Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘ECB’

Wer zahlt für den grünen Deal?

Posted by hkarner - 23. Januar 2020

Hans-Werner Sinn, Professor of Economics at the University of Munich, was President of the Ifo Institute for Economic Research and serves on the German economy ministry’s Advisory Council. He is the author, most recently, of The Euro Trap: On Bursting Bubbles, Budgets, and Beliefs.

MÜNCHEN – Die EU-Kommission hat Großes vor. Sie will ein eine Billion Euro schweres Klimapaket schnüren, das den Weg in eine kohlenstofffreie Wirtschaft bis zum Jahr 2050 eröffnet. Die Summe soll freilich vor allem durch finanzielle Hebelwirkungen zustande kommen. Das echte Geld, das die EU für diese Zwecke bereit stellt, beträgt im Jahr 2020 nur etwa 40 Mrd. Euro, und davon war der Löwenanteil auch schon vorher eingeplant.  Neu sind wohl nur 7,5 Mrd. Euro. 

Wie schon bei dem erstmals im Jahr 2015 aufgelegten Juncker-Fonds besteht der Trick auch dieses Mal darin, dass der Löwenanteil der genannten Summe über einen Schattenhaushalt aufgebracht wird, den die Europäische Investitionsbank verwalten soll. Die EU-Kommission selbst darf zwar keine Schulden aufnehmen, doch die intergouvernementalen Rettungs- und Investitionsfonds der EU dürfen es. Ähnlich wie die großen Banken die Regulierung vor der Finanzkrise umgangen hatten, indem sie einen Teil ihres Geschäft in in außerbilanzielle Conduits und Zweckgesellschaften verlagerten, verhält sich auch die EU.

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Democratizing the ECB

Posted by hkarner - 15. Januar 2020

Barry Eichengreen is Professor of Economics at the University of California, Berkeley, and a former senior policy adviser at the International Monetary Fund. His latest book is The Populist Temptation: Economic Grievance and Political Reaction in the Modern Era.

Recent tensions within the European Central Bank’s Governing Council have underscored the need to manage disagreement better. The status quo, whereby the president presents a policy decision as a consensus, after which one or more Governing Council members may issue a dissenting statement, makes everyone look silly.

AMSTERDAM – The European Central Bank is undergoing a changing of the guard: a new president, a new chief economist, and two new Executive Board members. And the ECB’s new leadership is facing a contentious year in 2020.

For starters, former ECB President Mario Draghi’s last policy meeting was marked by disputes over quantitative easing and the president’s role in decision-making, underscoring disagreement within the Governing Council (comprising the Executive Board and national central bank governors) about monetary strategy. Should the ECB retain its point target for inflation but make that target symmetrical, in contrast to the present “below but close to 2%”? Or should it abandon all hope of coming close to 2% and settle for 1.5%?Then there is the assertion by Draghi’s successor, Christine Lagarde, that the ECB should focus on climate change, even though the issue is not part of the central bank’s mandate (and even though monetary policy is not an obvious instrument for tackling it).It is timely, therefore, that the ECB has launched a comprehensive review of its policy strategy.

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Auf die Notenbanken wartet ein Jahr wachsender Herausforderungen

Posted by hkarner - 11. Januar 2020

Mohamed A. El-Erian, Chief Economic Adviser at Allianz, the corporate parent of PIMCO where he served as CEO and co-Chief Investment Officer, was Chairman of US President Barack Obama’s Global Development Council. He is President Elect of Queens’ College (Cambridge University), senior adviser at Gramercy, and Part-time Practice Professor at the Wharton School at the University of Pennsylvania. He previously served as CEO of the Harvard Management Company and Deputy Director at the International Monetary Fund. He was named one of Foreign Policy’s Top 100 Global Thinkers four years running. He is the author, most recently, of The Only Game in Town: Central Banks, Instability, and Avoiding the Next Collapse.

SEATTLE – Nachdem 2019 durch eine der größten Kehrtwenden der jüngeren geldpolitischen Geschichte gekennzeichnet war, erhoffen sich die Notenbanken für 2020 nun ein ruhiges Jahr. Dies gilt insbesondere für die beiden mächtigsten Währungsinstitutionen: die Europäische Zentralbank und die US Federal Reserve. Doch entzieht sich dies zunehmend der direkten Kontrolle der Notenbanken, und ihre Hoffnungen könnten ohne Weiteres dadurch zunichte gemacht werden, dass die Märkte einer der vielen erliegen, die vielfach deutlich über den Wirtschafts- und Finanzbereich hinaus und in die Bereiche der Geopolitik, der Institutionen und der nationalen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hinein reichen. 

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EZB warnt vor Gefahren für die Finanzstabilität

Posted by hkarner - 21. November 2019

20.11.2019 um 10:28, diepresse.com

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche und der ultratiefen Zinsen Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems im Euroraum. Zwar unterstützten die Niedrigzinsen die Wirtschaft, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos am Mittwoch bei der Vorlage des halbjährlichen Stabilitätsberichts.

Ein daraus resultierender Anstieg der Risikobereitschaft könne aber mittelfristig Probleme für die Finanzstabilität schaffen. Die Behörden müssten mit allen Mitteln gegen den Aufbau solcher Schwachstellen vorgehen. In Deutschland müssen die Banken bereits mehr Vorsorge für Risiken treffen. Im Juli wurde der sogenannte antizyklische Kapitalpuffer von 0,25 Prozent eingeführt. Den Rest des Beitrags lesen »

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EZB Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank an

Posted by hkarner - 21. November 2019

Dank an H.G.

Erstmals hat ein Mitglied des EZB-Rats öffentlich die Möglichkeit angedeutet, dass die Zentralbank künftig auch Aktien in ihre Bilanz aufnehmen könnte. In Japan und der Schweiz praktizieren die Notenbanken bereits diese direkte Finanzierung von Unternehmen mit aus dem Nichts geschaffe-nen Geld.

20.11.2019, 16:28, dwn

EZB-Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank a…https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/501076/EZB-Ratsmitglied…

EZB-Ratsmitglied Madis Müller hat gesagt, dass die Europäische Zentralbank ihr Programm zum Kauf von Wertpapieren ausweiten könnte, wenn sich die wirtschaftliche Situation im Euroraum deutlich verschlech-tert. Zwar nannte er keine konkreten Vermögenswerte, doch seine Ausführungen deuten klar auch auf den möglichen Kauf von Aktien durch die Zentralbank hin. Den Rest des Beitrags lesen »

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Negativzinsen: Warum die Zinswelt auf dem Kopf steht

Posted by hkarner - 30. Oktober 2019

Wie kann es dazu kommen, dass jemand freiwillig Geld dafür zahlt, um es an andere verborgen zu können? Wer zu dem Phänomen Negativzinsen beiträgt

Alexander Hahn, derstandard.at

Naturwissenschafter haben es gut. Sie müssen – im Gegensatz zu ihren auf Wirtschaft spezialisierten Kollegen – nicht befürchten, dass sich die Schwerkraft plötzlich umkehrt.

Eine vorübergehende Marktanomalie – so dachten die meisten Finanzexperten, nachdem vor etwas mehr als fünf Jahren die Rendite zweijähriger deutscher Bundesanleihen ins Minus abgerutscht war. Welch grundlegende Fehleinschätzung, denn die Zinswelt steht auch heute noch auf dem Kopf. Heuer lagen nicht nur deutsche Staatspapiere aller Laufzeiten bis zu 30 Jahren im Spätsommer im negativen Terrain. Insgesamt wiesen zu diesem Zeitpunkt weltweit Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 15 Billionen Euro eine Negativrendite auf. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Allure and Limits of Monetized Fiscal Deficits

Posted by hkarner - 30. Oktober 2019

Nouriel Roubini, Professor of Economics at New York University’s Stern School of Business and CEO of Roubini Macro Associates, was Senior Economist for International Affairs in the White House’s Council of Economic Advisers during the Clinton Administration. He has worked for the International Monetary Fund, the US Federal Reserve, and the World Bank.

With the global economy experiencing a synchronized slowdown, any number of tail risks could bring on an outright recession. When that happens, policymakers will almost certainly pursue some form of central-bank-financed stimulus, regardless of whether the situation calls for it.

NEW YORK – A cloud of gloom hovered over the International Monetary Fund’s annual meeting this month. With the global economy experiencing a synchronized slowdown, any number of tail risks could bring on an outright recession. Among other things, investors and economic policymakers a renewed escalation in the Sino-American trade and technology war. A military conflict between the United States and Iran would be felt globally. The same could be true of “hard” Brexit by the United Kingdom or a collision between the IMF and Argentina’s incoming Peronist government. 

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Handelskrieg nur Auslöser: Ursache der Rezession ist verfehlte Geldpolitik der Notenbanken

Posted by hkarner - 29. Oktober 2019

Dank an J.G.

DWN, 25/10

Trumps Handelskrieg ist nur der Auslöser der sich anbahnen-den Rezession. Doch die Ursachen liegen tiefer: In der verfehlten Geldpolitik der großen Notenbanken.

Trumps Handelskrieg hat eine globale Wachstumsverlangsamung mit Rezessionsgefahr ausgelöst. Doch die Ursachen der aktuellen Wirtschaftsverlangsamung gehen tiefer. Man kann nicht alles der Trump-Administration oder – innerhalb Europas – dem Brexit anlasten. Es ist viel-mehr die gesamte Politik der letzten Dekaden, welche ein inkohärentes, un-sicheres Gebäude der Weltwirtschaft errichtet hat.

Ein wichtiger Punkt ist die schlechte Qualität des konjunkturellen Aufschwungs seit der Grossen Finanzkrise, eigentlich sogar schon seit der Jahrtausendwende. Die Durchsetzung des sogenannten Freihandels mit China (WTO-Beitritt Dezember 2011) und die Integration der osteuropäi-schen Länder in die Europäische Union waren zunächst primär eine Arbitrage-Gelegenheit vor allem für westliche Großunternehmen und Multinationale, um Löhne, Steuern, Sozialleistungen und Umweltkosten zu sparen beziehungsweise zu drücken. Der Freihandel erfolgte nur in eine Richtung: China schottete seinen Binnenmarkt weiterhin sorgsam ab, wo die Führung dies wollte: Über prohibitive Zölle, und über den Zwang zu joint ventures für ausländische, in China produzierende Unternehmen. Profitiert haben neben diesen Konzernen zum einen China und dessen Zulieferer-Staaten in Asien, zum anderen die Länder Osteuropas. In den Vereinigten Staaten und in Westeuropa ist die Industrie stark geschrumpft – Ausnahme das Auto- und Maschinenbauerland Deutschland sowie einige kleine Länder mit ähnlichen Eigenschaften. Ein wesentlicher Grund ist auch, dass in den USA und in Europa seit Jahrzehnten zu wenig, teilweise viel zu wenig, in die Infrastruktur investiert wird. Kein Wunder ist das Wirtschaftswachstum der letzten beiden Dekaden in vielen Industrieländern von einer schwachen Investitionstätigkeit begleitet, nota-bene trotz der nominell und real niedrigsten Zinsen seit dem Zweiten Weltkrieg. Den Rest des Beitrags lesen »

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Strafzinsen: Immer mehr Banken planen Negativzinsen für Private

Posted by hkarner - 17. Oktober 2019

Als erste Bank in Italien will die Bank-Austria-Mutter Unicredit reiche Privatkunden zur Kassa bitten. In Österreich schützt ein OGH-Urteil Sparer

Leopold Stefan, derstandard.at

Banken zahlen Milliarden an Strafzinsen an die EZB. Immer mehr Institute wollen diese Kosten auf ihre Kunden abwälzen.

Wien/Mailand – Vielen Banken brennt es längst unter den Nägeln. Im September hob die Europäische Zentralbank den Strafzins auf 0,5 Prozent an. Die EZB verlangt von Europas Geldhäusern seit fünf Jahren Zinsen für geparktes Geld. Seither lieferten die Banken über 21 Milliarden Euro in Frankfurt ab, wie eine Auswertung der Plattform Deposit Solutions berechnet. Immer mehr Finanzinstitute wollen diese Kosten in Form von Negativzinsen an ihre Kunden weitergeben.

In den meisten Fällen sind davon Unternehmen betroffen – in Deutschland etwa jedes dritte, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Doch auch wohlhabende Privatkunden werden zunehmend zur Kassa gebeten. Nun will als erste Bank in Italien die Bank-Austria-Mutter Unicredit private Spareinlagen mit Negativzinsen belegen. Betroffen sind Kunden mit einem Vermögen von über einer Million Euro. Ähnliche Schritte haben bereits die Berliner Volksbank und die dänische Jyske Bank unternommen. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Eurozone’s 2% Fixation

Posted by hkarner - 8. Oktober 2019

Daniel Gros is Director of the Centre for European Policy Studies.

The European Central Bank’s inflation target of “below, but close to, 2%” currently dominates economic policymaking in the eurozone. Moreover, the idea that this target supersedes the bloc’s fiscal rules seems to be gaining ground – with potentially worrying implications for financial stability.

BRUSSELS – Economic policy discussions in Europe used to be dominated by the number three, namely the 3%-of-GDP upper limit on national fiscal deficits. Although the fiscal rules enshrined in the Maastricht Treaty were in fact much more complex, public debate tended to focus on the 3% figure, especially when deficits ballooned during the euro crisis nearly a decade ago.

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