Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Interest’

Accentuate the negative

Posted by hkarner - 24. Januar 2015

Date: 23-01-2015
Source: The Economist: Buttonwood

Why investors would opt to lose money

A GUARANTEED loss. That is what investing in bonds at negative yields implies: those who buy the bonds will get back less than they paid even after interest is taken into account (and some will have to pay tax on the income as well). Yet government bonds of various maturities in as many as ten countries are selling at negative yields. Why on earth would bond investors, the “masters of the universe” once famed for intimidating governments, be willing to accept such a lousy deal?

One obvious reason is fear, or at least caution. In the depths of the financial crisis in 2008, when the safety of the banks seemed in doubt, short-term Treasury bills offered negative yields and investors were happy to take them. (Holding physical cash is impractical, given the sums involved.) Now, with some uncertainty about what might happen to banks were Greece to leave the euro, investors may decide it is worth accepting a negative yield of 0.16% on two-year German bonds. “In effect you’re paying a 16-basis-point custody fee for keeping your money safe,” says David Lloyd of M&G, a fund-management group. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreich zahlt 7,3 Mrd. für Zinsen

Posted by hkarner - 16. Januar 2015

15.01.2015 | 20:01 |  (Die Presse)

Staatsschulden. Die Republik muss heuer 22 bis 24 Mrd. Euro aufnehmen.

Wien. Österreichs Zinskosten auf Staatsanleihen lagen 2014 bei 7,3Mrd. Euro, damit entfallen auf jeden Österreicher und jede Österreicherin 855 Euro. Wegen der niedrigen Zinsen in der Eurozone sinken derzeit die Refinanzierungskosten, obwohl die Staatsschulden steigen, sagte die Chefin der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA), Martha Oberndorfer, am Donnerstag.

Die Finanzierungsagentur verwaltete mit Dezember 2014 Schulden von 196,2 Mrd. Euro. Bei den im Vorjahr neu aufgenommenen Schulden lagen die Zinsen im Schnitt bei 0,91 Prozent, die Laufzeit beträgt im Schnitt knapp achteinhalb Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zinsdilemma der Fed könnte teuer für Sparer werden

Posted by hkarner - 20. Juni 2014

Danke an H.G.

18.06.14, wsj.de

Finanzsystem

Wie hoch sollten Zinsen in einer gesunden Wirtschaft sein? Im Idealfall vier Prozent. Eine Reihe von Notenbankern will sich von Nullzinsen nicht verabschieden und gleich noch an der Inflation drehen. Von Jon Hilsenrath (WSJ.de) und Holger Zschäpitz

US LeitzinsFoto: Infografik Die Welt Der amerikanische Leitzins liegt seit der Finanzkrise bei nahe Null. Es ist fraglich, ob er jemals seinen historischen Durchschnitt von 5,6 Prozent erreichen wird

Während die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschen rund um den Globus in ihren Bann zieht, finden in Washington Beratungen statt, die langfristig von weit größerer Tragweite sind. Es geht um nicht weniger als die globale Architektur des Finanzsystems in der Zukunft und die Frage, ob Sparer auf Jahrzehnte keine Zinsen mehr für ihr Geld bekommen (Link: http://www.welt.de/128845324) .

Wenn sich die amerikanischen Währungshüter in dieser Woche treffen, wird die wichtigste Frage nämlich nicht sein, wohin die Sätze in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten bewegt werden sollen. Es wird darum gehen, wo die Zinsen in Jahren stehen werden.

Die Fed-Vertreter haben bisher immer geglaubt, dass ihr Leitzins, die sogenannte Federal Funds Rate, in einer perfekt ausbalancierten Wirtschaft etwa vier Prozent betragen sollte. In diesem Szenario liegt die Inflation stabil bei zwei Prozent und die Arbeitslosigkeit bei 5,5 Prozent. Doch nun dreht sich die Debatte darum, ob die Zinsen weiter unter vier Prozent liegen sollen, selbst wenn diese Zielmarken erreicht sind.

Es wäre eine Abkehr vom herrschenden Paradigma. Seit der Lösung des Dollar von der Goldbindung im Jahr 1971, also dem aktuellen Papiergeldsystem, lag der Leitzins im Durchschnitt bei 5,6 Prozent. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zinssenkung: EZB „plündert die Ersparnisse aus“

Posted by hkarner - 4. Juni 2014

03.06.2014 | 18:38 | Christian Höller (Die Presse)

Mit Sparbüchern verdienen die Banken fast kein Geld mehr, daher verkaufen sie nun verstärkt riskantere Produkte.

Wien. Der morgige Donnerstag dürfte in die europäische Finanzgeschichte eingehen: Beobachter gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins von derzeit 0,25 Prozent auf ein historisches Tief von 0,15 Prozent oder 0,1 Prozent senken wird. Österreichs Vertreter im EZB-Rat ist Nationalbank-Chef Ewald Nowotny. So niedrige Zinsen sind nicht nur für Sparer eine Katastrophe. Auch die Banken laufen dagegen Sturm.

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich in Deutschland die Chefs der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Versicherungen vehement gegen eine weitere Zinssenkung ausgesprochen. „Die Medizin würde keine Wirkung zeigen. Die Risken und Nebenwirkungen wären dagegen umso größer“, warnen die Banker. Die Niedrigzinspolitik beschädige nicht nur die private Altersvorsorge, „sie fördert Kapitalfehlleitungen, bepreist Risken falsch und schafft gravierende Stabilitätsgefahren“.

Ein ähnlicher Aufruf kommt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Das Institut wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Die EZB-Zinssenkung „plündert die Ersparnisse aus, sie bedroht die Lebensversicherung“, heißt es in einem IW-Gastkommentar, der am Dienstag in der „Bild“-Zeitung veröffentlicht wurde. Gewarnt wird auch vor einer neuen Blase auf den Finanzmärkten. Viele Aktienindizes (wie der deutsche DAX) sind zuletzt auf neue Höchststände gestiegen.

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Mögliche LeitzinssenkungWirtschaftsforscher warnen EZB vor negativen Zinsen

Posted by hkarner - 2. Juni 2014

von Bert Losse, wirtschaftswoche.de, 2/6

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung am Donnerstag hat ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Währungshüter vor der Einführung eines negativen Einlagezinses gewarnt.

EZB ccGebäude der EZB

Experten erwarten, dass die EZB den Zins für Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank von derzeit null erstmals auf knapp unter null Prozent senken wird. Das bedeutet: Die Banken müssten Zinsen an die EZB zahlen, wenn sie dort Geld deponieren.
„Den Schaden haben die Sparer, deren Zins nun noch weiter unter die Inflationsrate gedrückt wird“, sagte Sinn der WirtschaftsWoche. Besonders betroffen seien die Sparer in Deutschland, „denn sie exportieren mehr Kapital als die Sparer irgendeines anderen Landes der Welt“, kritisiert Sinn.

Der Strafzins fürs Geldparken soll die Banken animieren, mehr Kredite zu vergeben. Zudem erhoffen sich die Währungshüter eine Belebung des Interbankenmarktes. An eine große Wirkung zur Belebung der Kreditvergabe glaubt aber auch Marcel Fratzscher nicht, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die Erwartungen an einen negativen Einlagenzins sollten nicht zu hoch gesetzt werden“, sagte Fratzscher der WirtschaftsWoche. „Es ist eher als symbolische Geste zu verstehen, dass die EZB sich gegen das zunehmende Deflationsrisiko stemmen wird. Es wird weder die Kreditvergabe in den Krisenländern nachhaltig stärken, noch die Inflationserwartungen besser verankern.“

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Deutschen Sparern droht jetzt der Geldschwund

Posted by hkarner - 16. Mai 2014

Date: 16-05-2014
Source: Die Welt

Schon im Juni könnte die EZB die Zinsen unter null drücken. Für die gebeutelten deutschen Sparer wären Negativzinsen ein neuer Tiefschlag – für Kunden von Lebensversicherungen eine Katastrophe.

D AnleihenrenditeDie Renditen sinken seit Jahren1/2

Das Wort Zinsen muss neu definiert werden. Konnten Sparer bislang davon ausgehen, dass Zinsen etwas bringen, könnten sie ihnen in Zukunft etwas vom Ersparten nehmen. Seit der jüngsten Notenbanksitzung vor einer Woche erwarten die Märkte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon im Juni zu ihrer schärfsten Waffe greifen könnte: Negativzinsen.

Gemeint ist jener Satz, den Banken für ihr überschüssiges Geld bekommen, das sie bei der EZB parken. Und hier könnten die Frankfurter Währungshüter bald Strafgebühren nehmen, sprich: etwas vom geparkten Geld abzwacken.

Das wäre ein harter Schlag auch für die deutschen Sparer und insbesondere die Besitzer von Lebensversicherungen. Schließlich gehört der EZB-Einlagensatz zu den wichtigsten Zinsen, den die europäischen Währungshüter setzen. Er ist eine Art Referenzwert für den Preis des Geldes. Wer sein Bares risikolos anlegen will, bekommt höchstens diese Rate.

Würde der Einlagensatz von aktuell null in den Negativbereich gedrückt, müssten Kreditinstitute der Zentralbank künftig Strafzinsen für Einlagen zahlen, und auch ganz normale Sparer wären von diesem Trick betroffen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Losing Interest

Posted by hkarner - 12. April 2014

Date: 11-04-2014Eichengreen cc
Source: Project Syndicate

BARRY EICHENGREEN

Barry Eichengreen is Professor of Economics and Political Science at the University of California, Berkeley, and a former senior policy adviser at the International Monetary Fund. His most recent book is Exorbitant Privilege: The Rise and Fall of the Dollar and the Future of the International Monetary System.

BERKELEY – Two of the world’s most prominent economic institutions, the International Monetary Fund and Former US Treasury Secretary Larry Summers, recently warned that the global economy may be facing an extended period of low interest rates. Why is that a bad thing, and what can be done about it?

Adjusted for inflation, interest rates have been falling for three decades, and their current low level encourages investors, searching for yield, to take on additional risk. Low rates also leave central banks little room for loosening monetary policy in a slowdown, because nominal interest cannot fall below zero. And they are symptomatic of an economy that is out of sorts. Den Rest des Beitrags lesen »

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Inflation and interest rates: Up, up and away

Posted by hkarner - 30. März 2014

Date: 29-03-2014
Source: The Economist

Higher inflation may be needed to leave extra-low interest rates behind

AT FIRST glance, rich-world central banks are going their separate ways. Cheered by sturdy growth figures, the Bank of England and the Federal Reserve are shuffling toward an exit from easy monetary policy; markets found Janet Yellen’s first Fed statement unexpectedly hawkish. The European Central Bank, in contrast, is tacking looser. On March 25th Jens Weidmann, president of the Bundesbank, suggested that the ECB might need to be more forceful in order to keep the euro-area economy out of the grips of deflation.

Interest ratesLook again, however, and the path forward appears similar across the rich world: low interest rates stretch off into the visible distance. The outlook is clearest in Europe, where the ECB may toy with negative rates as a means to fend off deflation. But even in America and Britain “normal” rates are a distant prospect. In February Mark Carney, the Bank of England’s governor, promised that eventual rate rises would happen gradually, and would level off below the pre-crisis norm. On March 19th Ms Yellen offered similar guidance. Markets project that short-term rates in both economies will still be just 2% in early 2017 (see chart 1), a level the euro zone will not hit until 2020.

As normalisation recedes toward the horizon, central bankers moan publicly about the costs of low rates. In February Daniel Tarullo, a Fed governor, said that they might encourage investors to take dangerous risks as they “reach for yield”. Even more worrying, low rates leave little cushion against future shocks. The Fed’s main policy rate was just 2% when Lehman Brothers failed in 2008, compared with 5% at the start of the 2001 recession and 8% when the downturn of 1990 began.

Yet rates are low for good reason: economies cannot withstand dearer credit. Central banks are battling against two sources of downward pressure on their main policy rates. One is the rock-bottom level of the real (ie, inflation-adjusted) interest rate needed to keep economies running at full tilt. This “natural” rate has been dragged down by long-term structural trends. A global savings glut is partly to blame: export powerhouses like the OPEC countries and China buy vast quantities of rich-world debt, depressing borrowing costs in the process. Rising inequality also adds to the pool of underused savings, since the rich save more of their income. Leaden real rates were reinforced by the financial crisis. Tumbling asset prices forced households to repay debts rapidly. As they struggled to deleverage, their interest in new borrowing and spending evaporated. Den Rest des Beitrags lesen »

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ECB’s Liikanen: Open to Negative Deposit Rate

Posted by hkarner - 26. März 2014

Erkki Liikanen ist ein besonders Guter: er war zuvor von 1995 bis 2004 EU-Kommissar, davon ab 1999  für Unternehmen und Informationswirtschaft. Als solcher hat er den Föhrenbergkreis im Mai 2003  in Wien besucht, um sich mit unseren Ideen “Auf der Spurensuche zu einer Neuen Wirtschaftsordnung” zu befassen. Er hat einen halben Tag mit uns zugebracht, kam extra für uns nach Wien (hat zu dessen Unlust nicht einmal Schüssel am Ballhausplatz besucht!). Die Initiative dazu ging vom damaligen EU-Botschafter in Österreich (Karl Doutlik) aus.  hfk

Date: 25-03-2014
Source: The Wall Street Journal

Latest Indication Officials are Willing to Provide Fresh Stimulus
Liikanen
Erkki Liikanen is one of the ECB’s longest serving members.
Setting a negative deposit rate to guard against excessively low inflation is an option for the European Central Bank, said Finland’s central bank governor Erkki Liikanen, the latest indication that officials are willing to provide fresh stimulus to protect a fragile economic recovery.

“If you want to tackle the issues with traditional monetary policy, then you should be able to cut rates further. We are at low levels but we haven’t exhausted our maneuvering room,” Mr. Liikanen told The Wall Street Journal in an interview.

Mr. Liikanen is one of the ECB’s longest serving members, heading Finland’s central bank since 2004, and is on the 24-member governing council.

The ECB’s main lending rate to banks is 0.25%, a record low. The separate deposit rate is set by the ECB for overnight funds parked at the central bank. It has been set at zero for nearly two years. Denmark has experimented with negative rates on bank deposits. But the ECB would be the largest central bank to go this route since the global financial crisis erupted more than five years ago.

Faced with a penalty rate for parking funds at the ECB, commercial banks might instead lend their excess funds to other financial institutions, lowering short-term borrowing costs. It could also make euro-denominated assets less attractive to global investors, taking some of the froth off the value of the euro, and thereby boosting exports and inflation.

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Die Weltwirtschaft heute – ein einziges Tollhaus

Posted by hkarner - 17. März 2014

Auch wenn ich sonst mit Ferry Stocker zur Finanzwirtschaft nicht viel anfangen kann (er ist mir zu trivial!), so hat er es diesmal ganz gut getroffen! (hfk)

16.03.2014 | 18:28 | von FERRY STOCKER (Die Presse)

Es sind die Zentralbanken, die es vereiteln, dass die Politik endlich die unausweichlichen, grundlegenden Reformen angeht.

Endlich: Die jüngsten Wirtschaftsprognosen für die westlichen Industriestaaten wie insbesondere auch für die Eurozone wurden nach oben revidiert, die überwiegende Mehrzahl der Wirtschaftsforscher ist deutlich optimistischer. Irland hat Ende 2013 den Euro-Rettungsschirm verlassen, Portugal verzeichnete im letzten Quartal 2013 den stärksten Aufschwung der Euroländer überhaupt. Sogar griechische Banken spielen mit dem Gedanken, sich wieder direkt auf dem Kapitalmarkt Geld zu besorgen.

In den USA wächst die Wirtschaft wieder markant und auch in Großbritannien entwickelt sich eine ansehnliche Dynamik. Alles in allem also durchaus vielversprechende Aussichten! Ist die Krise, sind die Krisen also endlich vorbei?

Wie schön wäre es! Doch der Schein trügt. Zwar hat sich das ökonomische Umfeld – abgesehen von der skandalösen Höhe der (Jugend-) Arbeitslosigkeit in vielen Ländern – in der Tat deutlich aufgehellt, doch von der Überwindung der Krisen und damit von fundierten Wachstumsaussichten sind wir weit entfernt.

Toxische Nebenwirkungen

Denn einerseits bestehen die zentralen Krisenursachen überwiegend fort. Andererseits offenbaren die wirtschaftspolitischen, in erster Linie die geldpolitischen Ablenkungsmanöver und Beruhigungspillen mehr und mehr ihre Wirkungslosigkeit, während ihre toxischen Nebenwirkungen immer deutlicher zutage treten. Den Rest des Beitrags lesen »

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