Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Flassbeck’

Macron auf dem Marsch und die Richtung ist gar nicht schlecht

Posted by hkarner - 3. März 2017

 01.03.2017
Von Heiner Flassbeck Makroskop

Der unabhängig Kandidat für die französische Präsidentschaftswahl, Emmanuel Macron, legt morgen sein Wirtschaftsprogramm vor. In einem Interview hat er schon einmal die Leitlinien vorgezeichnet. Sie sind weit weniger konservativ als von den meisten erwartet.

https://makroskop.eu/2017/03/macron-auf-dem-marsch-und-die-richtung-ist-gar-nicht-schlecht/

 

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Aufgetrumpft: Der Neoliberalismus schlägt zurück

Posted by hkarner - 9. Februar 2017

Kommentar | 07.02.2017
Von Heiner Flassbeck, MakroskopFlassbeck Video 2

Was dieser Tage in den USA passiert, ist starker Tobak. Trump schlägt wild um sich. Doch der Neoliberalismus steht ihm kaum nach. Beim Handelsstreit bellen die getroffenen Hunde besonders laut.

Pro-Amerikanismus sieht anders aus. Wer glaubte, in Europa folge man immer treu und brav dem, was in Amerika vorgemacht wird, sieht sich dieser Tage eines Besseren belehrt. Die Anti-Trump-Bewegung ist umfassend und lässt kaum ein Extrem, kein Medium und kaum eine politische Richtung aus. Was bei dem allgemeinen Trump-Bashing untergeht: Mit dem Einschlagen der „Liberalen“ auf alles und jedes, was der amerikanische Präsident macht, werden bewusst auch solche Positionen mit erschlagen, über die es lohnen würde, einen Moment nachzudenken.

Wohlgemerkt, uns geht es nicht darum, in allgemeiner und umfassender Weise Stellung für Donald Trump zu nehmen. Nichts liegt uns ferner. Der Mann trifft irre Entscheidungen, etwa in Sachen Mexiko, Einreise von Muslimen, Finanzmärkten, Gesundheitswesen und Ökologie. Er wird vermutlich noch viel mehr irre Entscheidungen treffen und auch wir hoffen, dass die amerikanische Gesellschaft und die Institutionen in der Lage sind, diesen Präsidenten einzuhegen, bevor er großen Schaden anrichtet. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Trumpf des kleinen Mannes?

Posted by hkarner - 24. Januar 2017

Amerika | 23.01.2017, 
Von Heiner Flassbeck MakroskopFlassbeck

Der neu gewählte amerikanische Präsident hat mit seiner ersten Rede die Welt geschockt. Doch geschockt ist vor allem das neoliberale Establishment, weil es fürchtet, die heile neoliberale Welt werde in Frage gestellt.

Der meint vielleicht wirklich, was er sagt! Nach der Abfolge von Tweets, die sich vergangenen Freitag zur Inaugurationsrede des neuen amerikanischen Präsidenten zusammensetzten, gehen politische Schockwellen rund um die Welt. Wir sind kollektiv schockiert, wir sind entsetzt, dass sich da einer aufschwingt, alles in Frage zu stellen, was uns in den vierzig Jahren Neoliberalismus und Globalisierung heilig und teuer geworden ist. Die deutschen Medien lassen ausführlich jeden einzelnen Amerikaner zu Wort kommen, der gegen Trump ist und selbst die größten Anti-Revolutionäre (die WELT, die ZEIT und Spiegel-Online) hoffen, dass es schon übermorgen eine Revolution in den USA gibt, die den Spuk beendet und das Establishment wieder etabliert.

Nimmt man das ernst, was der Mann in seinen ersten Worten als US-Präsident den einfachen Bürgern sagte, kann einem wirklich angst und bange werden.

„Das Establishment beschützte sich selbst, aber nicht die Bürger unseres Landes. Ihre Siege waren nicht eure Siege, ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe; während sie in unserer Hauptstadt feierten, gab es wenig zu feiern für die sich abrackernden Familien im ganzen Land (The establishment protected itself, but not the citizens of our country. Their victories have not been your victories; their triumphs have not been your triumphs; and while they celebrated in our nation’s capital, there was little to celebrate for struggling families all across our land)…. Für zu viele unserer Bürger existiert eine andere Realität. Mütter und Kinder in unsere Städten sind gefangen in Armut; verrostete Fabriken sind wie Grabsteine über das Land verteilt (But for too many of our citizens, a different reality exists: Mothers and children trapped in poverty in our inner cities; rusted-out factories scattered like tombstones across the landscape of our nation); …eine nach der anderen Fabrik wurde geschlossen, verließen unser Land, ohne auch nur einen Gedanken an die Millionen über Millionen amerikanischer Arbeiter zu verschwenden, die zurückgelassen wurden. Das Vermögen unserer Mittelklasse wurde aus ihren Häusern herausgerissen und dann über die ganze Welt verteilt (One by one, the factories shuttered and left our shores, with not even a thought about the millions upon millions of American workers left behind. The wealth of our middle class has been ripped from their homes and then redistributed across the entire world).“ (meine Übersetzung)

In der Tat, das ist radikal, das ist gefährlich. Wäre er kein Milliardär, würde man glauben, er sei ein Sozialist. Der Mann klagt die Armut an und macht dafür das Establishment verantwortlich. Da dreht das deutsche Establishment vollkommen durch, vergisst sogar seine große Liebe zu Amerika und geifert in einer Art und Weise gegen den gewählten amerikanischen Präsidenten wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutschland droht ein Währungskrieg

Posted by hkarner - 21. Januar 2017

Weltwirtschaft | 18.01.2017, Makroskop

Fassungslosigkeit herrscht hierzulande nach dem Trump-Interview der Bild-Zeitung. Ist man darüber erschrocken, dass der neue amerikanische Präsident versteht, was im internationalen Handel schiefläuft?

Als Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde, hatten wir bei Makroskop schon so eine Ahnung. Gleich zu Beginn des neuen Jahres drohte er China, Zölle von 45 Prozent auf chinesische Importe zu erheben. Da war es klar, wohin die Reise gehen sollte. Kurz nach Trumps China-Verlautbarung, am 13. Januar, schrieb Heiner Flassbeck in dem Beitrag „Trump und China – ein Vorgeschmack auf Trump und Deutschland“ wörtlich:

»Deutschland sollte sehr genau hinsehen, wie Trump sich zu China verhält, denn auch Deutschland, das G20 Land mit dem höchsten Überschuss der Exporte über die Importe (fast 9 % des BIP) hat einiges zu verlieren. Die USA sind für Deutschland der Handelspartner mit dem größten Defizit von etwa 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das wird dem Präsidenten Trump spätestens dann auffallen, wenn sein Finanzminister den jährlichen Currency Report an den Kongress erstellt, in dem aus der Sicht der USA die größten Sünder im internationalen Handel angeprangert werden.« Den Rest des Beitrags lesen »

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2017: Babylonische Sachverwirrung, Populismus und linke Konfusion

Posted by hkarner - 10. Januar 2017

Kommentar | 06.01.2017 MakroskopFlassbeck

Die Informationsflut, der sich die Menschen gegenübersehen, wird nur noch durch wenige Kanäle geleitet. Der Mainstream dominiert die öffentliche Diskussion, obwohl er offensichtlich in die falsche Richtung fließt. Linke Intellektuelle aber blockieren jede Alternative zum Mainstream, weil sie zwar große Ziele lieben, aber die Diskussion über den Weg dorthin hassen.

Viele Menschen gehen in das neue Jahr mit der gleichen Unsicherheit hinein, mit der sie aus dem alten herausgegangen sind. Sie fragen sich, wie die Welt oder auch nur ihr Land die gewaltigen anstehenden Probleme lösen soll, wenn es doch fast nicht mehr möglich ist, auch nur eine kleine Frage vernünftig zu diskutieren und zu einem guten Ende zu bringen, von den großen Fragen ganz zu schweigen.

Es war zu befürchten, dass es so kommt. Wir werden mit immer mehr Informationen geflutet, aber die Institutionen, die uns helfen könnten, diese Fluten so zu kanalisieren, dass wir etwas daraus lernen, werden immer schwächer. Früher hielt man sich vor allem an gedruckte Informationen, weil man vermutete, dass die Mühe und die Kosten des Druckens schon dafür sorgen würden, dass nicht alles und jedes verbreitet wird. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wachstum, Wachstum über alles?

Posted by hkarner - 29. Dezember 2016

23.12.2016, Makroskop

Wenn vorhandene Arbeitslosigkeit abgebaut und die Ungleichheit verringert werden soll, gibt es systemische Zwänge im Rahmen der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung zu beachten, die es als geradezu fahrlässig erscheinen lassen, sich von vorneherein gegen eine Weiterentwicklung der Wirtschaft auszusprechen.

Wir sind mit Werner Vontobel, Daniel Deimling und Manfred Lieb einer Meinung, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kein guter Maßstab für die Bemessung des Wohlergehens von Menschen ist. Es ist sicherlich auch richtig, dass unsere gegenwärtige Art des Wirtschaftens so viele natürliche Ressourcen verbraucht, dass sie das Überleben der Menschheit infrage stellt. Dennoch ist es nicht ganz leicht, eine ganz andere Wirtschaftsordnung zu entwerfen, die einerseits funktionsfähig und andererseits weniger schädlich für die natürliche Welt ist. Eine wahrlich große Aufgabe, die, soweit wir sehen können, unsere Kollegen in ihrem Beitrag nicht angegangen sind. Den Rest des Beitrags lesen »

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Dr. Schäuble in der FAZ über die Welt

Posted by hkarner - 5. Oktober 2016

Naja, wer da in ein schwarzes Loch gefallen ist? (hfk)
Aufgelesen | 28.09.2016, Von Heiner Flassbeck, MakroskopFlassbeck

Der Bundesfinanzminister hat einen langen, in seinen Augen sicher programmatischen Artikel in der FAZ veröffentlicht. Darin zeigt er in aller Klarheit, warum seine Politik in die Katastrophe führen muss. Der Artikel beweist nämlich, dass weder er noch seine engsten Mitarbeiter die wichtigsten globalen Zusammenhänge sehen und verstehen.

Nachdem der Jurist Dr. Wolfgang Schäuble in diesem Jahr die Laudatio für die Ludwig-Erhard-Preisträger für Publizistik (wir haben hier darüber berichtet) gehalten hat, bewirbt er sich jetzt selbst um diesen Preis und hat, wie könnte es anders sein, dafür in der FAZ unendlich viel Platz bekommen (hier).

Der Autor schreibt selbst, das er seine Politik „besser erklären“ möchte. Doch er versucht nicht einmal ansatzweise, etwas zu erklären, sondern stellt Aussage hinter Aussage, ohne zu sagen, warum er die Welt so sieht, wie er sie sieht. Erklären heißt aber nun mal, sich auf Zusammenhänge, auf Theorien festzulegen und nicht, die eigene Anschauung von der Welt zum hundertsten Male weiter zu verbreiten.

Und doch lassen einige Sätze in dem Sammelsurium die Theorie in der Weltanschauung des Dr. Schäuble erahnen – und genau da sehen wir ein riesiges schwarzes Loch, aus dem sich nichts ablesen lässt außer Konfusion. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schuldenbremse: Wenn der Wahnsinn um die Ecke kommt

Posted by hkarner - 26. September 2016

23.09.2016, MakroskopFlassbeck CC

Rheinland-Pfalz spart. Das Land spart 2000 Stellen im öffentlichen Dienst ein, um der Verfassung Genüge zu tun. Warum nur ist das, was der Verfassung Genüge tut, genau das Gegenteil dessen, was den Bürgern des Landes Genüge tut?

Verfassungsregeln sind normalerweise abstrakte Gebote oder Verbote, denen der durchschnittliche Bürger fast nie begegnet. Anders ist das mit der Schuldenbremse, die von der ersten großen Koalition aus CDU/CSU und SPD in die deutsche Verfassung gehoben wurde. Ich war dieser Tage in Rheinland-Pfalz und hörte im Autoradio Meldungen, die ich zunächst nicht glauben konnte, weil sie wie Nachrichten aus einer fernen Galaxie klangen, wo die Menschen noch nichts von gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen gehört haben.

Da hieß es, die neu gewählte Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP wolle bis 2020 im öffentlichen Dienst 2000 Stellen einsparen. Unter anderem würden im Bildungsbereich, wo man vor einigen Jahren über 200 Stellen neu geschaffen hatte, nun 300 Stellen eingespart. Das ist die Bildungsrepublik und die Republik, die sich zum Ziel gesetzt hat, viele Menschen, die im vergangenen Jahr zugewandert sind, schnellstens zu integrieren! Mehr als 200 Stellen sollen zudem in der Finanzverwaltung eingespart werden, die offensichtlich schon hoch effizient ist und keinen großen Steuersünder entkommen lässt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der ifo-Brexit-Schock

Posted by hkarner - 1. September 2016

Genial daneben | 28.08.2016, MakroskopFlassbeck Video 2

Vergangenen Freitag erlebte die deutsche Wirtschaft ihren ultimativen Schock. Richtiger ist es aber zu sagen, dass die deutschen Wirtschaftsbeobachter diesen Schock erlebten.

Wirtschaftsbeobachter, das sind in Deutschland nämlich die Leute, die immer optimistisch sind. Es ist gewissermaßen ihr Beruf, optimistisch zu sein. Man sollte sie vielleicht nicht mehr Diagnostiker oder Prognostiker nennen, sondern einfach Optimistiker. Für diese Optimistiker schlug am Freitag eine schwere Stunde, weil ihr am meisten geliebter  Indikator, der ifo-Index, plötzlich gar nicht mehr optimistisch aussah.

Alle Kurven zeigten auf einmal nach unten (siehe die unter diesem Absatz stehende Originalgraphik des ifo-Instituts). Hatten sich die Optimistiker doch gerade eingeredet, Deutschland ginge schon wieder in Richtung eines neuen Aufschwungs – übrigens der vierte Aufschwung in den letzten fünf Jahren – da schlug die Realität gnadenlos zu. Pessimismus, also das, was den Optimistiker zum Wahnsinn treibt, war auf einmal angesagt. Die deutsche Wirtschaft, das Glanzlicht in der globalen Trübnis, glänzte plötzlich nicht mehr so hell. Den Rest des Beitrags lesen »

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