Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Trumps Steuer-„Riesending“ beruht auf dem Prinzip Hoffnung

Posted by hkarner - 27. April 2017

Donald Trumps groß angekündigte ganz große Steuerreform – das vom US-Präsidenten als „Riesending“ bezeichnete Vorhaben – stößt bei Experten auf Skepsis.

Zwar begrüßten insbesondere Konzernchefs die am Mittwoch vorgelegten Eckpunkte der US-Steuerreform, die etwa eine deutliche Senkung des Steuersatzes für Unternehmen vorsehen. Strittig blieb jedoch, ob die Maßnahmen tatsächlich die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen würden. Unklar ist zudem, wie die Entlastungen ohne einen neuen, für die Republikaner heiklen Anstieg des Defizits vollzogen werden sollen. Die US-Börsen ließen Trumps Steuerpläne jedenfalls kalt. Sollte der Plan tatsächlich Erfolg haben, dürfte die US-Notenbank gegensteuern, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern.

Die grundsätzliche Notwendigkeit einer Steuerreform ist in den USA kaum strittig. Die Körperschaftsteuer von 35 Prozent und regionale Abgaben ergeben zusammen eine Belastung für Unternehmen, die mit fast 40 Prozent das Land zum Spitzenreiter der G20-Staaten macht. Durch Trumps Plan einer Körperschaftsteuer von 15 Prozent würden die USA schlagartig nicht nur vor Deutschland mit etwa 30 Prozent liegen, sondern nach Angaben der OECD auch eine bessere Quote für Unternehmen bieten als die Nachbarstaaten Kanada (insgesamt etwa 27 Prozent) und Mexiko (30 Prozent). Den Rest des Beitrags lesen »

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Wenn Ideologiegebäude des 20. Jahrhunderts einfach einstürzen

Posted by hkarner - 26. April 2017

Die Frankreich-Wahl zeigt erneut: Wir brauchen eine politische Ökonomie des 21. Jahrhunderts. Mit alten Rezepten lässt sich der Umbruch nicht managen.

Vor der Stichwahl in Frankreich tut sich auf wirtschaftspolitischem Gebiet Seltsames: Die europäische Linke fiebert praktisch geschlossen mit dem ehemaligen Rothschild-Investmentbanker (mehr „Klassenfeind“ geht wohl nicht) Emmanuel Macron mit, der die Staatsausgaben senken, den öffentlichen Dienst verkleinern, die Unternehmenssteuern reduzieren und die Dienstleistungen liberalisieren will. Ein Programm, das in diesen Kreisen normalerweise als neoliberales Teufelszeug gilt.

Und die europäische Rechte drückt ebenso geschlossen für Marine Le Pen und damit für eine Politikerin die Daumen, die ein klassisch linkes Wirtschaftsprogramm fahren will: Banken verstaatlichen, Sozialabgaben und Steuern für Wenigverdiener (und nur für diese) senken, Rentenalter auf 60 Jahre reduzieren, Kündigungen erschweren, die Maastricht-Verpflichtung zur Staatsschuldenbegrenzung aufheben. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Dr. Doom“ warnt vor Trumps Plänen: „Märkte werden misstrauisch“

Posted by hkarner - 23. April 2017

Ökonom Nouriel Roubini sah schon vor zehn Jahren das Platzen der Immobilienblase und die Gefahren für die Weltwirtschaft voraus.

Mit der Pleite des US-Immobilienfinanzierers New Century nahm die jüngste große Finanzkrise vor zehn Jahren ihren Lauf. Heute warnen Ökonomen erneut vor Risiken, die die Weltwirtschaft erschüttern könnten. So gelten etwa die Pläne von US-Präsident Donald Trump, der den Banken die nach dem Crash auferlegten Zügel wieder abnehmen will, als Gefahr. Droht eine neue Krise?

Am Anfang schien das Problem noch überschaubar. Der Insolvenzantrag von New Century Financial sei „das jüngste Anzeichen für eine drastische Marktbereinigung beim Geschäft mit Hypothekendarlehen für Menschen mit schwacher Kreditwürdigkeit“, hieß es im April 2007 im führenden US-Wirtschaftsblatt „Wall Street Journal“.

Erste Zweifel an der „Trump-Rally“

Dass die Pleite den Auftakt eines Flächenbrands markierte, der später im Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers eskalieren und das ganze Finanzsystem bedrohen sollte, wurde den meisten Experten erst in der Nachbetrachtung bewusst. Zunächst warnten nur vereinzelte Stimmen vor der großen Gefahr durch das Ende des von fahrlässiger Kreditvergabe befeuerten Booms am US-Häusermarkt.

Einer von ihnen war der Ökonom Nouriel Roubini, wegen seiner vielen Warnungen vor dem Platzen der Immobilienblase und den Gefahren für die Weltwirtschaft auch „Dr. Doom“ (Dr. Untergang) genannt. Der Professor der zur New York University gehörenden Stern School of Business hielt sich in den vergangenen Jahren mit Unkenrufen zurück, doch seit Trumps Wahl zum US-Präsident macht er sich wieder Sorgen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Nowotny erwartet deutlich weniger Angestellte im Bankenbereich

Posted by hkarner - 22. April 2017

Die Filialdichte sei ebenfalls immer noch zu hoch, sagt der Nationalbank-Gouverneur. Auf eine Filiale kommen in Österreich rund 2100 Einwohner, in Holland 9600.

Die Banken müssen weiter ihre Kosten senken, sagt der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny. Es gibt noch Bedarf an Verbesserungen Verhältnis zwischen Aufwendungen und Erträgen (Cost/Income-Ratio), sagt er im „profil“-Interview. Also sei davon auszugehen, „dass es im Bankenbereich zu einer deutlichen Reduzierung der Beschäftigtenzahlen kommen wird“.

Diese Entwicklung sei „zum Teil technisch bedingt. Die Digitalisierung führt zu einem geringeren Bedarf an Filialen. Das verstärkt den ohnehin spürbaren Kostendruck“, sag der OeNB-Gouverneur. Zwar sei die Filialdichte zuletzt zurückgegangen, sie sei im internationalen Vergleich aber immer noch hoch. „Auf eine Filiale kommen in Österreich rund 2100 Einwohner, das entspricht in etwa dem Niveau von Italien, Spanien und Deutschland. In Finnland sind es demgegenüber 5200 Einwohner je Filiale, in den Niederlanden etwa 9600. Wir sollten jetzt nicht unbedingt den Niederlanden nacheifern. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Aber in der Mitte sind wir noch nicht.“

Regionalität bringt Probleme Den Rest des Beitrags lesen »

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Megabetrug von Bankern und Börsianern in Deutschland aufgedeckt

Posted by hkarner - 18. April 2017

Bei sogenannten Cum-Ex-Geschäften soll es um mehr als zehn Milliarden Euro gehen. Die Beteiligten sollen sich Steuern vom Fiskus erstatten haben lassen, die nie bezahlt worden waren.

Die Behörden im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben einen Ring von Bankern und Börsenhändlern aufgedeckt, der den Fiskus um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben soll. Wie Medien am Dienstag berichteten, sagten mehrere Insider bei der Staatsanwaltschaft Köln und dem Landeskriminalamt aus, was sie über die dubiosen Aktiengeschäfte wissen und nannten Namen von Akteuren.

Die Aussagenden erhoffen sich laut dem Bericht von NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ einen Strafnachlass oder Straffreiheit – denn in den Fällen wegen schwerer Steuerhinterziehung drohen mehrjährige Haftstrafen. Die beteiligten Banken und Börsenhändler sollen den Angaben zufolge mit Unterstützung von Anwaltskanzleien riesige Aktiengeschäfte dazu genutzt haben, sich von Finanzämtern Steuern erstatten zu lassen, die zuvor gar nicht an den Fiskus gezahlt worden waren.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Studie: US-Konzerne verschieben 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen

Posted by hkarner - 12. April 2017

Die Firmen bewegen sich jedoch im legalen Rahmen, betont Oxfam. Die Analyse zeige jedoch, dass das Steuersystem es Konzernen ermögliche, sich um ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu drücken.

US-Unternehmen schleusen laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam gigantische Geldbeträge am Fiskus vorbei. Der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung zufolge haben die 50 größten US-Konzerne 2015 mit Hilfe eines Netzwerks von 1751 Tochterfirmen und Zweigniederlassungen zusammen rund 1,6 Billionen Dollar (1,5 Billionen Euro) in Steueroasen verschoben.

Das entspricht laut Oxfam einem Anstieg um 200 Milliarden Dollar seit 2014 und in etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung Kanadas. Die Organisation betont, dass sich die Firmen mit diesen Strategien im legalen Rahmen bewegten. Die Analyse zeige jedoch, dass das Steuersystem es Konzernen ermögliche, sich um ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl zu drücken. Statt des gesetzlich vorgeschriebenen US-Steuersatzes von 35 Prozent hätten die untersuchten Unternehmen dank verschiedener Schlupflöcher im Schnitt nur 25,9 Prozent gezahlt. Andere Analysen kommen zu noch niedrigeren Werten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Auf 118 Einwohner kommt ein Banker

Posted by hkarner - 11. April 2017

Österreichs Banken verdienten im Vorjahr 4,8 Mrd. Euro. Trotzdem müssen sie die Kosten senken. Seit der Finanzkrise ging die Zahl der Filialen nur um sechs Prozent zurück.

Wien. Österreichs Banken erzielten 2016 ein Jahresergebnis nach Steuern von 4,819 Milliarden Euro, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag bekannt gab. Das sind um 359 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor. Von den 4,8 Milliarden Euro trugen die Töchter in Osteuropa rund zwei Milliarden Euro bei. Die OeNB forderte die Banken dennoch erneut auf, die Kosten zu senken.

Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 ist in Österreich die Zahl der einzelnen Banken von 739 auf 570 zurückgegangen. Hier hat sich vor allem bei Raiffeisen einiges getan. So schlossen sich mehrere kleinere Raiffeisenbanken zusammen. Im gleichen Zeitraum ging allerdings die Zahl der Filialen nur um sechs Prozent zurück. Hier sieht der für die Banken zuständige Nationalbank-Vorstand, Andreas Ittner, noch einigen Spielraum, wie er am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten sagte. Von einem totalen Ausbluten des Filialnetzes könne laut Ittner keine Rede sein. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mittelständler weichen nach Deutschland aus

Posted by hkarner - 11. April 2017

43 Prozent der mittelständischen Unternehmen sagen, dass die Kreditvergabe der Banken restriktiver geworden ist, so eine Umfrage von EY. Immer mehr Firmen begeben daher Schuldscheine nach deutschem Recht.

Wien. Gibt es eine Kreditklemme, oder ist schlicht die Nachfrage der Unternehmen nach frischem Geld zu gering? Die Antwort auf diese Frage fällt sehr unterschiedlich aus – je nachdem, ob sie von einem Vertreter einer Bank oder von einem Vertreter eines Unternehmens kommt. Fakt ist, dass viele Firmen das Gefühl haben, dass die Kreditvergabe der Banken restriktiver geworden ist. In einer Umfrage der Unternehmensberatung EY sagen 43 Prozent der Befragten, dass es in den vergangenen drei Jahren schwieriger geworden ist, einen Kredit zu erhalten.

Natürlich hänge die Kreditvergabe immer sehr stark von der Bonität des Unternehmens ab, sagt Andreas Steiner-Posch von EY. „Seit Mitte 2015 gibt es wieder kräftigen Wettbewerb um jene Firmen mit guter Bonität. Diese erhalten die Kredite nun wieder relativ leicht.“ Anders jedoch die Situation bei Firmen, die vielleicht nicht ganz so gut dastehen. Diese hätten oft ordentliche Probleme, Investitionen mit Fremdkapital zu finanzieren. „Und dabei trifft es auch Unternehmen, die es eigentlich nicht treffen sollte“, so Steiner-Posch. Den Rest des Beitrags lesen »

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Freihandel: IWF gesteht Nachteile ein

Posted by hkarner - 10. April 2017

Die Organisationen IWF, WTO und Weltbank nehmen die Verlierer der Globalisierung unter die Lupe. Ihr Vorschlag: Die Staaten müssen diesen Menschen mehr helfen – mit Geld.

Wien/Berlin. Mehr Handel, weniger Schranken, steigende Produktivität und höheres Wachstum. Das war, vereinfacht gesagt, das Wirtschaftskonzept der vergangenen Jahrzehnte. Und zwar weltweit. Aber angesichts des wachsenden Unmuts, den sich linke Globalisierungskritiker und rechte Populisten zu Nutze machen, werden die Vertreter von Internationalem Währungsfonds (IWF), Weltbank und Welthandelsorganisation (WTO) langsam nervös.

Es sei nun Aufgabe der Regierungen, Bürgern und Arbeitern zu helfen, die von der Globalisierung nicht direkt profitieren würden, hieß es am Montag bei der Präsentation des globalen Wirtschaftsberichts der drei multilateralen Organisationen: „Der Handel mit seiner Bedeutung für die Weltwirtschaft steht vor einer entscheidenden Weichenstellung.“  Den Rest des Beitrags lesen »

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„Trump ist der sonderbarste Präsident, den wir je hatten“

Posted by hkarner - 7. April 2017

US-Ökonom Jeffrey Sachs war zu Gast im Kreisky-Forum in Wien. Für Trumps Erfolg macht er ökonomische Ursachen verantwortlich.

„Wir leben in einer sehr seltsamen Zeit“, ist US-Ökonom Jeffrey Sachs überzeugt. Nur im Zeitalter der Massenmedien sei es möglich, dass ein Showman wie Donald Trump US-Präsident habe werden können, konstatierte Sachs bei einer Veranstaltung des Kreisky-Forums am Donnerstagabend in Wien. „Wir haben den sonderbarsten Präsidenten, den wir je hatten“, so Sachs.

Der Erfolg von Trump, der Brexit-Befüworter oder der Rechtspopulisten in Europa habe unterschiedliche Ursachen, allen gemeinsam seien aber ökonomische und ethnisch-kulturelle Ursachen. Trump habe seit dem Wahlkampf „fast nur mit Lügen agiert“, aber er setzte perfekt „auf den wirtschaftlichen Schmerz, den viele in Amerika spüren“, so Sachs. Außerdem habe er natürlich perfekt auf die ethnisch-nationalistische Karte gesetzt.

Vor Jahren schien es so, dass der Begriff Klasse in den hoch entwickelten Ländern verschwinden würde, mit dem Beginn der Präsidentschaft von Ronald Reagan 1981 sei in den USA aber nur mehr auf reine Marktkräfte gesetzt worden, berichtete Sachs. So sei die weiße Unterschicht, die in den 1960-er und 1970-er Jahren fast verschwunden sei, wieder neu entstanden. Alle Versuche, die soziale Ungleichheit einzugrenzen, seien stark verringert worden, „die soziale Mobilität wurde praktisch unmöglich gemacht.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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