Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Europas Politiker verstehen nicht, wozu man Banken braucht

Posted by hkarner - 1. Mai 2018

Dank an R.K.

Die Bankenkrise – in 5 Minuten! Außergewöhnlich scharf analysiert! Und fast alles richtig! (hfk)

Die Regulierung der Banken in Europa läuft in die falsche Richtung: Sie schränkt die Kredit-Vergabe ein und treibt die Banken in gefährliche Spekulationsgeschäfte.

Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt.

Vor wenigen Tagen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Widerstand gegen eine europäische Einlagensicherung abgeschwächt. Nur um die Achse zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu stützen? Oder meint man in der Bundesregierung, dass die deutschen Banken bereits so schwach sind, dass auch Deutschland eines Tages auf ein europäisches Sicherheitsnetz angewiesen sein könnte?

Die bislang von Deutschland vertretene Position, dass nicht alle Banken für alle Banken haften können, weil dann alle unkontrolliert in einen Krisensog geraten, ist unverändert richtig und müsste europaweit vertreten werden.

Merkel nannte zudem als Bedingung, dass zuerst die Banken generell ihre maroden Kredite bereinigen müssten, bevor eine europäische Einlagensicherung in Kraft treten könne. Dieses von den Bankenaufsehern vertretene Argument klingt überzeugend und wirkt wie der Teil einer verantwortungsvollen Politik. Der Schlachtruf „zuerst muss sauber gemacht werden“ ist aber paradoxerweise genau das Kernstück der katastrophal falschen Bankenpolitik, die seit der Finanzkrise 2008 und schon davor betrieben wird.

„Die schlechten Kredite“ ist ein realitätsferner Begriff Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe’s banks are stronger than they were, but not strong enough

Posted by hkarner - 2. Dezember 2017

Date: 30-11-2017
Source: The Economist

A marathon of regulatory reform has further to run

THE permanent revolution rumbles on. Ten years after the financial crisis, Europe’s bankers must wonder whether the regulatory upheaval will ever cease. Next month two European Union directives start to bite. MiFID2 will make trading more transparent and oblige banks to charge clients separately for research; PSD2 will expose banks to more competition from technology companies, and each other, in everything from payment services to budgeting advice. A new accounting rule, IFRS 9, also kicks in, demanding timelier provisions for credit losses. The global capital standards drawn up after the crisis, Basel 3, may at last be on the verge of completion—implying yet another uptick in equity requirements for some European lenders.

Amid this blizzard of letters and digits, the European Commission is pushing ahead on yet another front. It is urging governments and the European Parliament to complete the EU’s banking union by 2019 and thus cut the “doom loop”, in which weak banks and sovereigns drag each other down. Because regulators treat all euro-area government bonds, regardless of origin, as risk-free, banks have an incentive to load up on them in order to economise on equity; and they favour their home governments’ bonds. Should the sovereign-bond prices fall, as they did in Greece, local banks take a big hit; if governments have to prop up lenders, the spiral goes on down. Den Rest des Beitrags lesen »

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Neue Banken-Krise in Europa: Ein Funke reicht für das Pulverfass

Posted by hkarner - 29. August 2016

Sensationell gut! (hfk)

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Die neue Finanzkrise, von der immer wieder gewarnt wird, ist längst im Gang. Zahlreiche große Krisenherde üben ihre zerstörerische Wirkung bereits aus. Es kann jederzeit zur Explosion kommen, wenn nur eine Maßnahme zu einer fatalen Reaktion führt und sich als Funke erweist, der in ein Pulverfass fällt.

Black Hole CCJackson Hole könnte zum Black Hole für das Finanzsystem werden.

Auch Deutschland als Wirtschaftsprimus Europas ist vor einer europäischen Banken-Krise nicht gefeit. Der Internationale Währungsfonds fand Ende Juni harte Worte für die Deutsche Bank: „Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank am stärksten zu systemischen Risiken beizutragen.“

Die Notenbanker haben sich in Jackson Hole als hilflos erwiesen. Statt zu agieren, wollen sie den bekannten, falschen Weg weitergehen – wohl bis zum bitteren Ende.

Die Verantwortlichen könnten reagieren. Könnten. Es hat aber nicht den Anschein, als ob in der EU-Kommission, im EU-Parlament oder in der EZB die Dimension der Gefahr erkannt wird. Bis vor kurzem haben sich auch die Unternehmerverbände und die Finanzwirtschaft nicht mit angemessenen Warnungen zu Wort gemeldet. Mittlerweile sind die Probleme so gravierend geworden, dass die Alarmrufe immer zahlreicher und deutlicher werden.

Der Katalog der Krisenherde ist lang. Die Liste der notwendigen Korrekturen etwas kürzer.

Krisenherd Nummer 1: Die niedrigen Zinsen ruinieren die Sparer

Die von der Europäischen Zentralbank unter Präsident Mario Draghi erzwungenen Niedrigzinsen belasten alle Vorsorge-Maßnahmen. Die Sparguthaben sind unattraktiv. Die klassischen Lebensversicherungen können in der gewohnten Form nicht mehr angeboten werden, bei den bestehenden Verträgen ist die Einhaltung der Kapital- und Renten-Garantien unter Druck. Hier finden eine stille Enteignung der Sparer und eine Demontage der Altersvorsorge statt.

Krisenherd Nummer 2: Die offizielle Enteignung der Einleger Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Banken-Krise: Wenig Aussicht auf Erholung

Posted by hkarner - 15. August 2016

Eine geniale – und verständliche noch dazu – Darstellung des systemischen Problems der Banken! (hfk)

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Die europäischen Banken haben im Grunde wenig Chancen auf Erholung: Im Kredit-Geschäft sind sie überreguliert, für die wirklichen Risiken wie die Derivate gibt es keinen Schutz. Die falsche Banken-Politik bedeutet das Ende einer Erfolgsgeschichte.

 

Kein Tag vergeht ohne eine Horrormeldung aus dem Bankwesen: Tausende Arbeitsplätze werden eingespart. Hunderte Filialen werden geschlossen. Den Banken fehlen 100 Mrd. Euro Eigenkapital. Die Situation ist so dramatisch, dass auch groteske Meldungen zu lesen sind: Der Stresstest habe zwar gezeigt, dass die Banken die Vorgaben der Aufsicht bei weitem nicht erfüllen, aber trotzdem seien die Institute in der Lage eine neuerliche Finanzkrise zu überstehen.

Wie ist der einst stolze Bankenapparat so weit gekommen?

Wenig beachtet wird der Umstand, dass zahlreiche Banken von den siebziger Jahren weg eine problematische Entwicklung genommen haben: Das Kreditgeschäft geriet durch einen übertriebenen Wettbewerb unter Druck, die Banken überschätzten die Möglichkeiten des Aktienhandels wie der Verbriefung von Forderungen und forcierten die spekulativen Derivate.

Spätestens nach der Finanzkrise 2008 wäre eine Neuorientierung erforderlich gewesen. Zu diesem Zeitpunkt begann aber die Politik durch eine Reihe falscher Maßnahmen die Situation dramatisch zu verschärfen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bankers hope an obscure law will preserve the City’s access to the EU

Posted by hkarner - 11. Juli 2016

Date: 10-07-2016
Source: The Economist
Subject: MiFID: Financial tonic

THERE was a time when a mention of MiFID 2, a complex European regulation, elicited groans from financial types in the City of London. Since Britain voted to leave the European Union, however, it has become a source of hope. That is because a clause in the second iteration of the Markets in Financial Instruments Directive, to give it its full name, seems to provide financial firms outside the EU, as those in the City may soon be, with a means to provide services to customers inside it.

The provision in question allows financial firms from outside the EU to offer trading, brokerage and underwriting services to European institutional (but not retail) clients, as long as the regulatory regime where they are based is deemed “equivalent” to that of the EU. In theory, there should be no doubt about the equivalence of Britain’s laws, points out Jonathan Herbst of Norton Rose Fulbright, a law firm, as long as Britain continues to implement European rules until its exit. This suggests that for banks and brokerages based in London it should be business as usual. Den Rest des Beitrags lesen »

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