Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Ex-Premier Tony Blair zum Brexit: „Dann sind wir zweite Liga“

Posted by hkarner - 30. April 2017

Date: 30-04-2017
Source: SPIEGEL Ein Interview von Jörg Schindler

Der britische Ex-Premier Tony Blair ruft vor der Parlamentswahl zum Kampf gegen das „Kartell der Europafeinde“ in seiner Heimat auf. Er hofft, dass sich das Brexit-besessene Land doch noch besinnt.

SPIEGEL ONLINE: Mr Blair, als Sie vor 20 Jahren Premierminister wurden, galt Ihr Land als „Cool Britannia“. Ist davon seit dem Brexit-Votum noch etwas übrig?

Blair: Ich glaube nicht, dass Großbritannien seine kreative und innovative Kraft eingebüßt hat. Aber es gibt offensichtlich einen Riss einen Riss zwischen den Generationen. Vergessen Sie nicht, dass rund zwei Drittel der jungen Briten für den Verbleib in der EU gestimmt haben, während zwei Drittel der über 65-Jährigen für den Austritt waren. Der Geist, für den wir damals standen, ist immer noch da – er muss sich nun jedoch mit einem anderen Geist messen.

SPIEGEL ONLINE: Haben zu wenige Menschen von Ihrer Politik profitiert?

Blair: Nun ja, ich bin seit zehn Jahren nicht mehr im Amt. Seither hatten wir eine Finanzkrise, und die Globalisierung hat viele große Veränderungen erzwungen. Die Antwort darauf kann aber nicht sein, den Laden dicht zu machen. Wir sollten die Globalisierung nicht stoppen, sondern die Menschen besser darauf vorbereiten. Sonst werden wir überall in Europa noch mehr Isolationismus und noch mehr politische Schlachten über Einwanderung erleben. Es ist einfach so, dass wir auch in Zukunft viele Arbeitskräfte brauchen werden. Wenn wir einen jungen Polen daran hindern, in einer Londoner Bar zu arbeiten, ist einem jungen Arbeitslosen in Nordost-England doch nicht geholfen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutschland ist Zahl-Vizeweltmeister

Posted by hkarner - 12. April 2017

SPIEGEL ONLINE

11. April 2017, 11:03 Uhr

Steuern und Abgaben

Von

Fast 50 Prozent eines Durchschnittseinkommens werden laut einer neuen OECD-Studie an Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Nur in Belgien ist der Wert höher. Für den Wahlkampf taugt die Quote aber nur bedingt.

Die Belastung von Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben ist nur in einem Industrieland höher als in Deutschland. Das geht aus der neuesten Ausgabe der Studie „Taxing Wages“ der Industrieländerorganisation OECD hervor, die am Dienstag vorgestellt wird und dem SPIEGEL vorab vorlag.

Demnach lag die Abgabenlast auf das Einkommen eines deutschen Durchschnittsverdieners 2016 bei 49,4 Prozent und damit weit über dem OECD-Schnitt von 36,0 Prozent. Nur in Belgien war die Belastung mit 54,0 Prozent noch höher. Der deutsche Wert blieb gegenüber 2015 zwar unverändert. Weil die Abgabenlast in Österreich jedoch im selben Zeitraum deutlich sank, rückte Deutschland vom dritten auf den zweiten Platz auf.

Im Jahr der Bundestagswahl dürfte die OECD-Statistik besonders viel Aufmerksamkeit erregen. Mehrere Parteien wollen mit dem Versprechen auf Steuerreformen um Wählerstimmen werben. So hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Entlastungen im Wert von 15 Milliarden Euro versprochen, von denen nach SPIEGEL-Informationen insbesondere mittlere Einkommen profitieren sollen. Die FDP verspricht sogar eine rund doppelt so hohe Summe.

Alle skandinavischen Länder schneiden besser ab

Zur Begründung reiner Steuersenkungen eignen sich die OECD-Zahlen jedoch nur begrenzt. Denn zum einen liegt Deutschlands schlechtes Abschneiden weniger an den Einkommensteuersätzen als an besonders hohen Sozialabgaben für Arbeitnehmer und -geber. Zum anderen spiegelt das Ranking nicht wider, was Bürger im Gegenzug für ihre Abgaben bekommen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie wir den Euro – und damit Europa retten können

Posted by hkarner - 3. April 2017

Europa versucht, sich neu zu erfinden. In den kommenden Monaten soll die große Reformdiskussion in Gang kommen. Entscheidend wird am Ende aber nur eins sein: Ob es gelingt, den Euro zu retten.

 Eine Kolumne von , spiegel.de
 Die Briten gehen, und die übrigen 27 Staaten haben sich geschworen zusammenzubleiben. Nun wollen sie die EU umbauen, damit sie ihr Versprechen auch halten können. Kann das gelingen?
 Es wird spannend für Europa. Wieder einmal.

Ein Diskussionsprozess hat begonnen. Nach und nach werden in den kommenden Monaten immer neue Ideen auf den Markt kommen. Viel Papier, viele wohlklingende Absichten.

Entscheidend aber wird am Ende eine einzige Frage sein: Können sich die Nationen der Eurozone dazu durchringen, eine echte Währungsunion zu schaffen?

Wenn das gelänge, würden sie beweisen, dass es einen harten Kern Europas gibt, der unverbrüchlich zusammenbleiben will. Und wenn es schiefgeht? Dann würden sich die Chancen für die EU insgesamt rapide verschlechtern.

Der Euro ist nicht nur Geld Den Rest des Beitrags lesen »

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What we need is a POXIT and a HUXIT instead of a BREXIT

Posted by hkarner - 29. März 2017

What an i….! Unfortunately I hesitate whether I should characterize this article under „Jokes“.(hfk)

Date: 29-03-2017
Source: DER SPIEGEL
Subject: Interview with Poland’s Foreign Minister

‚We Want Our Concerns to Be Taken Seriously‘

Poland’s foreign minister complains that his country has been mistreated by the European Union. SPIEGEL spoke with Witold Waszczykowski about what Warsaw wants, what Warsaw gets and his country’s troubled relationship with Germany.

Witold Waszczykowski in his office in Warsaw

Poland is at risk of perishing in the „mix of cultures and races“ and of becoming „part of a world of cyclists and vegetarians.“ Such claims helped Polish Foreign Minister Witold Waszczykowski, 59, to notoriety, and he hasn’t become any more diplomatic during the year he has served in the national conservative government in Warsaw. Waszczykowski, who holds a Ph.D. in history requested an interview one week after Poland became the only European Union member state to vote against Donald Tusk, a former Polish prime minister, for the position of European Council President. We met with Waszczykowski in his office, which is decorated with a portrait of Józef Pilsudski, who secured Poland’s independence following World War I — and who later eliminated democracy by way of military coup.

Waszczykowski: May I please start the interview for a change?

SPIEGEL: Go ahead.

Waszczykowski: Were you given political directives from your boss prior to this interview?

SPIEGEL: No, of course not. Are you referring to the email sent out by the Ringier Axel Springer publishing house to journalists working for its Polish subsidiary, requesting them to report positively on the European Union? Den Rest des Beitrags lesen »

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Wirtschaft und Populismus: Das Ende der Trump-Blase

Posted by hkarner - 26. März 2017

Date: 26-03-2017
Source: Spiegel: Eine Kolumne von Henrik Müller

Der US-Präsident hat sich nach zwei Monaten bereits festgefahren, die anfängliche Euphorie der Wirtschaft verfliegt. Grund zur Schadenfreude? Keineswegs. Donald Trump kann noch eine Menge Schaden anrichten.

Populistische Politik ist schwer vorherzusagen. Sie folgt keinem berechenbaren Kurs. Sie basiert nicht auf Programmen, sondern setzt auf Überraschung und Effekt. Sie zielt auf Stimmungen, die im Zweifel wichtiger sind als Prinzipien. Doch Stimmungen können sich rasch ändern.

Anleger und Spekulanten hatten US-Präsident Donald Trump eine Menge zugetraut. Steuersenkungen, ein großes Infrastrukturprogramm, Deregulierung – all das versprach steigende Unternehmensgewinne. Entsprechend legten die Aktienkurse kräftig zu.

Nun kehrt Ernüchterung ein. Trump hat in der abgelaufenen Woche für seine Gesundheitsreform im Repräsentantenhaus keine Mehrheit zusammenbekommen und das Projekt erst mal abgesagt. Die Zweifel wachsen, ob er überhaupt etwas bewegen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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A Wounded Metropolis

Posted by hkarner - 26. März 2017

Date: 25-03-2017
Source: Der Spiegel

London in the Age of Terror and Brexit

London is the epicenter of globalization, a glut of money and creativity — and the antithesis of Brexit parochialism. It is also the best city in the world.

The crap weather, the traffic, the noise, the obscene amounts of money, the horrific rents, the Central Line during rush hour, the greed, the indifference, the Russians in Mayfair, the French in Notting Hill, and the price of a pint has long since risen above six euros: There are, of course, a number of reasons to hate London.

But then the sun peaks through the clouds for a second, the woman sitting across from you in the subway smiles and you are given a ticket for a theater premier — and all the aggravations are forgotten. In such moments, it becomes clear: There is no better place in the world than this wondrous city. Nowhere is more exciting or more polite, nowhere else gives you more, despite terror, despite Brexit and despite the constant chaos. Den Rest des Beitrags lesen »

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60 Jahre Römische Verträge

Posted by hkarner - 26. März 2017

Date: 25-03-2017
Source: Spiegel: Ein Gastbeitrag von Sigmar Gabriel

Die Jungen wollen Europa – viele der Alten reden es schlecht

60 Jahre nach ihrer Gründung befindet sich die Europäische Staatengemeinschaft in einer Sinnkrise. Viele Alte blicken skeptisch auf die Union. Doch ein neuer
Aufbruch ist möglich.

Sigmar Gabriel, Jahrgang 1959, ist seit Ende Januar 2017 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Der SPD-Politiker und Vizekanzler führte davor das Wirtschaftsministerium. Für allgemeine Überraschung sorgte Gabriel, als er im Frühjahr 2017 auf die SPD-Kanzlerkandidatur zugunsten von Martin Schulz verzichtete. Im März gab Gabriel auch den Parteivorsitz ab, sein Nachfolger wurde Martin Schulz. Gabriel, in zweiter Ehe verheiratet und Vater von drei Töchtern, stammt aus Niedersachsen.

Jean Monnet und Robert Schuman aus Frankreich, Konrad Adenauer und Walter Hallstein aus Deutschland: Das waren die Architekten der Römischen Verträge. Verblüffend: Der Altersdurchschnitt der vier war 1957 69 Jahre. Es waren die Alten des Kontinents, gezeichnet von zwei Weltkriegen, die sich für die Friedenssicherung in Europa einsetzten und das gemeinsame Ziel Europa (und übrigens gerade nicht Deutschland und Frankreich) „über alles“ stellten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Interview with Emmanuel Macron

Posted by hkarner - 19. März 2017

Date: 18-03-2017
Source: DER SPIEGEL

‚I Am Offering the French Renewal‘

In an interview, French presidential candidate Emmanuel Macron discusses his surprise political ascent, the desire of many for a new kind of politics and the necessity of widespread reforms in his country.

French presidential candidate Emmanuel Macron

We’re on board the TGV 8434 train from Bordeaux to Paris. Emmanuel Macron, 39, the former economics minister and current presidential candidate is traveling in second class. The air is sticky in the compartment, in part because of the camera team that is accompanying Macron at each step of the campaign. With only five weeks to go before the first round of voting, the strain is visible.

Macron has become this campaign’s true sensation, rising from the status of outsider to becoming one of the candidates with the greatest prospects for election. His ascent has been helped by a scandal involving conservative candidate François Fillon, who is the subject of a criminal investigation by the public prosecutor’s office over allegations he used government money to pay his wife and children for jobs they never did.

Since the allegations surfaced, Macron has taken a lead over the candidate in polls going into the first round of voting on April 23. Right-wing populist Marine Le Pen also has only a slight lead over him, and it is likely that Macron would have a clear lead on the Front National leader in a run-off vote. If he prevails, Macron would become France’s youngest-ever president.

During his interview with SPIEGEL during the train ride, Macron looked a little fatigued from the campaign, but he remained attentive and concentrated throughout. Den Rest des Beitrags lesen »

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Phänomen Geert Wilders: „Alle dachten, das geht vorbei“

Posted by hkarner - 18. Februar 2017

Date: 17-02-2017
Source: SPIEGEL

wilders-ccGeert Wilders fordert den EU-Austritt der Niederlande, er will den Koran verbieten und Grenzen schließen. Der Soziologe Paul Schnabel erklärt den Erfolg des Rechtspopulisten – und warum er lange unterschätzt wurde.

Paul Schnabel, 68, leitete 15 Jahre lang das Sociaal en Cultureel Planbureau, ein Sozialforschungsinstitut, das die niederländische Regierung berät. Der Soziologe ist Professor der Universität Utrecht und vertritt die liberale Partei D66 seit zwei Jahren in der Ersten Kammer des Parlaments.

SPIEGEL ONLINE: Mitte März wählen die Niederländer, laut Umfragen könnte der Rechtspopulist Geert Wilders mit fast 20 Prozent der Gewinner werden. Warum kommt er bei vielen Menschen so gut an?

Paul Schnabel: Uns geht es gesamtwirtschaftlich besser als Deutschland, besagen Studien. Wir sind unter den reichsten Ländern der Welt, der Wohlstand ist fast so gerecht verteilt wie in Skandinavien, die Staatsschulden sinken, ebenso die Arbeitslosigkeit. Aber trotzdem herrscht eine irrationale Unzufriedenheit, nach dem Motto: Mir geht es gut, aber uns geht es schlecht. Den Rest des Beitrags lesen »

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Trump and Bannon Pursue a Vision of Autocracy

Posted by hkarner - 8. Februar 2017

What a nightmare! (hfk)

Date: 06-02-2017
Source: SPIEGEL

trump-flag-cc‚America First‘

Is Donald Trump in the process of transforming the United States into an autocracy? His first weeks in office make it look as though that is his aim. The president is hewing closely to the ideas of his chief strategist, making Stephen Bannon the most dangerous man in America.

Those hoping to understand what the world might currently be up against should know how Stephen Bannon thinks. A corpulent man with a full head of hair at age 62, his gaze is clear and alert and he often pinches his mouth together until his lips become invisible, not unlike a street fighter. Now that he works in the White House, he has begun wearing a suit coat. Previously, though, he was fond of showing his disdain for refined Washington by wearing baggy cargo pants through the streets of the capital, shaggy and unshaven.

In November 2013, the historian Ronald Radosh visited multimillionaire Bannon in his townhouse, located in Capitol Hill. The two stood in front of a photo of Bannon’s daughter Maureen, an elite soldier with a machine gun in her lap posing on what had once been Saddam Hussein’s gold throne. At the time, Bannon was the head of the right-wing propaganda website Breitbart and the two were discussing his political goals. Then Bannon proudly proclaimed, „I’m a Leninist.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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