Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Raiffeisen’

Raiffeisen OÖ: Doppelter Gewinn statt mehr Macht

Posted by hkarner - 27. April 2018

Das Geschäft der Landesbank boomt, die Zentralisierung des Sektors stockt.

Wien. Um ein großes Projekt ist es still geworden: Die Raiffeisen-Landesbanken sollten näher zusammenrücken, sich besser koordinieren und damit viele unnötige Kosten sparen. Das hätte freilich auch die Macht im Sektor neu verteilt. Vielleicht liegt es daran, dass sich die „Giebelkreuzler“ nicht einigen konnten. Fest steht: Die Pläne liegen auf Eis. Das bestätigt nun eine Schlüsselfigur, Heinrich Schaller. Was dem Chef der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich durchaus recht ist, wie er bei der Präsentation der Bilanz für 2017 erklärt: „Es ist mir wichtiger, wenn wir uns auf das Operative konzentrieren können.“ Zumal wenn es so blendend läuft wie im vergangenen Jahr. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Moskauer Börsencrash trifft Wien

Posted by hkarner - 9. April 2018

Die Börse in Moskau stürzte am Montag massiv ab und riss auch österreichische Konzerne mit. Allein die OMV und Raiffeisen International verloren etwa zwei Milliarden Euro an Börsenwert.

Wien/Moskau. Seit Langem galten sie als Hauptbedrohung für den russischen Aktienmarkt und seine Konzerne. Mit der Wucht jedoch, mit der die neuen US-Sanktionen gegen Russland am Montag einschlugen, hatte dann doch kaum jemand gerechnet. Der in Dollar denominierte Leitindex RTS stürzte im Tagesverlauf um mehr als zwölf Prozent ab, sein Pendant, der Rubelindex Micex, um neun Prozent. So etwas hatte der Handelsplatz seit der Annexion der Krim im Frühjahr 2014 nicht mehr gesehen. Investoren warfen schier alles auf den Markt. Auch der Rubel verlor deutlich an Wert, obwohl der Ölpreis anstieg.

Am Ende erfassten die Schockwellen dann auch Wien. Ebendort kam es bei jenen Firmen, deren Geschäft stark mit Russland zusammenhängt, zu einem wahren Kursgemetzel. Allen voran bei der Raiffeisen Bank International (RBI), deren Aktie gleich um zwölf Prozent absackte. Der Öl- und Gaskonzern OMV, der eng an Gazprom gebunden ist, gab um etwa vier Prozent nach. Die Aktie des Baukonzerns Strabag, der zwar nur einen marginalen Teil seines Umsatzes in Russland erwirtschaftet, aber zu einem Viertel dem russischen Tycoon Oleg Deripaska gehört, verlor mehr als dreieinhalb Prozent. Der Wiener Aktienindex schloss als nahezu einziger westlicher Index tief im Minus.  Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisen, ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor

Posted by hkarner - 26. März 2018

Analyse Renate Graber,24. März 2018, 16:00 derstandard.at

Zucker, Mehl und Stärke, Banken, Versicherungen und Medien: Die wahre Stärke des Raiffeisensektors ist seine politischen Vernetzung

Die Macht von Raiffeisen zu vermessen ist keine einfache Angelegenheit. Natürlich, man kann den Genossenschaftssektor, der gerade den 200. Geburtstag seines Gründers feiert, in Zahlen fassen – und die machen was her. Unterm Giebelkreuz versammeln sich rund 1500 Genossenschaften, an die 200.000 Beschäftigte und 500 Beteiligungsgesellschaften. Rund 90 Lagerhaus-Genossenschaften, 433 Raiffeisenkassen, acht Raiffeisenlandesbanken, Raiffeisen Bank International (RBI; in 14 osteuropäischen Ländern aktiv), Zuckerfabriken (Agrana), Molkereien Nöm und Bergland, Beteiligungen am Versicherungskonzern Uniqa, an Baugesellschaft Strabag und Medien wie Kurier, Kronen Zeitung, News, Trend und Profil: Raiffeisen hat sein grünes Netz flächendeckend über Österreich geworfen. So vermessen, ist der grüne Riese, die Genossenschaft, deren Zweck es ist, „den Menschen langfristig Nutzen zu stiften“ (Ex-Generalanwalt Christian Konrad 2005), einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Fragt man hingegen Raiffeisen-Manager und Funktionäre, fällt die Einordnung anders aus. Die Macht des Sektors werde maßlos überschätzt, meinte etwa Ex-RBI-Chef Karl Sevelda. Und Konrad, der als Oberboss (Generalanwalt) bis 2012 als personifizierter Machtfaktor im Lande galt und bis zu 86 Funktionen gleichzeitig innehatte, räumte erst bei seinem Abschied ein, dass er „ein gewisses Maß an Autorität“ habe, man ihm folge, „auch wenn ich nichts anschaffen kann“.

Politisches Schwergewicht

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Zum 200. Geburtstag: „Raiffeisen würde im Grab rotieren“

Posted by hkarner - 26. März 2018

Reportage. Nora Laufer24. März 2018, 16:00 derstandard.at

In Niederösterreich wirkte Raiffeisen einst allgegenwärtig, mit dem Bauernsterben brechen den Genossenschaften Mitglieder weg

Wer nach Pöchlarn, eine 5.000-Personen-Gemeinde an der Donau, reist, sieht den Getreidespeicher schon von weitem, der wie ein Denkmal in der hügellosen Landschaft steht. Auf der grauen Wand prangt groß das Giebelkreuz der Raiffeisen. Nur beim genauen Hinsehen erkennt man den verblichenen Schriftzug in Fraktur: „Landwirtschaftliche Genossenschaft Pöchlarn“. Das schwarz-gelbe Logo wirkt in Niederösterreich allgegenwärtig; und doch hat die bröckelnde Fassade des Speichers einiges mit der Entwicklung von Raiffeisen gemein – und den Problemen, über die keiner spricht. Im Schatten des Turms schleppt ein Mann gerade einen Sack Blumenerde aus dem angrenzenden „Lagerhaus“ und winkt, eine ältere Dame plaudert an der Kassa mit einer Mitarbeiterin, nachdem sie Klebeband und Mehl gekauft hat. „Hast du schon gehört …“, beginnt sie einen Satz. Hier scheint jeder jeden zu kennen.  Das landwirtschaftliche Leben wirkt intakt, auf dem Vorplatz werden Maschinen getestet. Und doch schrumpft die Genossenschaft inmitten des Mostviertels: Nach der Gründung stieg die Zahl der Mitglieder 1924 auf einen Rekordwert von 5.000 Personen, mittlerweile besitzen nur noch 3.900 Bauern Geschäftsanteile.

Bauernsterben

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisen: Kurzschluss bei neuer Einlagensicherung

Posted by hkarner - 11. Februar 2018

Renate Graber, 10. Februar 2018, 09:00 derstandard.at

Raiffeisen-Banken müssen von sektoreigener Einlagensicherung abweichen und einem österreichweiten System beitreten

Wien – So richtig leicht fällt den Banken des Raiffeisensektors das Zusammenwachsen nicht. Seit der Fusion des Spitzeninstituts Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit der Raiffeisen Bank International (RBI) ist fast ein Jahr vergangen – aus den angekündigten Annäherungsschritten der Landesbanken ist aber noch nichts geworden. Weder gibt es die geplante „Synergiegenossenschaft“, noch wird der Sektor ab 2019, wenn die neuen gesetzlichen Regeln in Kraft treten, seine eigene Einlagensicherung haben, wie er es angestrebt hatte. Die Gruppe wird sich vielmehr unters Dach der Einlagensicherung Austria begeben.

Zusammenrücken wird im dezentralen Sektor unterm Giebelkreuz seit Jahren diskutiert, durch die Fusion zur neuen RBI ergaben sich zudem Sachzwänge: Die Steuerungsaufgaben der RZB müssen aufgeteilt werden. Das ist aber bisher noch immer nicht erfolgt – obwohl im Projekt „Lead Plus“ die Neuverteilung ausgetüftelt wurde. Vor allem gilt es, die zentralen Aufgabenbereiche Risiko, IT, Meldewesen und digitale Regionalbank neu zu verteilen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Strafanzeige wegen Schiffsfonds

Posted by hkarner - 19. August 2017

18. August 2017, 16:55 derstandard.at

Anleger sehen Betrug von Raiffeisenbank und Emittent

Wien – Die Causa Schiffs- und Hollandfonds findet nun ihre Fortsetzung – möglicherweise vor dem Staatsanwalt. Jedenfalls haben Anleger, die von der Anwaltskanzlei Leitner & Partner vertreten sind und über geschlossene Fonds in Holland investiert haben, am Donnerstag Anzeige bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Wien erstattet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Juristen werfen der Raiffeisenlandesbank (RLB) Niederösterreich-Wien, die viele dieser Produkte vertrieben hat, und der in Liquidation befindlichen CPM Anlagen VertriebsgmbH Betrug bzw. schweren Betrug vor.

Die CPM ist die frühere MPC; sie hat geschlossene Fonds emittiert. Allein in Österreich sollen rund 17.000 Anleger in solche Fonds investiert haben, viele Hundert Causen sind vor den Zivilgerichten. Der Vorwurf der Anleger, die Schadenersatz fordern: Sie seien falsch beraten worden. Etliche Banken, die ihren Kunden MPC-Produkte verkauft hatten, schlossen inzwischen Vergleiche ab. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Kroatien: Umstrittene Raika-Kredite könnten annulliert werden

Posted by hkarner - 19. Juli 2017

Ein neues Gesetz ermöglicht es kroatitischen Kreditnehmern, mit Klagen Kredite für nichtig erklären zu lassen. Raiffeisen-Banken, die seit Jahren Betrugsvorwürfen ausgesetzt sind, wollen das Gesetz anfechten.

Drei Jahre nachdem in Kroatien schwere Vorwürfe über umstrittene Kreditgeschäfte der steirischen Raiffeisenbanken erhoben wurden, wurde nun ein Gesetz beschlossen, mit dem die Hypothekarkredite für nichtig erklärt werden können. Raiffeisen will gegen das Gesetz mit einer Verfassungsklage vorgehen, berichtete die „Kleine Zeitung“ am Mittwoch.

Bei der Affäre, die 2014 ausgebrochen war, ging es um tausende Hypothekarkredite, welche die kleinen Raikas vergeben haben, ohne in Kroatien über Banklizenzen zu verfügen. Kroatische Kunden, die ihre Darlehen nicht zurückzahlen konnten und ihr Hab und Gut verloren haben, warfen den Kreditinstituten Betrug vor.

Das neue Gesetz soll nun „tausenden Menschen helfen, die vonseiten der Kreditgenossenschaften betrogen wurden und in Schulden-Sklaverei geraten sind“, verkündete der 26-jährige Oppositionspolitiker Marin Skibola, der das Gesetz ins Parlament eingebracht hat. Das Gesetz ermöglicht betroffenen Kreditnehmern mit Klagen die Kredite für nichtig erklären zu lassen. Eine Klageerhebung friert zugleich die Zwangsvollstreckungsverfahren ein, berichteten die Medien. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisen-Deal: Justiz ermittelt gegen 18 Beschuldigte

Posted by hkarner - 11. Juli 2017

Renate Graber, 11. Juli 2017, 07:00 derstandard.at

Die Staatsanwaltschaft prüft den Verkauf der Raiffeisen-Tochter Syscom. Es gibt 18 Beschuldigte, darunter Raiffeisen-Manager und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien

Wien – Der Verkauf ist knappe zehn Jahre her, nun wird er von der Staatsanwaltschaft Wien noch einmal aufgerollt. Die Rede ist von der Raiffeisen-eigenen IT-Gesellschaft Syscom, die 2007 schwer angeschlagen von der Spot GmbH Thomas Scheiners erworben wurde. Syscom ging dann pleite, Scheiner fühlt sich hintergangen. Flapsig formuliert behauptet er, die Syscom sei rund um den Deal von den Verkäufern diskret ausgeräumt worden. Scheiner hat die Verkäuferin Raiffeisen Informatik BeteiligungsgmbH (RIB) und den Wirtschaftsprüfer KPMG beim Handelsgericht Wien geklagt; das Verfahren läuft seit rund sieben Jahren. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Beklagten bestreiten die Darstellung, die KPMG weist auch den Vorwurf, sie hätte die Bilanz fälschlicherweise uneingeschränkt testiert, zurück.

Verdacht auf Betrug und Untreue Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisenbanken verteilen Steuerungsaufgaben

Posted by hkarner - 27. Juni 2017

27. Juni 2017, 18:30 derstandard.at

Die Banken im Raiffeisensektor werden sich über den Sommer neu ordnen und ihre zentrale Steuerung (wahrscheinlich) über eine neue Genossenschaft regeln

Wien – Der Generalanwalt des Raiffeisenverbands, Walter Rothensteiner, geht davon aus, dass sich die Sektorbanken „in den nächsten zwei Monaten“ auf eine Struktur für ihre künftige Zusammenarbeit einigen werden. Das sagte er am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Nötig ist die Neuordnung wegen der Fusion des bisherigen Spitzeninstituts RZB mit der Raiffeisen Bank International (RBI); das börsennotierte Institut gibt die Steuerungsaufgaben für den Sektor ab. Die großen Landesbanken (RLBs) sind aber noch nicht ganz einig, wer welche zentrale Funktion übernehmen wird. Dabei geht es um Aufgaben wie EDV, Werbung, Zahlungsverkehr – wie berichtet soll dafür demnächst eine Genossenschaft gegründet werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Raiffeisen-Fusion mit politischen Risiken behaftet

Posted by hkarner - 17. Januar 2017

Renate Graber 17. Jänner 2017, 07:00 derstandard.at

 Der errechnete Wert der RBI basiert auf Wachstum und Kostensenkung. Der Fusionsprüfer weist auf politische Risiken etwa in Russland hin

Wien – Im Bankensektor von Raiffeisen finden massive Umbauarbeiten statt – vor und hinter den Kulissen. Ersteres betrifft die Fusion des Sektor-Spitzeninstituts Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit der Raiffeisen Bank International (RBI), die nächste Woche von den Aktionären beschlossen werden soll. Letzteres hängt damit unmittelbar zusammen: Es geht um die Verteilung der Sektoraufgaben, die derzeit noch die RZB erledigt. Vor allem die großen Raiffeisenlandesbanken (RLBs) sind daran interessiert; erwogen wird aber auch die Gründung einer Genossenschaft in Linz. Dort ist die RLB Oberösterreich daheim, deren Chef, Heinrich Schaller (wie sein Bruder Martin von der RLB Steiermark) einer der mächtigen Männer im Sektor ist.

Vermögen geht auf RBI über Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »