Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Wifo erwartet schwächeres Wachstum bis 2024

Posted by hkarner - 7. November 2019

05.11.2019 um 09:11, diepresse.com

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) erwartet für die kommenden fünf Jahre (2020-24) ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum – weniger als zuletzt prognostiziert und auch weniger als im Zeitraum 2014-19. Weil auch Österreich die weltweite Konjunkturabkühlung zu spüren bekommt, wird sich das Wachstum im Schnitt auf 1,4 Prozent pro Jahr abbremsen, bis 2019 waren es im Schnitt 1,9 Prozent.

Vor allem in den Jahren 2020 und 2021 stützen deutliche Einkommenssteigerungen bei den privaten Haushalten die Konsumausgaben der Verbraucher „und wirken dem internationalen Sog entgegen und mildern die wirtschaftliche Abkühlung in Österreich“, erklärte das Wifo am Dienstag zu seiner neuen Mittelfrist-Prognose. Den Rest des Beitrags lesen »

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Banken im Würgegriff von Nullzinsen und Rezession

Posted by hkarner - 5. Oktober 2019

Glaube kein Wort über die Profitabilität. Wenn ich z.B. 2013 als Ausgngsjahr nehme, kann ich viel „beweisen“ . Die Qualität der zeb ist ja aus der Beratung der Volksbanken 2015 ersichtlich. (hfk)

Die heimischen Institute sind besser aufgestellt als ihre europäischen Mitbewerber.

Wien. Negativzinsen: Seit die Europäische Zentralbank die Einlagenzinsen weiter ins Negative auf minus 0,5 Prozent gesenkt hat, was bedeutet, dass die Banken für bei der EZB geparktes Geld 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen müssen, hängt dieses Damoklesschwert noch tiefer über den Geldinstituten. Vor allem in Deutschland gehen die Wogen hoch, haben die deutschen Institute doch schon im Vorjahr mit 2,4 Mrd. Euro „geblutet“.

Verdienen die Banken überhaupt noch Geld? Und wenn, womit? Diese und andere Fragen zu diesem Thema stellte der Strategieberater für Finanzdienste ZEB heuer zum sechsten Mal den 50 größten europäischen Banken sowie den 15 österreichischen Instituten. Die Antworten fallen durchaus gemischt aus. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der geldpolitische Worst Case wird zur Wirklichkeit

Posted by hkarner - 17. September 2019

Dank an H.G.

Aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahre steht die Zentralbank mit heruntergelassenen Hosen und ohne Pfeile im Köcher dem Abschwung gegenüber.

, diepresse.com

Mario Draghi hat es also wieder einmal getan. Er hat wieder an der Zinsschraube gedreht. Das erste Mal seit dem März 2016. Allerdings nicht so, wie das noch vor einigen Monaten erwartet wurde. Denn es kommt nicht zur von vielen Ökonomen seit Längerem geforderten Zinswende. Im Gegenteil. Die Europäische Zentralbank senkt ihren Einlagenzins von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent. Geschäftsbanken müssen künftig also noch mehr bezahlen, wenn sie Geld über Nacht bei der EZB parken. Das soll die Kreditvergabe steigern, hoffen die Zentralbanker. Zudem will die EZB monatlich wieder 20 Milliarden Euro in den Kauf von Anleihen stecken. Das erst im vergangenen Dezember gestoppte Programm wird wieder aufgenommen.

Die Zinswende ist somit auch offiziell auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Und das hat auch gute Gründe. Denn ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst der Rezession. So erklärte das deutsche Ifo-Institut justament am Donnerstag, dass sich Deutschland im dritten Quartal wohl bereits in einer „technischen Rezession“ befände. Auch andere Institute bezeichnen die Rezessionsgefahr als „hoch“. Daran dürfte auch die jüngste Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China nichts mehr ändern. Die fetten Jahre sind – so sieht es leider aus – fürs Erste einmal vorbei. Dass die Notenbank in einer solchen Phase eher die Konjunktur fördern als weiter dämpfen muss, ist keine Raketenwissenschaft.

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Vertrauen in den Finanz-Sektor sinkt

Posted by hkarner - 12. September 2019

Hohe Schulden der Unternehmen sind Risiko für die Finanzstabilität. Menschen vertrauen der Technologie-Branche mehr als den Finanzdienstleistern.

Wien. Die Finanzkrise 2008 hat das Vertrauen in die Finanzmärkte bis aufs Mark erschüttert. In den folgenden Jahren wurde wieder Mut gefasst. Seit 2012 ist das Vertrauen in das Finanzsystem stetig gestiegen, geht aus dem Unternehmens- und Finanzausblick 2019 der Industrieländerorganisation OECD hervor. Dafür verantwortlich seien die umfassenden Regulierungen, die nach der Krise implementiert wurden. Doch seit 2018 schlägt das Pendel wieder in die andere Richtung. Laut dem Vertrauensbarometer einer von der OECD in Auftrag gegeben Studie fiel das Vertrauen der informierten Bevölkerung von 62 auf 61 Punkten. Damit sind jene gemeint, die sich mit Finanzthemen auskennen. 2012 stand es noch bei 48 Punkten. Die allgemeine Bevölkerung steht der Finanzbranche noch viel skeptischer gegenüber. 2017 wie 2018 lag der Index bei 54 Punkten.

„Sollte das Vertrauen weiter sinken, müssen wir die Maßnahmen der Politik zur Stabilisierung des Finanzsystems in den vergangenen Jahren hinterfragen“, sagt der OECD-Experte Robert Patalano. „Geht Vertrauen verloren, wird jeder nervös und vorsichtig.“ Das sei kein gutes Umfeld für Wirtschaftswachstum. Vertrauen in andere Menschen und Institutionen sei essenziell für sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt, heißt es in der OECD-Studie. Stabile Märkte agieren vorhersehbar. Zudem verlassen sich Marktteilnehmer darauf, dass sich alle an die Gesetze halten oder diese zumindest überwacht werden.

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OeNB-Chef hat Zweifel an EZB-Geldpolitik

Posted by hkarner - 2. September 2019

Robert Holzmann sieht negative Zinsen skeptisch.

 

Wien. Der neue Nationalbankgouverneur, Robert Holzmann, will im EZB-Rat „eine etwas kritischere Haltung gegenüber den Vorschlägen einer weiteren monetären Vertiefung“ einnehmen. Darüber diskutieren wolle er mit seinen EZB-Kollegen jedenfalls, hat Holzmann am Wochenende im ORF-Radio mitgeteilt. Er hat sein neues Amt mit 1. September übernommen.

Die Sitzungen des Rats der EZB seien jetzt besonders wichtig, da es mit Christine Lagarde ab November eine neue Präsidentin der EZB geben werde und eine Revision der EZB-Strategie angedacht sei, sagte Holzmann. Er werde die anderen EZB-Direktoren nicht „in einer einzigen Sitzung überzeugen können“, wolle aber „einen Anstoß geben, dass in der Revision der Strategie stärker über Alternativen nachgedacht wird“.

Seine Ausbildung, seine Einstellung und auch seine beruflichen Erfahrung hätten ihn in Bezug auf die Geldpolitik „mehr zum Falken als zur Taube werden lassen“, also zum Kritiker einer Ausweitung der Geldzufuhr an die Wirtschaft. Aber „empirische Evidenz“ sei immer der Maßstab für seine Entscheidungen. Die expansive Geldpolitik von 2010/2012 sei als monetäre Entlastung und Unterstützung des staatlichen Anleihenmarkts „zum Überleben des Euro notwendig“ gewesen, so Holzmann. Aber jetzt, als die EZB schon zahlreiche Anleihen gekauft hat, seien „die Wahrscheinlichkeit weiterer Effekte gering, Risiken hingegen erhöht“.

Holzmann ist generell gegenüber negativen Zinsen skeptisch, vor allem auch für Sparer. Wenn Menschen eigentlich sparen wollen, würden negative Zinsen nicht zu mehr Konsum führen. Das niedrige Zinsniveau berge die Gefahr der „Fehlallokation von Ressourcen und Preisen“ – konkret sehe man das an den steigenden Immobilien- und Goldpreisen sowie an „erratischen Aktienpreisen“. (APA)

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 02.09.2019)

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Budgetdefizit: Auf dem Weg zu neuen Schuldenregeln?

Posted by hkarner - 27. August 2019

Der Euro-Stabilitätspakt sei zahnlos und schwer umzusetzen, kritisieren Experten. Nun wird in Brüssel eine Überarbeitung der Budgetregeln diskutiert. Die Schuldenziele könnten weicher werden, die Regeln einfacher.

Wien. Es ist nur ein Diskussionspapier – aber möglicherweise erlaubt es einen Blick darauf, wohin die Reise geht: Die EU-Kommission will demnach die komplizierten Budgetregeln im Stabilitäts- und Wachstumspakt vereinfachen. Regierungen sollen weichere Vorschriften für das Zurückfahren ihrer Schulden eingeräumt werden, die schwächelnde Volkswirtschaften nicht in Bedrängnis bringen. Das berichtet die „Financial Times“, die sich auf ein Brüssel-internes Brainstorming-Dokument beruft.

In diesem Dokument wird eine „substanzielle Vereinfachung“ der Regeln gefordert. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt, besser bekannt als Euro-Stabilitätspakt, sieht für EU–Länder eine Obergrenze der Staatsschulden von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Außerdem darf das jährliche Budgetdefizit nicht höher als drei Prozent liegen. 2011 wurde der Stabilitätspakt reformiert und mit rascheren Strafen versehen, wenn Staaten gegen die Schuldenregeln verstoßen. Trotzdem gerät der Stabilitätspakt immer wieder unter Beschuss: Die Regeln seien unmöglich zu vollstrecken und räumen Regierungen, die gegen den Pakt verstoßen, zu viel Spielraum ein. Vorstöße für eine neuerliche Überarbeitung gab es immer wieder. Dass das Regelwerk gerade jetzt wieder diskutiert wird, ist nachvollziehbar: Das Wirtschaftswachstum in der EU lässt nach, der einstigen Konjunkturlokomotive Deutschland droht heuer sogar eine Rezession.

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Kreml-Kritiker Nawalny: „Gauner investieren gerne in Österreich“

Posted by hkarner - 22. Juli 2019

Der russische Oppositionsführer beschuldigt den Moskauer-Chef der Putin-Partei „Einiges Russland“, Hotels in Wien und Tirol zu besitzen.

Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny hat aufgrund umstrittener russischer Investitionen in Österreich die heimische Politik und Banken kritisiert. „Alle wissen, dass korrupte Gauner gerne in Österreich investieren“, sagte Nawalny dem Nachrichtenmagazin „profil“.

Nawalny schlägt in dem Interview vor, strikte EU-Einreiseverbote gegen die „1000 wichtigsten Putin-Korruptionisten“ zu erlassen. „Sie leben bei euch, fahren Ski in Tirol und essen köstlichen Erdäpfelsalat … In Russland erzählen sie uns dann, wie das alte, zauberhafte Europa zugrunde geht und dass wir Russen dagegen kämpfen müssen“, so der Oppositionelle.

In einem Anfang Juli veröffentlichten Wahlkampfvideo hatte Nawalny österreichischen Immobilienbesitz der Familie eines führenden Moskauer Vertreters der Kreml-Partei „Einiges Russland“ angeprangert. Vor den Wahlen zum Moskauer Stadtparlament versuchte Nawalny, damit seine bekannte These zu untermauern, dass die regierende Partei aus „Gaunern und Dieben“ bestünde.

Nawalny wirft Österreichs Politik „freundschaftliche Kontakte“ zu Moskau vor

Der Oppositionspolitiker beschuldigte in seinem Video Andrej Metelski, den einflussreichen Moskau-Chef von „Einiges Russland“ und Vizepräsidenten des Moskauer Stadtparlaments, de facto Eigentümer von Hotels in Tirol und Wien zu sein. Laut amtlichen Dokumenten gehören die Immobilien und dazugehörigen Tourismusunternehmen, die in Summe etwa 40 Millionen Euro wert sein könnten, unter anderem seinem gleichnamigen Sohn.

Gegenüber russischen Medien bestätigte der „Einiges Russland“-Politiker zwar geschäftliche Aktivitäten seiner Verwandten, bestritt aber, mit den Immobilien etwas zu tun zu haben. „Diese Geschichte (Nawalnys, Anm.) hat mit den Wahlen in das Moskauer Stadtparlament zu tun. Das ist ein schwacher Versuch, mich in Misskredit zu bringen“, erklärte Metelski gegenüber „RBK“.

„Das sind gestohlene Gelder, die von einem europäischen Land angenommen werden, ohne dass irgendwelche Fragen gestellt werden“, sagte Nawalny, der eine Erklärung der österreichischen Banken forderte, gegenüber „profil“. „Es gibt viele Russen, die Immobilien besitzen, in Tirol und anderswo, aber hier wie dort hat das politische Establishment überhaupt kein Problem damit.“Während seiner Recherchen habe er die österreichischen Behörden bewusst nicht informiert: „Leider wissen wir, dass viele österreichische Politiker sehr freundschaftliche Kontakte zu russischen Politikern pflegen.“

Zu zehn Tagen Arrest verurteilt

Russland-weit werden im September Kommunal- und Regionalparlamente gewählt. Bei Protesten gegen mutmaßliche Behinderungen der Opposition bei den kommenden Kommunalwahlen waren vor wenigen Tagen mehrere Unterstützer des Kreml-Kritikers Nawalny festgenommen worden. Die rund 2000 Demonstranten waren einem Aufruf mehrerer Kandidaten, darunter Anhänger Nawalnys, gefolgt.

Nawalny selbst wurde nach der Organisation einer Kundgebung gegen Polizeiwillkür zu zehn Tagen Arrest verurteilt. Der Anti-Korruptions-Kämpfer hatte die Kundgebung für den Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow organisiert.

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Heta: 300 Mio. mehr

Posted by hkarner - 24. Mai 2019

Laut aktualisiertem Abbauplan soll die Abwicklung der Skandalbank 10,8 Mrd. Euro bringen.

Wien. Die Bad Bank der Hypo Alpe Adria, Heta, wird aus der Abwicklung der früheren Kärntner Skandalbank voraussichtlich 10,83 Mrd. Euro erlösen statt wie zuletzt erwartet 10,5 Mrd. Euro. Das geht aus dem am Donnerstag vom Aufsichtsrat genehmigten aktualisierten Abbauplan hervor. Am Anfang des Abbaus war die Heta lediglich von einem Erlös von 7,68 Mrd. Euro ausgegangen.

Laut aktuellem Abbauplan werden die Einnahmen der Heta letztlich knapp 87 Prozent der Heta-Schulden entsprechen. Noch vor einem Jahr – im Abbauplan 2018 – war eine Erfüllungsquote von 81,31 Prozent angenommen worden. Die FMA hat zuletzt im März der Heta vorgeschrieben, den Gläubigern gut 85 Prozent (85,54 Prozent) ihrer Forderungen zurückzuzahlen.

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Filialnetz der heimischen Banken schrumpft

Posted by hkarner - 22. Mai 2019

Österreichs Banken-Filialnetz schrumpft laut einer AT-Kearney-Studie jährlich um zwei bis drei Prozent. Dafür steigen die Erträge pro Kunde.

Trotz steigender Erträge reduzieren Banken in Österreich die Zahl ihrer Kundenfilialen immer weiter. So schrumpft laut einer Studie des Beratungsunternehmens AT Kearney das heimische Filialnetz um zwei bis drei Prozent pro Jahr und auch die Mitarbeiterzahl geht zurück, während die Erträge in den vergangenen vier Jahren pro Kunde um 7,2 Prozent gestiegen sind.

Im Vergleich mit den beiden Nachbarländern Deutschland (Ertragsminus von 1,3 Prozent) und der Schweiz (Ertragsplus von 0,4 Prozent) stehe Österreich in Bezug auf die Ertragssituation damit recht solide da. Positiv wird von den Beratern vor allem die Bawag hervorgehoben: „Sie reihte sich unter die 14 Institute, die ihre Kostenstruktur verbessern und gleichzeitig ihr Aufwand-Ertrags-Verhältnis unter 55 Prozent drücken konnte“, heißt es in der Studie. AT Kearney hat Daten von 92 Privatkundenbanken in 22 Ländern untersucht.

In den vergangenen zehn Jahren sei der Ertrag pro Kunde im gesamteuropäischen Branchenschnitt allerdings um deutliche elf Prozent gesunken. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Für die nächsten fünf Jahre rechnen die Berater mit einem Umsatzrückgang im Privatkundengeschäft um 2,3 Mrd. Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Das sind Hypo-Dimensionen“: Klima-Strafzahlungen erzürnen Kogler

Posted by hkarner - 4. Mai 2019

Die Republik Österreich muss wohl Milliarden zahlen, weil sie ihre Klima-Ziele nicht erreicht. Grünen-Chef Werner Kogler fordert in diesem Zusammenhang eine „gescheite Steuerreform“.

Werner Kogler: „Mit einer gescheiten Steuerreform würden wir die CO2-Ziele in den nächsten zehn Jahren erreichen.“ – APA/AFP/JOE KLAMAR

Die Österreich drohenden Strafzahlungen für verfehlte Klimaziele haben nach Ansicht der Grünen „Bankenskandal-Dimension“. Experten gingen je nach CO2-Preisen von Summen von fünf bis zehn Milliarden Euro aus – „das sind Hypo-Dimensionen“, sagte Bundessprecher Werner Kogler am Freitag gegenüber der APA in Wien.

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte in einer Anfragebeantwortung gesagt, es könnten von 2021 bis 2030 – je nach CO2-Preis – Kosten von 1,6 bis 6,6 Mrd. Euro für den Kauf von Emissionszertifikaten anfallen. Köstinger sprach gleichzeitig von einem „Extremszenario“, das voraussichtlich nicht eintreffen werde. Österreich hatte 2017 die nationalen Klimavorgaben verfehlt.

Kogler übte in diesem Zusammenhang auch Kritik an der Steuerreform der türkis-blauen Regierung: „Mit einer gescheiten Steuerreform würden wir die CO2-Ziele in den nächsten zehn Jahren erreichen.“ Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fordere aber diesbezüglich zum Warten auf. „Auf was denn?“ fragte der Grüne Bundessprecher. Kurz und seine Regierung „frönen der Unterlassungstäterschaft“, indem sie weiterhin etwa auf den Ausbau von Autobahnen oder des Flughafens Wien setzten: „Das ist Geldversenken in der Vergangenheit.“ Stattdessen sollte „nur mehr in Gutes investiert“ werden, etwa in den Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken. Den Rest des Beitrags lesen »

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