Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Presse’

Barrosos Tätigkeit für Goldman Sachs: „Ein Skandal, der Folgen haben muss“

Posted by hkarner - 21. Februar 2018

Der ehemalige EU-Kommissionschef José Manuel Barroso wollte bei Goldman Sachs eigentlich nur beraten. Nun wurde er bei einem Treffen mit Vizekommissionschef Katainen ertappt. Aktivisten legten Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Wien/Brüssel. Am 25. Oktober haben sich ein ehemaliger EU-Kommissionschef und ein amtierender EU-Vizekommissionschef in einem Hotel in Brüssel zu einem Vier-Augen-Gespräch getroffen. Das wäre noch keine Nachricht wert, wenn José Manuel Barroso mittlerweile nicht für eine US-Investmentbank namens Goldman Sachs arbeiten würde. Die Optik wird auch nicht unbedingt besser, wenn man weiß, dass das Treffen erst in das Online-Lobbyregister der Kommission eingetragen wurde, nachdem das Online-Portal „Politico“ davon erfuhr. Hinzu kommt, dass Barroso 2016 vor einem EU-Ethik-Komitee erklärte, nicht als Lobbyist, sondern lediglich als Berater – etwa in Sachen Brexit – für Goldman Sachs tätig zu sein.

Die Vereinigung Alter-EU, die sich kritisch mit Lobbying beschäftigt, wollte es genauer wissen und fragte bei Vizekommissionschef Jyrki Katainen nach. Dieser erklärte nun in einem Brief: „Herr Barroso und ich waren die einzigen Teilnehmer des Treffens, in dem wir vor allem über Handels- und Verteidigungsangelegenheiten gesprochen haben.“ Zugleich rechtfertigt sich Katainen, dass man seit Barrosos Wechsel zu Goldman Sachs vor eineinhalb Jahren „nicht die Gelegenheit für ein weiteres Treffen gehabt“ habe.

Auch ein Treffen reichte dem Netzwerk Alter-EU aus, um Beschwerde bei der EU-Kommission einzureichen: „Ex-Kommissionspräsident Barroso hat sein für die Genehmigung des Seitenwechsels zentrales Versprechen gebrochen. Damit ist das Urteil des Ethik-Komitees der EU-Kommission hinfällig.“ Das Treffen sei „ein Skandal, der Folgen haben muss“, schreibt, Attac Österreich, Mitglied von Alter-EU, in einer Aussendung. Barroso nutze seine privilegierte Stellung aus. Niemand außerhalb der Institution verfüge „über mehr Insider-Know-how, Kontakte und anhaltenden Einfluss als ein ehemaliger Kommissionspräsident.“ Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte am Dienstag dazu, dass alle Vorschriften eingehalten worden seien. Den Rest des Beitrags lesen »

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Geldwaschmaschine Lettland: Was hinter den Affären steckt

Posted by hkarner - 19. Februar 2018

Ein Notenbankgouverneur unter Korruptionsverdacht, ein Geldhaus wegen Sanktionsbruch unter Quarantäne: Was ist da los in Riga?

Wien/Riga. Das hat es noch nie gegeben: Ein amtierender Gouverneur einer Notenbank der Eurozone wird festgenommen, weil man ihn der Korruption verdächtigt. So geschehen am Wochenende in Lettland. Am Montag meldeten die Ermittler: Ilmārs Rimšēvičs soll mindestens 100.000 Euro an Schmiergeld gefordert haben. Nach Zahlung einer Kaution in gleicher Höhe setzte man den dienstältesten Notenbankchef des Währungsraums vorerst wieder auf freien Fuß. Er beteuert seine Unschuld – und will nicht weichen. Dabei hatten der Premier und mehrere Minister den 52-Jährigen zum Rücktritt gedrängt, um den Imageschaden für den baltischen Kleinstaat zu begrenzen. Aber so ist das eben mit der Unabhängigkeit der Geldpolitik: Ihre Protagonisten wird man nicht so leicht los. Den Rest des Beitrags lesen »

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Subventionen für Börsengänge gefordert

Posted by hkarner - 14. Februar 2018

Wie kann man die Lust der Unternehmen auf Börsengänge steigern, und wie die Lust der Österreicher auf Aktien? Am Mittwoch wurden Ideen präsentiert.

Nur zwei Prozent der Österreicher ließen sich überzeugen, Aktien zu erwerben, würden sich Politiker klar zu Aktienkäufen bekennen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von Aktienforum und Industriellenvereinigung (IV). Trotzdem sehen beide in der ÖVP-FPÖ-Regierung jetzt Rückendeckung für Aktien und Kapitalmarkt. Es gibt konkrete Forderungen – darunter: Geld, das die Lust auf Börsengänge steigern sollte.

Demnach sollten, so Aktienforums-Chef Robert Ottel, die Kosten der Vorbereitung eines Börsengangs (IPO) steuerlich abgefedert werden. Was das konkret hieße, wurde am Mittwoch nicht erläutert. Neben der bereits existierenden Absetzbarkeit sollten aber IPO-Kosten „steuerlich oder durch Förderungen unterfüttert werden“, so Ottel bei einer Pressekonferenz mit Industriellen-Chef Christoph Neumayer in Wien.

Zudem sollte die Spekulationsfrist (Behaltefrist für Aktien) wieder eingeführt und die „diskriminierende“ Erhöhung der Kapitalertragsteuer (KESt) von 2016 von zuvor 25 auf 27,5 Prozent auf Dividenden revidiert werden, so die Forderung von Industriellenvereinigung und Aktienforum. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fed-Chefin wechselt zur Denkfabrik Brookings

Posted by hkarner - 4. Februar 2018

Janet Yellen, immerhin 71 Jahre alt, wird nach ihrem Abschied von der US-Notenbank ins Brookings-Institut wechseln. Für ihre Bilanz bekommt sie großes Lob.

Die scheidende Chefin der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, will künftig für den angesehenen Washingtoner Thinktank Brookings arbeiten. Das kündigte Yellen am Freitag auf der Webseite des Institutes an. An der Spitze der Notenbank verbrachte Yellen (71) am Freitag ihren letzten Arbeitstag. Auf Vorschlag von Präsident Donald Trump übernimmt am Montag der neue Notenbankchef Jerome Powell.

„Wir bei Brookings sind sehr froh, dass sie sich unserem Team anschließt“, schreibt der Direktor des Hutchins Center für Fiskal- und Geldpolitik am Brookings-Institut auf dessen Internetseite. „Ihre Bilanz sieht verdammt gut aus“, heißt es in dem Text weiter. Yellen habe es geschafft, die Zinsen moderat zu erhöhen, mit dem Abbau der Bilanz der Notenbank schrittweise zu beginnen – ohne die Finanzmärkte durcheinanderzuwirbeln oder die Erholung der Wirtschaft abzuwürgen.

Das große Geld kommt nach dem Job Den Rest des Beitrags lesen »

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Denkfabriken: Österreich top

Posted by hkarner - 2. Februar 2018

Österreich mit 68 Thinktanks weltweit auf Platz 17.

Berlin. Meinungsbildende Expertengruppen, Thinktanks genannt, beeinflussen mit ihrem Wissen weltweit Wirtschaft und Politik. Die University of Pennsylvania hat 7815 solche Denkfabriken erfasst und ein Ranking erstellt. International führend ist demnach das US-Institut Brookings. Von der Anzahl der Thinktanks her liegt Österreich im internationalen Vergleich als kleines Land sehr weit vorn: Mit 68 Denkfabriken rangiert Österreich an 17. Stelle. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kreditvergabe durch Nichtbanken steigt

Posted by hkarner - 31. Januar 2018

Krise und neue Regulierungen haben Banken vorsichtiger gemacht. Jetzt boomt das Geschäft für Direct Lending Fonds. Vor allem KMUs profitieren. Aber in Österreich wird diese neue Geldquelle bisher kaum angezapft.

Wien.20 Prozent Wachstum pro Jahr: Das können nicht viele Sektoren vorweisen. Die Kreditvergabe durch Nichtbanken steigt aber tatsächlich so rasant. Das ist das Ergebnis einer Studie von Deloitte zum Direct Lending Sektor, die der „Presse“ exklusiv vorliegt.

Beim Direct Lending geht es um Unternehmenskredite, die nicht von Banken kommen. Sie werden oft für risikoreichere Deals und Investments eingesetzt. Die Fonds erhalten im Gegenzug höhere Zinsen, als Banken verlangen würden. Insgesamt verwalten derartige Fonds aktuell Gelder in Höhe von rund 600 Mrd. Dollar. 

Die meisten dieser Deals kommen in den USA und Großbritannien zustande. Kontinentaleuropa hinkt hinterher, holt aber auf. So haben Kreditfonds in Europa (inklusive UK) in den ersten drei Quartalen 2017 rund 14,7 Mrd. an neuen Geldern aufgenommen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutsche Bank in der Dauerkrise

Posted by hkarner - 29. Januar 2018

Banken. Deutschlands größte Bank hat 2017 zum dritten Mal in Folge rote Zahlen geschrieben. Gelingt keine Trendwende, hält Großaktionär Union Investment eine Zerschlagung für möglich.

Wien. Als Großaktionär der Deutschen Bank hat die Fondsgesellschaft Union Investment wenig Grund zu Freude. „Die Deutsche Bank ist für uns keine Krisenbank“, tönte sie noch im Oktober 2016. Mittlerweile klingen die Wortmeldungen doch recht anders: „Bis jetzt haben wir noch keine Anzeichen dafür, dass die Strategie der Deutschen Bank funktioniert und langfristig profitabel ist“, sagte Fondsmanager Ingo Speich Anfang Jänner 2018. Da hatte die größte Bank Deutschlands bekannt geben müssen, dass sie auch 2017 rote Zahlen geschrieben hat. Kommenden Freitag wird Institutschef John Cryan Bilanz legen – und Fondsmanager Speich stellt ihm gleich einmal die Rute ins Fenster: „Falls in ein paar Jahren die Erträge noch immer nicht sprudeln, könnte auch das heute noch Undenkbare eintreten: die Zerschlagung der Bank und Verschmelzung mit anderen europäischen Großbanken“, warnt Speich im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“.

Da klingt es fast wie Hohn, dass der Fondsmanager dem Deutsche-Bank-Chef gleichzeitig den Rücken stärkt: „Cryan muss bleiben, bis die Sanierung abgeschlossen ist“, sagt Speich.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Kurzes Gastspiel: Chefökonom der Weltbank zieht sich zurück

Posted by hkarner - 25. Januar 2018

Nach vielen Auseinandersetzungen gab der Ökonom Paul Romer gestern seinen Rücktritt bekannt.

Das Gastspiel von Paul Romer als Chefökonom der Weltbank war nicht von langer Dauer. Nach nur 16 Monaten habe sich der 62-jährige entschieden, sich zurückzuziehen. Das gab Weltbankchef Jim Yong Kim am Mittwoch in einer Mitteilung an die Belegschaft bekannt.

Überraschend ist dieser Schritt nicht, nachdem es schon seit einigen Monaten Schwierigkeiten mit Romer gegeben hatte. Im Mai musste er die Aufsicht über die Development Economics Group abgeben. Wissenschaftler hatten sich nämlich über seinen eigenwilligen Führungsstil empört.
Die Kluft zu seinen Kollegen wurde immer größer, nachdem sich Romer regelmäßig über sie beschwerte. Sie würden nicht im Sinne der Weltbank, sondern im eigenen Interesse agieren, so sein Vorwurf. Das tat dem Arbeitsklima nicht gut. In den vergangenen Monaten arbeitet Romer abseits der Forschungsabteilung.

Sein Abgang scheint also für alle Beteiligten eine Erleichterung zu sein. Künftig will Paul Romer wieder als Professor an der Stern School of Business an der New Yorker Universität arbeiten.

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Sind Trumps Strafzölle auf Solaranlagen ein Schuss nach hinten?

Posted by hkarner - 25. Januar 2018

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben mit den neuen Strafzöllen auf Solaranlagen Arbeitsplätze in den USA retten – und könnte doch genau das Gegenteil erreichen.

Die US-Solarbranche rechnet damit, dass wegen der neuen Strafzölle auf Solaranlagen allein in diesem Jahr 23.000 Arbeitsplätze wegfallen, fast jeder zehnte Job in dem Bereich. Denn was den Herstellern der Solarpanels nutzen soll, schadet den Installateuren der Anlagen massiv. Sie rechnen mit Umsatzrückgängen, weil sich wegen der höheren Preise für die Panels weniger Investoren für eine neue Solaranlage entscheiden. „Wir sind deswegen mit dieser Entscheidung überhaupt nicht glücklich“, sagte Abigail Ross Hopper, Präsidentin des US-Solarenergieverbands.

Die Branche geht davon aus, dass wegen der Zölle allein in diesem Jahr fast ein Fünftel weniger Solaranlagen installiert werden dürften. Die Analysten von Wood Mackenzie bezifferten den Rückgang für die kommenden fünf Jahre auf zehn bis 15 Prozent. Pavel Molchanov von Raymond James schätzt den Preisanstieg für Anlagen auf Wohnhäusern auf drei Prozent, für gewerbliche Anlagen auf zehn Prozent. Der republikanische Senator John McCain aus Arizona, wo besonders viel Solarstrom produziert wird, sprach daher von einer „Steuer für die Verbraucher“.

Kaum Produktion in den USA Den Rest des Beitrags lesen »

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„Deutschlands goldenes Jahrzehnt wird in den 2020ern enden“

Posted by hkarner - 23. Januar 2018

Die gute Konjunktur verdecke den Blick auf die verdeckten strukturellen Probleme in der deutschen Wirtschaft, sagen Ökonomen. Und die öffentliche Verwaltung sei zu behäbig.

Auf den ersten Blick sieht die deutsche Wirtschaftslage rosig aus. Daten vom Arbeitsmarkt, Einkaufsmanagerindizes und eine lockere Geldpolitik der EZB schaffen die Voraussetzungen für anhaltende Zuversicht. Aber es gibt Risiken, die der Feststimmung, wie ifo-Chef Clemens Fuest im Dezember die Lage umschrieb, ein jähes Ende bereiten könnten.

Noch sei die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit für Investoren kein Thema, sagt Maximilian Kunkel, Chef-Anlagestratege Wealth Management UBS Deutschland und verweist auf den derzeitigen global synchronisierten konjunkturellen Aufschwung. Aber der Aufschwung sei zyklisch und nicht strukturell. Strukturelle Reformen in Deutschland seien unbedingt notwendig, sowie Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Forschung. Deutschland ist in puncto Standortqualität international bereits zurückgefallen, zeigt der „Doing-Business-Bericht“ der Weltbank vom vergangenen Herbst.

„Erfolg macht behäbig“ Den Rest des Beitrags lesen »

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