Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Mit Frankreich sagt weiteres Land Vermögenssteuer Adieu

Posted by hkarner - 20. Oktober 2017

Andreas Schnauder20. Oktober 2017, 17:49 derstandard.at

Macron setzt Erleichterung für Reiche durch. Frankreich war bisher bei Vermögenssteuern führend

Paris/Wien – Es ging ein Aufschrei der Reichen durch Frankreich, als François Hollande die Vermögenssteuer nach der Krise deutlich anhob. Die hohe Belastung sorgte für Jubel und Frust – je nach Standpunkt. Für Schlagzeilen sorgte etwa der Schauspieler Gérard Depardieu, der 2013 die russische Staatsbürgerschaft von Wladimir Putin höchstpersönlich ausgehändigt bekam. Auch hunderte andere Vermögende zog es ins Ausland, vorwiegend nach Belgien, Monaco, Luxemburg und in die Westschweiz. Hollandes Nachfolger Emmanuel Macron könnte die Emigranten zur Rückkehr bewegen, denn der Präsident dreht die Vermögenssteuer gerade wieder ab. Das Land soll für Leistungsträger wieder attraktiver werden, begründet der neue Staatschef den Schritt, der Donnerstagabend von der Nationalversammlung gebilligt wurde. Die Abgabe wird künftig nur mehr auf Immobilien im Wert von mehr als 1,3 Millionen Euro eingehoben. Damit wird das Aufkommen um rund drei Viertel reduziert, weshalb der linke Oppositionsführer Jean-Luc Mélenchon von einem „schwindelerregenden Steuergeschenk“ sprach. Die Änderung sorgt für viel Wirbel, wird doch gleichzeitig das Wohngeld für Pensionisten und Studenten gekürzt. Die gleichzeitig von der Regierung initiierte Mehrbelastung von Yachten und Rennpferden vermag den Unmut nicht zu reduzieren, spült die Maßnahme doch lediglich 30 Millionen in die Staatskasse. Zum Vergleich: Die Entlastung aus der Vermögenssteuer summiert sich auf rund drei Milliarden Euro. Macron setzt nach der Arbeitsmarktreform erneut umstrittene Akzente. Den Präsidenten ficht das nicht an: „Den traurigen Reflexen des französischen Neids werde ich nicht nachgeben“, sagte er jüngst dem Spiegel.

Trend gegen Vermögenssteuern

Die Eindämmung der Reichensteuer ist Wasser auf die Mühlen jener, die in höheren Vermögenssteuern ein Instrument zur Bekämpfung der wachsenden Ungleichheit sehen. In Europa geht der Trend in die Gegenrichtung. Haben 1995 noch 13 EU-Staaten eine Vermögenssteuer eingehoben, sind es derzeit nur noch eine Handvoll. Ganz exakt lässt sich das nicht sagen, da es recht unterschiedliche Konzepte gibt. Präzise wird hingegen erhoben, wie stark Vermögen von EU-Ländern insgesamt belastet wird. Hier ist Frankreich – ganz den Empfehlungen internationaler Organisationen wie OECD oder Währungsfonds folgend – Spitzenreiter. 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden über Vermögenssteuern eingehoben. In der EU sind es 2,6 Prozent. Österreichs Anteil: 0,8 Prozent des BIP. (Andreas Schnauder, 21.10.2017) – derstandard.at/2000066411024/Mit-Frankreich-sagt-weiteres-Land-Vermoegenssteuer-Adieu

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Ex-Premier Renzi attackiert Notenbankchef

Posted by hkarner - 18. Oktober 2017

Dominik Straub aus Rom, 18. Oktober 2017, 17:51 derstandard.at

Ignazio Visco habe die italienischen Krisenbanken zu lasch kontrolliert

Der Misstrauensantrag gegen Ignazio Visco, der formal keiner war, kam in Form einer Motion des von Ex-Premier Matteo Renzi geführten Partito Democratico: In dem Vorstoß wird die Regierung aufgefordert, an der Spitze der Banca d’Italia, der Zentralbank, eine Person zu installieren, die „geeignet ist, neues Vertrauen in das Institut zu garantieren“. Außerdem solle die Exekutive dafür sorgen, dass die Kontrollfunktion der Zentralbank über das Bankensystem wieder gestärkt werde.

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US-Starökonom: „Die Deutschen brauchen keine Angst zu haben“

Posted by hkarner - 18. Oktober 2017

Interview András Szigetvari18. Oktober 2017, 07:00 derstandard.at

Trotz wachsender Wirtschaft müsse die EZB ihre ultralockere Geldpolitik fortsetzen, sagt Barry Eichengreen

STANDARD: Der Internationale Währungsfonds warnt vor einem Crash am Finanzmarkt. Investoren gehen zu viele Risiken ein, weil sich mit sicheren Investitionen keine Zinsen verdienen lassen. Zentralbanken haben zu dieser Entwicklung mit ihrer lockeren Geldpolitik beigetragen. Ein Fehler?

Eichengreen: Die Zentralbanken haben das getan, was sie tun mussten, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation anzufachen. Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es Nebenwirkungen. Aber nur deshalb, weil es auf den Finanzmärkten zu Ausschweifungen kommt, dürfen Notenbanken ihre Kernaufgabe nicht aus den Augen verlieren, und diese lautet nun einmal für Preisstabilität zu sorgen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Dirty Campaigning um Steinberger-Kern: Gründerzentrum im Fokus

Posted by hkarner - 14. Oktober 2017

Andreas Danzer, 12. Oktober 2017, 06:00, derstandard.at

Ein Blogger und Wirtschaftsbund-Funktionär wirft der Mitinitiatorin des Innovation-Hubs Wexelerate Freunderlwirtschaft vor

Wien – Zwölf Tage nach der offiziellen Eröffnung des Innovation-Hubs Wexelerate am Wiener Donaukanal am 25. September tritt der Geschäftsführer Hassen Kirmaci schon wieder zurück. Alexander Surowiec, stellvertretender Wirtschaftsbund-Obmann in Liesing, wirft Wexelerate-Mitgründerin Eveline Steinberger-Kern in seinem Blog Fass ohne Boden Mauscheleien, Erschleichen von Förderungen und Strohmann-Konstrukte vor. Viel komplexer Stoff vor der Wahl: DER STANDARD versucht, die Fakten darzustellen. Kirmaci hält laut Firmenbuch 58,61 Prozent der Anteile an Wexelerate. Das war allerdings bei der Firmengründung noch anders. Eine Wiener Steuer- und Unternehmensberatungskanzlei war damals Mehrheitsgesellschafter. Geschäftsführer war Kirmaci zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

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790 Millionen: Bank-Austria-Zahlung schönt das Budget

Posted by hkarner - 12. Oktober 2017

Andreas Schnauder, 12. Oktober 2017, 18:27 derstandard.at

Das Institut blitzte mit einer Beschwerde ab, mit der es die Verteuerung des Pensionstransfers bekämpft hatte

Wien – Der Sozialminister und der Finanzminister können sich freuen. Mit dem Abblitzen der BankAustria beim Verfassungsgerichtshof kann die Pensionsversicherungsanstalt die Abfindung des Instituts von knapp 800 Millionen Euro als Einnahme verbuchen. Die Bank hatte sich gegen die Summe gewehrt, weil die Übertragung von 3028 Pensionsanwartschaften ans staatliche System mit März 2016 empfindlich verteuert wurde. Die Gesetzesänderung bescherte der Unicredit-Tochter Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro.

Im Budget hat die Lex Bank Austria schon für beachtliche Ausschläge gesorgt. Im ersten Quartal sorgte die Extrazahlung für eine deutliche Reduktion des staatlichen Pensionszuschusses. Nach der Beschwerde des Instituts musste die Pensionsversicherungsanstalt die Abfindung ausbuchen. Das ist aber nicht die einzige Verzerrung bei dem Budgetposten, der mit 10,64 Milliarden Euro zu den größten im Staatshaushalt zählt. Dass der Budgetvollzug heuer besser läuft als im Vorjahr, liegt nicht nur an guter Konjunktur und in weiterer Folge steigender Beschäftigung: Hinzu kommt eine zeitliche Veränderung bei der Endabrechnung des Vorjahres zwischen Bund und Sozialversicherung. Der von Fachleuten als „Abrechnungsreste“ bezeichnete Transfer fand im Vorjahr im September statt, heuer aber schon im Juni. Der Staat erspart sich durch die Abrechnung gut 400 Millionen Euro Zuschuss. Den Rest des Beitrags lesen »

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Italiens Notenbank hadert mit neuen Regeln zu Problemkrediten

Posted by hkarner - 5. Oktober 2017

5. Oktober 2017, 19:34 derstandard.at

Auf Italiens Banken entfallen rund 30 Prozent der mehr als 900 Mrd. Euro an Problemkrediten in Eurozone

Rom – Italiens Notenbank drängt einem Insider zufolge auf eine Aufweichung neuer Richtlinien der EZB-Bankenaufsicht für den Umgang mit notleidenden Krediten. Die Bank von Italien wolle zumindest erreichen, dass mit Sicherheiten unterlegte, neu als Problemdarlehen eingestufte Kredite ausgenommen werden, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch der Altbestand an faulen Krediten solle ausgegliedert werden. Die neuen Vorschriften der EZB-Bankenaufseher sollen zwar nur für solche Kredite gelten, die ab Jänner 2018 neu als ausfallgefährdet eingestuft werden. Italien befürchtet aber offensichtlich, dass diese künftig auch für den Bestand an Problemdarlehen in den Bankbilanzen gelten werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreicher lassen Erspartes fast ungenutzt liegen

Posted by hkarner - 3. Oktober 2017

3. Oktober 2017, 15:19.derstandard.at

Allianz-Investmentbank: Österreicher erzielten seit 2012 schwächste Anlageergebnisse im Euroraum

Wien – Österreich bleibt eine unverbesserliche Sparbuchnation. Denn die Allianz-Investmentbank ist nicht das erste Geldhaus, das den Österreichern einen „stiefmütterlichen“ Umgang mit ihren Ersparnissen vorhält. Etliche andere hatten ebenfalls eine zu stark ausgeprägte Sparbuchkultur diagnostiziert und zur Genesung eine ertrag- und auch risikoreichere Veranlagungsstrategie verschrieben.

Allein die Patienten verweigern die Einnahme der Medizin – und parken weiterhin deutlich mehr als ein Drittel ihres Geldvermögens in Spareinlagen. Damit hat sich der Sparbuchanteil in den vergangenen zehn Jahren trotz jahrelanger Zinsflaute gerade einmal um 0,6 Prozentpunkte auf 37,6 Prozent verringert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wifo: Österreichs Aufschwung steht auf breiter Basis

Posted by hkarner - 25. September 2017

25. September 2017, 11:57

Die Konjunkturforscher bestätigen ein reales Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Österreich wächst somit so schnell wie der Euroraum, aber langsamer als die EU-28

Wien – Die heimische Wirtschaft hat heuer im zweiten Vierteljahr ihr dynamisches Wachstum fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag real um 0,8 Prozent über dem Vorquartal, bestätigte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag. Für das vorhergehende Vierteljahr hat das Wifo das BIP-Plus nachträglich leicht auf 0,9 Prozent angehoben. „Der Aufschwung steht auf breiter Basis, sowohl die Binnennachfrage als auch die Exporte stiegen“, erklärte das Wifo in einer Aussendung: „Die Dynamik der Industriekonjunktur verstärkte sich zuletzt, auch von der Bauwirtschaft kamen positive Impulse.“

Österreich im Euroraum-Schnitt

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Euro für ganz Osteuropa: Für Ökonomen nicht die beste Idee

Posted by hkarner - 21. September 2017

András Szigetvari, 21. September 2017, 09:00 derstandard.at

Ungarn, Polen und Tschechien sind zuletzt mit ihren Währungen gut gefahren, aber für Kroatien und Bulgarien bleibt der Euro reizvoll

Wien – Eine Gruppe von Wanderern hat sich oben auf dem Berg verirrt. Der Bergführer findet den Weg zur Hütte nicht, sondern leitet die Gruppe im Zickzackkurs. Unbeirrt motiviert er aber immer mehr Wanderer dazu, ihm zu folgen. Mit diesen Worten hat der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn vor kurzem die Eurozone beschrieben. Die Wanderer, das sind die Euroländer. Sie haben den schlimmsten Teil der Krise überstanden. Doch die drängendsten Probleme im Währungsraum bleiben ungelöst, etwa die Frage, wie wirtschaftlich schwächere Staaten im Süden mit dem Rest mithalten sollen.

Der Bergführer Juncker

Der Bergführer ist Jean-Claude Juncker. Trotz aller Turbulenzen drängt er weitere EU-Länder darauf, der Eurozone beizutreten, so wie vergangene Woche im Zuge seiner Rede zur Lage der Union. Juncker sprach damit insbesondere die Osteuropäer, die Polen, Ungarn, Tschechen, Rumänen, Bulgaren und Kroaten an. Für Sinn ist der Vorstoß des Kommissionspräsidenten eine Verschwendung von Energien in einem heiklen Moment für die Union. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Universitäten sind Mittelmaß mit deutlicher Tendenz nach unten“

Posted by hkarner - 20. September 2017

InterviewAndreas Schnauder, 19. September 2017, 17:47 derstandard.at

Österreich muss sein Bildungs- und Forschungssystem reformieren, sagt Thomas Wieser, höchster Beamter der Eurogruppe

Seit 2012 steht ein Österreicher an der Spitze der Euroarbeitsgruppe, die alle wichtigen Entscheidungen der Währungsunion vorbereitet. Thomas Wieser bemängelt im Interview mit dem STANDARD, dass Österreich für die Bewältigung von Globalisierung und Digitalisierung nicht gut gerüstet sei. Vor allem bei Bildung und Forschung seien die Ergebnisse mäßig. Der Befund sei zwar seit 20 Jahren bekannt, Reformen allerdings schwer auszumachen. Auch mit der Bürokratie geht Wieser hart ins Gericht. Die oft geforderte Vertiefung der Eurozone erwartet der Spitzenbeamte auf absehbare Zeit nicht.

STANDARD: Mit der Konjunktur geht’s in Europa stark aufwärts, das hilft bei der Konsolidierung der angespannten Staatshaushalte. Bewegen sich die Defizite ausreichend nach unten, oder werden strukturelle Probleme überdeckt?

Wieser: Der Hauptbeitrag zur Budgetkonsolidierung in den letzten Jahren waren die extremen Niedrigzinsen und die damit verbundene billige Refinanzierung der Haushalte. Wenn man sich den Primärhaushalt, der die Defizite um die Zinszahlungen bereinigt, ansieht, ergeben sich nur relativ geringe Konsolidierungseffekte. Das Problem ist, dass im Wesentlichen jene Staaten, die aufgrund ihrer Verschuldung viel mehr Gewicht auf die Budgetkonsolidierung legen müssten, es zu wenig tun. Die, die mehr für die Konjunkturbelebung tun könnten, machen das auch nur eingeschränkt. Der Policy-Mix in der Eurozone ist im Aggregat richtig, in der Zusammensetzung aber nicht. Im Klartext müssten die Italiener, Franzosen und Spanier deutlich mehr für die Budgetkonsolidierung tun, während Staaten wie Deutschland ein höheres Defizit anstatt der schwarzen Null anstreben sollten. Den Rest des Beitrags lesen »

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