Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Szigetvari’

Werden Sparer wirklich enteignet? Vier Mythen über das billige Geld

Posted by hkarner - 11. März 2019

András Szigetvari, 10. März 2019, 12:51 derstandard.at

Die Europäische Zentralbank will mit milliardenschweren Krediten an den Bankensektor die Wirtschaft beleben. Dafür erntet sie viel Kritik. Nicht alles ist fundiert

Der „Nullzins-Draghi“ hat wieder zugeschlagen, „heute ist ein schwarzer Tag für Sparer“. Im Vergleich zur Wortwahl manch anderer deutscher Politiker und Ökonomen, die Draghi schon als „Brandstifter“ bezeichnet hatten, urteilte die Bild-Zeitung diese Woche richtig mild über die Europäische Zentralbank (EZB). Die EZB unter ihrem Chef Mario Draghi hat sich am Donnerstag dazu entschlossen, die Geldschleusen etwas weiter zu öffnen. Die EZB wird europäischen Banken Milliardenkredite für zwei Jahren anbieten. Der Zinssatz dafür liegt vorerst bei null Prozent. Die Ankündigung und die Kritik am Nullzinskurs ist Anlass, um einige Mythen rund um die Geldpolitik zu beleuchten.

1. Die Sparer werden enteignet

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Staatsschulden auf Rekordniveau – alles kein Problem?

Posted by hkarner - 21. Januar 2019

András Szigetvari19. Jänner 2019, 18:00 derstandard.at

Ein französischer Ökonom behauptet, dass sich führende Industrieländer weniger Sorgen wegen ihrer Schulden machen müssen als gedacht. Die provokante These erntet Beifall. Was bedeutet sie für Europa?

Es klingt wie eine utopische Geschichte aus einer fernen Zukunft. Ein Land lässt neue Schulen, Kindergärten und die besten Eisenbahnverbindungen bauen. Geld spielt dabei keine Rolle. Das Land verschuldet sich immer weiter. Doch das stört niemanden, weil der Schuldenberg unbegrenzt wachsen kann. Klingt unrealistisch? Mag sein. Doch einige der führenden Ökonomen diskutieren derzeit angeregt darüber, ob die eigene Zunft die Bedeutung staatlicher Schulden über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte massiv überschätzt hat. Die Erkenntnis hätte politische Bedeutung. Schließlich ist in der Eurozone vorgeschrieben, dass sich alle Mitgliedsländer an Schuldenobergrenzen halten müssen, auch wenn derzeit die meisten Länder die Regeln brechen. Nulldefizite und Überschüsse gelten zudem in vielen Staaten als Errungenschaften. Aber was, wenn Schulden nichts Negatives sind?

Günstige Verzinsung

Der führende Kopf hinter der Debatte ist der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), Olivier Blanchard. Der Franzose forscht am Peterson Institute for International Economics (PIIE), einem eher konservativen Thinktank in Washington. Blanchards These, die er anhand der USA durchargumentiert: Seit gut 40 Jahren sinkt das weltweite Zinsniveau. Den Rest des Beitrags lesen »

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Trump schaffte bei Industriejobs Trendwende – doch dann kam GM

Posted by hkarner - 29. November 2018

András Szigetvari, 28. November 2018, 06:00 derstandard.at

Kurze Zeit sah es so aus, als würde Donald Trump seine Wahlversprechen wahrmachen. Jetzt ist alles anders

In Lordstown Ohio wird gerechnet. Ein Arbeitsplatz in der Industrie schafft zwei weitere Jobs in einem anderen Sektor. So lautet die alte Faustregel. In der Kleinstadt mit 3.500 Einwohnern sorgt sie derzeit für Angst und Verunsicherung. General Motors hat zu Wochenbeginn angekündigt, fünf seiner Werke in Nordamerika schließen zu wollen. Betroffen ist auch die Fabrik in Lordstown, wo der Chevrolet Cruze hergestellt wurde. Für die rund 1.500 Arbeitnehmer ist bis spätestens 1. März 2019 Schluss. „Für die Region ist das eine Tragödie, die gerade erst beginnt“, sagt John Russo, ein US-amerikanischer Arbeitsforscher, der aus der Gegend stammt.

Folgen für Zulieferer

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Nobelpreis als Symbol gegen ökonomische Trutzburg

Posted by hkarner - 8. Oktober 2018

derstandard.at
8. Oktober 2018, 18:53

Die beiden US-Ökonomen Paul Romer und William Nordhaus wurden für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovation ausgezeichnet

Wien – Da sage noch einer, die Ökonomie sei kein selbstkritisches, kein streitbares Fach. Die höchste Auszeichnung, die Wirtschaftswissenschaftern vorbehalten ist, die als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnete Trophäe der schwedischen Nationalbank, geht dieses Jahr an die US-Ökonomen William Nordhaus und Paul Romer. Beide haben sich unter Kollegen nicht nur Freunde, sondern eine beachtliche Liste an Feinden gemacht.

Paul Romer hatte vor allem als Chefökonom der Weltbank für Kontroversen gesorgt. In seiner kurzen Amtszeit in der Washingtoner Institution setzte er sich für eine klarere Sprache und weniger Floskeln in Weltbank-Berichten ein. Der Kampf gipfelte im Frühjahr 2017 in einer E-Mail, in der er seinen Mitarbeitern eine Art Dienstanweisung dazu erteilte, wie oft sie das Wort „und“ verwenden dürfen. Sollten in einem Text mehr als 2,6 Prozent der Wörter auf „und“ entfallen, sei die Publikation nicht erlaubt, so Romer, der damit glaubte, kürzere sowie prägnantere Texte zu fördern.

Die Mail wurde an die US-Presse geleakt und löste einen Miniskandal um die Art und Weise aus, wie der Chefökonom der Weltbank seinen Job ausübt. Kurze Zeit später, im Jänner 2018, war der US-Amerikaner seinen Job in der Weltbank auch schon los. Den Rest des Beitrags lesen »

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Milliarden für die Banken: Wurden nach Lehman nur die Reichen gerettet?

Posted by hkarner - 15. September 2018

Gute Analyse. Szigetvari wird immer mehr zum Star-Analytiker. Gratulation dem Standard! (hfk)

András Szigetvari, 15. September 2018, 08:00 derstandard.at

Unzählige Finanzinstitute wurden aufgefangen. Die Rettungsaktionen gelten als teuer unpopulär. Wer so denkt, macht es sich zu einfach

In den zehn Jahren seit Lehman hat sich in weiten Teilen der Gesellschaft die Ansicht durchgesetzt, dass in der Finanzkrise nur die Reichen gerettet wurden. Den Banken wurden milliardenschwere Notpakete nachgeworfen, um Spekulanten und Gläubiger aufzufangen, während die Steuerzahler die Verluste umgehängt bekamen, so der Vorwurf. Und tatsächlich waren Geldgeber der großen Finanzinstitute lange Zeit tabu: Ihre Forderungen wurden beglichen, ganz gleich, wie viel Steuergeld dafür verwendet wurde. Ein Blick zurück auf die entscheidenden Wendepunkte zu Beginn der Finanzkrise 2008 zeigt, dass sich diese Geschichte für die handelnden Akteure etwas anders darstellte. Chaotisch und improvisiert liefen die Rettungsaktionen in der Finanzwelt an. Oft hatte niemand den Überblick – und gerettet wurden eben nicht „nur“ die Reichen. Der Epilog zu Lehman beginnt am 11. März 2008 mit der Investmentbank Bear Stearns. Das Haus zählt nicht zu den größten an der Wall Street, gerät aber an diesem Dienstag in die Schlagzeilen.

Ein Investmenthaus etabliert sich

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Hohe Schulden, strittige Parallelwährung: Knackpunkte für die neue Regierung in Rom

Posted by hkarner - 21. Mai 2018

András Szigetvari, 21. Mai 2018, 18:43 derstandard.at

Italien gilt aktuell als das große Problemkind der Eurozone. Die Vorhaben der künftigen Regierung in Rom sorgen zusehends für Nervosität

Nein, die Eurokrise ist nicht zurück. Doch die wahrscheinliche künftige Koalitionsregierung in Italien bestehend aus der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtsnationalistischen Lega Nord sorgt unter Investoren für Nervosität. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen haben am Montag zugelegt, Italien muss seinen Gläubigern spürbar höhere Zinsen bieten. Ökonomen und Bankanalysten widmen sich derweil wieder intensiv Italiens Wirtschaftsproblemen. Der Tenor ist dabei einhellig: Das Koalitionsabkommen wird die Verwerfungen verschlimmern. Vor allem die zusätzlichen Ausgaben der Regierung, etwa für Pensionen, werden kritisiert. Italien geht „auf Konfrontationskurs“ mit der Eurozone, schreiben die Ökonomen der Commerzbank. Der Londoner Finanzdienstleister Capital Economics warnt vor einem fatalen Anstieg der Staatsschulden des Landes. Steht es so schlimm? Die wirtschaftlichen Herausforderungen Italiens und die wichtigen Fragen für die kommenden Wochen erklärt in vier Punkten:

1. Altlasten belasten

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Exklusivinterview mit dem Spar- und Kreditzins: „Ich beherrschte die Welt“

Posted by hkarner - 30. Dezember 2017

Andras Szigètvari, 29. Dezember 2017, 10:00 derstandard.at

Satire: Der Zins über seine Wut, die AfD und seine PR-Strategie

STANDARD: Sie haben unsere Redaktion kontaktiert und um dieses Gespräch gebeten. Weshalb?

Zins: Weil es mir reicht. Ich bemühe mich seit Jahren um ein Comeback, habe die besten Marketingstrategien entwickelt. Trotzdem wird mir die Rückkehr verwehrt. Sehen Sie sich um: Nirgends gibt es mich. Keine Zinsen am Sparbuch, keine Zinsen bei Staatsanleihen.

STANDARD: Okay, jetzt haben wir eine Menge Fragen. Zunächst: Sie betreiben Marketing?

Zins: Kennen Sie den Spruch: „Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist eine Enteignung der Sparer?“ Sicher. Jede zweite deutsche Zeitung bringt ihn mindestens sieben Mal die Woche. Manche Banker summen das sogar im Schlaf! Der Slogan stammt von mir, mein größter PR-Erfolg. Das müssen Sie sich vorstellen: Der Durchschnittsarbeitnehmer in Österreich oder Deutschland hat gerade ein paar Euro am Konto, weil Miete, Auto, Kinderturnen und Hundebeauty-Salon ohnehin alles verschlingen. Zinsen können dem egal sein. Trotzdem sind alle empört: „Wir werden enteignet, Frechheit.“ Genial, nicht? Den Rest des Beitrags lesen »

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„Noch nie war ein Unternehmen so dominant wie Amazon“

Posted by hkarner - 26. November 2017

InterviewAndrás Szigetvari, 25. November 2017, 08:00 derstandard.at

Für die Gesellschaft sei Innovation wichtiger als alles andere, sagt Autor Scott Galloway. Darum konnten die US-Technologiefirmen so viel Einfluss erlangen

Seitdem Scott Galloways Buch* über Amazon, Apple, Facebook und Google erschienen ist, avancierte er zum Medienstar. Galloway, Professor für Marketing in New York und selbst Gründer mehrerer Unternehmen, argumentiert, dass die vier dominanten US-Technologiekonzerne zu viel politische und wirtschaftliche Macht besitzen. Durch die Ermittlungen in den USA wegen russischer Manipulationen im Präsidentschaftswahlkampf via Facebook, Twitter und Google, ist das öffentliche Interesse für das Thema in Übersee immens gestiegen.

STANDARD: Herr Galloway, was bereitet Ihnen an Amazon, Facebook, Apple und Google Unbehagen?

Galloway: Es ist schwer zu argumentieren, dass die Vier nicht tolle Dinge leisten: Wir alle lieben per Mausklick auf Amazon einzukaufen und jederzeit mit unseren Freunden über Facebook plaudern zu können. Aber zugleich haben diese Unternehmen eine Reihe von Eigenschaften, die uns allen Sorgen bereiten sollten. Zunächst einmal vermeiden sie es sehr effektiv, Steuern zu zahlen. Sie brauchen auch deutlich weniger Arbeitnehmer als ihre Mitbewerber. Das ist an sich nichts Neues. Es gab in der Wirtschaftsgeschichte immer wieder Konzerne, die durch den Einsatz neuer Technologien Arbeitsplätze vernichtet haben. Dabei war aber noch nie jemand so effizient wie Amazon, Google, Facebook und Apple. Regierungen haben nun zudem die Möglichkeit diese Plattformen zu Waffen zu machen. Es steht fest, dass der russische Geheimdienst Facebook und Google benutzt hat, um die US-Demokratie während der Präsidentschaftswahlen zu unterwandern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der große Gewinner im Kampf gegen Steueroasen sind die USA

Posted by hkarner - 12. November 2017

Ausgezeichnete Recherche und Darstellung! (hfk)

András Szigetvari, 12. November 2017, 08:02 derstandard.at

Je enger die Staaten im Kampf gegen Steuervermeidung zusammenrücken, desto aggressiver agiert Washington

Der US-Konzern Nike gibt in seinen Bilanzen nüchtern an, 12,2 Milliarden Dollar außerhalb der Vereinigten Staaten geparkt zu haben. Dieses Vermögen besteht aus Profiten, die im internationalen Geschäft gemacht wurden. In den USA ist ein Steuersatz von 35 Prozent auf Konzerngewinne vorgeschrieben. Eine Sonderregel erlaubt es Unternehmen wie Nike, erst Steuern in den USA zu zahlen, wenn das Geld ins Land geholt wird. Im Ausland bezahlte Steuern werden dabei angerechnet. Um Investoren einen Überblick zu geben, rechnen einige Konzerne aus, was an Abgaben fällig ist, wenn das Geld nach Hause fließt. So auch Nike. Ergebnis: Auf die 12,2 Milliarden hatte der Konzern rund ein Prozent Gewinnsteuer außerhalb der USA bezahlt. In der Disziplin Steuereffizienz hat Nike immer schon beeindruckt.

Das Institute on Taxation and Economic Policy (ITEP), ein Washingtoner Thinktank, hat Wochen vor Veröffentlichung der Paradise Papers einen Bericht zu dem Sportartikelhersteller präsentiert. Die Paradise Papers gaben dann einen einmaligen Einblick in die Mechanismen dahinter. Nike verkauft Schuhe in Europa über niederländische Gesellschaften. Händler erwerben die Artikel von Nike in Holland, ehe sie diese an Kunden verkaufen.

Geld geht auf Reisen

Ein großer Teil des Gewinnes, der mit dem Sportartikel gemacht wird, landet somit in den Niederlanden. Von dort geht die Reise weiter. Viele Markenrechte des Unternehmens werden von der Nike International Ltd. auf den Bermudas gehalten. Die niederländische Gesellschaft zahlt für die Nutzung dieser Rechte Lizenzen. Ein großer Teil der Gewinne fließt weiter und landet so auf den Bermudas, wo die Unternehmenssteuer bei 0,0 Prozent liegt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wachstum ohne Biss: Warum Ökonomen den Wohlstand bedroht sehen

Posted by hkarner - 6. August 2017

 Eine ausgezeichnete Analyse von Andras Szigetvari, der sich immer mehr zu einer Größe beim Standard entwickelt!(hfk)

Bericht András Szigetvari 6. August 2017, 12:02 derstandard.at

Für Ökonomen ist es gegenwärtig eines der größten Rätsel: Die Welt kämpft mit dem langsamsten Produktivitätsanstieg in 60 Jahren. Neue Maschinen und Technologien, bessere Roboter und effizientere Programme breiten sich zu langsam im Wirtschaftsleben aus. Experten streiten darüber, was die genaue Ursache dafür ist. Vier Thesen zu einer globalen Herausforderung

Manuel Bruschi hat der Selbsttäuschung den Kampf angesagt und dafür 1,2 Millionen Euro aufgetrieben. Der 28-jährige Südtiroler hat mit drei Kollegen „Zei“ entwickelt. Dem achtseitigen Würfel lassen sich verschiedene Aktivitäten zuordnen, wie Teambesprechung, Recherche, Kaffeepause, Kollegentratsch. Jedes Mal, wenn der faustgroße Würfel gedreht wird, überträgt er die Zeit für die aktuelle Tätigkeit auf eine App oder ein Computerprogramm. Damit lässt sich exakt bestimmen, wie wir den Arbeitstag verbringen.

Der Würfel soll den Büroalltag produktiver machen. „Was wir nicht messen, können wir schlecht verbessern“, sagt Bruschi. Wer seinen Tag erst später dokumentiert, tendiere dazu, sich selbst zu belügen. Das Grazer Start-up hinter dem Würfel hat bereits besagte 1,2 Millionen von Investoren aufgetrieben, ist mit Auszeichnungen überhäuft worden und expandiert gerade in die USA. Zei trifft den Nerv der Zeit. Kaum eine Frage gibt Ökonomen weltweit derzeit so viele Rätsel auf wie jene, wie wir wieder produktiver werden können. Die Welt kämpft mit dem langsamsten Produktivitätsanstieg in 60 Jahren. Den Rest des Beitrags lesen »

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