Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Euro’

Europas Banken sitzen auf 813 Mrd. Euro an faulen Krediten

Posted by hkarner - 5. August 2018

Es drohe „Ansteckungsgefahr“ für das europäische Bankensystem, zitiert die „Bild“ einen Bericht des deutschen Finanzministeriums. Besonders Griechenland, Zypern und Italien seien betroffen.

Vor allem in den Bilanzen südeuropäischer Banken sind die faulen Kredite zu finden.

Die Europäische Bankenaufsicht schätzt einem Medienbericht zufolge die Summe der Problem-Kredite in den Bilanzen europäischer Banken zehn Jahre nach der Finanzkrise auf 813 Milliarden Euro. Das berichtete „Bild“ am Samstag mit Verweis auf eine Antwort des deutschen Finanzministeriums auf eine Frage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Der Umfang dieser Kredite sei „im historischen Vergleich hoch“, schreiben die Beamten demnach. Es drohten Schwierigkeiten für einzelne Banken und eine „Ansteckungsgefahr“ für das europäische Banken-System. Genau wie vor zehn Jahren sei ein Großteil der faulen Kredite „im Immobilienbereich zu verorten“, berichtete das Blatt weiter. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Euro am Beginn des dritten Jahrzehnts

Posted by hkarner - 31. Juli 2018

20 Jahre Euro-Geschichte in 5 Minuten: großartig! (hfk)

Hans-Werner Sinn, Professor of Economics and Public Finance at the University of Munich, was President of the ifo Institute and serves on the German economy ministry’s Advisory Council. He is the author, most recently, of The Euro Trap: On Bursting Bubbles, Budgets, and Beliefs.

MÜNCHEN – Wenn man den Zeitpunkt der unwiderruflichen Festlegung der Wechselkurse im Mai 1998 als Startpunkt setzt, ist der Euro nun zwanzig Jahre alt. Das erste Jahrzehnt war Party in Südeuropa, im zweiten herrschte Katerstimmung und das dritte steht im Zeichen einer zunehmenden politischen Radikalisierung.

Die Party kam durch den billigen Kredit zustande, den die Kapitalmärkte Südeuropa unter dem Schutz des Euro zur Verfügung stellten. Plötzlich war Geld genug da, die Gehälter der Staatsbediensteten und die Renten zu erhöhen und außerdem mehr private Konsum- und Investitionsausgaben zu finanzieren.

Die Geldflut erzeugte inflationäre Wirtschaftsblasen, die am Ende des ersten Jahrzehnts platzen, als die Lehman-Krise auch Europa erfasste. Zurück blieben völlig überteuerte Torsos einst halbwegs wettbewerbsfähiger Volkswirtschaften, die in ernste Schwierigkeiten gerieten, weil sich die Kapitalmärkte einer Fortführung der Kreditfinanzierung verweigerten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Währungskommisar: „Die Krise der Eurozone liegt hinter uns“

Posted by hkarner - 21. Juni 2018

Thomas Mayer, 21. Juni 2018, 18:30 derstandard.at

Eurofinanzminister schließen Hilfsprogramm für Griechenland ab, weitere Kreditzahlungen nur bei Reformabschluss

Luxemburg – Die Vorausfreude über einen definitiven Abschluss des dritten Eurohilfsprogramms für Griechenland war Währungskommissar Pierre Moscovici anzusehen. Er strahlte übers ganze Gesicht, als er am Donnerstag zum Auftakt des Treffens der Finanzminister der Eurogruppe in Luxemburg berichten konnte, weil „alles für einen Deal sprechen“ würde. „Wir werden einen historischen Moment erleben“, sagte der Franzose, nach acht langen und harten Jahren, in denen mehrere griechische Regierungen seit dem Ausbruch der Schuldenkrise 2010 nicht weniger als „450 legislative Maßnahmen“, sprich, drastische Spar- und Umstrukturierungsschritte im Land, gesetzt hätten. Jetzt sei Griechenland wieder bereit, an die Märkte zurückzukehren. Athen werde fiskalisch wieder auf eigenen Beinen stehen und sich selber auf den internationalen Finanzmärkten mit Geld versorgen können. „Die Krise der Eurozone liegt hinter uns“, jubelte der Währungskommissar.

Unklarheit bis zuletzt

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Banken wollen 57 Milliarden Euro sparen

Posted by hkarner - 19. Juni 2018

Das Geschäftsmodell der Banken wird durch das Eindringen branchenfremder Unternehmen auf die Probe gestellt. Die Finanzinstitute müssen sich daher etwas überlegen.

Banken und andere Finanzdienstleister zücken den Rotstift: Die Branche plant im deutschsprachigen Raum demnach Einsparungen von insgesamt 57 Milliarden Euro. Davon entfallen allein 47 Milliarden Euro auf die kommenden 18 Monate. Das geht aus einer Studie der Managementberatung Horváth & Partners hervor. Befragt wurden knapp 150 Unternehmen, wobei der größte Teil auf Privat-und Geschäftsbanken sowie Volks-und Raiffeisenbanken entfiel.

Die Finanzbranche steht laut Horváth & Partners unter anderem deshalb unter Druck, weil immer mehr branchenfremde Unternehmen klassische Bankdienste übernehmen würden. Banken müssen daher deutlich effizienter werden, wenn sie am Markt bestehen bleiben wollen, lautet das Urteil. Ein Beispiel für neue Marktteilnehmer dürfte die Solarisbank AG sein.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Euroreform: Deutsch-französische Hörfehler

Posted by hkarner - 18. Juni 2018

Grundlegende weltanschauliche Unterschiede erschweren Berlin und Paris das Ringen um Einigkeit in der Frage, wie die Wirtschafts- und Währungsunion umgebaut werden soll.

Brüssel. Seit der Euro aus dem Ei schlüpfte und die nun 19 Mitglieder der Wirtschafts- und Währungsunion in Wohl und Wehe geldpolitisch aneinanderschmiedete, scheinen französische und deutsche Politiker ungeachtet ihrer Parteizugehörigkeit an zwei komplementären Hörfehlern zu laborieren: Die Deutschen vernehmen nur das Wort „Währungsunion“, wenn es um den Euro geht. Sprich: Budgetdisziplin, Haushaltsregeln, strikte Trennung nationaler Haftungen. Die Franzosen wiederum reden beharrlich von der „Wirtschaftsunion“, welche der Euro begründet habe. Das ziehe die Notwendigkeit von Konvergenz, Ausgleich der ökonomischen Imbalancen und gemeinsamer Umverteilungsmechanismen nach sich. So herzlich Angela Merkel und Emmanuel Macron auch miteinander umgehen: Diese Kluft trennt auch ihre Sichtweisen auf das gemeinsame Geld.

Somit ist die eintägige gemeinsame Klausur der Regierungskabinette Deutschlands und Frankreichs auf dem brandenburgischen Barockschloss Meseberg am Dienstag ein erneuter Versuch, endlich wirklich über dieselbe Sache zu reden, wenn es um die Reform der Eurozone geht. Eine gemeinsame Position für den Europäischen Rat am 28. und 29. Juni in Brüssel soll diesem Treffen entspringen. Monatelang war Berlin angesichts der verfahrenen Koalitionsverhandlungen europapolitisch gelähmt. Nun müsse es umso schneller vorangehen, hörte „Die Presse“ vorige Woche in Paris während mehrerer Gespräche mit Beratern aus den Schaltstellen des französischen Regierungsapparates fast wortgleich. „Ich hoffe, dass niemand mit einem reinen Scheinabkommen zufrieden wäre“, hieß es stellvertretend für diese französischen Erwartungen aus der Präsidentschaftskanzlei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ist der Euro noch zu retten?

Posted by hkarner - 15. Juni 2018

Joseph E. Stiglitz, a Nobel laureate in economics, is University Professor at Columbia University and Chief Economist at the Roosevelt Institute. His most recent book is Globalization and Its Discontents Revisited: Anti-Globalization in the Era of Trump.

NEW YORK – Der Euro steuert möglicherweise auf eine neuerliche Krise zu. Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, hat eine Regierung gewählt, die sich am besten als euroskeptisch beschreiben lässt. Dies sollte niemanden überraschen. Die Gegenreaktion in Italien ist eine weitere vorhersehbare (und vorhergesagte) Episode in der langen Saga eines schlecht konzipierten Währungssystems, in dem die dominante Macht, Deutschland, die notwendigen Reformen behindert und auf einer Politik beharrt, die die dem System innewohnenden Probleme verschärft, wobei sie eine Rhetorik verwendet, die scheinbar die Absicht verfolgt, Leidenschaften anzuheizen.

Italien hat sich seit der Einführung des Euro wirtschaftlich schlecht entwickelt. Sein reales (inflationsbereinigtes) BIP des Jahres 2016 war dasselbe wie das des Jahres 2001. Aber auch für die Eurozone als Ganze läuft es nicht gut. Zwischen 2008 und 2016 ist ihr reales BIP insgesamt um bloße 3% gestiegen. Im Jahr 2000 – ein Jahr nach Einführung des Euro – war die US-Volkswirtschaft lediglich 13% größer als die der Eurozone; 2016 waren es 26%. Nach einem realen Wachstum von rund 2,4% in 2017 – was nicht genug war, um die durch ein Jahrzehnt der Misere verursachten Schäden auszugleichen – ist die Wirtschaft der Eurozone nun erneut ins Stocken geraten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie demokratisch ist der Euro?

Posted by hkarner - 12. Juni 2018

Dani Rodrik is Professor of International Political Economy at Harvard University’s John F. Kennedy School of Government. He is the author of The Globalization Paradox: Democracy and the Future of the World Economy, Economics Rules: The Rights and Wrongs of the Dismal Science, and, most recently, Straight Talk on Trade: Ideas for a Sane World Economy.

SAN SERVOLO, ITALIEN – Italiens Präsident lehnte kürzlich die Ernennung des Euroskeptikers Paolo Savona zum Finanzminister einer Regierung der Parteienallianz zwischen Fünf-Sterne-Bewegung und Lega Nord ab. Nun stellt sich die Frage, ob er damit die Demokratie in seinem Land schützte oder schwächte. Abgesehen von verfassungsrechtlichen Beschränkungen im speziell italienischen Kontext, geht es bei dieser Frage im Kern um demokratische Legitimität. Die schwierigen Probleme in diesem Zusammenhang müssen auf prinzipielle und angemessene Weise angegangen werden, wenn die Gesundheit unserer liberalen Demokratien wiederhergestellt werden soll.

Der Euro stellt eine vertragliche Verpflichtung dar, aus der es im Rahmen der geltenden Spielregeln keine klare Austrittsmöglichkeit gibt. Präsident Sergio Mattarella und seine Verteidiger weisen darauf hin, dass ein Euro-Austritt im Wahlkampf, der die populistische Koalition an die Macht brachte, nicht zur Debatte stand und dass mit Savonas Ernennung eine Finanzmarktkrise und wirtschaftliches Chaos gedroht hätten. Mattarellas Kritiker hingegen argumentieren, dass er seine Autorität überschritten und den Finanzmärkten damit ermöglicht habe, sich gegen die Ernennung eines Ministers einer vom Volk gewählten Regierung zu stellen. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Italian Economy’s Moment of Truth

Posted by hkarner - 11. Juni 2018

Michael Spence, a Nobel laureate in economics, is Professor of Economics at NYU’s Stern School of Business, Distinguished Visiting Fellow at the Council on Foreign Relations, Senior Fellow at the Hoover Institution at Stanford University, Advisory Board Co-Chair of the Asia Global Institute in Hong Kong, and Chair of the World Economic Forum Global Agenda Council on New Growth Models. He was the chairman of the independent Commission on Growth and Development, an international body that from 2006-2010 analyzed opportunities for global economic growth, and is the author of The Next Convergence – The Future of Economic Growth in a Multispeed World.

Unlike many other European countries, Italy still has not restored economic growth to its pre-crisis level – a fundamental failing that lies at the heart of many of its political problems. Now that a new anti-establishment government is taking power, it remains to be seen if the economy will be remade, or broken further.

MILAN – Italy and Europe are at an inflection point. After an election in March in which the anti-establishment Five Star Movement (M5S) and the far-right League party captured a combined parliamentary majority, followed by months of uncertainty, Italy has become the first major EU member state to be governed by a populist coalition.

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Ignore your instincts: A case for owning euro-zone shares

Posted by hkarner - 11. Juni 2018

Date: 07-06-2018
Source: The Economist: Buttonwood

The contrarian wisdom of George Costanza

IN AN episode of “Seinfeld”, a 1990s television comedy, George Costanza, a serial failure played by Jason Alexander, decides that every instinct he has is wrong. So he resolves to do the opposite. He is soon squiring a new girlfriend and is up for a dream job. “It’s all happening because I’m completely ignoring every urge towards common sense and good judgment I’ve ever had,” he says.

Success in investing often means going against the grain—and your own feelings. To do otherwise is to be swept along by the general greed and fear. Still, fear is a useful emotion. It would be unwise, for instance, to ignore the recent turmoil in Italy, where bond yields spiked in response to concerns that the country might be on the road to leaving the euro. Though the worst fears have subsided, the coalition that was eventually given the president’s blessing to form a government looks capable of causing trouble. Den Rest des Beitrags lesen »

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Angela Merkel gives a distinctly limited response to Emmanuel Macron’s plans for euro-zone reform

Posted by hkarner - 8. Juni 2018

Date: 07-06-2018
Source: The Economist: Charlemagne

And that is (probably) as far as she will go

WHEN it came, it was everything and nothing at the same time. For over half a year Emmanuel Macron, France’s president, waited for a German response to the grand ideas for Europe’s future he had laid out at the Sorbonne last September. Governments rose and fell while Mr Macron drummed his fingers; the transatlantic bond stretched, and came close to snapping. When Angela Merkel finally gave her answer, on June 3rd, it came not in a big speech or a government statement, but in an interview with the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), a conservative broadsheet. How very like the German chancellor.

The responses to Mrs Merkel’s interview were like descriptions of the same object viewed through opposite ends of a telescope. For those sympathetic to French ambitions, the chancellor’s offers were weak, offering only baby steps towards the strengthened euro zone Mr Macron urges, constrained by the same old German red lines about rules and risk. Others were excited by what appeared to be the start of a genuine conversation, after months of waffle and delay. Some noted that Mrs Merkel went into considerably more detail than Mr Macron on matters like reform of the euro zone’s bail-out fund. So was this the start of something beautiful, or a great big German nothingburger? Den Rest des Beitrags lesen »

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