Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Der «Draghi-Crash» ist nur eine Frage der Zeit

Posted by hkarner - 13. August 2017

Dank an R.B.
Risikoexperte Markus Krall
von Christof Leisinger 5.8.2017, 08:00 Uhr, nzz

Die Stimmung an den Finanzmärkten ist sehr gut. Glaubt man jedoch dem Risikoexperten Markus Krall, so täuscht sie ungemein. Er fürchtet, dass die Strategie der Europäischen Zentralbank zu einer deflationären Krise führen wird.

EZB-Präsident Mario Draghi heizt mit der expansiven Geldpolitik die Stimmung an den Börsen an.

Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist erstaunlich gut. Die Kurse an den Börsen laufen von Hoch zu Hoch, die Renditen an den Bondmärkten sind weiterhin vergleichsweise tief und in Europa erholt sich nun auch der Euro. Dafür seien schwindende geopolitische Risiken, ein anziehendes Wirtschaftswachstum und nicht zuletzt die anhaltend expansive Geldpolitik der Zentralbanken verantwortlich, heisst es. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, schreibt sich diese Entwicklung als Erfolg der extremen Krisenpolitik der Institution auf die eigene Fahne.

Markus Krall sieht das völlig anders. Der Unternehmensberater, der Banken und andere Finanzunternehmen seit 25 Jahren im Risikomanagement strategisch unterstützt, hält die Strategie der EZB nicht nur für wirkungslos, sondern sogar für extrem kontraproduktiv. Am Ende werde genau das unvermeidlich, was die EZB vordergründig vermeiden wolle. Er fürchtet, dass die EZB-Politik zu einem deflationären Crash führen wird. Den Rest des Beitrags lesen »

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Interview mit Paul Krugman «Ich bin der Schweizerischen Nationalbank dankbar»

Posted by hkarner - 3. Oktober 2016

NZZ am Sonntagvon Sebastian Bräuer 25.9.2016, 08:00 Uhr
Nobelpreisträger Paul Krugman hält die Negativzinsen in der Schweiz für ein wertvolles Experiment. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA lehnt er ab.
KRUGMAN4«Wer nie falsch liegt, geht nicht genug intellektuelle Risiken ein»: Paul Krugman verteidigt seinen Pessimismus in der Euro-Krise. (Zürich, 22.9 2016)

NZZ am Sonntag: Sie kritisieren praktisch alle wirtschaftspolitischen Entscheide. Warum übernehmen Sie nicht selbst Verantwortung?

Paul Krugman: Vor 25 Jahren wäre ich vielleicht interessiert an einem politischen Amt gewesen. Heute nicht mehr. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Und ich habe keine Lust, den ganzen Tag in Besprechungen zu sitzen.

Auch nicht, wenn eine Präsidentin Hillary Clinton Sie als Finanzminister umwirbt?

Für den Job des Finanzministers wäre ich nicht qualifiziert. Alles andere wäre es nicht wert. Es gibt kaum einen besseren Job, als Kolumnist bei der «New York Times» zu sein.

Kürzlich warnten Sie, dass sich bei den US-Wahlen Ereignisse von 2000 wiederholen könnten. Wie meinten Sie das?

Es ist doch verrückt. Ein Kandidat, Trump, lügt ständig. Aber er kommt damit durch. Bei seiner Gegnerin, Clinton, wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. So war es damals auch bei Bush gegen Al Gore. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zweifel an Legalität griechischer Schulden

Posted by hkarner - 6. Juli 2015

Eine vom griechischen Parlament bestellte Kommission hat Teile der griechischen Staatsschuld für illegal und folglich für nicht zurückzahlbar erklärt.
  • von Andreas Uhlig, NZZ
  • 28.6.2015, 17:47 Uhr

Bisher weitgehend unbeachtet ist in den Disputen zwischen der griechischen Regierung und ihren Gläubigern, der Europäischen Union (EU), der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IMF), eine neue Argumentationsebene entstanden, die das Potenzial für eine weitere Verschärfung haben könnte. Eine der vielen strittigen Fragen lautet, inwieweit Griechenland jemals in der Lage sein werde, seine Staatsschulden von rund 320 Mrd. € und 180% des Bruttoinlandprodukts zurückzuzahlen.

Eine Art Buchprüfung

Nun hat vor kurzem das im April vom griechischen Parlament mit knapper Mehrheit eingesetzte «Truth Committee on Public Debt» in einem vorläufigen Bericht festgestellt, dass Griechenland in der Tat seine Schulden nicht begleichen und zudem die Rückzahlung sogar verweigern könne. Unter griechischem, europäischem und internationalem Recht seien grosse Teile der Staatsschulden «illegal, illegitimate and odious» und ihre Rückzahlung deshalb auch nicht vollstreckbar. Der Bericht der Kommission ist eine Art Buchprüfung ohne rechtlich bindende Konsequenzen. Folglich ist auch die Empfehlung, die Schulden als «odious» (verabscheuungswürdig) zu deklarieren, nicht ausführbar. Aber der Bericht könnte, wie Beobachter vermuten, der Regierung Tsipras Material zu handfesten Argumentationen in künftigen Verhandlungen mit den Gläubigern liefern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wieso Piketty irrt

Posted by hkarner - 12. Juni 2015

Falsches «Kapitalismus-Gesetz»
Vor Ungleichheit durch steigende Kapitaleinkommen warnt der französische Ökonom Piketty. Doch historische Analysen, Niedrigzinsen und demografische Alterung zeichnen ein ganz anderes Bild.
  • von Peter Fischer, NZZ
  • 11.6.2015, 20:55 Uhr
PikettyPikettys «Das Kapital im 21. Jahrhundert» trifft einen gesellschaftlichen Nerv.

Einst war es Karl Marx‘ vermeintliches Gesetz von der abnehmenden Profitrate, die zur Selbstzerstörung des Kapitalismus führen sollte, welches Millionen faszinierte. Nun hat die These des Pariser Wirtschaftswissenschafters Thomas Piketty vom höheren Realzins, der bewirken soll, dass die «Kapitalisten» immer reicher und die Ungleichheit in entwickelten Gesellschaften gefährlich grösser wird, einem Ökonomen immerhin einen millionenschweren Bucherfolg beschert. Pikettys «Das Kapital im 21. Jahrhundert» trifft ganz offensichtlich einen gesellschaftlichen Nerv. Die vermeintliche Tendenz zur Ungleichheit ist derart zu einem Thema geworden, dass sogar die liberale Zürcher Progress Foundation ihre zusammen mit dem American Institute for Economic Research am Donnerstag in Zürich veranstaltete 40. Economic Conference dem Thema gewidmet hat. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutsche Bank: Es brennt an vielen Stellen

Posted by hkarner - 9. Juni 2015

NZZ, 9/6

https://nzz.at/s/JXi7S-H2ip

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Droht Kärnten der Konkurs?

Posted by hkarner - 5. März 2015

Stresstest für den österreichischen Föderalismus
Die Abwicklung der ehemaligen Hypo Alpe Adria wird für Österreichs Föderalismus zum Stresstest. Es muss geklärt werden, ob Kärnten oder der Bund für die Schulden haftet. Doch das birgt eine einmalige Chance.
  • Matthias Benz, Wien, NZZ
  • 5.3.2015, 05:30 Uhr

http://beta.nzz.ch/wirtschaft/droht-kaernten-der-konkurs-1.18495354

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Griechenlands blühende Start-up-Szene

Posted by hkarner - 4. März 2015

Unerschütterliche Jungunternehmer

Griechenlands Wirtschaftskrise wirkt als Triebfeder für Neugründungen im Technologiesektor. Damit verbunden ist die Hoffnung auf einen Mentalitätswandel. Eine schwerfällige Bürokratie steht unternehmerischem Geist aber oft im Weg. Eine Bestandsaufnahme von NZZ-Korrespondent Marco Kauffmann Bossart aus Athen.

Neben dem verwaisten Fabrikgebäude mit zerbrochenen Scheiben und Außenwänden voller Graffiti führt eine stählerne Wendeltreppe in eine Unternehmenswelt, die dem Silicon Valley entstammen könnte. Die Mitarbeiter tragen Jeans und Turnschuhe. Einige sitzen auf roten Hockern und Gummibällen und diskutieren über Projekte. Andere stehen vor einem Computer zusammen. Als Garderobe dient ein baumartiges Konstrukt aus Plastik. Am Sitz von Industry Disruptors, einer Nichtregierungsorganisation im Industriequartier Rouf in Athen, soll gefördert werden, was Griechenland so dringend braucht: innovative, wettbewerbsfähige Jungunternehmen.

Wie eine Partnervermittlung

Athanasios Ladopoulos, Mitbegründer von my-e-tutor.org, kommt gerade von einer Geschäftsreise aus den USA zurück. In der Heimat der weltweiten Start-up-Szene, dem Silicon Valley, warb er um Investoren für sein Ausbildungs-Portal, das darauf angelegt ist, Lernprozesse zu individualisieren. Algorithmen und über das Internet zugeschaltete Tutoren sollen einen maßgeschneiderten Nachhilfeunterricht bieten, quasi eine Mischung aus Mensch und Maschine. Den Rest des Beitrags lesen »

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Umstritten, aber einträglich: Die Expansion heimischer Banken im Osten

Posted by hkarner - 4. März 2015

Analyse

Auch 2014 haben die österreichischen Großbanken unter ihrem Osteuropa-Geschäft gelitten. Doch insgesamt war die Expansion nach Osten von Vorteil, zieht NZZ-Wirtschaftskorrespondent Matthias Benz Bilanz.

So schlimm wie bei der Hypo Alpe Adria präsentiert sich die Lage bei weitem nicht. Aber die österreichischen Großbanken kämpfen ebenfalls immer wieder mit Problemen in ihrem Osteuropa-Geschäft. Die Erste Group, eine der größten Banken in der Region, musste am letzten Freitag einen herben Reinverlust von 1,4 Milliarden Euro bekannt geben.

In Rumänien drückten faule Kredite, und die Geschäfte entwickelten sich so enttäuschend, dass der Firmenwert der dortigen Tochter auf null abgeschrieben werden musste. Im Problemland Ungarn musste man für die politisch verordnete Zwangsumwandlung von Schweizer-Franken-Hypotheken bluten. Allerdings sieht man sich nach den Aufräumarbeiten nun auf Kurs. In den nächsten Jahren will man gerade in Osteuropa wieder Gewinne schreiben. Böse Überraschungen seien nicht mehr zu erwarten, heißt es.

Aufräumen in den Bilanzen Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Republik zieht eine riskante Reißleine

Posted by hkarner - 3. März 2015

Lesezeit 3 Minuten 2/3 20:12

Österreich will der ehemaligen Hypo Alpe Adria kein Geld mehr geben und die Gläubiger heranziehen. Die Abwicklung ist prinzipiell eine gute Nachricht für die Steuerzahler. Jedoch muss der Staat womöglich trotzdem für seine Garantien einstehen, analysiert NZZ-Korrespondent Matthias Benz.

Die österreichische Regierung hat jene Notbremse gezogen, die sie wohl schon lange hätte ziehen sollen. Sie schießt keine frischen Steuermittel in die Nachfolge-Anstalt der Skandalbank Hypo Alpe Adria mehr ein, sondern schickt die Bad Bank Heta in die Abwicklung nach den neuen europäischen Regeln und will die Gläubiger über einen Schuldenschnitt an den Kosten beteiligen.

Steuerzahler im Blick  Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie Athen durch den März kommen könnte

Posted by hkarner - 3. März 2015

Finanzierungsprobleme
Bild: EPA/SIMELA PANTZARTZI

Die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland ist definitiv besiegelt. Doch die im März drohenden Finanzierungsprobleme sind damit nicht gelöst, berichtet René Höltschi, NZZ-Korrespondent in Brüssel.

Nun ist es besiegelt: Das Hilfsprogramm des Euro-Krisenfonds EFSF für Griechenland ist um vier Monate bis Ende Juni verlängert worden. Der von hochrangigen Vertretern der Finanzministerien der Eurostaaten gebildete EFSF-Aufsichtsrat fällte am Freitag den einschlägigen Beschluss. Dies war nur noch eine Formsache, nachdem die Finanzminister (Eurogruppe) bereits am Dienstag grünes Licht gegeben hatten. Doch vor dem definitiven Beschluss waren nationale Genehmigungsverfahren abzuwarten, die in einigen Staaten unterschiedliche Formen der parlamentarischen Beteiligung erforderten. So stimmten am Freitagmorgen die Parlamente von Deutschland und Estland zu. In Finnland hingegen war entgegen früheren Angaben keine Abstimmung mehr nötig, da die Lösung im Rahmen eines vom Parlament am 11. Februar erteilten Mandats geblieben ist.

Noch fließt kein Geld Den Rest des Beitrags lesen »

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