Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Euroexperte Wieser: „Italien ist Ballast für die Eurozone“

Posted by hkarner - 28. Februar 2019

Eric Frey, 27. Februar 2019, 14:46 derstandard.at

Der frühere Chef der Euro-Arbeitsgruppe sieht keinen Weg aus Italiens Budgetkrise, aber wenig Gefahr für die Eurozone

Sechs Jahre lang hat sich Thomas Wieser als Vorsitzender der Eurogruppe-Arbeitsgruppe mit den Problemen des Euro beschäftigt und Lösungen gesucht. Für das jetzige größte Sorgenkind der Eurozone, Italien, hat er allerdings keine. „Ich bin ratlos“, sagt er im STANDARD-Gespräch auf die Frage, wie die drittgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion wieder zu einer vernünftigen Wirtschaftspolitik und einem Wachstumskurs finden kann.

„Dafür würde es eine Riesenkrise brauchen, ein sehr gut funktionierendes politisches System – oder ein Wunder.“ Trifft dieses nicht ein, dann könnte Italien ein Fall für einen Staatsbankrott mit einer Schuldenrestrukturierung, also einem ausverhandelten Schuldenschnitt, werden. Doch genau dafür fehlten derzeit die notwendigen Regeln in der EU, sagt Wieser. „Man müsste sich dringend ein Staatsinsolvenzrecht überlegen.“

Wieser nimmt am 5. März gemeinsam mit dem Ökonomen Christian Keuschnigg, Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und der ehemaligen Direktorin der Europäischen Zentralbank, Gertrude Tumpel-Gugerell, an einer Podiumsdiskussion des Club 20 gemeinsam mit dem STANDARD über die Zukunft des Euro teil. Dort wird Italien ein zentrales Thema sein.

Höheres Defizit

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Griechenland dankt einem Österreicher

Posted by hkarner - 18. Januar 2018

Thomas Wieser hat in der griechischen Schuldenkrise zwischen Nord- und Südeuropa erfolgreich vermittelt. Zu seinem Abschied streut ihm Athen, das noch dieses Jahr finanziell auf eigenen Beinen stehen möchte, Blumen.

Thomas Wieser hat zwischen Nord- und Südeuropa vermittelt.

Athen. Seltene Aufmerksamkeit für einen österreichischen EU-Beamten gab es in den vergangenen Tagen in Griechenland: Die renommierte Tageszeitung „Kathimerini“ widmete Thomas Wieser, dem scheidenden Vorsitzenden der Eurogroup Working Group – das ist jene Gruppe, die als administrative Basis der Eurofinanzminister agiert –, eine ganze Seite. Geschildert wurde Wieser als Mann, der „als Österreicher“ bei den Industriestaaten des europäischen Nordens sowie im Süden Vertrauen genoss und oft im letzten Moment, mithilfe seines „beißenden Humors“, die Verhandlungen rettete.

Einen Tag später zitierte ihn auch Kyriakos Mitsotakis, Chef der konservativen Opposition, als er im Parlament während der Diskussion zum jüngsten Spar- und Reformpaket für die nächste Kredittranche der Gläubiger die Unfähigkeit der Regierung von Alexis Tsipras anprangerte, internationale Investoren anzulocken. Wieser habe erklärt, dass die Regierungspolitik eines der Hauptprobleme für das Fernbleiben von Investoren sei. Mitsotakis vergaß allerdings anzufügen, dass der EU-Vermittler vor allem die Rechtsunsicherheit aufgrund der viel zu langsamen Rechtsprechung in Griechenland anführte – ein Problem, das nicht erst seit Tsipras‘ Machtantritt im Jahr 2015 besteht.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Schelling im Rennen um Job als Eurogruppenchef

Posted by hkarner - 10. Oktober 2017

Wenn er im Amt bleibe, könnte er einer der drei bis vier Kandidaten für die Nachfolge von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sein, sagt Finanzminister Schelling.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) rechnet für die Nachfolge von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem mit „drei bis vier Kandidaten“. Auf die Frage, ob er selbst Interesse habe, sagte Schelling nach dem EU-Finanzministerrat Dienstag in Luxemburg, „wenn ich weiterhin Finanzminister in Österreich bleibe, dann wird diese Diskussion auf mich zukommen“. Der bisherige Amtsinhaber Dijsselbloem aus den Niederlanden scheidet Mitte Jänner aus. Er ist seit Jänner 2013 Präsident der Eurogruppe. 2015 war er von seinen Ministerkollegen für eine zweite Amtszeit bis zum 13. Jänner kommenden Jahres gewählt worden.

Er sei schon einmal gefragt worden, ob er das machen würde, sagte Schelling. „Es ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Positionen auf europäischer Ebene, aber es ist deutlich zu früh, ob man das Amt überhaupt übernehmen könnte. Man müsse auch andere Strukturen aufbereiten“. Schelling verwies darauf, dass er der „erste Finanzminister ohne Staatssekretär seit Androsch“ sei. Dies würde künftig nicht mehr möglich sein, sollte er für eine solche Position berufen werden. Doch „ist die Diskussion völlig verfrüht“.  Den Rest des Beitrags lesen »

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„Einen europäischen Finanzminister wird es nicht geben“

Posted by hkarner - 26. September 2017

 Thomas Wieser, immer eine Inspiration und instinktsicherer Pragmatiker! (hfk)

„Mr. Euro“: Thomas Wieser, Chef der Euro-Arbeitsgruppe über Pläne für die Währungsunion, steigende Zinsen und Schifahren.

Nach der Wahl in Deutschland dürfte der deutsch-französische Reformmotor in der EU nun wieder anspringen – vor allem in Hinblick auf Maßnahmen für die Währungsunion. Dazu der Chef der Euro-Arbeitsgruppe, der Österreicher Thomas Wieser, im KURIER-Interview.

KURIER: Kann der Euro, wie er derzeit aufgestellt ist, die nächste Krise überstehen?

Thomas Wieser: Wie man in den Jahren 2010 bis 2015 gesehen hat, war der Euro nie in Gefahr – einzelne Länder natürlich sehr wohl. Er hat daher die große Finanzkrise und die Verwerfungen innerhalb der Eurozone gut überstanden. Auch Griechenland hat diese Situation, wenn auch mit großen Schwierigkeiten, gemeistert und wird Mitte 2018 das dritte Anpassungsprogramm erfolgreich verlassen. Gezeigt hat die  Krise aber auch, dass die Architektur der Währungsunion noch unvollständig ist. Vieles ist geschehen, etwa die Errichtung der Bankenunion mit der einheitlichen  Bankenaufsicht in Frankfurt. Aber es gibt noch offene Punkte – bei der Komplettierung der Bankenunion. Stichwort: Einlagensicherungssystem. Und in der Fiskalpolitik gibt es Überlegungen, die von einem eigenen  Eurozonenbudget für Stabilisierungszwecke bis hin zu einer Investitionsfazilität für die Eurozone reichen.

Welche Reformschritte sind kurzfristig zu erwarten?

Im Lauf des nächsten Jahres werden wir im Auftrag der Regierungschefs an der Komplettierung der Bankenunion arbeiten; und wohl auch weiter an einer Vertiefung der Währungsunion. Zu Fragen der Ausgestaltung der Eurozone mit eigenem Budget gibt es sehr unterschiedliche Haltungen. Manche rufen nach einem hauptberuflichen Finanzminister für die Eurozone, mindestens aber nach einem hauptberuflichen Vorsitzenden der Eurogruppe. Zudem gibt es die Vorstellung, aus dem ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) einen Europäischen Währungsfonds zu machen. Das ist ein gewisses Etiketten-Missverständnis, weil die  Finanzierung des Internationalen Währungsfonds eine vollkommen andere ist als  jene der ESM, der aus nationalen Budgetmitteln gespeist wird.

Ich vermute, dass dem ESM eine deutlich größere Kompetenz bei den Auflagen für allfällige Anpassungsprogramme für Eurozonenmitgliedsstaaten gegeben wird. Und ich schließe auch nicht aus, dass dann Schuldenrestrukturierungsmaßnahmen für jene Länder notwendig werden, die ein solches Programm beantragen. Ich glaube aber nicht, dass der ESM wirtschaftspolitische Überwachungs-Kompetenzen bekommen wird. Die sind vertraglich fest in der Kommission verankert. Da wird es keine Änderungen geben.

Was ist aus Ihrer Sicht notwendig und was soll das Ziel sein?

Ich halte eine deutliche Vertiefung der Bankenunion für möglich, wobei wünschenswert wäre, wenn die Bankenaufsicht in Frankfurt vertraglich von der EZB völlig losgelöst würde. Das würde ein höheres Maß an Neutralität und Überparteilichkeit gewährleisten. Es wird im Bereich der fiskalpolitischen Koordination gewisse, aber nicht überbordende Fortschritte geben. Aber ich glaube nicht, dass es gemeinsame Finanzierungselemente mit geteilter Haftung geben wird. (Manche Leute nennen das Eurobonds). Ich glaube auch nicht, dass es ein relativ großes Budget zur antizyklischen Konjunkturstabilisierung geben wird. Es wird daher keinen europäischen Finanzminister geben. Und schon gar nicht wird es jemanden geben, der diese Funktion in Personalunion mit dem Kommissar für Wirtschafts- und Währungsangelegenheiten ausüben wird. Das ist von den EU-Verträgen her aus guten Gründen vollkommen ausgeschlossen.

Hat Österreich genug getan? Was muss die nächste Regierung umsetzen, um das Land krisenresistent zu machen?

Krisenresistenz bedeutet, eine anpassungsfähige, flexible, produktive Wirtschaftsstruktur zu haben. Damit stellt man möglichst hohes potenzielles Wachstum sicher. Durch dieses höhere Wachstum werden Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Sicherheit garantiert. Dazu gehört auch das Schaffen von Puffern für den Fall, dass die nächste Krise kommt. Und sie wird kommen, wir wissen nur nicht, durch wen oder wann sie ausgelöst wird. Derzeit ist der Staatsschuldenstand zu hoch, als dass man sagen könnte, es seien ausreichend Puffer und Reserven vorhanden. Daher ist weiterer entschlossener Abbau der Staatsverschuldung unerlässlich. Und die Wirtschaftspolitik der nächsten Jahre muss stark darauf achten, die Produktivität der österreichischen Volkswirtschaft zu erhöhen. Man könnte sagen: Produktivitätssteigerung ist nicht alles. Aber ohne Produktivitätsteigerung ist alles ist nichts.

Und der Schlüssel zur Produktivitätssteigerung?

Zu einer Welt mit unglaublichem technologischen Fortschritt, mit einem rasanten Strukturwandel gehört die Erfahrung: Meist ist nicht Bayern die Konkurrenz, sondern Korea, Mexiko oder Brasilien. Dem begegnet man nur, wenn man nicht arbeitsintensive, sondern gehirnschmalzintensive Produkte und Dienstleistungen herstellt. Das bedeutet: Man muss massiv in die Qualität des Bildungs- und Ausbildungssystems investieren. Alles, was mit Bildung und Ausbildung zu tun hat, ist das Wachstum in 20 Jahren. Insofern ist die Versuchung für Politiker groß, jetzt nichts zu machen, weil sich die Versäumnisse bei der nächsten Wahl nicht bemerkbar machen. Aber wenn man vier Wahlen hintereinander nichts getan hat, beginnt es sich im Wachstumspotential negativ niederzuschlagen.

Wenn die EZB eines Tages die Zinsen wieder anhebt, welchen Staat wird das in Schwierigkeiten bringen?

Mittelfristig wird es zu einem Anstieg des Zinsniveaus kommen. Je niedriger das Schuldenniveau eines Staates, desto besser ist man gegen diesen möglichen Zinsanstieg gewappnet. Griechenland hat im Euroraum den höchsten Schuldenstand, ist aber durch die günstigen Refinanzierungskonditionen mit Laufzeiten jenseits von 30 Jahren von diesem Problem faktisch ausgenommen. Andere Mitgliedsstaaten mit Schuldenniveaus jenseits der 100 Prozent, Portugal, Italien, Belgien haben daher ein eminentes mittelfristiges Interesse daran, ihren Schuldenstand zu verringern.

Das Beispiel von Irland zeigt sehr eindrucksvoll, dass das geht. Es hatte einen Schuldenstand von 130 Prozent des BIP und der Plan ist ist, ihn bis Mitte der 2020er-Jahre bis unter 40 Prozent des BIP zu bringen. Das geht, aber nur mit der Schaffung des entsprechenden Wachstumspotentials. Und Irland ist, auch dank der Kleinheit seiner Wirtschaft, sicher ein Sonderfall.

Nach acht Jahren als Chef der Euro-Arbeitsgruppe hören Sie im Jänner auf. In dieser Zeit waren Sie Dauerkrisenmanager? 
(Er lacht): Ja, schon.

Was kommt für Sie nach dem Jänner? Rückzug auf eine griechische Insel? Die Bahamas?

Faktum ist, dass ich nicht ins österreichische Finanzministerium zurückkehren werde. Es gibt eine Reihe von Angeboten. Manche sind lukrativ, aber langweilig. Andere sind spannend, aber kaum entlöhnt. Als erstes kommt einmal Schifahren.

Zur Person: Thomas Wieser

Seit acht Jahren lang leitet der in den USA geborene österreichische  Ökonom die Euro-Arbeitsgruppe. Die meiste Zeit davon, wie er sagt, als „Dauerkrisenmanager“. „Mr. Euro“, der 62-jährige Wieser, gilt damit  als der nervenstarke  und kaum aus der Ruhe zu bringende  Mastermind hinter den Entscheidungen der 19 Euro-Finanzminister. Ende Jänner wird er seinen Job in Brüssel beenden. Spekulationen, die ihn als kommenden Chef der Oesterreichischen Nationalbank sehen, tut der verheiratete Vater eines Sohnes als „Gerücht“ ab.

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„Universitäten sind Mittelmaß mit deutlicher Tendenz nach unten“

Posted by hkarner - 20. September 2017

InterviewAndreas Schnauder, 19. September 2017, 17:47 derstandard.at

Österreich muss sein Bildungs- und Forschungssystem reformieren, sagt Thomas Wieser, höchster Beamter der Eurogruppe

Seit 2012 steht ein Österreicher an der Spitze der Euroarbeitsgruppe, die alle wichtigen Entscheidungen der Währungsunion vorbereitet. Thomas Wieser bemängelt im Interview mit dem STANDARD, dass Österreich für die Bewältigung von Globalisierung und Digitalisierung nicht gut gerüstet sei. Vor allem bei Bildung und Forschung seien die Ergebnisse mäßig. Der Befund sei zwar seit 20 Jahren bekannt, Reformen allerdings schwer auszumachen. Auch mit der Bürokratie geht Wieser hart ins Gericht. Die oft geforderte Vertiefung der Eurozone erwartet der Spitzenbeamte auf absehbare Zeit nicht.

STANDARD: Mit der Konjunktur geht’s in Europa stark aufwärts, das hilft bei der Konsolidierung der angespannten Staatshaushalte. Bewegen sich die Defizite ausreichend nach unten, oder werden strukturelle Probleme überdeckt?

Wieser: Der Hauptbeitrag zur Budgetkonsolidierung in den letzten Jahren waren die extremen Niedrigzinsen und die damit verbundene billige Refinanzierung der Haushalte. Wenn man sich den Primärhaushalt, der die Defizite um die Zinszahlungen bereinigt, ansieht, ergeben sich nur relativ geringe Konsolidierungseffekte. Das Problem ist, dass im Wesentlichen jene Staaten, die aufgrund ihrer Verschuldung viel mehr Gewicht auf die Budgetkonsolidierung legen müssten, es zu wenig tun. Die, die mehr für die Konjunkturbelebung tun könnten, machen das auch nur eingeschränkt. Der Policy-Mix in der Eurozone ist im Aggregat richtig, in der Zusammensetzung aber nicht. Im Klartext müssten die Italiener, Franzosen und Spanier deutlich mehr für die Budgetkonsolidierung tun, während Staaten wie Deutschland ein höheres Defizit anstatt der schwarzen Null anstreben sollten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Brexit lässt bei Briten die Zuneigung zu Europa erwachen

Posted by hkarner - 20. September 2017

„So europäisch haben sich die Engländer seit Jeanne d’Arc nicht mehr gefühlt“, meint der Koordinator der Eurogruppe, Thomas Wieser.

Während in der britischen Regierung noch über die richtige Strategie für den Abschied von der EU gestritten wird, erstarkt unter vielen Briten vor dem Brexit die Zuneigung zu Europa. Denn nun sei klar, dass es ans Eingemachte geht. „Und wenn es ans Eingemachte geht, dann merkt man, wie wahnsinnig wichtig die EU ist“, stellte Thomas Wieser, Koordinator der Eurogruppe, im Gespräch mit der APA fest.

„So europäisch haben sich die Engländer seit Jeanne d’Arc nicht mehr gefühlt“, formuliert Wieser launig. Sogar ein international sensationell vernetztes und dank Englisch mit einem Sprachvorteil startendes Land wie Großbritannien merke zunehmend, welch hoher Anteil des Exporterfolgs und des Wirtschaftswachstums vom „gemeinsamen Schirm der EU abhängt“. Man müsse sich die Frage stellen, ob China in zehn Jahren noch die aktuellen Spielregeln für den internationalen Handel, die von der westlichen Welt gestaltet wurden, akzeptieren wird. „Die Frage ist, wird China irgendwann einmal sagen, dass ihr Wirtschaftssystem mit dem ganzen Regelwerk inkompatibel ist, weil es pausenlos Beschwerden und Handelsmaßnahmen gegen China gibt“, so Wieser, der auf Einladung der B&C Privatstiftung in Wien war.

Wenn China erst einmal das Regelwerk in Frage stelle, dann werde sich auch die Frage stellen, ob Großbritannien alleine stark genug ist, sich gegen chinesische Interessen behaupten zu können. „Zunehmend sehen immer mehr Menschen in England, dass das nur sehr schwer möglich ist“, analysiert Wieser. Den Rest des Beitrags lesen »

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Eurogruppe verliert führende Köpfe

Posted by hkarner - 11. Juli 2017

Thomas Mayer, 11. Juli 2017, 18:17 derstandard.at

Thomas Wieser erfand seit 2011 Lösungen zu Eurorettungsfonds und Länderhilfen. Er geht 2018. Auch Jeroen Dijsselbloem ist auf Abruf

Brüssel/Wien – An der Spitze der Eurogruppe aus 19 EU-Staaten zeichnen sich gleich zwei einschneidende Personalwechsel ab: Das informelle, umso mächtigere Gremium der Eurofinanzminister verliert die führenden Köpfe. Nicht nur der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird als Chef der Eurofinanzminister bis Ende 2017 den Hut nehmen. Seine sozialdemokratische Partei wird nach der verheerenden Niederlage bei den Wahlen im März nicht mehr in der Regierung vertreten sein. Dijsselbloem verliert also sein Ministeramt – bisher Voraussetzung, um die Eurogruppe zu führen. Am Dienstag wurde in Brüssel bekannt, dass auch Thomas Wieser, der Chef der Euroarbeitsgruppe und gleichzeitig Leiter des Wirtschafts- und Finanzausschusses ist, aufhören wird. „Ich kann bestätigen, dass ich nach dem 31. Jänner 2018 nicht mehr in diesem Job sein werde“, sagte er dem STANDARD. Da läuft sein Vertrag aus.

Auf zu neuen Ufern

Als Motiv nennt er, dass nach acht intensiven Krisenjahren „die Zeit kommt, wo die Déjà-vus sich mehren und man sich zu neuen Ufern aufmachen sollte“. Es gebe bereits „ein Dutzend Vorschläge, was ich machen könnte“. Manches wäre „langweilig, aber mit astronomischen Gehältern verbunden“, anderes „interessant, aber mit weniger Gehalt“. Ihm wäre jedenfalls mehr Zeitautonomie wichtig. Nach einem Skiurlaub im Februar werde er etwas Neues beginnen, sagte Wieser, zuvor „die Bilder, die meine Frau gemalt hat, und das Mobiliar nach Wien übersiedeln“.

Der Österreicher ist in seinen Funktionen das Mastermind im Rat und hinter der gemeinsamen Politik der Finanzminister. Er hat sich vor allem als kreativer Manager in der Eurokrise, insbesondere in Bezug zu Griechenland, einen hervorragenden Ruf erarbeitet, auf dem faktisch einflussreichsten Beamtenposten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Finanzministerium: Eine Dompteurin fürs Budget

Posted by hkarner - 23. November 2015

Besonders plausibel ist der Artikel ja nicht:

  • Thomas Wieser hat eben in Brüssel (Ecofin Gen.Sekr.) verlängert. Und wer geht, wenn er in der Champions League spielt, wieder in die österr. Regionalliga zurück?
  • Ob sich der dann 58-jährige Gerhard Steger die 12 Jahre als Rechnungshof-Präsident antun will? Und ob er als Sozialist durchkäme?
    (hfk)

23.11.2015 | 06:37 | Hanna Kordik (Die Presse)

Kolumne Demnächst wird Finanzminister Hans Jörg Schelling entscheiden, wer die mächtige Budgetsektion in seinem Ressort leiten wird. Es sieht so aus, als würde es erstmals eine Frau sein.

In seiner (kurzen) Zeit als Finanzminister war Michael Spindelegger Niederlagen ja einigermaßen gewohnt. Jene vom Februar 2014 war aber besonders gravierend: Da kam ihm der langjährige Chef der Budgetsektion, Gerhard Steger, abhanden. Und zwar ganz plötzlich, mitten in der Budgeterstellung. Steger wechselte in den Rechnungshof, als Chefkontrollor für den Finanzbereich und die Banken.
Für Spindelegger waren das ganz üble Nachrichten. Das Finanzministerium war zu dem Zeitpunkt schon ziemlich angeschlagen: Unter Vorgängerin Maria Fekter hatten viele Topleute des Hauses das Weite gesucht. Doch Gerhard Steger war ein ganz besonderer Fall: Er war so etwas wie ein Urgestein im Finanzministerium. 33 Jahre lang hatte er dort gearbeitet, die Hälfte davon als Herr über das österreichische Budget. Und er war, so wird erzählt, nicht gerade der große Teamplayer – das Budget war quasi ausschließlich seine Sache. Keine Frage: Mit dem Verlust des mächtigen und versierten Sektionschefs war das Ministerium gleichsam waidwund. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreicher Wieser bleibt Euro-Chefkoordinator

Posted by hkarner - 9. November 2015

orf.at, 9/11

WieserDer Österreicher Thomas Wieser (60) bleibt für weitere zwei Jahre Chefkoordinator der Euro-Gruppe. Beim heutigen Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel wurde ein entsprechender Vorschlag der Euro-Arbeitsgruppe bestätigt, wie es in Ratskreisen hieß. Wieser war nach Angaben von Diplomaten der einzige Kandidat für den Posten.

Wieser ist seit Jänner 2012 Vorsitzender der Euro-Arbeitsgruppe, eines Beamtengremiums, das die Sitzungen der Euro-Finanzminister vorbereitet. Öffentlich in Erscheinung getreten ist Wieser in dieser Funktion vor allem im Rahmen der Griechenland-Krise.

Vor seinem Wechsel nach Brüssel war Wieser Sektionschef für Wirtschaftspolitik und Finanzmärkte im österreichischen Finanzministerium, davor arbeitete er u. a. bei der EFTA in Genf und verhandelte den österreichischen EU-Beitritt mit. Geboren wurde Wieser am 17. November 1954 in Bethesda (USA), er studierte Wirtschaftswissenschaft in Innsbruck.

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Krise bei Verhandlungen – Griechenland setzt Troika wieder vor die Tür

Posted by hkarner - 18. März 2015

Autor: jhi rut, Handelsblatt.com

Datum: 18.03.2015 19:08 Uhr

Das Verhältnis zwischen Griechenland und den Euro-Partnern erreicht einen neuen Tiefpunkt. Bei Verhandlungen zwischen hohen Beamten zeigte Athen keine Kooperationsbereitschaft. Die Troika-Institutionen werden ignoriert.

Brüssel. Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern sind vorerst gescheitert. Das haben die höchsten Beamten der Euro-Finanzminister (Euro Working Group) bei einer Telefonkonferenz am Dienstag festgestellt, wie das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Athen zeige keinerlei Kooperationsbereitschaft, berichteten Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in der Telefonschalte. Zugleich beschließe die Regierung ohne Rücksprache neue Staatsausgaben und verstoße damit gegen Vereinbarungen, so die Experten. Die Chance, die Auflagen des laufenden Hilfsprogramms wie vorgesehen bis Ende April erfolgreich zu erfüllen, sei jetzt nur noch gering, sagten EU-Diplomaten. Den Rest des Beitrags lesen »

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