Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Geldschöpfung’

Schweizer lehnen Vollgeld ab

Posted by hkarner - 10. Juni 2018

Klaus Bonanomi aus Bern, 10. Juni 2018, 17:15 derstandard.at

Mit nur knapp einem Viertel an Jastimmen ist die Vollgeldinitiative bei den Schweizern abgeblitzt

Die Schweizer wagen die Revolution ihres Finanzsystems nicht. Die Abstimmung über die „Vollgeldinitiative“ ging deutlich aus: Nur 24 Prozent stimmten dem Begehren zu, welches forderte, dass allein die Nationalbank Geld schöpfen darf. Die Geschäftsbanken hätten laut der Vollgeldinitiative nicht mehr Geld „aus dem Nichts“ erzeugen dürfen, indem sie Kredite vergeben, die nicht mit Eigenkapital oder mit Kundeneinlagen unterlegt sind. Die Banken hätten die Spareinlagen ihrer Kunden aus den Bilanzen nehmen und für den Konkursfall schützen müssen. Einzig die Nationalbank hätte neues Geld ausgeben dürfen, entweder durch Darlehen an die Geschäftsbanken oder durch schuldenfreie Geldausgabe. Damit wäre laut den Initianten das Finanzsystem sicherer und stabiler geworden. Die Nationalbank hätte die Geldmenge direkt steuern und Spekulationsblasen wie auch Kreditknappheit verhindern können, so die Hoffnung.

Keine politische Unterstützung

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VOLLGELD“ IST KEIN WUNDERMITTEL

Posted by hkarner - 8. Juni 2018

FURCHE-Kolumne 242, Wilfried Stadler 

In wenigen Tagen findet über Betreiben der „Vollgeld-Initiative“ in der Schweiz eine Volksabstimmung statt, die das hochkomplexe Thema „Geldschöpfung“ ins Scheinwerferlicht des öffentlichen Interesses rückt. Würde umgesetzt, was die Initiatoren anstreben, käme das einer Revolution des Geldwesens gleich. Im Kern geht es darum, dass in Zukunft alle Spareinlagen zur Gänze Notenbankgeld darstellen sollen. Die Anleger hätten damit kein Bankenrisiko mehr zu tragen. Gleichzeitig soll den Banken verboten werden, aus Spareinlagen ihrer Kunden Kredite zu machen und somit Buchgeld zu schöpfen. Von einem solchen „Vollgeldsystem“ versprechen sich seine Befürworter nicht weniger als das Ende aller Finanzkrisen.

Der gängigen Finanztheorie zufolge gibt es in einer im Gleichgewicht befindlichen Volkswirtschaft immer gerade so viel Geld, wie für den Austausch von Waren und Dienstleistungen benötigt wird. Die Notenbank steuert über die Höhe der von den Banken geforderten Mindestreserven an Notenbankgeld die Geldmenge. Die Banken nehmen Spargeld entgegen und reichen Kredite aus. So kann in einer wachsenden Wirtschaft bedarfsgerecht neues Buchgeld entstehen und bei nachlassender Konjunktur auch wieder weniger werden.

Allzu lange blieb in dieser Modellbetrachtung jedoch unbeachtet, dass mit der Zeit immer größere Teile der Kreditgeldschöpfung nicht mehr unternehmerischen und privaten Zwecken der „Realwirtschaft“ dienten, sondern purer Spekulation. Erst als die Finanzkrise vor zehn Jahren zum Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems führte, wurde mit einem Mal klar, wie wenig man über die systemischen Gefahren einer allzu expansiven Finanzwirtschaft wusste, die ohne ausreichende Eigenkapital-Vorsorge ins Uferlose gewachsen war. Den Rest des Beitrags lesen »

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John Weeks – Negative Money: Inflation Targets are Bad Policy & 2% is Nonsense

Posted by hkarner - 9. Mai 2018

Last week we cross-posted Richard Murphy’s critical blog concerning “Why Positive Money is Wrong” (read here). John Weeks sent us this elaboration on Richard Murphy’s article, looking at the issue of the 2% inflation target.

John Weeks is Professor Emeritus at SOAS, University of London, and associate of Prime Economics

The recent article by Richard Murphy clearly and succinctly demonstrated the fallacies of monetary arguments set forward by Positive Money.  I write to elaborate one of his five points, the critique of policy seeking to attain and maintain a specific inflation rate, “inflation targeting”.  Murphy explained the basic flaw, that inflation targeting is dysfunctional and politically reactionary.  My focus is more narrow, that the 2% target of both the Bank of England and the European Central Bank is bad policy because technically unsound.

The European Central Bank aims for a target rate less than 2% of a measure named the Harmonized Index of Consumer Prices, while the Bank of England uses the so-called CPIH measureBoth measures share the flaw of including of internationally traded commodities, over which neither the ECB nor the Bank of England has any substantial influence. Den Rest des Beitrags lesen »

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Richard Murphy – Why Positive Money is wrong

Posted by hkarner - 7. Mai 2018

Thanks to M.R.

An interesting criticism of Positive Money, a topic about which we have posted a series of articles (see herehttp://www.positivemoney.eu/

Richard Murphy is Professor of Practice in International Political Economy, City University of London. He campaigns on issues of tax avoidance and tax evasion, as well as blogging at Tax Research UK

Cross-posted from Tax Research UK

 

Carol Wilcox, who comments here often and is an able campaigner on land value tax issues, has asked me to comment on why I take issue with Positive Money’s (PM) proposals on money creation, and why I think they conflict with modern monetary theory.

The idea I take issue with is this, which PM say is core to their policy proposals:

The central bank would be exclusively responsible for creating as much new money as was necessary to promote non-inflationary growth. It would manage money creation directly, rather than through the use of interest rates to influence borrowing behaviour and money creation by banks. Decisions on money creation would be taken independently of government, by the Monetary Policy Committee (or a newly formed Money Creation Committee). The Committee would be accountable to the Treasury Select Committee, a cross-party committee of MPs who scrutinise the actions of the Bank of England and Treasury. The Committee would no longer set interest rates, which would now be set in the market. Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste Schweizer Bank für Vollgeld

Posted by hkarner - 13. April 2018

Monetative e.V. 12.04.2018

Im Zuge der Debatten um das Schweizer Vollgeld-Referendum am 10. Juni 2018 hat sich jetzt erstmals eine kleine Schweizer Bank für Vollgeld ausgesprochen: Die Freie Gemeinschaftsbank in Basel. Die Genossenschaftsbank hat bereits zuvor ihre Kunden und Mitglieder vorbildlich über die Funktionsweise des Geldsystems informiert. In der Kundenzeitschrift „Transparenz“ vom März 2018 (S. 22-23) schreibt Jean-Marc Decressonnière, Mitglied der Geschäftsleitung, nun zur Vollgeld-Initiative:

„Ein großes Verdienst der Initiative ist es, dass sie uns mit der kritischen Bestandsaufnahme und gedanklichen Durchdringung des herrschenden Geldsystems von der Blindheit befreit hat, mit der wir bis anhin – ebenso wie die allermeisten anderen Banken – geschlagen waren in Bezug auf die Prozesse der Geldschöpfung und Geldvernichtung, in die wir als Geschäftsbank involviert sind. Zum anderen zeigt die Vollgeldreform die Perspektive auf,  dass wir als Bank (ebenso wie alle anderen Geschäftsbanken) tatsächlich zu dem werden, was wir bislang zu sein meinten und öffentlich zu sein vorgaben: ein Vermittlungsorgan zwischen den Geldgebenden und den Geldnehmenden, eine „partnerschaftliche Mittlerin zwischen Menschen, die Gelder für Initiativen zur Verfügung stellen wollen, und Menschen, die mit diesen Geldern Ideen in die Tat umsetzen.Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste-Bank-Chef Treichl: „Man kann nicht jeden Tag von Liebe leben“

Posted by hkarner - 4. Februar 2018

Bettina Pfluger3. Februar 2018, 14:00, derstandard.at

Finanzbildung einmal anders. Erste-Chef Andreas Treichl spricht in einer Wiener HAK über Leben, Liebe und Geld. 49.000 Schüler waren via Live-Stream dabei

Wien – „Was ist das Wichtigste im Leben? Geld? Liebe? Gesundheit?“ Die Gesundheit – darauf einigen sich die meisten der 130 Schüler der BHAK Wien 10, die sich am Mittwochvormittag in der Schulbibliothek versammelt haben. Okay. „Was ist dann das Zweitwichtigste?“, versucht es der Fragesteller. Freude? Friede? Familie? Geld? Na ja – dann wohl Geld, einigen sich die Schüler. Fügt man Geld und Gesundheit zusammen, kommt man auf jene finanzielle Gesundheit, um die es dem Fragesteller heute geht.

Und der ist in diesem Fall nicht irgendjemand – es ist Andreas Treichl, Chef der Erste Group, der in der Pernerstorfergasse 77 vor den Schülern steht.“ Die finanzielle Gesundheit ist wichtig“, sagt Treichl. Denn „man kann nicht den jeden Tag von der Liebe leben. Ab und zu muss man auch was essen“. Leises Gelächter.

Aber die finanzielle Gesundheit ist im ganzen Geld- und Wirtschaftssystem nur ein Teil. „Was wäre, wenn einem der Arzt nur etwas verschreibt, weil der daran etwas verdient, oder wenn ein Finanzdienstleister nur Produkte verkauft, die nur ihm und nicht dem Kunden helfen?“ Was es als Bindeglied also auch braucht, ist das Vertrauen der Beteiligten.

Vom Wert des Geldes … Den Rest des Beitrags lesen »

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Umgehung der Schuldenbremse durch Infrastruktur-Gesellschaften

Posted by hkarner - 23. Juni 2017

Monetative e.V., 23/6/2017

Union und SPD haben kürzlich in großer Eile 13 Grundgesetzänderungen durch die parlamentarischen Gremien gepeitscht, um private Infrastrukturgesellschaften z.B. zum Autobahnbau zu ermöglichen. Hier ein Bericht dazu aus der Berliner Zeitung. Das hat auch etwas mit unserem Geldsystem zu tun, wie eine interessante Studie aufzeigt:

„Gemeinwohl als Zukunftsaufgabe – öffentliche Infrastrukturen zwischen Daseinsvorsorge und Finanzmärkten“ ist der Titel einer jüngst veröffentlichten Studie der Organisationen „Heinrich-Böll-Stiftung“ und „Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB)“. Was hat das mit dem Geldsystem zu tun? Es scheint den Regierenden klar zu werden, dass die ebenfalls mit Grundgesetzänderung beschlossene sogenannte Schuldenbremse nicht eingehalten werden kann. Die Autoren der Studie zitieren aus einem SPD-Papier zu den geplanten Gesellschaften: „Die Kreditfähigkeit der Gesellschaften wird sichergestellt, ohne die Schuldenbremse zu verletzen“. So könnte die Schuldenbremse also „elegant“ umgangen werden, um z.B. Autobahnen, Brücken oder auch marode Schulbauten zu sanieren. Dafür wird der Staat aber zum Anlageprojekt für überschüssiges, von den Banken selbst hergestelltes Geld. Die Zinsen an die privaten Investoren (Banken, Versicherungen etc.) müssen dann wir alle zahlen! Bitte protestieren Sie gegen diese drohende Privatisierung öffentlicher Infrastruktur mit Leserbriefen und Beiträgen in Diskussionsforen.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein interessanter Bericht der Deutschen Bundesbank zur Geldschöpfung

Posted by klausgabriel - 25. April 2017

2017_04_monatsbericht Bundesbank Geldschöpfung

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Für eine soziale Geldreform!

Posted by hkarner - 27. Januar 2017

Veröffentlicht am 27. Januar 2017 Gero JennerJenner

Die sogenannte Geldschöpfung aus dem Nichts, von manchen fälschlich als größtes Übel beschworen, ist entweder inexistent oder lässt sich durch vorhandene gesetzliche Kontrolle wirksam verhindern. Diese Kontrolle ist aber völlig unzureichend, wenn es um andere Gebrechen geht, die das herrschende Geldsystem nicht nur imaginär, sondern ganz real bedrohen.

 

Geldwertstabilität

Ludwig von Mises betont, wie wichtig es sei, den objektiven Tauschwert des Geldes zu sichern; denselben Sachverhalt würden wir heute als Erhaltung der Geldwertstabilität bezeichnen. Diese war von jeher aus zwei Richtungen gefährdet, durch Inflation – wenn das Geld seinen Wert verliert, man also mit der gleichen Geldmenge weniger Güter erwirbt -, oder durch Deflation, wenn sein Wert steigt, was keineswegs so erfreulich ist, wie es auf den ersten Blick scheint. In einer modernen Wirtschaft, wo Staat und Unternehmen in der Regel hoch verschuldet sind, wird Deflation zur akuten Gefahr, da beide dadurch gezwungen sind, ihre Schulden mit einem viel höheren Güteraufkommen zu begleichen. Das treibt Unternehmen reihenweise in den Bankrott.

Alles Geld ist gut, so lange Preisstabilität besteht Den Rest des Beitrags lesen »

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Trump’s $1 Trillion Infrastructure Plan: Lincoln Had a Bolder Solution

Posted by hkarner - 16. November 2016

Posted on by Ellen Brown, Web of Debt BlogBrown Ellen

Donald Trump was an outsider who boldly stormed the citadel of Washington DC and won. He has promised real change, but his infrastructure plan appears to be just more of the same – privatizing public assets and delivering unearned profits to investors at the expense of the people. He needs to try something new; and for this he could look to Abraham Lincoln, whose bold solution was very similar to one now being considered in Europe: just print the money.

In Donald Trump’s victory speech after the presidential election, he vowed:

We are going to fix our inner cities and rebuild our highways, bridges, tunnels, airports, schools, hospitals. We’re going to rebuild our infrastructure, which will become, by the way, second to none. And we will put millions of our people to work as we rebuild it.

It sounds great; but as usual, the devil is in the details. Both parties in Congress agree that infrastructure is desperately needed. The roadblock is in where to find the money. Raising taxes and going further into debt are both evidently off the table. The Trump solution is touted as avoiding those options, but according to his economic advisors, it does this by privatizing public goods, imposing high user fees on the citizenry for assets that should have been public utilities. Den Rest des Beitrags lesen »

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