Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Deutschland einig Neurotikerland

Posted by hkarner - 17. Oktober 2016

Debatte Terror und Angst, taz 12/10, Ilija Trojanowtrojanow-cc

Angst vor Terroristen und Flüchtlingen ist zu unserer Staatsräson geworden. Das ist falsch. Wir müssen die Angst bekämpfen.

Angst ist dieser Tage salonfähig. Man könnte auch sagen: social-media-kompatibel oder stammtischwürdig. Kein Tag vergeht, ohne dass gewisse Ängste beschworen und hofiert werden, ganz so, als sei Angst die herausragende Leistung unserer Epoche und unserer glorreichen Zivilisation.

Es sei in Ordnung, Angst zu haben, heißt es allenthalben. Ja, mehr noch: Wer die herrschende Verzagtheit kritisiert, wird immer wieder aufgefordert, die angeblich weit verbreitete Angst der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen – als bestünde die Gesellschaft nur noch aus Neurotikern und Psychoanalytikern.

Angst ist das neue Tamagotchi, das wir tätscheln und nähren sollen. „Sie müssen diese Angst doch verstehen“, werden all jene zurechtgewiesen, die einen Ausbruch in die politische Vernunft wagen.

Nein, nein, nein. Wir müssen Angst nicht verstehen! Im Gegenteil: Wir müssen sie bekämpfen. Angst ist unsinnig, gefährlich, erbärmlich. Seit wann wird der Pathologie der Angst derartige Relevanz zugesprochen, höchste Priorität eingeräumt?

Angst muss man nehmen Den Rest des Beitrags lesen »

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Professor Sinn in der taz – oder wie man sich als das outet, was man wirklich ist

Posted by hkarner - 7. Mai 2016

Und Flassbeck mach nicht denselben Fehler (was wäre, wenn)? Kindisch! (hfk)

06. Mai 2016 l l Flassbeck Video

Wie wichtig Interviews sein könnten, wenn es denn genügend gut geführte Interviews gäbe, haben vergangene Woche Ulrike Herrmann und Malte Kreutzfeld von der taz bewiesen (hier). Sie haben Professor Hans-Werner Sinn auf eine Art und Weise befragt, die auch dem Leser, der nicht vom Fach ist, klar machte: Hier weiß einer in vielen Punkten einfach nicht mehr weiter, weil seine Argumentation widersprüchlich und unfundiert ist. Kompliment an die taz-Journalisten!

Die Reaktion unserer Leser war entsprechend: Ein „kurioses Interview“ war der Tenor und wir sollten es doch noch einmal unter die Lupe nehmen. Ich will mich auf den zentralen Punkt konzentrieren, an dem Professor Sinn die „Reformen“ von Rot-Grün verteidigt und sofort selbst den methodischen Fehler macht, den er den Interviewern vorwirft. Den Rest des Beitrags lesen »

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Panama ist überall

Posted by hkarner - 11. April 2016

Debatte Panama Papers, taz.de, Heiner Flassbeck, 9/4Flassbeck

Steuern senken und Geld vermehren: Wer diese Praxis jahrelang gepredigt hat, sollte sich über die Offshore-Leaks jetzt nicht wundern.

D ie gespielte Aufregung, die in diesen Tagen der „Enthüllung“ einiger Briefkastenfirmen in Panama durch die Medien schwappt, ist leicht zu erklären, aber schwer zu verstehen. Zu erklären ist sie mit dem Versuch der meisten Beobachter, sich erneut auf billige Art und Weise in der Ungleichheitsdebatte zu profilieren und zu zeigen, dass man tapfer für die Rechte der Entrechteten kämpft.

Zu verstehen ist das nicht, weil die gleichen Leute, die sich heute künstlich aufregen, in den letzten drei Jahrzehnten nichts anderes zu tun hatten, als zu hohe Steuern für die Reichen und die Unternehmen zu beklagen, und es ihnen in einer politischen Kampagne ohnegleichen tatsächlich gelungen ist, diese Steuern auf Teufel komm raus zu senken.

Was hat man sich von diesen Steuersenkungen nicht alles erhofft. Die Reichen würden viel mehr investieren, würden viel mehr Arbeitsplätze schaffen, und am Ende würde es allen viel besser gehen. Ja, man hat sogar einem „Wettbewerb“ der Staaten um die niedrigsten Steuersätze das Wort geredet. Wurde nicht in Deutschland die Körperschaftsteuer massiv gesenkt, weil unter anderem in der Slowakei und in Irland die Unternehmen mit superniedrigen Steuersätzen gebauchpinselt wurden?

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„Deutschland sitzt in der Falle“

Posted by egloetzl - 3. Juni 2012

taz.de, 29/5

Experte zum möglichen Euro-Ausstieg

Wenn Griechenland zur Drachme zurückkehren würde, wäre Deutschland der Hauptverlierer, sagt der Finanzökonom Stephan Schulmeister.Interview: Ulrike Herrmann

Die Rückkehr der Drachme wäre für Deutschland nicht besonders günstig. Bild: dapd

taz: Herr Schulmeister, sollte Griechenland den Euro verlassen und zur Drachme zurückkehren?

Stephan Schulmeister: Nein, bloß nicht. Deutschland wäre der Hauptverlierer.

Wieso Deutschland?

Schon jetzt hat in Spanien, Italien, Irland und Portugal ein Run auf die Banken begonnen. Die Menschen dort räumen ihre Konten leer und legen ihr Geld in Deutschland an. Diese Kapitalflucht würde sich dramatisch verstärken, wenn Griechenland aus dem Euro fliegt. Denn dann würde jeder Italiener denken, dass bald auch die Lira zurückkommt – und seine Euros nach Deutschland überweisen.

Was ist daran schlimm?

Das gesamte Gläubiger-Schuldner-System in Europa würde zusammenbrechen. Wenn die Bankkunden in Spanien, Portugal und Italien ihr Geld abziehen würden, wie es jetzt schon die Griechen tun – dann wären drei Billionen Euro auf der Flucht. Das sprengt jeden Rettungsschirm. Dann crasht der Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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