Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Standard’

Milanović: „Große Vermögen höher besteuern“

Posted by hkarner - 15. Februar 2018

 InterviewAndrás Szigetvari15. Februar 2018, 12:28, derstandard.at

Viele Industrieländer, besonders die USA, entwickeln sich rückschrittlich, sagt der Ökonom Branko Milanović

Branko Milanović zählt zu den weltweit anerkanntesten Wissenschaftern, die zu Fragen der Verteilungsgleichheit forschen. Berühmt wurde er vor allem durch seine Arbeiten zu den Auswirkungen der Globalisierung auf die Einkommen in Industriestaaten und Schwellenländern. Milanović ist schwer in das links-rechts Schema einzuordnen – was ihn als Forscher so spannend macht.

STANDARD: Sie haben vor kurzem in einem Beitrag geschrieben, dass die globalen Eliten zunehmend eine Politik wie im 19. Jahrhundert verfolgen, wenn es um industrielle Beziehungen und Steuergesetzgebung geht. Wie kommen Sie darauf?

Milanović: Das war eine Reaktion auf das diesjährige Treffen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seit inzwischen acht Jahren ist die wachsende Ungleichheit das bestimmende Thema dort. Jedes Jahr beklagen die Manager der wichtigsten globalen Unternehmen in dem Schweizer Bergdorf die Entwicklung, und dennoch ändert sich nichts, im Gegenteil. Die Leute fahren nach Hause und zahlen Lobbyisten dafür, dass sie gegen strengere Steuergesetze kämpfen. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Banking-App Revolut will die Party der Banken beenden

Posted by hkarner - 11. Februar 2018

Bettina Pfluger, 11. Februar 2018, 15:00 derstandard.at

Schnell, einfach und gratis: So sieht das Banking der Zukunft aus. Das britische Fintech-Startup Revolut fährt mit dieser Strategie bereits einen enormen Expansionskurs

Wien – Als Vielreisender und einer, der oft im Ausland arbeitete, hatte Nikolay Storonsky sich immer über die Kompliziertheit der Banken und vor allem über die hohen Gebühren geärgert, die er im Ausland für Behebungen und andere Dienstleistungen bezahlen musste. „Ich habe eine Menge Geld mit Gebühren und Spesen vergeudet“, sagt Storonsky zum Standard. Es war also Zeit für eine Revolution in diesem Sektor. Mehr als ein Jahr hat Storonsky über diese Revolution nachgedacht und sich 2015 getraut. Er verließ seinen Arbeitgeber Credit Suisse und gründete das britische Start-up Revolut.

Die Idee: Bankdienstleistungen am Handy – übersichtlich gestaltet, einfach in der Anwendung und gebührenfrei.

Das kam bei Kunden gut an. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisen: Kurzschluss bei neuer Einlagensicherung

Posted by hkarner - 11. Februar 2018

Renate Graber, 10. Februar 2018, 09:00 derstandard.at

Raiffeisen-Banken müssen von sektoreigener Einlagensicherung abweichen und einem österreichweiten System beitreten

Wien – So richtig leicht fällt den Banken des Raiffeisensektors das Zusammenwachsen nicht. Seit der Fusion des Spitzeninstituts Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit der Raiffeisen Bank International (RBI) ist fast ein Jahr vergangen – aus den angekündigten Annäherungsschritten der Landesbanken ist aber noch nichts geworden. Weder gibt es die geplante „Synergiegenossenschaft“, noch wird der Sektor ab 2019, wenn die neuen gesetzlichen Regeln in Kraft treten, seine eigene Einlagensicherung haben, wie er es angestrebt hatte. Die Gruppe wird sich vielmehr unters Dach der Einlagensicherung Austria begeben.

Zusammenrücken wird im dezentralen Sektor unterm Giebelkreuz seit Jahren diskutiert, durch die Fusion zur neuen RBI ergaben sich zudem Sachzwänge: Die Steuerungsaufgaben der RZB müssen aufgeteilt werden. Das ist aber bisher noch immer nicht erfolgt – obwohl im Projekt „Lead Plus“ die Neuverteilung ausgetüftelt wurde. Vor allem gilt es, die zentralen Aufgabenbereiche Risiko, IT, Meldewesen und digitale Regionalbank neu zu verteilen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Krisenbank Monte Paschi macht Milliarden-Verlust

Posted by hkarner - 9. Februar 2018

9. Februar 2018, 21:19 derstandard.at

Kreditabschreibungen und sinkende Einnahmen bescheren der Bank noch schwächeres Ergebnis als im Vorjahr

Mailand – Die italienische Krisenbank Monte Paschi hat 2017 einen Verlust von 3,5 Milliarden Euro eingefahren. Wie das Institut am Freitag mitteilte, brachten unter anderem Kreditabschreibungen und sinkende Einnahmen dem Geldhaus aus der Toskana ein noch schwächeres Ergebnis ein als im Vorjahr. 2016 hatte die weltweit älteste Bank schon ein Minus von 3,2 Milliarden Euro verbucht. Im vergangenen Jahr gingen die Einnahmen nach Angaben der Bank um sechs Prozent zurück und der operative Verlust stieg um 40 Prozent.

Faule Kredite

Mit einem von der Europäischen Kommission abgesegneten Restrukturierungsplan will die vor einem Jahr auch mit staatlichen Milliardenbeträgen vor der Pleite gerettete Bank ab 2019 wieder Gewinne schreiben. Monte Paschi war unter anderem wegen einer hohen Zahl fauler Kredite in Schieflage geraten. Denn die langjährige Wirtschaftsflaute in Italien sorgte wie auch bei anderen Instituten dafür, dass viele Darlehen platzten. Auch Missmanagement und ein Derivate-Skandal machten der Bank zu schaffen. (Reuters, 9.2.2018) – derstandard.at/2000073982554/Krisenbank-Monte-Paschi-macht-Milliarden-Verlust

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Bruno Le Maire: „Steuerdumping wäre Selbstmord“

Posted by hkarner - 8. Februar 2018

Interview Stefan Brändle aus Paris 8. Februar 2018, 09:36 derstandard.at

Für den französischen Wirtschaftsminister soll die Besteuerung digitaler Konzerne in Zukunft einen wichtigen Teil der EU-Einnahmen ausmachen

Paris – Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire fordert von seinen Amtskollegen Mut zu einer Finanztransaktionssteuer und erwartet, dass künftig die Besteuerung von Google und Co Milliarden einbringt. Denn man könne digitale Konzerne auch ins Land holen, wenn man Abgaben von ihnen einfordert. Steuerdumping in der EU wäre für ihn kollektiver Selbstmord, weil sich viele öffentliche Einrichtungen nicht mehr finanzieren ließen.

STANDARD: Seit der Wahl von Präsident Macron befindet sich Frankreich in Aufbruchstimmung. Erlebt das Land gar ein neues Wirtschaftswunder?

Le Maire: Solange die Franzosen nicht das Gefühl haben, dass sich die Dinge wirklich geändert haben, kann man nicht von einem Wunder sprechen. In Frankreich ist ein tiefgreifender Wandel der Wirtschaft im Gange. Unsere Arbeitsmarktreform von 2017 hat mehr Flexibilität erlaubt; unsere Steuerreform ist die wichtigste der letzten dreißig Jahre. Die Kapitalbesteuerung abzubauen, um die Wirtschaft besser zu finanzieren, bedeutet eine totale Umstellung.

STANDARD: Setzen Sie die Reformen 2018 fort?

Le Maire: Wir werden sie noch beschleunigen, und zwar im Bereich der Berufsbildung und -lehre. Mitte April werde ich zudem ein Gesetz für das Wachstum und die Umwandlung der Firmen vorlegen, denn anders als in Deutschland sind viele zu klein, um im Ausland zu reüssieren.

STANDARD: Fürs Erste äußerst sich die Reform des Arbeitsrechts vor allem in der Zunahme der Entlassungen … Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Erste-Bank-Chef Treichl: „Man kann nicht jeden Tag von Liebe leben“

Posted by hkarner - 4. Februar 2018

Bettina Pfluger3. Februar 2018, 14:00, derstandard.at

Finanzbildung einmal anders. Erste-Chef Andreas Treichl spricht in einer Wiener HAK über Leben, Liebe und Geld. 49.000 Schüler waren via Live-Stream dabei

Wien – „Was ist das Wichtigste im Leben? Geld? Liebe? Gesundheit?“ Die Gesundheit – darauf einigen sich die meisten der 130 Schüler der BHAK Wien 10, die sich am Mittwochvormittag in der Schulbibliothek versammelt haben. Okay. „Was ist dann das Zweitwichtigste?“, versucht es der Fragesteller. Freude? Friede? Familie? Geld? Na ja – dann wohl Geld, einigen sich die Schüler. Fügt man Geld und Gesundheit zusammen, kommt man auf jene finanzielle Gesundheit, um die es dem Fragesteller heute geht.

Und der ist in diesem Fall nicht irgendjemand – es ist Andreas Treichl, Chef der Erste Group, der in der Pernerstorfergasse 77 vor den Schülern steht.“ Die finanzielle Gesundheit ist wichtig“, sagt Treichl. Denn „man kann nicht den jeden Tag von der Liebe leben. Ab und zu muss man auch was essen“. Leises Gelächter.

Aber die finanzielle Gesundheit ist im ganzen Geld- und Wirtschaftssystem nur ein Teil. „Was wäre, wenn einem der Arzt nur etwas verschreibt, weil der daran etwas verdient, oder wenn ein Finanzdienstleister nur Produkte verkauft, die nur ihm und nicht dem Kunden helfen?“ Was es als Bindeglied also auch braucht, ist das Vertrauen der Beteiligten.

Vom Wert des Geldes … Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Wie sich die US-Steuerreform auf Firmenbilanzen auswirkt

Posted by hkarner - 2. Februar 2018

2. Februar 2018, 10:30 derstandard.at

Es gibt neue Regeln für Abschreibungen, Verlustvorträge und die steuerliche Behandlung konzerninterner Zahlungen zwischen den USA und Auslandsgesellschaften

Washington – Mit seiner umfassenden Steuerreform hat US-Präsident Donald Trump ein Kernstück seiner politischen Agenda umgesetzt. Er verspricht sich davon zusätzliche Milliardeninvestitionen und Millionen neue Jobs. Wie sich die Reform unter dem Strich auf die in den USA tätigen deutschen Firmen und ihre Konkurrenten auswirkt, ist im Detail noch nicht ganz klar. Es gibt aber kaum ein Unternehmen, das in seinen Quartalsbilanzen nicht auf Effekte durch die US-Steuerreform verweist. „Zum Thema US-Steuern sehen wir ein gemischtes Bild. Unsere deutschen Unternehmen sind teilweise positiv betroffen und teilweise negativ betroffen“, sagt die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Der Kern der US-Steuerreform ist die Senkung des Körperschaftssteuersatzes auf 21 von 35 Prozent. Es gibt aber auch neue Regeln für Abschreibungen, Verlustvorträge und die steuerliche Behandlung von konzerninternen Zahlungen zwischen den USA und Auslandsgesellschaften. Die Auswirkungen auf die Konzernbilanzen sind daher durchaus unterschiedlich, das gilt für die kurze und lange Frist. Es folgt eine Übersicht über die Effekte und welche Firmen davon betroffen sind:

Hohe Abschreibungen

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Deutschland steht großes Bankensterben bevor

Posted by hkarner - 1. Februar 2018

Das heißt ganz klar: entweder fusionieren sich die Genossenschaftsbanken und Sparkassen zu Tode und verschwinden (die Aufsicht mag sie sowieso nicht recht, weil sie sich nicht leicht kontrollieren lassen), oder Oliver Wyman hat unrecht. Aber der Untergang von Genossenschaftsbanken in fast allen Märkten Europas (nicht z.B. Nordafrikas) gibt ihm Recht.  (hfk)

1. Februar 2018, 11:15 derstandard.at

Beratungsgesellschaft Oliver Wyman: Zahl der Institute soll sich bis 2030 von 1.900 auf nur noch 150 bis 300 reduzieren

Frankfurt – Dem deutschen Bankenmarkt droht in den kommenden Jahren womöglich ein Aderlass. Wie aus dem Reuters vorliegenden „Bankenreport Deutschland 2030“ der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman hervorgeht, rechnen die Experten damit, dass sich die Zahl der Institute von derzeit rund 1900 in den kommenden Jahren auf nur noch 150 bis 300 Geldhäuser reduzieren wird. 2004 waren es nach Angaben des Bankenverbandes BdB rund 2400. Gründe sind unter anderem der steigende Wettbewerb durch neue Spieler wie Fintechs und ausländische Banken, aber auch der hohe Kostendruck und die strenge Regulierung. Unter dem Strich gibt es nach Ansicht der Experten zu viele Banken, die sich um einen seit Jahren weitgehend stabilen Kuchen streiten. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Was Amazon am Gesundheitssektor reizt

Posted by hkarner - 1. Februar 2018

1. Februar 2018, 07:18 derstandard.at

Die angekündigte Expansion im Gesundheitsbereich sorgte für Kursstürze an der Börse und Aufregung bei Analysten

Wien – „Alexa, welche Medikamente muss ich heute noch einnehmen?“ In nicht allzu ferner Zukunft könnte Amazons Gerät für die digitale Sprachsteuerung zu Hause der erste Ansprechpartner bei solchen und ähnlichen medizinischen Fragen sein. Der Onlinehändler Amazon beschleunigt derzeit seine Expansion in den milliardenschweren Gesundheitsmarkt in den USA. Der bisher aufsehenerregendste Clou gelang dem Unternehmen am Dienstag: Gemeinsam mit der US-Großbank JPMorgan Chase und der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway will Amazon ein Unternehmen zur besseren medizinischen Versorgung der Mitarbeiter gründen.

Ziel der drei ist es, Arbeitnehmern effizienteren und billigeren Zugang zu medizinischen Dienstleistungen sowie Arzneimitteln zu gewähren. Wie das genau geschehen soll, erläuterten die Unternehmen nicht. Ob sie also eine selbstständige Krankenkasse gründen oder sogar eigene Spitäler aufbauen wollen oder ihren Mitarbeitern doch nur neuartige IT-Dienstleistungen anbieten möchten, um den richtigen Arzt zu finden und den Diätplan einzuhalten, ist unklar.

Nervosität an den Märkten

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Vorstandschefs verdienen in sechs Tagen das Jahresgehalt von mittleren Angestellten

Posted by hkarner - 29. Januar 2018

Bettina Pfluger, 29. Jänner 2018, 08:45 derstandard.at

Andritz-Chef Wolfgang Leitner führt die Liste der bestverdienenden Spitzenmanager in Österreich an

Wien – Am 4. Jänner haben die Vorstandschefs der britischen börsennotierten Unternehmen wahrscheinlich wohlig und zufrieden vor sich hin geschnurrt. Denn an diesem 4. Jänner war heuer der sogenannte Fat-Cat-Day. Dieser Tag beschreibt, wann ein Vorstandschef – also die „fette Katze“ – so viel Geld verdient hat, wie ein britischer Vollzeitbeschäftigter in einem Jahr ausbezahlt bekommt. Rechnet man noch den 1. Jänner als Feiertag weg, bleiben also drei volle Arbeitstage, um das Medianeinkommen von 28.758 Pfund (32.750 Euro) des durchschnittlichen Briten auf dem Konto zu haben. Erfunden haben den Fat-Cat-Day 2009 der unabhängige Thinktank The High Pay Centre und die Berufsorganisation für das Vereinigte Königreich CIPD. In die jährliche Berechnung fließen die Gehälter der Vorstände jener Unternehmen ein, die im britischen Leitindex FTSE 100 gelistet sind. Basierend auf den Zahlen von 2016 lag das Medianeinkommen dieser Chefs bei 3,45 Millionen Pfund. Dividiert man das durch die bereits erwähnten 28.758 Pfund zeigt sich, dass die Bosse im Schnitt 120-mal so viel kassieren wie ein durchschnittlicher Vollzeitbeschäftigter. Teilt man die 365 Tage des Jahres durch 120, kommt man auf die drei Arbeitstage, die ein Topmanager also braucht, um das mittlere Bruttogehalt hereinzuspielen. Auf der Homepage des Thinktanks (highpaycentre.org) gibt es zudem eine Uhr, die anzeigt, wie viel ein britischer FTSE-100-Chef seit 1. Jänner im Schnitt bereits verdient hat. Wer der Gehaltskluft ins Auge sehen will, kann sich die eigene bisher erwirtschaftete Jahresgage im Vergleich dazu anzeigen lassen.

ATX-Spitze mit Briten gleichauf

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »