Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Ownership’

Janusköpfiges Eigentum: Königsweg in die Freiheit oder in Revolutionen und Unfreiheit

Posted by hkarner - 11. August 2017

Gero Jenner,11. August 2017

Es gibt kein unmittelbareres, kein elementareres Eigentum als das, was ich an meinem eigenen Körper habe. Wenn man mich fesselt, ins Gefängnis wirft oder auch nur meinen Tätigkeitsbereich beschränkt, dann verliere ich das Recht auf dieses angeborene Grundeigentum – meine Freiheit wird aufgehoben. Im Extrem macht man Menschen zu Sklaven, indem man ihnen die Verfügung über den eigenen Körper nimmt. Dieser unterliegt nicht mehr ihrem eigenen Wollen, sondern gerät unter die Botmäßigkeit von Fremden. In der Antike und in den Südstaaten der United States haben die Sklavenhalter andere Menschen zu ihrem Eigentum gemacht und auf diese Weise die eigene Freiheit erhöht. Sie potenzierten ihren Reichtum, aber das geschah auf Kosten der Freiheit anderer Menschen.

Ein Grundbedürfnis des Menschen: die Verfügung über sich selbst und sein Eigentum

Die Definition von Eigentum als exklusive Verfügungsberechtigung hat hier – beim eigenen Körper – ihren Ausgangspunkt. Ich bin frei, wenn ich über Dinge – angefangen beim eigenen Körper – nach meinem Wollen, meinen Plänen und meinem Lebenszweck verfüge. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass es einem Menschen die tiefste Befriedigung verschafft, sich von keinem anderen sagen lassen zu müssen, was er mit seinem eigenen Körper anstellen soll, wenn also kein fremdes Wollen, fremde Pläne und fremde Zwecke an die Stelle des eigenen treten und dadurch seine Freiheit beschneiden. Aus genau diesem Grund sind ja alle Arten der Kollektivierung, wo Menschen von oben gegängelt werden, auf so erbitterten Widerstand gestoßen – sie beschneiden ein Grundbedürfnis des Menschen: die Verfügung über sich selbst und die Dinge, die er als sein Eigentum für sich in Anspruch nimmt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die eigentumslose Gesellschaft – von Marx zum neoliberalen Regime

Posted by hkarner - 26. Juni 2017

Gero Jenner, 25/6

Marx hat sie gewollt – der Neoliberalismus hat sie verwirklicht: die eigentumslose Gesellschaft. Allerdings ist der Begriff in sich widersprüchlich. Irgendjemand besitzt immer die Verfügungsgewalt über die physische Umwelt, d.h. den Boden, die Häuser, die Büros, Werkstätten, Fabriken, ja selbst über Flüsse, Seen und jeden einzeln Quadratmeter Wald. Mit anderen Worten: Irgendjemand ist immer Eigentümer. In diesem Sinne gibt es keine eigentumslose Gesellschaft. Der Begriff beruht auf Täuschung.

Im real existierenden Sozialismus

lag das Eigentum und damit die Verfügungsgewalt in der Hand des Kollektivs – so jedenfalls bestimmte es die Theorie. In der Praxis lag beides in den Händen einer Nomenklatura, die an die Theorie von Marx, Engels, Lenin oder Mao glaubte. Da Verfügungsgewalt und Eigentum den eigentlichen Quell aller Macht darstellen, lag die Macht also keineswegs bei der eigentumslosen Mehrheit – die bekam die Fünfjahrespläne von oben diktiert -; sie lag de facto bei einer verschwindenden Minderheit, die über das Eigentum konkret verfügte und sich, ganz wie in den früheren Feudalsystemen, das Recht anmaßte, anstelle der Mehrheit und über deren Los zu entscheiden. Den Rest des Beitrags lesen »

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The future: where borrowing is the norm and ownership is luxury

Posted by hkarner - 25. April 2017

Date: 24-04-2017
Source: The Guardian

Turn any idle asset into a productive piece of capital. All you have to do is set a price, and the robots will take care of the rest. What could possibly go wrong?

In the new sharing economy, you might get something resembling the ‘socialized Uber’.

Imagine life without ownership. You own nothing. You rent everything. You do this because it’s cheaper: you pay pennies or fractions of pennies per day to have a bed to sleep in, or a winter coat to keep you warm. You scale up or down as needed: maybe your partner moves in, so you swap your single bed for a queen, or winter ends, so you return your coat. You are always optimizing. You pay for precisely what you use, when you use it – and nothing more.

This is the consummate “sharing economy”, and it might be closer than you think. Den Rest des Beitrags lesen »

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