Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Austria’

Sie können nicht, und sie wollen nicht

Posted by hkarner - 27. Februar 2017

So, wie es derzeit läuft, ist die Föderalismusreform nicht zu schaffen.

Beinahe hat es schon so ausgesehen, als würde mit dem Frühling ein kleines Reformlüftchen ins Land wehen. Was die neu geschaffene Bund-Länder-Kommission zur Föderalismusreform bei ihrer ersten Zusammenkunft am Wochenende von sich gegeben hat, zeigt aber: Sie können nicht, und sie wollen nicht. 

Nur zur Erinnerung: Die verworrene Bund-Länder Konstruktion mit ihren unklaren Kompetenzen gilt unter Fachleuten als größter Bremsklotz für die Modernisierung des Landes. Und die intransparenten Finanzströme zwischen den Gebietskörperschaften gelten als dessen größte Geldvernichtungsmaschine.

Das zu reparieren würde eine umfassende Verfassungsreform erfordern. Man kann sich da ruhig an den Österreich-Konvent halten, der dafür schon vor mehr als zehn Jahren recht brauchbare Vorschläge gemacht hat. Den Rest des Beitrags lesen »

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Krankenkassen: Statt 18 reichen auch fünf aus

Posted by hkarner - 27. Februar 2017

Damit die Milliarden im Gesundheitssystem effizienter eingesetzt werden, spricht sich die Industriellenvereinigung für weniger Krankenkassen aus. Auch das System der Selbstverwaltung soll reformiert werden.

Derzeit leistet sich Österreich 18 verschiedene Krankenkassen. Neben den neun Gebietskrankenkassen (eine für jedes Bundesland) gibt es fünf Betriebskrankenkassen, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern, die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (Beamte), die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau.

Nach Ansicht der Industriellenvereinigung soll es nur noch drei bis vier Krankenkassen für Unselbstständige und eine österreichweite Kasse für Selbstständige geben. Die drei bis vier Krankenkassen für Unselbstständige sollen sich nicht nach Bundesländern, sondern nach topografischen Regionen richten. Basis dafür ist der österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG). Dieser sieht schon die Aufteilung in vier Versorgungszonen vor. In die Versorgungszone Ost fallen das Burgenland, Niederösterreich und Wien. Die Zone Nord umfasst Oberösterreich und Salzburg. Kärnten und die Steiermark fallen in die Zone Süd. Vorarlberg und Tirol sind in der Versorgungszone West. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Sumpf, die Frösche und die Kassenreform

Posted by hkarner - 21. Februar 2017

Der Sozialversicherungs-Wildwuchs schreit nach rascher Strukturreform.

Dabei wäre die Sache ganz einfach: Die Regierung müsste nur aus der Pflichtversicherung eine Versicherungspflicht machen. Die Versicherten also selbst darüber entscheiden lassen, welchem Versicherungsträger sie ihre Beiträge abliefern. Der Markt wäre dann ganz schnell bereinigt. Ganz ohne teure Studie der London School of Economics und ganz ohne langwierige politische Verhandlungen.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreich als Dividendenwüste

Posted by hkarner - 20. Februar 2017

20. Februar 2017, 17:07 derstandard.at

 Österreichs Firmen haben im Vorjahr um ein Fünftel weniger Dividenden ausgezahlt. In der EU haben die Ausschüttungen hingegen um mehr als vier Prozent zugelegt.

Paris – Europäische Unternehmen haben im vergangenen Jahr einer Studie zufolge deutlich höhere Dividenden ausgeschüttet. Konzerne in der EU ohne Großbritannien zahlten ihren Anlegern 2016 knapp 220 Milliarden Dollar aus (rund 207 Milliarden Euro), wie die Gesellschaft Henderson Global Investors errechnete. Das war ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Österreich war bei den Dividendenausschüttungen mit lediglich 400 Mio. Dollar Schlusslicht mit der Ausnahme Griechenlands. Henderson Global verzeichnet seit 2010 einen kontinuierlichen Rückgang der österreichischen Dividendenzahlungen. Damals waren es noch 1,5 Mrd. Dollar, 2015 waren es 0,5 Mrd. Dollar. Frankreich war laut Studie „mit Abstand der größte Dividendenzahler in Europa“ ohne Großbritannien. Die Ausschüttungen stiegen dort um fast zwölf Prozent auf 54,3 Milliarden Dollar. Den Rest des Beitrags lesen »

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Volksbank Wien verliert Vorstandsdirektor

Posted by hkarner - 17. Februar 2017

Wolfgang Schauer wurde von einer regionalen Volksbank (Kufstein) 2015 in den Vorstand der Volksbank Wien geholt, um die schauerVolksbanken und deren Kultur in der Zentrale zu vertreten. Er hat den Bereich „Markt“ und damit auch die Liaison zu den regionalen Volksbanken übernommen.

Nun ist er ausgeschieden. So attraktiv und zukunftssicher ist ihm der Job wohl erschienen.

Es spricht auch für die transparente Kommunikation der Volksbank Wien, dass es dazu keine Mitteilung an die Öfffentlichkeit gab. (hfk)

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Volksbanken haben gutes Moody’s-Rating zurück – Fit für Kapitalmarkt

Posted by hkarner - 17. Februar 2017

boerse-express, 17/2

Die alte ÖVAG musste 2012 vom Staat aufgefangen werden

(c)   

Nach der Zerschlagung der Volksbanken AG (ÖVAG) haben sich die Volksbanken wieder erfangen. Am Donnerstag bekam das neue Volksbanken-Zentralinstitut, die Volksbank Wien, das lang ersehnte Investmentgrade-Rating von der US-Agentur Moody’s zurück. Die Volksbank Wien wird mit Baa2 eingestuft – eine sichere Note, mit der sie bei moody-ratingsBedarf wieder Emissionen am Kapitalmarkt begeben kann.

Die alte ÖVAG musste 2012 vom Staat aufgefangen werden und wurde in der Folge von den Ratingagenturen abgestraft. Die ÖVAG-Anleihen wurden als spekulativ bzw. Ramsch tituliert. Moody’s stellte die Benotung ganz ein, Fitch beurteilte die Bonität immer schlechter, zuletzt Anfang 2015.

Zwischenzeitlich hat die neu formierte Volksbankengruppe ihren Fusionsplan abgearbeitet, Ende 2016 eine erste Tranche an Staatsgeld zurückgezahlt.

Laut Moody’s ist die Volksbank Wien kapitalmäßig jetzt deutlich besser ausgestattet. Die Kreditrisiken seien moderat, die Liquidität stark. Der Ausblick für alle Langzeitratings ist stabil.

„Alle wesentlichen Finanzkennzahlen konnten in den letzten zwei Jahren aus eigener Kraft verbessert werden und belegen, dass die Volksbanken Wien AG heute auf sehr soliden Beinen steht“, so Generaldirektor Gerald Fleischmann am Freitag.

Kritisch merkt die Ratingagentur an, dass sich die einzelnen Volksbanken schwertun, intern Kapital aufzustellen. Dies wegen der derzeit niedrigen Zinsen und der hohen Betriebskosten.

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Der Schelm und die Parteifinanzen

Posted by hkarner - 15. Februar 2017

Das Wohnpaket der Regierung macht Experten ein wenig ratlos.

Im neuen Regierungsprogramm hat sich die Koalition unter anderem auch vorgenommen, institutionelle Anleger zu Investitionen in gemeinnützige Wohnbauträger zu animieren. Und seitdem sind Experten ein wenig ratlos.

Geschehen soll das nämlich dadurch, dass Anteile an solchen Wohnbauträgern nicht mehr nur (wie jetzt) zum ursprünglich einbezahlten Wert, sondern zu einer Art Marktpreis gehandelt werden können. Im Regierungspapier heißt es, dass der „künftige Verkaufspreis über dem Kaufpreis“ liegen können soll. Mit dem Zusatz „ohne dass es zu höheren Gewinnausschüttungen der Wohnbauträger kommen muss“. Die sind derzeit mit 3,5 Prozent des (niedrigen) einbezahlten Grundkapitals begrenzt.

Da könnte die Investorensuche schwierig werden: Ein solcher Investor würde nämlich ohne Aussicht auf eine vernünftige Rendite teure Anteile kaufen. Wieso sollte er das wollen? Eine Möglichkeit wäre, auch die Begrenzung der Gewinnausschüttungen zu kippen. Aber dann wären das keine gemeinnützigen Wohnbauträger mehr. Sondern ganz normale Immo-Firmen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wenn Gartenzwerge Umweltpolitik in ihrem Schrebergarten betreiben

Posted by hkarner - 13. Februar 2017

Das Flughafen-Urteil zeigt ein durchgängiges Muster österreichischer Umweltpolitik: dem Standort zu schaden, ohne der Umwelt wirklich zu nutzen.

Österreichische Umweltpolitiker neigen zum sogenannten Golden Plating. So nennen Fachleute die musterknabenhafte Übererfüllung von internationalen Vorgaben. Sehr schön für das nationale Ego, aber man kann damit auch ganz ordentlich auf die Nase fallen.

Wie etwa bei den Kyoto-Vorgaben für die Reduktion von Treibhausgasen: Da hat sich Österreich selbst recht heftige, weit über den EU-Schnitt hinausgehende Reduktionsziele gesetzt – und dann kein einziges Mal eingehalten.

Eine ziemlich blöde Geschichte, denn einmal gesetzte Ziele sind natürlich verbindlich. Deren absehbare Nichteinhaltung hat Jahr für Jahr Strafzahlungen in Millionenhöhe beziehungsweise Millionenausgaben für den Zukauf von Zertifikaten nach sich gezogen.

Bisher war Golden Plating eine ausschließliche Domäne der Politik. Jetzt hat diese Unsitte offenbar auch auf die Gerichte übergegriffen. Die Untersagung des Baus der dritten Piste auf dem Wiener Flughafen durch das Bundesverwaltungsgericht fällt beispielsweise in diese Kategorie. Den Rest des Beitrags lesen »

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22 Mio. durch Crowdfunding

Posted by hkarner - 8. Februar 2017

Das Volumen des von Crowdinvestoren eingesammelten Geldes hat sich seit 2015 verdoppelt. Heuer soll es weiter bergauf gehen.

Wien. Crowdinvesting boomt: Die österreichischen Plattformen haben im Vorjahr 22,7 Mio. Euro durch Crowdinvestoren eingesammelt und damit 71 Projekte finanziert, teilte der Fachverband der Finanzdienstleister am Mittwoch mit. Das sei mehr als das Doppelte der Summe aus 2014 und 2015 und gegenüber 2015 ein Plus von 161 Prozent oder 14 Mio. Euro.
Für heuer seien mindestens Steigerungen wie im Vorjahr zu erwarten, so Paul Pöltner, Vorsitzender des Fachausschusses Crowdinvesting-Plattformen im Finanzdienstleister-Fachverband. Es werden auch neue Plattformen dazukommen.

Deutlich zu erkennen sei der Boom durch das Alternativfinanzierungsgesetz: „Seit dieses im Herbst 2015 in Kraft getreten ist, wurde etwa vier mal soviel gesammelt wie davor“, so Pöltner, der mit Conda auch eine Crowdinvesting-Plattform betreibt, in der heutigen Pressemitteilung. Größtes Projekt war im Vorjahr das erfolgreiche Crowd-investing für den Wiener Fußballklub Rapid mit drei Mio. Euro. Seit Bestehen der österreichischen Plattformen im Jahr 2013 wurden insgesamt 143 Projekt mit einer Gesamtsumme von 34,5 Mio. Euro finanziert. 16 Projekte hätten die Fundingschwelle nicht erreicht. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schwarzenberg nennt Österreichs Pläne für Arbeitsmarkt „Blödheit“

Posted by hkarner - 5. Februar 2017

4. Februar 2017, 12:31 derstandard.at

Ex-Außenminister: „Entweder sind sie EU-Mitglied oder sie sind es nicht“

schwarzenberg-ccPrag/Wien – Der Chef des außenpolitischen Ausschusses im tschechischen Abgeordnetenhaus, Karel Schwarzenberg, hat die Absicht Österreichs, den Zugang der EU-Bürger zum österreichischen Arbeitsmarkt zu beschränken, indirekt als „Blödheit“ bezeichnet.

„Österreich steht vor Wahlen und auch bei uns sagt man vor den Wahlen verschiedene Blödheiten“, sagte der ehemalige Außenminister gegenüber der Tageszeitung „Pravo“ (Samstag-Ausgabe). Österreich kann aber laut Schwarzenberg mit dieser Absicht bei der EU nicht durchkommen.

„Entweder sind sie EU-Mitglied oder sie sind es nicht (…) Glauben Sie, dass die EU den Österreichern das erlaubt, was sie England nicht erlaubt hat?“, so Schwarzenberg in dem Interview. Auf die Frage, ob der geplante Austritt Großbritanniens nicht eine Erosion der EU gestartet habe, antwortete Schwarzenberg, er könne „keine Blödheit ausschließen“. (APA, 4.2.2017) – derstandard.at/2000052104659/Schwarzenberg-nennt-OesterreichsArbeitsmarktplaene-Bloedheit

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