Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘ECB’

Italiens Banken in Bedrängnis

Posted by hkarner - 22. Oktober 2018

Roms Schuldenmisere bedroht den Finanzsektor des Landes. Erste Regierungsvertreter erkennen den Ernst der Lage und fordern mehr Verantwortungsbewusstsein ein.

Mit der schlechteren Bonitätsnote dürfte es für die Regierung noch teurer werden sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu leihen. 

Wien/Rom. Der Haushaltskurs der populistischen Regierung in Rom stößt auch innerhalb des Landes auf Kritik. Zwar hält eine Mehrheit der Bevölkerung die geplante Neuverschuldung für tragbar, doch bei den italienischen Banken rumort es bereits kräftig. Am heutigen Montag läuft eine Frist der EU-Kommission ab, auf die Kritik der Brüsseler Behörde an der geplanten Ausweitung der Neuverschuldung zu antworten. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte schlug am Wochenende zwar versöhnlichere Töne an: Es werde einen „konstruktiven Dialog“ geben, ein Euro-Austritt sei nicht geplant. In der Sache blieben die Italiener aber stur: Man halte weiter an der Verdreifachung des geplanten Defizits fest. Aber immerhin wolle sich die Regierung Mühe geben, die Haushaltspläne besser zu erklären.

Doch nicht alle in der Koalition sehen die Lage so entspannt. Giancarlo Giorgetti, Sekretär des Ministerrates im Kabinett Conte, warnte am Sonntag, dass die steigenden Zinsen, die Italien seinen Anleihegläubigern bieten müsse, Spannungen im Finanzsystem erhöhen würden. „Das ist ein Risiko für die Banken, das wir nicht ignorieren können“, sagte der Lega-Politiker im Interview mit „Il Messaggero“. Italiens Banken zählen zu den größten Gläubigern der Regierung in Rom. Zugleich sitzen sie auch noch auf 260 Milliarden Euro an faulen Krediten aus der letzten Finanzkrise. Etliche Institute könnten Refinanzierung benötigen, wenn sich die Lage weiter verschärfe, sagte Giorgetti. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

EZB-Chefökonom dämpft Spekulation auf straffere Linie

Posted by hkarner - 26. September 2018

EZB-Chef Draghi hatte mit seinem Verweis auf eine „relativ starke“ Zunahme des Preisdrucks unter Analysten Erwartungen auf eine Zinsanhebung ausgelöst.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet cc

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik der EZB gedämpft, die nach Äußerungen von Zentralbankpräsident Mario Draghi aufgekommen waren. Praet sagte am Dienstag auf einer Konferenz in London, in der Rede des Italieners vom Vortag sei „nichts Neues“ zu finden gewesen. Lohnsteigerungen würden sich erst innerhalb von Monaten auf die Inflation auswirken. Der Euro bröckelt nach den Aussagen Praets etwas ab.

Draghi hatte bei seiner Anhörung vor dem Europäischen Parlament am Montag auf eine „relativ starke“ Zunahme des Preisdrucks hingewiesen. Hiermit befeuerte er laut Analysten Markterwartungen, dass sich die EZB auf eine raschere Straffung ihrer Geldpolitik vorbereiten könnte. Draghi hatte im Parlament die gängige Sprachregelung der EZB wiederholt, wonach der Leitzins „über den Sommer“ 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau von null Prozent bleiben werde.

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

ECB Succession Race Tests German Faith in Bundesbank Model

Posted by hkarner - 20. September 2018

Date: 18-09-2018
Source: The Wall Street Journal

With jockeying under way for top posts in central bank and EU posts, Berlin debates whether to lobby for inflation hawk Jens Weidmann

Bundesbank President Jens Weidmann, left, is a leading candidate to replace European Central Bank President Mario Draghi, at right.

FRANKFURT—The race to succeed Mario Draghi as European Central Bank president presents Germany with a stark choice: Back the country’s own candidate, a foe of Mr. Draghi’s 2.5-trillion-euro bond-buying program, or concede that once-unorthodox monetary tools are here to stay.

Germany’s central bank, long a powerful voice in the global fight against inflation, has grown out of sync in the postfinancial crisis era of stagnant prices and wages, with its greatly expanded role for central banks and outside-the-box policies.

“Perhaps the sands have shifted,” said Stefan Gerlach, former deputy governor of Ireland’s central bank. “Having been on the wrong side of history, at least as it appears now, has not helped the Germans.” Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Irland hat größte Chancen auf Top-Job in EZB-Bankenaufsicht, meinen Insider

Posted by hkarner - 6. September 2018

Sharon Donnery, Vize-Gouverneurin der irischen Notenbank, könnte oberste Bankenwächterin bei der Europäischen Zentralbank werden. Deutschland dürfte ihre Kandidatur unterstützen.

Sharon Donnery: Wird sie oberste EZB-Wächterin?

Bei der Neubesetzung des obersten EZB-Bankenwächters hat informierten Kreisen zufolge derzeit Irland die besten Karten. Dies sagten sieben Vertreter europäischer Institutionen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vize-Gouverneurin der irischen Notenbank, Sharon Donnery, hatte vor kurzem ihren Hut in den Ring geworfen.

Die Position bei der EZB muss neu besetzt werden, weil die Französin Daniele Nouy Ende Dezember nach fünf Jahren aus dem Amt scheidet. Die Euro-Notenbank lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Italienischer Kandidat „isoliert“

Donnery steht bei der EZB seit langem der wichtigsten Arbeitsgruppe vor, die sich mit dem Problem fauler Kredite in Bankbilanzen beschäftigt. Für sie spricht zudem, dass sich das Europaparlament auf die Fahnen geschrieben hat, den Anteil von Frauen in Top-Positionen zu erhöhen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Löger will Österreicher auf EZB-Topposten

Posted by hkarner - 5. September 2018

Österreich stellte zuletzt 2011 mit der Ökonomin Gertrude Tumpel-Gugerell ein Mitglied für das EZB-Direktorium. Nun bietet sich wieder die Chance auf einen Topposten in der Europäischen Zentralbank.

Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP hat die Bereitschaft Österreichs bekundet, ein Mitglied für das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) zu stellen. „Österreich ist bereit, auch einen Vorschlag zu machen“, so der Minister im Interview mit der Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Er hoffe, dass es hier auch eine Chance für einen Österreicher gebe.

Die mächtige EZB hat mit ihrer Nullzinspolitik mehrmals Kritik aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden einstecken müssen. Denn Sparzinsen unter der allgemeinen Teuerungsrate führen zu einer Wertreduktion des Ersparten, Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer „kalten Enteignung“.

Österreich stellte zuletzt mit der Ökonomin Gertrude Tumpel-Gugerell ein Mitglied für das EZB-Direktorium, sie schied turnusmäßig 2011 aus.

Der erste freiwerdende Direktoriumsposten im kommenden Jahr ist der des Belgiers Peter Praet. Gute Chancen auf seinen Posten werden dem Iren Philip Lane zugesprochen. Die Amtszeit von Draghi endet im Oktober, der Franzose Benoit Coeure geht Ende Dezember.

„Italien muss Schulden reduzieren“ Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Ex-EZB-Chef Trichet: Finanzsystem heute so verwundbar wie 2008

Posted by hkarner - 5. September 2018

Das Wachstum der Verschuldung – vor allem der Privathaushalte – habe sich in den Industrieländern zwar verlangsamt. Doch das werde wettgemacht durch die Verschuldung der Schwellenländer, warnt Ex-EZB-Chef Trichet.

Jean-Claude Trichet schätzt die Lage an den Finanzmärkten heute genau so gefährlich ein wie zu Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren 

Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, schätzt die Lage an den Finanzmärkten heute genau so gefährlich ein wie zu Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren. Die Verschuldung der Schwellenländer mache das Finanzsystem heute „so verwundbar wie 2008 – wenn nicht noch mehr“, sagte Trichet der Nachrichtenagentur AFP.

„Es ist mittlerweile herrschende Meinung, dass die massive Überschuldung in den Industriestaaten ein wesentlicher Faktor für das Ausbrechen der Finanzkrise 2007 und 2008 war“, sagte der heute 75-Jährige, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2003 bis 2011. „Das Wachstum der Verschuldung – vor allem der Privathaushalte – hat sich in den Industrieländern zwar verlangsamt.“ Doch das werde wettgemacht durch die Verschuldung der Schwellenländer. „Das macht das weltweite Finanzsystem insgesamt mindestens so verwundbar wie 2008, wenn nicht mehr.“

Trichet war der zweite Präsident seit Gründung der EZB, als Lehman Brothers am 15. September 2008 zusammenbrach. „Ich habe den wahren Beginn der Krise, die über der Welt zusammenbrach, schon am 9. August 2007 erkannt“, sagte er AFP. Am Vormittag dieses Tages „hörte der Geldmarkt unter Banken komplett auf zu funktionieren“. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Italiener Enria will oberster EZB-Bankenaufseher werden

Posted by hkarner - 4. September 2018

Im Rennen um die Neubesetzung der Position des obersten EZB-Bankenwächters gibt es eine weitere Bewerbung.

Der Chef der europäischen Bankenbehörde EBA Andrea Enria habe sich um die Position des obersten EZB-Bankenwächters beworben, teilte das Büro des Italieners am Montag mit. Der Chefposten der EZB-Bankenaufsicht muss neu besetzt werden, weil die Französin Daniele Nouy Ende Dezember nach fünf Jahren aus dem Amt scheidet. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angedockte Aufsicht SSM ist für die Kontrolle der größten Institute in der Euro-Zone zuständig. SSM überwacht aktuell 119 Institute, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Enria leitet die EBA seit 2011. Davor war der Italiener von 2008 an bei der heimischen Zentralbank für Bankenregulierung zuständig. Die italienischen Banken stehen bereits seit einigen Jahren besonders im Fokus, weil sie unter einem gewaltigen Berg an faulen Krediten ächzen.

Offiziell bekannt ist bereits, dass die Vize-Gouverneurin der irischen Notenbank, Sharon Donnery, und der Chef der französischen Finanzaufsicht, Robert Ophele, sich für den SSM-Spitzenposten beworben haben. Auch Jan Sijbrand, ein ehemaliger Bankenaufseher bei der niederländischen Zentralbank, sowie EZB-Bankenkontrolleur Ignazio Angeloni wurden in den Medien als mögliche Kandidaten genannt. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Bundesbank’s Weidmann Says a Euro-Area Budget Could Be a Good Thing, With Conditions

Posted by hkarner - 1. September 2018

Date: 31-08-2018
Source: The Wall Street Journal

He warned that such a budget ‘should not create new opportunities for public borrowing’

Germany’s Bundesbank President Jens Weidmann. Speaking in Athens, Mr. Weidmann argued that a euro-area budget “could be a welcome development…if it is part of a fundamental reform of EU funds.’

German Bundesbank President Jens Weidmann signaled Thursday that he might support the creation of a common eurozone budget that could help improve the region’s competitiveness and assist crisis-hit countries, but only as part of a fundamental reform of European Union funds.

The comments from Mr. Weidmann, a longtime critic of greater risk-sharing across the currency bloc, come amid an intense political debate over reforms that could strengthen the 19-nation currency bloc. French President Emmanuel Macron has championed the creation of a sizable common budget that could improve the convergence of eurozone economies and help the bloc weather future crises.

Speaking in Athens, Mr. Weidmann argued that a euro-area budget “could be a welcome development…if it is part of a fundamental reform of EU funds.” Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

EZB: Merkels Liebesentzug für Weidmann

Posted by hkarner - 26. August 2018

Geplant war es anders. Aber jetzt scheint Angela Merkel ihren Anspruch auf den Posten des EZB-Chefs aufzugeben. Das Rennen um die Nachfolge Mario Draghis ist wieder völlig offen.

Wien. Der Plan war perfekt. Zehn Jahre und neun Monate nach der Einführung des Euro als Buchgeld sollte endlich ein Deutscher den Thron in der Europäischen Zentralbank besteigen. Jens Weidmann. Von Kanzlerin Angela Merkel persönlich aus ihrem Kabinett in die Bundesbank geschickt, um sich dort auf die Nachfolge Mario Draghis vorzubereiten. Auf den Gelddrucker aus Italien sollte ein strenger Deutscher folgen und endlich das Versprechen von der EZB als „Europas Bundesbank“ einlösen. Nichts konnte Weidmann noch aufhalten. Und niemand – außer Angela Merkel. Genau das hat sie jetzt wohl getan. Plötzlich, so berichten das „Handelsblatt“ und andere Medien, will Merkel für Deutschland nicht mehr den EZB-Posten reklamieren – sondern gleich jenen des EU-Kommissionschefs.

Beide Posten müssen im kommenden Jahr nachbesetzt werden. Das Rennen um den Chefsessel in der EZB ist jetzt wieder völlig offen. Und die Gerüchteküche brodelt. Hat Merkel ihrem einstigen politischen Ziehsohn wirklich die Liebe entzogen? Und warum? Oder ist alles nur Manöver? Eine Zeitungsente? Und wenn nicht: Wer soll für Deutschland den Job EU-Kommissionschefs übernehmen? Will Merkel den am Ende gar selbst machen? Offizielle Stellungnahmen zu dem Bericht aus dem „Handelsblatt“ gab es am Freitag nicht. Weder Bestätigung noch Dementi. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

ECB Determines Eurozone Still Needs ‘Significant’ Stimulus

Posted by hkarner - 25. August 2018

Date: 24-08-2018
Source: The Wall Street Journal

Minutes from the European Central Bank’s last meeting underscore a widening gulf with the Federal Reserve

The eurozone economy still needs “significant” stimulus from monetary policy to ensure inflation continues to climb, according to the minutes of the European Central Bank’s last meeting in late July.

The ECB’s comments underscore a widening gulf with the Federal Reserve, which in its own meeting minutes released Wednesday signaled plans to raise interest rates further in September from the current range of 1.75% to 2%.

“Overall, the uncertainties around the inflation outlook still called for caution and it was widely felt that monetary policy had to remain patient, prudent and persistent,” the ECB’s minutes said. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »