Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Fratzscher’

„Das ist billiger Populismus“

Posted by hkarner - 5. April 2017

DIW-Chef Fratzscher hält nichts vom Beschäftigungsbonus für Jobs an Inländer und fordert Härte in den Brexit-Verhandlungen.

In zwei Jahren schlägt der „Zinshammer“ zu, erwartet DIW-Chef Fratzscher.

Die Presse: Ist die Krise in Europa überwunden?

Marcel Fratzscher: Ich bin guten Mutes, dass Europa in diesem Jahr endlich aus der Krise kommt. Das Wachstum beschleunigt sich, auch im Süden. Spanien und Irland haben sich hervorragend entwickelt. Das Sorgenkind Italien wächst wieder stärker. Ich erwarte, dass die Prognosen übertroffen werden. Reformen fangen an zu greifen.

Aber sind sie ausreichend? Das Zeitfenster der Niedrigzinsen auf Staatsschulden schließt sich . . .

Spanien ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich harte und mutige Reformen auszahlen. Aber die meisten Regierungen haben die Zeit nicht klug genutzt, auch in Deutschland. Zwei Jahre lang kann die EZB den Druck noch dämpfen, dann kommt der Zinshammer. Ich hoffe, dass neue Regierungen in Frankreich und Italien wichtige Reformen umsetzen. Wir sollten aufhören, uns in Europa schlechter zu reden, als wir sind. Auch in den USA wären Reformen fällig, passieren aber nicht, oder werden von Trump zurückgenommen.

Wie soll die EU die Brexit-Verhandlungen führen?

Niemand will Großbritannien schädigen, es ist ja ein wichtiger Handelspartner. Aber es geht darum, die EU zu schützen. Der Binnenmarkt erfordert, dass sich alle an die gleichen Regeln halten. Es kann nicht sein, dass ein Land privilegiert behandelt wird, besser als die Mitgliedsstaaten, die Schweiz oder Norwegen. Die Briten werden nicht bestraft, sie können aus Optionen wählen. Wenn sie den Binnenmarkt wollen, müssen sie die vier Grundfreiheiten erfüllen. Den Rest des Beitrags lesen »

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DIW-Chef Fratzscher zu Trump: „Uns droht ein Wirtschaftskrieg mit USA“

Posted by hkarner - 29. Januar 2017

29. Jänner 2017, 13:31, derstandard.at

Ifo-Chef: 1,6 Millionen deutsche Jobs hängen an Handel mit USA – DIW-Präsident: Handelskrieg droht

Washington/Berlin – Die Abschottungspläne von US-Präsident Donald Trump gefährden nach Einschätzung von Ökonomen auch Jobs in Deutschland. Zu befürchten seien Einbußen für den Wohlstand, sollte der Republikaner seinen Anti-Globalisierungs-Kurs voll umsetzen. „Alles in allem sind 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr, wenn die Wirtschaftsbeziehungen zu Amerika auf Null herunter gefahren werden“, warnte der Chef des Münchner Ifo-FuestInstituts, Clemens Fuest, in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Ein gänzlicher Stopp des Handels gilt indes als Extremszenario. Zudem ist die tatsächliche Einführung von Handelshemmnissen gegenüber Europa noch fraglich. Konkret kündigte Trump bisher einen Rückzug aus der transpazifischen Partnerschaft (TPP) an. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) mit Kanada und Mexiko will er zumindest neu verhandeln.

Drastische Warnungen Den Rest des Beitrags lesen »

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Will Europe Let Germany Lead?

Posted by hkarner - 28. Dezember 2016

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Ökonom Fratzscher zu Kern: „Chancengleichheit gibt es nicht mehr“

Posted by hkarner - 14. Oktober 2016

 14. Oktober 2016, 08:25

Kommen Ceta und TTIP nicht, werde Europa an Einfluss verlieren, warnte Fratzscher den Kanzler bei einer Diskussion

FratzscherWien – Mit seinem Buch „Verteilungskampf“ hat Marcel Fratzscher Anfang des Jahres in Deutschland eine Debatte über Arm und Reich ausgelöst. Am Donnerstag diskutierte der Ökonom und Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Kreisky-Forum in Wien mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Thema war auch hier die in den vergangenen Jahrzehnten gestiegene Ungleichheit bei Vermögen und Einkommen.

Die Realität entspreche längst nicht mehr einer sozialen Marktwirtschaft, die im Deutschland der Nachkriegszeit lange ökonomischer Konsens gewesen sei, so Fratzscher. Diese umfasse Wettbewerb, Sozialstaat und Chancengleichheit – und Letztere bestehe nicht mehr.

Schwieriger gesellschaftlicher Aufstieg

Sozialer Aufstieg durch harte Arbeit sei heute schwieriger zu erreichen als noch vor einigen Jahrzehnten, sagt Fratzscher. Und auch das Bildungssystem schränke die soziale Mobilität ein. „In keinem Land ist das Einkommen so stark vom Bildungsstand der Eltern abhängig wie in Deutschland“, so der frühere EZB-Ökonom. Ein weiterer Indikator für die Ungleichheit: die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern, die in Deutschland und Österreich besonders hoch seien. Fratzscher verweist auf aktuelle Zahlen, wonach Frauen in beiden Ländern im Schnitt noch immer 22 Prozent weniger verdienen als Männer.

Die Verteilungsfrage sei die wichtigste politische Frage unserer Zeit, sagt Fratzscher und führt das aus: Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur drei Prozent des gesamten Nettovermögens. Österreich gehört hier zu den hochentwickelten Ländern mit der dramatischsten Schieflage. Und auch bei den Einkommen geht die Schere seit Jahrzehnten auf, die Realeinkommen von Geringverdienern sind zurückgegangen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Germany’s Strange Turn Against Trade

Posted by hkarner - 7. Juni 2016

Photo of Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher, a former head of International Policy Analysis at the European Central Bank, is Committee Chairman and President of the think tank DIW Berlin.

JUN 6, 2016, Project Syndicate

BERLIN – The window of opportunity to complete the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) between the United States and the European Union is closing quickly. National elections will be held this year and next in the US, France, and Germany, and the campaigns will play out in an environment that is increasingly hostile to international agreements in any form. The biggest risk might come from the least likely source: Germany, an export powerhouse.

As it stands, some 70% of Germans citizens oppose the TTIP, almost twice the average in other European countries. They overwhelmingly believe that Germany will not benefit economically, that lower-skill workers’ wages will suffer, that large corporations will gain power at the expense of consumers, that data and environmental protection will be compromised, and that citizens’ rights will be undermined. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thrifty Germans and Dutch are furious at low interest rates, and the ECB

Posted by hkarner - 30. April 2016

Date: 28-04-2016
Source: The Economist
Subject: Northern Europe’s angry savers: Mario battles the Wutsparer

THIS week millions of people in the Netherlands celebrated the national holiday by getting up at dawn, staking out a patch of pavement and selling off their junk. The traditional King’s Day flea market gives the Dutch a chance to indulge in their favourite pastime: bargain-hunting. Their eastern neighbours are just as frugal. “Germans love saving. They think there’s something morally inferior about people who borrow,” says Reint Gropp, a German economist. In both Dutch and German, the word for debt also means “guilt”.

Their taste for saving and aversion to borrowing helps to explain why both countries’ citizens have lots of money in their saving accounts. This seemed to serve them well when interest rates were high. But in recent years, as rates hovered near zero, Europe’s best savers grew angry that their thrift was not rewarded. Now they have found a scapegoat: the European Central Bank and its suspiciously Italian chairman, Mario Draghi. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Rise of German Isolationism

Posted by hkarner - 8. April 2016

Photo of Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher, a former head of International Policy Analysis at the European Central Bank, is Committee Chairman and President of the think tank DIW Berlin.

APR 6, 2016, Project Syndicate

BERLIN – In Germany’s recent regional elections, voters delivered a resounding rebuke to Chancellor Angela Merkel’s party, the Christian Democratic Union. With an increasing number of Germans losing confidence in a European solution to the ongoing refugee crisis, calls for German isolation and unilateralism are growing louder – and far-right political forces are gaining traction.

This is highly troubling, but it should not be shocking. The European Union has consistently failed to find joint solutions to shared problems, even as it has been wracked by a series of crises. In the current refugee crisis, EU countries have shown a distinct lack of solidarity with Germany, with many refusing to take on even a small share of the burden. Despite the recent deal with Turkey aimed at reducing the flow of Syrian refugees, most Germans do not expect their EU partners to change course. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank bailouts, monetary policy, and credit default risks in the Eurozone

Posted by hkarner - 7. September 2015

Marcel Fratzscher, Malte Rieth 06 September 2015, voxeuFratzscher

In the aftermath of Lehman Brothers, nearly all Eurozone countries have intervened heavily in the domestic banking sector by providing capital injections, debt or deposit guarantees (see Stolz and Wedow 2010). These measures placed large burdens on public balances. In fact, the correlation between sovereign and bank credit default swap (CDS) spreads in the Eurozone rose from 0.1 to 0.8 between 2007 and 2013 (see Figure 1). Den Rest des Beitrags lesen »

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„Notwendig für Griechenland ist ein positiver Schockimpuls“

Posted by hkarner - 11. August 2015

András Szigetvari11. August 2015, 16:45, derstandard.at

Die Sparvorgaben an Hellas sind weniger streng als gedacht: Gut so, sagt der Ökonom Marcel Fratzscher und fordert eine Sonderwirtschaftszone für Griechenland

STANDARD: Wie sehen Sie die Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern?

FratzscherFratzscher: Ich halte das Abkommen für einen ersten Erfolg und im Gegensatz zu Vereinbarungen aus der Vergangenheit für realistischer. Beide Seiten sind von der Wirklichkeit eingeholt worden. Die bisherigen Zielvorgaben für die Regierung in Athen, die noch vor ein, zwei Monaten angepeilt wurden, waren nicht erreichbar. Da wurden extrem hohe Primärüberschüsse erwartet, für heuer etwa ein Prozent. Um die Vorgaben für das kommende Jahr zu erreichen, muss Griechenland zwar weiter sparen. Aber die Vorgaben sind weniger ambitioniert als in den ersten zwei Hilfsprogrammen. Das sollte den Griechen insgesamt dabei helfen, ihre Wirtschaft zu stabilisieren.

STANDARD: Sehen Sie irgendeine Strategie dafür, wie Griechenland wieder wachsen kann? Mit weiteren Kürzungen und Lohnzurückhaltung wird das nicht klappen.

Fratzscher: Notwendig ist, dass die griechischen Bürger und Unternehmen wieder Vertrauen in die Zukunft ihres Landes fassen. Damit das geschieht, muss das Bankensystem rekapitalisiert und umstrukturiert werden. Die nun vereinbarten Reformen sollten zügig umgesetzt werden. Etwas geschehen muss schließlich auch hinsichtlich der Überschuldung des griechischen Staates. Der Internationale Währungsfonds besteht darauf, dass es eine deutliche Schuldenerleichterung gibt, und in der Tat wäre dies wichtig, damit jeder Zweifel an einem Verbleib des Landes im Euro zerstreut wird.

Einsparungen allein werden Griechenland nicht helfen die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Den Rest des Beitrags lesen »

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