Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Nasenring’

Der Kern der Krise: Europas Politiker verstehen nichts von Banken

Posted by hkarner - 25. Juli 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Banken und die EZB machen Druck auf die EU: Sie wollen die Banken in Italien und anderen Krisen durch die Hintertür mit Steuergeldern retten. Die Macht der Lobby resultiert aus der weitgehenden Ahnungslosigkeit der Politiker in Europa im Hinblick auf den Finanz-Sektor. Die Amerikaner sind in dieser Hinsicht kompetenter.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum ist eine Bad Bank schlecht? Wo liegt das Risiko für den Steuerzahler?

Achim Dübel: Bad banks als zentrale Managementeinheiten zur Verwertung von Sicherheiten oder Sanierung von Schuldnern sind vernünftig.

Es geht aber darum, wer für die Verluste aufkommt. Und da sind klassische Bad Banks, die zum Stichtag X schlechte Aktiva zum festen Preis Y ankaufen, in dieser Finanzkrise mehr als einmal ein Vehikel gewesen, um Altgläubiger zu entlasten.

Beispiel FMS Wertmanagement, an die die Griechenlandforderungen des Hypo Real Estate Konzerns zum Nennwert (100 Prozent) verkauft wurden und für deren Verluste der Bund aufkommen musste. Währenddessen wurden und werden die Nachrang- bzw. Pfandbriefgläubiger der Hypo Real Estate bzw. ihrer Tochter Depfa Bank in Irland voll ausgezahlt. Die Bad Bank wirkte also als Subventionsinstrument der Gläubiger zulasten der Steuerzahler. Wir sprechen nur im Fall FMS Wertmanagement von hohen zweistelligen Milliardenbeträgen, die Herr Steinbrück und später Herr Schäuble übernommen haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutsche Bank: Eine Parallelgesellschaft

Posted by hkarner - 30. Mai 2016

Eigentlich wurde mir dabei schlecht, als ich dies gelesen habe! (hfk)

Makroskop,  Finanzsystem | 27.05.2016

Die Deutsche Bank sorgt mit dem höchsten Verlust ihrer Geschichte für Schlagzeilen. Folge auch eines zutiefst maroden Managementsystems.

Deutsche Bank ccWährend die Deutsche Bank einen historischen Verlust bekannt gibt (6,772 Milliarden Euro) und sich der Aktienkurs innerhalb eines Jahres halbiert, gibt sie gleichzeitig bekannt, dass Schulden im Wert von mehr als vier Milliarden Euro vorzeitig zurückgekauft werden sollen. Derweil setzt die Ratingagentur Standards & Poors die Deutsche Bank auf B+, in Anlegersprache eine “hochspekulative Anlage”.

Vor dem Landgericht Frankfurt hat Mitte Februar ein Prozess wegen “schwerer bandenmäßiger Steuerhinterziehung” gegen einen Manager (Teamleiter) und 6 Beschäftige (ehemalige und derzeitige Mitarbeiter) der Deutschen Bank begonnen. Gegenstand des Prozesses ist ein Umsatzsteuer-Karussell beim Emissionshandel. Bereits in einem früheren Prozess in Frankfurt in derselben Sache hatte einer der Angeklagten schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank erhoben.

Was ist los mit der Deutschen Bank? Geht es nur darum, dass der neue CEO John Cryan alle Risiken ausgräbt und alle Leichen aus dem Keller holt? Oder ist das Geschäftsmodell der Bank im Gegensatz zum Geschäftsmodell der Commerzbank nicht mehr zeitgemäß, nicht mehr wettbewerbsfähig? Welche Managementkultur und welche Ethik hat das Handeln der Verantwortlichen bestimmt?

Unglaubliches Geschäftsgebaren Den Rest des Beitrags lesen »

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Erfolgreich gepokert: Heta-Gläubiger bekommen 90 Prozent

Posted by hkarner - 12. Mai 2016

Und wer sind die Dummen dabei: die österreichischen Steuerzahler! (hfk)

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Heta-Gläubiger haben erfolgreich gepokert: Sie werden 90 Prozent ihrer Forderungen von der Republik Österreich bekommen. Damit haben Banken wie die Commerzbank und Pimco ein gutes Geschäft gemacht, weil sie 50 Prozent bereits abgeschrieben haben. Für einige Hedge Fonds war der Deal besonders gut.

Die Republik Österreich und die Heta-Gläubiger haben sich auf einen Deal geeinigt. Mit diesem können die Gläubiger sehr zufrieden sein. Sie bekommen die geforderten 90 Prozent und haben der Bundesregierung gezeigt, dass das Pokern nicht die Sache von Politikern ist. Am kommenden Mittwoch soll ein MoU unterzeichnet werden. Die Gläubiger bekommen 75 Prozent ihrer Forderungen vom Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) bezahlt. Alternativ zur Barzahlung können sie das Geld aber in eine unverzinste Bundesanleihe investieren, die eine Laufzeit von 13,5 Jahren hat. Entschiedend: Dieses Nullkuponpapier vom KAF verfügt über eine „ausdrückliche Garantie des Bundes“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Reform für Wirtschaftsprüfer ist „absurde Alibiaktion“

Posted by hkarner - 21. März 2016

Bananenrepublik halt! Gegen das Lobbying der Banken (und der Kammern) hat der Justizminister auch keine Chance! Warten wir lieber auf den nächsten Crash! (hfk)

András Szigetvari21. März 2016, 18:07 derstandard.at

Hypo- und Bawag-Gutachter Fritz Kleiner fordert strengere Regeln für Wirtschaftsprüfer. Alle sechs Jahre solle gewechselt werden

Wien – Eine Rotationspflicht für Wirtschaftsprüfer kann dabei helfen, Österreichs Bankensystem wesentlich sicherer zu machen. Doch die geplante Gesetzesänderung dazu von SPÖ und ÖVP sei in ihrer aktuellen Form eine „absurde Alibiaktion“, die keine substanzielle Verbesserung bringen wird. Mit diesen Worten kommentiert der bekannte Grazer Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner, der unter anderem als Gutachter für die Hypo Alpe Adria und für die Staatsanwaltschaft in der Causa Bawag tätig war, zwei von der Regierung geplante Gesetzesnovellen im STANDARD-Gespräch.

Österreichischer Kompromiss

Wie berichtet, muss Österreich bis zum Sommer eine Rotationspflicht für Bilanzkontrolleure fixieren. Das schreibt eine EU-Richtlinie vor, die im Lichte der Bankenkrise nach 2008 erlassen wurde. Die Richtlinie legt fest, dass Banken, Versicherungen und börsennotierte Unternehmen, so genannte Public Interest Entities, alle zehn Jahre ihren Wirtschaftsprüfer wechseln müssen. Mitgliedstaaten können auch kürze Fristen vorsehen oder die Zeiträume auf 24 Jahre verlängern. In Österreich planen SPÖ und ÖVP eine Mischvariante: Bei Banken und Versicherungen soll die Rotationspflicht alle zehn Jahre gelten. Die übrigen Firmen dürfen einmalig die langen Fristen nutzen. Unternehmen suchen sich derzeit ihre Abschlussprüfer selbst aus und hängen von deren Honorar ab. Aus Sicht der Prüfer bestehe also ein starkes Abhängigkeitsverhältnis, so Kleiner. Den Rest des Beitrags lesen »

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Landesjägermeister Pröll ließ sich im Ausschuss nicht erlegen

Posted by hkarner - 17. Dezember 2015

 Peinlich: Pröll 5:0 Punktesieger im dialektischen Wettbewerb. Und das nach den Ergebnissen der Griss-Kommission (alternativlos, …) (hfk)

Andreas Schnauder, 17. Dezember 2015, 15:57

 pröllJosef Pröll ging im U-Ausschuss in die Offensive und tat Kritik an der Hypo-Verstaatlichung als akademische Veranstaltung ab

Wien – Ein sichtlich gutgelaunter Josef Pröll betrat am Donnerstag kurz nach 8.30 Uhr das Parlament, um erstmals nach seinem Rücktritt über die Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria vor sechs Jahren zu sprechen. Welche Auskünfte er denn mitgebracht habe, wollte der STANDARD vom früheren Finanzminister und heutigen Chef des Mischkonzerns Leipnik-Lundenburger wissen. Prölls knappe Antwort: „Die Wahrheit.“ Die ist bekanntlich eine Tochter der Zeit.

Und so stützte Pröll seine wie aus der Pistole geschossenen Verteidigungsreden auf die Rahmenbedingungen Ende 2009. Lehman-Kollaps, die Angriffe auf Österreich wegen des Osteuroparisikos der Banken, Gewitterwolken über dem Euro – all die bekannten Gefahrenherde zählte Pröll auf, um dann zur nicht ganz überraschenden Schlussfolgerung zu kommen: „Ich bin heute noch überzeugt, dass die Verstaatlichung richtig war.“ Angriff Nachsatz: Wer die damaligen Rahmenbedingungen ausblende, „kann die Entscheidung nicht bewerten“. Womit schon nach wenigen Minuten klar war, dass Prölls Strategie im Untersuchungsausschuss nicht nur auf Verteidigung abzielte, sondern auf Angriff.

Die vielen Kritikpunkte an der Ablöse der damaligen Hypo-Hauptaktionärin BayernLB tat der Raiffeisen-Mann als akademische Veranstaltung ab. „Bis heute habe ich kein Alternativkonzept auf den Tisch bekommen.“ Die Hypo in Konkurs zu schicken, hätte zu einem Dominoeffekt geführt. Da könne man – auch angesichts des EU-Konsenses zur Rettung systemrelevanter Banken – kein „Zündholz in ein Pulverfass werfen“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die EU will die Auslöser der Finanzkrise wieder salonfähig machen.

Posted by hkarner - 28. September 2015

Hochriskante Wertpapiere: „Teufelszeug“ soll auferstehen

28.09.2015 | 18:27 |  (Die Presse)

Frankfurt. Vor ziemlich genau sieben Jahren haben sie den Anstoß zur großen Finanzkrise gegeben – hochriskante Wertpapiere, erstellt durch eine Bündelung von Immobilienkrediten. Seither gelten diese Asset Backed Securities (ABS) genannten Verbriefungen ob ihrer potenziellen und schwer durchschaubaren Risken als „Teufelszeug“. Vor allem in Europa sind sie stark verpönt, während sich der Markt in den USA längst wieder stabilisiert hat. Wurden nach Daten des europäischen Finanzmarktverbandes AFME 2008 noch ABS-Papiere im Umfang von 815 Mrd.Euro in Europa begeben, waren es 2014 nur 217 Mrd. – und das trotz der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und ihres billionenschweren Aufkaufprogramms, das auch Verbriefungen umfasst.

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, soll jetzt das Image dieser Papiere wieder verbessert werden. Verbriefungen nämlich – so heißt es – seien ein wichtiger Pfeiler für die Finanzierung der Wirtschaft. Chancen und Risken will Finanzstabilitätskommissar Jonathan Hill mit dem an diesem Mittwoch (30. September) erwarteten Gesetzentwurf in ein vernünftiges Verhältnis bringen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Freisprüche im Kommunalkredit-Prozess

Posted by hkarner - 4. September 2015

Bei einer solchen Kompetenz der Gerichte lohnt es sich halt, auf „Teufel komm raus“ zu spekulieren (Yen, Short vs Long financing) und Bilanzen zu fälschen (Zypern). Den §39 des BWG hat der Richter wohl nicht gelesen! (hfk)

04.09.2015 | 11:01 |  (DiePresse.com)

Ex-Kommunalkredit-Chef Reinhard Platzer und seinem früheren Co-Vorstand Leopold F. wurde Untreue vorgeworfen.

Im Strafprozess gegen die frühere Führung der Kommunalkredit wurden am Donnerstag alle vier Angeklagten freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Ex-Kommunalkredit-Chef Reinhard Platzer, seinem früheren Co-Vorstand Leopold F. und zwei Ex-Prokuristen waren Untreue vorgeworfen worden. Konkret hielt ihnen die Staatsanwaltschaft vor, bei der Auslagerung von faulen Wertpapieren in eine Zweckgesellschaft die Kommunalkredit geschädigt sowie die Bilanzen gefälscht zu haben.

Das Urteil hätte ursprünglich bereits im Herbst des Vorjahres fallen sollen, aufgrund der Neubestellung eines Gutachters verzögerte sich das Verfahren jedoch um fast ein Jahr.

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Why Tax Havens Will be at the Heart of the Next Financial Crisis

Posted by hkarner - 4. September 2015

Posted on September 4, 2015 by , Naked Capitalism

By Nicholas Shaxson, the author of Treasure Islands, an award-winning book about tax havens. Originally published at Tax Justice Network

This post examines another excellent in-depth investigation by Reuters into global financial stability issues, and the role of tax havens in this giant game of pain and plunder. The investigation uncovers, among other things, a whole lot of offshore shenanigans, complementing what we (and relatively few others) have been saying for some years now, and it goes right to the heart of what capitalism is — or at least what it has become.

Before reading this, though, see the box “What is a tax haven?” There’s a lot of misunderstanding out there.

What is a tax haven?

Deep offshore

The term ‘tax haven’ is a bit of a misnomer: they aren’t just about tax. We will mostly use the term ‘offshore’ here instead of ‘tax haven’ – what we are talking about is the same basic phenomenon: jurisdictions offering escape routes to financial players elsewhere, helping them avoid taxes or disclosure or financial regulation or whatever other ‘burdens’ of society they don’t like.

In financial stability terms the world of offshore — a world that includes places like Ireland, Luxembourg, Cayman and the City of London (see box) – has been where financial services players have been able to escape regulatory barriers at home, taking the cream from risky activities while shifting the risks onto taxpayers via bailouts and other nasties.  Offshore was very significantly at the root of the global financial crisis that erupted in 2008 — and on all evidence it will be at or near the epicentre of the next one tooDen Rest des Beitrags lesen »

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Getting Bank Culture Right

Posted by hkarner - 2. September 2015

TrichetJean-Claude Trichet, Chairman and CEO of the Group of Thirty, is a former president of the European Central Bank and a former governor of the Banque de France.

SEP 2, 2015, Project Syndicate

WASHINGTON, DC – Banks and banking rely on trust. But while trust takes years to establish, it can be squandered abruptly if a particular bank’s ethics are weak, its values poor, and its behavior simply wrong.

The events that triggered the 2008 global financial crisis, together with the subsequent scandals that have emerged – from the rigging of the London Interbank Offered Rate (Libor) to sanctions-busting and money-laundering – amount to a catalog of cultural failures within our financial institutions. Yes, extensive measures have been taken since the crisis to strengthen the financial system. But a profound weakness remains: To be blunt, it concerns the risk-taking culture that still prevails within some departments of global banks and in the financial system itself.

Too often, bank bosses’ promises to change the “corporate culture” and ensure their employees’ good conduct have not been matched by fully effective implementation. In too many cases, banks are still failing to fulfill their obligations in serving their communities and the public at large. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Frösche und ihr globaler Bankensumpf

Posted by hkarner - 9. Juni 2015

08.06.2015 | 18:56 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Für Großbanken ist Strafe zahlen offenbar billiger als Wohlverhalten.

Gerade rechtzeitig zum Vorstandsrücktritt bei der Deutschen Bank, die in den vergangenen Jahren wirklich nur wenige globale Finanzsauereien ausgelassen hat, hat die Londoner CCP-Research Foundation errechnet, dass die 16 weltgrößten Banken, zu denen das größte deutsche Institut gehört, in den fünf Jahren von Anfang 2010 bis Ende 2014 kumuliert rund 280 Mrd. Euro an Strafzahlungen abgeliefert haben. Nur so zum Vergleich: Die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs lag 2014 bei knapp 329 Mrd. Euro.

Verhängt wurden diese Strafen unter anderem für die Manipulation von Zinsen und Devisenkursen und für Geldwäsche in großem Stil. Der Gesamtschaden, der dabei angerichtet wurde, macht ein Vielfaches der Strafsumme aus. Den Rest des Beitrags lesen »

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