-Spielregeln halten zu wollen und die Staatsschulden zu erhöhen, ließen die Renditen italienischer Staatsanleihen auf ein Vier-Jahres-Hoch schnellen. Das wiederum bringt die ohnehin angeschlagenen Banken in Italien in Bedrängnis. Sie halten nämlich enorme Pakete an Staatsanleihen. Wie Gefangene sind Bankensektor und Staat aneinandergekettet. Als wäre die Situation nicht brisant genug, sorgte am Sonntag ein unvorsichtiger Kommentar eines Regierungsberaters für große Aufregung. Den Rest des Beitrags lesen »

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Türkei ist nur der Anfang: Neue Finanzkrise hat begonnen

Posted by hkarner - 13. August 2018

Dank an H.G.

Mit zu vielen riskanten Krediten hat sich die Finanzwelt in die nächste Krise gestürzt. Neue Banken-Rettungen sind nur eine Frage der Zeit.

Der dramatische Kurssturz der türkischen Lira versetzte am vergangenen Freitag die Finanzmärkte in Aufruhr. In den Hintergrund rückte die Tatsache, dass die Talfahrt bereits 2013 begonnen hat und schon seit Herbst 2016 schneller wurde. Als im Laufe des Freitag US-Präsident Donald Trump plötzlich die Zölle auf die zwei wichtigsten Exportprodukte der Türkei, auf Stahl und Aluminium, verdoppelte, geriet die Entwicklung  vollends außer Kontrolle. Die Lira war Freitag abends mit 6,42 TRY für einen Dollar und 6,93 für einen Euro nur mehr halb so viel wert wie vor einigen Jahren. Bis zum Herbst 2016 hatte sich der Kurs noch bei etwa 3,5 TRY bewegt.

Der Kurssturz der Lira ist die  Folge konkreter Probleme

Da Donald Trump derzeit vielfach für Aufregung sorgt, entstand am Freitag der Eindruck, der US-Präsident hätte die Krise ausgelöst. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte auch prompt, die USA würden die Türkei bedrohen, kündigte an, sich nach Moskau zu orientieren und erklärte pathetisch, der Westen habe den Dollar, die Türkei aber habe Gott. Tatsächlich hat die Türkei konkrete wirtschaftliche Probleme wie sehr viele andere so genannte „emerging markets“ auch. Dass die Politik in der Türkei keinen Beitrag leistet, um das Vertrauen in das Land zu stärken, darf nicht unerwähnt bleiben: Massenverhaftungen von vermeintlich Verdächtigen und Massenkündigungen von Beamten, die beide zum Teil wieder zurückgenommen werden, sowie Prozesse gegen unabhängige Journalisten lassen am Rechtsstaat zweifeln. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hyperinflationäres Gold bei 175 Millionen Dollar

Posted by hkarner - 13. August 2018

Dank an R.K.
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Gold offenbart wirtschaftliches Missmanagement und die Währungsabwertung, die in den letzten 100 Jahren in den meisten Ländern der Welt um sich griffen. Wenn die Schuldenblasen platzen, kommt globale Hyperinflation.

 

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Über der Weltwirtschaft hängt das Damoklesschwert, und nur ein einziges Rosshaar hält es. Eigentlich könnte man einer so offensichtlichen Gefahr dadurch entgehen, dass man das Haar mit einer Goldkette austauscht oder das Schwert ganz einfach entfernt. Doch die Elite und die Zentralbanker hatten andere Pläne. Das Haar wurde nicht durch eine solide Metallkette ersetzt, stattdessen hängt das Schwert heute an einem hauchdünnen Faden, der jederzeit reißen kann.

Vor einem Jahrzehnt stand das globale Finanzsystem kurz vor seinem Zusammenbruch. Auf der ganzen Welt pumpten Zentralbanken, allen voran die Federal Reserve, rund 25 Billionen Dollar an Krediten und Garantien ins System. Banken wie Citigroup, Morgan Stanley, Merrill Lynch und die Bank of America bekamen Billionen (siehe Tabelle unten). Den Rest des Beitrags lesen »

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Ten years after the financial crisis

Posted by hkarner - 3. August 2018

Date: 02-08-2018
Source: The Economist

The patient is in remission, not cured

Crashed: How a Decade of Financial Crises Changed the World. By Adam Tooze. Viking; 720 pages; $35. Allen Lane; £30.

WHEN asked how he went bankrupt, one of Ernest Hemingway’s characters replies: “Two ways. Gradually and then suddenly.” That’s rather how the crash was for the world. There was an extended build-up, with cracks in the system emerging during the course of 2007. Then there was the sudden shock, when Lehman Brothers collapsed in September 2008 and the global banking system teetered on the edge. The tenth anniversary of that frightening moment approaches.

There were some impressive takes from authors in the immediate aftermath of the turmoil, such as Andrew Ross Sorkin’s “Too Big to Fail” and Michael Lewis’s “The Big Short”, which was made into an Oscar-winning film. “Inside Job”, a documentary, was a scathing attack on the culpability of the finance industry for the crisis. And a new adaptation of a three-part play about the history of Lehman has just opened at the National Theatre in London.

Adam Tooze, a historian noted for his works on the interwar period, is aiming to be less entertaining than authoritative: he takes on the financial and economic history of the last decade in a monumental tome of nearly 700 pages. Yet with the events it covers so recent and so dramatic, the book is as much reportage as historical analysis.

Four big themes emerge from Mr Tooze’s account of the post-2008 era. The first was the immediate post-crisis response, in which the banks were rescued and both the monetary and fiscal taps were loosened. The second was the euro-zone crisis, which hit Greece and Ireland hardest, but also affected Portugal, Italy and Spain. The third was the shift in the developed world after 2010 to a more austere fiscal policy. The fourth was the rise of populist politics in Europe and America.

Mr Tooze sides with most economists in taking the view that the immediate post-crisis response was necessary, but unfortunate in that executives in the banking industry paid too low a price for their folly; that Europe was slow and narrow-minded in dealing with the peripheral countries; and that the switch to austerity was a mistake. Taken together, the backlash against bankers, frustration with EU governments and the impact of austerity led to the rise of populism, the election of Donald Trump and the Brexit vote. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Euro am Beginn des dritten Jahrzehnts

Posted by hkarner - 31. Juli 2018

20 Jahre Euro-Geschichte in 5 Minuten: großartig! (hfk)

Hans-Werner Sinn, Professor of Economics and Public Finance at the University of Munich, was President of the ifo Institute and serves on the German economy ministry’s Advisory Council. He is the author, most recently, of The Euro Trap: On Bursting Bubbles, Budgets, and Beliefs.

MÜNCHEN – Wenn man den Zeitpunkt der unwiderruflichen Festlegung der Wechselkurse im Mai 1998 als Startpunkt setzt, ist der Euro nun zwanzig Jahre alt. Das erste Jahrzehnt war Party in Südeuropa, im zweiten herrschte Katerstimmung und das dritte steht im Zeichen einer zunehmenden politischen Radikalisierung.

Die Party kam durch den billigen Kredit zustande, den die Kapitalmärkte Südeuropa unter dem Schutz des Euro zur Verfügung stellten. Plötzlich war Geld genug da, die Gehälter der Staatsbediensteten und die Renten zu erhöhen und außerdem mehr private Konsum- und Investitionsausgaben zu finanzieren.

Die Geldflut erzeugte inflationäre Wirtschaftsblasen, die am Ende des ersten Jahrzehnts platzen, als die Lehman-Krise auch Europa erfasste. Zurück blieben völlig überteuerte Torsos einst halbwegs wettbewerbsfähiger Volkswirtschaften, die in ernste Schwierigkeiten gerieten, weil sich die Kapitalmärkte einer Fortführung der Kreditfinanzierung verweigerten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Lessons from Spain’s recovery after the euro crisis

Posted by hkarner - 28. Juli 2018

Date: 26-07-2018
Source: The Economist

Its admirable economic progress could be hobbled by politics

JUST six years ago Spain seemed to be the European Union’s biggest economic calamity, menacing the survival of the euro itself. As it goes on holiday this week, it is in much brighter shape. Thanks to structural reforms and some good fortune, it is enjoying a sustained recovery. Spanish politics has little of the xenophobia common elsewhere in Europe. Forty years after it became a democracy, on issues of personal liberty such as gay marriage Spain feels Scandinavian rather than southern European. Boasting the world’s second-highest life expectancy, a good health service and world-class transport infrastructure, it is in many ways a great place to live.

Yet that is not how many Spaniards see it. The slump in 2009-13 opened wounds that have yet to heal. Spain is still more unequal, has more poor and more low-paid workers than in 2008. Real wages have fallen. Many younger Spaniards have had to delay their plans for a career, a house and children. Politics reflects that. A stable two-party system gave way in 2015 to hung parliaments, as public ire fuelled two newish parties: Podemos on the radical left and Ciudadanos, a centrist party a bit like the one running France. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas viel zu komplexe Union

Posted by hkarner - 6. Juli 2018

Harold James is Professor of History and International Affairs at Princeton University and a senior fellow at the Center for International Governance Innovation. A specialist on German economic history and on globalization, he is a co-author of the new book The Euro and The Battle of Ideas, and the author of The Creation and Destruction of Value: The Globalization Cycle, Krupp: A History of the Legendary German Firm, and Making the European Monetary Union.

PRINCETON – Vor einigen Jahren drohte die europäische Schuldenkrise, das Schiff der Währungsunion zu versenken. Heute steht die Europäische Union vor noch größeren Problemen: Die Nord-Süd- und Ost-West-Spannungen in Europa haben sich vergrößert. Und nun ist nicht einmal mehr die Zukunft der Regierung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel sicher. Ist es denkbar, dass die EU an diesen Spannungen zerbricht?

Logisch betrachtet gibt es keinen Grund, warum die EU jetzt am Rand des Untergangs stehen sollte. Immerhin wurde endlich eine nachhaltige Einigung über die griechischen Schulden erreicht, und das Flüchtlingsbüro der Vereinten Nationen hat in diesem Jahr nur 42.213 Flüchtlinge registriert – viel weniger als die Millionen, die 2015 an der Grenze der EU eintrafen.

Und trotzdem hat in diesem Jahr die Angst vor Migration einen Höchststand erreicht. Dies scheint nicht nur eine verzögerte Reaktion auf die große Einwanderungswelle vor drei Jahren zu sein, sondern auch die Unsicherheit nach der Finanzkrise von 2008 widerzuspiegeln. Die Europäer sorgen sich stärker um die Zukunft als noch vor zehn Jahren – nicht zuletzt deshalb, weil sie nicht davon überzeugt sind, dass ihre Politiker auf die aktuellen Probleme eine effektive Antwort haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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