Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘DWN’

Türkei ist nur der Anfang: Neue Finanzkrise hat begonnen

Posted by hkarner - 13. August 2018

Dank an H.G.

Mit zu vielen riskanten Krediten hat sich die Finanzwelt in die nächste Krise gestürzt. Neue Banken-Rettungen sind nur eine Frage der Zeit.

Der dramatische Kurssturz der türkischen Lira versetzte am vergangenen Freitag die Finanzmärkte in Aufruhr. In den Hintergrund rückte die Tatsache, dass die Talfahrt bereits 2013 begonnen hat und schon seit Herbst 2016 schneller wurde. Als im Laufe des Freitag US-Präsident Donald Trump plötzlich die Zölle auf die zwei wichtigsten Exportprodukte der Türkei, auf Stahl und Aluminium, verdoppelte, geriet die Entwicklung  vollends außer Kontrolle. Die Lira war Freitag abends mit 6,42 TRY für einen Dollar und 6,93 für einen Euro nur mehr halb so viel wert wie vor einigen Jahren. Bis zum Herbst 2016 hatte sich der Kurs noch bei etwa 3,5 TRY bewegt.

Der Kurssturz der Lira ist die  Folge konkreter Probleme

Da Donald Trump derzeit vielfach für Aufregung sorgt, entstand am Freitag der Eindruck, der US-Präsident hätte die Krise ausgelöst. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte auch prompt, die USA würden die Türkei bedrohen, kündigte an, sich nach Moskau zu orientieren und erklärte pathetisch, der Westen habe den Dollar, die Türkei aber habe Gott. Tatsächlich hat die Türkei konkrete wirtschaftliche Probleme wie sehr viele andere so genannte „emerging markets“ auch. Dass die Politik in der Türkei keinen Beitrag leistet, um das Vertrauen in das Land zu stärken, darf nicht unerwähnt bleiben: Massenverhaftungen von vermeintlich Verdächtigen und Massenkündigungen von Beamten, die beide zum Teil wieder zurückgenommen werden, sowie Prozesse gegen unabhängige Journalisten lassen am Rechtsstaat zweifeln. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Politiker verstehen nicht, wozu man Banken braucht

Posted by hkarner - 1. Mai 2018

Dank an R.K.

Die Bankenkrise – in 5 Minuten! Außergewöhnlich scharf analysiert! Und fast alles richtig! (hfk)

Die Regulierung der Banken in Europa läuft in die falsche Richtung: Sie schränkt die Kredit-Vergabe ein und treibt die Banken in gefährliche Spekulationsgeschäfte.

Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt.

Vor wenigen Tagen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Widerstand gegen eine europäische Einlagensicherung abgeschwächt. Nur um die Achse zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu stützen? Oder meint man in der Bundesregierung, dass die deutschen Banken bereits so schwach sind, dass auch Deutschland eines Tages auf ein europäisches Sicherheitsnetz angewiesen sein könnte?

Die bislang von Deutschland vertretene Position, dass nicht alle Banken für alle Banken haften können, weil dann alle unkontrolliert in einen Krisensog geraten, ist unverändert richtig und müsste europaweit vertreten werden.

Merkel nannte zudem als Bedingung, dass zuerst die Banken generell ihre maroden Kredite bereinigen müssten, bevor eine europäische Einlagensicherung in Kraft treten könne. Dieses von den Bankenaufsehern vertretene Argument klingt überzeugend und wirkt wie der Teil einer verantwortungsvollen Politik. Der Schlachtruf „zuerst muss sauber gemacht werden“ ist aber paradoxerweise genau das Kernstück der katastrophal falschen Bankenpolitik, die seit der Finanzkrise 2008 und schon davor betrieben wird.

„Die schlechten Kredite“ ist ein realitätsferner Begriff Den Rest des Beitrags lesen »

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Brexit: Securing a New English-speaking Union?

Posted by hkarner - 8. April 2017

Dank an H.F.!

03.04.2017 Author: F. William Engdahl, NEO

89653433It’s becoming clear that there is a far more ambitious strategy behind Great Britain’s exit from the European Union, the so-called Brexit. Far from a reluctant government led by Prime Minister Theresa May, forced to listen to the Vox Populi of the majority of voters in 2016 who voted to exit the European Union, signs emerge of a far more devious well-planned strategy at the highest levels of British power, including the House of Windsor and the powers of the formidable City of London financial institutions. Britain is ditching the EU as a failed option, and seems to be intent on building a new English-speaking Union together with the United States and with the nations of the Commonwealth–the former colonies of the British Empire prior to 1914.

The British have a long and varied history, emerging from their surprising defeat of the mighty Spanish Armada in 1588 to go on over the course of three centuries to become the most powerful empire on earth, until a Great Depression of 1873 followed by two devastating world wars in the 20th Century, forced her patriarchs to swallow hard and accept a junior partner role with the 1945 dominant power, the United States. Den Rest des Beitrags lesen »

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Abkehr von der EU: Großbritannien strebt harten Schnitt an

Posted by hkarner - 16. Januar 2017

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

In Großbritannien stehen die Zeichen auf einen harten Schnitt mit der EU. Die Briten wollen auf den Binnenmarkt verzichten, um globale Freihandelsabkommen schließen zu können.

May Merkel reading letters

Medien in Großbritannien spekulieren laut dpa, dass Premierministerin Theresa May bei ihrer Grundsatzrede zum Brexit am kommenden Dienstag einen harten Kurs ankündigen wird. May werde zu erkennen geben, dass sie «bereit ist, Großbritannien aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion zu führen», schreibt der «Telegraph» in seiner Sonntagsausgabe. Sie werde für einen «sauberen» Schnitt mit der EU werben, hieß es. Auch die «Sun» berichtet dem Nachrichtensender «Sky News» zufolge in ihrer Sonntagsausgabe, May werde die Bereitschaft zum Ausscheiden des Landes aus dem Binnenmarkt deutlich machen.

May hatte diese Position in einem Interview mitr Sky vor einigen Tagen deutlich gemacht. Der Brexit-Vordenker Daniel Hannan hat in seinem Buch „Why Vote Leave“ dargelegt, dass der schrumpfende EU-Markt für Großbritannien weniger attraktiv sei als die wachsenden Märkte in Asien. Auch die Bestellung des neuen britischen Botschafters bei der EU deutet in Richtung einer harten Trennung. Er war lange in Russland tätig gewesen und gilt als harter Verhandler. Den Rest des Beitrags lesen »

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Soros: Angela Merkel hat Zerfall der EU ausgelöst

Posted by hkarner - 29. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Merkel SorosDer Investor George Soros sieht die EU am Ende. Die Schuld gibt er Angela Merkel.

George Soros liefert in einem Artikel für das Project Syndicate eine düstere Analyse über den Zustand der EU: Nach Ansicht des einflussreichen Investors ist die EU am Ende, weil Deutschland sich nur an seinen „engen eigenen Interessen“ orientiert habe. Anders als die USA nach dem Zweiten Weltkrieg hätten Deutschland den „anderen Nationen ein Austeritätsprogramm auferlegt“, statt ihnen mit nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008 mit einem neuen Marshall-Plan zu helfen.

Der Zerfall sei durch Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgelöst worden: „Als Lehman kollabierte hat sich Deutschland nicht reich genug gefühlt, um zusätzliche Verpflichtungen zu übernehmen. Als die europäischen Finanzminister erklärten, dass sie keine andere systemisch wichtige Finanzinstitution scheitern lassen würden, hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt – indem sie die Wünsche ihrer Wähler richtig interpretierte -, dass jeder Mitgliedsstaat die Sorge um seine eigenen Institutionen selbst übernehmen müsse. Dies war der Beginn des Prozesses des Zerfalls.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Investoren erwarten Austritt Italiens aus dem Euro

Posted by hkarner - 28. Dezember 2016

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Die Investoren Matthias Weik und Marc Friedrich erwarten einen Sieg der Euro-Gegner bei der nächsten Wahl in Italien – und ein Referendum über den Verbleib im Euro.

RaggiRoms Fünf-Sterne-Bürgermeisterin Virginia Raggi.

Die Bestseller-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich erwarten für das Jahr 2017, dass es in Europa erhebliche Verwerfungen geben wird. Sie gehen davon aus, dass es in Italien zu einem Euro-Referendum kommen wird.

Auch für Frankreich erwarten Weik und Friedrich einen Sieg der Euro-Gegnerin Marine Le Pen. 

Weik und Friedrich glauben, dass die EZB ihre Geldschwemme fortsetzen wird. Sie gehen davon aus, dass das Bargeld drastisch beschränkt werden wird.  Im ersten Teil ihrer Prognose für 2017 haben die beiden beschrieben, warum sie das Ende der Ära Merkel gekommen sehen.

Italien

Italien liegt volkswirtschaftlich gesehen nach wie vor am Boden. Es ist hinlänglich bekannt, dass Italien bis zum Beitritt zum Euro lediglich dank seiner Weichwährung ökonomisch überlebensfähig war. Auf Grund von kontinuierlichen Abwertungen blieben italienische Waren auf den Weltmärkten konkurrenzfähig. Zwischen 1971 und dem Euro-Start verlor die italienische Währung zur D-Mark weit mehr als 80 Prozent. Im Korsett des Euros ist eine Abwertung und folglich ein Päppeln der eigenen Wirtschaft ohne schmerzhafte Reformen durchzuführen, nicht mehr möglich. Zweifellos geht es dem Land heute wesentlich schlechter als vor der Einführung des Euros. Die Staatsverschuldung liegt mittlerweile bei 137 Prozent. Das Land bekommt seine grassierende Arbeitslosigkeit nicht in den Griff. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt mittlerweile über 40 Prozent und die Gesamtarbeitslosigkeit liegt bei 12,6 Prozent. Die Wirtschaft darbt weiter und die Industrieproduktion des Landes stagniert auf dem Niveau von 1986. Damit lassen sich keinesfalls die Schulden von 2016 bezahlen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Apple und Irland klagen gegen EU wegen Milliarden-Steuern

Posted by hkarner - 19. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Irland soll nach dem Willen der EU-Kommission über 13 Milliarden Euro von Apple bekommen – will das Geld aber gar nicht. Das Land und der iPhone-Konzern ziehen nun gegen die Steuernachforderung vor Gericht. Die Brüsseler Wettbewerbshüter beharren auf ihrer Position.

AppleApple klagt gegen die EU.

Die dpa berichtet:

Apple und Irland wehren sich wie angekündigt vor Gericht gegen die aus Brüssel geforderte Steuernachzahlung von mehr als 13 Milliarden Euro. Die EU-Kommission habe die relevanten Fakten missverstanden und mische sich in die nationale Souveränität in Steuerfragen ein, erklärte das irische Finanzministerium am Montag. Das Land habe dem iPhone-Konzern keinerlei Vorzugsbehandlung gewährt. Die Brüsseler Behörde gibt sich dennoch zuversichtlich.

Die EU-Kommission hatte Ende August nach jahrelanger Prüfung entschieden, dass die Steuer-Vereinbarungen von Apple in Irland aus ihrer Sicht eine illegale staatliche Beihilfe darstellen. Deswegen sollen rund 13 Milliarden Euro plus Zinsen nachgezahlt werden.

Apple-Finanzchef Luca Maestri warf EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vor, eine politische Agenda zu verfolgen. «Was die Kommission hier macht, ist eine Schande für europäische Bürger, sie sollte sich schämen», sagte er der Tageszeitung «Die Welt». Den Rest des Beitrags lesen »

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Gegen den Dollar: China stößt massiv US-Staatsanleihen ab

Posted by hkarner - 18. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

China hat den sechsten Monat in Folge US-Staatsanleihen verkauft. Auch andere Staaten versuchen, ihre finanziellen Ansprüche gegenüber den USA loszuwerden.

Yuan undDollar. Yuan Dollar

Seit einigen Monaten stoßen ausländische Investoren mehr US-Staatsanleihen ab, als sie kaufen. (Grafik: Zerohedge.com)

Seit einigen Monaten stoßen ausländische Investoren mehr US-Staatsanleihen ab, als sie kaufen. (Grafik: Zerohedge.com)

Die Volksrepublik China hat im Oktober amerikanische Staatsanleihen im Wert von etwa 41,3 Milliarden Dollar abgestoßen. Der Oktober ist damit der sechste Monat in Folge, in dem China seinen Besitz an US-amerikanischen Schuldentiteln („Treasuries“) verringert hat, berichtet Wolf Street. Japan hat China inzwischen als größten Gläubiger der USA abgelöst. Japan hielt im Oktober amerikanische Staatsanleihen im Gesamtwert von 1,131 Billionen Dollar, während China nur noch auf 1,115 Billionen kam. Japan stieß im Oktober US-Anleihen im Gesamtwert von 4,5 Milliarden Dollar ab. Den Rest des Beitrags lesen »

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Banken-Krach Italien: Kunden leeren ihre Konten bei der Monte Paschi

Posted by hkarner - 17. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Bank Monte Paschi bietet ihren Gläubigern an, Anleihen in Aktien zu tauschen. Besorgte Kunden heben ihre Ersparnisse derweil in großem Stil ab.

Monte Paschi CCBanca Monte dei Paschi di Siena ist die älteste Bank der Welt.

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena nimmt einen letzten Anlauf zu einer Rettung ohne Staatshilfen, berichtet Reuters. Seit Freitag können institutionelle Investoren und Privatanleger von der Traditionsbank ausgegebene Anleihen in Aktien tauschen. Das Angebot ist bis kommenden Mittwoch befristet, danach will die Bank eine Kapitalerhöhung starten. Insgesamt braucht die älteste Bank der Welt bis zum 31. Dezember frisches Kapital, sonst droht ihr die Abwicklung.

Die Regierung in Rom hatte signalisiert, Monte dei Paschi notfalls mit Staatsgeld davor zu bewahren. Die Bank warnte potentielle und bestehende Anleihe-Investoren bereits, dass diese dann mit Verlusten zu rechnen hätten. Nach seit Jahresbeginn geltenden EU-Regularien müssen Anleger nämlich noch vor einem Eingreifen des Staates zur Kasse gebeten werden – diese „Bail-in“ genannte Maßnahme dürfte jedoch einen Großteil der potentiellen Geldgeber abschrecken. Den Rest des Beitrags lesen »

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Panik bei Investoren: China stoppt Handel mit Staatsanleihen

Posted by hkarner - 16. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die chinesischen Behörden haben den Terminhandel mit Staatsanleihen erstmals notfallmäßig gestoppt. Beobachter erwarten eine Krise im Bondmarkt.

Die Entwicklung der Preise für chinesische Anleihen-Futures. (Grafik: Zerohedge.com)

Die Entwicklung der Preise für chinesische Anleihen-Futures. (Grafik: Zerohedge.com)

 

Die chinesischen Behörden haben am Donnerstag erstmals den Handel mit Terminkontrakten für Staatsanleihen stoppen müssen, berichtet das Wall Street Journal. Der Maßnahme vorangegangen war eine aufkommende Panik unter Investoren. „Panische Investoren haben Wertschriften verkauft, weil sie glaubten, dass der lange, Kredit-genährte Boom sich angesichts des schwächer werdenden Wachstums, der Kapitalflucht und der zahlreichen Blasen in Anlageklassen dem Ende zuneigt“, schreibt das Wall Street Journal.

Zuvor waren die Terminpreise zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen innerhalb weniger Stunden um 2 Prozent gefallen. Den Rest des Beitrags lesen »

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