Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Insolvency’

Hans-Werner Sinn: „Wir müssen den Euro jetzt neu verhandeln“

Posted by hkarner - 6. Februar 2017

25 Jahre nach der Unterzeichnung der Verträge von Maastricht brauche die Eurozone dringend einen Neustart, sagt der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn. Sonst drohe eine Haftungsunion – und neue Spannungen in Europa.

Von Nikolaus Jilch, Presse

Die Presse: Sind die Maastricht-Kriterien heute mausetot?

Sinn cc1Hans-Werner Sinn: Ja. Sie wurden auch schon beim Eintritt in die Währungsunion verletzt. Das waren ja ohnehin nur Eintrittskriterien. Das wichtigste Kriterium war die Verschuldungsgrenze von 60 Prozent des Sozialprodukts. Italien und Belgien hatten damals schon 120 Prozent und durften trotzdem mitmachen. Die anderen Kriterien wurden nachher beschlossen – aber auch nicht respektiert. Der Stabilitätspakt, der eine Defizit-Obergrenze von drei Prozent vorgibt, wurde 165 mal überschritten, davon 112 strafbar. Strafen gab es jedoch nie. Auch der gehärtete Fiskalpakt aus dem Jahr 2012, der von Deutschland als Gegenleistung für den Rettungsfonds ESM gefordert wurde und eine laufende Senkung der Schuldenquoten vorsieht, wurde von fast allen Ländern wiederholt verletzt.

Was ist schief gelaufen?

Der größte Fehler war, dass die No-Bail-Out-Klausel, nach der die Gläubiger von Pleitestaaten nicht rausgehaut werden sollen, verletzt wurde. Die EU hat es versäumt eine Insolvenzordnung für Staaten zu etablieren. So hatten die Investoren die Erwartung, dass man sie im Krisenfalle heraushauen würde, und es floss viel zu viel Geld nach Südeuropa. Mit der Folge, dass dort inflationäre Kreditblasen entstanden sind. Das hat die Länder überteuert und ihre Wettbewerbsfähigkeit zerstört. Den Rest des Beitrags lesen »

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Funny Money Accounting—-Why Social Security Will Be Bankrupt In 10 Years

Posted by hkarner - 15. August 2016

By David Stockman, 14/8Stockman

Social Security—–Trust Fund Confetti And The Coming Insolvency

……Here follows a deconstruction of Rosy Scenario. It underscores why the nation’s entitlement based consumption spending will hit the shoals in the decade ahead.

In their most recent report, the so-called “trustees” of the social security system said that the trust fund’s near-term outlook had improved. So the stenographers of the financial press dutifully reported that the day of reckoning when the trust funds run dry has been put off another year—-until 2034.

The message was essentially take a breath and kick the can. That’s five Presidential elections away!

Except that is not what the report really says. On a cash basis, the OASDI (retirement and disability) funds spent $859 billion during 2014 but took in only $786 billion in tax revenues, thereby generating $73 billion in red ink.

By the trustees’ own reckoning, in fact, the OASDI funds will spew a cumulative cash deficit of $1.6 trillion during the 12-years covering 2015-2026. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Eurozone’s Zeno paradox – and how to solve it

Posted by hkarner - 12. April 2016

Jean Pisani-Ferry 10 April 2016, voxeu Pisani-Ferry CC

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Katzians sinnloser Klassenkampf

Posted by hkarner - 30. November 2015

Da hat er ganz recht, der Eric Frey. Und der Herr Austria Präsident hat genauso unrecht, wie er gestern in der Fernsehdiskussion hilflos war den Zukunftsszenarien gegenüber.  Jetzt wird es für die Gewerkschaften wirklich schwierig, nicht nur bei denen der Produktion, sondern vor allem auch der „Angestellten“, wo dank Technologie und AI die noch grösseren Kahlschläge drohen. Aber da wird Wolfgang Katzian schon in Pension sein! (hfk)

Kommentar Eric Frey, 30. November 2015, 18:02, derstandard.atFrey

Die Gewerkschaftsangriffe auf den Zielpunkt-Eigentümer gehen ins Leere Wenn ein großes Unternehmen in die Insolvenz rutscht, ist das – mit Ausnahme der Mitbewerber – für alle schmerzhaft: für Beschäftigte, Lieferanten, Kreditgeber, Politiker und die Eigentümer, die viel Geld verlieren. Die Fälle, in denen Unternehmer von der Pleite einer Beteiligung in Österreich profitieren, sind rar. Das verhindern auch die strikten Insolvenzgesetze, die trotz jüngster Reformen mehr dem Gläubigerschutz als der Sanierung dienen.

Hauptziel nach einer Insolvenz müsste sein, Arbeitnehmer, Lieferanten und den Standort vor weiterem Ungemach zu bewahren. Die Wut- und Drohkampagne der Privatangestelltengewerkschaft und ihres Chefs Wolfgang Katzian gegen die Zielpunkt-Eigentümer trägt dazu nichts bei. Katzian unterstellt Georg Pfeiffer, die Insolvenz mutwillig herbeigeführt zu haben, um seinen Familienkonzern per „Masterplan“ zu bereichern. Er stützt sich, wie sich in der ORF-Sendung Im Zentrum Sonntagabend zeigte, auf reine Vermutungen, die in sich nicht schlüssig sind. Dass er dafür Rückendeckung von Sozialminister Rudolf Hundstorfer erhält, macht die Angriffe nicht glaubwürdiger. Den Rest des Beitrags lesen »

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Brasilien schlittert in Richtung Staats-Pleite

Posted by hkarner - 14. September 2015

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Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat Brasiliens Kreditwürdigkeit herabgestuft. Als Grund nannte sie die schrumpfende Wirtschaft des Landes und die Budget-Probleme der Regierung. Brasilien durchlebt derzeit die schwerste Rezession seit 25 Jahren.

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bewertung brasilianischer Staatsanleihen auf Ramsch-Niveau gesenkt. S&P bewertet die Kreditwürdigkeit Brasiliens nun mit „BB+“ mit negativem Ausblick und schließt auch eine weitere Abstufung nicht aus. Als Begründung nannte die Rating-Agentur die schlechten Wachstumsaussichten des Landes und das anhaltende Haushaltsdefizit. Somit verliert Brasilien die für institutionelle Investoren so wichtige „Investmentgrade“, ohne die viele von ihnen keine Staatsanleihen halten dürfen. Für Brasilien bedeutet dies, dass es deutlich schlechtere Konditionen akzeptieren muss, um sich neues Kapital zu leihen.

Die brasilianische Währung reagierte am Devisenmarkt mit starken Verlusten. Der Real fiel um 2,3 Prozent auf einen Jahrestief von 3,87 im Vergleich zum Dollar, wie Bloomberg berichtet. Die französische Investmentbank Société Générale geht davon aus, dass der Real in den nächsten acht Wochen noch auf einen Dollar-Kurs von 4,4 fallen wird. Das würde einer 15-prozentigen Abwertung innerhalb von zwei Monaten gleichkommen. Im laufenden Jahr hat Brasiliens Währung bereits 31 Prozent an Wert verloren, der größte Verlust unter allen Schwellenländern. Auch der brasilianische Aktienindex Ibovespa verlor 2,1 Prozent. Größter Verlierer war erneut der staatliche Ölkonzern Petrobas, der seinen Jahresverlust auf 19 Prozent ausweitete. Auf das ganze Jahr betrachtet hat der Aktienindex bereits 37 Prozent seines Wertes eingebüßt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ugly Greek Bank Resolutions and Depositor Bail-Ins Coming Soon

Posted by hkarner - 23. Juli 2015

Posted on July 22, 2015 by , naked capitalismYves Smith

Yves here. We’ve warned for some time that the ECB’s threat of bank resolutions in Greece would give it a great deal of leverage over the government, since the Greek banks have for some time been deeply insolvent. As we’ll show in a post later today, they would have been toast in 2010 were it not for the sovereign debt bailout; they’ve since fallen prey to ever-rising levels of bad debts.

In Europe, thanks to the lack of any deposit guarantees on the Eurozone level and weak national deposit guarantee programs (and Greece’s is very weak), the result when banks get sick and need to be put down is bail-ins. That means creditors are wiped out, starting with shareholders and moving to more and more senior creditors. In Cyprus, the template for what is likely to occur in Greece, depositors in excess of €100,000 took haircuts. That meant the wealthy as well as small and medium-sized businesses.

Greek banks, like banks in Cyprus, are heavily deposit funded. Their loan books can only have gotten worse in the wake of the bank holiday. Den Rest des Beitrags lesen »

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Drei Thesen zur Griechenlandkrise

Posted by hkarner - 5. Juli 2015

Es ist nicht zu fassen: Dass in der „Presse“ mit ihrer unausgewogenen, schwindligen, erzkonservativen, „totalitären“ Griechenland Berichterstattung ein so kluger, ausgewogener Artikel erscheinen darf. Aber das ist wohl ein Versehen der „Ökonomenstimme“! (hfk)

05.07.2015 | 09:33 | von Jan Pieter Krahnen (Ökonomenstimme), PresseKrahnen

Jan Pieter Krahnen ist Professor für BWL, insbesondere Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des Center for Financial Studies. Krahnen ist unter anderem Mitherausgeber des Journal of Banking and Finance und war als Mitglied des Executive Committee der European Finance Association aktiv. Krahnens Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich Banking and Financial Intermediation

Ökonomenstimme. Ökonom Jan Pieter Krahnen meint, dass eine zielführende Reformagenda nur von der gewählten Regierung Griechenlands formuliert werden kann.

Mit Blick auf die gescheiterten Verhandlungen mit Griechenland argumentiert dieser Beitrag, dass eine zielführende Reformagenda nur von der gewählten Regierung Griechenlands formuliert werden kann. Die Euro-Staaten müssten Griechenland für die Zeitdauer einer Restrukturierungszeit eine Grundsicherung zusagen. Gleichzeitig müssen auch die EU-Staaten aus der Griechenlandkrise die notwendigen Konsequenzen ziehen: Ein funktionierendes Europa benötigt eine politische Union und eine in sie eingebettete Fiskalunion. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wo bleibt die Konkursordnung für die Länder?

Posted by hkarner - 11. Mai 2015

11.05.2015 | 18:21 | Josef Urschitz (Die Presse)Urschitz CC

Zur Steuerhoheit gehört auch die Möglichkeit der Länderinsolvenz.

Um eine mögliche Steuerhoheit der Bundesländer ist eine ernsthafte Diskussion entbrannt. Um die dafür notwendigen Rahmenbedingungen noch nicht. Das sieht gefährlich aus, weil sich damit schon wieder einmal eine typisch österreichische Lösung anbahnt: ein bisschen mehr Geld für die Länder, ohne dass die grundlegenden Probleme des österreichischen Föderalismus gelöst werden.

Die heißen intransparente Finanzströme und ein kompliziertes und damit teures Kompetenzgeflecht. Beides gehört entwirrt.

Teil dieses Entwirrens könnte die Steuerhoheit der Länder sein. Diese muss aber in eine ganz klare Einnahmen- und Ausgabenverantwortung münden. Samt der dazugehörigen klaren Verantwortung, wenn einmal etwas passiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Insolvenz Kärntens verfassungsrechtlich wohl nur bedingt möglich

Posted by hkarner - 27. April 2015

27. April 2015, 19:00, derstandard.at

Universitätsprofessor: Einschränkungen der Bundesverfassung jedenfalls gültig – Gesetzliche Regelung wünschenswert – Gutachter sieht Abwicklung der Heta als europarechtskonform

Klagenfurt – Die Insolvenz eines Bundeslandes wäre wohl nur sehr eingeschränkt möglich. Das ist der Sukkus eines Vortrages des Wiener Universitätsprofessors Michael Potacs am Montagabend bei einem Vortrag an der Universität Klagenfurt. Die von der Bundesverfassung vorgegebenen Einschränkungen würden eine „normale“ Insolvenz nach dem Insolvenzrecht unmöglich machen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo: Pleiteszenarien nach Balkan-Verkauf

Posted by hkarner - 22. Dezember 2014

Andreas Schnauder, derstandard.at, 21. Dezember 2014, 17:15

Die Insolvenz der Hypo/Heta wäre nach einem Verkauf der Töchter in Südosteuropa wieder möglich. Auch eine Pleite Kärntens könnte in Kauf genommen werden

Wien – Der Verkauf der Südosteuropatöchter der Hypo Alpe Adria geht in die Endrunde. Der favorisierte Bieter, die Beteiligungsgesellschaft Advent im Verbund mit der Osteuropabank EBRD, hat sein Angebot mit 23. Dezember befristet. Sollte der Deal zustande kommen, könnten sich für die Abbaueinheit Heta Asset Resolution und den Eigentümer Republik neue Optionen auftun. Heißt konkret: Auch eine Insolvenz der gut 18 Milliarden Euro schweren Heta steht wieder zur Debatte.

Dass es nicht schon beim Beschluss der Abbaulösung im März dieses Jahres zu einer Pleite gekommen ist, lag vor allem an den Befürchtungen betreffend Südosteuropa. Dort würde ein Konkurs zu Schlangen vor den Bankschaltern, einem Bank-Run, führen, tönte beispielsweise die Nationalbank in einer Stellungnahme. Den Rest des Beitrags lesen »

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