Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Deflation’

Japan im Wandel: Ein Land geht in Rente

Posted by hkarner - 17. September 2018

Date: 16-09-2018
Source: SPIEGEL

TV-Spots für Senioren-Windeln, Probeliegen im Sarg auf der Todesmesse: Japans Industrie stellt sich auf die vergreisende Bevölkerung ein. Für das Land ist der Wandel ein gigantisches Problem.

Seit 1995 berichtet Wieland Wagner, mit Unterbrechungen, für den SPIEGEL aus Tokio. Über Jahrzehnte hat er das Land bereist, Menschen getroffen, die Kultur durchdrungen. Das folgende Kapitel aus seinem neuen Buch „Japan. Abstieg in Würde“ widmet sich der Industrie rund ums Älterwerden.

Wieland Wagner:
Japan. Abstieg in Würde
Wie ein alterndes Land um seine Zukunft ringt

Die Japaner leben im Durchschnitt immer länger, und darauf waren sie lange durchaus stolz: Alljährlich, zum Tag der Ehrung der Alten, den die Nation am dritten Montag im September als amtlichen Feiertag begeht, bekamen die über Hundertjährigen im Namen des Premiers Silberbecher überreicht.

Inzwischen ist diese respektvolle Geste dem Staat zu teuer geworden. Im Jahr 2016 lebten bereits 65.692 über Hundertjährige in Japan, etwa so viele, wie eine mittlere deutsche Stadt Einwohner hat. Von den Hochbetagten waren 87,5 Prozent Frauen. Bei der ersten offiziellen Zählung 1963 hatte Japan dagegen erst 153 Hundertjährige. Dieser Tage, wo die Jubilare zahlreicher und zahlreicher werden, sind die Becher, die sie geschenkt bekommen, nur noch versilbert. Den Rest des Beitrags lesen »

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A new shade: The next Japan is not China but Thailand

Posted by hkarner - 7. April 2018

Date: 05-04-2018
Source: The Economist

Once the wildest of emerging markets, Thailand is ageing fast. Its economic policymakers need to change course

TWENTY years ago Thailand was the most torrid of emerging markets. After a spell of overheated growth and wide current-account deficits, it had exhausted its foreign-exchange reserves and lost its currency’s peg to the dollar. In the aftermath, inflation approached 10% and the Bank of Thailand (BoT) struggled to restore confidence in the baht. In a widely cited paper by Romain Rancière of the University of Southern California and two co-authors, Thailand was used as a stark illustration that dynamism and danger, fast growth and occasional crises, went hand in hand.

A few of today’s emerging markets can still set the pulse racing—Turkey, for example, has combined breakneck growth with double-digit inflation and a worrying slide in the lira. But Thailand is not one of them. Private investment expanded by only 1.7% last year. Thailand’s sovereign bonds yield less than America’s. Inflation is once again a worry, not because it is too high, but because it is so stubbornly low. Consumer prices rose by only 0.8% in March, according to figures released this week. Inflation has remained below the BoT’s target range of 1-4% for 13 months in a row. Core inflation, excluding raw food and energy, has been below 1% for almost three years.

“It’s Japan,” says one veteran observer of Thailand’s economy. “It’s got Japan’s demographics from 25 years ago, [and] it’s on the Japanese path of zero inflation, very low interest rates and a big current-account surplus.” By 2022 Thailand will be the first developing country to become an “aged” society, according to the BoT, with more than 14% of its population over 65. The proportion of elderly is rising faster in Thailand than in China. Den Rest des Beitrags lesen »

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US-Starökonom: „Die Deutschen brauchen keine Angst zu haben“

Posted by hkarner - 18. Oktober 2017

Interview András Szigetvari18. Oktober 2017, 07:00 derstandard.at

Trotz wachsender Wirtschaft müsse die EZB ihre ultralockere Geldpolitik fortsetzen, sagt Barry Eichengreen

STANDARD: Der Internationale Währungsfonds warnt vor einem Crash am Finanzmarkt. Investoren gehen zu viele Risiken ein, weil sich mit sicheren Investitionen keine Zinsen verdienen lassen. Zentralbanken haben zu dieser Entwicklung mit ihrer lockeren Geldpolitik beigetragen. Ein Fehler?

Eichengreen: Die Zentralbanken haben das getan, was sie tun mussten, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation anzufachen. Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es Nebenwirkungen. Aber nur deshalb, weil es auf den Finanzmärkten zu Ausschweifungen kommt, dürfen Notenbanken ihre Kernaufgabe nicht aus den Augen verlieren, und diese lautet nun einmal für Preisstabilität zu sorgen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der «Draghi-Crash» ist nur eine Frage der Zeit

Posted by hkarner - 13. August 2017

Dank an R.B.
Risikoexperte Markus Krall
von Christof Leisinger 5.8.2017, 08:00 Uhr, nzz

Die Stimmung an den Finanzmärkten ist sehr gut. Glaubt man jedoch dem Risikoexperten Markus Krall, so täuscht sie ungemein. Er fürchtet, dass die Strategie der Europäischen Zentralbank zu einer deflationären Krise führen wird.

EZB-Präsident Mario Draghi heizt mit der expansiven Geldpolitik die Stimmung an den Börsen an.

Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist erstaunlich gut. Die Kurse an den Börsen laufen von Hoch zu Hoch, die Renditen an den Bondmärkten sind weiterhin vergleichsweise tief und in Europa erholt sich nun auch der Euro. Dafür seien schwindende geopolitische Risiken, ein anziehendes Wirtschaftswachstum und nicht zuletzt die anhaltend expansive Geldpolitik der Zentralbanken verantwortlich, heisst es. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, schreibt sich diese Entwicklung als Erfolg der extremen Krisenpolitik der Institution auf die eigene Fahne.

Markus Krall sieht das völlig anders. Der Unternehmensberater, der Banken und andere Finanzunternehmen seit 25 Jahren im Risikomanagement strategisch unterstützt, hält die Strategie der EZB nicht nur für wirkungslos, sondern sogar für extrem kontraproduktiv. Am Ende werde genau das unvermeidlich, was die EZB vordergründig vermeiden wolle. Er fürchtet, dass die EZB-Politik zu einem deflationären Crash führen wird. Den Rest des Beitrags lesen »

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Is the Deflation Cycle Over?

Posted by hkarner - 1. Februar 2017

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Für eine soziale Geldreform!

Posted by hkarner - 27. Januar 2017

Veröffentlicht am 27. Januar 2017 Gero JennerJenner

Die sogenannte Geldschöpfung aus dem Nichts, von manchen fälschlich als größtes Übel beschworen, ist entweder inexistent oder lässt sich durch vorhandene gesetzliche Kontrolle wirksam verhindern. Diese Kontrolle ist aber völlig unzureichend, wenn es um andere Gebrechen geht, die das herrschende Geldsystem nicht nur imaginär, sondern ganz real bedrohen.

 

Geldwertstabilität

Ludwig von Mises betont, wie wichtig es sei, den objektiven Tauschwert des Geldes zu sichern; denselben Sachverhalt würden wir heute als Erhaltung der Geldwertstabilität bezeichnen. Diese war von jeher aus zwei Richtungen gefährdet, durch Inflation – wenn das Geld seinen Wert verliert, man also mit der gleichen Geldmenge weniger Güter erwirbt -, oder durch Deflation, wenn sein Wert steigt, was keineswegs so erfreulich ist, wie es auf den ersten Blick scheint. In einer modernen Wirtschaft, wo Staat und Unternehmen in der Regel hoch verschuldet sind, wird Deflation zur akuten Gefahr, da beide dadurch gezwungen sind, ihre Schulden mit einem viel höheren Güteraufkommen zu begleichen. Das treibt Unternehmen reihenweise in den Bankrott.

Alles Geld ist gut, so lange Preisstabilität besteht Den Rest des Beitrags lesen »

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The Rise of Anti-Establishment Italy

Posted by hkarner - 10. Dezember 2016

By on December 8, 2016  RGE EconoMonitorSteinbock

After the UK Brexit and the Trump triumph in the US, the rise of anti-establishment Italy is hardly a surprise. It is the effect of half a decade of failed austerity doctrines in Europe and decades of failed political consolidation in Italy – ever since the notorious Tangentopoli scandals.

While Italy’s constitutional referendum heralds a political earthquake that will eventually affect both France and Germany, the immediate result is more uncertainty in economy, political polarization and market volatility.

End of an era in Italy – and Europe

Only hours after Italians had casted their ballot in the referendum on constitutional reforms, Prime Minister Matteo Renzi announced his resignation after heavy defeat.

Renzi’s ‘Yes’ camp included most of his Democratic Party (DP) and centrist allies, and the tacit support of moderate voters, including some from Silvio Berlusconi’s Forward Italy (FI). In turn, the opposition lineup featured Beppe Grillo’s Five Star Movement (M5S), the regional Northern League (NL) led by Matteo Salvini in alliance with the far-right Brothers of italy’s (Fdl) and Berlusconi’s Forward Italy (FI), a significant minority of PD allies, a number of small leftist groups,

According to projections, almost 60% of voters rejected constitutional changes. “My government ends here,” said Renzi from Palazzo Chigi. Moments later, he acknowledged that his pledge to resign if defeated at the polls had been a mistake. Den Rest des Beitrags lesen »

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Japan’s Great Recession: Lessons for Today’s Global Crisis

Posted by hkarner - 31. Oktober 2016

By on October 27, 2016  RGE EconoMonitor

The Land of the Rising Sun emerged from the prolonged stagnation of the 1990s by carrying out various initiatives such as deregulation, privatisation and fiscal consolidation; these methods remain relevant today for many developed and developing countries.

For some developed countries, the crisis that began in 2008 was far from being the first over the past quarter century. Japan is an example of this. After experiencing rapid post-war expansion and becoming the world’s second largest economy in the mid-1970s, the Land of the Rising Sun entered a period of sluggish economic growth at the beginning of the 1990s. If, from 1981 to 1990, the average annual rate of growth of Japan’s economy was 3.95%, then from 1991 to 2000, it amounted to only 1.19%.

IndexBox analysts can confirm that one of the key features of the crisis was that it was accompanied by price deflation on both commodities and financial assets. From 1990 to 2002, the total net worth of Japanese households fell by 6.7%, to 2.6 trillion yen, while the overall value of land plots decreased by 40%, to 888 billion yen. This land depreciation forced people to postpone their decisions regarding the acquisition of a home or property; this had a dampening effect on the construction sector, which had been the main driver of investment demand pre-crisis. Poor consumer activity was also reflected in the rates of growth of the GDP, and in the price trends and patterns for goods and services: from 1995 to 2010, not a single year was recorded with a positive GDP deflator; 1996 was the only exception to this, when inflation was marked at 0.6%. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe May Finally End Its Painful Embrace of Austerity

Posted by hkarner - 9. Oktober 2016

Date: 07-10-2016
Source: The New York Times

Hammond CCPhilip Hammond, Britain’s chancellor of the Exchequer, said this week that the government would borrow more to finance new infrastructure projects.

LONDON — As Europe has grappled with the trauma of a devastating financial and economic crisis, policy makers have consistently relied on one approach to managing the damage — budget austerity.

Shrink government spending by trimming pensions and cutting social programs, the logic runs, and the markets will gain confidence in the tough-minded people in charge. Confident markets make for happy markets. Money will pour in, and good times will roll.

Even as prosperity has remained painfully elusive across much of Europe, leaders have time and again renewed their faith in the virtues of this harsh medicine.

Until now. Europe is re-examining the merits of austerity. Some policy makers are flashing tentative signs that they may be prepared to slacken their grip on public coffers to spur growth and improve the lot of ordinary people suffering joblessness and diminished wealth. In the clearest sign of this shift, the heavily indebted Italy is increasingly inclined to challenge Germany — the guardian of austerity — to loosen European purse strings. Den Rest des Beitrags lesen »

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Abe-san investiert

Posted by hkarner - 30. Juli 2016

29.07.2016, Von Heiner Flassbeck, MakroskopFlassbeck

Anders als die deutsche, hat die japanische Regierung unter Premierminister Shinzo Abe begriffen, dass es keinen Wohlstand ohne öffentliche Investitionen gibt. Noch erstaunlicher: Man begreift auch, dass die Investitionen des Staates nicht vom absoluten Stand der staatlichen Schulden abhängig gemacht werden dürfen. Woher kommt die kollektive Begriffsstutzigkeit in Deutschland und Europa?

Der japanische Premierminister Shinzo Abe ist seit Beginn seiner Amtszeit dadurch aufgefallen, dass er sich nicht scheute, herrschende ökonomische Dogmen über den Haufen zu werfen (wir haben das unter anderem hier ausführlich erläutert). Man hat folglich eine ganze volkswirtschaftliche Ausrichtung nach ihm benannt: Abenomics. Das war im Prinzip ein sehr erfolgversprechender Ansatz, aber auch er ist letztlich nicht erfolgreich gewesen, weil es Shinzo Abe nicht gelungen ist, die Lohndeflation in seinem Land zu durchbrechen.

Nun schickt sich Herr Abe erneut an, der Welt zu zeigen, dass sein Land nicht wie Europa darauf warten wird bis ein Aufschwung vom Himmel fällt, sondern dass der Staat auch dann agieren kann, wenn der Schuldenstand so hoch ist wie derzeit in Japan, nämlich etwa 250 Prozent des BIP. Man bedenke: In Europa werden Länder offiziell dafür bestraft, dass sie in einer tiefen Rezession bei wesentlich höherer Arbeitslosigkeit als in Japan nicht mit Gewalt versuchen, den Schuldenstand auf 60 Prozent des BIP zu bringen. Den Rest des Beitrags lesen »

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