Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Posts Tagged ‘Presse’

RBS zahlt Rekordstrafe in den USA

Posted by hkarner - 16. August 2018

Das britische Institut soll vor der Finanzkrise faule Hypothekenpapiere verkauft haben.

Wien.Die Royal Bank of Scotland (RBS) zahlt in den USA wegen Fehlverhaltens im Vorfeld der Finanzkrise eine Rekordstrafe. Das US-Justizministerium und die einst größte Bank der Welt einigten sich endgültig auf einen Vergleich über 4,9 Mrd. Dollar (4,3 Mrd. Euro), wie das Ministerium mitteilte.

Die RBS kann den langwierigen Streit um US-Hypothekengeschäfte nun zu den Akten legen. An der Börse in London notierte die RBS-Aktie am Mittwoch unverändert.

Es sei der größte Vergleich seiner Art, erklärte das US-Justizministerium weiter. Die Behörden sehen es als erwiesen an, dass die RBS wie viele Konkurrenten auf dem amerikanischen Immobilienmarkt trickste – und damit maßgeblich zur weltweiten Finanzkrise beitrug. Das Institut bündelte Hypotheken in komplexe Wertpapiere und verkaufte sie dann als sicheres Investment an Anleger. Dabei habe die RBS gewusst, dass die zugrunde liegenden Hypotheken stark ausfallgefährdet gewesen seien. Als der Markt abstürzte, wurden die Papiere plötzlich so gut wie wertlos

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Droht Italien Angriff der Spekulanten?

Posted by hkarner - 14. August 2018

Ein Berater des Ministerpräsidenten Guiseppe Conte fürchtet, italienische Staatsanleihen könnten Ziel von Spekulanten sein. Prompt dementiert die Regierung. Doch die Märkte sind nervös.

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (das Bild zeigt die Zentrale der Bank) musste vom Staat gerettet werden. 

Rom. Wer hätte gedacht, dass ein italienischer Minister den Euro lobt? Der parteilose Außenminister Enzo Moavero Milanesi hat dies am Wochenende getan. „Diejenigen, die Zweifel haben, ob eine Währung wie der Euro gut ist, sollen sorgfältig darauf schauen, was in der Türkei passiert“, sagte er in einem Zeitungsinterview. Die Türkische Lira hat gegenüber Dollar und Euro mehr als 40 Prozent an Wert verloren (Siehe Seite 1 bis 3). Die verbale Beruhigungspille des Außenministers wirkte nicht lange.

Ursprüngliche Ankündigungen der populistischen Regierung, sich nicht an die Maastricht-Spielregeln halten zu wollen und die Staatsschulden zu erhöhen, ließen die Renditen italienischer Staatsanleihen auf ein Vier-Jahres-Hoch schnellen. Das wiederum bringt die ohnehin angeschlagenen Banken in Italien in Bedrängnis. Sie halten nämlich enorme Pakete an Staatsanleihen. Wie Gefangene sind Bankensektor und Staat aneinandergekettet. Als wäre die Situation nicht brisant genug, sorgte am Sonntag ein unvorsichtiger Kommentar eines Regierungsberaters für große Aufregung. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Banken sitzen auf 813 Mrd. Euro an faulen Krediten

Posted by hkarner - 5. August 2018

Es drohe „Ansteckungsgefahr“ für das europäische Bankensystem, zitiert die „Bild“ einen Bericht des deutschen Finanzministeriums. Besonders Griechenland, Zypern und Italien seien betroffen.

Vor allem in den Bilanzen südeuropäischer Banken sind die faulen Kredite zu finden.

Die Europäische Bankenaufsicht schätzt einem Medienbericht zufolge die Summe der Problem-Kredite in den Bilanzen europäischer Banken zehn Jahre nach der Finanzkrise auf 813 Milliarden Euro. Das berichtete „Bild“ am Samstag mit Verweis auf eine Antwort des deutschen Finanzministeriums auf eine Frage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Der Umfang dieser Kredite sei „im historischen Vergleich hoch“, schreiben die Beamten demnach. Es drohten Schwierigkeiten für einzelne Banken und eine „Ansteckungsgefahr“ für das europäische Banken-System. Genau wie vor zehn Jahren sei ein Großteil der faulen Kredite „im Immobilienbereich zu verorten“, berichtete das Blatt weiter. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wo bleiben die Kunden? Mitarbeiter? Wo die Moral?

Posted by hkarner - 1. August 2018

Über den untrennbaren Konnex zwischen Moral und Vertrauen in Unternehmen: Beispiele, wie man es nicht machen sollte.

Dass ganze politische Systeme wanken und ehemals anerkannte Institutionen (wie etwa auch die katholische Kirche trotz eines großartigen Papstes) in Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrisen stecken, wird bereits seit Langem intensiv diskutiert. Nicht zuletzt auch wegen der Orientierungslosigkeit, zu der mangelndes Vertrauen zu Institutionen und in bisher anerkannte Wertesysteme führt.

Doch inwieweit gilt dies auch für Unternehmen – egal, ob weltweit tätig, national oder regional? Ist es nicht das oberste Ziel jedes Unternehmens, voll und ganz auf die Bedürfnisse seiner Kunden einzugehen? Und dabei die Mitarbeiter hochzuhalten, mit ihnen ein eng zusammengeschweißtes Team zu bilden? Wenn es sein muss, auch zwölf Stunden am Tag?

Um möglichen Missverständnissen von vornherein vorzubeugen: Meist ist es auch so, dass Unternehmen gut – nämlich sowohl kunden- als auch mitarbeiterorientiert – geführt werden und so hervorragend zur Prosperität eines Landes beitragen. Noch besser, wenn sich besonders clevere Unternehmen besonders hervortun, weil sie sich damit positiv von ihren Mitbewerbern abheben und von ihren Kunden auch noch gratis weiterempfohlen werden.

Unternehmerische Ethik Den Rest des Beitrags lesen »

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Menschliche Banker verlieren an Roboter

Posted by hkarner - 1. August 2018

Der Chef der schwedischen Nordea-Bank glaubt, dass die Branche in den nächsten zehn Jahren nur mehr die Hälfte des aktuellen Personals beschäftigen werde.

Nordea Bank setzt neue Standards

Etwas Interessantes ist im letzten Quartal in der schwedischen Finanzwelt passiert. Die einzige große Bank, die es geschafft hat, ihre Kosten zu senken, steht auch hinter einem der kühnsten Pläne der Branche, Menschen durch Automatisierung zu ersetzen. Nordea Bank AB, deren Chef Casper von Koskull sagt, seine Branche dürfte in einem Jahrzehnt nur noch die Hälfte der derzeitigen menschlichen Arbeitskräfte beschäftigen, ist dabei, 6.000 dieser Jobs zu streichen. Von Koskull sagt, dass die Anpassung der einzige Weg ist, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, mit Automatisierung und Robotern, die von Menschen in allen Bereichen, von der Vermögensverwaltung bis zum Beantworten von Anrufen von Privatkunden Aufgaben übernehmen.

Während viele in der Finanzbranche Schwierigkeiten hatten, diese Botschaft zu verdauen, legen die jüngsten Ergebnisse der Banken in Schweden nahe, dass sich die Führungskräfte in einer der technologisch fortschrittlichsten Ecken der Welt von Nordea inspirieren lassen. Bei SEB AB sagt CEO Johan Torgeby jetzt, dass „alles, was automatisiert werden kann, automatisiert werden wird“.

Elf Prozent weniger Kosten Den Rest des Beitrags lesen »

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Causa Winterkorn: „Vorwürfe bestätigen das Bild der Raffgier“

Posted by hkarner - 30. Juli 2018

Die neuen Vorwürfe gegen Winterkorn wegen Steuerhinterziehung sollten zu mehr Distanz seitens Volkswagen gegenüber dem Ex-Chef führen, fordert Autoexperte Dudenhöffer.

Angesichts der Ermittlungen gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen Steuerhinterziehung fordert Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom Autokonzern, sich stärker von seinem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden zu distanzieren.

„Wenn sich herausstellt, dass die Vorwürfe wahr sind, wird die Marke VW weiter stark beschädigt. Denn die Vorwürfe bestätigen das Bild der Raffgier“, sagte Dudenhöffer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe). Um sich selbst zu schützen, müsse VW seinerseits Klage gegen Winterkorn einreichen und vorsorglich Ansprüche stellen, sollte dieser als Vorstandsvorsitzender seine Pflichten verletzt haben.

Auch auf noch ausstehende Verfahren gegen den Wolfsburger Autokonzern im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal könnten die Ermittlungen Auswirkungen haben, sagte Dudenhöffer der Zeitung: „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass VW die Aktionärsforderungen in Milliardenhöhe erfüllen muss.“ Die Ermittlungen würden die Glaubwürdigkeit der Zeugen steigern, die sagen, Winterkorn habe frühzeitig von Manipulationen gewusst und nicht reagiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Juncker: „Sojabohnen waren eine Eingebung des Moments“

Posted by hkarner - 27. Juli 2018

Nach dem Treffen mit dem US-Präsidenten zeigte sich Juncker froh, dass der Handelskrieg jetzt nicht auf die Spitze getrieben wird. Sein Gegenüber Trump sei „sichtbar“ um Einigung im Handelsstreit „bemüht“ gewesen

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht den Einigungswillen von US-Präsident Donald Trump als wesentlichen Faktor für den Durchbruch im Handelskonflikt. „Er war auch sichtbar bemüht (…) eine Einigung zu erzielen“, sagte Juncker am Freitag dem ARD-Europastudio in Brüssel. Dies habe sich in den Gesprächen mit Trumps Beratern gezeigt, „die da wesentlich zurückhaltender waren als er selbst“. An der Frage der Landwirtschaft wäre die Einigung Juncker zufolge aber dennoch beinahe gescheitert.

Nach monatelang verhärteten Fronten hatten Trump und Juncker am Mittwoch in Washington Sondierungen für Verhandlungen zur Lösung des transatlantischen Handelskonflikts vereinbart. Von Trump angedrohte Strafzölle auf europäische Autos sind damit vorerst vom Tisch. Im Gegenzug sagte Juncker höhere Importe von Flüssiggas und Sojabohnen aus den USA zu.

Juncker betonte nun, die Kommission könne natürlich nicht verordnen, „wer was von woher importiert“. Es sei „Sache der Marktteilnehmer, sich so miteinander zu verständigen, dass mehr Soja nach Europa ausgeführt werden kann“. Der Kommissionschef betonte, es gehe aber nicht um „genmanipuliertes Soja“. Dies sei „nicht Teil des Abkommens“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein oftmals unbequemer Held Italiens

Posted by hkarner - 25. Juli 2018

Am Mittwoch ist der langjährige Fiat-Chef Sergio Marchionne verstorben. Er wird nun von jenem Land geehrt, für das er oft nur Kritik übrig hatte.

Ex-Fiat-Chef Sergio Marchionne (1952-2018).

Wien. Sogar das italienische Parlament hielt am Mittwoch für eine Schweigeminute inne. Und auch ansonsten zeigten sich die Würdenträger des offiziellen Italien tief berührt von dem plötzlichen Tod von Sergio Marchionne. Wie berichtet war der Italo-Kanadier erst am Wochenende von seinem Job an der Fiat-Spitze abgelöst worden, nachdem der Konzern bekannt gegeben hatte, dass Marchionne nach einer Schulter-Operation Ende Juni im Koma liegt. Was genau passiert ist, wird nicht kommuniziert. Laut Branchengerüchten soll es bei der komplexen Entfernung eines Tumors an der Schulter zu einer Embolie gekommen sein.

Italien habe mit Marchionne einen seiner brillantesten Manager verloren, so der Tenor der ersten Wortmeldungen aus der italienischen Politik. Und selbst die Metallergewerkschaft Fiom zollte ihm Respekt – wenn auch mit Verweis auf die „vielen harten Konflikte“, die man miteinander ausgefochten hatte. Denn auch wenn der als 14-Jähriger mit seiner Familie nach Toronto Ausgewanderte von den Italienern vor allem als jener Held gesehen wird, der Fiat vor der Pleite bewahrte, war sein Verhältnis zu seinem Geburtsland ambivalent.

Fiat würde es ohne Italien besser gehen.“ Diese Aussage von Marchionne im Jahr 2010 markiert den Höhepunkt in der schwierigen Beziehung zwischen dem in Nordamerika sozialisierten Marchionne und Italien. Der Manager hatte damals gerade sein Husarenstück geliefert und den US-Autokonzern Chrysler übernommen. Innerhalb von sechs Jahren war aus dem kurz vor der Insolvenz stehenden italienischen Autohersteller ein globaler Spieler der Branche geworden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank Santander: „Viele Banken haben nicht das Know-How“

Posted by hkarner - 24. Juli 2018

Die auf Konsumkredite spezialisierte Tochter der spanischen Großbank kann die Sorgen der Aufsicht über den Kredit-Boom verstehen.

Wien. Seit einigen Monaten vergeht kaum ein öffentlicher Termin mit Bankaufsehern, bei dem nicht auf die Gefahren des Booms bei Konsumkrediten hingewiesen wird. So hat sich die Neukreditvergabe in diesem Segment allein von 2016 auf 2017 um knapp elf Prozent auf 3,8 Mrd. Euro erhöht. In Summe machen Konsumkredite mit 18,7 Mrd. Euro etwa zwölf Prozent aller Ausleihungen der heimischen Privathaushalte aus. Und die Banken seien dabei zunehmend lax, was die Vergabekriterien betrifft. Die Kredite würden immer schneller vergeben. „Die Probleme der Zukunft werden immer in der Boomphase gelegt“, sagte FMA-Vorstand Helmut Ettl erst unlängst. Das Kreditgeschäft sei von einem „Nachfragemarkt zu einem Anbietermarkt“ geworden.

Eine Sorge, die man bei der auf ebendiese schnellen Konsumkredite spezialisierten Santander Consumer Bank nachvollziehen kann. „Die Konsumentenkredite sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Ich kann der Aufsicht hier nicht widersprechen“, so der Chef der heimischen Tochter der spanischen Großbank, Olaf Peter Poenisch, zur „Presse“. Allerdings sieht er die damit verbundene Kritik über die zu laxe Kreditvergabe nicht an sein Haus adressiert. „Bei uns ist das unsere absolute Kernkompetenz.“ Das würde auch die Ausfallrate zeigen, die mit rund drei Prozent sehr niedrig sei. Die Aufsicht nannte zuletzt sieben Prozent als Branchenschnitt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mr. Musk, der durchgeknallte Superheld

Posted by hkarner - 21. Juli 2018

Mit seinen Eskapaden auf Twitter fällt Elon Musk negativ auf. Immer wieder streitet er sich mit Kritikern. Die Investoren werden nervös. Gefährdet er den Erfolg von Tesla? Oder gehören solche Kontroversen dazu – bei einem wie Musk

Elon Musk – der Pionier mit Wurzeln in Südafrika musste sich zuletzt entschuldigen, weil er auf Twitter ausfällig wurde.

Bei Twitter kann jeder jedem alles an den Kopf werfen. Dort wird den ganzen Tag gestritten, über Sport oder Wirtschaft oder Politik, über nationale und internationale Themen, über richtig und falsch. Am Ende ist es alles ziemlich egal. Aber manchmal werden auf Twitter Karrieren gestartet und beendet. Donald Trump ist ein starker Nutzer, spricht dort Fans und Gegner direkt an. Twitter hat ihm teilweise zum Wahlsieg verholfen. Heute können 140 Zeichen aus seinen Fingern die Weltpolitik bewegen. Am anderen Ende sitzt die Schauspielerin Roseanne Barr. Die sah ihren zweiten Frühling abrupt beendet, nachdem sie einen rassistischen Tweet abgesetzt hatte und ihr Sender das Gleiche kurz später mit ihrer TV-Show machte. Und dann ist da noch Elon Musk. Der Unternehmer, Milliardär und Tesla-Chef ist bekannt dafür, in seiner 100-Stunden-Woche irgendwo auch Zeit für Twitter zu finden. Meist geht das gut. Manchmal gehörig daneben.

So wie sein Tweet in Richtung eines Tauchers, der bei der Rettungsaktion für die Burschen beteiligt war, die in einer Höhle in Thailand gefangen waren. Der Taucher Vern Unsworth kritisierte Musk, nachdem der ein Mini-U-Boot nach Thailand hatte schicken lassen. Das sei ein „PR-Stunt“, so Unsworth. Musk könne sich „sein U-Boot sonst wohin stecken“. Den Rest des Beitrags lesen »

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