Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Presse’

Voestalpine-Chef: USA sitzen gegenüber China auf längerem Ast

Posted by hkarner - 11. Dezember 2018

Die USA haben mehr Hebel, sagte Wolfgang Eder. Der Welthandel sei derzeit in Richtung „Merkantilismus“ unterwegs – jeder Staat mache wieder, was er will.

Das grob unkonventionelle Ausscheren des US-Präsidenten Donald Trump von den über Jahrzehnte etablierten Regeln im Welthandelssystem „führt zu massiven Veränderungen in den internationalen Handelsströmen“, stellte Wolfgang Eder, Chef des oberösterreichischen Stahlkonzerns voestalpine,  am Montag vor Journalisten fest. Die EU mache sich im internationalen Handelsstreit „kleiner und schwächer als sie ist“.

„Würde man sich international als ‚EU‘ verkaufen, wären wir der potenteste Wirtschaftspartner der Welt“, meinte Eder und kritisierte damit Vorstöße einzelner EU-Mitgliedstaaten, sich mit Trump bilateral zu arrangieren.

Die USA führten per 1. Juni 2018 einen Sonderzoll von 25 Prozent auf Stahl sowie von zehn Prozent auf Aluminium ein. In der globalen Stahlindustrie sei es dadurch bereits zu Umlenkungseffekten zulasten Europas gekommen: „Europa hat fast fünf Millionen Tonnen Stahl verloren, die USA haben 2,3 Millionen Tonnen gewonnen“, erklärte Eder und verglich dabei die heurige Entwicklung gegenüber 2017. Mittlerweile seien nicht nur Stahl und Aluminium betroffen, sondern auch landwirtschaftliche Produkte bis hin zu Diskussionen um die Autoindustrie. „Eine ganze Reihe von Staaten klagt vor der WTO (Welthandelsorganisation, Anm.), wenn ein Land einseitig versucht, den Welthandels zu dominieren“, sagte der voestalpine-Chef. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

EU: Rückschlag bei Digitalsteuer

Posted by hkarner - 5. Dezember 2018

Internetkonzerne müssen sich vorerst nicht vor einer neuen Steuer fürchten. Nationale Interessen standen einer EU-Einigung im Weg.

Brüssel. Der Plan, noch unter der österreichischen EU-Präsidentschaft eine europaweite Digitalsteuer zu fixieren, ist am Dienstag gescheitert. Ein vorbereiteter Kompromiss von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) fand keine ausreichende Zustimmung. Damit dürfen große Internetkonzerne wie Google oder Facebook vorerst aufatmen.

Für eine solche gemeinsame Steuer wäre ein einstimmiger Beschluss notwendig gewesen. Widerstand kam aus Dänemark, Schweden, Irland, Ungarn, Luxemburg, Litauen und Tschechien. Einige forderten eine globale Lösung im Rahmen der OECD statt einer Pionierleistung der EU, anderen war der Anwendungsbereich nicht ausreichend breit. Österreichs Kompromissvariante hatte vorgesehen, dass die Digitalsteuer zwar vorbereitet, aber erst 2022 umgesetzt werden soll. Bis dahin hätte auf OECD-Ebene eine globale Lösung gesucht werden können. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hatte den Löger-Vorschlag als „hervorragenden Kompromiss“ bezeichnet. Denn durch ihn hätte es eine stärkere Motivation gegeben, nach einer globalen Lösung zu suchen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Trump lässt kein gutes Haar an seinem Notenbankchef

Posted by hkarner - 29. November 2018

US-Präsident Donald Trump teilt schon seit Monaten gegen die Währungshüter aus. „Bisher bin ich mit meiner Wahl von Jay noch nicht mal ein kleines bisschen glücklich“, sagt er jetzt.

Präsident Donald Trump verstärkt den Druck auf die US-Notenbank Fed mit einer neuen Welle von Vorwürfen. In einem Zeitungsinterview bekräftigte er seine Kritik an dem von ihm selbst ins Amt gehievten Fed-Chef Jerome Powell. Trump hält diesem vor, mit Zinserhöhungen der amerikanischen Wirtschaft zu schaden. „Ich mache Deals, und ich erhalte keine Unterstützung der Fed“, sagte der Präsident der „Washington Post“. Die Notenbank mache einen Fehler. Das sage ihm sein Bauchgefühl. „Mein Bauch sagt mir manchmal mehr, als das Gehirn von jedem anderen mir sagen könnte.“

Angesichts der boomenden Wirtschaft erhöht die Fed derzeit schrittweise die Zinsen, um die Inflation in Schach zu halten. Damit will sie ihr Mandat erfüllen, Vollbeschäftigung und stabile Preise zu befördern. Sie untersteht nicht der Regierung. Powell hat angesichts der mehrfachen Attacken Trumps die Unabhängigkeit der Fed unterstrichen. Nach der jüngsten Zinsanhebung Ende September sagte er, bei geldpolitischen Entscheidungen spielten „politische Faktoren oder ähnliches“ keine Rolle. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Bawag-Nachfolge wird für die Post zum Debakel

Posted by hkarner - 28. November 2018

Nur zweieinhalb Monate nach der Bekanntgabe ist die Kooperation mit der deutschen Fintech Group schon wieder aus. Es bleibt ein Buchverlust von zehn Mio. Euro und ein schwarzer Fleck auf der Weste von Post-Chef Pölzl.

Wien. „Scheitern ist für mich keine Option.“ Nicht einmal zwei Wochen ist diese Aussage von Post-Chef Georg Pölzl her. Sie bezog sich auf die geplante Gründung eines Bank-Joint-Ventures mit der deutschen Fintech Gruppe. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass in den rund 450 Filialen auch nach der Trennung von der Bawag per Ende 2019 noch Finanzdienstleistungen angeboten werden.

Nun ist Scheitern aber doch eine Option geworden. So gab die Post am Dienstag in einem knappen Statement bekannt, dass die beiden Unternehmen den Plan des Joint-Ventures wieder fallen gelassen haben. Man verfolge allerdings weiterhin das Ziel, den Kunden in den Filialen Bankservices anzubieten. Doch auch hierzu hatte Pölzl bei seinem letzten Termin vor Journalisten eine Aussage parat: Es gebe keinen Plan B zur Zusammenarbeit mit der Fintech Gruppe.

Über die Gründe für das plötzliche Scheitern hüllt man sich sowohl bei der Post als auch der Fintech Gruppe weitgehend in Schweigen. Vorwürfe aus Deutschland, wonach die Behörden bei der Erteilung der Banklizenz zu lange brauchen würden, wurden von der FMA bereits zurückgewiesen. Es habe noch nicht einmal einen Antrag gegeben und für den Anfang hätte auch die deutsche Banklizenz gereicht.

Von Anfang an Notlösung

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Ratingagentur S&P lobt Österreichs Bankensystem

Posted by hkarner - 24. November 2018

Genau, wenn S & P das sagt! Wer bezahlt denn übrigens die Rating-Agenturen ? (hfk)

Österreichs Bankensystem werde im Falle eines Abschwunges wahrscheinlich belastbar bleiben, argumentieren die S&P-Experten. Es sei unter den stärksten weltweit.

Erfreuliche Nachrichten für das österreichische Bankensystem. Dieses ist laut der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) eines der zwölf stärksten weltweit. „Wir glauben, das ist mehr als nur ein vorübergehender Effekt des aktuellen Zyklus, sondern reflektiert eine grundsätzliche Veränderung“, heißt es im aktuellen Österreich-Bericht der Ratingsagentur am Freitag.

Österreichs Bankensystem werde im Falle eines Abschwunges wahrscheinlich belastbar bleiben, führen die S&P-Experten aus. Es habe in den letzten Jahren seine Performance verbessert. Während einige Institute aber nur von günstigen wirtschaftlichen Bedingungen profitierten, hätten andere ihre Kosten gesenkt und in Digitalisierung investiert. Das sollte ihnen helfen, robust zu bleiben, falls sich die Wirtschaftsentwicklung verlangsame. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Wirtschaftsweiser warnt: EZB könnte geldpolitische Wende zu spät einleiten

Posted by hkarner - 12. November 2018

Der deutsche Wirtschaftsweise Volker Wieland hat die Europäische Zentralbank vor einem zu langsamen Kurswechsel ihrer lockeren Geldpolitik gewarnt.

„Die EZB läuft Gefahr, die geldpolitische Wende zu spät einzuleiten“, schrieb der deutsche Wirtschaftsweise Volker Wieland in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“.

„Das heißt, die Inflation könnte schneller steigen, es könnten noch mehr riskante Kredite vergeben, unproduktive Investitionen getätigt und Ressourcen falsch eingesetzt werden.“ Risiken für die Finanzstabilität würden damit weiter zunehmen. Wieland forderte die EZB zu einer Abkehr von ihrer aktuellen Politik auf. „Die EZB könnte die Zinsen früher anheben. Außerdem müsste sie dringend erklären, wann und wie schnell sie ihre Bilanz reduziert. Sie sollte nicht auf so viel Staatsanleihen sitzen bleiben, sondern Bestände abbauen.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Italien: „Europa muss resignieren, wir machen weiter“

Posted by hkarner - 30. Oktober 2018

Nachdem die Ratingagentur S&P Italiens Bonitätsnote nicht gesenkt hat, reagieren die Märkte und die Regierung in Rom erleichtert.

Nach dem Kursverfall heimischer Staatsanleihen im Zuge des Haushaltsstreits mit der EU-Kommission in den vergangenen Wochen ist es am Montag zu einer Entschärfung der Lage auf den Finanzmärkten gekommen. Der Verzicht auf eine Senkung des italienischen Ratings durch Standard & Poor’s (S&P) gab den Anleihen des Landes Auftrieb, was von der Regierung in Rom begrüßt wurde.

„Die Märkte beginnen zu begreifen, dass Italien den richtigen Weg eingeschlagen hat und haben sich ein wenig beruhigt. Wir werden unsere Wirtschaftspolitik nicht ändern, wie sich das einige Personen in Europa erwarten. Europa muss resignieren: Wir machen weiter“, betonte Staatssekretär Giancarlo Giorgetti, „rechte Hand“ von Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini, laut Medienangaben vom Montag. S&P hatte den Ausblick von zuvor „stabil“ auf „negativ“ gesenkt, die Bonitätsnote „BBB“ aber nicht angetastet.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Wie die Besten managen

Posted by hkarner - 25. Oktober 2018

Pablo Isla von Inditex ist laut „Harvard Business Review“ der beste Firmenchef der Welt. Das Ranking der Top 100 ist aufschlussreich.

Seit Pablo Isla das Ruder übernahm, hat sich der Börsenwert von Inditex (Zara und Co.) versiebenfacht – auch wenn es in letzter Zeit nur seitwärts geht. 

Wien. Er gilt als bescheiden, fast scheu. Noch nie war er bei der Eröffnung eines Ladens, aber oft schaut er wenig später vorbei, um von den Mitarbeitern zu hören, was nicht funktioniert. Er mag keine langen Besprechungen, hält nichts von Präsentationen, aber geht viel herum. Als Dirigent sieht er sich selbst, der den richtigen Musikern zur passenden Zeit den Einsatz gibt. Aber spielen müssen diese dann selbst. Dafür sind die Hierarchien flach genug. Auch einfache Filialleiter von Zara, Bershka oder Massimo Dutti können bei ihrem Sortiment mitentscheiden.

Die Rede ist von Pablo Isla, Chef des spanischen Textilriesen Inditex – und der beste Topmanager der Welt. Im wohl anerkanntesten einschlägigen Ranking, dem der „Harvard Business Review“, hat der 54-Jährige nun zum zweiten Mal in Folge die Goldmedaille geholt. Das Ranking ist deshalb viel beachtet, weil es die langfristige Leistung der Manager bewertet, ohne auf Gehalt oder Quartalszahlen zu schielen. Ausgesucht wird aus den 1200 größten börsenotierten Unternehmen weltweit (sie machen 70 Prozent des Aktienkapitals aus). Bei der finanziellen Performance wird das Glück herausgerechnet, dass eine Firma in einem boomenden Land (wie den USA) oder einer florierenden Branche (etwa als

Prügel für Amazon-Gründer Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Italiens Banken in Bedrängnis

Posted by hkarner - 22. Oktober 2018

Roms Schuldenmisere bedroht den Finanzsektor des Landes. Erste Regierungsvertreter erkennen den Ernst der Lage und fordern mehr Verantwortungsbewusstsein ein.

Mit der schlechteren Bonitätsnote dürfte es für die Regierung noch teurer werden sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu leihen. 

Wien/Rom. Der Haushaltskurs der populistischen Regierung in Rom stößt auch innerhalb des Landes auf Kritik. Zwar hält eine Mehrheit der Bevölkerung die geplante Neuverschuldung für tragbar, doch bei den italienischen Banken rumort es bereits kräftig. Am heutigen Montag läuft eine Frist der EU-Kommission ab, auf die Kritik der Brüsseler Behörde an der geplanten Ausweitung der Neuverschuldung zu antworten. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte schlug am Wochenende zwar versöhnlichere Töne an: Es werde einen „konstruktiven Dialog“ geben, ein Euro-Austritt sei nicht geplant. In der Sache blieben die Italiener aber stur: Man halte weiter an der Verdreifachung des geplanten Defizits fest. Aber immerhin wolle sich die Regierung Mühe geben, die Haushaltspläne besser zu erklären.

Doch nicht alle in der Koalition sehen die Lage so entspannt. Giancarlo Giorgetti, Sekretär des Ministerrates im Kabinett Conte, warnte am Sonntag, dass die steigenden Zinsen, die Italien seinen Anleihegläubigern bieten müsse, Spannungen im Finanzsystem erhöhen würden. „Das ist ein Risiko für die Banken, das wir nicht ignorieren können“, sagte der Lega-Politiker im Interview mit „Il Messaggero“. Italiens Banken zählen zu den größten Gläubigern der Regierung in Rom. Zugleich sitzen sie auch noch auf 260 Milliarden Euro an faulen Krediten aus der letzten Finanzkrise. Etliche Institute könnten Refinanzierung benötigen, wenn sich die Lage weiter verschärfe, sagte Giorgetti. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Mit diesen radikalen Forderungen will der Club of Rome die Wirtschaft verändern

Posted by hkarner - 18. Oktober 2018

Die reichsten zehn Prozent der Erde zusammen dürften nicht mehr als 40 Prozent des Weltvermögens besitzen, sagen Ökonomen.

Nur eine radikale Transformation der Weltwirtschaft in den kommenden Jahrzehnten kann Wohlstand und das Überleben des Planeten in Einklang bringen. Zu dieser Erkenntnis kommt die Organisation Club of Rome, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzt und am Mittwoch ihr 50-jähriges Bestehen in der italienischen Hauptstadt feiert.

Nur ein Szenario verspricht wirklichen Erfolg für „die Ziele der Menschheit und den Planeten“, erklärte Per Espen Stoknes von der Norwegian Business School, die an dem Bericht beteiligt war. Dafür seien fünf Bedingungen erforderlich:

1. Radikale Energiewende

Es sei etwa nötig, ab 2020 in jedem Jahrzehnt den Ausstoß fossiler Brennstoffe zu halbieren.

2. Nachhaltige Lebensmittelproduktion

Eine nachhaltigere Landwirtschaft sei zwingend notwendig, damit 2050 schätzungsweise zehn Milliarden Menschen ernährt werden könnten.

3. Abbau von Ungleichheit durch faire globale Steuersysteme Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »