Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Müller’

EZB Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank an

Posted by hkarner - 21. November 2019

Dank an H.G.

Erstmals hat ein Mitglied des EZB-Rats öffentlich die Möglichkeit angedeutet, dass die Zentralbank künftig auch Aktien in ihre Bilanz aufnehmen könnte. In Japan und der Schweiz praktizieren die Notenbanken bereits diese direkte Finanzierung von Unternehmen mit aus dem Nichts geschaffe-nen Geld.

20.11.2019, 16:28, dwn

EZB-Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank a…https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/501076/EZB-Ratsmitglied…

EZB-Ratsmitglied Madis Müller hat gesagt, dass die Europäische Zentralbank ihr Programm zum Kauf von Wertpapieren ausweiten könnte, wenn sich die wirtschaftliche Situation im Euroraum deutlich verschlech-tert. Zwar nannte er keine konkreten Vermögenswerte, doch seine Ausführungen deuten klar auch auf den möglichen Kauf von Aktien durch die Zentralbank hin. Den Rest des Beitrags lesen »

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Großbritannien gegen die EU: Europa lässt sich nicht auflösen

Posted by hkarner - 20. November 2018

Date: 19-11-2018
Source: SPIEGEL Eine Kolumne von Henrik Müller

Der Brexit-Tumult zeigt: Die EU ist derart eng zusammengewachsen, dass ein Austritt faktisch kaum möglich ist – jedenfalls nicht zu vertretbaren Kosten. Aus dieser Erkenntnis erwachsen neue Chancen.

Das Brexit-Abkommen offenbart eine simple Tatsache: Die Europäer bilden längst eine Schicksalsgemeinschaft, die sich nicht so einfach auflösen lässt.

Drei Millionen Bürger aus anderen EU-Ländern leben auf den Inseln, eine Million Briten auf dem Kontinent. Wirtschaftlich, rechtlich, auch ganz persönlich – die Europäer sind nach Jahrzehnten der Integration voneinander hochgradig abhängig. Die Länder Europas sind inzwischen so eng verflochten, dass sich diese Verbindungen eigentlich nicht mehr lösen lassen, jedenfalls nicht zu halbwegs vertretbaren Kosten. (Achten Sie kommenden Sonntag auf den Gipfel der übrigen 27 EU-Regierungschefs.)

Leider ist diese Erkenntnis noch nicht in die politischen Debatten vorgedrungen, weder in Großbritannien noch auf dem Kontinent. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Press’s Cult of Trump

Posted by hkarner - 21. Juni 2018

Date: 20-06-2018
Source: The Wall Street Journal By Patrik Müller

He thrives on media obsession. We’ve seen it in Switzerland.

President Donald Trump speaks to reporters at the White House, June 15.

As a Swiss journalist, I’ve followed U.S. politics and media since the Clinton administration. But when I moved to Boston five months ago for a sabbatical, I got a new perspective, and it has stunned me. I’m subscribed to several major newspapers, including the New York Times, Washington Post and Boston Globe. Too much of the press is obsessed with the president.

In the Times, I counted 14 articles dealing with Mr. Trump in a recent Friday edition. One of them, an editorial, was titled “The Cult of Trump” and accused Republicans of revolving around a man rather than ideas. Could it be that the media’s excessive Trump coverage is a kind of cult, too? Could it be that, as important as this presidency indeed is, other relevant issues are crowded out?

To be sure, the media must report and comment at length on events like the Group of 7 and North Korea summits. They must analyze in detail the Iran-deal withdrawal, the imposition of tariffs, and turnover in the administration. It is journalists’ duty to investigate and criticize every president and administration. Den Rest des Beitrags lesen »

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Politische Instabilität: Deutschland sucht den Super-Kanzler

Posted by hkarner - 11. Februar 2018

Date: 11-02-2018
Source: SPIEGEL Eine Kolumne von Henrik Müller

Bislang galt die Bundesrepublik als globaler Stabilitätsanker. Aber das ändert sich gerade: Das Führungschaos in der SPD hat das Potenzial, eine explosive Kettenreaktion auszulösen.

Kanzleramt

Im Land der Langeweile ist plötzlich was los. Bis Freitag schien das politische Deutschland noch hübsch geordnet. Schon wieder GroKo – bekanntes Personal, bescheidene Veränderungen, kein Aufbruch. Die nächste Große Koalition versprach Deutschland, Europa und dem Rest der Welt nicht viel, aber immerhin eines: Stabilität.

Und jetzt das! Die SPD verdrängt ihren Vorsitzenden, der eben noch die GroKo-Verhandlungen geleitet und erfolgreich abgeschlossen hat. Martin Schulz ist weg. Wie und durch wen jetzt noch die Parteibasis von der Zustimmung zum Koalitionsvertrag überzeugt werden soll, ist offen. Nun könnte eine explosive Kettenreaktion in Gang kommen.

Die Bundesrepublik, die in den vergangenen Jahren stets wie ein Fels in einem Weltmeer von Unsicherheit wirkte, wankt plötzlich.

Es ist durchaus möglich, dass wir kurz vor der Kernschmelze des deutschen Parteiensystems stehen – mit weitreichenden Folgen. Das ist keineswegs übertrieben. Was anderswo möglich war, kann auch in Deutschland passieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kann Bewegungspolitik die europäische Demokratie erneuern?

Posted by hkarner - 4. Januar 2018

Jan-Werner Mueller

Jan-Werner Mueller is a professor of politics at Princeton University. His latest book is What is Populism?

PRINCETON – Viele Menschen rechneten damit, dass ganz große politische Geschichte des Jahres 2017 der Triumph des Populismus in Europa sein würde. Aber es kam anders. Als größte Geschichte erwiesen sich vielmehr selbsternannte „Bewegungen“, die traditionelle politische Parteien völlig umdrehten oder an deren Stelle traten.  

Man denke an die Bewegung La République En Marche! des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die im vergangenen Frühjahr sowohl die Präsidenten- als auch die Parlamentswahlen in Frankreich beherrschte. Oder man denke daran, wie der 31-jährige Sebastian Kurz Ende des Jahres österreichischer Bundeskanzler wurde, nachdem er die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) zu einer Bewegung namens „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ umgekrempelt hatte.

In ganz Europa erleben immer mehr Wähler die traditionellen politischen Parteien als eigennützig und machthungrig. Auch in den Entwicklungsländern werden etablierte Parteien wie der Afrikanische Nationalkongress (ANC) in Südafrika mittlerweile weithin als korrupt wahrgenommen. In vielen Fällen wandelten sich traditionelle Parteien zu Strukturen, die von Politikwissenschaftlern als „Kartelle“ bezeichnet werden: sie bedienen sich staatlicher Ressourcen, um an der Macht zu bleiben und, ungeachtet ihrer politischen Unterschiede, arbeiten sie zusammen, um Herausforderer fernzuhalten.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Brexit und die Wirtschaft: Der Abstieg hat begonnen

Posted by hkarner - 18. Dezember 2017

Großbritannien spürt die Folgen des anstehenden EU-Ausstiegs. Die Wirtschaft lahmt, die Preise steigen. Lässt sich der Brexit doch noch rückgängig machen?

Eine Kolumne von

Im Englischen gibt es ein paar deutsche Lehnwörter, die ein nicht eben schmeichelhaftes Licht auf uns werfen. Schadenfreude gehört dazu. Ebenso Katzenjammer. Und natürlich Angst. All diese Worte sind fehl am Platz, wenn es um den Brexit geht.

Der britische Ausstieg aus der EU ist eine Tragödie. Ein politisches Schockereignis, das eigentlich nie hätte stattfinden dürfen. Doch so wird es wohl geschehen: Mit knapper Mehrheit per Volksabstimmung bei geringer Wahlbeteiligung entschieden, ist Britannien auf dem Weg, die EU zu verlassen. Etwa die Hälfte der Verhandlungsfrist ist bereits verstrichen. Was am Ende dabei herauskommt, ist offen.

Nach wie vor ist ein harter Brexit möglich, also ein Ausstieg Britanniens ohne Abkommen mit der EU – womöglich in heftigem Streit, mit offenen Rechnungen und zerbrochenem Porzellan. Aber immerhin: In der abgelaufenen Woche sind die Chancen auf eine freundschaftliche Trennung gestiegen. Der EU-Gipfel hat die Weichen gestellt, sodass die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen beginnen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kritik ohne Kritiker – das seltsame Lob des ökonomischen Mainstreams

Posted by hkarner - 14. August 2017

Christian Müller, 9. Aug. 2017 Ökonomenstimme

Die Mainstream-Ökonomik sieht sich in der Kritik und kritisiert wiederum die Kritiker. Doch diese bleiben erstaunlich namenlos und verteidigt werden vor allem die Methodik und ihre mathematische Modellierung. Dabei ist auch die Mainstream-Ökonomik an sich schon weiter, wie dieser Beitrag zeigt.

In den letzten Wochen erschienen in der gedruckten deutschen Presse und in diversen Online-Foren mehrere Beiträge von Volkswirten, die alle die Absicht verfolgen, den ökonomischen „Mainstream“ gegen Kritik in Schutz zu nehmen. Die Ökonomenstimme hat zuletzt Dirk Niepelt (4. August 2017) das Wort gegeben.[ 1 ]

Der augenfällige Anlass für die Verteidigung der Volkswirtschaftslehre sind die anhaltenden Nachwirkungen der Finanzmarktkrise, die auch die Frage nach theoretischen Erklärungen für die Krise aufwirft. Angesichts der Ahnungslosigkeit der meisten Volkswirte sowie der anerkannten Unfähigkeit, die Krise in den üblichen Modellen adäquat abzubilden, erscheint eine Verteidigung der Volkswirtschaftslehre durchaus angezeigt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie wir den Euro – und damit Europa retten können

Posted by hkarner - 3. April 2017

Europa versucht, sich neu zu erfinden. In den kommenden Monaten soll die große Reformdiskussion in Gang kommen. Entscheidend wird am Ende aber nur eins sein: Ob es gelingt, den Euro zu retten.

 Eine Kolumne von , spiegel.de
 Die Briten gehen, und die übrigen 27 Staaten haben sich geschworen zusammenzubleiben. Nun wollen sie die EU umbauen, damit sie ihr Versprechen auch halten können. Kann das gelingen?
 Es wird spannend für Europa. Wieder einmal.

Ein Diskussionsprozess hat begonnen. Nach und nach werden in den kommenden Monaten immer neue Ideen auf den Markt kommen. Viel Papier, viele wohlklingende Absichten.

Entscheidend aber wird am Ende eine einzige Frage sein: Können sich die Nationen der Eurozone dazu durchringen, eine echte Währungsunion zu schaffen?

Wenn das gelänge, würden sie beweisen, dass es einen harten Kern Europas gibt, der unverbrüchlich zusammenbleiben will. Und wenn es schiefgeht? Dann würden sich die Chancen für die EU insgesamt rapide verschlechtern.

Der Euro ist nicht nur Geld Den Rest des Beitrags lesen »

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Wirtschaft und Populismus: Das Ende der Trump-Blase

Posted by hkarner - 26. März 2017

Date: 26-03-2017
Source: Spiegel: Eine Kolumne von Henrik Müller

Der US-Präsident hat sich nach zwei Monaten bereits festgefahren, die anfängliche Euphorie der Wirtschaft verfliegt. Grund zur Schadenfreude? Keineswegs. Donald Trump kann noch eine Menge Schaden anrichten.

Populistische Politik ist schwer vorherzusagen. Sie folgt keinem berechenbaren Kurs. Sie basiert nicht auf Programmen, sondern setzt auf Überraschung und Effekt. Sie zielt auf Stimmungen, die im Zweifel wichtiger sind als Prinzipien. Doch Stimmungen können sich rasch ändern.

Anleger und Spekulanten hatten US-Präsident Donald Trump eine Menge zugetraut. Steuersenkungen, ein großes Infrastrukturprogramm, Deregulierung – all das versprach steigende Unternehmensgewinne. Entsprechend legten die Aktienkurse kräftig zu.

Nun kehrt Ernüchterung ein. Trump hat in der abgelaufenen Woche für seine Gesundheitsreform im Repräsentantenhaus keine Mehrheit zusammenbekommen und das Projekt erst mal abgesagt. Die Zweifel wachsen, ob er überhaupt etwas bewegen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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Manifest zur Wiederauferstehung der Sozialdemokratie

Posted by hkarner - 27. September 2016

Wahrscheinlich hat er sogar recht (mit der Notwendigkeit der Wiederauferstehung als Korrektiv): aber das mit Kern und Gabriel ? (hfk)

Von Sebastian Müller, Makroskop, 23/9

Die Sozialdemokratie wird mehr denn je gebraucht. Doch ihr droht die Bedeutungslosigkeit. Um wieder eine gestaltende politische Rolle spielen zu können, benötigt sie ein neues intellektuelles Fundament. Die Bausteine dafür gibt es bereits.

Die Sozialdemokratie Europas liegt in Trümmern. Mit ihr, das ist mit dem Fall der Mauer, spätestens aber seit der Finanzkrise 2007/2008 offenbar, befindet sich die gesamte kulturelle Linke in einer existenziellen Orientierungskrise. Doch wie kann sie aus diesen Ruinen wieder auferstehen?

Erster Schritt der Auferstehung: Finde die Ursachen

Mit dem Ende des real-existierenden Sozialismus war in der öffentlichen Wahrnehmung pauschal auch die Rolle des Staates als Element einer emanzipatorischen Strategie diskreditiert. Wirtschaftspolitische Konzepte, die wie die Planwirtschaft oder Globalsteuerung auf einer aktiven, dirigistischen Rolle des Staates basierten, wurden zu gescheiterten Ideologien erklärt. Seitdem und bis heute ist der Neoliberalismus das herrschende Paradigma. Ob in der politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Sphäre – unser Handeln hat marktkonform zu sein. Die „Märkte“ als die unbestimmte informelle Kraft bestimmen unser Denken. Und sie haben die Sozialdemokratie eine fast bedingungslose Kapitulationserklärung unterzeichnen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

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