Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Also doch geschwindelt … !

Posted by hkarner - 26. Oktober 2014

Wie ist das zu erkennen? An den 25 Mrd € Kapitallücke, vor allem aber an der Korrektur der Bewertung der Bankaktiva im Ausmaß von 48 Mrd €. Das ist wohl um einen Faktor 10 bis 30 unterbewertet. Ist ja kein Wunder, wenn weder Staatsanleihen abzuwerten waren noch der IFRS Schwindel aus dem 4Qu2008 (“Held to Maturity” in hohem Ausmaß angewendet) zu korrigieren waren. Und die Rückzahlung der umeschuldeten NPLs (Non-Performing Loans) in Zeiten von Konjunktur- und Wachstumsschwäche wird auch erst lustig!
Ein weiterer Schritt, das Vertrauen in Banken und ihre Bilanzen zu zerstören! (hfk) 

PRESSEMITTEILUNG

EZB Logo26. Oktober 2014 – Eingehende Prüfung der EZB zeigt, dass die Banken weitere Massnahmen ergreifen müssen

Wichtigste Ergebnisse der umfassenden Bewertung der 130 größten Banken im Euro-Währungsgebiet:

  • Kapitallücke von 25 Mrd € bei 25 teilnehmenden Banken festgestellt
  • Korrektur der Bewertung von Bankaktiva um 48 Mrd € erforderlich, wovon 37 Mrd € nicht zur Kapitallücke beitrugen
  • Kapitallücke von 25 Mrd € und Wertberichtigung der Aktiva im Umfang von 37 Mrd € bedeutet eine Auswirkung von insgesamt 62 Mrd € auf die Banken
  • Zusätzliche 136 Mrd € bei den notleidenden Engagements identifiziert
  • Adverses Szenario würde zu Rückgang des Eigenkapitals der Banken um 263 Mrd € und des Medians der CET1-Quote um 4 Prozentpunkte von 12 % auf 8 % führen

Umfassende Bewertung sorgt für hohes Niveau an Transparenz, Einheitlichkeit und Gleichbehandlung.

Gründliche Prüfung ist ein Meilenstein für den Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM), der im November seine Arbeit aufnimmt.


Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute die Ergebnisse einer eingehenden Prüfung der Widerstandsfähigkeit und der Positionen der 130 größten Banken im Euro-Währungsgebiet veröffentlicht (Stand: 31. Dezember 2013). Die Prüfung erstreckte sich über ein Jahr. Den Rest des Beitrags lesen »

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Eine Beruhigungspille gegen den Bankenstress

Posted by hkarner - 24. Oktober 2014

23.10.2014 | 18:16 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Der Bankenstresstest der EZB sollte uns nicht in falscher Sicherheit wiegen: Auch wenn der überwiegende Teil der europäischen Großbanken den Test besteht, sind wir von einem stabilen Bankensystem meilenweit entfernt.

Große Überraschungen wird die Veröffentlichung der Ergebnisse des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Sonntag nicht bringen. Zehn oder elf der 124 geprüften Banken, darunter wohl auch die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG), werden durchrasseln, was auch noch kein Beinbruch ist: Sie werden ihre Kapitalbasis in nächster Zeit ausreichend verbessern, oder abgewickelt werden. Es gibt ohnehin zu viele Banken in der Eurozone.

Die entscheidenden Fragen sind: Gibt uns diese angeblich sehr strenge Bankenprüfung Hinweise darauf, ob die Bankenkrise, die seit 2008 die gesamte europäische Wirtschaft lähmt, bald zu Ende ist? Und: Gibt sie uns Sicherheit, dass Dinge, wie sie etwa in Zypern geschehen sind (wo selbst Sparer beim Zusammenbruch zweier Krisenbanken viel Geld verloren haben), in nächster Zeit ausgeschlossen werden können?

Die Antwort ist in beiden Fällen: leider nein. Die Bankenkrise ist (ebenso wie die Eurokrise) weiter stark am Schwelen, zu ihrer Beilegung wurde bisher eindeutig zu wenig getan, die nächste milliardenteure Bankenrettung kann jederzeit wieder über uns hereinbrechen. Das „Bestanden“ beim Stresstest wiegt uns in einer sehr trügerischen Sicherheit. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kommunalkredit: Anklage um 67 Mio. Euro ausgeweitet

Posted by hkarner - 9. Oktober 2014

Da hat die Staatsanwaltschaft aber gut vorgearbeitet!!!??? (hfk)

08.10.2014 | 18:32 |  (Die Presse)

Ein bei der Errichtung einer Zweckgesellschaft gegebenes Pfand wurde nun mit einbezogen.

Wien. Der fünfte Prozesstag im Verfahren um die 2008 in die Pleite geschlitterte Kommunalkredit sorgte für einen Paukenschlag: Staatsanwältin Beatrix Winkler weitete die Anklage betreffend Untreue um 67 Mio. Euro aus, was die Anwälte der vier Beschuldigten empörte. Die Anklägerin bezog nun auch das Pfand, das von der Kommunalkredit der HSH Nordbank in Höhe von 67 Mio. Euro vergeben wurde, in die Anklage ein. Das Pfand wurde im Zuge der Errichtung der Zweckgesellschaft Cora, in die die Kommunalkredit faule Papiere auslagerte, gegeben.

Die Verteidiger zeigten sich über diese Anklageausweitung empört. Die Angeklagten hätten sich auf die vorliegende Anklage vorbereitet, die nun bereits zwei Mal in fünf Verhandlungstagen abgeändert wurde. Sogar ein Befangenheitsantrag wurde von Verteidigerseite gegen die Anklägerin gestellt, der allerdings zum Ende der Verhandlung wieder zurückgezogen wurde.

Suche nach Sachverständigem Den Rest des Beitrags lesen »

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Nichts aus der Krise gelernt: Die großen Banken sind weiter eine große Gefahr für die Wirtschafts- und Finanzsysteme

Posted by egloetzl - 15. September 2014

global news wb225.370 15-09-14, Joachim Jahnke: 

  1. Kein Abbau von Systemrelevanz

Mit derart schwindender oder müder Wirtschaftsleistung ohne Schuldenabbau durch Inflation werden nicht nur die Staatsverschuldungsquoten nach oben getrieben. Die Banken kriegen immer mehr faule Kredite in ihre Bücher, die ohnehin oft noch mit zweifelhaften Anlagen vollgestopft sind, und werden daher immer mehr zu Achillesfersen der Volkswirtschaften. Deren Systemrelevanz ist in keiner Weise trotz aller politischer Versprechungen abgebaut worden. So sind alle Vorsätze, das gefährliche Investitionsbanking in der Spekulation mit Wertpapieren an den Finanzmärkten oder mit vielen Arten von Wetten auf Zinsen, Wechselkurse oder Kreditpleiten abzutrennen und damit das normale Bankengeschäft mit der Sammlung von Ersparnissen und der Finanzierung von Verbrauch und Investitionen zu schützen, gescheitert.

Jahne 18427Der tägliche Handel allein mit Wettpapieren auf Währungen und Zinsen ist auf 9,4 Billionen US$, das 45-Fache der täglichen Weltwirtschaftsleistung gestiegen (Abb. 18427). Das sind schon gespenstische Dimensionen, die das menschliche Vorstellungsvermögen sprengen. Man muß sich derart astronomische Werte in übereinandergestapelten Dollar-Scheinen vorstellen. Da käme der jährliche Umsatz an solchen Wettpapieren dreimal zum Mond und zurück.

Dabei sind die Banken unverändert systemrelevant. Die von der Politik in der Eurozone zur Rechtfertigung der Banken-Schuldenunion verbreitete Beruhigung, der Steuerzahler werde nie wieder für die Rettung der Banken einspringen müssen, ist eine Lüge. Schon bei der Rettung der größten portugiesischen Privatbank vor wenigen Wochen war der Steuerzahler wieder voll gefordert, die wohlhabenden Gläubiger der Bank behielten dagegen ihren riskanten Einsatz in voller Höhe und können weiter hohe Zinsen kassieren.

Durch Zusammenschlüsse bei Bankpleiten sind die systemrelevanten Banken, die immer gerettet werden müssen, noch größer und damit noch systemrelevanter geworden, zusammen halten die 20 größten Anlagen im Wert von astronomischen 44 Billionen US$ (Abb. 18441). Den Rest des Beitrags lesen »

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Democracy in the Twenty-First Century

Posted by hkarner - 2. September 2014

Date: 01-09-2014
Source: Project Syndicate

JOSEPH E. STIGLITZStiglitz

Joseph E. Stiglitz, a Nobel laureate in economics and University Professor at Columbia University, was Chairman of President Bill Clinton’s Council of Economic Advisers and served as Senior Vice President and Chief Economist of the World Bank. His most recent book, co-authored with Bruce Greenwald, is Creating a Learning Society: A New Approach to Growth, Development, and Social Progress.

NEW YORK – The reception in the United States, and in other advanced economies, of Thomas Piketty’s recent book Capital in the Twenty-First Century attests to growing concern about rising inequality. His book lends further weight to the already overwhelming body of evidence concerning the soaring share of income and wealth at the very top.

Piketty’s book, moreover, provides a different perspective on the 30 or so years that followed the Great Depression and World War II, viewing this period as a historical anomaly, perhaps caused by the unusual social cohesion that cataclysmic events can stimulate. In that era of rapid economic growth, prosperity was widely shared, with all groups advancing, but with those at the bottom seeing larger percentage gains.

Piketty also sheds new light on the “reforms” sold by Ronald Reagan and Margaret Thatcher in the 1980s as growth enhancers from which all would benefit. Their reforms were followed by slower growth and heightened global instability, and what growth did occur benefited mostly those at the top.

But Piketty’s work raises fundamental issues concerning both economic theory and the future of capitalism. He documents large increases in the wealth/output ratio. In standard theory, such increases would be associated with a fall in the return to capital and an increase in wages. But today the return to capital does not seem to have diminished, though wages have. (In the US, for example, average wages are down some 7% over the past four decades.) Den Rest des Beitrags lesen »

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G20 nehmen Hedgefonds stärker ins Visier

Posted by hkarner - 22. August 2014

 21. August 2014, 07:42, derstandard.at

In Krisenzeiten sollen Behörden direkt in Geschäfte von Hedgefonds eingreifen dürfen

London – Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen laut Insider-Informationen Fondsmanager stärker an die Kandare nehmen. So werde eine Erlaubnis für Aufsichtsbehörden erwogen, in Krisenzeiten direkt in die Geschäfte von Hedgefonds eingreifen zu können, sagten Branchen- und G20-Vertreter. Die Vorschläge seien bisher nur vage, sollten aber auf dem G20-Gipfel im November in Australien zur Diskussion vorgelegt werden. Bisher hatte der Finanzstabilitätsrat (FSB), der im Auftrag der G20 der Branche stärker auf die Finger schauen soll, eine Aufsicht mit weniger Eingriffsrecht geplant.

Doch die Absicht des FSB, vor allem die größten Fonds ins Visier zu nehmen, hatte die Branche gegen das Vorhaben aufgebracht. Dies sei der falsche Ansatz, hatte das Investment Company Institute (ICI) – eine Lobby-Gruppe der Fonds in den USA – argumentiert. Aus europäischen Branchenkreisen verlautete, dass gerade dieser massive Protest den FSB möglicherweise zu einer härteren Gangart veranlasst haben könnte. Der FSB lehnte eine Stellungnahme ebenso ab wie das ICI. Um nach der Krise von 2007 bis 2009 neue Verwerfungen im internationalen Finanzsystem zu verhindern, hatten sich die G20 zunächst um eine strengere Kontrolle der Banken bemüht und sich dann Hedgefonds zugewandt. (Reuters, 21.8.2014)

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Erste blutet mit einer Milliarde Euro

Posted by hkarner - 1. August 2014

Seit 5 Jahren kritisieren wir das, und jetzt ht er halt was abgeschrieben. Ob das alles ist, wqa bei der Glaubwürdigkeit dieses Herren wohl zu bezweifeln ist. Gäbe es keine AQR und Stresstest der EZB, hätten wir uns wahrscheinlich noch länger pflanzen lassen müssen (von der  Kombination Treichl + Aufsichtsrat + Erste stiftung + FMA + ÖNB + Wirtschaftsprüfer) hfk

31. Juli 2014, 18:25, derstandard.at

Die Erste Group hat vor allem in Rumänien und Ungarn aufgeräumt, das hat ihr im ersten Halbjahr einen Milliardenverlust eingebrockt

Wien – Der Regen setzte akkurat ein, als der Vorstandschef der Erste Group, Andreas Treichl, seine Pressekonferenz zu den Halbjahreszahlen 2014 begann – und eigentlich hätte es hageln müssen. Die Bank hat allein im zweiten Quartal einen Verlust von rund einer Milliarde Euro eingefahren, insgesamt betrug der Nettoverlust Ende Juni 930 Millionen. 2013 gab’s noch einen Halbjahresgewinn von 302 Mio. Euro.

Der Grund für das verhagelte Ergebnis: Die Erste-Banker haben die Bilanz einmal mehr gesäubert. Rund 1,25 Mrd. Euro sind für die Aufräumarbeiten (fast nur) in Rumänien und Ungarn aufgewendet worden. Zu hohen Wertberichtigungen auf Kredite kam die Firmenwertabschreibung der rumänischen Erste-Tochter BCR. Die hat das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen 2006 mehrheitlich gekauft, 2008 dann ganz – insgesamt legte man für die BCR mehr als vier Mrd. Euro auf den Tisch. Jetzt wurden ihr restlicher Firmenwert (319 Mio. Euro), Kundenstock und Marke auf null abgeschrieben, was zusammen 854 Mio. Euro gekostet hat. Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste Bank: Was ist schiefgelaufen?

Posted by hkarner - 1. August 2014

31.07.2014 | 19:17 | Christian Höller (Die Presse)

Unter Andreas Treichl hat es die Erste Bank zu Größe gebracht. Für das zweite Quartal 2014 musste er nun wegen Wertberichtigungen in Osteuropa einen Verlust in Milliardenhöhe bekannt geben.

Wien. Die Erste Bank hat am Donnerstag für das zweite Quartal 2014 einen Verlust von 1,033 Milliarden Euro bekannt gegeben. Trotzdem stieg die Aktie. Denn die Investoren waren vorgewarnt. Bereits Anfang Juli hatte die Erste Bank für das Gesamtjahr einen Nettoverlust von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro angekündigt. Damit wird 2014 als das schlechteste Jahr in die Geschichte der Erste Bank eingehen. Die Aktionäre müssen auf die Dividende verzichten.

Schuld am Minus sind massive Wertberichtigungen auf Kredite in Ungarn und Rumänien. Zudem gibt es eine neuerliche Abschreibung auf die Tochter in Rumänien. Bereits im dritten Quartal 2011 hatte die Erste Group mit einem Milliardenverlust geschockt. Sind noch weitere negative Überraschungen zu befürchten? Hat Treichl bei der Osteuropa-Expansion etwas falsch gemacht? Die „Presse“ bringt dazu die wichtigsten Fragen und Antworten:

1 Wie ging es der Erste Bank, als Andreas Treichl Chef wurde? Den Rest des Beitrags lesen »

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Ungarn: “Aggressive Strategie der Österreicher rächt sich”

Posted by hkarner - 23. Juli 2014

Weitere Belastungen für Raiffeisen und Co

Interview | András Szigetvari, derstandard.at 22. Juli 2014, 22:42

VargaUngarns Wirtschaftsminister Mihály Varga im Interview: “Aggressive Strategie der Österreicher rächt sich”

Wenige Wochen nachdem das ungarische Parlament die Banken im Land zu einer hohen Nachzahlung an Kunden verpflichtet hat, kündigt Ungarns Wirtschafts- und Finanzminister Mihály Varga im STANDARD-Interview weitere Belastungen für die Finanzindustrie an. Noch bis zum Jahresende wolle die Regierung ein Gesetz auf Schiene bringen, mit dem in Fremdwährungen, vor allem in Franken, vergebene Hypothekendarlehen in Forintkredite umgewandelt würden, sagte Varga. Die Kosten dafür sollten als “Hauptverantwortliche“ für die problematische Situation in Ungarn – die Zahl der faulen Kredite ist enorm hoch – die Banken mittragen.

STANDARD: Herr Minister, die in Ungarn aktiven österreichischen Banken Erste und Raiffeisen beklagen, dass das Klima im Land gegenüber ausländischen Investoren schlecht ist. Mögen Sie ausländische Banken wirklich nicht, oder täuscht dieser Eindruck?

Varga: Das ist keine Frage von Gefühlen, die wir hegen. Es gibt in Ungarn keine Anfeindung von Banken. Aber wir haben mit den Finanzinstituten einen Streit über einige Fragen und am meisten darüber, wie mit den Fremdwährungskrediten weiter zu verfahren ist. Wir denken, dass die Banken ihre Kunden hier vielfach unanständig behandelt haben. Während sie früher mit den Fremdwährungsgeschäften Extragewinne gemacht haben, waren sie nach Ausbruch der Krise nicht gewillt, ihren überschuldeten Kunden entgegenzukommen.

STANDARD: Wie groß ist das Problem mit den Frankenkrediten heute?  Den Rest des Beitrags lesen »

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EU-Experten warnen: Europas Banken müssen auf Diät gesetzt werden

Posted by hkarner - 2. Juni 2014

02.06.2014, 17:16 Uhr, handelsblatt.com

Europas Bankensektor ist zu fett, meint ein Expertengremium von EU-Finanzwissenschaftlern. In einer Studie vergleicht es die europäischen Institute mit einem Übergewichtigen – und empfiehlt eine Diät.

Die Banken in Europa müssen schlanker werden, empfiehlt ein Expertengremium der EZB – sonst drohen neue Krisen.

Düsseldorf. Europas Bankensektor hat zu viel Speck angesetzt, zu diesem Schluss kommt eine Studie für den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB). Der Risikorat (ESRB/European Systemic Risk Board) ist Teil der neuen europäischen Finanzmarktaufsicht. Die EU-Staaten schufen 2010 gleich mehrere neue Aufsichtsbehörden, die seit Anfang dieses Jahres über die Märkte wachen. Dafür nähern sich die Wissenschaftler um den Ausschussvorsitzenden Marco Pagano, Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch und Martin Hellwig vom Max-Planck-Institut dem Bankensektor wie ein Arzt seinem Patienten und machen zunächst eine Bestandsaufnahme.

Ob bei Größe, Wachstum, Konzentration oder Verschuldungsgrad – das Ergebnis der Wissenschaftler ist eindeutig. „Im Bezug auf all diese Indikatoren ist unser Patient unnormal schwer.“ So schwer, dass er sogar keinen positiven Beitrag zur europäischen Wirtschaftsleistung mehr erbringen könne. „Der europäische Bankensektor hat eine Größe erreicht, in der sein marginaler Beitrag zum Wachstum der Realwirtschaft winzig oder sogar negativ ist“, so die Autoren. Und: „Aufgeblasene Bankensysteme haben das Potential, weitere Banken und Schuldenkrisen zu verursachen.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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