Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Nasenring’

US-Aufsicht erwägt harte Strafe gegen Ratingagentur S&P

Posted by hkarner - 9. Dezember 2014

09.12.2014 | 06:45 |  (DiePresse.com)

Die Aufsicht SEC könnte die härteste Strafe aller Zeiten gegen eine Ratingagentur beschließen.

Die US-Börsenaufsicht SEC erwägt nach einem Medienbericht drastische Schritte gegen die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Die Behörde plane, das Unternehmen von Kreditbewertungen für durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen auszuschließen, meldete der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Den Rest des Beitrags lesen »

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FMA: „Wir haben den Banken viel Geld erspart“

Posted by hkarner - 3. Dezember 2014

“Die Aufsicht sei deutlich schärfer geworden!” Was hat sie schon früher daran gehindert? Eine Gesetzesänderung? Oder dass jetzt die EZB ihr Aufsichtsorgan ist, nicht mehr der österreichische Filz? Man muss offensichtlich schon ein Politruk sein, um diese “Geschmeidigkeit” aufzuweisen!(hfk)

03.12.2014 | 16:57 |  (Die Presse)

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verwehrt Banken in bestimmten Fällen den Weg in den Osten.

Wien. Ein Problemfall wie jener der Hypo Alpe Adria könne sich heute nicht mehr so einfach wiederholen, sagten die Chefs der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller, auf die Kritik der Hypo-Untersuchungskommission, wonach auch die Aufsicht grob versagt habe. Die Aufsicht sei deutlich schärfer geworden.

Ettl FMAIm Bericht der Kommission wurde der im Auftrag der FMA prüfenden Nationalbank vorgeworfen, zu wenig Druck auf die Hypo gemacht zu haben, die Kontrolleinrichtungen dem Risiko der Expansion anzupassen. „Heute können wir Banken in einem solchen Fall die Expansion untersagen.“ Und das sei in jüngster Vergangenheit – während der letzten 1,5 Jahre – auch passiert. Um welche Banken es sich handelte, dürfe aber nicht gesagt werden. Es sei jedenfalls um Expansionspläne in Richtung Osten gegangen. „Und wir haben den Banken dadurch eigentlich viel Geld erspart“, so Ettl weiter.

Hypo-Verkauf sollte stehen

Wie es beim Verkauf der Hypo-Südosteuropa-Tochter weitergeht, ist wie berichtet offen. Aus Sicht der FMA sollten so bald wie möglich wieder Gespräche mit dem bisherigen Favoriten für den Zuschlag, dem US-Investor Advent sowie der Osteuropabank EBRD, Gespräche aufgenommen werden. Von der FMA sei dieser Deal auch bereits vollständig genehmigt. „Aus unserer Sicht könnte dieser Verkauf abgeschlossen werden.“ Es gäbe eine gültige Genehmigung.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Stock Manipulation 101: Using Stock Buybacks to Mask Deep Business Problems

Posted by hkarner - 27. November 2014

Tony Sagami, 25/11

Stock buybacks are always a good thing… right? That’s what the mass media has trained investors to believe, but there are times when stock buybacks are a horrible strategy.

Let’s take a look at Herbalife, which has had very visible news items as billionaires like Carl Icahn, George Soros, Daniel Loeb, and Bill Ackman publicly debate the future of the company.

Herbalife shares have lost more than half their value in 2014 because of a Federal Trade Commission investigation and a big drop in profits. 50% is a huge haircut, but I believe Herbalife is poised for even more pain.

Rapidly Disappearing Profits

Herbalife recently reported its third-quarter results and they were just awful. Herbalife earned $0.13 per share in Q3, but that was a whopping 92% decline from the $1.32 it earned last year.

That’s awful, but Herbalife says business will be even worse going forward. The Wall Street crowd expected Herbalife to grow revenues by 7% in 2015, but the company said that its revenues will fall by -1% to -2% instead. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ist Ihnen eigentlich dieser (neue) Skandal bewusst ?

Posted by hkarner - 20. November 2014

Von: Helmut F. KarnerHFKarner Foto by Eva Karner (40)

Finanzausgleich bis  2016 verlängert!

Die Gültigkeitsdauer für den Finanzausgleich wurde im Finanzausgleichsgesetz 1989 auf 4 Jahre festgelegt.

Das Besondere am Gesetz ist, dass es nicht von der Bundesregierung, sondern von den Finanzausgleichspartnern ausgehandelt wird:

  1. Bund: Bundesministerium für Finanzen
  2. Bundesländer: Landeshauptleute bzw. deren Landesfinanzreferenten
  3. Österreichischer Städtebund
  4. Österreichischer Gemeindebund
Im Dezember 2007 wurde nach vorgezogenen Verhandlungen zwischen den Finanzausgleichspartnern das neue Finanzausgleichsgesetz (FAG) 2008 verabschiedet. Der seit 2005 geltende Finanzausgleich, der bis Ende 2008 hätte laufen sollen, wurde somit ein Jahr früher als geplant durch eine neue Finanzausgleichsvereinbarung ersetzt, die sechs statt bisher vier Jahre gelten sollte. Dies wurde dann vom Finanzminister Molterer schon auf sieben (!) Jahre verlängert (1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2014). Somit  wäre eigentlich die geltende Finanzvereinbarung mit Ländern und Gemeinden Ende 2014 ausgelaufen, nun wird sie (Entscheidung am 18/11/2014)noch einmal um ein Jahr verlängert, also auf dann insgesamt 8 Jahre! Sowohl Faymann als auch Schelling betonten diesbezüglich am Dienstag am Rande des Ministerrats, dass ab März über eine grundlegende Reform des Finanzausgleichs verhandelt werden soll. Dieser soll aufgabenorientiert gestaltet werden, womit – wie Schelling sagte – Ausgaben- und Finanzverantwortung zusammengefasst werden sollen.

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Eigenkapital wie von Zauberhand

Posted by hkarner - 19. November 2014

Kommentar von H.F. Karner, 19/11

Deswegen sagten wir hundert mal im vorhinein und nachhinein, dass der Stresstest irreal war und überhaupt nicht die wahren Risiken abgebildet hat, siehe https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/10/26/ifo-chef-sinn-kritisiert-stresstest-als-zu-zahm/ https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/10/26/also-doch-geschwindelt/  https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/11/12/after-aqr-and-stress-tests-where-next-for-banking-in-the-eurozone/ https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/11/13/sahra-wagenknecht-das-ist-wie-gammelfleisch-abkaufen/

Nochmals:

  1. Staatsanleihen waren nicht risikogewichtet
  2. angewandt auf RWA (daher den Bankberechnungsmethoden ausgesetzt) – siehe untenstehend
  3. nicht auf Leverage geprüft (Basel III wird Leverage > 3,5 verlangen, die deutsche Bank hat jetzt gerade 2,34)
  4. kein Deflationsszenario von Südeuropa simuliert
  5. z.B. in Kroatien keine Währungsabwertung simuliert, und das bei 85% der Kredite als Fremdwährungskredite
  6. etc.

    Und doch hat die Erste Group ihre faulen Kredite (Non Performing Loans) beim sset Quality Review der EZB um 35% nach oben korrigieren müssen, Spitzenwert in der Eurozone.  (Laut Büchern lag die Quote der faulen Kredite in dieser Stichprobe im Fall der Erste Bank bei 10,25 Prozent. Die EZB sieht die Quote der Zahlungsausfälle nach erfolgter Prüfung aber bei 13,86 Prozent.)

18.11.2014 | 18:52 |  (Die Presse)

Banken dürfen ihre Kapitalquoten durch kreative Risikogewichtung ihrer Aktiva schönrechnen. Aber nicht mehr lange: Die EZB will mit dieser Praxis nun aufräumen.

Frankfurt/Bloomberg/Red. Der Bankenstresstest der EZB war zwar insgesamt erfolgreich, allerdings scheinen die „durchgekommenen“ Banken nicht immer ganz so toll dazustehen, wie ihre Kapitalquoten glauben machen: Diese werden nämlich an „risikogewichteten“ Aktiva gemessen – und bei der Risikogewichtung hatten die Institute sehr großen Spielraum und konnten auf eigene Bewertungsmethoden zurückgreifen.

Die EZB, die die Bankbilanzen der systemrelevanten Institute parallel zum Stresstest genau durchleuchtet hat, plant nun, der kreativen Aktiva-Bewertung einen Riegel vorzuschieben. EZB-Direktorin Sabine Lautenschlager kündigte gestern an, die Euro-Notenbank werde sich die Risikogewichtung der Bankaktiva in den nächsten zwei bis drei Jahren „sehr genau anschauen“ und überprüfen, ob die Banken ihre Risken auch richtig ermitteln. Das könnte dazu führen, dass einige Banken, die den Stresstest bestanden haben, zusätzlich Kapital auffüllen müssen.

Luftnummern in den Bilanzen Den Rest des Beitrags lesen »

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Nach Stresstest: Drei Milliarden mehr an faulen Krediten

Posted by hkarner - 26. Oktober 2014

András Szigetvari, derstandard.at, 26. Oktober 2014, 17:54

Zwar ist in Österreich nur eine Bank beim Stresstest durchgefallen. Doch die Prüfer der EZB haben in den heimischen Bankbilanzen viele Problemfälle entdeckt. Fündig wurden sie auch bei der Ersten

Ein Durchfaller, vielleicht sogar zwei, dazu noch neue Kapitallücken, die plötzlich in Osteuropa auftauchen: Am Sonntag um Punkt 12:01 Uhr hatte die Spekulation über die Ergebnisse des EU-weiten Bankenstresstests in Österreich endlich ein Ende.

Die gute Nachricht: Den Test nicht bestanden hat nur ein heimisches Kreditinstitut. Weniger erfreulich: Es ist deutlich geworden, dass die österreichischen Banken im europäischen Vergleich zu optimistisch bilanzieren. Österreich zählt zu jenen sechs Euroländern, in denen die Europäische Zentralbank (EZB) den größten Korrekturbedarf in den Bankbilanzen festgestellt hat. Die Kredite und Forderungen der heimischen Geldhäuser sind laut EZB um drei Milliarden weniger wert als Ende 2013 bilanziert. In Spanien ist der Wert genauso hoch. Bei Erste Bank, Raiffeisen und Co gibt es also einige Baustellen. Die Ergebnisse im Detail:

  • Durchgefallen bei dem Stresstest sind europaweit 25 Institute. Von den sechs österreichischen Teilnehmern nicht geschafft hat es die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG). Das Institut hatte per Ende 2013 (relevanter Stichtag für den Test) eine Eigenkapitalquote (Aktien, einbehaltene Gewinne) von 11,5 Prozent. Die EZB hat in ihrer Prüfung eine drastische Verschlechterung der Wirtschaftslage in den kommenden drei Jahren simuliert. Unter diesen Annahmen rutscht das Eigenkapital der ÖVAG auf magere 2,1 Prozent. Um im Test zu bestehen, hätte das Institut mehr als doppelt so viel haben müssen. Insgesamt fehlen der ÖVAG 860 Millionen Euro. Immerhin: Die teilverstaatlichte Bank hat bereits einen Notplan dazu ausgearbeitet, wie man diese Lücke schließen will. Geplant ist unter anderem die Schaffung einer Abbaugesellschaft ohne Banklizenz.
  • Erklärungsbedarf gibt es für die Erste Bank. Das Institut hat den Stresstest bestanden. Doch parallel zum Test hat die EZB einen Bilanzcheck durchgeführt. In diesem hat sie sich angesehen, ob einzelne Institute in der Vergangenheit zu optimistische Zahlen vorgelegt haben. Von den erwähnten drei Milliarden Euro, die problematisch bilanziert wurden, entfallen 1,4 Milliarden auf die Erste. Das Eigenkapital des Instituts lag 2013 bei über elf Prozent und schrumpft im Check auf zehn Prozent. Den größten Korrekturbedarf hatten in der Erste-Bilanz Firmenkredite in Rumänien.
  • Auf Platz zwei in diesem Negativ-Ranking liegt die Raiffeisen Zentralbank. Die Bilanz der RZB war Ende 2013 ebenso aufgeblasen, und zwar um 753 Millionen Euro. Auf Platz drei landet die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich.
  • -Böse Überraschungen gibt es in Österreich auch bei der Bewertung von faulen Krediten. Die EZB hat sich Unterlagen zu ausgewählten Darlehen in Österreich und Osteuropa näher angesehen und geprüft, ob die Zahlungsausfälle von Kunden richtig erfasst wurden. Laut Büchern lag die Quote der faulen Kredite in dieser Stichprobe im Fall der Erste Bank bei 10,25 Prozent. Die EZB sieht die Quote der Zahlungsausfälle nach erfolgter Prüfung aber bei 13,86 Prozent. Auch die Vorsorgen für faule Kredite (also schon getroffene Wertberichtigungen) sollten laut Check bei der Ersten höher sein. Ähnlich schlechte Werte finden sich bei der Prüfung auch bei der Raiffeisen Oberösterreich.

Ein schwacher Trost: Die EZB sprach am Sonntag davon, dass sie in den überprüften Banken faule Kredite im Wert von zusätzlich 136 Milliarden Euro entdeckt hat. Zur Erklärung: Kreditinstitute haben einen Spielraum, wie sie faule Kredite bilanziell behandeln. Dies führt zur entscheidenden Frage: Heißt das nun, die österreichischen Banken müssen ihre Bilanzen korrigieren, weil sie und die Aufseher bisher zu lax waren?

Die Antworten darauf fallen unterschiedlich aus. Bei der Ersten heißt es, man habe schon im laufenden Jahr Korrekturen vorgenommen – tatsächlich etwa im Rumäniengeschäft. Damit seien weitere Änderungen nicht nötig.

Was die faulen Kredite betrifft, heißt es bei der Bank, die EZB lege einen strengeren Maßstab an, als dies in den Rechnungslegungsvorschriften vorgesehen ist. Sprich: Auch bei faulen Krediten bestehe kein Handlungsbedarf.

Bei der EZB sieht man das anders. Die zusätzlich gefundenen Problemfälle werden zu größeren Bilanzkorrekturen in den kommenden Monaten führen, dies werde nun mit den Banken diskutiert, heißt es auf Anfrage.

Dass der Korrekturbedarf bei Österreich im Vergleich höher ausfällt, liegt laut Notenbank allein daran, dass die Banken besonders in Osteuropa engagiert sind – wo vergleichsweise viele Risiken schlummern. (András Szigetvari, DER STANDARD, 27.10.2014)

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Also doch geschwindelt … !

Posted by hkarner - 26. Oktober 2014

Wie ist das zu erkennen? An den 25 Mrd € Kapitallücke, vor allem aber an der Korrektur der Bewertung der Bankaktiva im Ausmaß von 48 Mrd €. Das ist wohl um einen Faktor 10 bis 30 unterbewertet. Ist ja kein Wunder, wenn weder Staatsanleihen abzuwerten waren noch der IFRS Schwindel aus dem 4Qu2008 (“Held to Maturity” in hohem Ausmaß angewendet) zu korrigieren waren. Und die Rückzahlung der umeschuldeten NPLs (Non-Performing Loans) in Zeiten von Konjunktur- und Wachstumsschwäche wird auch erst lustig!
Ein weiterer Schritt, das Vertrauen in Banken und ihre Bilanzen zu zerstören! (hfk) 

PRESSEMITTEILUNG

EZB Logo26. Oktober 2014 – Eingehende Prüfung der EZB zeigt, dass die Banken weitere Massnahmen ergreifen müssen

Wichtigste Ergebnisse der umfassenden Bewertung der 130 größten Banken im Euro-Währungsgebiet:

  • Kapitallücke von 25 Mrd € bei 25 teilnehmenden Banken festgestellt
  • Korrektur der Bewertung von Bankaktiva um 48 Mrd € erforderlich, wovon 37 Mrd € nicht zur Kapitallücke beitrugen
  • Kapitallücke von 25 Mrd € und Wertberichtigung der Aktiva im Umfang von 37 Mrd € bedeutet eine Auswirkung von insgesamt 62 Mrd € auf die Banken
  • Zusätzliche 136 Mrd € bei den notleidenden Engagements identifiziert
  • Adverses Szenario würde zu Rückgang des Eigenkapitals der Banken um 263 Mrd € und des Medians der CET1-Quote um 4 Prozentpunkte von 12 % auf 8 % führen

Umfassende Bewertung sorgt für hohes Niveau an Transparenz, Einheitlichkeit und Gleichbehandlung.

Gründliche Prüfung ist ein Meilenstein für den Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM), der im November seine Arbeit aufnimmt.


Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute die Ergebnisse einer eingehenden Prüfung der Widerstandsfähigkeit und der Positionen der 130 größten Banken im Euro-Währungsgebiet veröffentlicht (Stand: 31. Dezember 2013). Die Prüfung erstreckte sich über ein Jahr. Den Rest des Beitrags lesen »

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Eine Beruhigungspille gegen den Bankenstress

Posted by hkarner - 24. Oktober 2014

23.10.2014 | 18:16 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Der Bankenstresstest der EZB sollte uns nicht in falscher Sicherheit wiegen: Auch wenn der überwiegende Teil der europäischen Großbanken den Test besteht, sind wir von einem stabilen Bankensystem meilenweit entfernt.

Große Überraschungen wird die Veröffentlichung der Ergebnisse des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Sonntag nicht bringen. Zehn oder elf der 124 geprüften Banken, darunter wohl auch die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG), werden durchrasseln, was auch noch kein Beinbruch ist: Sie werden ihre Kapitalbasis in nächster Zeit ausreichend verbessern, oder abgewickelt werden. Es gibt ohnehin zu viele Banken in der Eurozone.

Die entscheidenden Fragen sind: Gibt uns diese angeblich sehr strenge Bankenprüfung Hinweise darauf, ob die Bankenkrise, die seit 2008 die gesamte europäische Wirtschaft lähmt, bald zu Ende ist? Und: Gibt sie uns Sicherheit, dass Dinge, wie sie etwa in Zypern geschehen sind (wo selbst Sparer beim Zusammenbruch zweier Krisenbanken viel Geld verloren haben), in nächster Zeit ausgeschlossen werden können?

Die Antwort ist in beiden Fällen: leider nein. Die Bankenkrise ist (ebenso wie die Eurokrise) weiter stark am Schwelen, zu ihrer Beilegung wurde bisher eindeutig zu wenig getan, die nächste milliardenteure Bankenrettung kann jederzeit wieder über uns hereinbrechen. Das „Bestanden“ beim Stresstest wiegt uns in einer sehr trügerischen Sicherheit. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kommunalkredit: Anklage um 67 Mio. Euro ausgeweitet

Posted by hkarner - 9. Oktober 2014

Da hat die Staatsanwaltschaft aber gut vorgearbeitet!!!??? (hfk)

08.10.2014 | 18:32 |  (Die Presse)

Ein bei der Errichtung einer Zweckgesellschaft gegebenes Pfand wurde nun mit einbezogen.

Wien. Der fünfte Prozesstag im Verfahren um die 2008 in die Pleite geschlitterte Kommunalkredit sorgte für einen Paukenschlag: Staatsanwältin Beatrix Winkler weitete die Anklage betreffend Untreue um 67 Mio. Euro aus, was die Anwälte der vier Beschuldigten empörte. Die Anklägerin bezog nun auch das Pfand, das von der Kommunalkredit der HSH Nordbank in Höhe von 67 Mio. Euro vergeben wurde, in die Anklage ein. Das Pfand wurde im Zuge der Errichtung der Zweckgesellschaft Cora, in die die Kommunalkredit faule Papiere auslagerte, gegeben.

Die Verteidiger zeigten sich über diese Anklageausweitung empört. Die Angeklagten hätten sich auf die vorliegende Anklage vorbereitet, die nun bereits zwei Mal in fünf Verhandlungstagen abgeändert wurde. Sogar ein Befangenheitsantrag wurde von Verteidigerseite gegen die Anklägerin gestellt, der allerdings zum Ende der Verhandlung wieder zurückgezogen wurde.

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Nichts aus der Krise gelernt: Die großen Banken sind weiter eine große Gefahr für die Wirtschafts- und Finanzsysteme

Posted by egloetzl - 15. September 2014

global news wb225.370 15-09-14, Joachim Jahnke: 

  1. Kein Abbau von Systemrelevanz

Mit derart schwindender oder müder Wirtschaftsleistung ohne Schuldenabbau durch Inflation werden nicht nur die Staatsverschuldungsquoten nach oben getrieben. Die Banken kriegen immer mehr faule Kredite in ihre Bücher, die ohnehin oft noch mit zweifelhaften Anlagen vollgestopft sind, und werden daher immer mehr zu Achillesfersen der Volkswirtschaften. Deren Systemrelevanz ist in keiner Weise trotz aller politischer Versprechungen abgebaut worden. So sind alle Vorsätze, das gefährliche Investitionsbanking in der Spekulation mit Wertpapieren an den Finanzmärkten oder mit vielen Arten von Wetten auf Zinsen, Wechselkurse oder Kreditpleiten abzutrennen und damit das normale Bankengeschäft mit der Sammlung von Ersparnissen und der Finanzierung von Verbrauch und Investitionen zu schützen, gescheitert.

Jahne 18427Der tägliche Handel allein mit Wettpapieren auf Währungen und Zinsen ist auf 9,4 Billionen US$, das 45-Fache der täglichen Weltwirtschaftsleistung gestiegen (Abb. 18427). Das sind schon gespenstische Dimensionen, die das menschliche Vorstellungsvermögen sprengen. Man muß sich derart astronomische Werte in übereinandergestapelten Dollar-Scheinen vorstellen. Da käme der jährliche Umsatz an solchen Wettpapieren dreimal zum Mond und zurück.

Dabei sind die Banken unverändert systemrelevant. Die von der Politik in der Eurozone zur Rechtfertigung der Banken-Schuldenunion verbreitete Beruhigung, der Steuerzahler werde nie wieder für die Rettung der Banken einspringen müssen, ist eine Lüge. Schon bei der Rettung der größten portugiesischen Privatbank vor wenigen Wochen war der Steuerzahler wieder voll gefordert, die wohlhabenden Gläubiger der Bank behielten dagegen ihren riskanten Einsatz in voller Höhe und können weiter hohe Zinsen kassieren.

Durch Zusammenschlüsse bei Bankpleiten sind die systemrelevanten Banken, die immer gerettet werden müssen, noch größer und damit noch systemrelevanter geworden, zusammen halten die 20 größten Anlagen im Wert von astronomischen 44 Billionen US$ (Abb. 18441). Den Rest des Beitrags lesen »

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