Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Marin’

Ökonom Sinn: Pensionen sollten an Kinderzahl gekoppelt werden

Posted by hkarner - 7. Juni 2017

7. Juni 2017, 15:37 derstandard.at

Österreich sei bei der Altersvorsorge ein Nachzügler, vor allem die zweite Pensionssäule müsste gestärkt werden

Wien – Österreich hinkt in der Altersvorsorge im europäischen Vergleich hinterher. Auf diesen Punkt konnten sich Bernd Marin, Gründer des Europäischen Bureaus für Politikberatung und Sozialforschung, und der ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einem Pressegespräch am Mittwoch einigen. Kritik gab es vor allem an der zweiten Säule, der Betriebspension. Diese ist laut Marin in Österreich ein Minderheitenprogramm. „Politik und Interessenverbände agieren häufig unfassbar verantwortungslos“, sagt der Sozialwissenschafter. Er vergleicht Pensionen mit Vorsorgeuntersuchungen und Safer Sex: Jeder wisse, dass es gut sei, und halte sich dennoch nicht immer daran. „Österreicher sind Vorsorgemuffel.“ Als Lösung nennt Marin die Integrierung von Firmenpensionen in Kollektivverträge.

Pension abhängig von der Kinderzahl

Sinn geht einen Schritt weiter und plädiert für die Schaffung einer weiteren Pensionssäule, abhängig von der Anzahl der eigenen Kinder: „Junge Leute müssen, wenn sie ins Arbeitsleben eintreten, über ein Pflichtsparprogramm sparen, und wenn sie dann Kinder kriegen, wird dieses Ersparnis sukzessive mit jedem weiteren Kind erlassen“, erklärt Sinn. Als Ausgleich würden Eltern eine zusätzliche umlagefinanzierte Pension erhalten. Kinderlose Menschen hätten aufgrund der wegfallenden Kosten der Kindererziehung mehr Ressourcen und müssten „halt weiter sparen“. Das derzeitige Modell sieht Sinn aufgrund der niedrigen Geburtenrate gefährdet: „Die Babyboomer wollen in 15 Jahren eine Pension von Kindern haben, die es nicht gibt.“ Das System der umlagefinanzierten Pension beschreibt er als paternalistisch: „Eltern erbringen Erziehungsleistungen, aber die Arbeitskraft steht später nicht den Eltern zur Verfügung, sondern der Gemeinschaft insgesamt.“ Marin bezeichnet diese Idee als reaktionär, auch die Idee einer alternden Gesellschaft treffe nicht zu: „Europa verjüngt sich eher, als dass es altert.“

Vorsorgewüsten und Vorsorgeparadiese

Viel Kritik gibt es von Marin auch an der „Koexistenz aus Vorsorgewüsten und Vorsorgeparadiesen“ in Österreich. Laut aktuellen Berechnungen der Statistik Austria (Stand 2015) beziehen rund 2,3 Millionen Menschen in Österreich eine Pension, tatsächlich ausgezahlt werden jedoch 2,7 Millionen Pensionen. Die Schräglage ergibt sich aus Doppel- und Mehrfachpensionen: 14 Prozent aller Pensionisten erhalten zwei oder mehrere Renten. „Eine dreiviertel Million bis eine Million Menschen sind im besten Erwerbsalter und beziehen eine Pension“, sagt Marin. Kritik gibt es auch an „Übergenüssen bei staatlichen Pensionen und Luxusrenten im geschützten Sektor“. Als Beispiel nennt Marin ehemalige Angestellte der Bundesbahnen, deren Pensionen teilweise höher seien als die Einkommen aktiver Mitarbeiter. „Das Pensionssystem muss ein Gesamtkunstwerk sein“, sagt Marin – eine Neujustierung sei notwendig, stehe in Österreich aber noch weitgehend aus. Er schlägt eine Konsolidierung der ersten Säule, der gesetzlichen Pension, und eine Stärkung der zweiten Säule vor. Staat und Betriebe müssten dabei Hand in Hand gehen. Die dritte Säule der privaten Vorsorge würde nach Marin erst nach der Sanierung der ersten beiden eine Rolle spielen. Dazu gehöre auch die Abschaffung des nach Geschlecht unterschiedlichen Pensionsantrittsalters, das der Rentenexperte eine „zurückgebliebene Idee“ nennt. (lauf, 7.6.2017) – derstandard.at/2000058878346/Oekonom-Sinn-Pensionen-sollten-an-Kinderzahl-gekoppelt-werden

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Restoring Competition in the Digital Economy

Posted by hkarner - 18. Mai 2017

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What’s the Matter With Austria?

Posted by hkarner - 15. Juni 2016

Photo of Dalia MarinFor Austrian Insiders: Dalia is the wife of Bernd Marin (hfk)

Dalia Marin

Dalia Marin is Chair of International Economics at the University of Munich and a senior research fellow at Breugel, the Brussels-based economic think tank.JUN 15, 2016, Project Syndicate

MUNICH – Last month, Austria avoided the election of a president from the xenophobic Freedom Party by the skin of its teeth. Indeed, the Freedom Party is now challenging the result. Given the worrying nature of the populist challenge, and its implications for European politics and the handling of the refugee crisis, it is important to diagnose what ails Austria, so that the cure doesn’t end up being worse than the disease.

Austria was once lauded as Germany’s more successful neighbor, one of Europe’s fastest-growing countries. But its economy has been sputtering since 2012, with GDP up last year by a meager 0.7%; only Greece and Finland performed more poorly. And Austria’s unemployment rate has soared, from 5% in 2010 to 10% today.

These developments have their origins in how Austria engaged with Central and Eastern Europe after the fall of communism. At first, Austria benefited from the European Union’s eastern enlargement. International trade soared, Austrian firms invested heavily in the region, and Austrian banks opened subsidiaries there, financing these countries’ modernization. All of this was good for business, and the Austrian economy grew rapidly. Den Rest des Beitrags lesen »

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Germany is Not Volkswagen

Posted by hkarner - 7. Oktober 2015

Photo of Dalia MarinIt takes an Austrian lady to tell the Germans what they are good at! (hfk)

Dalia Marin

Dalia Marin is Chair of International Economics at the University of Munich and a senior research fellow at Breugel, the Brussels-based economic think tank. Dalia Marin ist eine österreichische Volkswirtschaftlerin (Wikipedia).

OCT 7, 2015, Project Syndicate

MUNICH – The Volkswagen scandal has raised questions about the German model of production. If the success of the company’s diesel-powered vehicles was due in part to fraudulent efforts to conceal the amount of harmful pollutants they emitted, will similar revelations at other companies call into questions the country’s transformation from “the sick man of Europe” to an export-driven economic powerhouse?

Fortunately, the answer is almost certainly no. Germany’s competitive advantage has less to do with chicanery than with how its firms are structured and the culture in which they operate. Germany’s leading car company is an exception to the manufacturing rules that have driven the country’s success, not an example of them. Den Rest des Beitrags lesen »

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