Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Mahrer sucht „radikale Ideen“

Posted by hkarner - 12. April 2019

WKO-Präsident Mahrer will die Forschungsprämie für Mittelständler zugängig machen und Start-up-Investoren steuerlich entlasten.

Wien. Dramatische Musik, Donnerknallen aus dem Lautsprecher, Wirtschaftszahlen flimmern über den Schirm: China, USA, Indien. Alles steigt. Nur Österreich nicht. Da bleibt die Kurve flach, wie das EKG eines sterbenden Patienten. So dramatisch präsentierte die Wirtschaftskammer am Mittwoch ihre neue Innovationsstrategie für Österreich. „Die globalen Entwicklungen sind quasi festgeschrieben“, sagte Kammer-Präsident Harald Mahrer: „Die Wirtschaftsmacht wird sich verschieben. Nach Asien. Aber wir haben die Möglichkeit, uns als extrem innovativer Standort zu positionieren.“

Die neue Strategie der WKO beinhaltet den Aufbau eines „Innovationsradars“. Ein Netzwerk, in dem sich große Konzerne und KMU gleichermaßen zu Innovationen informieren und austauschen können sollen. Zudem soll die Forschungsprämie, welche derzeit bei 14 Prozent liegt, erhalten bleiben – aber besser für kleine und mittelständische Unternehmen zugänglich gemacht werden, sagte Mahrer. Wie heuer Anfang Februar bekannt wurde, geht die Forschungsprämie in Österreich derzeit zu fast 90 Prozent an Großkonzerne.

Wichtig sei auch das Thema Finanzierung. Er sprach sich für einen Beteiligungsfreibetrag für Start-up-Investoren aus. „Hier unterstütze ich die Wirtschaftsministerin voll“, sagte Mahrer. Dies wäre ein Anreiz, um mehr Risikokapital für die Start-up-Branche nach Österreich zu bringen. Wie hoch der Freibetrag sein soll, sagte Mahrer nicht. Von der Jungen Wirtschaft (JW) wurde aber im Jänner ein über fünf Jahre verteilt absetzbarer Freibetrag von 100.000 Euro vorgeschlagen.

„Innovationszonen“ in Salzburg?

Und Mahrer geht noch weiter: Er wünscht sich den Aufbau eines oder mehrerer Fonds, die „radikale Innovation“ und „radikale Ideen“ unterstützen sollen. Dabei solle es um „mutige Experimente“ von Unternehmern gehen. Solch ein Fonds müsste aber aus der Privatwirtschaft kommen, so der Kammer-Chef. Der Staat könne aber die Rahmenbedingungen schaffen. „All das wird nicht funktionieren, ohne dass wir intensiv in Menschen investieren. Das ist die magische Formel. Wir müssen in Bildung investieren, damit die Menschen auf neue, vielleicht radikale Ideen kommen.“

Um die Bedingungen für Unternehmen zu verbessern, will die WKO „Innovationszonen“ einführen. So sollen sich bestimmte Regionen auf einen Innovationszweig konzentrieren und damit zu Hotspots entwickeln. So wäre Salzburg an einer Tourismus-Innovationszone interessiert, führte Mahrer als Beispiel an. Für diese Zonen könnten dann auch gesonderte, „innovationsfreundliche Regulatorien“ gelten, heißt es in dem schriftlichen Papier zur Strategie. (jil/ag.)

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Bei der Prognose von Rezessionen sind Ökonomen schlecht

Posted by hkarner - 3. April 2019

Wir nicht! (hfk)

Studien. Der Aktienmarkt deutet eine Rezession zuverlässiger an, als Ökonomen das tun. Dass Profis so danebenliegen, hat interessante Gründe.

London/Wien. Im Jahr 1966, vier Jahre, bevor er den Nobelpreis für Ökonomie erhielt, scherzte Paul Samuelson, dass Rückgänge der US-Aktienkurse sogar neun Rezessionen im Land richtig vorhergesagt hätten – obwohl letztlich nur fünf eingetreten sind. Investoren würden eben zur Panik neigen.

Die Vertreter seines Berufsstandes würden dennoch alles für eine solche Treffsicherheit geben. In Wirklichkeit nämlich haben diejenigen, die dafür bezahlt werden, Wendepunkte im Konjunkturzyklus auszurufen, eine traurige Erfolgsbilanz. Dies zeigt eine Untersuchung just zum jetzigen Zeitpunkt, da das Rezessionsgespenst wieder umhergeht: Im Gegensatz zum Aktienmarkt ist bei den professionellen Auguren die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie Rezessionen verpassen, als welche zu prognostizieren, die nie eintreten. Der Tiefpunkt war natürlich das allgemeine Versagen, die große Rezession Amerikas zu prognostizieren, die im Dezember 2007 begann – neun Monate vor der Insolvenz von Lehman Brothers.

Schwache Bilanz des IWF Den Rest des Beitrags lesen »

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Zinsen: Draghi kann länger warten

Posted by hkarner - 29. März 2019

Die Zinswende könne hinausgeschoben werden, sagt EZB-Chef Draghi. Er deutet Mittel an, um die Belastung für die Banken zu mildern.

Frankfurt. Die EZB will die Zinswende bei einer stärkeren Konjunktureintrübung notfalls länger hinausschieben. Die Euro-Hüter würden sicherstellen, dass die Geldpolitik die Wirtschaft weiter unterstütze, indem sie den Zinsausblick anpassen, sagte EZB-Chef Mario Draghi am Mittwoch auf einer Notenbank-Konferenz in Frankfurt. „Wir haben keinen Mangel an Instrumenten, um unser Mandat zu erfüllen.“

Eine erneute Verschiebung der Zinswende würde gerade die Banken treffen. Sie klagen seit Längerem, dass die anhaltend tiefen Sätze an den Gewinnen zehren. Besonders die Negativzinsen sind vielen ein Dorn im Auge. Die Institute müssen seit einigen Jahren Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Liquidität bei der Notenbank parken: Der Einlagensatz steht seit März 2016 bei minus 0,4 Prozent. Falls notwendig, werde die EZB prüfen, wie mögliche Nebenwirkungen abgemildert werden könnten. Die Ertragsschwäche von Banken sei aber keine unvermeidbare Folge der Negativzinsen. Vor allem im Norden der Eurozone hatten sich Institute für einen gestaffelten Einlagensatz ausgesprochen – Draghis Kommentar wurde an der Börse als eine Überlegung in diese Richtung gewertet. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rochaden im Raiffeisen-Bankenbereich

Posted by hkarner - 7. März 2019

Im Management der Kathrein Privatbank und der Raiffeisen Centrobank kommt zu Veränderungen.

Neubesetzungen im Raiffeisen-Bankenbereich: Wilhelm Celeda, bisher RCB-Vorstandschef, wird mit 1. Mai neuer CEO der RBI-eigenen Kathrein Privatbank. Ebenfalls mit 1. Mai avanciert RBI-Bereichsleiter Harald Kröger zum CEO der Raiffeisen Centrobank (RCB). Das teilte die Raiffeisen Bank International (RBI) am Mittwoch mit. Den Rest des Beitrags lesen »

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Löst China die nächste Finanzkrise aus?

Posted by hkarner - 19. Februar 2019

China versucht, Entwicklungsländer und deren Rohstoffquellen durch forcierte Kreditvergaben unter seinen Einfluss zu bekommen. Der IWF fürchtet, dass intransparente Kreditvergabe Schwellenländer in Zahlungsnot bringt.

In vielen Entwicklungsländern hätte die Verschuldung ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht, meinte Lagarde – und forderte China auf, dem sogenannten Pariser Club beizutreten. 

München/Wien. Der chinesische Scheckbuchimperialismus, mit dem Peking seinen politischen Einfluss vor allem in Afrika und Osteuropa, aber auch in Südamerika rasant ausbaut, macht nun offenbar auch den Internationalen Währungsfonds (IWF) nervös: Dessen Chefin, Christine Lagarde, hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende vor einer neuen, von den Schwellenländern ausgehenden Finanzkrise gewarnt, deren Auslöser die intransparente Kreditvergabe durch China sein werde.

In vielen Entwicklungsländern hätte die Verschuldung ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht, meinte Lagarde – und forderte China auf, dem sogenannten Pariser Club beizutreten. Das ist ein informelles Gremium, das Transparenzregeln für die Vergabe staatlicher Kredite festlegt und im Fall der Uneinbringlichkeit solcher Kredite tätig wird. Den Rest des Beitrags lesen »

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Konjunktur: Die Party in Europa ist vorbei

Posted by hkarner - 8. Februar 2019

Brüssel stutzt die Wachstumsaussichten für die EU zusammen. Italien schrammt knapp an der Rezession vorbei.

Brüssel/Frankfurt. Seit Wochen warnen Wirtschaftsforscher und Unternehmer mehr oder weniger verklausuliert vor einem Einbruch der Konjunktur in Europa. Mit dem gestrigen Donnerstag sind auch die letzten Zweifel beseitigt: Unabhängig voneinander erklärten die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission den simultanen Aufschwung der vergangenen Jahre für beendet. Und dieses Ende fällt deutlich abrupter aus als gedacht.

Im Detail unterscheiden sich die beiden Prognosen dann doch voneinander. So betonen die Währungshüter in Frankfurt, dass es mit dem Wirtschaftswachstum in der Eurozone in erster Linie kurzfristig bergab gehen werde. Darin versteckt sich auch die Botschaft, dass es – zumindest unter EZB-Präsident Mario Draghi – wohl keine nennenswerte Zinserhöhung geben wird.

Die EU-Kommission malt die Zukunftsaussichten des größten Wirtschaftsraumes der Welt in ihrer Winterprognose noch schwärzer als die Zentralbanker. Im kommenden Jahr werde die Eurozone nur noch um 1,3 Prozent wachsen. Das sind 0,6 Prozentpunkte weniger, als Brüssel im Herbst für 2019 in Aussicht gestellt hatte. Fast alle Länder müssen Einbußen hinnehmen. Italien kratzt gar an der Rezession. Alle Mitgliedstaaten (inkl. Großbritannien) werden heuer um 1,5 statt 1,9 Prozent wachsen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Hausbank ist den Österreichern nicht mehr so wichtig

Posted by hkarner - 5. Februar 2019

Bei mehr als einer Bank Kunde zu sein, war früher fast unvorstellbar. Heute ist es anders.

Von der Wiege bis zur Bahre – die Hausbank begleitete die meisten Österreicher stets ein Leben lang. Doch ist die Loyalität der Kunden in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.
Demnach haben bereits 78 Prozent ein Konto bei mindestens zwei verschiedenen Banken. Ein Fünftel besitzt sogar Konten bei mehr als vier Finanzinstituten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung des Wirtschaftsprüfers EY („Global Consumer Banking Survey 2018“) hervor.

Das Vertrauen in die Hausbank sinkt zudem allmählich. Nur noch 39 Prozent sprachen „ihrem“ Institut volles Vertrauen aus, vier Jahre zuvor waren es immerhin noch 42 Prozent. Der Schutz persönlicher und finanzieller Daten ist für die Hälfte das wichtigste Argument. Dass das Geld bei ihrer Bank sicher ist, war für 48 Prozent ausschlaggebend. Die individualisierte Beratung als vertrauensbildende Maßnahme spielte hingegen nur für fast ein Viertel eine Rolle.

Schon heute verzichtet mehr als die Hälfte der Befragten auf den persönlichen Kontakt zu einem Bankberater, wenn der Online-Auftritt des Instituts stimmt. Allerdings würde nur ein Drittel aufgrund eines besseren digitalen Angebots den Anbieter wechseln. Unter Jugendlichen ist die Hemmschwelle da schon geringer. Für 50 Prozent der 18-34-jährigen ist eine „gute digitale Erfahrung“ der Hauptgrund für einen Wechsel des Finanzdienstleisters. Die Hälfte fühlt sich bei einer Online-Bank wohler, als früher.

Digital und Stationär wichtig  Den Rest des Beitrags lesen »

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„Redliche“ Unternehmer sollen schneller schuldenfrei sein

Posted by hkarner - 5. Februar 2019

Gescheiterte Unternehmer sollen mit einer EU-Richtlinie schneller eine zweite Chance bekommen. Auch indem sie sich binnen drei Jahren entschulden können. Die Dauer des Privatkonkurses könnte auch für Konsumschuldner gesenkt werden. Gläubigerschützer sehen das kritisch.

Wien. Es gibt diesen Sager, dass es die Österreicher nicht so mit dem Scheitern haben. Gern wird dabei der Vergleich mit den USA gezogen, wo es angeblich zum guten Ton gehört, als Unternehmer schon einmal Schiffbruch erlitten zu haben. Aktuell nimmt eine EU-Richtlinie Gestalt an, die das unternehmerische Scheitern gesellschaftsfähiger machen soll. Nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ein bankrotter Unternehmer soll die Möglichkeit bekommen, sich „innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Jahren vollständig zu entschulden“, heißt es in dem EU-Papier. Auch dann, wenn er mit seinem Privatvermögen haftet und deshalb Privatkonkurs anmelden muss.

In Österreich meldeten voriges Jahr 10.024 Menschen einen Privatkonkurs an. „Rund ein Viertel davon waren Unternehmer“, sagt Clemens Mitterlehner, Geschäftsführer der Schuldnerberatungen in Österreich. Sie haben in der Regel höhere Schulden angehäuft als Private, die in die Pleite schlittern: Aus den 118.030 Euro, mit denen Ex-Selbstständige durchschnittlich verschuldet sind, sind die echten Extrembeträge schon herausgerechnet. Im Schnitt landen Menschen mit 64.000 Euro Schulden im Privatkonkurs.

Auch fürVerbraucher  Den Rest des Beitrags lesen »

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Ex-Notenbank-Präsident Raidl warnt vor Postenschacher in der Nationalbank

Posted by hkarner - 21. Januar 2019

Claus Raidl mischt sich in das personelle Tauziehen bei der Nationalbank ein. Einen der beiden FPÖ-Kandidaten für das Direktorium nennt er eklatant ungeeignet für den Posten.

Im türkis-blauen Tauziehen um Einfluss in der Nationalbank warnt der ÖVP-nahe frühere Notenbank-Präsident Claus Raidl nun vor Postenschacher. 

Im türkis-blauen Tauziehen um Einfluss in der Nationalbank warnt der ÖVP-nahe frühere Notenbank-Präsident Claus Raidl nun vor Postenschacher. Im „profil“ bezeichnet Raidl einen der beiden FPÖ-Kandidaten für das Direktorium, den Wiener Landtagsabgeordneten Eduard Schock, als eklatant ungeeignet für den Posten.

ÖVP und FPÖ wollen sich das Direktorium der Nationalbank aufteilen: beide Koalitionsparteien sollen je zwei Mitglieder nominieren. Während Raidl den von der FPÖ als Nationalbank-Gouverneuer ins Rennen geschickten früheren Weltbank-Direktor Robert Holzmann als gute Entscheidung lobt, weicht der Lebenslauf des Wiener Kommunalpolitikers Schock aber eklatant von den Ausschreibungsbedingungen ab, wie der frühere Nationalbank-Präsident meint.

„Wird als parteipolitische Entscheidung gesehen werden“ Den Rest des Beitrags lesen »

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„Idiotie, den Faktor Arbeit zu belasten, weil es keine Erbschaftssteuern gibt“

Posted by hkarner - 15. Januar 2019

Der ehemalige Wifo-Chef Karl Aiginger tritt mit seiner „Querdenkerplattform: Wien – Europa“ für eine Senkung der Abgabenquote in der EU ein.

Ökonom Karl Aiginger: „Eine Erbschaftssteuer, die sich nach den letzten 20 Steuererklärungen bemisst, würde dazu führen, dass nur jemand zahlt, der hohe Einkommen hat“

14.01.2019 um 12:40, diepresse.com

Der Gründer und Chef der „Querdenkerplattform: Wien – Europa“, Karl Aiginger, ist am Montag auf die Zukunft Europas im „doppelten Wahljahr 2019“ eingegangen. Schließlich werde heuer nicht nur ein neues EU-Parlament gewählt, sondern auch eine Strategie für die Zukunft Europas, so der Wirtschaftsprofessor vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Dabei ergebe sich für Österreich „eine interessante Situation, weil eine populistische Partei in der Regierung sitzt und der Kanzler ein ‚rising Star‘ in Europa ist“.

Die EU könne aus einer Krise heraus jedenfalls stärker werden, sagt Aiginger. Die Umbruchstimmung gehöre von der EU genutzt, um intern mehr Gleichheit zu schaffen. Unter anderem tritt er dafür ein, die Abgabenquote senken. Hierbei sei es prinzipiell „eine Idiotie, den Faktor Arbeit zu belasten, weil es keine Erbschaftssteuern gibt – ein glatter Wahnsinn“. Europa könne eine klar definierte Bemessungsgrundlage in Form einer Richtlinie fixieren: „Eine Erbschaftssteuer, die sich nach den letzten 20 Steuererklärungen bemisst, würde dazu führen, dass nur jemand zahlt, der hohe Einkommen hat“, sagte Aiginger. Den Rest des Beitrags lesen »

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