Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Italy’

Warnung vor gefährlichen Schuldenexperimenten

Posted by hkarner - 14. Juni 2019

Günther Strobl, 12. Juni 2019, 06:00 derstandard.at

Eine Wirtschaftstheorie besagt, dass Schulden in eigener Währung kein Problem sind. Italien will den Beweis antreten. Ökonom Lars Feld warnt

Mit Schulden macht man keine Experimente, das sei brandgefährlich. Schulden seien in wirtschaftlich schlechten Zeiten mitunter nicht zu vermeiden, sollten aber in Zeiten wirtschaftlicher Prosperität, wenn auch die Steuereinnahmen sprudeln, umso energischer abgebaut werden. Auf dass Platz für geld- und fiskalpolitische Maßnahmen geschaffen wird, wenn die nächste Krise kommt. Das ist, verkürzt gesagt, das Credo von Lars Feld. Und es ist das Mantra der Mainstream-Ökonomie, auch wenn sich die vorgeschlagenen Rezepte für Krisenländer in der Vergangenheit oft als wenig tauglich herausgestellt haben. Der 53-Jährige, der Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und einer von fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland ist, sieht sich neuerdings mit einer Strömung in den Wirtschaftswissenschaften konfrontiert, die eine glatte Antithese zu allen bisher verkündeten „Wahrheiten“ darstellt. Modern Monetary Theory (MMT) heißt die Richtung. Ihre Kernidee: Defizite sind nicht zwingend schlecht.  Regierungen sollten die Vollbeschäftigung im Auge behalten, die Wirtschaft durch mehr Staatsausgaben und Steuern lenken und auf diese Weise die Notenbanken entlasten. Verschuldung löse, sofern sie in eigener Währung erfolge, auch keine Inflation aus, wie dies am Beispiel der bereits lange Zeit hochverschuldeten Industrienation Japan gezeigt werden könne.

Schulden als Heilsbringer

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Lega-Chef Salvini will Parallelwährung in Italien

Posted by hkarner - 5. Juni 2019

Dominik Straub aus Rom, 3. Juni 2019, 09:00 derstandard.at

Partei fordert Ausgabe staatlicher Schuldtitel in kleiner Stückelung – diese könnten den Euroaustritt einleiten, warnen Experten

Rom – Sollte es in naher Zukunft zu einem Ausscheiden Italiens aus der europäischen Einheitswährung kommen, dann kennt man inzwischen das genaue Datum, wann der erste Schritt dazu eingeleitet wurde: am 28. Mai 2019. An diesem Tag hat die italienische Abgeordnetenkammer einen Antrag verabschiedet, der es der Regierung erlaubt, die zweistelligen Milliardenschulden des italienischen Staates gegenüber den einheimischen Unternehmen unter anderem auch durch die Ausgabe von sogenannten Mini-Bots in kleiner Stückelung zu begleichen. Bot ist die Abkürzung für Buono ordinario del tesoro: Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit (maximal zwölf Monate), die normalerweise zur Erhöhung der kurzfristigen Liquidität des Staates dienen. Der Nennwert der bisherigen Bots lautet auf mindestens 1.000 Euro – und genau das ist der Haken der neuen Mini-Bots: Bei diesen läge der Nennwert bei 100 Euro oder noch tiefer. Experten warnen: Sind die neuen Mini-Bots erst einmal ausgegeben, könnten sie schnell als Zahlungsmittel verwendet werden – und so zu einer Art Parallelwährung werden.

Austritt in Trippelschritten

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A Flat Tax for Italy

Posted by hkarner - 3. Juni 2019

Date: 02-06-2019
Source: The Wall Street Journal By The Editorial Board

Salvini braces for a fiscal showdown with Brussels.

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Italy’s Deputy Prime Minister Matteo Salvini.

Brussels will grapple for years with the political fallout from insurgent victories in last week’s European Parliament elections. How’s this for a strategy: Don’t fight ’em when they’re right. An early chance comes via a tax-cut plan from Italy’s Matteo Salvini.

Mr. Salvini, who leads the right-leaning League party, was one of the biggest winners in the election. His party, which forms half of the governing coalition in Rome, won 34% of Italians’ votes, compared to 23% for the center-left Democratic Party and 17% for his left-wing coalition partners in the 5-Star Movement. Mr. Salvini racked up those votes in part by promising tax cuts the European commissioners in Brussels don’t like.

Rome spent most of the autumn battling Brussels to a draw over Italy’s new budget. The awkward right-left coalition government eventually abandoned some of its tax-cut and spending plans while Brussels massaged its economic forecasts to pretend Italy’s budget would balance one day.

But what Brussels won’t admit—and Mr. Salvini knows—is that economic growth is a precondition to balance a budget or reduce Italy’s debt burden of 130% of GDP. The Italian politician has been persuading voters since last year’s showdown. “Reducing taxes is the only way to lower . . . the debt and deficit,” he said in an interview with Reuters before the election, “so they should allow us to cut taxes.” “They” is a pointed reference to the fiscal scolds at the European Commission. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe’s hard-right is pitching voters a contradictory fantasy

Posted by hkarner - 21. Mai 2019

Date: 20-05-2019
Source: The Economist: Charlemagne’s notebook

“A Europe of nations” is an ideological muddle disguising unacknowledged trade-offs

EUROPE’S right-wing populists will take votes off an array of mainstream rivals at next weekend’s election to the European Parliament. But what exactly do they want? To that, the nationalists provided answers of sorts at their big end-of-campaign rally in Milan’s Piazza del Duomo today. Under sporadic rain showers in the shadow of the city’s cathedral, right-populist leaders from eleven EU countries demanded a “revolution” to overthrow the existing order in Brussels and build a “Europe of nations”. They were confident. They were loud. They reaped the applause of thousands of supporters of Italy’s hard-right Lega, the host party, gathered in the square waving giant flags in the drizzle.

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They were also incoherent to the point of parody. Europe’s hard right is going through something of a transformation. Time was, these people straightforwardly disliked the EU and often wanted to pull their member states out of it. But support for the union among voters has risen, common threats loom larger and Britain has made a terrible mess of Brexit, putting off would-be copycats. Meanwhile rising anti-establishment and anti-migrant sentiments in much of Europe have blurred the boundaries between the nationalists and the mainstream. A new, hybrid sort of European nationalist populism is emerging that attempts to be subtler than the old “yah boo to Europe” sort. Matteo Salvini, the League’s leader and Italy’s deputy prime minister, wants to organise a new group around this idea in the next European Parliament. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Angst vor dem „Italexit aus Versehen“

Posted by hkarner - 18. Mai 2019

Dominik Straub aus Rom, 16. Mai 2019, 17:57 derstandard.at

Italiens Vizepremier Matteo Salvini will zur Ankurbelung der Wirtschaft die Vorgaben der EU links liegenlassen. Verantwortungslos, warnt der frühere Regierungschef

Ich finde es unerhört, dass unser Innenminister und Vizepremier erklärt, man werde sich bis zu 140 Prozent des BIP verschulden“, erklärte Paolo Gentiloni in einem Interview mit dem Corriere della Sera. Der Lega-Chef tue so, als spielten bei einer ohnehin schon viel zu hohen Verschuldung 200 Milliarden Euro mehr oder weniger keine Rolle. Alarmiert haben Gentiloni die Äußerungen von Lega-Chef Salvini, der gleich bei mehreren Gelegenheiten erklärt hatte, dass Italien nicht nur das Recht, sondern die Pflicht habe, die EU-Haushaltvorgaben zu verletzen, um mit neuen Ausgaben die Wirtschaft anzukurbeln.

Risikozuschläge steigen

In den Augen Gentilonis handelt die populistische Regierung mit solchen Ankündigungen verantwortungslos: „Wir sind noch nie so isoliert gewesen in Brüssel – und der Schritt von der Isolation zum völligen Abseitsstehen kann kurz sein“, betonte der Ex-Premier. Der 64-Jährige spielt dabei auf die Möglichkeit an, sozusagen „aus Versehen“ aus dem Euro auszutreten: „Man kann entscheiden, den Euro zu verlassen. Man kann aber auch draußen landen, ohne das beabsichtigt zu haben.“ Zum Beispiel dann, wenn die Finanzmärkte das Vertrauen in die Haushaltpolitik verlieren und beginnen, massenhaft italienische Staatsanleihen abzustoßen. Salvinis Aussagen hatten auch umgehend zu einem Anstieg der Risikozuschläge für italienische Anleihen geführt. Den Rest des Beitrags lesen »

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UniCredit treibt Planungen für Commerzbank-Übernahme voran

Posted by hkarner - 15. Mai 2019

14. Mai 2019, 15:45 derstandard.at

Nach dem Scheitern der Übernahme durch die Deutsche Bank, steht die Commerzbank nun im Visier der italienischen UniCredit

Frankfurt/Mailand – Die italienische Großbank und Bank-Austria-Mutter UniCredit treibt ihre Planungen für eine mögliche Übernahme der deutschen Commerzbank Insidern zufolge voran. UniCredit habe die Investmentbanken Lazard und JP Morgan als Berater für ein mögliches Übernahmeoffert engagiert, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Der Mailänder Finanzkonzern, der 2005 bereits die Münchener HypoVereinbank (HVB) schluckte, ist schon seit längerem an einem Ausbau seines Deutschland-Geschäfts interessiert. Ein Zusammenschluss mit der Commerzbank würde zu dem Ziel von UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier passen, die Abhängigkeit vom italienischen Heimatmarkt weiter reduzieren.

Staat redet mit

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Italy is out of recession, but for how long?

Posted by hkarner - 14. Mai 2019

Date: 11-05-2019
Source: The Economist

A scrap of good news on the economic front

In most of the 19 euro-zone countries, provisional first-quarter economic growth data offered pleasant surprises. But in Italy they had a special importance. The economy grew by 0.2% compared with the previous quarter, ending a short, shallow recession in the second half of 2018.

The end of the contraction came at a politically delicate moment as the two parties in Giuseppe Conte’s governing coalition battle for votes in the European elections later this month. The hard-right Northern League has barely half as many seats in parliament as the anti-establishment Five Star Movement (m5s). But, under its hyperactive, media-savvy leader, Matteo Salvini, it has overtaken m5s in the polls.

If the League wins more of Italy’s 73 European Parliament seats than its rivals do on May 26th, it will become the dominant coalition partner (many would argue that this has already occurred, since Mr Salvini is so powerful a figure). But a good result could also tempt Mr Salvini to put an end to the League’s relentlessly fractious coalition with the more moderate m5s and force a snap election that would give him the votes needed for a more homogeneously right-wing coalition with the formerly neo-fascist Brothers of Italy and what is left of Silvio Berlusconi’s Forza Italia party. Den Rest des Beitrags lesen »

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Droht die nächste Eurokrise?

Posted by hkarner - 29. April 2019

Dank an H.G.

Für bedrohlich hält Kapitalmarktstratege Martin Lück von Blackrock vor allem Italiens wachsendes Schuldendilemma. Der Zollstreit mit den USA sei dagegen lösbar, meint er.

Wien. US-Präsident Donald Trump sorgte zuletzt wieder für Wirbel, als er sämtliche Ausnahmen bei den Sanktionen für iranische Ölexporte strich. Daraufhin schnellte die Notierung kräftig nach oben. In der EU zeigte man sich wenig erfreut – dabei wartet auf die Kommissare in Brüssel ohnedies schon eine Menge Arbeit: Italiens Defizit schwillt stetig an. Und das Brexit-Dilemma zieht sich weiter in die Länge.

Auch Anlegern, die ihr Geld in europäische Werte gesteckt haben, macht all das Sorgen. Aber wie beurteilen Experten die Lage? „Die Presse“ sprach mit Martin Lück, er ist Kapitalmarktstratege bei Blackrock. Und auch er warnt vor bedrohlichen Szenarien – sieht aber dennoch auch Chancen. Was etwa den Brexit betrifft, hält er die neue Schonfrist bis Oktober nicht für zu lang: Ein längerer Zeitraum sei notwendig, betont er, denn so werde Zeit für ein mögliches zweites Austrittsreferendum geschaffen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Karas warnt vor italienischen Budgetplänen

Posted by hkarner - 22. April 2019

21. April 2019, 13:56 derstandard.at

„Italienische Freunde der FPÖ spielen mit der Stabilität des Euro“

Brüssel – „Italiens neue Budgetpläne sind brandgefährlich. Italien droht immer mehr, in die Abwärtsspirale hineinzugeraten“, warnte der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas am Sonntag in einer Aussendung. Italien sei mit einem Schuldenberg von mehr als 2,3 Billionen Euro das am höchsten verschuldete Land der Eurozone und gleichzeitig als eines der größten EU-Länder wichtig für die Stabilität.

Die Europäische Kommission müsse dafür sorgen, dass Italien sich an die gemeinsamen Spielregeln halte, so Karas. Wenn die FPÖ sich in Europa mit der Partei von Italiens Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini verbünde, „heißt sie die Schuldenpolitik gut“. Die italienischen Freunde der FPÖ spielten mit der Stabilität des Euro.

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Matteo Salvini’s improbable dream of a pan-European nationalist alliance

Posted by hkarner - 13. April 2019

Date: 12-04-2019
Source: The Economist

Nationalists tend not to agree with each other

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An italian nationalist joining forces with a German one to promise “a new European dream”, as Matteo Salvini termed it, is bound to stir the odd qualm. But oblivious, or indifferent, to historical echoes, Mr Salvini, the leader of Italy’s Northern League, on April 8th sat cheerfully alongside Jörg Meuthen of the Alternative for Germany (afd) on a platform in Milan as he announced the formation of a new, nativist bloc in the next European Parliament. Mr Meuthen said it would be called the European Alliance for People and Nations. And, said Mr Salvini, the aim was “to take in groups with which we have never collaborated before”.

Gail McElroy, a political scientist at Trinity College, Dublin, who has made a study of the European Parliament, said it was likely that the radical right will make some gains at the European elections on May 23rd-26th. “But there is a long history of populist parties forming groups that then fall apart.” Ominously for Mr Salvini, none of the party leaders he had hoped to attract to his new band bothered to show up in Milan.

Movements created to protect national interests and exalt national identities tend to make awkward bedfellows, after all. Jaroslaw Kaczynski’s government in Poland and Viktor Orban’s in Hungary have long turned a deaf ear to Italy’s pleas for a redistribution within the eu of asylum-seekers arriving from Africa. That problem has now been skirted: the new mantra of the populist right is that the answer is to seal Europe’s frontiers. But agreeing on economic policy will be more difficult. The afd and other hard-right northern European groups support precisely the kind of fiscal austerity Mr Salvini claims is holding back the Italian economy. Den Rest des Beitrags lesen »

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