Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Haircut’

IWF: Athens Schuldenberg ist „unhaltbar“ und „explosiv“

Posted by hkarner - 30. Januar 2017

Laut Währungsfonds ist ein Schuldenschnitt unumgänglich. Die Eurozone müsste „glaubwürdigere“ Maßnahmen ergreifen, um den Schuldenberg zu verringern.

Wien. Seit dem kurzfristigen Aufflackern der Griechenlandkrise in der Folge der Wahl von Alexis Tsipras zum Premierminister vor rund eineinhalb Jahren ist es ruhig geworden um Athen, die Eurokrise und die Troika aus EU, EZB und IWF. Andere Themen – von der Migrationswelle bis hin zu Brexit und dem neuen US-Präsidenten Trump – bestimmen inzwischen die politische Großwetterlage. Doch auch abseits der allgemeinen Öffentlichkeit köchelt die Griechenlandkrise weiter vor sich hin. Das zeigt ein vertraulicher Bericht des IWF über die Schuldentragfähigkeit des Landes, der Anfang Februar den Mitgliedsländern vorgelegt werden soll und nun vorab publik wurde. 

Der in Washington beheimatete Währungsfonds stuft die Schuldenlast des Landes darin als derzeit „unhaltbar“ und langfristig „explosiv“ ein. „Selbst bei einer vollständigen Umsetzung der im Rettungsprogramm gebilligten Reformen werden die Staatsverschuldung und der Finanzbedarf langfristig explosiv werden“, heißt es wörtlich. Die Eurozone müsste „glaubwürdigere“ Maßnahmen ergreifen, um den Schuldenberg zu verringern. Konkret schlägt der IWF vor, Griechenland zu erlauben, die Rückzahlung der bisher gewährten Milliardenkredite bis 2040 auszusetzen und die Laufzeiten bis 2070 auszudehnen. Mit anderen Worten: Griechenland solle einen Schuldenschnitt erhalten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Brexit and the Derivatives Time Bomb

Posted by hkarner - 3. Juli 2016

Posted on by Ellen Brown, Web of DebtBrown Ellen

Brexit could trigger a $500 trillion derivatives meltdown, by forcing the EU to allow insolvent member governments and banks to write down debt. Italy is in financial crisis and is already petitioning for that concession. How to avoid collapse of the massive derivatives house of cards? Alternatives are considered.

Sovereign debt – the debt of national governments – has ballooned from $80 trillion to $100 trillion just since 2008. Squeezed governments have been driven to radical austerity measures, privatizing public assets, slashing public services, and downsizing work forces in a futile attempt to balance national budgets. But the debt overhang just continues to grow.

Austerity has been pushed to the limit and hasn’t worked. But default or renegotiating the debt seems to be off the table. Why? According to a June 25th article by Graham Summers on ZeroHedge:

. . . EVERY move the Central Banks have made post-2009 has been aimed at avoiding debt restructuring or defaults in the bond markets. Why does Greece, a country that represents less than 2% of EU GDP, continue to receive bailouts instead of just defaulting?

Summers’ answer – derivatives:

[G]lobal leverage has exploded to record highs, with the sovereign bond bubble now a staggering $100 trillion in size. To top it off, over $10 trillion of this is sporting negative yields in nominal terms. . . .

Globally, over $500 trillion in derivatives trade [is] based on bond yields.

But Brexit changes everything, says Summers. Until now, the EU has been able to reject debt forgiveness as an alternative, using the threat of financial Armageddon if the debtor country left the EU. But Britain has left, and Armageddon hasn’t hit. Other Eurozone nations can now threaten to do the same if they don’t get debt forgiveness or a restructuring.

The First Domino – Italy Den Rest des Beitrags lesen »

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Die kranke Welt der Nullzinspolitik

Posted by hkarner - 14. Juni 2016

14.06.2016 | 18:20 | Josef Urschitz (Die Presse)

Aus Krisennothilfe wird ein krasser Fall von Konkursverschleppung.

Erstmals in der Geschichte ist die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe negativ. Das ist bei Weitem nicht die erste europäische Staatsanleihe, bei der man draufzahlt, aber die mit Abstand wichtigste. Kaum ein Großinvestor kommt daran vorbei.

Großinvestoren sind in diesem Fall auch Pensionskassen und Versicherungen, die gesetzlich verpflichtet sind, einen bestimmten Anteil an Staatsanleihen in ihren Portfolios zu halten. Negative Rendite bedeutet hier: Lebensversicherungsnehmer und Pensionsvorsorger können sich ihre vermeintlichen Ansprüche in die Haare schmieren, wenn das länger anhält. Man erkennt daran, dass das, was die EZB mit ihrer Nullzinspolitik macht, eigentlich extrem krank ist. Kurzfristig als Notfallsmedizin geeignet, aber langfristig eine Katastrophe, die genau jene Fehlentwicklungen verstärkt, die sie zu bekämpfen vorgibt.

Über längere Zeiträume durchgeführte Nullzinspolitik macht Vorsorge unmöglich und erleichtert auf der anderen Seite Schuldenaufnahmen. Deutsche Kommunen beispielsweise treten derzeit exzessiv als Kreditwerber auf. Kurzum: Die Ursachen der Krise – staatliche und private Überschuldung sowie strukturelle Schieflagen – werden mit noch mehr Kreditschöpfung bekämpft, die es Staaten ermöglicht, Strukturreformen noch länger aufzuschieben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Greece – Considerations On Debt Relief

Posted by hkarner - 25. Mai 2016

Tuesday, May 24, 2016, Observing Greece Kastner

A nominal reduction of debt (via forgiveness) has the advantages of reducing the indebtedness ratio (debt as % of GDP) and reducing the interest expense in the budget (if the debt is interest-bearing). Put differently, such a debt relief is debtor-friendly.

Debt relief in the form of extending maturities does not reduce the indebtedness ratio and it only has the same benefits for the budget as above if interest on that debt is reduced to zero. This form of debt relief is creditor-friendly because creditors do not have to make write-off’s.From the standpoint of the budget, it is irrelevant whether debt relief comes via debt forgiveness or via reducing interest rates to zero. In either case, the budget is relieved. One could argue as follows: „If the benefit is the same either way, we’ll chose the creditor-friendly way because that way we can build up goodwill with the creditors“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Für eine wirksame Finanzmarktreform

Posted by klausgabriel - 20. Mai 2016

Gastbeiträge – 16.05.2016, Frankfurter RundschauReiners

Finanzbranche

Von Suleika Reiners

Die EU muss die Eigenkapitalquote für Banken von drei Prozent deutlich erhöhen. Das hilft allen.

Finanzinstitute, Regierungen und EU-Kommission betonen gemeinhin, Regulierungen sollten die Finanzbranche nicht mehr belasten als nötig. So steht es in EU-Handelsabkommen wie mit Südkorea und in den Texten geplanter Verträge wie mit Singapur oder mit den USA (TTIP). Diese Haltung prägt auch eine von der EU-Kommission durchgeführte „öffentliche Konsultation“ zur Auswertung der bisherigen Finanzmarktreform. In Brüssel findet dazu am heutigen Dienstag eine Anhörung statt.

Doch davon, die Finanzbranche mehr zu belasten als nötig, ist die Finanzmarktreform weit entfernt. Die Kernfrage muss stattdessen lauten: Wird das Gemeinwohl wirksam geschützt? Der Nachholbedarf ist enorm. Bisher Beschlossenes ist stets im Einzelinteresse von Akteuren der Finanzbranche geschwächt worden und wenig wirksam. Fundamentale Regulierungslücken und neue Risiken kommen hinzu. Im Folgenden einige zentrale Beispiele. Den Rest des Beitrags lesen »

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IWF warnt vor Crash in Griechenland

Posted by hkarner - 7. Mai 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

In einem Brief an die 19 Euro-Finanzminister drängt IWF-Chefin Lagarde zur sofortigen Aufnahme von Verhandlungen über einen griechischen Schuldenerlass. Ihrer Ansicht nach hege die EU zu hohe Erwartungen an eine Erholung der Wirtschaft. Die Zeit drängt, weil bald die heiße Phase des Brexit-Wahlkampfes beginnt.

LagardeDem IWF zufolge wird die Zeit für eine Einigung knapp.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert die Finanzminister der Eurozone auf, unverzüglich mit Verhandlungen zu einem Schuldenschnitt für Griechenland zu beginnen, wie Financial Times schreibt. Dies geht aus einem Brief von IWF-Chefin Lagarde an alle 19 Finanzminister der Eurozone hervor, welcher der Zeitung vorliegt.

In dem Brief droht Lagard mit einem Ausstieg des IWF aus dem Kreditprogramm für Griechenland, falls nicht unverzüglich über Schuldenerleichterungen für das Land gesprochen werde. Die seit einem Monat andauernden Verhandlungen mit Griechenland über Einsparungen in Gesamthöhe von rund 3 Milliarden Euro seien aus IWF-Sicht „fruchtlos“ geblieben, wie Financial Times schreibt.

„Wir glauben, dass spezifische Reformmaßnahmen, eine Restrukturierung der Schulden und Fragen der Finanzierung jetzt zeitgleich diskutiert werden müssen. Für uns ist essentiell, dass die Finanzierung und die Schuldenerleichterungen, die Griechenlands europäische Partner fordern, auf Zielen beruhen, die realistisch sind (…)“, schreibt Lagarde demzufolge. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schäuble und IWF streiten über Schulden-Erlass für Griechenland

Posted by hkarner - 17. April 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Bundesfinanzminister Schäuble hält Schuldenerleichterungen für Griechenland für nicht notwendig. Stattdessen müsse der Austeritätskurs fortgesetzt werden. Der IWF sagt dagegen, Griechenland könnten keine weiteren Spar-Auflagen gemacht werden. Das Land brauche dringend Entlastung bei den Schulden.

Der Streit zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über den Fortgang des Hilfsprogramms für Griechenland dauert an. Schäuble sieht nach wie vor keinen Grund, über Schuldenentlastungen für das Krisen-Land zu sprechen, wie er am Rande der Frühjahrestagung des IWF in Washington deutlich machte. Den IWF will er aber auf alle Fälle als Beteiligten am laufenden Hilfsprogramm an Bord haben. Der Fonds allerdings hält die haushaltspolitischen Vorgaben für Griechenland aus den Programm-Vereinbarungen für nicht mehr realistisch und will sie zurücknehmen. Schuldenentlastungen hält er für zwingend, um sich an dem Programm beteiligen zu können.

Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling schließt einen Schuldenschnitt für Griechenland, also eine Streichung von Krediten, wie Schäuble kategorisch aus. Allerdings kann er sich eine Streckung der Kreditlaufzeiten vorstellen, sagte er in Washington. Den IWF will auch der Österreicher möglichst als Programmbeteiligten gewinnen. Sollte das nicht gelingen, sei das aber „auch kein Beinbruch“. Finanziell könnten die Europäer das Problem alleine schultern. Schelling erwartet, dass Ende nächster Woche im Kreise der Finanzminister der Eurozone Klarheit geschaffen werden könnte und rasch neue Hilfszahlungen an Griechenland fließen können. Er rechnet damit, dass der ausstehende Prüfbericht zu den griechischen Reformfortschritten bis dahin vorliegt. Danach solle auch die Entscheidung fallen, ob der IWF letztlich doch in das Hilfsprogramm über bis zu 86 Milliarden Euro einsteigt, das bis 2018 läuft. Den Rest des Beitrags lesen »

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Finanzminister: Heta-Prozesse können zehn Jahre dauern

Posted by hkarner - 14. März 2016

 14. März 2016, 18:01, derstandard.at

Nur rund 25 Prozent der Heta-Anleihegläubiger haben das Rückkaufanbot Kärntens akzeptiert, der Deal ist geplatzt. Finanzminister Hans Jörg Schelling glaubt nicht an eine Insolvenz des Landes, das ist nun aber auf sich allein gestellt

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat es kurz gehalten, am Montag. Für zwölf Uhr hatte er zum Pressegespräch zum Thema Rückkaufanbot für die Heta-Anleihen gebeten, keine halbe Stunde später war die Veranstaltung im lichtdurchfluteten Dachgeschoß des Ministeriums auch schon wieder vorbei.

Was sich abgezeichnet hatte, wurde bestätigt: Das Offert des Landes Kärnten wurde abgelehnt, hat es nicht auf die 66 Prozent Zustimmung gebracht, die es zur Annahme gebraucht hätte. „Das müssen wir mit großem Bedauern zur Kenntnis nehmen“, kommentierte Schelling die Niederlage.

Selbige haben die Gläubiger, die sich in einem Lock-up-Agreement zum Halten der Anleihen verpflichtet und auf hundert Prozent ihrer Forderungen bestanden hatten, in seinen Augen aber sich selbst zugefügt. „Einige von ihnen werden Probleme mit ihren Organen (Aufsichtsräten; Anm.) bekommen“, glaubt Schelling. Er geht ja davon aus, dass die Gläubiger letzten Endes schlechter aussteigen werden. „Gescheitert“ seien daher die Gläubiger, die das Angebot abgelehnt haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo-Desaster: Herr Schelling, schneiden Sie!

Posted by hkarner - 5. März 2016

04.03.2016 | 18:24 | Josef Urschitz (Die Presse)urschitz

Wenn ohnehin alles beim Steuerzahler bleibt, ist der Schnitt eine Option.

Die Gans ist also noch nicht knusprig genug: Selbst das stark verbesserte Angebot der Republik an die Heta-Gläubiger findet bei den deutschen Anleihehaltern keinen Gefallen. Man versteht das: Es trifft ja keine Reichen. Die Deutsche Bank etwa, deren Vermögensverwaltungsgesellschaft abgelehnt hat, ist durch ihre geschickte Geschäftspolitik an der Börse gerade noch ein bisschen mehr wert, als der voraussichtliche Hypo-Gesamtschaden ausmacht. Da braucht man jeden Cent.

Aber irgendwann muss Schluss sein mit dem Bankensozialismus: Wenn es den Gläubigern tatsächlich gelingt, per Laufzeitverkürzung noch einmal zehn Prozentpunkte herauszuholen, dann bleibt de facto ohnehin alles beim hiesigen Steuerzahler hängen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Lagarde: Debt Relief For Greece!  

Posted by hkarner - 7. Februar 2016

Saturday, February 6, 2016, Observing GreeceKastner

Christine Lagarde of the IMF considers debt relief for Greece as important as the reform of the Greek pension system, reports the Ekathimerini. Well, in a way she is quite right!

Those arguing in favor of debt relief create the impression that the immediate consequence of such debt relief would be a relaxation of fiscal pressures. That is true only where debt relief leads to an immediate reduction in interest expense. Most of the EU financing for Greece is currently (and until 2022, I believe) free of interest. Even if one forgave all of that debt, there would be no impact on Greece’s fiscal balance in the next years.

Greece has spent about 5,7 BEUR annually on interest in the last couple of years. One would have to examine who that interest was paid to. If the recipients of that interest forgave their debt, Greece would immediately benefit.
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