Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Analyse: Wie arm sind die Griechen wirklich?

Posted by hkarner - 6. März 2015

06.03.2015 | 18:00 | Von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Osteuropäer wollen nicht für Griechenland zahlen, weil sie selbst noch weniger Geld haben. Nach der Kaufkraft sieht es freilich anders aus. Aber warum nur?

Wien. Das Murren über die störrischen Griechen wird in ganz Europa lauter. Dass sie gerettet werden wollen, ohne sich zu nachhaltig wachstumsfördernden Reformen zu verpflichten, schafft Unmut. Immer mehr auch bei den Osteuropäern. Ihr Argument: Sie sind ärmer als die Griechen. Womit sie auf den ersten Blick ganz recht haben: Auch nach vielen Jahren der Krise ist das Pro-Kopf-Einkommen in Griechenland immer noch höher als in den Erweiterungseurostaaten (mit Ausnahme Sloweniens, siehe Grafik). Das gilt auch für alle Ostländer, die ihre eigene Währung haben. Sie zeigen ähnlich wenig Verständnis für die Finanznöte Athens. Der Tenor ist immer: Auch wir sind durch Krisen gegangen, uns hat niemand geholfen, wir vollziehen die nötigen Anpassungen und haben unsere öffentlichen Haushalte im Griff.

Vergleich mit Tücken

Das Arm/Reich-Ranking hat aber seine Tücken. Bei Vergleichen zwischen Staaten gewichten Ökonomen das BIP pro Kopf meist mit der Kaufkraft, beziehen es also auf die Preise eines Warenkorbs. Aus gutem Grund: Nur so lässt sich bei unterschiedlichen Währungen der Effekt der schwankenden Wechselkurse herausfiltern. Aber auch innerhalb eines Währungsraums ist der Vergleich so aussagekräftiger: Mit dem gleichen Gehalt kann man sich im armen Estland weit mehr als im reichen Luxemburg leisten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Sobotka droht Schelling

Posted by hkarner - 6. März 2015

Als Niederösterreicher schäme ich mich für “meinen” Finanzlandesrat. Der ist komplett durchgeknallt und hat wohl vergessen, was er selber mit den Wohnbaugeldern des Landes verspekuliert hat (hfk)

6. März 2015, 19:25, derstandard.at

Niederösterreichischer Landesrat: Werde Geld zurückholen

Wien/Klagenfurt – Die Entscheidung von Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) die Bundesländer für die Schulden der Kärntner Hypo zahlen zu lassen, sorgt für massive Verstimmung bei ÖVP-Landespolitikern. Niederösterreichs Landesfinanzreferent Wolfgang Sobotka droht Schelling im “Kurier” verklausuliert mit Rache und Absetzung: “Bei Philippi sehen wir uns wieder. Schelling ist bereits mein siebter Finanzminister”.

Die Finanzmarktaufsicht hat entschieden, dass die Hypo-Abbaueinheit Heta vorerst bis Mai 2016 keine Schulden bedienen muss. Das führt dazu, dass die anderen Landeshypos bzw. die anderen Bundesländer bis dahin für 800 Mio. Euro einspringen müssen. Schelling hat ausgeschlossen, dass der Bund, seit der Notverstaatlichung der Hypo 2009 Alleineigentümer der Hypo, die Länder für diese Ausgaben kompensiert. Sobotka und Schelling haben für Anfang der kommenden Woche ein Gespräch darüber vereinbart.

“Geld zurückholen”

“Ich werde das Geld für Niederösterreich zurückholen” sagt nun Sobotka im “Kurier”. “Ich habe den Schaden bei der Hypo nicht verursacht, ich habe in Niederösterreich nie Staatshilfe gebraucht und kann alle Haftungen bedienen. Ich sehe nicht ein, warum ich jetzt zahlen soll.” Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo: Österreich klagt Milliarden von Bayern ein

Posted by hkarner - 6. März 2015

Renate Graber, derstandard.at, 6. März 2015, 17:21Graber Standard

Die Republik hat eine Irrtumsanfechtungsklage wegen des Hypo-Kaufs eingebracht. Die BayernLB soll 3,515 Milliarden Euro nachzahlen

Wien – Der Streit zwischen Wien und München rund um die Hypo Alpe Adria hat eine neue Facette dazubekommen. Die Republik hat eine Irrtumsanfechtungsklage gegen die BayernLB eingebracht. Der Staat will so den Hypo-Kaufvertrag von Ende 2009 anfechten und begründet das u. a. mit Täuschung, Irrtum und Wucher. Allerdings will die Republik den Verstaatlichungsvertrag nicht rückgängig machen, sondern ihn korrigieren lassen. 3,515 Milliarden Euro soll Hypo-Verkäuferin BayernLB nachzahlen.

Das Handelsgericht Wien hat die 119-seitige Klagsschrift bereits zugestellt, inzwischen sind die Klagsbeantwortungen eingelangt. Aus prozessualen Gründen wurde auch die Hypo-Abwicklungsgesellschaft Heta geklagt.

“Listig in die Irre geführt” Den Rest des Beitrags lesen »

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Greece vs. Germany: Two Competing National Narratives

Posted by hkarner - 6. März 2015

Date: 06-03-2015
Source: The Wall Street Journal By STEPHEN FIDLER

One reason behind the bitter turn in Greek talks is how the two countries view themselves

Greece Euro ccThe tone of Europe’s political debate about keeping Greece afloat has turned bitter, particularly between Germans and Greeks. One important reason is the stories the two nations are telling themselves about their own recent history.

Germans see themselves as having built economic success from the ashes of World War II through self-sacrifice, personal reliance and hard work. When their economy started to underperform in the 1990s, they enacted a series of tough reforms more than a decade ago that laid the platform for economic strength today.

ANALYSIS

For many Germans, there’s an element of morality here. Their virtue has been rewarded, as it would be for others if they followed the same wise course. Germans’ view of Greece is informed by the popular view of themselves: Small wonder that a country that has chosen the opposite course of profligacy, debt dependence and irresponsibility finds itself suffering an economic disaster.

On the other hand, Greeks have seen themselves as victims of foreign interference since the country was a part of the Ottoman Empire. Kevin Featherstone, professor of Greek studies at the London School of Economics, says there’s an “enduring history of a sense of victimhood” that has been in evidence from the origins of the modern Greek state to the present day. Den Rest des Beitrags lesen »

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Global banks: Cocking up all over the world

Posted by hkarner - 6. März 2015

Date: 06-03-2015
Source: The Economist

Badly managed and unrewarding, global banks need a rethink

ROE Global banksBANKS are yet again in trouble—not pure investment banks such as Lehman Brothers, or mortgage specialists such as Northern Rock; but a handful of huge global “network” banks. These lumbering giants are the woolly mammoths of finance, and if they cannot improve their performance they deserve a similarly grievous fate.

The pressure is intense. Last month JPMorgan Chase felt obliged to tell investors why it should not be broken up. Citigroup awaits the results of its annual exam from the Federal Reserve: if it fails, as it did last year, its managers will be for the chop. Deutsche Bank is rethinking its strategy, after years of feeble performance and drift. HSBC, the world’s local bank, has been hammered for both a tax scandal in its Swiss operation and because of its poor profits.

On paper global banks make sense. They provide the plumbing that allows multinationals to move cash, manage risk and finance trade around the world. Since the modern era of globalisation began in the mid-1990s, many banks have found the idea of spanning the world deeply alluring. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thomas Piketty, Paul Krugman and Joseph Stiglitz: The Genius of Economics

Posted by sschleicher - 6. März 2015

Mar 4. 2015
7 days of genius
It seems safe to say that Capital in the Twenty-First Century, the magnum opus of the French economist Thomas Piketty, will be the most important economics book of the year—and maybe of the decade. Piketty, arguably the world’s leading expert on income and wealth inequality, does more than document the growing concentration of income in the hands of a small economic elite. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schrillen der Alarmsirenen

Posted by hkarner - 6. März 2015

von Reinhard Bimashofer, 6/3 reinhard-bimashofer-5b5bb402-bd45-486c-bd71-ba9ef4fd6568

 

In der Dichte der Anklagen und Vorerhebungen gegen ehemalige Politiker sehe ich Bedarf für ein neues Investitionsvorhaben: Eine Haft- und Besserungsanstalt für die durch politische Versuchungen Gestrandeten. Österreich könnte dies Anstalt gleich als EU-Einrichtung betreiben und damit Kosten auf alle Mitgliedsländer verteilen.

Apropos Kosten: Nun startet ja das größte EZB-Anleihekaufprogramm aller Zeiten. Quasi die ultimative Schlacht um den so ersehnten Endsieg in der finalen Phase des Turbokaptialismus. Eine Zeit, von der die Geschichte als eine berichten wird, in der Banker, Bankster und fachlich und moralisch völlig überforderte Finanzminister den größten Anteil am Untergang hatten. Hansjörg Schelling ausdrücklich ausgenommen!

Auch so kann man es in die Geschichtsbücher schaffen: Als Geschichtspülcher! Den Rest des Beitrags lesen »

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Ifo-Chef Sinn rät Griechen zur Pleite und zum “Grexit”

Posted by hkarner - 6. März 2015

t-online, 05.03.2015, 15:52 Uhr | rtr

85 Mrd. Euro Risiko für Deutschland

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht weitere Hilfen für Griechenland kritisch.

SinnIfo-Chef Hans-Werner Sinn hat Griechenland zu einem Konkurs und dem Austritt aus dem Euro geraten. Berechnungen seines Hauses hätten ergeben, dass die Auslandsschulden Griechenlands bis Ende Januar weiter gestiegen seien, weshalb das Land immer neue Hilfen benötigen würde. Auch den Maximalausfall für Deutschland bezifferte Sinn.

Den Angaben zufolge schuldet Griechenland öffentlichen Institutionen im Ausland nun 319 Milliarden Euro, was 173 Prozent seiner Wirtschaftsleistung entspricht. “Besser wären ein formeller Konkurs mit einem Austritt und einer Abwertung, damit die Realwirtschaft wieder auf die Beine kommt”, folgerte Sinn. Dem deutschen Staat und seiner Notenbank würde in einem solchen Fall ein Maximalverlust von 84,7 Milliarden Euro drohen.

Milliardenlasten auch für andere Länder

“Das Land ist konkursreif und wird doch immer weiter mit öffentlichen Mitteln finanziert”, beschrieb der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo die Lage des Krisen-Landes. Neben Deutschland wäre Frankreich in Falle eines Griechenland-Konkurses mit einem “Grexit” mit 64,6 Milliarden Euro mit dem höchsten Verlustrisiko behaftet, gefolgt von Italien mit 56,4 und Spanien mit 38,4 Milliarden Euro. Im Falle einer Staatspleite, aber eines Verbleibs im Währungsraum wären die Verlustrisiken geringfügig höher. Den Rest des Beitrags lesen »

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Publicly Funded Inequality

Posted by hkarner - 6. März 2015

Date: 05-03-2015
Source: Project Syndicate

KEMAL DERVISKervis

Kemal Dervis, former Minister of Economic Affairs of Turkey and former Administrator for the United Nations Development Program (UNDP), is a vice president of the Brookings Institution.

WASHINGTON, DC – One of the factors driving the massive rise in global inequality and the concentration of wealth at the very top of the income distribution is the interplay between innovation and global markets. In the hands of a capable entrepreneur, a technological breakthrough can be worth billions of dollars, owing to regulatory protections and the winner-take-all nature of global markets. What is often overlooked, however, is the role that public money plays in creating this modern concentration of private wealth.

As the development economist Dani Rodrik recently pointed out, much of the basic investment in new technologies in the United States has been financed with public funds. The funding can be direct, through institutions like the Defense Department or the National Institutes of Health (NIH), or indirect, via tax breaks, procurement practices, and subsidies to academic labs or research centers. Den Rest des Beitrags lesen »

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Gutachten belastet Ex-Manager der ÖVAG

Posted by hkarner - 5. März 2015

 5. März 2015, 18:37, derstandard.at

Expansionskurs ohne Risikomanagement

Wien – In der Causa ÖVAG werden frühere Manager der Österreichischen Volksbanken AG durch ein Gutachten belastet, berichtet Format. Die Ursachen der milliardenschweren ÖVAG-Vermögensvernichtung werden nun weiter strafrechtlich durchleuchtet.

Das Justizministerium hatte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) mit weiteren Ermittlungen im Strafverfahren rund um die ÖVAG beauftragt, nachdem die WKStA die Ermittlungen einstellen wollte.

“Die ÖVAG musste in den Jahren 2005 bis 2011 einen Vermögensverfall von über 3,9 Milliarden Euro hinnehmen”, schreibt WU-Professor Martin Winner in seinem im Auftrag der ÖVAG erstellten Rechtsgutachten vom Mai 2013. Demnach liefert das Gutachten, das auf einen Forensikbericht der Wirtschaftsprüfungskanzlei Ernst & Young Bezug nimmt, zahlreiche Hinweise dafür, dass ehemalige Vorstände und Aufsichtsräte der ÖVAG ihre Sorgfaltspflichten verletzt hätten. Den Rest des Beitrags lesen »

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