Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Wages’

Wages through the ages

Posted by hkarner - 16. Juni 2017

Date: 15-06-2017
Source: The Economist

What history says about inequality and technology

The recent rise in earnings for skilled workers is a rare phenomenon

ONE factor behind the rise of income inequality in America over the past four decades is that the labour market has increasingly favoured the well-educated. Real wages for college graduates have risen by over a third since 1963, whereas wages for those without high-school diplomas have dropped. As more of the economy becomes automated, doomsayers worry that the gap between the haves and the have-nots will only grow. History shows, however, that this need not be so.

The recent rise in earnings for skilled workers is a rare historical phenomenon. Compiling records from churches, monasteries, colleges, guilds and governments, Gregory Clark, an economist at the University of California, Davis, has put together a comprehensive dataset of English wages that stretches back to the 13th century. Mr Clark notes that in the past the skilled-wage premium, defined as the difference in wages between craftsmen, such as carpenters and masons, and unskilled labourers has been fairly stable, save for two sharp declines (see chart).

The first drop came in the 14th century, and had nothing to do with technological change. Den Rest des Beitrags lesen »

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IWF entdeckt Schattenseiten der Globalisierung

Posted by hkarner - 20. April 2017

András Szigetvari aus Washington, 20. April 2017, 07:15 derstandard.at

Der Streit um Globalisierung, Freihandel und Ungleichheit dominiert Wahlkämpfe in Europa und den USA. Nun springt der Währungsfonds auf das Thema auf

Washington – Von ihrem kleinen Büro an der 19th Street in Washington, D.C., hat Mitali Das in den vergangenen Monaten die Revolution vorbereitet. Die Ökonomin arbeitet für den Internationalen Währungsfonds (IWF). Sie sammelte Daten aus dutzenden Ländern. Ein Team unter ihrer Leitung führte die Kalkulationen durch, jedes Ergebnis wurde penibel nachgeprüft. Fehler durften nicht passieren, dafür war die Materie zu heikel. In einer soeben publizierten Studie ist Mitali Das der Frage nachgegangen, wie sich globaler Handel und technischer Fortschritt auf Einkommen und Einkommensverteilung ausgewirkt haben.

Wo der IWF in dieser Frage ideologisch steht, ist klar: Jahrzehntelang haben die Experten des Fonds gepredigt, dass Liberalisierung und Marktöffnung der beste Weg zu mehr Wohlstand für alle sind. Ungleichheit und Verteilungsfragen spielten in diesen Überlegungen keine Rolle. Die Arbeiten von Das, einer indischstämmigen ehemaligen Professorin an der Columbia-Universität, haben das verändert.

Lohnquote

Die Ökonomin und ihre Kollegen haben sich angesehen, wie sich der Anteil der Arbeitseinkommen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (BIP) entwickelt hat. Unter die Lupe genommen wurde die Entwicklung dieser Lohnquote in 50 Ländern seit 1991. Das Ergebnis: Weltweit erhalten Arbeiter und Angestellte heute in der Mehrzahl der Länder einen geringeren Teil vom erwirtschafteten Wohlstand als zu Beginn der 1990er-Jahre. Auf Kapitalerträge dagegen entfällt ein größerer Teil des Kuchens. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Schwäche der deutschen Gewerkschaften und die Schwäche des Euro

Posted by hkarner - 13. Juli 2016

Von Heiner Flassbeck, Makroskop, 11/7

Gewerkschaftsnahe Ökonomen beklagen sich über unsere Kritik an zu niedrigen Lohnabschlüssen. Sie verweisen auf die Machtverhältnisse, die nichts anderes zulassen. Wenn das so ist, fragt man sich, warum die Gewerkschaften in der Öffentlichkeit so verhalten agieren.

Gustav Horn hat kürzlich (hier) die Gewerkschaften gegen meinen Vorwurf (hier) verteidigt, sich in der Tarifpolitik zu sehr zurückzuhalten. Er argumentiert, dass dann, wenn die Gewerkschaften könnten wie sie wollten, längst alles gut wäre, weil sie so hohe Löhne durchsetzen würden, dass die Deflation in Europa verschwände und die deutsche Wettbewerbsfähigkeit erheblich verringert würde. Die Machtverhältnisse am Arbeitsmarkt, so Horn, verhinderten allerdings bessere Abschlüsse. Diese Machtverhältnisse könne man aber nicht den Gewerkschaften vorwerfen. Er schließt:

„Die „Schuld“ am unbefriedigenden Ergebnis allein den Gewerkschaften aufzubürden, ist also eine sehr asymmetrische Betrachtungsweise.“

Ich dachte mir, dass ich mal einen Moment warte, bevor ich ihm antworte, weil die Gewerkschaften alle paar Wochen selbst den besten Beweis dafür liefern, dass seine Behauptung einfach nicht stimmt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Lohn oder Kapital?

Posted by hkarner - 11. Juni 2016

10.06.2016, Von Heiner Flassbeck. MakroskopFlassbeck Video 2

Über die Ursachen der Krise in der Europäischen Währungsunion ist eine Kontroverse entbrannt. Es fehlt allerdings dabei an theoretischer Klarheit, weil man sich nicht explizit mit den neoklassischen Irrungen und Wirrungen befasst.

Teil 1

Seit einigen Wochen gibt es in Deutschland, teilweise sogar heftige, Diskussion darüber, ob die deutsche Lohnzurückhaltung zu Beginn der Europäischen Währungsunion wirklich verantwortlich ist für die gewaltigen Ungleichgewichte, die in den Leistungsbilanzen der Mitgliedsländer dieser Union entstanden sind. Besonders im linken politischen Spektrum gibt es viele, die der von Hans-Werner Sinn vertretenen These zuneigen, wonach Kapitalströme eine viel größere Rolle spielten als die Lohndifferenzen. Wobei Sinn durchaus ambivalent argumentiert: Die Bedeutung der Lohnstückkostendifferenzen räumt er ein, allerdings betont er immer nur die „zu hohen“ Lohnzuwächse in den Krisenländern, vergisst aber meist die „zu niedrigen“ Lohnzuwächse in Deutschland zu erwähnen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Merkantilisten

Posted by hkarner - 3. Juni 2016

Länder | 01.06.2016, MakroskopFlassbeck CC

Vor zwei Jahrzehnten begannen Deutschland, die Schweiz und Österreich auf eine Politik der Lohnzurückhaltung zu setzen. Doch diese merkantilistische Strategie ist nicht beliebig lange durchzuhalten.

Teil 2

Was ist passiert in der Schweiz und den Ländern, die irgendwann vor etwa zwanzig Jahren begannen, eine Politik der Lohnzurückhaltung in die Tat umzusetzen. Abbildung 1 zeigt, dass die Schweiz ab Mitte der neunziger Jahren ganz ähnlich wie Deutschland und Österreich begann, merkantilistische Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Als hätte man sich verabredet, begannen alle drei Länder Mitte der neunziger Jahre offenbar, ihre Lohnpolitik vollkommen anders auszurichten. Statt die Nominallöhne an den Produktivitätszuwachs plus einer Zielinflationsrate anzupassen, wurden die Nominallöhne nur noch in Höhe des Produktivitätszuwachses gesteigert, die Lohnstückkosten blieben zwischen 1995 und 2007 fast konstant. Den Rest des Beitrags lesen »

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Leicht unterschiedliche Wahrnehmungen! Zum Tarifabschluss der IG Metall

Posted by hkarner - 13. Mai 2016

Lohnabschluss in der Metallindustrie: Knapp zwei Prozent pro Jahr!

Gerade wird der Abschluss in der Metallindustrie von NRW bekanntgegeben, der sicher für alle anderen Bereiche Pilotcharakter hat.

Das Ergebnis – es war angesichts der geringen Forderung (siehe unseren Kommentar über den Wahnsinn, der zur Normalität wird, hier) allerdings nichts anderes zu erwarten – kann nur als massive Enttäuschung angesehen werden. Hier ist die Pressemitteilung der IG Metall.

Was da herausgekommen ist, bedeutet selbst unter Berücksichtigung der Einmalzahlung ein Jahresergebnis in diesem Jahr von wenig mehr als 2,0 Prozent und im nächsten Jahr bleibt es unter zwei Prozent Zuwachs. Selbst dieser Abschluss aber kann durch eine Differenzierungsklausel für Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten noch hinausgeschoben werden. Mit diesem Abschluss und mit dem Abschluss im öffentlichen Dienst ist bis Ende 2017 für die gesamte deutsche Tariflandschaft die zwei Prozent als nicht mehr verrückbare Marke anzusehen.

Was das bedeutet, muss ich nicht wiederholen (siehe hier). Es ist sonnenklar, dass die Europäische Währungsunion keine Chance mehr hat. Die deutschen Tarifpartner gehen offenbar mit geschlossenen Augen über die Klippe.

Ende der Bescheidenheit: 4,8 Prozent mehr Lohn für deutsche Metaller

Birgit Baumann aus Berlin, 13. Mai 2016, 12:09 , derstandard.at Den Rest des Beitrags lesen »

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Bravo! Zwei IWF-Ökonomen sagen, wie wir überfällige Lohnerhöhungen durchsetzen

Posted by hkarner - 21. März 2016

Naja! (hfk)

21. März 2016 l l Flassbeck Economics

Mit einer Anmerkung von Heiner Flassbeck

Endlich! Zwei Ökonomen des IWF haben begriffen, dass der Weg zum Wirtschaftswachstum letztlich über Lohnerhöhungen führt. Ihr 4-Punkte-Programm ist nicht nur für Japan wegweisend.

Alle reden von Helikoptergeld. Die beiden IMF Ökonomen Luc Everaert und Giovanni Ganelli haben eine viel bessere Idee. In ihrem Paper unter dem Titel „Japan: Time to Load a Fourth Arrow-Wage Increases“ kommen sie gleich zum Kern des Problems: die stagnierenden Löhne. Seit 1995 sind die Löhne für Vollzeitstellen in Japan nur gerade mal um 0,55 Prozent gestiegen! Um diesem Missstand abzuhelfen, schlagen sie vier konkrete Massnahmen vor:

  1. Profitable Unternehmen sollen entweder die Löhne jedes Jahr um mindestens 2 Prozent plus nationale Rate der Produktivitätssteigerung erhöhen. Oder sie müssen erklären, warum sie nicht tun und ihre Lohnpolitik offenlegen. Dieser Offenlegungspflicht lehnt sich an entsprechende Regelungen im Deutschen Corporate Governance Kodex an. Stichwort: Comply or Explain.
  2. Die Regierung soll Massnahmen ergreifen, um Lohnerhöhungen steuerlich zu begünstigen.
  3. Firmen, die steigende Profite nicht an die Arbeitnehmer weiter geben sollten mit Strafsteuern belebt werden.
  4. Der Staat muss mit Lohnerhöhungen voran gehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ökonom: „Flüchtlinge nicht anders als Einheimische behandeln“

Posted by hkarner - 5. März 2016

Interview Simon Moser, 5. März 2016, 10:00 derstandard.at

Bofinger Deutschland hat im vergangenen Jahr den Mindestlohn eingeführt. Peter Bofinger (im Bild rechts) über die Motive hinter der Einführung – und ihren Erfolg

STANDARD: Trotz Niedrigzinsen kommt die Konjunktur in der Eurozone nicht in Schwung. Ein Alarmzeichen oder Jammern auf hohem Niveau?

Bofinger: Ich glaube wir erleben eine Art Krise des Kapitalismus. Sie lässt sich darauf zurückführen, dass sich die Einkommen zunehmend ungleich entwickelt haben. Das Geld landet bei denen, die schon viel haben, die das Geld einfach bunkern. Dadurch fehlt die Nachfrage und jene, bei denen das Geld gelandet ist, haben keinen Anreiz zu investieren.

STANDARD: Ein Problem der Eurozone war lange die Lohnzurückhaltung in Deutschland. Die Krisenländer waren dadurch noch weniger wettbewerbsfähig als ohnehin, weil sie im Vergleich zu Deutschland immer teurer produzierten.

Bofinger: Extrem war die deutsche Lohnzurückhaltung bis 2007. Seitdem versuchen die Länder mit Problemen, über Lohnzurückhaltung wettbewerbsfähiger zu werden. Aber das gelingt nicht wirklich, weil die Lohnstückkosten in Deutschland nur um knapp zwei Prozent pro Jahr steigen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wenn den Gewerkschaften die Stunde schlägt

Posted by hkarner - 1. März 2016

01. März 2016 l l Flassbeck Video

Erst war es auf der konservativen Seite nur die Bundesbank. Jetzt aber merkt sogar Henrik Müller in Spiegel-Online, dass etwas falsch läuft. Er fordert, man glaubt es nicht, höhere Löhne in Deutschland. Spätestens jetzt sollten bei den Gewerkschaften alle Alarmsirenen schrillen. Wenn von der Ecke schon höhere Löhne angemahnt werden, muss in der Lohnpolitik etwas fundamental schief laufen.

Ich habe in den vergangenen Wochen ja schon einige Male versucht, die Gewerkschaftsspitzen dazu zu bringen, Farbe zu bekennen und klar zu sagen, ob sie noch Gewerkschaften sein wollen oder lieber Erfüllungsgehilfen der Arbeitgeber. Wie immer man sich in dieser Frage entschieden hat, man sollte es wenigstens offen sagen, damit jeder weiß, wen man in Zukunft in Verteilungsfragen anzusprechen hat und bei wem man es von vorneherein lassen kann.

Deutschland braucht nichts mehr als eine Diskussion über die Gewerkschaften und die Löhne. Doch die Gewerkschaftsspitzen schweigen eisern. Wer den Skandal, den man deutsche Tarifpolitik oder Tarifautonomie nennt, immer noch nicht begriffen hat, der schaue sich die untenstehende Tabelle an, die das Statistische Bundesamt gerade herausgebracht hat (hier). Den Rest des Beitrags lesen »

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Gerechte Löhne – eine Aufgabe der Politik?

Posted by hkarner - 7. Januar 2016

06. Januar 2016 l l Flassbeck Economics

Im Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands vom Februar letzten Jahres (hier) wurde ein neuer trauriger Rekord gemeldet: Die Armutsquote ist auf einen Wert von 15 5,% gestiegen und damit leben im „reichen Deutschland“ mehr als 12,5 Millionen Menschen in Armut.

Vor diesem Hintergrund sollte man meinen, dass steigende Löhne – insbesondere dann, wenn sie Menschen mit niedrigen Einkommen zugute kommen – einhellig begrüßt werden. Nicht so aber bei Heike Göbel, der Spezialistin der FAZ für die „Ordnung der Wirtschaft“ (hier). Zwar hat sie nichts gegen höhere Löhne, wenn es sich dabei um Marktlöhne handelt, aber wenn höhere Löhne das Ergebnis gesetzgeberischer Maßnahmen sind, dann kann sie sich darüber noch nicht einmal an Heiligabend freuen. Es ist daher nicht überraschend, dass ihr der gesetzliche Mindestlohn ein Dorn im Auge ist. Denn Mindestlöhne werden vom Gesetzgeber ja gerade deswegen festgesetzt, weil es offenbar Marktlöhne gibt, die es manchem Lohnempfänger nicht erlaubt, damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Warum aber kann sich Göbel nicht darüber freuen, dass aufgrund staatlich festgelegter Löhne „die Bescherung in vielen Haushalten üppiger ausfallen dürfte als in früheren Jahren“? Nun, weil solche Löhne ihrer Meinung nach eine ethisch verbindliche Norm verletzen. Sie stellt nämlich lapidar fest:

Was der „gerechte“ Lohn ist, sollte in einer Marktwirtschaft (…) der Wettbewerb bestimmen, nicht die Politik.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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