Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘tax cuts’

Das nächste Sparpaket

Posted by hkarner - 15. März 2015

Kommentar | Andreas Schnauder, derstandard.at, 15. März 2015, 17:09

Die Steuerreform ist mit einer verhängnisvollen Abkehr vom Budgetpfad verbunden

Schön, dass die Regierung mit der Steuerreform nicht nur die Bürger entlastet, sondern auch ein Signal der Handlungsfähigkeit sendet. Noch besser wäre es freilich gewesen, hätten die Parteichefs Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner vor dem Beschluss der Entlastung einen Blick in die Präambel des Regierungsprogramms geworfen. Dort ist von soliden Staatsfinanzen, einem strukturellen Nulldefizit ab 2016 und einem ausgeglichenen Haushalt die Rede. Das alles gilt nun plötzlich nicht mehr, weil es halt leichter ist, (nicht vorhandene) Mittel zu verteilen, als nachhaltige Budgetsanierung zu betreiben.

Kurz zur Ausgangslage: Die Euroländer haben sich mit Stabilitätspakt und Fiskalpakt in ein enges Haushaltskorsett gezwängt. Auch wenn die Vorgaben nicht immer so ernst genommen werden, wie das derzeit gerade im Falle Frankreichs zu beobachten ist: Österreich hat die “Schuldenbremse” auch gesetzlich fixiert, die Regierung tut nun aber so, als handle es sich um eine verzichtbare Fleißaufgabe. Die Gegenfinanzierung der fünf Milliarden Euro schweren Tarifsenkung erscheint jedenfalls äußerst fragwürdig. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , | Leave a Comment »

GröStaZ3

Posted by hkarner - 14. März 2015

von: H.F. Karner, 14/3HFKarner Foto by Eva Karner (43)

GröStaZ = “Größte Steuerreform aller Zeiten”

GröStaZ 1  … K.H. Grasser (2004)

GröStaZ2 … J. Pröll (2009)

GröStaZ3 … Faymann/Mitterlehner (2015)

Ein paar Fragen seien gestattet:

  • Frage 1: kann man wirklich so dumm sein, dies zu glauben bzw. zu behaupten? Nämlich das mit “größte” und “-reform”
  • Frage 2: welche Ziele der Steuerreform wurden erreicht?
    • Reduktion der Staatsquote
    • Reduktion der Steuer- und Abgabenquote
    • nachhaltige Reduktion der Lohn-/Einkommensteuerbelastung
    • Ankurbelung der Wirtschaft zu Investitionen und Zukunftsfähigkeit, Bürokratieabbau
    • Wachstum durch steigende Konsumausgaben ???
    • nachhaltige Kosteneinsparungen im Budget
    • Freiräume schaffen für Zukunftsinvestitionen in Infrastruktur, Forschung, Bildung
    • Schuldenreduktion Bund/Länder/Gemeinden
    • soziale Verteilungsgerechtigkeit verbessern
    • Umverteilung (ja, von der Mitte zur Mitte!)
    • positive Stimmung im Lande schaffen (Schäuble: “Politik ist zu 50% Emotion”)
  • Frage 3: Was trägt die Steuerreform zur Bewältigung der Zukunftssicherung des Budgetpfades bei? Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Beiträge von Mitgliedern, Präsentationen | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Die Steuerreform, die wir gern von dieser Regierung gehabt hätten

Posted by hkarner - 14. März 2015

13.03.2015 | 18:50 | Josef Urschitz (DiePresse.com)urschitz

Analyse. Wir hätten eine ziemlich umfangreiche Wunschliste für diese Steuerreform gehabt. Die Regierung hat sie klarerweise nicht erfüllt. Vielleicht beim nächsten Mal.

Wien. Die Steuerreform ist fixiert. Sie bringt Korrekturen bei der Lohnsteuer, vielleicht insgesamt sogar wirklich ein bisschen mehr netto vom Brutto, eine ziemlich nebulöse Gegenfinanzierung – insgesamt aber nicht das, was wir uns unter einer ambitionierten, konsumbelebenden, wirklich merkbaren Steuerreform vorgestellt haben. Vielleicht beim nächsten Mal. Unseren Wunschzettel, der diesmal eindeutig nicht einmal ansatzweise erfüllt wurde, deponieren wir hier präventiv gleich einmal.

Also: Vorgestellt hätten wir uns eine wirklich spürbare Senkung der Steuer- und Abgabenquote. Zumindest auf den EU-Durchschnitt von 40 Prozent. Das hätte eine doch spürbare Entlastung von rund 13 Mrd. Euro bedeutet. Die dürften natürlich nicht durch Steuererhöhungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden, sonst sinkt ja klarerweise die Steuerquote nicht. Umschichtungen innerhalb des Systems, etwa von Arbeit auf Vermögen, hätten also erst nach Abzug der 13 Milliarden Euro zu erfolgen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Reformstau: Wie man Aufschwung nicht erzeugt

Posted by hkarner - 20. November 2014

20.11.2014 | 16:56 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Kolumne. Das Milliarden-Investitionspaket der EU droht als Strohfeuer zu enden, die Gegenfinanzierung der Steuerreform wird von den Ländern hintertrieben: Ist das „Regierung neu“?

Zur Behandlung der immer dramatischer werdenden Konjunkturschwäche gebe es, sagt man uns, zwei bewährte Methoden: ein forciertes staatliches Investitionsprogramm (die EU will ja bei ihrem Dezember-Gipfel ein vom neuen Kommissionspräsidenten angeregtes 300-Mrd.-Euro-Investitionsprogramm beschließen) und eine Steuerreform, die den Österreichern deutlich mehr Netto vom Brutto lässt und damit den für die Konjunktur nicht ganz unwesentlichen Konsum ankurbelt.

Klingt plausibel. Aber was wir bisher zu sehen bekommen, lässt eher befürchten, dass das kein Startschuss zu neuem Wachstum wird, sondern wie gehabt viele gepumpte Milliarden nach kurzer Zeit wirkungslos verpuffen und nur den Staatsschuldenberg noch ein wenig aufschütten: Die große Investitionsoffensive dürfte, wenn sie überhaupt kommt und nicht durch das Umetikettieren von ohnehin bereits geplanten Vorhaben verwässert wird, wie gehabt die falschen Impulse setzen. Und die große Steuerreform droht durch das gewohnte „Bestemm“ der Landeshauptleute in ernste Gegenfinanzierungsprobleme zu schlittern. Beidem setzt die Regierung bisher keine erkennbaren Maßnahmen entgegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , | Leave a Comment »

What macroeconomic policies for the Eurozone?

Posted by hkarner - 28. September 2014

Francesco Giavazzi, Guido Tabellini (both from Bocconi University) 25 September 2014, voxeu

In his recent article on Vox, Roberto Perotti takes issue with the proposal of coordinating a monetary and fiscal expansion in the Eurozone through a money-financed temporary tax cut, which we advocated in a column on 21 August (see Perotti 2014, Giavazzi and Tabellini 2014). He does not question the effectiveness of the proposal in stimulating aggregate demand. But he argues that a temporary expansion of the budget deficit of the order of 5% of GDP cannot be credibly reversed through future spending cuts, and that reversing the temporary tax cut through future tax increases would also be destabilising, economically and politically.

Counter-cyclical fiscal policies: Stabilising or destabilising?

The policies enacted in the US and in the UK during the Great Recession flatly contradict the second part of Perotti’s argument, as shown in Tables 1a to c below. The US let its budget deficit expand by almost 7% of GDP in a single year, through a combination of higher spending and lower revenues (Table 1a). Less than half of this change was due to the effect of fiscal stabilisers, the rest reflected deliberate policy decisions. The changes on both sides of the budget were later reversed. This was in part because the increase in the deficit due to the actions taken to bail out financial institutions was a one-off; in part automatically, as the economy recovered; and in part, through deliberate shifts in fiscal stance, such as the 2013 Sequester. Net of the effect of automatic stabilisers, federal outlays were reduced by more than 2.5% of GDP between the trough of the business cycle and now, while federal revenues net of automatic stabilisers increased by about 3% of GDP during the same period (source: Congressional Budget Office). Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , | Leave a Comment »

IV klotzt bei Steuerreform: 15 Milliarden € Entlastung vorgeschlagen

Posted by hkarner - 25. September 2014

Endlich einmal was Mutiges, Interessantes und Großkariertes. Lässt das Konzept von ÖGB und AK alt aussehen! Auf den Schuldenabbau hat man halt versehentlich vergessen!(hfk)

Das IV-Steuerstrukturkonzept

Österreich galt lange als „das bessere Deutschland.” Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Es wurde in den vergangenen Jahren verabsäumt, die standortpolitischen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Das rächt sich jetzt, denn der Wirtschaftsstandort Österreich hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Attraktivität verloren. Internationale Rankings bestätigen, dass sich der heimische Standort im Vergleich zu anderen Standorten stetig verschlechtert. So hat sich Österreich von der deutschen „Konjunkturlokomotive“ abgekoppelt – “Österreich wird das schlechtere Deutschland”.

Ein Hauptgrund dafür ist die sehr hohe Steuer- und Abgabenlast in Österreich von rund 45 Prozent, die weit über dem europäischen Durchschnitt liegt. Durch die hohe Besteuerung des Faktors Arbeit werden Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen belastet. Denn fast die Hälfte der Kosten, die im Unternehmen für die Beschäftigung einer durchschnittlichen Arbeitnehmerin oder eines durchschnittlichen Arbeitnehmers anfallen, gehen an Fiskus und Sozialversicherung. Daher braucht es dringend eine ausgabenseitige Strukturreform, um den Faktor Arbeit nachhaltig und für alle zu entlasten. Die Staatsausgaben müssen dafür auf ein vernünftiges Niveau gesenkt werden indem sich der Staat auf die Kernaufgaben zurückzieht und das föderale System grundlegend überarbeitet wird. Wir brauchen einen schlanken aber starken Staat. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in weitere Artikel | Getaggt mit: , , | Leave a Comment »

Die Steuererfinder sind wieder unterwegs

Posted by hkarner - 1. September 2014

01.09.2014 | 18:07 | von Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

ine Steuerreform muss die Abschaffung der kalten Progression beinhalten und zwingend im Paket mit echten Reformen zur Gegenfinanzierung beschlossen werden. Sonst wird sie wieder innerhalb weniger Monate verpuffen.

Der neue Finanzminister hat sein Steuerreformkonzept noch gar nicht skizziert, da sind schon wieder die Steuererfinder am Werk. Der Budgetexpertin des Wirtschaftsforschungsinstituts sind beim „Runden Tisch“ im ORF Sonntagnacht aus dem Stand gut zehn neue Steuern eingefallen, mit denen man die überfällige Lohnsteuersenkung gegenfinanzieren könnte. Und selbst der normalerweise geerdete Notenbankpräsident, Claus Raidl, hat gemeint, er könne sich eine Verdoppelung der Grundsteuer (eine Vermögenssubstanzsteuer, die überwiegend Häuselbauer trifft, weil große Grundvermögen wegen deren überwiegender Landwirtschaftswidmung davon de facto ausgenommen sind) und eine Erhöhung der Kapitalertragsteuer vorstellen.

Einsparungen zur Gegenfinanzierung soll es dagegen erst später geben. Mit anderen Worten: Den Experten geht es nicht um eine Steuerreform, sondern nur um ein bisschen Kosmetik. Eine echte Reform würde von einer Analyse des Gesamtzustandes ausgehen, die ungefähr so geht:

• Die Steuer- und Abgabenquote ist mit 45,3 Prozent des BIPs viel zu hoch. Sie muss mittelfristig um mindestens fünf Prozentpunkte herunter (was derzeit rund 15 Mrd. Euro im Jahr entspricht). Eine Steuerquote lässt sich aber sicher nicht senken, indem die eine Steuer durch eine andere „gegenfinanziert“ wird. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , | Leave a Comment »

Ein unerträglicher Steuerwahlkampf

Posted by hkarner - 19. September 2013

18.09.2013 | 18:12 | Von Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Österreich hat sogar in der Verfassung festgeschrieben, dass Kapitaleinkünfte gegenüber Arbeitseinkünften steuerlich zu bevorzugen sind. Es gibt intelligentere Systeme.

Nach dem Konsum der zahlreichen Vorwahl-TV-Konfrontationen ist jedem klar: Die vier, fünf größten Parteien des Landes sind (vernünftigerweise) allesamt für eine Senkung des aus der Grasser-Zeit stammenden prohibitiven Eingangssteuersatzes (36,5 Prozent) bei der Lohn- und Einkommensteuer. Wird Zeit, dass die endlich ins Parlament gewählt werden, möchte man meinen. Dann könnten sie das einschlägige Steuergesetz bei so viel Einigkeit nämlich einfach per Nationalratsbeschluss abändern, statt großmäulig vor laufenden Kameras „Forderungen“ de facto an sich selbst zu stellen.

Die passende Gesetzesvorlage wird ihnen die Regierung sicher liefern. Denn die Herren Spindelegger und Faymann sind, wie man hört, ja auch für Steuerentlastungen. Oder stellen die gar nicht die Regierungsspitze – und wir werden seit fünf Jahren von einem finsteren Geheimbund gesteuert? Sonst hätten die beiden ihre „Forderung“ ja auch längst in einen Gesetzesvorschlag gießen können. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Corporations Don’t Need a Tax Cut, So Why Is Obama Proposing One?

Posted by hkarner - 4. März 2012

The Obama administration is proposing to lower corporate taxes from the current 35 percent to 28 percent for most companies and to 25 percent for manufacturers.

The move is supposed to be “revenue neutral” – meaning the Administration is also proposing to close assorted corporate tax loopholes to offset the lost revenues. One such loophole allows corporations to park their earnings overseas where taxes are lower. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Deficits More Than Pay for Themselves

Posted by hkarner - 14. Juni 2011

 

Author: Mark Thoma · June 10th, 2011 · RGE Monitor

The old “tax cuts pay for themselves” justification for cutting the tax rates of the wealthy is back:

despite a host of Republican economists telling them otherwise, Republican policymakers can’t resist arguing that tax cuts pay for themselves. That’s the old voodoo economics.

There’s no evidence that tax rates have ever come close to paying for themselves at tax rates such as the US imposes, so it’s a justification without merit. In fact, there’s no evidence that the Bush tax cuts had any effect on growth at all (see here too). The claim that tax cuts are self-financing is snake oil, and if the press was doing its job any politician saying this would immediately be labeled as a fraud (Ryan’s budget proposal makes this claim). Yet it lives on.

Just for fun, did you know that deficits more than pay for themselves? Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , | Leave a Comment »

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 409 Followern an