Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Italy’

Droht Italien Angriff der Spekulanten?

Posted by hkarner - 14. August 2018

Ein Berater des Ministerpräsidenten Guiseppe Conte fürchtet, italienische Staatsanleihen könnten Ziel von Spekulanten sein. Prompt dementiert die Regierung. Doch die Märkte sind nervös.

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (das Bild zeigt die Zentrale der Bank) musste vom Staat gerettet werden. 

Rom. Wer hätte gedacht, dass ein italienischer Minister den Euro lobt? Der parteilose Außenminister Enzo Moavero Milanesi hat dies am Wochenende getan. „Diejenigen, die Zweifel haben, ob eine Währung wie der Euro gut ist, sollen sorgfältig darauf schauen, was in der Türkei passiert“, sagte er in einem Zeitungsinterview. Die Türkische Lira hat gegenüber Dollar und Euro mehr als 40 Prozent an Wert verloren (Siehe Seite 1 bis 3). Die verbale Beruhigungspille des Außenministers wirkte nicht lange.

Ursprüngliche Ankündigungen der populistischen Regierung, sich nicht an die Maastricht-Spielregeln halten zu wollen und die Staatsschulden zu erhöhen, ließen die Renditen italienischer Staatsanleihen auf ein Vier-Jahres-Hoch schnellen. Das wiederum bringt die ohnehin angeschlagenen Banken in Italien in Bedrängnis. Sie halten nämlich enorme Pakete an Staatsanleihen. Wie Gefangene sind Bankensektor und Staat aneinandergekettet. Als wäre die Situation nicht brisant genug, sorgte am Sonntag ein unvorsichtiger Kommentar eines Regierungsberaters für große Aufregung. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hiobsbotschaft für Rom: Wachstum bremst sich ein

Posted by hkarner - 30. Juli 2018

29. Juli 2018, 18:20  derstandard.at

Italiens Wirtschaft wächst langsamer. Mit dem Bankenverband ABI hat nun das vierte Institut die Prognose geschwächt

Mailand – Hiobsbotschaft für Italiens Regierung: Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich. Der Bankenverband ABI (Associazione Bancaria Italiana) hat die Wachstumsprognose für 2018 bis 2010 von ursprünglich 1,5 auf 1,3 Prozent pro Jahr gesenkt. Nach dem Industriellenverband Confindustria, der Notenbank Banca d’Italia und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sagte am Wochenende die vierte Institution reduziertes Wachstum voraus. Die Gründe für die Abschwächung sind zwei Monate nach Antritt der neuen Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung teils hausgemacht: Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio will wichtige Infrastrukturprojekte stoppen und Verträge auflösen. So soll der Kaufvertrag für das Stahlwerk Ilva rückgängig gemacht und das mit den Franzosen vereinbarte Superschnellbahnprojekt TAV zwischen Turin und Lyon abgebrochen werden. Das verunsichert ausländische Investoren und wird Rom auch teuer zu stehen kommen. Allein der TAV-Stopp würde zwei Milliarden Euro an Rückzahlung erfordern, die von der EU bereits finanziert wurden. Dabei braucht das Land Projekte, um den Rückstand zu anderen EU-Ländern aufzuholen.

Arbeitsmarkt schwächelt

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The Italian Horror Show

Posted by hkarner - 28. Juli 2018

Date: 26-07-2018
Source: The Economist
Subject: Matteo Salvini, Italy’s de facto leader, is instinctively authoritarian

But he is also an opportunist constrained by Italy’s rickety finances

WHEN the Northern League linked up with the Five Star Movement (M5S) to form Western Europe’s first all-populist government of recent times, it was clear which was the junior partner. The League had won barely half as many votes at the general election in March. Yet in the absence of the new prime minister, Giuseppe Conte, it was the League’s leader, Matteo Salvini, who chaired the new government’s first cabinet. That was apparently because, at 45, he was older than his fellow-deputy premier, Luigi Di Maio of the M5S, then aged just 31.

But it was an augury: hyper-active and omnipresent, Mr Salvini has since set the agenda for the media and the government. Pointedly, he has continued to address rallies under his electoral slogan of “Salvini premier” (“Salvini prime minister”). It still adorns his and his party’s websites, Facebook and Twitter pages. Only now, almost five months after the vote, is it starting to give way to a new refrain: Prima gli Italiani (“Italians first”), an echo, conscious or unconscious, of a Donald Trump slogan.

One criticism of the League’s leader is that he acts as if he is still on the hustings. It is not one to which he is likely to pay much heed. Since March 4th, polls suggest, he has closed the gap with the M5S. Both parties now have a following of around 30%. Mr Salvini has achieved this feat by hammering away at the issue of illegal immigration, and deploying a communications strategy that, according to Domenico Ferrara, one of his biographers, Mr Salvini sums up in an acronym: TRT. It stands for Territory, Internet (rete in Italian), Television. Unlike many politicians, Mr Salvini has not abandoned either the old media or an even older way of communicating with voters by speaking to them directly, at rallies and on the street. But his use of social media is cannier and more intensive than that of Mr Di Maio of the supposedly technologically astute young M5S. From an iPad he carries everywhere, the League leader keeps up a barrage of tweets and posts to Facebook and Instagram. Mr Ferrara says that Mr Salvini does not use ghostwriters, relying instead on a software programme, dubbed The Beast, written for him by a university lecturer from Verona. It monitors reaction to his output, allowing him to emphasise whatever elicits the most favourable reception. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein oftmals unbequemer Held Italiens

Posted by hkarner - 25. Juli 2018

Am Mittwoch ist der langjährige Fiat-Chef Sergio Marchionne verstorben. Er wird nun von jenem Land geehrt, für das er oft nur Kritik übrig hatte.

Ex-Fiat-Chef Sergio Marchionne (1952-2018).

Wien. Sogar das italienische Parlament hielt am Mittwoch für eine Schweigeminute inne. Und auch ansonsten zeigten sich die Würdenträger des offiziellen Italien tief berührt von dem plötzlichen Tod von Sergio Marchionne. Wie berichtet war der Italo-Kanadier erst am Wochenende von seinem Job an der Fiat-Spitze abgelöst worden, nachdem der Konzern bekannt gegeben hatte, dass Marchionne nach einer Schulter-Operation Ende Juni im Koma liegt. Was genau passiert ist, wird nicht kommuniziert. Laut Branchengerüchten soll es bei der komplexen Entfernung eines Tumors an der Schulter zu einer Embolie gekommen sein.

Italien habe mit Marchionne einen seiner brillantesten Manager verloren, so der Tenor der ersten Wortmeldungen aus der italienischen Politik. Und selbst die Metallergewerkschaft Fiom zollte ihm Respekt – wenn auch mit Verweis auf die „vielen harten Konflikte“, die man miteinander ausgefochten hatte. Denn auch wenn der als 14-Jähriger mit seiner Familie nach Toronto Ausgewanderte von den Italienern vor allem als jener Held gesehen wird, der Fiat vor der Pleite bewahrte, war sein Verhältnis zu seinem Geburtsland ambivalent.

Fiat würde es ohne Italien besser gehen.“ Diese Aussage von Marchionne im Jahr 2010 markiert den Höhepunkt in der schwierigen Beziehung zwischen dem in Nordamerika sozialisierten Marchionne und Italien. Der Manager hatte damals gerade sein Husarenstück geliefert und den US-Autokonzern Chrysler übernommen. Innerhalb von sechs Jahren war aus dem kurz vor der Insolvenz stehenden italienischen Autohersteller ein globaler Spieler der Branche geworden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Italy’s Turn Against Europe

Posted by hkarner - 23. Juli 2018

Lucrezia Reichlin, a former director of research at the European Central Bank, is Professor of Economics at the London Business School.

After less than two months in office, Italy’s populist government has hit the ground running, by cracking down on immigration and launching an attack on the country’s independent civil service. With European Parliament elections approaching next year, what happens in Italy is unlikely to stay in Italy.

BOLOGNA – It has been less than two months since the populist Five Star Movement (M5S) and the right-wing League party formed a new Italian government, so it is too early to tell how the coalition will translate its campaign rhetoric into concrete policies. In fact, the coalition’s internal contradictions might limit the scope of its legislative action, or even bring about its downfall – possibly even before the European Parliament elections in May 2019.

That said, it is not too early to see what the Italian government’s anti-European posture will mean for Europe. For European Union leaders watching from Brussels, the political dynamic that the M5S/League coalition has set in motion could prove far more consequential than any specific policy initiatives. Den Rest des Beitrags lesen »

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Was eine Heuschrecke am AC Milan findet

Posted by hkarner - 13. Juli 2018

Jakob Pallinger, 12. Juli 2018, 09:00 derstandard.at

Weil es bei dem italienischen Fußballklub finanziell bergab geht, übernimmt ihn ein amerikanischer Hedgefonds

Während alle Welt auf die Nationalmannschaften der Fußball-WM blickt, kann dabei so manche Klub-Veränderung untergehen. So hat der AC Milan zwar im Moment eine Spielpause, im Hintergrund des Vereins rumort es aber gewaltig. Der US-Hedgefonds Elliott hat dort das Ruder übernommen und will dem Verein mit einer Finanzspritze von 50 Millionen Euro unter die Arme greifen. Die Übernahme fügt sich in eine Reihe von Geschäftsführer- und Investorenwechseln. Vor rund einem Jahr übernahm der chinesische Geschäftsmann Li Yonghong den Verein von dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi für 740 Millionen Euro. Allerdings war schon zu Beginn unklar, woher Li die Mittel für die Finanzierung nahm. Jedenfalls einen Teil des Geldes schoss die Anlagegesellschaft Elliott zu, welche die Darlehen hoch verzinste. Li soll allerdings bei der Rückzahlung der Kredite in Verzug geraten sein, seit Monaten hatte er bereits Investoren gesucht, welche die Zahlungsverpflichtungen des Vereins stemmen sollten.

Größter aktivistischer Hedgefonds

Nun wird Elliott Mehrheitseigentümer. Die von Paul Singer geleitete Anlagegesellschaft gilt als größter aktivistischer Hedgefonds der Welt. Die sogenannten „Heuschrecken“ sind Fonds, die offensiv in Unternehmen investieren, um Gewinne für Anleger herauszuschlagen, und oftmals das Management beeinflussen, um dies zu erreichen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rom dreht Renzis Jobreform zurück

Posted by hkarner - 5. Juli 2018

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 5. Juli 2018, 07:00 derstandard.at

Die neue italienische Regierung erschwert die Befristung von Arbeitsplätzen und will Abwanderung von Betrieben verhindern.

Die italienische Regierung hat zu Wochenbeginn das „Gesetz der Würde“ erlassen. Damit wird auch der Arbeitsmarkt umgekrempelt, befristete Arbeitsverträge werden in Zukunft erschwert. Lohnnebenkosten für solche Arbeitsverhältnisse werden verteuert, höhere Abfindungen bei ungerechtfertigten Vertragsauflösungen gefordert. Befristete Arbeitsverhältnisse sollen künftig maximal 24 (bisher 36) Monate dauern können und nur noch vier (bisher fünf) Mal verlängert werden können. Außerdem sollen Betriebe, die öffentliche Hilfen erhalten haben, diese zurückzahlen, wenn sie innerhalb von fünf Jahren Produktionen ins Ausland verlagern. Laut dem Unternehmerverband Confindustria werden die Firmen infolge der neuen Maßnahmen künftig mit Neueinstellungen zögern. Der Handelsverband Confcommercio kritisierte das Paket: „Ein Schuss nach hinten“, heißt es. Die Befürchtungen, dass dadurch die Schwarzarbeit wieder zunimmt, werden selbst von den Gewerkschaften geteilt, die sich jedoch offiziell zum neuen Dekret bekennen.

Regionales Gefälle geblieben

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Nationalism Will Go Bankrupt

Posted by hkarner - 21. Juni 2018

Anatole Kaletsky is Chief Economist and Co-Chairman of Gavekal Dragonomics. A former columnist at the Times of London, the International New York Times and the Financial Times, he is the author of Capitalism 4.0, The Birth of a New Economy, which anticipated many of the post-crisis transformations of the global economy. His 1985 book, Costs of Default, became an influential primer for Latin American and Asian governments negotiating debt defaults and restructurings with banks and the IMF.

The opposite of populist nationalism is not globalist elitism; it is economic realism. And in the end, countries such as Britain, the United States, and now Italy will learn the hard way that reality always eventually wins.

ROME – Nationalism versus globalism, not populism versus elitism, appears to be this decade’s defining political conflict. Almost wherever we look – at the United States or Italy or Germany or Britain, not to mention China, Russia, and India – an upsurge of national feeling has become the main driving force of political events.

By contrast, the supposed rebellion of “common people” against elites has not been much in evidence. Billionaires have taken over US politics under President Donald Trump; unelected professors run the “populist” Italian government; and all over the world, taxes have been slashed on the ever-rising incomes of financiers, technologists, and corporate managers. Meanwhile, ordinary workers have resigned themselves to the reality that high-quality housing, education, and even health care are hopelessly beyond their reach. Den Rest des Beitrags lesen »

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Italy’s Quadruple Threat to Europe

Posted by hkarner - 20. Juni 2018

Michael J. Boskin is Professor of Economics at Stanford University and Senior Fellow at the Hoover Institution. He was Chairman of George H. W. Bush’s Council of Economic Advisers from 1989 to 1993, and headed the so-called Boskin Commission, a congressional advisory body that highlighted errors in official US inflation estimates.

Italy’s new Five Star Movement/League government has been assuring financial markets that its intentions with respect to the euro and EU fiscal rules are pure. But soothing words will not change the fact that Italy is beset by political and economic crises that could plunge it – and Europe – into the abyss.

STANFORD – Italy’s new Minister of Economy and Finance, Giovanni Tria, has sought to reassure financial markets that the new Five Star Movement/League coalition government will neither abandon the euro nor blow up the budget deficit in violation of EU fiscal rules. But Europe is not out of the woods. Italy’s populist, Euroskeptic government has further heightened the medium-term risks posed by the country’s banking sector, public debt, labor and migration policies, and growth model.

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Ist der Euro noch zu retten?

Posted by hkarner - 15. Juni 2018

Joseph E. Stiglitz, a Nobel laureate in economics, is University Professor at Columbia University and Chief Economist at the Roosevelt Institute. His most recent book is Globalization and Its Discontents Revisited: Anti-Globalization in the Era of Trump.

NEW YORK – Der Euro steuert möglicherweise auf eine neuerliche Krise zu. Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, hat eine Regierung gewählt, die sich am besten als euroskeptisch beschreiben lässt. Dies sollte niemanden überraschen. Die Gegenreaktion in Italien ist eine weitere vorhersehbare (und vorhergesagte) Episode in der langen Saga eines schlecht konzipierten Währungssystems, in dem die dominante Macht, Deutschland, die notwendigen Reformen behindert und auf einer Politik beharrt, die die dem System innewohnenden Probleme verschärft, wobei sie eine Rhetorik verwendet, die scheinbar die Absicht verfolgt, Leidenschaften anzuheizen.

Italien hat sich seit der Einführung des Euro wirtschaftlich schlecht entwickelt. Sein reales (inflationsbereinigtes) BIP des Jahres 2016 war dasselbe wie das des Jahres 2001. Aber auch für die Eurozone als Ganze läuft es nicht gut. Zwischen 2008 und 2016 ist ihr reales BIP insgesamt um bloße 3% gestiegen. Im Jahr 2000 – ein Jahr nach Einführung des Euro – war die US-Volkswirtschaft lediglich 13% größer als die der Eurozone; 2016 waren es 26%. Nach einem realen Wachstum von rund 2,4% in 2017 – was nicht genug war, um die durch ein Jahrzehnt der Misere verursachten Schäden auszugleichen – ist die Wirtschaft der Eurozone nun erneut ins Stocken geraten. Den Rest des Beitrags lesen »

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