Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Salvinis „Italexit“-Drohung Der Mann, der den Euro zerstören könnte

Posted by hkarner - 15. August 2019

Matteo Salvini will italienischer Premierminister werden – im Wahlkampf kokettiert der Rechtspopulist mit dem Euro-Austritt. An den Finanzmärkten sorgt er damit für Entsetzen.

Von Hans-Jürgen Schlamp, Rom, Spiegel.de

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Matteo Salvini: Dogmen und Vorschriften aus Brüssel sind „nicht heilig“
Dienstag, 13.08.2019 19:22 Uhr

Es ist wieder so weit: Die nächste Italien-Krise rollt an. An der Mailänder Börse sind die Aktienkurse in den vergangenen Tagen kräftig gefallen, vor allem jene von italienischen Banken und von Unternehmen, die weitgehend auf den Inlandsmarkt ausgerichtet sind. Post, Telekom, Gas. Die Anleger sind hochnervös.

Der berühmte „Spread“ steigt wieder. Das heißt: Italiens Finanzminister Giovanni Tria muss derzeit für eine Schuldverschreibung mit zehnjähriger Laufzeit dem Käufer 1,7 Prozent Zinsen bieten. Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz bekommt dagegen von jedem, der seine Staatsanleihen haben will, noch 0,6 Prozent Zinsen dazu. Geradezu verlockend für einen Finanzminister, aber Scholz will eigentlich gar keine neuen Schulden machen.

Der parteilose Kollege in Rom dagegen soll viele, sehr viele neue Kredite aufnehmen. So will es seine gerade auseinanderfliegende Regierung, vor allem der kleinere, aber weit durchsetzungsstärkere Partner, die rechte Lega von Matteo Salvini. Dabei gehört Italien längst zu den Ländern mit der weltweit höchsten Schuldenquote. Um fast 40 Prozent sind die Staatsschulden in den vergangenen zehn Jahren gestiegen, auf etwa 2,32 Billionen Euro im vorigen Jahr. Das entspricht 132 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft des Landes. Nur Griechenland ist in Europa noch schlimmer dran. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Lure of the West: Bosnia Feels the Pinch of Brain Drain to EU

Posted by hkarner - 8. August 2019

In Bosnia, thousands of people are learning German. With a lack of opportunity in their own country, talented young Bosnians are emigrating to what they hope will be a brighter future abroad. Entire towns have emptied out.

By Keno Verseck, spiegel.de
Young men learning German in the city of Jajce, Bosnia, as they prepare to move to a German-speaking country.

August 06, 2019 01:20 PM

This is the beginner’s course and most attendees barely speak any German yet, but they already know quite a few words that will be helpful to them later, like „diploma,“ „desired salary“ and „job application.“ Or they read sentences out loud, like: „Mr. Kindler would like to work in a garage as a mechanic.“

Josip Strkalj is sitting in the second row and concentrating on his class materials. The 24-year-old received his university degree in occupational safety engineering last year and is now eager to learn German. His goal is to emigrate to Germany, possibly as soon as just a few months from now. His girlfriend already lives there, in the city of Ulm. „No one pays attention to any rules in our country,“ he says. „I like Germany. I like that everything has its place and everything is predictable.“
Dragana Crnoja and her colleague Tarik Zjajo teach evening German classes for adults at the vocational school in Jajce, a town in central Bosnia. The classes, which take place several times a week, are extremely popular — because many from the town and the surrounding villages hope to emigrate to Germany or Austria. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutschland droht die DEXIT-Debatte

Posted by hkarner - 5. August 2019

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-deutschland-droht-die-dexit-debatte-a-1280224.html

Die Kurzfassung lautet: Die Niedrigzinsen treffen bei weitem nicht alle Deutschen. Das untere Drittel der Gesellschaft kann mangels Einkommen und Vermögen überhaupt nicht sparen. Die Niedrigzinsen sind mithin also ein Problem der Besserverdiener.

Doch da diese wiederum häufig zu den – insgesamt viel zu wenigen – Immobilienbesitzern in Deutschland zählen, werden sie durch die Politik der EZB im Zweifel sogar reicher.

Denn Immobilien gewinnen in Zeiten niedriger Zinsen stetig an Wert. An der ungleichen Vermögenverteilung etwas zu ändern, wäre freilich Aufgabe der Politik, nicht der EZB.

…überhaupt nicht erwähnt: hat Deutschland keine Aktionäre?

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Mad in Britain

Posted by hkarner - 24. Juli 2019

Date: 22-07-2019
Source: DER SPIEGEL
Subject: How Boris Johnson Turned the British against Europe

Boris Johnson has always wanted to make it to the top, and he’s almost there. The man who helped Brexit pass will now likely have the job of delivering it. But it’s possible that even he doesn’t know what he wants to do. Europe is in for a turbulent autumn.

One day, Boris Johnson had the idea to build a luxuriant garden bridge in London. On another, he urgently pushed for an airport on an artificial island, mocked by detractors as „Boris Island.“ Once, he believed the time had come for a truly enormous construction that would connect England to Europe. And recently, he’s been saying he would like to build a bridge connecting Scotland and Northern Ireland.

Johnson appears to dream of one day walking on water. For now, though, he simply wants to become Britain’s next prime minister.

That’s what brought him here to the seaside resort of Bournemouth in southern England. He ignores the thousands of Brits frolicking on the kilometer-long beach on this summer day, and instead marches straight into the Pavilion Theatre where the „Laugh Out Loud Comedy Club“ regularly performs and the musical „Jesus Christ Superstar“ will soon be staged.

Around 600 members of the Conservative Party are sitting in the cream-colored theater and are currently in the process of electing a new leader — who will also be Britain’s next prime minister. There’s not much excitement in the hall; the whole thing is more reminiscent of a funeral service than a coronation mass, though that probably has less to do with the desolate state of the Tories than with the advanced median age of the audience, which looks to be around 70. Den Rest des Beitrags lesen »

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Neue Kommissionschefin von der Leyen: Partystimmung in Paris

Posted by hkarner - 23. Juli 2019

Während in Deutschland viele mit Ursula von der Leyen hadern, ist die Freude in Frankreich riesig. Die Wahl der CDU-Politikerin zur neuen Kommissionschefin ist für Emmanuel Macron ein großer Erfolg.

Von Georg Blume, Paris

Sonntag, 21.07.2019 00:22 Uhr. spiegel.de

„Es lebe Europa, vive l’Europe, long live Europe!“ – so hatte Ursula von der Leyen am Dienstag ihre Rede vor dem Europaparlament in Straßburg beendet. Das Werben war erfolgreich. Die Abgeordneten wählten die CDU-Politikerin zur neuen Präsidentin der EU-Kommission. Hinterher warfen deutsche Kritiker von der Leyen jedoch zu viel Pathos in ihren Worten vor. In Frankreich wiederum ist man so etwas längst gewöhnt. Präsident Emmanuel Macron schließt fast jede seiner Rede mit einem „Vive la République!“ Kein Wunder, dass ihm von der Leyens Auftritt gut gefiel.

Die frühere Verteidigungsministerin verkörpere in einer Person „ein deutsch-französisches Paar“, heißt es aus dem Kreis von Macrons Beratern im Élysée-Palast. Der Präsident hatte sich bislang mit Reaktionen auf von der Leyens Aufritt eher zurückgehalten – ganz bewusst. Es hätte zu sehr nach Selbstbeweihräucherung ausgesehen. Schließlich hat Macron nie einen Hehl daraus gemacht, dass er es war, der von der Leyen im Kreis der europäischen Regierungschefs vorgeschlagen hatte. Doch nun sind ein paar Tage vergangen. Und inzwischen will man in Paris durchaus durchblicken lassen, wie froh man mittlerweile nach Brüssel blickt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ursula von der Leyen Chefin von Gnaden der Rechtsnationalen

Posted by hkarner - 11. Juli 2019

Date: 10-07-2019
Source: SPIEGEL

Ursula von der Leyen ist dieser Tage auf Stimmenfang in Brüssel. Eine gewisse Unterstützung dürfte ihr vor der Wahl am kommenden Dienstag im Europaparlament schon mal sicher sein. Die 13 Abgeordneten der ungarischen Fidesz-Partei von Viktor Orbán werden wohl für sie stimmen, weil ihr Boss sich dafür rühmt, von der Leyen als Kandidatin für den Vorsitz der EU-Kommission durchgesetzt zu haben – statt einen der Spitzenkandidaten des Parlaments für die Europawahl. Auch die 27 Vertreter der rechtsnationalen polnischen PiS Partei dürften sie unterstützen. Hinzu kommen wohl die meisten der 29 Abgeordneten der Lega-Partei des italienischen Innenministers Matteo Salvini.

Diese rechtsnationalen Parteien sind also schon mal eine (un-)gesunde Basis für von der Leyen. Insgesamt wird sie aber mindestens 376 Stimmen benötigen.

Die 153 Abgeordneten der Europäischen Volkspartei (EVP) dürften für sie votieren, auch wenn viele EVP-Vertreter noch immer sauer sind, dass Manfred Weber, der Kandidat aus ihren Reihen, von den Staats- und Regierungschefs gedemütigt wurde.

Heute wird sich von der Leyen nacheinander mit Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen treffen. Während die 16 deutschen Sozialdemokraten sie geschlossen ablehnen wollen und auch die Genossen aus Frankreich, Österreich und den Benelux-Staaten mehr als skeptisch sind, wollen die 39 Kollegen aus Italien und Spanien sie immerhin gern kennenlernen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Does Von der Leyen Have a Chance as Commission President?

Posted by hkarner - 7. Juli 2019

Date: 05-07-2019
Source: SPIEGEL

The nomination of German Defense Minister Ursula von der Leyen as European Commission president came as a surprise. And many are unhappy. It not only undermines efforts to make the EU more democratic, but she may not be confirmed.

German Defense Minister Ursula von der Leyen

And there she is. Ursula von der Leyen has taken a seat on the podium in the parliamentary group chamber of the European People’s Party (EPP) in Strasbourg, a smile glued to her face. Once the cameras have left the room, she turns to the man on her left, the biggest loser in the competition for positions of power in Brussels.

„You’re still young,“ she says, consolingly, to Manfred Weber, who was the EPP’s lead candidate in the European elections held in late May. With center-right political parties having won the election, Weber had hoped to land the job of European Commission president. But the position was handed to von der Leyen instead, a woman who has never once campaigned for a European Parliament seat or other job in Brussels. „You have demonstrated greatness,“ she told Weber, according to meeting participants.

She then switches easily to French and speaks about her childhood in Brussels and about her father, who worked for the Commission at the time. She then moves on, discussing the years she lived together with her husband in California — now speaking in English.

It was a badly needed marketing appearance for the German defense minister. Many parliamentarians are not amused by the sudden nomination and — though von der Leyen’s multilingual, self-confident speech presented a stark contrast to the prim and proper Bavarian Manfred Weber — her ultimate confirmation is far from certain. Den Rest des Beitrags lesen »

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Von der Leyen als EU-Kommissionschefin Eine Siegerin, viele Verlierer

Posted by hkarner - 4. Juli 2019

Ursula von der Leyen soll die EU-Kommission führen – als erste Frau und erste Deutsche seit 52 Jahren. Kanzlerin Merkel geht dennoch nicht als strahlende Siegerin aus dem Gipfel-Drama hervor.

Von Markus Becker und Peter Müller, Brüssel
Ursula von der Leyen: Vielleicht bald EU-Kommissionschefin – wenn das Parlament sie bestätigt
Dienstag, 02.07.2019 22:09 UhrSpiegel.de

Sieger sehen anders aus. Eben erst wurde Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin nominiert, eine Parteifreundin und alte Weggefährtin Angela Merkels. Doch als die Kanzlerin nach dem EU-Gipfel in Brüssel vor die Presse tritt, wirkt sie, als hätte sie noch eine Rechnung offen.

Die sensationelle Wende in Richtung von der Leyen erwähnt die Kanzlerin drei Minuten lang mit keinem Wort. Stattdessen dankt sie erst einmal Manfred Weber und Frans Timmermans, die als Spitzenkandidaten von Christ- und Sozialdemokraten in den Wahlkampf gezogen sind und sich nun mit Jobs in der zweiten Reihe begnügen müssen: Weber soll zweieinhalb Jahre lang EU-Parlamentspräsident werden, Timmermans Vizepräsident der EU-Kommission bleiben.

Alles habe sie getan, um eine faire Lösung für die beiden zu finden, sagt Merkel. „Das ist nicht gelungen.“ Ein Grund: CSU-Mann Weber sei „von Anfang an als nicht geeignet und nicht wählbar dargestellt worden“. „Das darf nie wieder passieren“, sagt die Kanzlerin – eine kaum verhüllte Ansage an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der Weber auch persönlich heftig attackiert hat.

Anschließend referiert Merkel ausdruckslos, dass von der Leyen zur Kommissionspräsidentin nominiert wurde – „einstimmig, mit einer Enthaltung“. Die kam ausgerechnet aus Deutschland, dem Land, das zuletzt vor 52 Jahren die Kommission führen durfte und nun die erste Frau in diese Position entsenden kann. Doch die SPD wollte dem nicht zustimmen. Nach den Regeln des Berliner Koalitionsvertrags heißt das: Enthaltung in Brüssel.

Immerhin: Es hätte schlimmer kommen können für Merkel. Den Rest des Beitrags lesen »

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In A Newly Bipolar World, Europe is Caught in the Middle

Posted by hkarner - 27. Juni 2019

Date: 26-06-2019
Source: DER SPIEGEL

The U.S. vs. China

The trade war between the United States and China is increasingly creating a bipolar world. As U.S. President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping prepare to meet at the upcoming G-20 summit, Europe is facing an increasingly tense dilemma: Which side should it choose?

United States President Donald Trump began the week before last on a golf course in Virginia. He was unhappy. On Twitter, he complained about London Mayor Sadiq Khan. The two men have a deep, mutual dislike for one another. „Khan is a disaster,“ Trump wrote, „will only get worse.“ In an interview, he complained about Congress, arguing that its members are, „more difficult than frankly many of the foreign leaders. Because they have their own views, you never know exactly, but they have their own views.“

Last Tuesday, he launched his 2020 re-election campaign and peppered his speech with attacks on the media („fake news“), his opponents generally („angry left-wing mob“) and the Democrats overall: „They want to destroy our country as we know it.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Kommissionspräsident gesucht: X für EU

Posted by hkarner - 21. Juni 2019

Wer wird der nächste Kommissionspräsident? In Brüssel beraten die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel über die Spitzenjobs. Es gibt drei Favoriten – aber auch eine Überraschung ist möglich. Die Übersicht.

Von Markus Becker und Peter Müller, Brüssel, spiegel.de

Donnerstag, 20.06.2019 15:58 Uhr

In Brüssel kommt es zum ersten ernsthaften Showdown im Kampf um die Topjobs der EU: Die 28 Staats- und Regierungschefs verhandeln darüber, wer demnächst der EU-Kommission, dem Europäischen Rat, dem Parlament und der Zentralbank vorsitzt. Als wichtigster Posten gilt der des Kommissionspräsidenten. (Einen Überblick über die Spitzenposten und wie mächtig sie sind, lesen Sie hier.) Dass es schon am Donnerstag zu einer Einigung kommt, gilt als unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Wer hat welche Chancen?

Manfred Weber: 40 Prozent

Joseph Daul, der öffentlichkeitsscheue Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), hatte am Mittwochabend eine illustre Runde zum Dinner in die düstere Zentrale der EVP geladen. Das Parteipräsidium war dabei, dazu ihre Unterhändler im Rat und die Regierungschefs aus Kroatien und Lettland, Andrej Plenkovic und Krisjanis Karins. Mit herbeigeeilt war auch die deutsche CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die kurz zuvor noch in Paris für Manfred Weber geworben hatte. Es gab nur ein Thema: Wie gut stehen die Chancen Webers noch, zum Kommissionpräsidenten aufzurücken?

Klar ist, dass der CSU-Mann derzeit weder im Rat der Regierungschefs noch im Parlament eine Mehrheit hat.
Klar ist aber auch, dass gegen die EVP kein anderer gewählt werden kann. Die christdemokratische Parteienfamilien, so die Botschaft Dauls, müsse zusammenhalten.

Die EVP, so die Verabredung, will vorgehen wie in deutschen Koalitionsgesprächen:

Die stärkste Partei hat Zugriff auf den ersten Posten, die zweitstärkste auf den zweiten und so weiter.
Die Parteien können autonom entscheiden, wen sie für die jeweiligen Posten benennen. Den Rest des Beitrags lesen »

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