Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Posts Tagged ‘Liebscher’

„Die Saat der nächsten Krise“: Exnotenbanker attackieren Geldpolitik

Posted by hkarner - 5. Oktober 2019

Kritik an EZB

Früherer Nationalbankchef Klaus Liebscher, der einstige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark, und andere warnen vor gefährlichem Kurs der EZB

Mario Draghis Geldpolitik ist umstritten. Demnächst wird ihm Christine Lagarde an die Spitze der EZB folgen.

Frankfurt/Wien – Sechs frühere europäische Zentralbankchefs kritisieren den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) scharf. Unter den Unterzeichnern sind etwa der frühere Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Klaus Liebscher, die Deutschen Jürgen Stark (2011 als Chefökonom der EZB zurückgetreten) und Otmar Issing (ehedem EZB-Ratsmitglied) und der frühere Präsident der Deutschen Bundesbank. Helmut Schlesinger. Sie kritisieren in ihrem zweiseitigen Brief die ultralockere Geldpolitik der EZB und ihrem Präsidenten Mario Draghi. Sie sei bisher nicht erfolgreich gewesen und ziele möglicherweise darauf ab, verschuldete Regierungen zu finanzieren.

Die früheren Banker, zu denen auch die früheren Notenbank-Gouverneure der Niederlande und Frankreichs zählen, werfen der EZB zudem vor, ihr jüngster „aggressiver Stimulus“ sei ungerechtfertigt, trage zur Preissteigerung von Immobilien bei und könnte die Saat sein, die die nächste Krise auslösen könnte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die letzten Tage der Fimbag

Posted by hkarner - 27. Juni 2016

„Weitestgehend alles erfüllt!“ Genau: an Inkompetenz, Unfähigkeit (Unwillen?) zu kontrollieren, Unklarheit (ÖVAG, Hypo, Kommunalkredit). Mit zwei „Kultpensionisten an der Spitze: Liebscher und 33.000 € p.m. Pensionisten Wala. Wollen Sie den Überblick auf deren Qualität haben, suchen Sie ruhig auf diesem Blog nach „Fimbag“. (hfk)

27.06.2016 | 18:00 |  (Die Presse)

Die staatliche Bankenholding Fimbag legt wie geplant mit 30. Juni ihre Arbeit nieder.

Wien. Die staatliche Bankenholding Fimbag wird wie geplant aufgelöst: Mit 30. Juni legt sie ihre Arbeit nieder. Die verbleibenden Aufgaben wurden an das Finanzministerium und die Abbaumanagementgesellschaft des Bundes übertragen, teilte die Fimbag am Montag mit.
Die Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes war im Jahr 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als Tochtergesellschaft der damaligen Staatsholding ÖIAG (heute Öbib) gegründet worden, um negativen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf österreichische Banken vorzubeugen.

Aufgabe der Fimbag war es, als Treuhänderin des Bundes für von der Republik Österreich übernommenes Partizipations- und Aktienkapital zu einer Rekapitalisierung heimischer Banken beizutragen. Als Höchststand hatte sie von fünf Banken begebene Partizipationsscheine mit einem Gesamtnennwert von 5,4 Mrd. Euro in ihrem Treuhandbestand.

„Weitestgehend alles erfüllt“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Das teure Netzwerk der Wegschauer

Posted by hkarner - 3. November 2015

Tut mir leid: aber über die höchst gefährliche Rolle der Fimbag und ihre Mittäterschaft habe ich oft genug berichtet (hfk):

03.11.2015 | 18:13 | Josef Urschitz (Die Presse)

Im Hypo-Skandal hatten die Steuerzahler keine Verbündeten.

Dass Nationalbank und FMA im Hypo-Skandal eine, nun, sagen wir: hinterfragenswerte Figur gemacht haben, wissen wir schon. Bei der staatlichen Fimbag waren wir da nicht so sicher. Mangels Bedeutung. Das war ja nicht viel mehr als eine Beschäftigungstherapie für zwei Nationalbank-Pensionisten, denen man sozusagen im Nebenjob für vergleichsweise wenig Geld eine Art Aufsichtsrolle über die Verwendung der Bankenhilfspakete übertrug.

Die gestrigen Aussagen des Rechnungshof-Präsidenten (siehe Bericht auf Seite 16) relativieren das allerdings ein bisschen: Wenn die Fimbag knapp vor der Notverstaatlichung volle Einsicht in die Bücher der damaligen Bayern-Tochter Hypo Alpe Adria gehabt hätte, darauf aber generös verzichtet hat, dann ist sie leider Teil jenes Wegschauer-Netzwerks, das uns Steuerzahler jetzt so teuer kommt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo: Fimbag kritisiert und aufgelöst

Posted by hkarner - 3. November 2015

03.11.2015 | 18:13 |  (Die Presse)

Die staatliche Bankenbeteiligungsgesellschaft Fimbag habe ihre Aufgabe „bei Weitem“ nicht erfüllt, sagt Rechnungshofpräsident Josef Moser. Ab Juni 2016 ist die Fimbag Geschichte.

Wien. Rechnungshofpräsident Josef Moser übte im Hypo-Untersuchungsausschuss des Parlaments heftige Kritik an der staatlichen Bankenbeteiligungsgesellschaft Fimbag. Zur selben Stunde beschloss der Ministerrat die Auflösung dieser „Banken-ÖIAG“, die für die Abwicklung der Pleitebanken Hypo Alpe Adria, Kommunalkredit und ÖVAG zuständig war – dabei aber nicht immer eine besonders gute Figur gemacht hatte.

Vielleicht war das zeitliche Zusammentreffen der beiden Ereignisse wirklich Zufall, doch es hatte hohen Symbolgehalt: Ist die Fimbag doch Teil des Multiorganversagens, das den Kärntner Hypo-Skandal für alle österreichischen Steuerzahler erst so richtig teuer machte.

Einschau in die Bücher

Im Falle Fimbag hatte Rechnungshofchef Moser folgendes zu berichten: Die 2008 gegründete Fimbag hätte im Dezember dieses Jahres nach der Gewährung von staatlichem Partizipationskapital die Möglichkeit gehabt, in die Bücher der damals mehrheitlich in bayerischem Besitz stehenden Hypo Alpe Adria Einschau zu nehmen und den genauen Status der Bank festzustellen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo-Pleite: Wie ignorant darf ein Notenbankchef sein?

Posted by hkarner - 24. September 2015

Liebscher ist sicher eine Schlüsselperson für den Verfall von Kompetenz und Sitten im österr. Bankwesen. Aber natürlich: „Wasch mir den Pelz und mach mich nicht nass!“ (hfk

24.09.2015 | 17:06 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Kolumne. Ein Ex-OeNB-Gouverneur, der die Hypo-Prüfberichte des eigenen Hauses nicht kennen will, eine Abbaubank, die dem Parlament wichtige Dokumente vorenthält: Der Hypo-Skandal artet immer mehr in Steuerzahlerfrotzelei aus.

Was macht eigentlich so ein Nationalbankgouverneur, wenn der Tag lang ist? Nach dem gestrigen, reichlich präpotenten Auftritt des ehemaligen OeNB-Gouverneurs Klaus Liebscher vor dem Hypo-Untersuchungsausschuss des Parlaments können wir die Frage zumindest für die Jahre 1998 bis 2008 beantworten: Nichts wirklich Essenzielles.

Wir dürfen uns das ungefähr so vorstellen: Im Süden des Landes beginnt eine damals durchaus systemrelevante Bank nach vorerst vertuschten Swap-Verlusten zu krachen. Die für Bankenprüfung zuständige OeNB erstellt einen sehr kritischen Prüfbericht, in dem von mehreren Gesetzesverstößen und von Geldwäscheverdacht die Rede ist. Aber der Chef der OeNB erfährt nichts davon. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Auch andere hatten Mängel wie die Hypo“

Posted by hkarner - 24. September 2015

24.09.2015 | 17:06 |  (Die Presse)

Klaus Liebscher verteidigt am Donnerstag im Hypo-Untersuchungsausschuss die Rolle der Nationalbank.

Wien. Klaus Liebscher ist eine der Schlüsselpersonen, wenn es um die Aufklärung rund um die Hypo Alpe Adria geht. Immerhin war der Bankmanager Hypo-Aufsichtsratspräsident und Chef der Taskforce Hypo nach der Notverstaatlichung. Am Donnerstag ging es im Hypo-Untersuchungsausschuss aber um die Phase bis zum Jahr 2007. In der Zeit hatte Liebscher als Gouverneur der Nationalbank eine Schlüsselrolle in der Bankenaufsicht.

Liebscher verteidigte die Rolle der Nationalbank: Diese habe in ihren Prüfberichten die Mängel gefunden – Entscheidungen hätten andere, nämlich die FMA, zu treffen gehabt. Aber er verteidigte auch gleich in einem Aufwaschen die FMA, deren stellvertretender Aufsichtsratschef er war: Zum damaligen Zeitpunkt habe es nicht die notwendigen Instrumentarien gegeben, um bei der Bank einzugreifen. Man hätte nur die Konzession entziehen können, und das wäre nicht verhältnismäßig gewesen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo: Ein Sittenbild voller Gärtner und Böcke

Posted by hkarner - 29. Mai 2015

29.05.2015 | 16:38 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Langsam zeigt sich, wer bei der Hypo gebremst hat.

Schön, dass die „Heimholung“ des österreichischen Goldschatzes durch die Nationalbank so viel Aufmerksamkeit erregt. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Wir reden da von Gold im Wert von rund zehn Milliarden Euro. Damit kann man keineswegs, wie einige meinen, die Staatsschulden bezahlen und schon gar nicht eine Währung decken.

Es reicht gerade, um, ein bisschen polemisch gesagt, die ÖBB zwei Jahre am Laufen zu halten oder knapp drei Jahre lang das Agrarsystem durchzufüttern. Nicht einmal den absehbaren Hypo-Gesamtschaden könnte man mit dem „Goldschatz“ der Republik vollständig begleichen.

Und damit sind wir bei den Relationen: Gleichzeitig mit der viel beachteten Goldrückholaktion ist nämlich die Aussage des ehemaligen FMA-Vorstands Traumüller vor dem Hypo-Untersuchungsausschuss in der öffentlichen Wahrnehmung ein bisschen untergegangen. Er hat vom starken Druck erzählt, der auf den Hypo-Prüfern lastete: Jörg Haider hatte die FMA-Chefs mit Klagen bedroht, Karl Heinz Grasser ein Enthebungsverfahren eingeleitet. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo-U-Ausschuss: „Liebscher intervenierte für Kulterer“

Posted by hkarner - 28. Mai 2015

28.05.2015 | 18:23 | Von Martin Fritzl (Die Presse)

Der frühere Finanzmarktaufsicht-Vorstand Heinrich Traumüller beklagt politische Interventionen. Er fühlte sich massiv unter Druck gesetzt.

Wien. War es ein Traum? Oder war es Wirklichkeit? So ganz wusste es Heinrich Traumüller, ehemaliger Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), selbst nicht einzuschätzen, was er am Donnerstag vor dem Hypo-Untersuchungsausschuss erzählt hatte. „Ich denke oft, ich habe es nur geträumt“, sagte er den staunenden Abgeordneten. Wie „Fetzen aus einer Nebelwolke“ seien seine Erinnerungen an jenes „irritierende“ und „sehr emotionale“ Gespräch, das die FMA-Vorstände mit ihrem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden geführt haben und bei dem er nahe daran gewesen sei, den Raum zu verlassen und seinen Rücktritt zu erklären.

Beim Gesprächspartner handelt es sich um Klaus Liebscher, damals Gouverneur der Nationalbank. Er habe den FMA-Vorständen in einer entscheidenden Situation nicht den Rücken gestärkt, sondern sie konterkariert: Es ging um die Absetzung der Hypo-Vorstände nach Bekanntwerden der Swap-Verluste im Jahr 2006. Man solle „nicht so grauslich sein“ und die Herren (gemeint sind Vorstandschef Wolfgang Kulterer und sein Stellvertreter, Günter Striedinger) besser im Amt belassen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo-Finanzkarussell: OeNB-Spitze wusste früh Bescheid

Posted by hkarner - 30. April 2015

30.04.2015 | 16:43 | VON EDUARD STEINER UND JOSEF URSCHITZ (DiePresse.com)

„Presse“ exklusiv: Nationalbank und FMA wurden vom Bilanzprüfer schon 2007 über mögliche „Kickbacks“ aus Kroatien an den Hypo-Vorstand informiert. Der Prüfer zog den Vorwurf später zurück, weiter nachgeforscht wurde nicht.

Wien. Dass in der Hypo vieles schief und möglicherweise kriminell läuft, musste nicht nur den Prüfern vor Ort, sondern auch den Spitzen von Nationalbank und FMA klar gewesen sein. Beim Hypo-Untersuchungsaussschuss legte Neos-Abgeordneter Rainer Hable beispielsweise ein Dokument vor, das auf Kickback-Zahlungen an den Hypo-Vorstand in Zusammenhang mit Kreditfällen hinweist. Dieses Dokument war der gesamten Notenbank-Spitze bekannt.

Nach „Presse“-Informationen hat sich das ungefähr so abgespielt: Ende Februar 2007 läutete im Büro des damaligen Chefs der Bankenanalyse in der Oesterreichischen Nationalbank, Helmut Ettl, das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Erich Kandler, damals Partner im Wirtschaftsprüfungsmulti Deloitte und Bilanzprüfer der Hypo Alpe Adria. Was der Wirtschaftsprüfer dem Notenbanker zu erzählen hatte, war nicht ohne: Er sei, so Kandler, in Kroatien auf eine Transaktion gestoßen, die man als Kickback-Zahlung an den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Kärntner Bank, Wolfgang Kulterer, sehen könne. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo – die Chronik eines politischen Bauchflecks

Posted by hkarner - 21. Dezember 2014

19.12.2014 | 19:08 |  (Die Presse)

Beratungsresistenz, Überheblichkeit und dramatische Fehleinschätzung waren dafür verantwortlich, dass die Republik über den Tisch gezogen werden konnte.

Wien. Das „systemische Versagen“ bei der Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria ist im viel diskutierten Bericht der Griss-Kommission schon gut zusammengefasst worden. Tenor: Die österreichischen Verhandler haben sich schlecht vorbereitet in eine übereilte Notverstaatlichung treiben lassen – und haben danach so ziemlich alles falsch gemacht. Spricht man mit Insidern, verschärft sich diese Betrachtung noch: Dann zeigt sich das Bild beratungsresistenter Politiker und Beamten, die an den Gremien vorbei in die Bank regieren, sich vom bestens vorbereiteten und beratenen „Vertragspartner“ BayernLB über den Tisch ziehen lassen – und dann auch noch die EU gegen sich aufbringen.

Die erste wirkliche Gelegenheit, die von Jörg Haiders Freiheitlichen an die Wand gefahrene Bank in den Griff zu bekommen, hätte es 2006 gegeben, als die Nationalbank verschiedene Unregelmäßigkeiten, darunter gravierende Mängel im Kreditmanagement, feststellte. Damals waren in der Bank gerade Investorengruppen aktiv. Die Sache sei, so ein Insider, nach einer Intervention Haiders sehr schnell abgedreht worden. Notenbank-Chef war damals Klaus Liebscher, der später in der Aufarbeitung des Skandals eine tragende Rolle spielte.

Der zweite Knackpunkt, so der Insider, sei die Einbringung von Partizipationskapital knapp vor der Verstaatlichung gewesen. Damals habe die Nationalbank, die die Bank als „not distressed“ beurteilte, offenbar schon mehr gewusst, aber nicht adäquat reagiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte man auch die Stellung der BayernLB genauer recherchieren müssen. Das hätte eine wesentlich bessere Ausgangslage für die Verstaatlichungsverhandlungen erbracht. Den Rest des Beitrags lesen »

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