Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Saalschlacht in der Notenbank oder warum dort ein Rechter ausgezeichnet wird

Posted by hkarner - 16. Juni 2019

Renate Graber,15. Juni 2019, 10:00 derstandard.at

In der Nationalbank wird ein Konferenz mit „libertären“ Ökonomen stattfinden – inklusive Preisverleihung an einen extrem rechten Ökonomen. (Mit-)Veranstalterin: OeNB-Vizepräsidentin Kolm

So richtig willkommen ist sie – aus jetziger Sicht – nicht. Im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) findet am 13. und 14. November eine internationale Konferenz statt, die Austrian Economics Center sowie Hayek-Institut unter Barbara Kolm (mit)veranstalten. Konferiert wird laut Ankündigung im Internet über „Die österreichische Schule der Nationalökonomie im 21. Jahrhundert“, „libertäre“ Ökonomen werden die Referate halten, ebensolche teilnehmen. Und: Dem umstrittenen US-Historiker, Autor, Blogger und Podcaster (Contra Krugman) Thomas Woods soll der 2019 Hayek Lifetime Achievemet Award verliehen werden. Woods gilt als Murray-Rothbard-Anhänger; der US-Ökonom war Vordenker der anarchokapitalistischen Bewegung und der Libertarian Party. Harvard- und Columbia-Absolvent Wood war zudem bei der Gründung der rassistischen, weißen und nationalistischen League of the South dabei, die er auch unterstützte. Man könnte ihn also getrost einen extrem Rechten nennen.

„Nowotny nicht zuständig“

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Warnung vor gefährlichen Schuldenexperimenten

Posted by hkarner - 14. Juni 2019

Günther Strobl, 12. Juni 2019, 06:00 derstandard.at

Eine Wirtschaftstheorie besagt, dass Schulden in eigener Währung kein Problem sind. Italien will den Beweis antreten. Ökonom Lars Feld warnt

Mit Schulden macht man keine Experimente, das sei brandgefährlich. Schulden seien in wirtschaftlich schlechten Zeiten mitunter nicht zu vermeiden, sollten aber in Zeiten wirtschaftlicher Prosperität, wenn auch die Steuereinnahmen sprudeln, umso energischer abgebaut werden. Auf dass Platz für geld- und fiskalpolitische Maßnahmen geschaffen wird, wenn die nächste Krise kommt. Das ist, verkürzt gesagt, das Credo von Lars Feld. Und es ist das Mantra der Mainstream-Ökonomie, auch wenn sich die vorgeschlagenen Rezepte für Krisenländer in der Vergangenheit oft als wenig tauglich herausgestellt haben. Der 53-Jährige, der Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und einer von fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland ist, sieht sich neuerdings mit einer Strömung in den Wirtschaftswissenschaften konfrontiert, die eine glatte Antithese zu allen bisher verkündeten „Wahrheiten“ darstellt. Modern Monetary Theory (MMT) heißt die Richtung. Ihre Kernidee: Defizite sind nicht zwingend schlecht.  Regierungen sollten die Vollbeschäftigung im Auge behalten, die Wirtschaft durch mehr Staatsausgaben und Steuern lenken und auf diese Weise die Notenbanken entlasten. Verschuldung löse, sofern sie in eigener Währung erfolge, auch keine Inflation aus, wie dies am Beispiel der bereits lange Zeit hochverschuldeten Industrienation Japan gezeigt werden könne.

Schulden als Heilsbringer

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EZB greift Banken mit Langfrist-Geldspritzen unter die Arme

Posted by hkarner - 7. Juni 2019

6. Juni 2019, 14:52, derstandard.at

Die Zinswende wird verschoben, die Kreditvergabe soll beflügelt werden

Vilnius – Die Europäische Zentralbank (EZB) verschiebt angesichts der zahlreichen konjunkturellen Fragezeichen die Zinswende bis weit in das nächste Jahr. Die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi stellten am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung in Vilnius in Aussicht, ihre Leitzinsen noch bis mindestens zum Ende des ersten Halbjahrs 2020 nicht antasten zu wollen. Bislang galt dies nur bis zum Ende des laufenden Jahres. Dies ist nach März bereits das zweite Mal, dass die Euro-Notenbank ihren Zinsausblick zeitlich nach hinten verschiebt. Ursprünglich hatte sie nur bis zum Ende dieses Sommers in Aussicht gestellt, an ihren Zinsen nicht zu rütteln. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Langfrist-Geldspritzen

Die EZB will den Banken auch mit eher großzügigen Zinskonditionen für die neuen Langfristkredite unter die Arme greifen. Bei den zweijährigen Darlehen, die in der Fachwelt „TLTRO III“ genannt werden, winkt den Banken eine Prämie, wenn sie bei der Kreditvergabe nachweislich bestimmte Ziele erfüllen, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Inflation im Euroraum sinkt deutlich – Druck auf die EZB steigt

Posted by hkarner - 6. Juni 2019

4. Juni 2019, 14:16 derstandard.at

Die Teuerung ging im Mai auf die bisher niedrigste Rate des Jahres zurück. Am Donnerstag treffen sich die Euro-Wächter in Vilnius

Frankfurt – Die Inflation in der Eurozone hat sich wieder deutlich von der Wunschmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent entfernt. Im Mai sank sie unerwartet kräftig auf 1,2 Prozent, was die bisher niedrigste Rate in diesem Jahr ist, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Im April war die Teuerung noch bei 1,7 Prozent gelegen. Für EZB-Chef Mario Draghi dürfte damit der Handlungsdruck steigen, zumal die Konjunkturaussichten wegen des sich verschärfenden US-Handelsstreits und der Brexit-Hängepartie ebenfalls unsicherer geworden sind. An diesem Donnerstag kommen die Euro-Wächter in Vilnius zu ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung zusammen.

Warten auf Preisauftrieb

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Lega-Chef Salvini will Parallelwährung in Italien

Posted by hkarner - 5. Juni 2019

Dominik Straub aus Rom, 3. Juni 2019, 09:00 derstandard.at

Partei fordert Ausgabe staatlicher Schuldtitel in kleiner Stückelung – diese könnten den Euroaustritt einleiten, warnen Experten

Rom – Sollte es in naher Zukunft zu einem Ausscheiden Italiens aus der europäischen Einheitswährung kommen, dann kennt man inzwischen das genaue Datum, wann der erste Schritt dazu eingeleitet wurde: am 28. Mai 2019. An diesem Tag hat die italienische Abgeordnetenkammer einen Antrag verabschiedet, der es der Regierung erlaubt, die zweistelligen Milliardenschulden des italienischen Staates gegenüber den einheimischen Unternehmen unter anderem auch durch die Ausgabe von sogenannten Mini-Bots in kleiner Stückelung zu begleichen. Bot ist die Abkürzung für Buono ordinario del tesoro: Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit (maximal zwölf Monate), die normalerweise zur Erhöhung der kurzfristigen Liquidität des Staates dienen. Der Nennwert der bisherigen Bots lautet auf mindestens 1.000 Euro – und genau das ist der Haken der neuen Mini-Bots: Bei diesen läge der Nennwert bei 100 Euro oder noch tiefer. Experten warnen: Sind die neuen Mini-Bots erst einmal ausgegeben, könnten sie schnell als Zahlungsmittel verwendet werden – und so zu einer Art Parallelwährung werden.

Austritt in Trippelschritten

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Ökonomen: EZB-Chef für Deutschland wichtiger als Kommissionschef

Posted by hkarner - 28. Mai 2019

27. Mai 2019, 12:13 derstandard.at

Das Forschungsinstitut ZEW verweist auf Weidmanns Einstellung zu Anleihekäufen

Mannheim/Frankfurt – Das deutsche Forschungsinstitut ZEW hält den neu zu besetzenden Posten des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) für entscheidender für Deutschland als die Spitze der EU-Kommission. „Auch wenn der Präsident im EZB-Rat nur über eine Stimme verfügt, ist seine Rolle als Meinungsmacher von enormer Bedeutung für die Entscheidungen“, erklärte Friedrich Heinemann vom ZEW am Montag. Das habe EZB-Präsident Mario Draghi demonstriert, dessen Mandat dieses Jahr endet. „Für Deutschland ist die Besetzung des EZB-Präsidentenamtes von größerer ökonomischer Bedeutung als der Chefsessel der EU-Kommission“, fuhr Heinemann fort. Zwar verfüge die Kommission in der EU-Gesetzgebung über die Gesetzesinitiative, letztlich bedürfe aber jedes Gesetz der Zustimmung von Rat und Parlament. Durch die schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Europaparlament könne der Handlungsspielraum des nächsten Kommissionspräsidenten zudem stark eingeengt sein.

Einfluss auf Anleihenkäufe relevant

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Bundesbank-Chef: Auch Deutschland hat Anspruch auf EZB-Chefposten

Posted by hkarner - 27. Mai 2019

26. Mai 2019, 14:31 derstandard.at

Jens Weidmann sieht derzeit keinen Handlungsbedarf für die Geldpolitik

Frankfurt – Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat den grundsätzlichen Anspruch Deutschlands unterstrichen, bei der Wahl des EZB-Chefs auch einmal zum Zuge zu kommen. „Es wäre sicherlich schlecht, wenn der Eindruck entstünde, dass es bestimmte Nationalitäten gibt, die von der EZB-Präsidentschaft grundsätzlich ausgeschlossen sind“, sagte Weidmann am Sonntag. Das würde aus seiner Sicht das Vertrauen in die Geldpolitik untergraben, so der Bundesbank-Chef beim Tag der offenen Tür in der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt.

EU-Wahl wird Weichen stellen

EZB-Präsident Mario Draghi scheidet im Oktober nach acht Jahren aus dem Amt. Der Italiener folgte auf dieser Schlüsselposition dem Franzosen Jean-Claude Trichet. Erster Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) war der Niederländer Wim Duisenberg. Deutschland ist bisher noch nicht zum Zuge gekommen. Es wird davon ausgegangen, dass das Ergebnis der Europa-Wahl wichtige Weichen für die Wahl des nächsten EZB-Präsidenten stellen wird. Über seine eigenen Ambitionen hielt sich Weidmann weitgehend bedeckt. Er bekräftigte lediglich frühere Äußerungen, wonach jedes Mitglied im EZB-Rat auch die Bereitschaft haben müsse, Verantwortung zu übernehmen. „Wir sitzen ja da nicht, um zuzuschauen, wie andere Entscheidungen treffen, sondern wir wollen mitwirken, wir wollen Dinge beeinflussen.“ Das gelte nicht nur für ihn, sondern für alle Mitglieder des EZB-Rats. (APA, Reuters, 26.5.2019) – derstandard.at/2000103834633/Bundesbank-Chef-Auch-Deutschland-hat-Anspruch-auf-EZB-Chefposten

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Horrorfilm mit Überlänge: Deutsche-Bank-Aktionäre proben Aufstand

Posted by hkarner - 24. Mai 2019

23. Mai 2019, 18:19 derstandard.at

Der Aktienkurs erreichte einen neuen Tiefstand. Der österreichische Aufsichtsratschef Achleitner bekommt den Ärger besonders zu spüren

Die Aktie im freien Fall, beim Gewinn meilenweit hinter die Konkurrenz zurückgefallen und im öffentlichen Ansehen auch ganz tief unten: Die Aktionäre der Deutschen Bank haben auf der Hauptversammlung in Frankfurt kaum ein gutes Haar an der Strategie des größten deutschen Geldhauses gelassen. Schwer unter Druck geraten ist der österreichische Langzeit-Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Die Aktionäre machten ihrem Ärger Luft. Andreas Thomae von der den Sparkassen gehörenden Fondsgesellschaft Deka sprach von einem „Horrorfilm mit Überlänge“. Auch Alexandra Annecke von Union Investment äußerte Unmut: „Es ist traurig und schockierend, was aus der Deutschen Bank geworden ist. Das einstige Vorzeigeinstitut ist nur noch ein Koloss auf tönernen Füßen.“ Die im Dax notierte Aktie musste am Donnerstag einen neuen Tiefschlag verkraften. Während der seit einem Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing und Achleitner bei den Anteilseignern um Vertrauen warben, fiel die Aktie wie ein Stein zeitweise um bis zu vier Prozent auf ein Rekordtief von 6,35 Euro, bevor sie sich etwas erholte. Die gesamte Deutsche Bank ist an der Börse inzwischen weniger als 14 Milliarden Euro wert und damit ungefähr gleich viel wie die deutlich kleinere Erste Group.

Unrunder Geburtstag

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Das große Zittern der blauen Manager vor dem Rausschmiss

Posted by hkarner - 21. Mai 2019

Renate Graber, Andreas Schnauder, 20. Mai 2019, 08:00 derstandard.at

Gerade erst hat die FPÖ ihre Leute bei ÖBB, Notenbank und Co untergebracht. Müssen sie jetzt wieder gehen? Die Abberufung ist nicht so einfach möglich

Wien – Das Ibiza-Video und das Ende der türkis-blauen Koalition werden nicht nur Politiker um ihren Job bringen. Auch zahlreiche Manager, die die Blauen in den vergangenen eineinhalb Jahren seit ihrer Regierungsbeteiligung in diverse Posten staatsnaher Unternehmen und Institutionen gehievt haben, dürften um Amt und Macht zittern – oder zumindest um ihre Rückendeckung durch die freiheitlichen Machthaber.

Denn auflösen lassen sich Verträge natürlich nicht so einfach – es sei denn, man greift tief in die Tasche, um die Verträge vor der Zeit zu lösen. Ob Direktorium und Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Österreichische Bundesbahn (ÖBB), staatliche Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag, Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), Aufsichtsrat der neuen Staatsholding Öbag, Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) oder Verfassungsgerichtshof (VfGH) bis hin zur Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (Ages): Die bei Regierungswechseln üblichen Umfärbungen sind längst unter Dach und Fach, die FPÖ hat ihre Leute längst untergebracht. foto: apa/punz Arnold Schiefer (FPÖ) ist vom Aufsichtsrat in den Vorstand der ÖBB übersiedelt.

ÖBB und Asfinag umgefärbt

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Die Angst vor dem „Italexit aus Versehen“

Posted by hkarner - 18. Mai 2019

Dominik Straub aus Rom, 16. Mai 2019, 17:57 derstandard.at

Italiens Vizepremier Matteo Salvini will zur Ankurbelung der Wirtschaft die Vorgaben der EU links liegenlassen. Verantwortungslos, warnt der frühere Regierungschef

Ich finde es unerhört, dass unser Innenminister und Vizepremier erklärt, man werde sich bis zu 140 Prozent des BIP verschulden“, erklärte Paolo Gentiloni in einem Interview mit dem Corriere della Sera. Der Lega-Chef tue so, als spielten bei einer ohnehin schon viel zu hohen Verschuldung 200 Milliarden Euro mehr oder weniger keine Rolle. Alarmiert haben Gentiloni die Äußerungen von Lega-Chef Salvini, der gleich bei mehreren Gelegenheiten erklärt hatte, dass Italien nicht nur das Recht, sondern die Pflicht habe, die EU-Haushaltvorgaben zu verletzen, um mit neuen Ausgaben die Wirtschaft anzukurbeln.

Risikozuschläge steigen

In den Augen Gentilonis handelt die populistische Regierung mit solchen Ankündigungen verantwortungslos: „Wir sind noch nie so isoliert gewesen in Brüssel – und der Schritt von der Isolation zum völligen Abseitsstehen kann kurz sein“, betonte der Ex-Premier. Der 64-Jährige spielt dabei auf die Möglichkeit an, sozusagen „aus Versehen“ aus dem Euro auszutreten: „Man kann entscheiden, den Euro zu verlassen. Man kann aber auch draußen landen, ohne das beabsichtigt zu haben.“ Zum Beispiel dann, wenn die Finanzmärkte das Vertrauen in die Haushaltpolitik verlieren und beginnen, massenhaft italienische Staatsanleihen abzustoßen. Salvinis Aussagen hatten auch umgehend zu einem Anstieg der Risikozuschläge für italienische Anleihen geführt. Den Rest des Beitrags lesen »

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