Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Nasenring’

Verkauf der Hypo-Balkanbanken vor Abschluss

Posted by hkarner - 22. Dezember 2014

Renate Graber, derstandard.at, 22. Dezember 2014, 17:26

Der Verkauf der Südosteuropa-Holding der Hypo an Advent dürfte noch vor Weihnachten stehen. Mitbieter kündigen Beschwerden an

Wien – Nun soll es doch noch vor Weihnachten klappen, mit dem Verkauf der staatlichen Südosteuropa-Holding (SEE) der vormaligen Hypo Alpe Adria. Am Montag sind die diversen Gremien zusammengekommen, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen – ab 16 Uhr tagte die Hauptversammlung der staatlichen Bankenholding Fimbag, die die SEE-Anteile treuhändig für die Republik hält und den Verkaufsprozess vor kurzem übernommen hat.

Der heutige 23. Dezember ist ein wichtiger Stichtag: Der US-Fonds Advent, der die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) an Bord hat, hat sein Angebot mit dem Tag vor dem Heiligen Abend befristet. Weitere Teilnehmer am Verkaufsprozess sind das bulgarisch-russische Konsortium Viagroup-VTB Bank und die russische Expobank rund um den kasachischen Oligarchen Igor Kim.

Advent bessert leicht nach

Aus Bankenkreisen war am Montag zu hören, dass Advent die Holding mit ihren sechs Banken trotzdem bekommen soll, die Amerikaner hätten ihr Angebot „etwas verbessert“. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »

Hypo – die Chronik eines politischen Bauchflecks

Posted by hkarner - 21. Dezember 2014

19.12.2014 | 19:08 |  (Die Presse)

Beratungsresistenz, Überheblichkeit und dramatische Fehleinschätzung waren dafür verantwortlich, dass die Republik über den Tisch gezogen werden konnte.

Wien. Das „systemische Versagen“ bei der Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria ist im viel diskutierten Bericht der Griss-Kommission schon gut zusammengefasst worden. Tenor: Die österreichischen Verhandler haben sich schlecht vorbereitet in eine übereilte Notverstaatlichung treiben lassen – und haben danach so ziemlich alles falsch gemacht. Spricht man mit Insidern, verschärft sich diese Betrachtung noch: Dann zeigt sich das Bild beratungsresistenter Politiker und Beamten, die an den Gremien vorbei in die Bank regieren, sich vom bestens vorbereiteten und beratenen „Vertragspartner“ BayernLB über den Tisch ziehen lassen – und dann auch noch die EU gegen sich aufbringen.

Die erste wirkliche Gelegenheit, die von Jörg Haiders Freiheitlichen an die Wand gefahrene Bank in den Griff zu bekommen, hätte es 2006 gegeben, als die Nationalbank verschiedene Unregelmäßigkeiten, darunter gravierende Mängel im Kreditmanagement, feststellte. Damals waren in der Bank gerade Investorengruppen aktiv. Die Sache sei, so ein Insider, nach einer Intervention Haiders sehr schnell abgedreht worden. Notenbank-Chef war damals Klaus Liebscher, der später in der Aufarbeitung des Skandals eine tragende Rolle spielte.

Der zweite Knackpunkt, so der Insider, sei die Einbringung von Partizipationskapital knapp vor der Verstaatlichung gewesen. Damals habe die Nationalbank, die die Bank als „not distressed“ beurteilte, offenbar schon mehr gewusst, aber nicht adäquat reagiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte man auch die Stellung der BayernLB genauer recherchieren müssen. Das hätte eine wesentlich bessere Ausgangslage für die Verstaatlichungsverhandlungen erbracht. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Sen. Warren Calls on House to Strike Repeal of Dodd-Frank Provision in Funding Bill

Posted by hkarner - 16. Dezember 2014

Warren Dodd-Frank repeal10/12

Senator Elizabeth Warren spoke on the Senate floor on December 10, 2014 to call on the House of Representatives to remove from the government funding bill a reckless provision that would repeal important financial protections in Dodd-Frank.

Posted in Audios/Videos | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Remarks by Senator Warren on Citigroup and its bailout provision

Posted by hkarner - 15. Dezember 2014

Danke an R.B.

Warren Video Citigroup
Veröffentlicht am 12.12.2014

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Audios/Videos | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

US-Aufsicht erwägt harte Strafe gegen Ratingagentur S&P

Posted by hkarner - 9. Dezember 2014

09.12.2014 | 06:45 |  (DiePresse.com)

Die Aufsicht SEC könnte die härteste Strafe aller Zeiten gegen eine Ratingagentur beschließen.

Die US-Börsenaufsicht SEC erwägt nach einem Medienbericht drastische Schritte gegen die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Die Behörde plane, das Unternehmen von Kreditbewertungen für durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen auszuschließen, meldete der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

FMA: „Wir haben den Banken viel Geld erspart“

Posted by hkarner - 3. Dezember 2014

„Die Aufsicht sei deutlich schärfer geworden!“ Was hat sie schon früher daran gehindert? Eine Gesetzesänderung? Oder dass jetzt die EZB ihr Aufsichtsorgan ist, nicht mehr der österreichische Filz? Man muss offensichtlich schon ein Politruk sein, um diese „Geschmeidigkeit“ aufzuweisen!(hfk)

03.12.2014 | 16:57 |  (Die Presse)

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verwehrt Banken in bestimmten Fällen den Weg in den Osten.

Wien. Ein Problemfall wie jener der Hypo Alpe Adria könne sich heute nicht mehr so einfach wiederholen, sagten die Chefs der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller, auf die Kritik der Hypo-Untersuchungskommission, wonach auch die Aufsicht grob versagt habe. Die Aufsicht sei deutlich schärfer geworden.

Ettl FMAIm Bericht der Kommission wurde der im Auftrag der FMA prüfenden Nationalbank vorgeworfen, zu wenig Druck auf die Hypo gemacht zu haben, die Kontrolleinrichtungen dem Risiko der Expansion anzupassen. „Heute können wir Banken in einem solchen Fall die Expansion untersagen.“ Und das sei in jüngster Vergangenheit – während der letzten 1,5 Jahre – auch passiert. Um welche Banken es sich handelte, dürfe aber nicht gesagt werden. Es sei jedenfalls um Expansionspläne in Richtung Osten gegangen. „Und wir haben den Banken dadurch eigentlich viel Geld erspart“, so Ettl weiter.

Hypo-Verkauf sollte stehen

Wie es beim Verkauf der Hypo-Südosteuropa-Tochter weitergeht, ist wie berichtet offen. Aus Sicht der FMA sollten so bald wie möglich wieder Gespräche mit dem bisherigen Favoriten für den Zuschlag, dem US-Investor Advent sowie der Osteuropabank EBRD, Gespräche aufgenommen werden. Von der FMA sei dieser Deal auch bereits vollständig genehmigt. „Aus unserer Sicht könnte dieser Verkauf abgeschlossen werden.“ Es gäbe eine gültige Genehmigung.  Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Stock Manipulation 101: Using Stock Buybacks to Mask Deep Business Problems

Posted by hkarner - 27. November 2014

Tony Sagami, 25/11

Stock buybacks are always a good thing… right? That’s what the mass media has trained investors to believe, but there are times when stock buybacks are a horrible strategy.

Let’s take a look at Herbalife, which has had very visible news items as billionaires like Carl Icahn, George Soros, Daniel Loeb, and Bill Ackman publicly debate the future of the company.

Herbalife shares have lost more than half their value in 2014 because of a Federal Trade Commission investigation and a big drop in profits. 50% is a huge haircut, but I believe Herbalife is poised for even more pain.

Rapidly Disappearing Profits

Herbalife recently reported its third-quarter results and they were just awful. Herbalife earned $0.13 per share in Q3, but that was a whopping 92% decline from the $1.32 it earned last year.

That’s awful, but Herbalife says business will be even worse going forward. The Wall Street crowd expected Herbalife to grow revenues by 7% in 2015, but the company said that its revenues will fall by -1% to -2% instead. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Ist Ihnen eigentlich dieser (neue) Skandal bewusst ?

Posted by hkarner - 20. November 2014

Von: Helmut F. KarnerHFKarner Foto by Eva Karner (40)

Finanzausgleich bis  2016 verlängert!

Die Gültigkeitsdauer für den Finanzausgleich wurde im Finanzausgleichsgesetz 1989 auf 4 Jahre festgelegt.

Das Besondere am Gesetz ist, dass es nicht von der Bundesregierung, sondern von den Finanzausgleichspartnern ausgehandelt wird:

  1. Bund: Bundesministerium für Finanzen
  2. Bundesländer: Landeshauptleute bzw. deren Landesfinanzreferenten
  3. Österreichischer Städtebund
  4. Österreichischer Gemeindebund
Im Dezember 2007 wurde nach vorgezogenen Verhandlungen zwischen den Finanzausgleichspartnern das neue Finanzausgleichsgesetz (FAG) 2008 verabschiedet. Der seit 2005 geltende Finanzausgleich, der bis Ende 2008 hätte laufen sollen, wurde somit ein Jahr früher als geplant durch eine neue Finanzausgleichsvereinbarung ersetzt, die sechs statt bisher vier Jahre gelten sollte. Dies wurde dann vom Finanzminister Molterer schon auf sieben (!) Jahre verlängert (1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2014). Somit  wäre eigentlich die geltende Finanzvereinbarung mit Ländern und Gemeinden Ende 2014 ausgelaufen, nun wird sie (Entscheidung am 18/11/2014)noch einmal um ein Jahr verlängert, also auf dann insgesamt 8 Jahre! Sowohl Faymann als auch Schelling betonten diesbezüglich am Dienstag am Rande des Ministerrats, dass ab März über eine grundlegende Reform des Finanzausgleichs verhandelt werden soll. Dieser soll aufgabenorientiert gestaltet werden, womit – wie Schelling sagte – Ausgaben- und Finanzverantwortung zusammengefasst werden sollen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Beiträge von Mitgliedern | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Eigenkapital wie von Zauberhand

Posted by hkarner - 19. November 2014

Kommentar von H.F. Karner, 19/11

Deswegen sagten wir hundert mal im vorhinein und nachhinein, dass der Stresstest irreal war und überhaupt nicht die wahren Risiken abgebildet hat, siehe https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/10/26/ifo-chef-sinn-kritisiert-stresstest-als-zu-zahm/ https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/10/26/also-doch-geschwindelt/  https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/11/12/after-aqr-and-stress-tests-where-next-for-banking-in-the-eurozone/ https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/11/13/sahra-wagenknecht-das-ist-wie-gammelfleisch-abkaufen/

Nochmals:

  1. Staatsanleihen waren nicht risikogewichtet
  2. angewandt auf RWA (daher den Bankberechnungsmethoden ausgesetzt) – siehe untenstehend
  3. nicht auf Leverage geprüft (Basel III wird Leverage > 3,5 verlangen, die deutsche Bank hat jetzt gerade 2,34)
  4. kein Deflationsszenario von Südeuropa simuliert
  5. z.B. in Kroatien keine Währungsabwertung simuliert, und das bei 85% der Kredite als Fremdwährungskredite
  6. etc.

    Und doch hat die Erste Group ihre faulen Kredite (Non Performing Loans) beim sset Quality Review der EZB um 35% nach oben korrigieren müssen, Spitzenwert in der Eurozone.  (Laut Büchern lag die Quote der faulen Kredite in dieser Stichprobe im Fall der Erste Bank bei 10,25 Prozent. Die EZB sieht die Quote der Zahlungsausfälle nach erfolgter Prüfung aber bei 13,86 Prozent.)

18.11.2014 | 18:52 |  (Die Presse)

Banken dürfen ihre Kapitalquoten durch kreative Risikogewichtung ihrer Aktiva schönrechnen. Aber nicht mehr lange: Die EZB will mit dieser Praxis nun aufräumen.

Frankfurt/Bloomberg/Red. Der Bankenstresstest der EZB war zwar insgesamt erfolgreich, allerdings scheinen die „durchgekommenen“ Banken nicht immer ganz so toll dazustehen, wie ihre Kapitalquoten glauben machen: Diese werden nämlich an „risikogewichteten“ Aktiva gemessen – und bei der Risikogewichtung hatten die Institute sehr großen Spielraum und konnten auf eigene Bewertungsmethoden zurückgreifen.

Die EZB, die die Bankbilanzen der systemrelevanten Institute parallel zum Stresstest genau durchleuchtet hat, plant nun, der kreativen Aktiva-Bewertung einen Riegel vorzuschieben. EZB-Direktorin Sabine Lautenschlager kündigte gestern an, die Euro-Notenbank werde sich die Risikogewichtung der Bankaktiva in den nächsten zwei bis drei Jahren „sehr genau anschauen“ und überprüfen, ob die Banken ihre Risken auch richtig ermitteln. Das könnte dazu führen, dass einige Banken, die den Stresstest bestanden haben, zusätzlich Kapital auffüllen müssen.

Luftnummern in den Bilanzen Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | 2 Comments »

Nach Stresstest: Drei Milliarden mehr an faulen Krediten

Posted by hkarner - 26. Oktober 2014

András Szigetvari, derstandard.at, 26. Oktober 2014, 17:54

Zwar ist in Österreich nur eine Bank beim Stresstest durchgefallen. Doch die Prüfer der EZB haben in den heimischen Bankbilanzen viele Problemfälle entdeckt. Fündig wurden sie auch bei der Ersten

Ein Durchfaller, vielleicht sogar zwei, dazu noch neue Kapitallücken, die plötzlich in Osteuropa auftauchen: Am Sonntag um Punkt 12:01 Uhr hatte die Spekulation über die Ergebnisse des EU-weiten Bankenstresstests in Österreich endlich ein Ende.

Die gute Nachricht: Den Test nicht bestanden hat nur ein heimisches Kreditinstitut. Weniger erfreulich: Es ist deutlich geworden, dass die österreichischen Banken im europäischen Vergleich zu optimistisch bilanzieren. Österreich zählt zu jenen sechs Euroländern, in denen die Europäische Zentralbank (EZB) den größten Korrekturbedarf in den Bankbilanzen festgestellt hat. Die Kredite und Forderungen der heimischen Geldhäuser sind laut EZB um drei Milliarden weniger wert als Ende 2013 bilanziert. In Spanien ist der Wert genauso hoch. Bei Erste Bank, Raiffeisen und Co gibt es also einige Baustellen. Die Ergebnisse im Detail:

  • Durchgefallen bei dem Stresstest sind europaweit 25 Institute. Von den sechs österreichischen Teilnehmern nicht geschafft hat es die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG). Das Institut hatte per Ende 2013 (relevanter Stichtag für den Test) eine Eigenkapitalquote (Aktien, einbehaltene Gewinne) von 11,5 Prozent. Die EZB hat in ihrer Prüfung eine drastische Verschlechterung der Wirtschaftslage in den kommenden drei Jahren simuliert. Unter diesen Annahmen rutscht das Eigenkapital der ÖVAG auf magere 2,1 Prozent. Um im Test zu bestehen, hätte das Institut mehr als doppelt so viel haben müssen. Insgesamt fehlen der ÖVAG 860 Millionen Euro. Immerhin: Die teilverstaatlichte Bank hat bereits einen Notplan dazu ausgearbeitet, wie man diese Lücke schließen will. Geplant ist unter anderem die Schaffung einer Abbaugesellschaft ohne Banklizenz.
  • Erklärungsbedarf gibt es für die Erste Bank. Das Institut hat den Stresstest bestanden. Doch parallel zum Test hat die EZB einen Bilanzcheck durchgeführt. In diesem hat sie sich angesehen, ob einzelne Institute in der Vergangenheit zu optimistische Zahlen vorgelegt haben. Von den erwähnten drei Milliarden Euro, die problematisch bilanziert wurden, entfallen 1,4 Milliarden auf die Erste. Das Eigenkapital des Instituts lag 2013 bei über elf Prozent und schrumpft im Check auf zehn Prozent. Den größten Korrekturbedarf hatten in der Erste-Bilanz Firmenkredite in Rumänien.
  • Auf Platz zwei in diesem Negativ-Ranking liegt die Raiffeisen Zentralbank. Die Bilanz der RZB war Ende 2013 ebenso aufgeblasen, und zwar um 753 Millionen Euro. Auf Platz drei landet die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich.
  • -Böse Überraschungen gibt es in Österreich auch bei der Bewertung von faulen Krediten. Die EZB hat sich Unterlagen zu ausgewählten Darlehen in Österreich und Osteuropa näher angesehen und geprüft, ob die Zahlungsausfälle von Kunden richtig erfasst wurden. Laut Büchern lag die Quote der faulen Kredite in dieser Stichprobe im Fall der Erste Bank bei 10,25 Prozent. Die EZB sieht die Quote der Zahlungsausfälle nach erfolgter Prüfung aber bei 13,86 Prozent. Auch die Vorsorgen für faule Kredite (also schon getroffene Wertberichtigungen) sollten laut Check bei der Ersten höher sein. Ähnlich schlechte Werte finden sich bei der Prüfung auch bei der Raiffeisen Oberösterreich.

Ein schwacher Trost: Die EZB sprach am Sonntag davon, dass sie in den überprüften Banken faule Kredite im Wert von zusätzlich 136 Milliarden Euro entdeckt hat. Zur Erklärung: Kreditinstitute haben einen Spielraum, wie sie faule Kredite bilanziell behandeln. Dies führt zur entscheidenden Frage: Heißt das nun, die österreichischen Banken müssen ihre Bilanzen korrigieren, weil sie und die Aufseher bisher zu lax waren?

Die Antworten darauf fallen unterschiedlich aus. Bei der Ersten heißt es, man habe schon im laufenden Jahr Korrekturen vorgenommen – tatsächlich etwa im Rumäniengeschäft. Damit seien weitere Änderungen nicht nötig.

Was die faulen Kredite betrifft, heißt es bei der Bank, die EZB lege einen strengeren Maßstab an, als dies in den Rechnungslegungsvorschriften vorgesehen ist. Sprich: Auch bei faulen Krediten bestehe kein Handlungsbedarf.

Bei der EZB sieht man das anders. Die zusätzlich gefundenen Problemfälle werden zu größeren Bilanzkorrekturen in den kommenden Monaten führen, dies werde nun mit den Banken diskutiert, heißt es auf Anfrage.

Dass der Korrekturbedarf bei Österreich im Vergleich höher ausfällt, liegt laut Notenbank allein daran, dass die Banken besonders in Osteuropa engagiert sind – wo vergleichsweise viele Risiken schlummern. (András Szigetvari, DER STANDARD, 27.10.2014)

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , | Leave a Comment »