Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Razzia bei Bitcoin-Firma in Tirol

Posted by hkarner - 18. April 2018

 Die Kryptowährung Bitcoin wird von Computern erzeugt. Bei Optioment wurden Anlegern extreme Renditen versprochen. –

Wien/Kufstein. Donnerstag 12. April, elf Uhr, Kronthalerstraße in Kufstein: Ein Dutzend Polizeibeamte in Zivil steigen aus drei Autos mit Wiener Kennzeichen. Sie sind gekommen, um die Büros der österreichischen Bitcoin-Firma Cointed zu durchsuchen und Computer zu konfiszieren. Die Polizei verfolgt eine Spur im Kriminalfall Optioment. Dieses Investmentsystem rund um die Kryptowährung Bitcoin ist Ende 2017 zusammengebrochen. Tausende Anleger haben Bitcoins im Gegenwert von vielen Millionen verloren. „Es gibt Hinweise darauf, dass sich Optioment der Dienste dieser Firma als Schnittstelle für Zahlungsabwicklungen bedient hat“, heißt es von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Ermittelt wird wegen des Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug. Auf Anfrage der „Presse“ bestätigt Cointed-Sprecher Albert Sperl die Hausdurchsuchung: „Zwölf Beamte in Zivil, das hat natürlich eine einschüchternde Wirkung.“ Die Firma habe mit Optioment aber „absolut nichts zu tun“.

Tatsächlich herrscht Verwirrung darüber, wer hinter Optioment steckt. Unbeantwortet ist auch die Frage, wer die 4500 bis 12.000 Bitcoins der Anleger hat, die Ende 2017 verschwunden sind. Es geht um sehr viel Geld: 4500 Bitcoins waren am Mittwoch rund 30 Millionen Euro wert.
Jene drei Österreicher, die sich die „Optioment-Musketiere“ genannt und das System bei mehreren Veranstaltungen beworben haben, wollen nur für den Vertrieb zuständig gewesen sein. Sie verweisen auf zwei mysteriöse Hintermänner aus dem Ausland: Lucas M. und Alex P. Und auf einen Tiroler aus Kufstein, der die Firma Cointed mitbegründet hat.

Er soll den Kontakt zwischen den „Musketieren“ und den Hintermännern hergestellt haben: „Er hat uns gesagt, dass er das für eine seriöse Sache hält und schon seit einiger Zeit macht“, so die „Musketiere“ Ende Februar im Gespräch mit der „Presse“: „Er hatte einen speziellen Zugang und kennt den Betreiber.“ Trader Lucas M. sollte mithilfe eines Computerprogramms Bitcoin-Handel betreiben und das Vermögen der Anleger wundersam vermehren – so die Story zu Optioment.

Eine „Schlüsselfigur“?

Die „Musketiere“ kannten den Tiroler, weil sie selbst für Cointed Bitcoin-Automaten in Österreich vertrieben hatten. Inzwischen gebe es aber keinen Kontakt mehr. Auf Anfrage des ORF hat der Tiroler seine Rolle als Kontaktmann auch bestätigt, jede weitere Rolle bei Optioment aber abgestritten.

Tatsächlich berichten die rund 40 Anleger, mit denen „Die Presse“ gemeinsam mit dem ORF im Zuge der Recherchen gesprochen hat, stets von den „drei Musketieren“, nicht aber von dem Tiroler. Anwalt Ronald Frankl von der Wiener Kanzlei Lansky Ganzger, der rund 70 Opfer von Optioment vertritt, sieht in dem Unternehmer dennoch eine „Schlüsselfigur“ im System Optioment.

In Österreich stehen mehrere Duzend Bitcoin-Bankomaten von Cointed, die meist von kleinen Unternehmen betrieben werden: von Trafiken, Fitnesscentern und Autowerkstätten. Einige dieser Betreiber haben auch Optioment vertrieben – und Geld verdient. Der Vertrieb war auf Basis eines Multi-Level-Marketingsystems aufgebaut.

Wer Kunden, Kollegen oder Familienmitglieder für Optioment gewinnen konnte, hat Provisionen erhalten. Auch bei den von den „Musketieren“ organisierten Großveranstaltungen mit mehreren Hundert Besuchern waren laut Augenzeugen Cointed-Automaten aufgestellt. So konnten neu angeworbene Investoren Papiergeld sofort in Bitcoins wechseln.
Der Tiroler hält sich seit mehreren Wochen in Asien auf. Er wurde von der Polizei dazu aufgefordert, für eine Vernehmung nach Österreich zurückzukehren. Die von ihm mitbegründete Firma ist nun um Distanzierung bemüht. Er habe seine Anteile abgegeben und sei von allen Ämtern zurückgetreten, heißt es. Auch sein Foto ist von der Website verschwunden. Man habe sich aber im Guten getrennt, so Cointed-Sprecher Sperl.

Sollte sich bei den Ermittlungen herausstellen, dass der ehemalige CEO der Firma wirklich eine Schlüsselrolle beim potenziellen Betrug rund um Optioment gespielt habe, „wäre das ein absoluter Vertrauensbruch allen Mitarbeitern gegenüber“, so Sperl.

Was die Sache verkompliziert: Bei der Hausdurchsuchung sei es laut dem Cointed-Sprecher gar nicht um den Mitgründer gegangen, sondern um einen anderen Mitarbeiter, der ebenfalls mit Optioment in Verbindung stehe und inzwischen entlassen sei. Dieser habe „scheinbar irgendwelche großen Bargeldbeträge über sein Privatkonto laufen lassen“. Nähere Details konnte der Sprecher nicht nennen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Österreich lässt Debatte um Banken-Verluste wieder aufleben

Posted by hkarner - 17. April 2018

Österreichische Behörden sind der Ansicht, dass osteuropäische Länder mögliche Pleiten von Tochtergesellschaften innerhalb ihrer Grenzen abwickeln und sicher stellen sollten.

Österreichische Banken, die nach dem Ende des kommunistischen Regimes rasch nach Osteuropa strömten und dadurch zu den größten Kreditinstituten in der Region wurden, stehen vor einer Wiederbelebung der zehn Jahre alten Debatte, wer für den Zusammenbruch einer lokalen Tochtergesellschaft aufkommt, sagt ein führender Notenbanker.

Österreichische Behörden sind der Ansicht, dass osteuropäische Länder mögliche Pleiten von Tochtergesellschaften innerhalb ihrer Grenzen abwickeln und sicher stellen sollten, dass die Kosten durch lokal begebene Wertpapiere abgedeckt werden, sodass die Banken-Muttergesellschaften und Österreich effektiv abgeschirmt sind, sagte Vize-Gouverneur Andreas Ittner in einem Interview.  Den Rest des Beitrags lesen »

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EU-Förderprojekt in Kroatien: Strabag klagt gegen Dumping aus China

Posted by hkarner - 17. April 2018

Ein chinesisches Konsortium erhält den Zuschlag für den Bau der geostrategisch wichtigen Peljesac-Brücke in Kroatien. Die Strabag zieht vor Kroatiens Verwaltungsgericht – und schaltet die EU-Kommission ein.

Das Offert der Strabag lag mit 352, 4 Millionen Euro um mehr als 70 Millionen Euro über dem der chinesischen Firma.

Profitiert Österreich von dem wachsenden chinesischen Engagement in Südosteuropa – auch im Hinblick auf Chinas gigantisches Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“? So wollte es Wirtschaftskammer Präsident Christoph Leitl noch während des österreichischen Staatsbesuchs in China verstanden wissen. Österreich sei für die Volksrepublik wegen seiner Vernetzung nach Südosteuropa interessant.

Doch was der Vormarsch chinesischer Betriebe in der Region tatsächlich bedeutet, veranschaulicht ein Brückenbauprojekt in Kroatien: Der österreichische Konzern Strabag verlor das Wettrennen gegen ein chinesisches Konsortium unter Leitung des staatlichen Bauunternehmens China Road and Bridge Corporation. Der österreichische Bauriese geht nun rechtlich gegen die kroatische Entscheidung vor – und schaltet die EU-Kommission ein.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Landwirtschaft: Österreich für Totalverbot von Bienengift

Posted by hkarner - 16. April 2018

Endlich eine neue Position nach dem schwindligen Berlakovich ! (hfk)

Österreich wird am 27. April auf EU-Ebene für eine Ausweitung des Verbots von Neonicotinoiden stimmen, sagt Nachhaltigkeitsministerin Köstinger. Sie fordert dafür aber Solidarität von Handel und NGOs mit den Rübenbauern.

Wien. Nachdem der Frühling endgültig eingekehrt ist und die Blüte von vielen Obstbäumen und Feldpflanzen in ihre wichtigste Phase geht, wird auch dem Thema Bienensterben wieder größere Aufmerksamkeit gewidmet. Rund 350.000 Bienenvölker gibt es in Österreich, die für die wichtige Bestäubung der Pflanzen sorgen. Vor rund dreißig Jahren waren es allerdings noch gut 100.000 Völker mehr. Der Grund für diesen Rückgang liegt zwar zum Teil darin begründet, dass die Zahl der Imker seither auch um rund zehn Prozent auf knapp 28.000 gesunken ist. Als noch wesentlich wichtiger wird von vielen Experten jedoch das kontinuierliche Bienensterben angesehen.

Vor allem in den kalten Wintermonaten berichten Imker immer häufiger davon, dass ihnen komplette Völker einfach wegsterben. Verantwortlich dafür ist vielfach die Varroa-Milbe, die seit den 1980er-Jahren in Österreich Bienenvölker angreift. In den vergangenen Jahren wurde man jedoch zunehmend auch auf die Wirkung von drei Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide aufmerksam. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) führen diese Stoffe bei Bienen dazu, dass deren Nervenleitungen nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Dadurch verlieren die Bienen die Orientierung und finden nicht mehr zu ihrem Stock. Den Rest des Beitrags lesen »

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IWF-Finanzministertreffen in Zeiten der Mega-Nervosität

Posted by hkarner - 14. April 2018

„Das System fester Regeln und einer gemeinsam getragen Verantwortung im Welthandel droht zerrissen zu werden“, warnt die Chefin des Internationalem Währungsfonds.

Selten fanden Tagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in den vergangenen Jahren in einem derart angespannten Umfeld statt wie die Frühjahrstagung in der kommenden Woche in Washington. „Die Nervosität ist zum Greifen“, merkt ein langjähriger Teilnehmer an. Dabei scheint, wenn man allein die Wachstumszahlen der Weltwirtschaft betrachtet, alles im Lot. Das sagt auch IWF-Chefin Christine Lagarde. „Aber die Jubel-Stimmung von vor einem Jahr ist verflogen“, beschreibt ein Insider. Viel zu bedrohlich sei, was in der Welt geschehe. Die Liste ist lang: vom massiven US-Handelsstreit mit China und anderen Staaten über die Unsicherheiten durch einen völlig unberechenbaren US-Präsidenten, das drastisch verschlechterte Verhältnis des Westens zu Russland bis hin zu militärischen Konflikten, insbesondere dem in und um Syrien. Den Rest des Beitrags lesen »

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US-Notenbank schlägt neue Kapitalregeln vor

Posted by hkarner - 11. April 2018

Die US-Notenbank Federal Reserve will einigen Banken kleinere Reserven zugestehen.

Rund zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) neue Kapitalregeln vorgeschlagen. Danach sollen einige der großen Banken ihre Reserven verringern dürfen, wie die Fed am Dienstag mitteilte. Den größten Geldhäusern soll eine solche Erleichterung jedoch verwehrt bleiben. Für die Behörden dürfte es nun leichter werden, die Entwicklung der Finanzinstitute zu überwachen, sagte der Fed-Bankenaufseher Randal Quarles. Die Maßnahmen seien am effektivsten, wenn sie so einfach und transparent wie möglich strukturiert seien. Die 30 global systemrelevanten Banken müssten vermutlich ihr Kapitalpolster leicht erhöhen. Den Rest des Beitrags lesen »

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4600 Banker in Europa verdienen mehr als eine Million Euro

Posted by hkarner - 11. April 2018

Was für verseuchte Branche! (hfk)

Oft lohnt es sich, Banker zu sein. Unter ihnen gibt es Tausende Einkommensmillionäre.

In Europa gibt es bei Banken und Vermögensverwaltern einer Studie zufolge knapp 4600 Spitzenverdiener mit einem Gehalt von einer Million Euro oder mehr. Mehr als drei Viertel der Einkommensmillionäre arbeiten in Großbritannien, wie der Thomson-Reuters-Tochter IFR zufolge aus einer am Dienstag vorgelegten Studie der EU-Bankenaufsicht EBA für das Jahr 2016 hervorgeht. Wegen der Wechselkursschwankungen des britischen Pfund zum Euro sei die Zahl zwar im Vergleich zum vorangegangenen Jahr zurückgegangen.

Auf längere Sicht zeigt der Trend aber nach oben – trotz aller Bemühungen von Politikern und Behörden, die Entlohnung in der Finanzbranche zu dämpfen. So legte die Zahl der Einkommensmillionäre binnen sechs Jahren um ein Drittel zu. Während sich in Großbritannien mit dem dominierenden Finanzzentrum London 3529 Spitzenverdiener in der Branche tummeln, sind es in Deutschland auf Platz zwei gerade noch 253.

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Bei Banken droht Kahlschlag – Arbeitsstiftung steht schon parat

Posted by hkarner - 10. April 2018

Maximal 4.500: wohl ein Witz!? (hfk)

Wegen der Digitalisierung der Finanzwirtschaft wird ein massiver Kahlschlag bei Banken befürchtet. Eine neue Arbeitsstiftung gibt es bereits, sie ist auf den Wegfall von bis zu 4500 Jobs ausgelegt.

Die Verhandlungen über die Arbeitsstiftung für die Mitarbeiter in den heimischen Banken sind abgeschlossen. Das teilten die Sozialpartner am Montag gemeinsam mit. Wenn in den nächsten viereinhalb Jahren ein Geldhaus Stellen streicht, kommen die betroffenen Beschäftigen in diese Stiftung. Wegen der Digitalisierung der Finanzwirtschaft wird ein massiver Kahlschlag befürchtet.

In Österreichs Banken arbeiten derzeit über 70.000 Mitarbeiter. Viele Jobs sind bedroht, weil die meisten Kunden ihre Bankgeschäfte mittlerweile am Computer oder Smartphone erledigen. Bei etlichen Banken wird das Filialnetz bereits ausgedünnt. Wie die Sozialpartner erinnerten, hat Notenbank-Chef Ewald Nowotny schon 2015 prognostiziert, dass mittelfristig jeder dritte Bankangestellte sein Arbeitsplatz verlieren könnte. 

Die Branchenstiftung ist für maximal 4.500 Mitarbeiter ausgelegt, sagte Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf APA-Anfrage. Die Banken beteiligen sich mit bis zu 36 Millionen Euro, so Rudorfer. Das AMS steuert 14 Millionen Euro, der Wiener Förderungsfonds WAFF weitere vier Millionen bei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Moskauer Börsencrash trifft Wien

Posted by hkarner - 9. April 2018

Die Börse in Moskau stürzte am Montag massiv ab und riss auch österreichische Konzerne mit. Allein die OMV und Raiffeisen International verloren etwa zwei Milliarden Euro an Börsenwert.

Wien/Moskau. Seit Langem galten sie als Hauptbedrohung für den russischen Aktienmarkt und seine Konzerne. Mit der Wucht jedoch, mit der die neuen US-Sanktionen gegen Russland am Montag einschlugen, hatte dann doch kaum jemand gerechnet. Der in Dollar denominierte Leitindex RTS stürzte im Tagesverlauf um mehr als zwölf Prozent ab, sein Pendant, der Rubelindex Micex, um neun Prozent. So etwas hatte der Handelsplatz seit der Annexion der Krim im Frühjahr 2014 nicht mehr gesehen. Investoren warfen schier alles auf den Markt. Auch der Rubel verlor deutlich an Wert, obwohl der Ölpreis anstieg.

Am Ende erfassten die Schockwellen dann auch Wien. Ebendort kam es bei jenen Firmen, deren Geschäft stark mit Russland zusammenhängt, zu einem wahren Kursgemetzel. Allen voran bei der Raiffeisen Bank International (RBI), deren Aktie gleich um zwölf Prozent absackte. Der Öl- und Gaskonzern OMV, der eng an Gazprom gebunden ist, gab um etwa vier Prozent nach. Die Aktie des Baukonzerns Strabag, der zwar nur einen marginalen Teil seines Umsatzes in Russland erwirtschaftet, aber zu einem Viertel dem russischen Tycoon Oleg Deripaska gehört, verlor mehr als dreieinhalb Prozent. Der Wiener Aktienindex schloss als nahezu einziger westlicher Index tief im Minus.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Zukunft startet im Innviertel

Posted by hkarner - 6. April 2018

Der Schweizer Weltkonzern ABB investiert 100 Mio. in einen Forschungscampus bei der vor einem Jahr gekauften B&R. Das schafft 1000 Jobs – warum gerade auf dem Land?

Linz. Das sind Termine, wie Politiker sie lieben: Ein Weltkonzern investiert 100Mio. Euro in Österreich und schafft dabei 1000 Arbeitsplätze. Noch dazu lauter Hightechjobs für Hochqualifizierte, denn es geht um einen Forschungscampus, der an der voll automatisierten und voll vernetzten „Fabrik der Zukunft“ tüfteln soll. Und das nicht in der Großstadt, sondern im ländlichen Raum: in der kleinen Gemeinde Eggelsberg bei Schärding in Oberösterreich. Da lässt es sich auch Bundeskanzler Sebastian Kurz nicht nehmen, der Verkündigung der frohen Botschaft in Linz beizuwohnen.

Was aber zieht den Schweizer Riesen ABB ins tiefste Innviertel? Vor einem Jahr hat der Elektrotechnikkonzern dort eine Perle der heimischen Wirtschaft aufgekauft: das auf Industrieautomatisierung spezialisierte Unternehmen Bernecker&Rainer (B & R). Der Deal sollte eine Lücke schließen, unter der ABB in diesem Bereich immer litt – „ein Geburtsfehler“, wie Konzernchef Ulrich Spiesshofer offen zugibt. Der Rückenwind aus Oberösterreich könnte den Schweizern ermöglichen, den Marktführer Siemens einzuholen. Mit der Entwicklung der Akquise ist Spiesshofer sichtlich hoch zufrieden: „Sie sehen mich immer noch lächeln.“ B & R habe bisher eine „fantastische Performance“ abgeliefert und die sehr ehrgeizigen Pläne noch übertroffen. Der Umsatz stieg im Vorjahr von 560 Mio. auf rund 750 Mio. Euro. Die angepeilte Umsatzmilliarde sei damit ebenfalls „nicht mehr weit weg“. Also will man nun auch bei den Investitionen noch mehr Gas geben.  Den Rest des Beitrags lesen »

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