Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Zeit’

Ist Libra besser als Euro und Dollar?

Posted by hkarner - 22. September 2019

Die geplante Kryptowährung von Facebook, PayPal und anderen ist umstritten. Ihr fehlt vor allem eins: Konkurrenz. Drei Thesen zur Zukunft des Bezahlens

Das ist wenig überraschend, denn Libra ist nichts anderes als ein Angriff auf das Währungsmonopol des Staates. Konzerne wollen ihr eigenes Geld herstellen. Bedenklich ist das nicht zuletzt wegen der Macher. Viele Unternehmen sind dabei, die nicht dafür bekannt sind, Skrupel zu haben, wenn sie sich die ganze Branche untertan machen. Und sie arbeiten bei Libra auch noch zusammen.

Am Montag wurden die Libra-Macher deshalb einbestellt: zum Treffen in der so verschwiegenen wie mächtigen Bank der Notenbanken, der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in Basel. Nachher war zu hören, dass es den Notenbankern vor allem um eines ging: dem Umgang mit der sogenannten Reserve, das ist das Geld, mit dem die Libra gedeckt sein soll. Eingezahlt wird es von den Menschen, die Libra kaufen. Und das Geld in der Reserve ist der Grund, dass Libra überhaupt eine Währung ist. Bestünde es zu 100 Prozent aus Euro, die man auch jederzeit wieder ausbezahlt bekommen könnte, dann wäre Libra eher eine Möglichkeit, Zahlungen abzuwickeln. Dem ist aber nicht so, denn ein Warenkorb verschiedener Währungen ist angedacht. Und auszahlen lassen kann man sich den nach den bislang bekannten Plänen auch nicht.

Die Gespräche sind ein Anfang. Aber wo führt er hin? Hier sind drei Thesen zur Zukunft digitaler Währungen: Den Rest des Beitrags lesen »

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Das China-Problem der deutschen Autoindustrie

Posted by hkarner - 13. September 2019

Seit Jahren geht es abwärts mit den Autokonzernen. Zu den Imageproblemen durch den Dieselskandal und die verzögerte Elektrowende kommt jetzt eine echte Absatzkrise hinzu.

Das China-Problem der deutschen Autoindustrie

Die Probleme der deutschen Autoindustrie wachsen gerade nach wie die Köpfe der Hydra. Schlägt man einen ab, kommen zwei neue nach. Darüber kann nicht einmal die glitzernde IAA-Show in Frankfurt hinwegtäuschen. Die Schwierigkeiten der Branche sind auf der Automesse offen sichtbar wie sonst nirgends.

„Wir schlittern nicht in die Krise hinein, sondern befinden uns mittendrin“, sagte dort in dieser Woche Elmar Degenhart, der Vorstandsvorsitzende von Continental, einem der weltweit größten Automobilzulieferer. „Es hilft nicht mehr, die Dinge schönzureden.“ Man könne mittelfristig betriebsbedingte Kündigungen „als letztes Mittel nicht ausschließen“. Die konjunkturelle Entwicklung der Branche sei das größte Problem.

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Die Welt ist ohne Führung

Posted by hkarner - 27. August 2019

Date: 26-08-2019
Source: Die Zeit: Eine Kolumne von Mark Schieritz

Der G7-Gipfel zeigt: Der Westen zerfällt.
Wer nicht untergehen will, der muss sich für schlechte Zeiten rüsten.
Vier Überlebenstipps

Zum Glück hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schon vorher festgelegt, dass die Teilnehmer des G7-Gipfels in Biarritz auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verzichten werden. Die Liste der Gemeinsamkeiten wäre wohl auch überschaubar geblieben. US-Präsident Donald Trump ist entschlossen, seinen Handelskrieg gegen die Chinesen zu führen; ob ein chaotischer Brexit verhindert werden kann, ist mehr als fraglich, und innerhalb der EU ist umstritten, ob der Handelsvertrag mit dem südamerikanischen Staatenbündnis Mercosur wegen der Waldbrände im Amazonasgebiet nun ratifiziert werden soll oder nicht.

So ist das die Lehre aus dem Treffen an der französischen Atlantikküste: Die Welt ist ohne Führung. Das amerikanische Zeitalter geht zu Ende, das chinesische hat noch nicht begonnen, die Europäer suchen noch nach ihrem Platz in den Trümmern der alten Ordnung. Was bedeutet das für unseren Wohlstand? Und was können wir tun? Vier Überlebenstipps für ein unübersichtliches Terrain: Den Rest des Beitrags lesen »

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Kapitalismus: Aus dem Gleichgewicht

Posted by hkarner - 18. Juni 2019

Date: 17-06-2019
Source: Die Zeit: Ein Essay von Wolfgang Merkel

Der Kapitalismus agiert heute schneller als die Demokratie, das goldene Zeitalter der fruchtbaren Koexistenz beider Systeme ist abgelaufen. Wie konnte es so weit kommen?

Kapitalismus: „Das Finanzkapital ist auf den Fahrersitz gesetzt worden“ (George Soros 1998)

Wolfgang Merkel ist Direktor der Forschungsabteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Kapitalismus und Demokratie sind heute höher entwickelt denn je. Gleichzeitig sind sie fragiler und verwundbarer geworden. Die Balance zwischen Politik und Ökonomie ist aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Rückblick auf die Entwicklung und drei Thesen sollen verdeutlichen, wie es dazu kam. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kapitalismus geht auch ohne Demokratie

Posted by hkarner - 8. Juni 2019

Date: 07-06-2019
Source: Die Zeit

Der demokratische Kapitalismus westlicher Prägung könnte zum Auslaufmodell werden. China zeigt der Welt gerade, wie eine datengetriebene Planwirtschaft funktioniert.

Ein Essay von Thomas Beschorner, Miriam Meckel und Léa Steinacker

China zeigt der Welt, dass für einen funktionierenden Kapitalismus keine demokratischen Strukturen notwendig sind.

Thomas Beschorner ist Professor für Wirtschaftsethik und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St.Gallen. Miriam Meckel ist Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St.Gallen sowie Gründungsverlegerin der Digitalplattform ada. Léa Steinacker ist Chief Strategy Officer von ada.

Es gibt die Hoffnung, dass der Kapitalismus in naher Zukunft durch ein besseres System abgelöst werden könnte. Und es gibt die Hoffnung, dass er endlich wieder zu seinen Wurzeln der reinen freien Märkte zurückkehren könnte. Welche der beiden Position man auch immer bevorzugt – es gibt noch eine dritte Variante: die Revitalisierung der Planwirtschaft auf Datenbasis. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Sick Man of Europe Is Europe

Posted by hkarner - 29. Mai 2019

Date: 28-05-2019
Source: The Wall Street Journal By Josef Joffe

The EU’s election results show the Continent is far from realizing its dreams of becoming a superpower.

Brexit Party leader Nigel Farage

Two takeaways from Sunday’s European Union elections: First, the centrists—the moderate right and left—were decimated. For the first time since 1979, Christian Democrats and Social Democrats, the reliably pro-European bloc, no longer hold the majority in the 751-member European Parliament. Second, the far right—the Europe bashers and nationalists—scored big, increasing their take to about 170 seats. In Britain, the Brexit Party trounced both Labour and the Tories. In France, Marine Le Pen’s National Rally outpolled President Emmanuel Macron’s party and its allies.

The numbers mirror the shifting tectonics of European politics, which are pushing against the “ever-closer union” enshrined in the European Community’s founding treaties. It was a noble and not wild-eyed dream. Relentlessly expanding from the original six member states to 28, the EU boasted everything that could go into the making of a superpower. Its gross domestic product is only $2 trillion behind America’s and $5 trillion ahead of China’s. The EU fields as many soldiers as the U.S. does, and its population outstrips America’s by nearly 200 million. Yet in global clout, the EU is a waif in a world dominated by Washington, Beijing and Moscow.

Nor will the fates favor the EU anytime soon. For all its splendor, Europe has not been able to transmute its magnificent riches into strategic muscle, and this for three reasons.

First, as the rise of the nationalist right shows, the EU suffers from deepening ideological divisions. In the east, Poland, Hungary and the rest are jealously defending the sovereignty they had lost first to Hitler, then to Stalin. They cherish subsidies from Brussels but will not yield to what they see as diktats of liberal goodness. Den Rest des Beitrags lesen »

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Weltmächte im Vergleich

Posted by hkarner - 7. Mai 2019

Wirtschaftlich kann die Europäische Union natürlich mit den USA und China mithalten. Aber wie stark sind die 28 EU-Länder, wenn es um Patente, Soldaten oder olympische Medaillen geht?

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Die Revolution ist längst da

Posted by hkarner - 10. April 2019

Date: 09-04-2019
Source: Die Zeit Ein Gastbeitrag von Jan Zielonka, Oxford

Der Brexit ist kein rein britisches Problem, er ist Zeichen eines europäischen Kulturkampfes. Auf die liberale Elite ist kein Verlass mehr. Jeder muss etwas tun.

Jan Zielonka ist Professor für Europäische Politik in Oxford und Ralf Dahrendorf Fellow am St Antony’s College. Im Februar 2019 erscheint in Deutschland sein Buch „Konterrevolution. Der Rückzug des liberalen Europa“, in dem er den (links-)liberalen Eliten die Schuld am Aufstieg von Nationalismus und Rechtspopulismus gibt. Wenige Tage vor der wichtigen Brexit-Sondersitzung des europäischen Rats richtet er mahnende Worte an die europäischen Politiker – und fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Schicksal selbst zu bestimmen.

Der Brexit ist eine lokale Version des postliberalen Zustands, in dem sich das heutige Europa befindet. Durch den Brexit wird die weitverbreitete Ernüchterung gegenüber der herrschenden politischen Klasse veranschaulicht, er zeigt den Aufstieg alternativer Werte und das Chaos, das durch den Bruch mit der Vergangenheit entsteht, wenn klare Alternativen fehlen. Die dadurch entstandenen Konflikte sind dramatisch, ihre Auswirkungen tiefgreifend.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Italien und Frankreich: Sie wollen zerschlagen, nicht bauen

Posted by hkarner - 9. Februar 2019

Italiens Populisten provozieren Frankreich in unerhörtem Ausmaß. Das ist mehr als das übliche Getöse vor der Europawahl – und verheißt nichts Gutes für die Zukunft.

Luigi di Maio (l.) und Matteo Salvini, dargestellt in einem Bild eines italienischen Straßenkünstlers 

Frankreich hat seinen Botschafter aus Italien abgezogen – zu Besprechungen. Es ist ein dramatischer Akt des Protestes eines befreundeten und verbündeten Staates. Der unmittelbare Anlass war ein Ausflug des italienischen Vizepremiers Luigi Di Maio in die südlich von Paris gelegene Kleinstadt Montargis. Di Maio traf sich dort mit den Vertretern der französischen Gelbwesten.

Warum auch nicht, muss sich Di Maio wohl gedacht haben. Er sieht in den Gelbwesten ein Spiegelbild seiner eigenen Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) – so wild, so ungestüm, so amorph wie sie sind. Postideologisch nennt Di Maio das.

Der Vertreter der Gelbwesten, den er gemeinsam mit einer hochrangigen M5S-Abordnung traf, war allerdings auf dem traditionellen Rechts-links-Schema recht gut einzuordnen: Der 52 Jahre alte Schmied Christophe Chalencon forderte schon mehrmals offen die Machtübernahme der Armee in Frankreich. Nicht gerade postideologisch.

Di Maio kümmerte das wenig. Er fuhr zurück nach Italien und verkündete fröhlich: „Der Wind des Wandels hat die Alpen überquert!“

„Macron ist ein fürchterlicher Präsident“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Frankreich: Die Mittelschicht ist erschöpft

Posted by hkarner - 16. Dezember 2018

Frankreich ist ein Meister der Umverteilung. Doch gebracht hat es in den vergangenen Jahren wenig. Die Mittelschicht leidet unter steigenden Lebenshaltungskosten.

Es ist purer Zufall und doch ein bezeichnendes Zusammentreffen, dass in diesen Dezembertagen in Frankreich zwei Themen immer wieder die Schlagzeilen bestimmen. Oft tun sie das sogar auf derselben Titelseite der Tageszeitungen oder hintereinander weg in Radio- und Fernsehnachrichten. Da ist einmal die Verhaftung und Anklage des mächtigen französischen Automanagers Carlos Ghosn in Japan, wo er jahrelang falsche Angaben zu seinem üppigen Verdienst gemacht haben soll. Und da sind zum anderen die anhaltenden Proteste der Gilets Jaunes, die in ihren leuchtend gelben Warnwesten gegen die ungerechte Verteilung der Einkommen demonstrieren.

Als hätten sie noch einer Rechtfertigung für ihren Aufruhr bedurft, deuten die Gelbwesten mit den Fingern auf wohlhabende Mitbürger wie Ghosn und würden Staatschef Emmanuel Macron am liebsten auch gleich ins Gefängnis sperren. Der von ihnen als Präsident der Reichen beschimpfte Hausherr im Elysée-Palast gibt ihrer Meinung nach denen, die ohnehin schon viel haben, und nimmt jenen, die nicht wissen, wie sie am Ende des Monats noch den Kühlschrank füllen sollen. „Macron Prison“ – Macron ins Gefängnis – reimt sich auf den Transparenten derzeit genauso gut wie „Macron Démission“ – Macron Rücktritt. Den Rest des Beitrags lesen »

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