Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Die-grosse-Schuldenorgie-der-Industriestaaten-faengt-erst-an.

Posted by hkarner - 21. Februar 2017

https://www.welt.de/finanzen/article162229074/Die-grosse-Schuldenorgie-der-Industriestaaten-faengt-erst-an.html

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Das Ende der Nullzinsen naht

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

14.12.2016 | 21:41 | Von Karl Gaulhofer und Josef Urschitz (Die Presse)

Die US-Notenbank erhöht den Leitzins leicht auf 0,50 bis 0,75 Prozent. Der Markt nahm den Schritt vorweg: Die Anleiherenditen steigen auf breiter Front.

Es war erst der zweite Streich nach dem Einläuten der Zinswende vor einem Jahr: Die US-Notenbank Fed erhöhte am Mittwochabend wie allgemein erwartet den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt. Von nun an bewegt er sich in einer Bandbreite von 0,50 und 0,75 Prozent. Im kommenden Jahr wollen die Währungshüter drei Mal nachlegen, einmal öfter als noch im September geplant. Auch ihre Prognosen gehen wieder etwas hinauf: Im Mittel erwarten die Direktoren bis Ende 2017 einen Leitzins von 1,4 Prozent, für ein Jahr später 1,8 Prozent.

Schon vor der Sitzung war klar: Die Fed kommt nach ihrem Zögern übers ganze Jahr um diesen Minimalschritt nicht herum. Auch deshalb, weil es neuerdings die Marktteilnehmer selbst sind, die für höhere Zinsen sorgen, durch steigende Renditen bei den Anleihen – in den USA, abgeschwächt aber auch in Europa. Früher oder später müssen die Zentralbanken folgen. Wie ist es zu diesen neuen Spielregeln gekommen?

In den USA zeigt alles in nur eine Richtung: Die Wirtschaft wächst kräftig, auf dem Arbeitsmarkt herrscht fast Vollbeschäftigung. Auch unabhängig davon zieht die Inflation an, weil der Ölpreis wieder steigt. Dazu kommt der „Trump-Effekt“: Der künftige Präsident hat im Wahlkampf steigende Staatsausgaben und zugleich Steuersenkungen versprochen. Bei ausgelasteten Kapazitäten würde diese expansive Fiskalpolitik aber Löhne und Preise treiben. Die Folge: Schon jetzt steigen die Inflationserwartungen. Anleihekäufer verlangen bei längeren Laufzeiten einen Ausgleich des erwarteten Wertverlusts. Kurse fallen, Renditen steigen.

Zeitversetzte Reaktion

Die Notenbank reagiert zeitversetzt. In Sachen Trump will Fed-Chefin Janet Yellen abwarten und „nicht spekulieren, bis es mehr Klarheit gibt“. Offiziell rechnet die Fed weder mit einem Wachstumsschub noch mit einer deutlich anziehenden Inflation. Aber wenn Trump ernst macht, muss Yellen die Zügel stärker anziehen, um den Preisdruck zu dämpfen und einer Überhitzung vorzubeugen. Auch gilt es Blasen zu vermeiden: Die Niedrigzinspolitik hat die Anleger in Aktien und „Betongold“ getrieben. Börsenkurse und Gewerbeimmobilienpreise liegen weit über historischen Mittelwerten – ein Warnsignal. Freilich: Falls die Blase schon da ist, könnten zu abrupte Zinsschritte sie zum Platzen bringen, mit schlimmen Folgen für die Realwirtschaft – wohl mit ein Grund für den sanften Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Allerdings: Die Notenbanken bestimmen das Geschehen nicht mehr wirklich selbst. In den USA ist die Rendite zehnjähriger Anleihen schon im Vorfeld der gestrigen Leitzinsentscheidung von 1,3 auf 2,5 Prozent gestiegen. In Europa hat die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe in wenigen Wochen von minus 0,2 auf plus 0,4 Prozent zugelegt. In der Welt der Anleihen sind das enorme Veränderungen. Der Druck auf die Notenbanken, die Entwicklungen auf dem Markt auch in den Leitzinsen abzubilden, wird also größer. Und: Die Ära der Minuszinsen geht definitiv dem Ende zu. Bei der deutschen Benchmark-Bundesanleihe ist sie bereits Geschichte.

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Big Danger at the Lower Bound

Posted by hkarner - 3. November 2016

Photo of Kenneth Rogoff

Kenneth Rogoff

Kenneth Rogoff, Professor of Economics and Public Policy at Harvard University and recipient of the 2011 Deutsche Bank Prize in Financial Economics, was the chief economist of the International Monetary Fund from 2001 to 2003. The co-author of This Time is Different: Eight Centuries of Financial Folly, his new book, The Curse of Cash, was released in August 2016.

NOV 2, 2016 Project Syndicate

CAMBRIDGE – Markets nowadays are fixated on how high the US Federal Reserve will raise interest rates in the next 12 months. This is dangerously shortsighted: the real concern ought to be how far it could cut rates in the next deep recession. Given that the Fed may struggle just to get its base interest rate up to 2% over the coming year, there will be very little room to cut if a recession hits.

Fed chair Janet Yellen tried to reassure markets in a speech at the end of August, suggesting that a combination of massive government bond purchases and forward guidance on interest-rate policy could achieve the same stimulus as cutting the overnight rate to minus 6%, were negative interest rates possible. She might be right, but most economists are skeptical that the Fed’s unconventional policy tools are nearly so effective.

There are other ideas that might be tried. For example, the Fed could follow the Bank of Japan’s recent move to target the ten-year interest rate instead of the very short-term one it usually focuses on. The idea is that even if very short-term interest rates are zero, longer-term rates are still positive. The rate on ten-year US Treasury bonds was about 1.8% at the end of October. Den Rest des Beitrags lesen »

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Inflation frisst seit 1968 die deutschen Sparguthaben auf

Posted by hkarner - 23. Oktober 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Eine Analyse der Entwicklung der deutschen Sparguthaben in den vergangenen 50 Jahren zeigt: Die deutschen Sparer mussten deutlich öfter Zinsverluste hinnehmen – und haben im Durchschnitt seit 1968 Geld verloren.

Eine Analyse historischer Daten zur Entwicklung der Sparguthaben in Deutschland kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Wie Bloomberg berichtet, haben deutsche Sparer seit 1968 öfter reale Zinsverluste auf ihre Guthaben verkraften müssen, als sie positive Gewinne erzielten. Auffallend ist zudem die hohe Anzahl an Monaten, in denen der Zinsertrag auf Ersparnisse praktisch bei Null lag. Der durchschnittliche reale Zinsertrag seit 1968 ist deshalb negativ. Das Wehklagen über die EZB-Politik ist daher nur teilweise angebracht, weil die radikalen Niedrigzinsen über einen längeren Zeitraum naturgemäß besonders an den Sparguthaben nagen.

„Seit September 1968, als die Bundesbank mit ihren Aufzeichnungen begonnen hatte, waren die realen Zinserträge in 309 Monaten negativ, positiv in 209 Monaten und lagen in 58 Monaten bei null Prozent. In anderen Worten – die deutschen Sparer haben über die größten Strecken der vergangenen 48 Jahre Geld verloren“, schreibt Bloomberg. „Die durchschnittliche Zinsrate in dieser Periode war tatsächlich negativ und lag bei minus 0,16 Prozent.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Sachverständigenrat: Risiken der Niedrigzinsen und Zinswende für Finanzmarktstabilität

Posted by hkarner - 12. Oktober 2016

Dank an R.K.

by Dirk Elsner on 12. Oktober 2016, Blicklog

Als ich am Wochenende den Beitrag über die mutmaßliche Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank schrieb, und zur Finanzstabilität recherchierte stieß ich auf ein paar Aussagen des Sachverständigenrates, die auch das Handelsblatt in der Wochenendausgabe zum Thema gemacht hatte: Gefährdung der Finanzmarktstabilität durch die anhaltende Niedrigzinsphase. Das Handelsblatt schrieb: “Acht Jahre Niedrigzinsen haben das Finanzsystem zerbrechlich werden lassen. Banken taumeln, das Vertrauen schwindet.”

Die Wírtschaftsweisen haben das bereits in ihrem Gutachten 2015/16 gesagt:

“Zudem bauen sich infolge der geldpolitischen Maßnahmen der EZB erhebliche Risiken für die Finanzstabilität auf. Diese könnten den Boden für eine neue Finanzkrise bereiten. So setzt die Niedrigzinsphase die Ertragslage von Banken und Lebensversicherungen zunehmend unter Druck. Hieraus entstehen Anreize zu einer erhöhten Risikoübernahme, die sich unter anderem in einem Anstieg der Vermögenspreise widerspiegelt. Zwar zeigt sich bislang keine übermäßige Kreditexpansion, allerdings erkennt man in einzelnen Segmenten, insbesondere im Immobilienmarkt, erste Hinweise auf Übertreibungen.” (TZ 12). Den Rest des Beitrags lesen »

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Yellen: Leitzins-Erhöhung könnte in größeren Schritten erfolgen

Posted by hkarner - 29. September 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Fed-Chefin Yellen hält es für denkbar, dass die Leitzinsen stärker erhöht werden als dies an den Aktienmärkten gern gesehen würde. Allerdings werden die nächsten Schritte erst nach der US-Wahl erfolgen.

Yellen ccDie Vorsitzende der Fed, Janet Yellen.

 

Die US-Notenbank hat nach Angaben ihrer Chefin Janet Yellen keinen festgelegten Zeitplan für eine Erhöhung des Leitzinses. Vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses sagte Yellen am Mittwoch, die Zinspolitik müsse gut abgewogen werden. Sollte sich der Arbeitsmarkt und damit die Wirtschaft überhitzen, müssten die Zinsen möglicherweise in schnelleren Schritten angepasst werden, als den Märkten lieb sei.

Die Finanzmärkte gehen derzeit von der nächsten Erhöhung des US-Leitzinses im Dezember aus. Die letzte Anhebung läge dann genau ein Jahr zurück. Im September hatte die Fed den Zins erwartungsgemäß auf dem aktuellen Niveau von 0,25 bis 0,5 Prozent belassen.

Yellen verwahrte sich gegen vom republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erhobene Vorwürfe, die Notenbank lasse sich von parteipolitischen Vorgaben leiten. In Medien wurde kolportiert, das Fed-Mitglied Lael Brainard habe kürzlich Kontakt mit Trumps demokratischer Kontrahentin Hillary Clinton gehabt. Ein solcher Kontakt sei ihr nicht bekannt, sagte Yellen.

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Merkel räumt Gefahren für Sparer durch EZB-Politik ein

Posted by hkarner - 30. August 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Merkel cc2Bundeskanzlerin Merkel hat erstmals vor den Gefahren der EZB-Politik für die Sparer gewarnt. Ohne Reformen in den Haushalten werde die Wirkung der Geldpolitik verpuffen. Die EZB hat ihre Ankäufe im Sommer leicht gedrosselt.

Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken droht nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel ohne Strukturreformen der Euro-Staaten ihre Wirkung zu verfehlen. Es gebe Vor- und Nachteile der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte Merkel am Montagabend in Schwerin auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung. Die niedrigen Zinsen könnten die Wirtschaft leichter wieder in Gang bringen, andererseits gebe es unbestritten auch erhebliche Risiken für langfristige Geldanlagen. „Aber wenn es nicht begleitet wird von staatlichen Reformmaßnahmen, dann besteht die Gefahr, dass die Währungspolitik nicht die Wirkung entfalten kann, die sie entfalten soll“, warnte Merkel. „Deshalb ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um möglichst schnell wieder zu einem Zinssatz zu kommen, der auch für Lebensversicherungen, für Geldanlagen besser ist, indem wir Strukturreformen als Länder machen, indem wir Wachstum erzeugen und durch Wachstum dann auch die Inflationsrate wieder steigt.“ Der Realzins sei derzeit aber nicht so schlecht, weil die Differenz zwischen Inflation und Zinsniveau anders als in früheren Jahren sehr gering sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Politics of Negative Interest Rates

Posted by hkarner - 23. August 2016

Photo of Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis, a former finance minister of Greece, is Professor of Economics at the University of Athens.

AUG 22, 2016, Project Syndicate

ATHENS – Objects of desire come at a cost. Only bad things, like toxic waste, have a negative price, the equivalent of a fee payable to anyone willing to make them disappear. Does this mean that negative interest rates embody a new perspective on money – that it has gone “bad”?

In market economies, money is the measure of the value of goods and services. And the interest rate is the price of that metric – of money itself. When the price is zero, it makes no difference whether money is kept under a mattress or lent, because there is no cost to holding or borrowing cash.

But how can the price of money – which, after all, makes the world go round, or, as Karl Marx put it, “transforms all my incapacities into their contrary” – be zero? And how can it possibly ever become negative, as it now is in much of the global economy, with the world’s moneyed people “bribing” governments to borrow from them more than $5.5 trillion? Den Rest des Beitrags lesen »

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What’s New About Today’s Low Interest Rates?

Posted by hkarner - 29. Juli 2016

Photo of Carmen Reinhart

Carmen Reinhart

Carmen Reinhart is Professor of the International Financial System at Harvard University’s Kennedy School of Government.

JUL 28, 2016, Project Syndicate

CAMBRIDGE – A day seldom passes without articles appearing in the financial press pondering why interest rates have remained so low for so long. This is one of those articles. So let’s start by clarifying whose and which interest rates are low and what is and isn’t novel or unprecedented.

Interest rates in emerging and developing countries are importantly affected by what happens in the world’s largest economies, and the ongoing multi-year low-interest-rate cycle has its roots in the United States, Europe, and Japan. Low rates are predominantly the advanced economies’ “new normal.”

Interest rates (short and long maturities) had been trending lower in most of the advanced economies (to varying degrees) since the 1980s, as inflation also fell sharply. In the years prior to the 2008-2009 financial crisis, former US Federal Reserve Chairman Ben Bernanke repeatedly stressed the role of a global “saving glut” (notably in China) to explain lower rates. Den Rest des Beitrags lesen »

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Why Ultralow Interest Rates Are Here to Stay

Posted by hkarner - 15. Juli 2016

Date: 14-07-2016
Source: The Wall Street Journal

While central-bank bond buying is the proximate cause of a plunge in U.S.
Treasury yields, the drop represents the cost of economic and political choices made over decades

AmplifiersYields on 10-year debt issued by the U.S. Treasury, shown, hit a record low this month.

Ultralow interest rates are here to stay.

Central-bank bond buying is the proximate cause for the plunge this month of the 10-year U.S. Treasury yield to its all-time low of 1.366%. But it would be a mistake to single out central bankers.

Slumping rates represent the cumulative cost of economic and political choices made over decades, ranging from an overreliance on debt-financed growth to creeping regulation. This sclerosis is the major driver of lower and lower interest rates, and the signs of it are evident just beneath the glossy surface of record stock and bond prices.

Companies have been borrowing at a record clip, thanks to low rates. Yet capital investment is sagging, while share buybacks have flourished in a return to the financial engineering that we were supposed to have forsworn. The Dodd-Frank financial overhaul shored up U.S. banks, but at the expense of tighter credit that has hampered recovery.

A longstanding decline in business formation has intensified in recent years, crimping new jobs and underscoring the sense that the postcrisis pursuit of stability is lulling the economy into prolonged stupor. While the U.S. is still a far cry from Japan, locked into a decades-long struggle to escape deflation, it is becoming clear that embracing risk aversion has its price.

“What we’ve got now is a more-stable, more-boring economy,” said Steven H. Strongin, head of global investment research at Goldman Sachs Group Inc. “The question is whether that’s where you want to end up.”

Amplifying these problems is the steady accumulation of debt. The financial collapse was supposed to presage an era of deleveraging that would result in a more balanced global economy. Instead, global debt levels are higher now than they were in 2007—a chronic problem that makes economies and markets everywhere less resilient. Den Rest des Beitrags lesen »

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