Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Jenner’

Trump, Putin, Xi – was macht sie einander so ähnlich?

Posted by hkarner - 13. März 2018

Gero Jenner, 13/3

Wie Unternehmen funktionieren und welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen, das weiß man heute ziemlich genau. Produzierende Betriebe sind auf eine Infrastruktur angewiesen, die eine verlässliche Zufuhr von Energie und Grundstoffen (oder Vorprodukten) erlaubt. Hinzukommen muss in der Regel noch ein staatliches Ausbildungssystem, das dem Unternehmen ein entsprechendes „Humanmaterial“ anbietet. Unternehmen verfügen über einen Entscheidungsspielraum, was die Aufteilung des erwirtschafteten Gewinns unter Mitarbeitern und Eigentümern betrifft, hier kann der Staat lenkend eingreifen, aber das gilt nicht im Hinblick auf das Verhalten eines Betriebs zu seiner Umwelt. Hier ist der Entscheidungsspielraum so eng wie bei einem Motor, der nur dann verlässlich und dauerhaft läuft, wenn er konstant mit Energie und Rohstoffen gefüttert wird. Da gibt es keine Abstimmung und keine Demokratie. Im wesentlichen wird Unternehmenspolitik daher auf monarchische bis diktatorische Art betrieben. Einzig der japanische Kapitalismus beschritt mit dem sogenannten Ringi-System, wo alle wichtigen Entscheidungen den einzelnen Abteilungen zur Abstimmung vorgelegt wurden, zeitweise einen anderen Weg – gerade solange wie die japanischen Betriebe so billig produzierten, dass sie der Konkurrenz gegenüber einen bedeutenden Preisvorsprung besaßen – da konnten sie sich ein so schwerfälliges System noch leisten. Inzwischen gehört die innerbetriebliche Demokratie auch in Japan der Vergangenheit an.

Moderne Industriestaaten gleichen großen Konzernen Den Rest des Beitrags lesen »

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Diese verrückten Deutschen

Posted by hkarner - 4. März 2018

Gero Jenner, 3.3.2018. Gero Jenner ist übrigens Deutscher, er lebt allerdings schon 36 Jahre in Österreich. Er war Jahre lang Mitglied unseres Arbeitskreises (hfk)

Sie lieben das Ideal mehr als die Wirklichkeit – vielleicht deshalb, weil man sich in der Wirklichkeit mit Tatsachen arrangieren muss, während man die Ideale so mühelos in Wolkenkuckucksheimen ansiedeln kann? Sie lieben das Denken mehr als die Rücksicht auf ihre Nächsten, denn im Denken ist der Mensch ungebunden; das Denken kennt keine anderen Grenzen als jene, die es sich selber setzt. Vielleicht hat ihnen der unglücklich-hellsichtige Dietrich Schwanitz deswegen mangelnde Höflichkeit als hervorstechende Eigenschaft zugeschrieben. Denn ihre Meinungen stellen sie ungern unter den Scheffel, gleichgültig ob man sie hören will oder nicht.

In den Augen ihrer Nachbarn waren sie stets ein Volk der Extreme

gefürchtet wegen ihrer Unberechenbarkeit. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts lebten sie noch in etwas größeren Dörfern: Goethes Weimar zählte 1786 gerade einmal 6200 Seelen, wovon ein ganzes Drittel der fürstlichen Verwaltung angehörte, also von Steuern lebte. Damals waren die Deutschen verträumte Romantiker und echte Idealisten, die in einer Welt der verzopften Duodezfürsten der Politik den Rücken kehrten. Mit ihrem Schwelgen in den Wonnen der Innerlichkeit schirmten sie sich gegen die andrängende Moderne ab, die in Gestalt des von ihnen verabscheuten Handels- und Fabrikantengeistes aus England gerade zu ihnen hinüberschwappte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kapitalismus, Reichtum und Macht

Posted by hkarner - 17. Februar 2018

Gero Jenner, 16/2/2018

Bei allem Gejammer über den Neoliberalismus geht manchmal die Einsicht verloren, dass die vergangenen zweihundert Jahre den größten Fortschritt in der Geschichte des Menschen bewirkten – vorausgesetzt natürlich, man beschränkt sich ganz und gar auf dessen materiellen Aspekt. Nie ist es einer so großen Zahl so gut gegangen, selbst die von Jean Ziegler so dramatisch beschworenen Hungertoten, die es nach wie vor gibt, fallen prozentuell kaum ins Gewicht, vergleicht man sie nämlich mit den Verwüstungen, welche die Hungersnöte früherer Zeiten regelmäßig verursacht haben. Der Kapitalismus hat – so viel ist zweifellos richtig – die Kapitalisten ungeheuer reich gemacht, reicher als die Fürsten und Könige vergangener Epochen, aber sie sind nur deswegen so reich geworden, weil sie den Reichtum mit der arbeitenden Bevölkerung teilen – ihn sogar teilen müssen.

Die zwei widerstreitenden Prinzipien der Industriellen Revolution

Diese Behauptung mag auf den ersten Blick paradox erscheinen. Gehört es nicht zum Prinzip des Wettbewerbs zwischen den Unternehmen, dass jeder die Kosten senkt, um seinen eigenen Anteil am Verkauf und damit den eigenen Gewinn zu erhöhen? Und muss der dadurch in Bewegung gesetzte Wettbewerb nicht zwangsläufig dazu führen, dass jedes einzelne Unternehmen, wenn es nur kann, die Löhne bis auf das Überlebensminimum drückt? Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Satansjünger – der Fall Landbauer in Niederösterreich

Posted by hkarner - 26. Januar 2018

Gero Jenner, 26/1/2018

Es gibt Gedanken, die man verzeihen kann und oft auch verzeihen muss, weil sie zu den stets möglichen Denkalternativen gehören und nicht an und für sich verwerflich sind, auch wenn sich ihre Folgen oft als unmenschlich erweisen. Ich persönlich hatte zum Beispiel von Anfang an Verständnis dafür, dass ein großer Teil der deutschen ebenso wie der österreichischen Bevölkerung die Einwanderung – auch den Zuzug von Asylanten – auf ein erträgliches Maß begrenzen wollte. In diesem Sinne hatte ich, obwohl in vielen Fragen eher links orientiert, gegen eine rechte ÖVP-Regierung nichts einzuwenden und verstehe auch die Haltung der osteuropäischen Länder, die sich gegen die Politik der europäischen Kommission aussprechen.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass eine solche Politik kalt und unmenschlich ist (die Staatshäupter Nordafrikas wurden und werden für die Unmenschlichkeit einer brutalen Grenzsicherung von der EU bezahlt, damit wir uns die Hände in Unschuld waschen können). Andererseits wäre es eine gleich große Unmenschlichkeit der eigenen Bevölkerung gegenüber, wenn wir unsere Grenzen einfach für alle öffnen würde, denn ohne die Wachhunde, die dies verhindern, würde ein Millionenheer vom Süden und Osten her gen Europa anrücken. Deutschland und Österreich haben es ja bisher nicht einmal geschafft, die schon vorhandenen Fremden so einzubürgern, dass sie zu gleichberechtigten und gleichgeachteten Mitbürgern werden. Da konnte man nur kopfschüttelnd konstatieren, dass sich einige Politiker und ihre Parteien eine Zeitlang zuzutrauen meinten, sie könnten und müssten jede Menge an Fremden bei sich beherbergen.

Es gibt Probleme, bei denen jede Lösung zu Unmenschlichkeit führt, das Problem einer – wie man noch vor kurzem sagte – unbegrenzten Einwanderung gehört sicher dazu. Den Rest des Beitrags lesen »

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Janusköpfiges Eigentum: Königsweg in die Freiheit oder in Revolutionen und Unfreiheit

Posted by hkarner - 11. August 2017

Gero Jenner,11. August 2017

Es gibt kein unmittelbareres, kein elementareres Eigentum als das, was ich an meinem eigenen Körper habe. Wenn man mich fesselt, ins Gefängnis wirft oder auch nur meinen Tätigkeitsbereich beschränkt, dann verliere ich das Recht auf dieses angeborene Grundeigentum – meine Freiheit wird aufgehoben. Im Extrem macht man Menschen zu Sklaven, indem man ihnen die Verfügung über den eigenen Körper nimmt. Dieser unterliegt nicht mehr ihrem eigenen Wollen, sondern gerät unter die Botmäßigkeit von Fremden. In der Antike und in den Südstaaten der United States haben die Sklavenhalter andere Menschen zu ihrem Eigentum gemacht und auf diese Weise die eigene Freiheit erhöht. Sie potenzierten ihren Reichtum, aber das geschah auf Kosten der Freiheit anderer Menschen.

Ein Grundbedürfnis des Menschen: die Verfügung über sich selbst und sein Eigentum

Die Definition von Eigentum als exklusive Verfügungsberechtigung hat hier – beim eigenen Körper – ihren Ausgangspunkt. Ich bin frei, wenn ich über Dinge – angefangen beim eigenen Körper – nach meinem Wollen, meinen Plänen und meinem Lebenszweck verfüge. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass es einem Menschen die tiefste Befriedigung verschafft, sich von keinem anderen sagen lassen zu müssen, was er mit seinem eigenen Körper anstellen soll, wenn also kein fremdes Wollen, fremde Pläne und fremde Zwecke an die Stelle des eigenen treten und dadurch seine Freiheit beschneiden. Aus genau diesem Grund sind ja alle Arten der Kollektivierung, wo Menschen von oben gegängelt werden, auf so erbitterten Widerstand gestoßen – sie beschneiden ein Grundbedürfnis des Menschen: die Verfügung über sich selbst und die Dinge, die er als sein Eigentum für sich in Anspruch nimmt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die eigentumslose Gesellschaft – von Marx zum neoliberalen Regime

Posted by hkarner - 26. Juni 2017

Gero Jenner, 25/6

Marx hat sie gewollt – der Neoliberalismus hat sie verwirklicht: die eigentumslose Gesellschaft. Allerdings ist der Begriff in sich widersprüchlich. Irgendjemand besitzt immer die Verfügungsgewalt über die physische Umwelt, d.h. den Boden, die Häuser, die Büros, Werkstätten, Fabriken, ja selbst über Flüsse, Seen und jeden einzeln Quadratmeter Wald. Mit anderen Worten: Irgendjemand ist immer Eigentümer. In diesem Sinne gibt es keine eigentumslose Gesellschaft. Der Begriff beruht auf Täuschung.

Im real existierenden Sozialismus

lag das Eigentum und damit die Verfügungsgewalt in der Hand des Kollektivs – so jedenfalls bestimmte es die Theorie. In der Praxis lag beides in den Händen einer Nomenklatura, die an die Theorie von Marx, Engels, Lenin oder Mao glaubte. Da Verfügungsgewalt und Eigentum den eigentlichen Quell aller Macht darstellen, lag die Macht also keineswegs bei der eigentumslosen Mehrheit – die bekam die Fünfjahrespläne von oben diktiert -; sie lag de facto bei einer verschwindenden Minderheit, die über das Eigentum konkret verfügte und sich, ganz wie in den früheren Feudalsystemen, das Recht anmaßte, anstelle der Mehrheit und über deren Los zu entscheiden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ilija Trojanow – der Weltensammler als Populist

Posted by hkarner - 23. Mai 2017

Gero Jenner, 23. Mai

Am 22. Mai kam in den sieben Uhr Nachrichten von des österreichischen Kultursenders Ö1 Ilya Trojanow über sein neues Buch „Nach der Flucht“ zu Wort. Er beschrieb das Erlebnis der Befreiung, der erfüllten Wissbegierde, welche das Wandern zwischen den Welten in einem aufnahmebereiten Geist bewirkt. Schon Goethe hatte Ähnliches mit den Worten zum Ausdruck gebracht, dass ein kluger Mensch auf Reisen am meisten lerne. Man braucht jedoch nicht einmal besonders klug zu sein, um die Konfrontation mit anderen Menschen, anderen Kulturen als einen Ausbruch aus der Enge des eigenen Selbst und der Routine des Alltags zu empfinden.

Trojanow durchlebte mehrere kulturelle Häutungen, weil er – in Bulgarien geboren – abwechselnd in Nairobi, im Chiemgau und München, in Paris und Mumbai heimisch war – ein Bilderbuch-Kosmopolit. Früher einmal, als das Fliegen noch Privileg und Abenteuer war, vermittelte es das ekstatische Erlebnis mit einem einzigen Sprung: Über den Wolken schwebend, tauchte man in das Unbekannte. Ich selbst habe dieses Erlebnis mehrfach erlebt. Auf meinen Reisen nach Indien, nach Japan, Ceylon und Indonesien habe ich diesen Ausbruch immer wie eine Art von Erlösung erfahren. Kosmopolitismus, das ist im besten Fall ja weit mehr als abstraktes Bücherwissen, das sich ein Mensch aus Reiseführern oder Fachbüchern über fremde Kulturen aneignet. Es ist erlebte Geschichte, welche die eigene Vergangenheit als Lebensringe umschließt, aber dabei in der Gegenwart weiterwirkt, weil die Berührung mit anderen Menschen, Landschaften und Leidenschaften den eigenen Blick auf die Welt nachhaltig verändert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Weisheit des kontemplativen Lebens – inmitten von Mausefallen

Posted by hkarner - 2. Mai 2017

Gero Jenner, 30. April 2017

Vor kurzem erhielt ich eine Notiz, dass der bekannte Wirtschaftsanalyst Meinhard Miegel sich von der Ökonomie ab- und nun der schöneren Sphäre von Kunst, Kultur und Religion zuwenden würde. Jahre lang hatte Miegel sein Renommee auf Zahlen begründet, die sein Institut, das „IWG Bonn“, und später die „Denkwerkstatt Zukunft“ für ihn errechnete. Da ging es in erster Linie um Demographie und deren Folgen für Renten, Beschäftigung und den Wohlstand. Nun also würde es mit den Zahlen wohl eher zu Ende sein, die haben in Religion und Kunst nichts zu suchen – dort geht es um eine Dimension, die sich nicht quantifizieren lässt.
Ich weiß nicht, ob Meinhard Miegel sich an großen Vorbildern orientierte, als er diesen qualitativen Sprung vollzog. Blaise Pascal wäre da zu nennen, der ein begnadeter Mathematiker war, bevor er sich der Religion zuwandte, und natürlich der große Isaac Newton, der bekanntlich weit mehr Schriften esoterischen Inhalts verfasste als über Mathematik und Physik. Aber auch der Physiker Friedrich von Weizsäcker schrieb schließlich Bücher wie „Der Garten des Menschlichen“ und „Wege in der Gefahr“.

Tischrückende Nobelpreisträger Den Rest des Beitrags lesen »

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Hannah Arendt contra Wladimir Putin

Posted by hkarner - 23. April 2017

von Gero Jenner, 23/4

Es ist wohl unserer Primatennatur geschuldet, dass große Gefühle so oft mit dem Triumph über Feinde verbunden sind. Die Ilias ist ein Heldengesang, wo mit höchstem Aufwand an dichterischer Inspiration die blutigsten Siege gefeiert werden. Kein Wunder also, dass der neue russische Zar seine Landsleute seinerseits auf die uralten Gefühle einschwört. Immer öfter hört man aus seinem Mund, wie heldenhaft das russische Volk sich gegen den Faschismus gewehrt und ihn schließlich überwunden habe. Endlose Paraden, endlose Beschwörungen. Man sieht es den Gesichtern der jungen Soldaten und steinalten Veteranen an, wie ihnen die Gänsehaut kommt, wenn sie an die glorreichen Tage denken …

Und natürlich lässt Putin die Gelegenheit nicht aus, den Westen anzuklagen, der es ganz offensichtlich in boshafter Absicht unterlässt, den Russen dafür zu danken, dass sie es waren, die den Sieg über Hitler und den Faschismus ermöglicht haben. Ohne die rote Armee wäre es den westlichen Mächten nie gelungen, Hitler zu überwunden. Die bei weitem größten Opfer seien schließlich auf ihrer Seite erbracht. Diese Wahrheit werde in der westlichen Propaganda, in den Medien und in Volksbefragungen beharrlich verschwiegen. Da könne man immer nur hören und lesen, dass der Sieg über die Pest des Faschismus dem Westen zu danken sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Unsere Werte – ihre Werte. Plädoyer für eine gerechte und wehrhafte Demokratie

Posted by hkarner - 14. März 2017

Gero Jenner, 13. März http://www.gerojenner.com/wp/?p=1342

Der türkische Ministerpräsident, Recep Tayyip Erdogan, ist im Begriff, die Demokratie seines Landes in ein neues Sultanat umzuwandeln. Seitdem die Wirtschaft sich weniger gut entwickelt, kann der gewissenlose Populist und schrille Demagoge sich der Bestätigung durch eine Mehrheit allerdings nicht länger sicher sein, war es doch vor allem der ökonomische Aufschwung, der ihm in den ersten Jahren seiner Amtstätigkeit so großen Zuspruch verschaffte. Erdogan ist daher bemüht, seine nach Europa ausgewanderten Landsleute zu mobilisieren. Anders gesagt, nimmt er für sich das Recht in Anspruch, in Demokratien außerhalb seines Machtbereichs, für eine antidemokratische Wende zu werben.Der deutsche Bundespräsident, Joachim Gauck, will sich einem solchen Ansinnen nicht widersetzen. Seiner Meinung nach müsse die Demokratie dies aushalten können. Andere plädieren für Widerstand. Eine Demokratie, die sich nicht streitbar verteidigt, sondern sich damit begnüge, an den Idealismus zu appellieren, würde in den Augen der Bürger ihre Glaubwürdigkeit einbüßen. Demokratien dürften nicht untätig bleiben, wenn Demagogen Zünder auslegen, um sie in die Luft zu sprengen. Jeder, der offen Werbung für eine absolutistische, undemokratische Politik betreibt, sollte daran gehindert werden, dies in einem Land mit demokratisch verfasster Regierung zu tun. Die Niederlande sind gerade mit gutem Beispiel vorangegangen.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt

Aber liegt darin nicht eine Angleichung an den Gegner? Übt man nicht diesem gegenüber dieselbe Intoleranz, die man an ihm kritisiert? Den Rest des Beitrags lesen »

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