Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Renzis riskantes Spiel mit Europa

Posted by hkarner - 23. August 2016

23.08.2016 | 18:04 | Von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Merkel Renzi CCDer italienische Premier fordert einen „Neustart Europas“ und ein „Ende der Austerität“. Hintergrund: Ein Konjunkturprogramm vor dem Herbstreferendum soll sein politisches Überleben sichern.

Wien/Rom. Matteo Renzi weiß sich in Szene zu setzen. Der italienische Premier nutze sein Treffen mit der deutschen Kanzlerin, Angela Merkel, und Frankreichs Präsident, François Hollande, um eine neue Rolle zu proben: als Retter der EU. Am Grab eines Vordenkers der europäischen Einigung legte man auf der Insel Ventotente einen Kranz nieder. Dann galt es, „die Neuerfindung Europas von Grund auf zu diskutieren“. Die offiziellen Themen waren der Brexit und die Flüchtlingskrise. Aber italienische Medien feierten das Treffen als Ende der Sparpolitik. In Renzis Worten: „Europa ist die warmherzige Mutter unserer Werte, nicht der eiskalte Wächter von bürokratischen Regeln, die schwierig zu akzeptieren sind.“ Der Poesie entkleidet, bedeutet das: Italiens Regierungschef will die Prinzipien des Stabilitätspakts und der eben erst eingeführten Bankenunion über Bord werfen. Vor allem soll mehr Flexibilität eine hohe Neuverschuldung erlauben.

Tatsächlich steht Renzi zu Hause mit dem Rücken zur Wand. Die italienische Wirtschaft hat im zweiten Quartal eine Vollbremsung vollzogen. Nach drei Jahren Rezession hat sie sich seit Beginn des Vorjahres zaghaft erholt, nun kommt das Wachstum ganz zum Erliegen. Die schwere Krise des Bankensektors lässt sich nach der Flucht vieler Investoren nicht mehr unter den Tisch kehren. Renzi muss im Herbst ein Referendum überstehen. Eigentlich geht es um die Entmachtung des Senats, der in der Vergangenheit viele Reformen blockiert hat. Aber der als Erneuerer angetretene Premier verknüpfte das Votum, als er noch sehr populär war, mit seinem politischen Schicksal. „Ein Fehler“, wie er am Sonntag zugab. Um vor der Volksabstimmung noch einmal Stimmung zu machen, will Renzi ein großes, durch neue Schulden finanziertes Konjunkturpaket vorlegen – und das, obwohl die Staatsschuldenquote mit 135 Prozent einen neuen Rekordstand erreicht, der in Europa nur von Griechenland übertroffen wird. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Italien wird zum neuen Griechenland

Posted by hkarner - 23. August 2016

23.08.2016 | 18:21 | Josef Urschitz (Die Presse)Urschitz1

Eine Währungsunion, die ihre Regeln bricht, ist zum Scheitern verurteilt.

Italiens Premier, Matteo Renzi, gefällt sich neuerdings als Gastgeber europapolitischer Gipfeltreffen. Beim jüngsten Plauderstündchen mit Angela Merkel und François Hollande wird es aber wohl nicht nur um Brexit und Immigration gegangen sein.

Denn wirtschaftspolitisch steht bei den Italienern der Hut in hellen Flammen. Und sie werden eine neue, diesmal wirklich schwere Eurokrise wohl nur verhindern können, wenn sie – mit stiller Duldung von Frankreich und Deutschland – sämtliche Euroregeln einschließlich der erst vor Kurzem eingeführten Bankenrichtlinie brechen.

Der Rahmen ist bekannt: Ungelöste Bankenkrise, wirtschaftliche Stagnation, steigende Arbeitslosigkeit und eine Staatsverschuldung, die mit 135 Prozent des BIPs nur noch von Griechenland übertroffen wird. Die Lösung, die sich die Italiener vorstellen: noch mehr Schulden, staatliche Bankenrettung, also absolute Retrokrisenpolitik.

Das sieht nach Modell Griechenland aus. Nur, dass es sich jetzt nicht um ein vergleichsweise kleines Land handelt, sondern um die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Also ein Megaproblem. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Hypo-Bericht wäscht Josef Pröll rein

Posted by hkarner - 23. August 2016

Andreas Schnauder, 23. August 2016, 17:45 derstandard.at

Ein Entwurf für den Abschlussbericht des Hypo-Ausschusses liegt nun vor. Minister Josef Pröll wird darin ein Persilschein ausgestellt

Wien – 124 Zeugen wurden in 77 Sitzungen befragt, 16 Millionen Seiten an Dokumenten (so sie alle ausgedruckt worden wären) gesammelt und teilweise auch behandelt. Doch was macht man mit der Masse an Informationen aus dem Hypo-Untersuchungsausschuss? Im besten Fall einen Bericht, der die politische Verantwortung des Debakels klärt und Konsequenzen empfiehlt. So weit ist es noch nicht, aber immerhin gibt es nun eine Vorlage für einen Abschlussreport. Verfahrensrichter Walter Pilgermair hat den Fraktionen im Ausschuss am Dienstag ein 507 starkes Papier vorgelegt.

Eines vorweg: Es stellt mehr eine Materialiensammlung denn eine Bewertung dar. Und wenn die Verantwortlichen beurteilt werden, bekommen tendenziell Mitarbeiter und Berater das Fett ab, nicht aber die zuständigen Politiker. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Hypo-Bericht: Reform von Landeshaftungen „unerlässlich“

Posted by hkarner - 23. August 2016

23.08.2016 | 15:52 |  (DiePresse.com)

Pilgermair ccDas fehlende Länder-Insolvenzrecht gebe „führt zu Fehlanreizen“, kritisiert Verfahrensrichter Walter Pilgermair in seinem Berichtsentwurf zum Hypo-U-Ausschuss.

Der Berichtsentwurf zum Hypo-U-Ausschuss, erstellt von Verfahrensrichter Walter Pilgermair, ist heute an die Parteien ergangen. Laut dem Entwurf, der der APA vorliegt, „erscheint eine Reform bei Ermittlung und Begrenzung von Haftungen der Gebietskörperschaften unerlässlich“. Auch ein Insolvenzrecht für Länder und Gemeinden sei geboten. Die Aufsicht könnte besser zusammenarbeiten. „Mittels einer transparenten Haushaltsgebarung unter Veröffentlichung aller Haftungsrisiken soll gewährleistet werden, dass eventuelle finanzielle Risiken für Bund wie Länder erfasst sind“, heißt es unter vielen anderen Punkten auf den knapp 500 Seiten weiters. Derzeit seien Vergleiche der Haftungsstände und der Obergrenzen wegen uneinheitlicher Methodiken zur Berechnung praktisch unmöglich.

Dass es noch kein Länder-Insolvenzrecht gebe „führt zu Fehlanreizen und birgt auf Länderseite die Gefahr eines nicht nachhaltigen, sorglosen ökonomischen Fehlverhaltens, da auf die Hilfe von außen, durch den Bund, spekuliert wird“. Gläubigerseitig könne es hingegen dazu führen, dass die Haftungen von Gebietskörperschaften implizit als Bundeshaftungen gewertet werden, schreibt Pilgermair.

  • Zum ersten Untersuchungsabschnitt – vom Jahr 2000 bis die frühere Hypo Alpe Adria 2008 erstmals staatliches Partizipationskapital erhielt – geht der Berichtsentwurf zum Hypo-U-Ausschuss von Pilgermair auf die exorbitant hohen Landeshaftungen Kärntens für die Skandalbank ein. Diese kratzten 2006 an der 25-Milliarden-Marke. Aber auch um Malversationen in der Hypo geht es. Diese sind im U-Ausschuss ausführlich behandelt worden. Dazu könne auf mehrere Gerichtsurteile und Anklagen hingewiesen werden. Die Bankenaufsicht habe „hier zu wenig bzw. nicht ausreichend geprüft hat“, heißt es im Berichtsentwurf. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

BIZ warnt vor hohen Schulden von Unternehmen

Posted by hkarner - 23. August 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr warnt vor stark gestiegenen Schulden von Unternehmen in Schwellenländern. Weil die Kredite hauptsächlich in Dollar aufgenommen wurden, könnte eine Aufwertung der US-Währung schwerwiegende Folgen haben.

Die Zentralbank der Notenbanken warnt vor einem gefährlichen Anstieg der Unternehmensschulden in den Schwellenländern, berichtet Reuters. Der Zuwachs der Verschuldung seit der Finanzkrise mache diese Länder für Kapitalabflüsse anfällig, schrieben die Experten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in einem aktuell veröffentlichen Bericht. Dabei bereiten den BIZ-Volkswirten vor allem die gestiegenen Dollar-Verbindlichkeiten von Firmen Sorgen. Denn klettert der Kurs der US-Währung weiter, könnten stark verschuldete Unternehmen in Ländern wie China, Russland oder Südkorea in Bedrängnis geraten.

Rund 9,7 Billionen Dollarschulden befanden sich den Experten zufolge Ende 2015 außerhalb der USA – Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Weapons of Economic Misdirection

Posted by hkarner - 23. August 2016

By John Mauldin, August 21, 2016Mauldin Video

“In ‘pure’ science, we can form a better, more coherent, and objective picture of the world, based on the information measurement provides. The information allows us to create models of (parts of) the world and formulate laws and theorems. We must then determine (again) by measuring whether these models, hypotheses, theorems, and laws are a valid representation of the world.”

– Gauri Shankar Shrestha

“In science, the term observer effect refers to changes that the act of observation will make on a phenomenon being observed. This is often the result of instruments that, by necessity, alter the state of what they measure in some manner.

“It was, perhaps, the most unusual episode in the long running duel between the two giants of twentieth century economic thought. During World War Two, John Maynard Keynes and Friedrich Hayek spent all night together, alone, on the roof of the chapel of King’s College, Cambridge. Their task was to gaze at the skies and watch for German bombers aiming to pour incendiary bombs upon the picturesque small cities of England…. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Rezession kündigt sich an: US-Insolvenzen steigen deutlich

Posted by hkarner - 23. August 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Zahl der Insolvenzen in den USA stieg im laufenden Jahr deutlich an. Zur Jahresmitte hatten schon mehr Unternehmen ihre Zahlungsunfähigkeit erklären müssen als im gesamten Jahr 2015. Mehr Insolvenzen gab es zuletzt nur im Krisenjahr 2009.

TrumpDie schlechte Lage der US-Wirtschaft erhöht die Chancen von Donald Trump.

Einem Bericht der Rating-Agentur Standard & Poor’s zufolge steigt die Zahl der bankrotten US-Unternehmen in den USA stark an. Ende Juni lag diese demzufolge bei 100 – die gesamte Konkursmasse stieg auf über 150 Milliarden Dollar. Mittlerweile, so der Finanzblog Zerohedge, sind sogar 113 Firmen betroffen.

Damit mussten bereits Mitte des laufenden Jahres mehr Unternehmen Insolvenz anmelden als im gesamten vergangenen Jahr. Standard & Poor’s zufolge „liegt deren Anzahl 57 Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraumes. Das letzte Mal, als die Zahl der Insolvenzen zu diesem Zeitpunkt des Jahres höher lag, war im Krisenjahr 2009 mit 208.“ In diesem Sinne können die Daten als Hinweis auf eine bevorstehende Rezession verstanden werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

The Politics of Negative Interest Rates

Posted by hkarner - 23. August 2016

Photo of Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis, a former finance minister of Greece, is Professor of Economics at the University of Athens.

AUG 22, 2016, Project Syndicate

ATHENS – Objects of desire come at a cost. Only bad things, like toxic waste, have a negative price, the equivalent of a fee payable to anyone willing to make them disappear. Does this mean that negative interest rates embody a new perspective on money – that it has gone “bad”?

In market economies, money is the measure of the value of goods and services. And the interest rate is the price of that metric – of money itself. When the price is zero, it makes no difference whether money is kept under a mattress or lent, because there is no cost to holding or borrowing cash.

But how can the price of money – which, after all, makes the world go round, or, as Karl Marx put it, “transforms all my incapacities into their contrary” – be zero? And how can it possibly ever become negative, as it now is in much of the global economy, with the world’s moneyed people “bribing” governments to borrow from them more than $5.5 trillion? Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Brexit means Brexit … but the big question is when?

Posted by hkarner - 23. August 2016

Date: 22-08-2016
Source: The Guardian

Brexit TissuesLeaving the EU may not not happen anytime soon given that civil servants charged with the task don’t yet have an office and hold meetings in Starbucks

Two months ago on Tuesday, Britain voted to leave the European Union. The shock was immense; the fallout dramatic. But then summer came. The early turbulence subsided and normality (more or less) returned.

Brexit, though, has not yet begun to happen.

The government does not know what it wants and is not yet equipped to ask for it. Britain and the EU, it is increasingly clear, are far more intimately enmeshed than the leave camp had claimed. For all the leavers’ assurances, extricating the UK from the bloc, negotiating new relationships with Europe and the rest of the world – and ensuring that Britain’s laws and practices adapt – is a gargantuan undertaking. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , | Leave a Comment »

With SolarCity Cuts, Elon Musk’s Magic May Be Wearing Thin

Posted by hkarner - 23. August 2016

Date: 22-08-2016
Source: Technology Review

As demand for its rooftop solar panels slows, SolarCity cuts costs and seeks a fundamentally new strategy.

Residential solar provider SolarCity has announced layoffs and cost-cutting measures, only a few weeks after Tesla Motors announced plans to acquire it. The move is one of several good reasons to be skeptical about whether Elon Musk’s “master plan” to unite the two money-losing companies is, in fact, good business.

In a statement Wednesday, the company said, “We fully expect to grow again in 2017, but we must reduce costs in the short term to be in position to do so.” Combined with Musk’s comments on the company’s discouraging earnings call earlier this month and recent developments in the residential solar market, the moves seem like not just a temporary cost-cutting measure but a worrying sign of deeper trouble.

SolarCity is struggling to find a business model to replace the 20-year leases that fueled the company’s growth but have become increasingly unpopular with both banks and customers. Less than three months ago, it introduced a loan program designed to attract customers who prefer to purchase rather than lease their panels, but that offering has failed to shore up flagging demand for SolarCity’s product. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 481 Followern an