Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Banken’

Arte: Lehman Whistleblowers – Der Gorilla im 31. Stock

Posted by hkarner - 20. September 2018

Unbedingt ansehen: online Verfügbar von 18/09/2018 bis 15/10/2018  https://www.arte.tv/de/videos/080155-000-A/inside-lehman-brothers/

Die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers markierte den Beginn der Finanzkrise von 2008. Firmeninterne Whistleblower erzählen, wie sie damals vergeblich gewarnt haben und in der Folge massiv unter Druck gesetzt wurden. Heute scheint sich die Finanzwelt wieder berappelt zu haben – und das Zocken geht weiter.

Am Anfang der Finanzkrise von 2008 stand die Insolvenz einer Bank: Lehman Brothers, eine Investmentbank mit einem Schuldenberg von 613 Milliarden US-Dollar. Die größte Bankenpleite alle Zeiten. Firmeninterne Whistleblower von Kalifornien bis zur Wall Street hatten damals vergeblich Alarm geschlagen: Matthew Lee, einer der Vizepräsidenten von Lehman Brothers, weigerte sich, Finanztransaktionen in zweistelliger Milliardenhöhe zu genehmigen; Sylvia Vega-Sutfin und ihre Kollegen entdeckten in einer Kreditbank der Lehman Brothers Holding Inc. unzählige Betrugsfälle. Als sie ihre Vorgesetzten informierten, wurden sie unter Druck gesetzt oder sexuell belästigt. Lee wurde entlassen, Sylvia Vega-Sutfin und ihre Kollegen kündigten schließlich selbst, nachdem sie durch die Hölle gegangen waren. Sie warnen: Geschichte wiederholt sich. Mit der Bankensanierung kamen auch die schlechten Angewohnheiten zurück. Toxische Papiere, derivative Finanzinstrumente – die Mechanismen haben sich kaum verändert. Donald Trump setzt alles daran, die zerbrechlichen Schutzvorrichtungen seines Vorgängers einzureißen. Schlimmer noch: Trump regiert nun mit denjenigen, die das System in den Bankrott führten. „Inside Lehman Brothers“ gibt Einblicke in ein krankes System, das jegliche Warnzeichen ignoriert. Die Vorfälle von 2008 könnten sich jederzeit wiederholen. Der Kampf der Whistleblower ist alles andere als vorbei – doch sie finden immer noch kaum Beachtung.
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Arte: HSBC – Die Skandalbank

Posted by hkarner - 19. September 2018

Unbedingt sehenswert: https://www.arte.tv/de/videos/069080-000-A/die-skandalbank/

87 Min.
Verfügbar von 11/09/2018 bis 16/11/2018
Live verfügbar: ja

Seit der Bankenkrise 2008 war die HSBC in unzählige Skandale verwickelt. Egal ob Geldwäsche von Drogeneinnahmen, Steuerbetrug oder Korruption – die Bank schreibt immer wieder Schlagzeilen und kommt jedes Mal mit einem Bußgeld davon, ohne Prozess oder Verurteilung. Der Begriff „Too Big to Jail“, sprich zu groß für eine Gefängnisstrafe, scheint ihr auf den Leib geschrieben zu sein.

Seit der Bankenkrise 2008 war die HSBC in unzählige Skandale verwickelt. Egal ob Geldwäsche, Steuerbetrug, Korruption oder Zins- und Währungsmanipulation, immer wieder macht die britische Bank Schlagzeilen. Und jedes Mal kommt sie wieder mit einem Bußgeld davon, ohne Prozess oder Verurteilung. Der Begriff „Too Big to Jail“, also „zu groß für eine Gefängnisstrafe“, scheint der Bank auf den Leib geschrieben zu sein. Behörden und Richter haben scheinbar vor diesem Finanzimperium kapituliert – wäre die HSBC ein Land, wäre es die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Abgetakelte Banker auf der Suche nach dem Sinn – oder ein neuer Geist?

Posted by hkarner - 18. September 2018

FREIBANKER ist eine Unternehmensberatung mit Sitz in Wien.
Als ehemalige Banker haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Banken auf ihrem Weg in die digitalisierte Gegenwart und Zukunft zu begleiten und dabei die Frage nach dem Sinn und dem Warum als zentrales Thema allen Veränderungsvorhaben voran zu stellen. Auf diese Weise wollen wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit, Diversität und Resilienz der Branche leisten.

Kommentar von H.F. Karner: „Klingt nicht schlecht! Aber kann man das mit diesem beruflichen Background liefern (fast alles frei gewordene RBI/RZB Banker)? Die Gefahr der neuen Schläuche für alten Wein ist nicht von der Hand zu weisen. Die handelnden Personen sind mir jedenfalls nicht bekannt als Querdenker und kritische Reflektoren zum Bankensystem“. (hfk)

 

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A Better Bailout Was Possible

Posted by hkarner - 18. September 2018

Rob Johnson

Rob Johnson is President of the Institute for New Economic Thinking and a senior fellow and Director of the Global Finance Project for the Franklin and Eleanor Roosevelt Institute.

George Soros is Chairman of Soros Fund Management and Chairman of the Open Society Foundations. A pioneer of the hedge-fund industry, he is the author of many books, including The Alchemy of Finance, The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crisis of 2008 and What it Means, and The Tragedy of the European Union.

Back in 2008, a critical opportunity was missed when the burden of post-crisis adjustment was tilted heavily in favor of creditors relative to debtors. The result was not only prolonged stagnation, but also the Republican Party’s embrace of demagogic populism and the election of Donald Trump.

NEW YORK – The recent exchange between Joe Stiglitz and Larry Summers about “secular stagnation” and its relation to the tepid economic recovery after the 2008-2009 financial crisis is an important one. History does not repeat itself, but it rhymes, Mark Twain reportedly once said. But, to paraphrase Bob Dylan, in light of our recent economic history, history doesn’t rhyme, it swears.1

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Weidmann: „Deutsche Banken waren nicht nur Opfer“

Posted by hkarner - 17. September 2018

Viele deutsche Institute seien hohe Risiko eingegangen, kritisiert Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

Weidmann äußert sich zum Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren.

Zehn Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und der darauf folgenden weltweiten Bankenkrise sieht der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, die Ursachen für die Krise nicht allein in den USA. Die Krise habe zwar in den USA ihren Anfang genommen, „aber die deutschen Banken waren nicht nur Opfer“, sagte Weidmann der „Bild“-Zeitung (Montag).

„Die Finanzkrise war auch eine deutsche Krise.“ Viele deutsche Institute seien hohe Risiken eingegangen, die sie letztlich nicht tragen konnten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Milliarden für die Banken: Wurden nach Lehman nur die Reichen gerettet?

Posted by hkarner - 15. September 2018

Gute Analyse. Szigetvari wird immer mehr zum Star-Analytiker. Gratulation dem Standard! (hfk)

András Szigetvari, 15. September 2018, 08:00 derstandard.at

Unzählige Finanzinstitute wurden aufgefangen. Die Rettungsaktionen gelten als teuer unpopulär. Wer so denkt, macht es sich zu einfach

In den zehn Jahren seit Lehman hat sich in weiten Teilen der Gesellschaft die Ansicht durchgesetzt, dass in der Finanzkrise nur die Reichen gerettet wurden. Den Banken wurden milliardenschwere Notpakete nachgeworfen, um Spekulanten und Gläubiger aufzufangen, während die Steuerzahler die Verluste umgehängt bekamen, so der Vorwurf. Und tatsächlich waren Geldgeber der großen Finanzinstitute lange Zeit tabu: Ihre Forderungen wurden beglichen, ganz gleich, wie viel Steuergeld dafür verwendet wurde. Ein Blick zurück auf die entscheidenden Wendepunkte zu Beginn der Finanzkrise 2008 zeigt, dass sich diese Geschichte für die handelnden Akteure etwas anders darstellte. Chaotisch und improvisiert liefen die Rettungsaktionen in der Finanzwelt an. Oft hatte niemand den Überblick – und gerettet wurden eben nicht „nur“ die Reichen. Der Epilog zu Lehman beginnt am 11. März 2008 mit der Investmentbank Bear Stearns. Das Haus zählt nicht zu den größten an der Wall Street, gerät aber an diesem Dienstag in die Schlagzeilen.

Ein Investmenthaus etabliert sich

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The catastrophe if another global financial crisis strikes

Posted by hkarner - 14. September 2018

Date: 13-09-2018
Source: The Economist

Multilateral co-operation is on the wane today but is essential, says Arancha González of the International Trade Centre

IT IS 2020. The world economy is in a deep recession. Two years have passed since America imposed tariffs on many of its trading partners, prompting retaliation from China, Canada, the European Union and others. Negotiations to resolve differences faltered amid tensions over trade surpluses and deficits. The effects of the protectionist measures seemed modest at first, when global economic growth was still fairly strong. But costs gradually started to add up for businesses and consumers. Investments faltered. Global supply chains choked.

Then, in 2019, the American business cycle turned. In China, confidence in corporations’ ability to service debt fell. Financial markets plummeted. As the renminbi lost value, making Chinese products cheaper abroad, the American government placed even tougher quotas on many imports. Surplus goods from China flooded into other markets, where pressure to raise import barriers became irresistible. The downturn worsened. Job losses soared into the tens of millions.

This account is fiction, of course. But ten years ago this autumn, something similar might well have unfolded. Den Rest des Beitrags lesen »

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Spalt folgt Treichl 2020 an Spitze der Erste Group

Posted by hkarner - 13. September 2018

Cooling Off??? Das gilt doch nicht für Treichl!

Sowohl im österreichischen Corporate-Governance-Kodex als auch im österreichischen Aktienrecht. Seit 2012 sieht § 86 Abs. 4 Aktiengesetz eine sogenannte Cooling-off-Periode von zwei Jahren vor. Das Verstreichen dieses Zeitraums soll bewirken, dass der Vorstand Abstand zu „seinem“ Unternehmen gewinnt. (hfk)

13. September 2018, 15:03 derstandard.at

Nach langem Nachdenken wird der Aufsichtsrat der Erste Group Bernhard Spalt zum nächsten Chef der Großbank machen

Wien – Der Aufsichtsrat der Erste Group hat am Donnerstag in einer Sitzung entschieden, wer dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Andreas Treichl 2020 nachfolgen wird. Die Wahl fiel auf Bernhard Spalt, einen Juristen, der seit 1991 in der Erste Bank arbeitet. Der 50-Jährige war in diversen Ländern in Führungsfunktionen im Einsatz, zuletzt als Risikochef in der rumänischen Erste-Group-Tochter BCR.

Derzeit ist Spalt Risikovorstand der Erste Bank. Die Entscheidung ist schon seit längerem angestanden. „Es ist eine große Ehre Andreas Treichl an der Spitze der Erste Group zu folgen. Ich sehe für uns als Bank enorme Wachstumschancen, nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf die Realwirtschaft in Zentral- und Osteuropa sowie auf innovative Produkte und Dienstleistungen wie unsere digitale Banking-Plattform George“, wurde Spalt in einer Aussendung zitiert.

Andreas Treichl zieht sich nach vielen Jahren an der Spitze der Erste Group in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurück. Treichl ist einer der längstdienenden Vorstandsvorsitzenden im internationalen Bankwesen, sein Vertrag wurde zuletzt bis 2020 verlängert. Unter ihm hat die Bank massiv expandiert. Der 66-Jährige wird sich in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurückziehen. (gra, 13.9.2018) – derstandard.at/2000087289235/Spalt-folgt-Treichl-2020-an-Spitze-der-Erste-Group

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Post-Bank im Eigenbau als Ersatz für Bawag

Posted by hkarner - 13. September 2018

Luise Ungerboeck,12. September 2018, 06:00 derstandard.at

Angesichts erodierender Margen und Nullzinsen sehen Branchenkenner die Partnerschaft zwischen gelber Post und der Fintech Group als Experiment

Einen Namen hat das neue Institut noch nicht. Fest steht nur, dass es 2020 in Betrieb gehen und idealerweise das Wort „Post“ im Namen tragen soll. Denn die von der Österreichischen Post AG und der Fintech Group in Frankfurt zu gründende Bank wird ihren Marktauftritt in mehr als 433 Postfilialen in Österreich haben, mehr als 1300 Postpartner werden einfache Produkte vertreiben.

Ein Kinderspiel wird das Geschäft für den Newcomer auf dem mehr als gut gefüllten Bankenmarkt nicht. „Es kommt sehr auf die Kostenstruktur an“, sagt Finanzprofessor Stefan Pichler von der Wirtschaftsuniversität Wien. „Wenn die Produkte und die Kostenstruktur stimmen, kann es schon funktionieren.“

Ob das mit hunderten de facto beamteten Finanzberatern der Post der Fall sein wird, die bisher im Dienste der Bawag gearbeitet haben (davon rund 150 sind zwischenzeitlich in Pension oder in anderen Positionen beschäftigt), hängt auch vom Businessmodell ab, das Post und Fintech ihrem Joint Venture, an dem jeder 50 Prozent hält, zugrunde legen. Den Rest des Beitrags lesen »

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ZEHN JAHRE NACH LEHMAN – EINE ZWISCHENBILANZ

Posted by hkarner - 13. September 2018

Wilfried Stadler, Furche 13/9/2018

Am Montag, dem 15. September 2008, nach mehreren Wochen letztlich vergeblicher Rettungsversuche, stürzte die Pleite von Lehman Brothers, einer der damals größten Investmentbanken der Welt, das internationale Bankensystem in seine tiefste Krise seit den Dreißigerjahren. Die Zahlungsunfähigkeit des noch am Freitag davor als unsinkbares Schiff geltenden Finanz-Kolosses löste eine Kaskade von drastischen Folgewirkungen aus. Das ominöse Datum hat sich auch deshalb tief im kollektiven Gedächtnis eingenistet, weil sich die Finanzkrise gerade in Europa in der Folge zu einer handfesten politischen Krise ausgewachsen hat. Zehn Jahre danach sieht zwar alles wieder sicherer aus – aber eine neue Normalität liegt wohl immer noch in weiter Ferne.

Marktschwankungen und spekulative Ausschläge von Bewertungen nach oben und unten gehörten immer schon zum gewissermaßen normalen Geschehen auf den internationalen Finanzmärkten. In besonderen Situationen wurden daraus handfeste Krisen. Über lange Zeiträume hinweg waren davon vor allem politisch weniger gefestigte Länder wie Argentinien oder Russland betroffen. Was 2008 passierte, betraf jedoch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die über Jahrzehnte als sicher geltenden Staaten des Westens mit ihren hochkomplexen Großbanken.

Bis auf wenige, an einer Hand abzählbare Ausnahmen hatte niemand aus dem Kreis der an den Unis, in den Notenbanken und den Aufsichtsbehörden beschäftigten Ökonomen eine ernsthafte Krise dieses Ausmaßes kommen sehen. Im Gegenteil: das Platzen der „New-Economy“-Kursblase zur Jahrtausendwende war von der Finanzbranche dank der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed so gut weggesteckt worden, dass man sich in einer weitgehend krisenbefreiten Phase ökonomischer Stabilität wähnte. Der damalige Fed-Präsident Ben Bernanke sprach 2006 gar von einer „great moderation“. Dieser Besänftigungs-Modus wurde noch dadurch verstärkt, dass die gerade erst nachgeschärften Regelwerke für das Bankwesen („Basel II“) vermeintlich für eine höhere Sicherheit im Bankwesen sorgten. Mit den modernsten Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung wurde die Einhaltung von Risikogrenzen strenger überwacht als je zuvor. Den Rest des Beitrags lesen »

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