Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Fed’

Verantwortungslose EZB

Posted by hkarner - 20. Februar 2018

Jürgen Stark

Jürgen Stark is a former Member of the Executive Board of the European Central Bank and former Deputy Governor of the Deutsche Bundesbank.

FRANKFURT – Der jüngste Flash-Crash des Dow Jones Aktien-Index um fast 1.600 Punkte zeigt, wie stark die Finanzmärkte und Wirtschafts-Akteure von der Politik der Zentralbanken abhängig geworden sind. Durch die niedrigen Zinsen und die mengenmäßige Lockerung der Geldpolitik wurden Anreize gesetzt, immer höhere Risiken einzugehen, die nicht adäquat bepreist sind. Je länger diese Politiken fortgesetzt werden, umso größer wird die Bedrohung für die globale Finanzstabilität.

Tatsache ist, dass die ultra-lockere Geldpolitik schon seit langer Zeit nicht mehr angemessen ist. Die Weltwirtschaft, insbesondere die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, erfahren eine zunehmend stärkere wirtschaftliche Erholung. Nach dem aktuellen Wirtschaftlichen Ausblick des Internationalen Währungsfonds wird sich das wirtschaftliche Wachstum in den nächsten Quartalen insbesondere in den USA und dem Euro-Raum fortsetzen.

Dennoch befürchten internationale Institutionen, einschließlich des IWF, abrupte Marktkorrekturen, die sich normalerweise vollziehen, wenn sich die Inflations- oder Zinserwartungen ändern. Sie plädieren daher für einen sehr langsamen Ausstieg aus der derzeitigen Geldpolitik. So verzögern die Zentralbanken die Normalisierung der Geldpolitik immer mehr mit der Folge, dass die Vermögenspreise weiter gestiegen und dramatische Marktverzerrungen entstanden sind, die Korrekturen unvermeidlich machen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fed-Chefin wechselt zur Denkfabrik Brookings

Posted by hkarner - 4. Februar 2018

Janet Yellen, immerhin 71 Jahre alt, wird nach ihrem Abschied von der US-Notenbank ins Brookings-Institut wechseln. Für ihre Bilanz bekommt sie großes Lob.

Die scheidende Chefin der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, will künftig für den angesehenen Washingtoner Thinktank Brookings arbeiten. Das kündigte Yellen am Freitag auf der Webseite des Institutes an. An der Spitze der Notenbank verbrachte Yellen (71) am Freitag ihren letzten Arbeitstag. Auf Vorschlag von Präsident Donald Trump übernimmt am Montag der neue Notenbankchef Jerome Powell.

„Wir bei Brookings sind sehr froh, dass sie sich unserem Team anschließt“, schreibt der Direktor des Hutchins Center für Fiskal- und Geldpolitik am Brookings-Institut auf dessen Internetseite. „Ihre Bilanz sieht verdammt gut aus“, heißt es in dem Text weiter. Yellen habe es geschafft, die Zinsen moderat zu erhöhen, mit dem Abbau der Bilanz der Notenbank schrittweise zu beginnen – ohne die Finanzmärkte durcheinanderzuwirbeln oder die Erholung der Wirtschaft abzuwürgen.

Das große Geld kommt nach dem Job Den Rest des Beitrags lesen »

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Studie: Größte US-Banken weiter systemrelevant

Posted by hkarner - 10. Januar 2018

Einige Finanzinstitute seien weiterhin so groß und so vernetzt, dass sie im Fall eines Zusammenbruchs das gesamte Finanzsystem gefährden könnten, sagt die Minneapolis-Fed.

Der US-Notenbank-Ableger von Minneapolis fordert die Behörden auf, die Kapitalvorgaben für die größten amerikanischen Banken zu verschärfen. Trotz etlicher Reformen nach der Finanzkrise 2008 seien diese Geldhäuser immer noch systemrelevant, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Fed-Experten.

Einige Finanzinstitute seien weiterhin so groß und so vernetzt, dass sie im Fall eines Zusammenbruchs das gesamte Finanzsystem gefährden könnten („too big to fail“). Es bestehe immer noch ein Risiko von 67 Prozent, dass die Steuerzahler in den nächsten 100 Jahren für eine Rettung der Kreditinstitute aufkommen müssten. Aus diesem Grund sollten die Kapitalanforderungen für Geldhäuser mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Milliarden Dollar „deutlich“ erhöht werden.  Den Rest des Beitrags lesen »

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The World Economy in 2018

Posted by hkarner - 24. Dezember 2017

Michael J. Boskin is Professor of Economics at Stanford University and Senior Fellow at the Hoover Institution. He was Chairman of George H. W. Bush’s Council of Economic Advisers from 1989 to 1993, and headed the so-called Boskin Commission, a congressional advisory body that highlighted errors in official US inflation estimates.

In the tenth year since the start of the global financial crisis, the US economy reached a new high-water mark, and the global economy exceeded expectations. But whether these positive trends continue in 2018 will depend on a variety of factors, from fiscal and monetary policymaking to domestic politics and regional stability.

STANFORD – All major macroeconomic indicators – growth, unemployment, and inflation – suggest that 2017 will be the American economy’s best year in a decade. And the global economy is enjoying broad, synchronized growth beyond what anyone expected. The question now is whether this strong performance will continue in 2018.

The answer, of course, will depend on monetary, fiscal, trade, and related policies in the United States and around the world. And yet it is hard to predict what policy proposals will emerge in 2018. There are relatively new heads of state in the US, France, and the United Kingdom; German leaders still have not formed a governing coalition since the general election in September; and the US Federal Reserve has a new chair awaiting confirmation. Moreover, major changes in important developing economies such as Argentina, Saudi Arabia, and Brazil have made the future outlook even murkier. Den Rest des Beitrags lesen »

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As Fed Tightens, Europe Hangs Loose

Posted by hkarner - 16. Dezember 2017

Date: 15-12-2017
Source: The Wall Street Journal

Region’s banks in no rush to follow the Fed in raising rates

Central banks in Europe showed continued caution about the region’s economic recovery on Thursday, signaling that they are in no rush to follow the Federal Reserve in steadily raising interest rates despite a rare synchronized expansion across the world economy.

The European Central Bank left its interest rates unchanged, even as its new economic projections forecast strong growth for the 19-nation eurozone through 2020.

“The incoming information indicates a strong pace of economic expansion and a significant improvement in the growth outlook,” said Mario Draghi, the ECB’s president, in a news conference.

The ECB’s economists now expect the eurozone’s economy will grow by 2.3% in 2018, a big increase from the 1.8% growth projected as recently as September. They continue to expect this year to be the currency area’s best since 2007. Den Rest des Beitrags lesen »

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Renovating the Fed

Posted by hkarner - 3. Dezember 2017

– Stan Druckenmiller (hat tip Steve Blumenthal)

The Federal Reserve will soon have a new chair, assuming the Senate confirms Jerome Powell as Janet Yellen’s successor. Yellen’s departure will reduce the nominally seven-member Board of Governors to only three. That may or may not be a good thing, depending on some other events.

In fact, in talking with some of my Fed-watching friends, it appears the world’s most important central bank is about to experience some potentially profound changes – not just in personnel but more importantly in the kind of people who lead it. Those changes could, in turn, have some serious economic impacts; so it’s worth taking a deeper look.

Nonmusical Chairs Den Rest des Beitrags lesen »

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Mini-Zinsen gefährden Finanzsystem

Posted by hkarner - 29. November 2017

Sie haben die lockere Geldpolitik zu verantworten. Nun aber warnen die Notenbanken selbst vor ihr. Die Leute seien sorglos, Banken im Fall eines Schocks zu wenig abgesichert.

Wien. Manch Ökonom warnt schon lange davor. Nun werfen auch die Notenbanken das Alarmlicht an. Am deutlichsten die Deutsche Bundesbank, die gestern die Sorglosigkeit angesichts der boomenden Konjunktur geißelte. Es bestehe die Gefahr, dass Risiken für die Finanzstabilität unterschätzt würden, schreibt sie in ihrem „Finanzstabilitätsbericht 2017“, der in Frankfurt vorgestellt wurde. Das Problem: Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei der Straffung der geldpolitischen Zügel säumiger ist als die US-Notenbank Fed.

Zwar wachse die deutsche Wirtschaft bereits das achte Jahr in Folge und Haushalte wie Firmen könnten sich günstig finanzieren, so die Bundesbank: Aber die Bewertungen vieler Kapitalanlagen seien sehr hoch. Auch nehme der Anteil niedrig verzinster Anlagen in den Bilanzen von Banken und Versicherern stetig zu. Sorge bereitet der Bundesbank zudem die sich immer schneller drehende Preisspirale bei Immobilien. Den Rest des Beitrags lesen »

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Has Trump Captured the Fed?

Posted by hkarner - 5. November 2017

Joseph E. Stiglitz, recipient of the Nobel Memorial Prize in Economic Sciences in 2001 and the John Bates Clark Medal in 1979, is University Professor at Columbia University, Co-Chair of the High-Level Expert Group on the Measurement of Economic Performance and Social Progress at the OECD, and Chief Economist of the Roosevelt Institute. A former senior vice president and chief economist of the World Bank and chair of the US president’s Council of Economic Advisers under Bill Clinton, in 2000 he founded the Initiative for Policy Dialogue, a think tank on international development based at Columbia University. His most recent book is The Euro: How a Common Currency Threatens the Future of Europe.

US President Donald Trump has an uncanny ability to embrace economic policies, such as the Republicans‘ proposed tax cuts, that benefit him personally. In choosing the relatively moderate Jerome Powell to chair the Federal Reserve, he realized that an extremist would raise interest rates – any real-estate developer’s worst nightmare.

NEW YORK – One of the important powers of any US president is to appoint members and heads of the many agencies that are responsible for implementing the country’s laws and regulations and, in many cases, governing the economy. Perhaps no institution is more important in that regard than the Federal Reserve.

In exercising that power, Donald Trump has broken a long-standing pattern, going back almost a half-century, whereby the president reappoints (on a non-partisan basis) the incumbent Fed chair, if he or she has been seen to be doing a good job. Probably no chair has done a better job, in a particularly difficult moment, than Janet Yellen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Donald Trump’s Federal Reserve

Posted by hkarner - 4. November 2017

Kenneth Rogoff, Professor of Economics and Public Policy at Harvard University and recipient of the 2011 Deutsche Bank Prize in Financial Economics, was the chief economist of the International Monetary Fund from 2001 to 2003. The co-author of This Time is Different: Eight Centuries of Financial Folly, his new book, The Curse of Cash, was released in August 2016.

Jerome Powell, US President Donald Trump’s pick to succeed Janet Yellen as Fed Chair, will face some extraordinary challenges at the outset of his five-year term. But the greatest challenge of all will be to stay out of Trump’s shadow and uphold the Fed’s independence.

CAMBRIDGE – With the appointment of Jerome Powell as the next Chair of the United States Federal Reserve Board, Donald Trump has made perhaps the most important single decision of his presidency. It is a sane and sober choice that heralds short-term continuity in Fed interest-rate policy, and perhaps a simpler and cleaner approach to regulatory policy.

Although Powell is not a PhD economist like current Fed Chair Janet Yellen and her predecessor, Ben Bernanke, he has used his years as an “ordinary” governor at the Fed to gain a deep knowledge of the key issues he will face. But make no mistake: the institution Powell will now head rules the global financial system. All other central bankers, finance ministers, and even presidents run a distant second. Den Rest des Beitrags lesen »

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Geldpolitik: Ein neuer Steuermann bei tückisch ruhiger See

Posted by hkarner - 2. November 2017

Jerome Powell dürfte als Trumps Wahl für den Fed-Chefposten die Zinspolitik von Janet Yellen fortsetzen, aber die Zügel für Banken leicht lockern. Das wirtschaftliche Umfeld ist dafür viel heikler und unsicherer, als es erscheint.

Wien/Washington. Donald Trump macht aus allem eine Show. Aber am Ende des inszenierten Schaulaufens um die neue Spitze der Notenbank Fed traf der US-Präsident offenbar eine erstaunlich ausgewogene, unspektakuläre Entscheidung: Jerome Powell wäre ein Pragmatiker, Zentrist, Kompromisskandidat – und vor allem ein Garant dafür, dass die wichtigste Zentralbank der Welt ihre Politik der behutsamen Zinserhöhungen und des vorsichtigen Ausstiegs aus den Anleihekäufen fortsetzt. Der Favorit galt am Donnerstag schon als fix gesetzt; offiziell verkündet hat Trump seine Entscheidung erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Der Senat muss Trumps Wahl noch absegnen; das Mandat der aktuellen Fed-Chefin Janet Yellen läuft Anfang Februar aus.

Überspitzt lässt sich sagen: Der größte Unterschied zu ihrem erwarteten Nachfolger wäre, dass er nicht Janet Yellen heißt. Seit 2012 gehört Powell dem Direktorium der Fed an; keine einzige Entscheidung hat er seitdem nicht mitgetragen oder auch nur öffentlich infrage gestellt. Dennoch wollte Trump einen Akzent setzen (worauf die meisten früheren Herren im Weißen Haus verzichteten: Seit 1979 wurde noch jedem Fed-Chef eine zweite Amtszeit gewährt). Den Rest des Beitrags lesen »

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