Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘FAZ’

Chef der Eurogruppe Dijsselbloem will die Troika auflösen

Posted by hkarner - 20. März 2017

Der Chef der Eurogruppe fordert, die Krisenhilfe im Euroraum auf Dauer komplett neu zu ordnen. Die bisherige Troika-Konstruktion aus IWF, EZB und EU-Kommission will Dijsselbloem beenden.

19.03.2017 FAZ.net

Der Chef der Eurogruppe und bisherige niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem will die Krisenhilfe im Euroraum auf Dauer komplett neu ordnen. „Ich hielte es für sehr sinnvoll, wenn sich der Euro-Krisenfonds ESM mittel- bis langfristig zum europäischen IWF entwickelte. Er sollte eine klar führende Rolle in künftigen Programmen erhalten“, sagte Dijsselbloem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das bedeute auch, dass die bisherige Troika-Konstruktion aus IWF, EZB und EU-Kommission längerfristig ganz aufgelöst werden sollte. „Die EZB fühlt sich in der Troika-Rolle zunehmend unwohl, und ich glaube zurecht“, sagte Dijsselbloem. Die EU-Kommission habe andere „wichtige Aufgaben“, auf die sie sich konzentrieren solle. Der ESM solle „die fachliche Expertise aufbauen, die heute nur der IWF hat“.

Für das aktuelle Griechenland-Programm will Dijsselbloem die bewährte Aufgabenverteilung beibehalten. Er erwarte weiterhin, dass der IWF ein neues Programm beschließe. Es wäre „höchst willkommen“, wenn dies bis zum Sommer geschehe. Einen schnellen Abschluss der laufenden zweiten Reformüberprüfung durch die Gläubiger-Institutionen hält Dijsselbloem für unwahrscheinlich. Die Institutionen seien voraussichtlich auch bis zum April-Treffen der Eurogruppe auf Malta noch nicht so weit. Ursprünglich war der Abschluss zum Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Montag in Brüssel geplant. Den Rest des Beitrags lesen »

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Geld aus dem Helikopter

Posted by hkarner - 26. Oktober 2015

Mayers Weltwirtschaft . Dank an R.K.Mayer Thomas

Die Zentralbanken tun derzeit alles, um die Inflation anzuheizen. Bald könnten sie auf die nächste verrückte Idee kommen.

24.10.2015, FAZ

Die Inflationsziele unserer Zentralbanken nehmen immer mehr den Charakter der früheren Planvorgaben im real existierenden Sozialismus an: Soll- und Ist-Werte klaffen trotz größter Anstrengungen der Planer hartnäckig auseinander. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit der Planungsbüros, damals wie heute. Kaum jemand versteht noch, was die amerikanische Fed wirklich will, da sich ihre Repräsentanten mit ihren Äußerungen seit geraumer Zeit im Widerspruch zwischen Plan und Wirklichkeit verheddern. Von der Europäischen Zentralbank und der Bank von Japan erwartet man weitere Ankäufe von Vermögenswerten, obwohl das Kaufmaterial auszugehen droht und nur noch wenig Hoffnung besteht, damit die Inflationsziele zu erreichen. Wie im real existierenden Sozialismus könnte die nächste Wirtschafts- und Finanzkrise das real existierende Geldsystem über den Haufen werfen. Womit muss man rechnen?

Halten wir zunächst fest, dass wir uns gegenwärtig eher im Vorhof der nächsten Rezession als eines neuen Aufschwungs befinden. Der gegenwärtige Aufschwung ist altersschwach. In Amerika drohen ihm Gefahren von der Kompression der Unternehmensgewinne, wie sie sich in der gegenwärtigen Berichtsperiode für das vergangene Quartal andeutet. Aus den Schwellenländern weht kalter Wind zu uns, seit diese unter dem Abschwung des Kredit- und Rohstoffzyklus leiden. Es braucht also nicht mehr viel, und die nächste Rezession ist da. Den Rest des Beitrags lesen »

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BER, Elbphilharmonie und Co. Großprojekte sind zum Scheitern verurteilt

Posted by hkarner - 6. Oktober 2015

Dank an R.B.

Das Desaster um den Berliner Flughafen BER ist kein Einzelfall. Eine neue Studie erklärt, warum Großprojekte fast immer schiefgehen – und wie man das ändern könnte.

29.09.2015, von Hanna Decker, Frankfurter Allgemeine

Es ist der Punkt gekommen, an dem Satire und Realität anfangen zu verschwimmen. Bereits im Dezember 2014 hatte das für scharfzüngige Satire bekannte Online-Magazin „Der Postillon“ getitelt, der BER-Flughafen solle abgerissen werden. Der Grund: Man könne die Kosten für die noch anstehenden Bauarbeiten besser einsparen, um damit beispielsweise einen neuen Flughafen zu bauen.

Am Samstag nun brachten tatsächlich – und das ist kein Witz – gleich mehrere Bundestagsabgeordnete einen Neustart für den Hauptstadtflughafen ins Gespräch. „Wenn wir wirklich nicht weiterkommen, muss man das Gebäude entweder entkernen – das heißt: den Beton stehen lassen und innen alles neu machen – oder man baut wirklich neu“, sagte CDU-Mann Jens Koeppen der „BZ“. Die Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast schloss sich an. Erst kürzlich war ein Baustopp für einen Terminal verkündet worden, am Montag hieß es, 600 neue Wände müssten ersetzt werden.

Typisches Schema

Nicht nur die Berliner reagieren längst sarkastisch auf die immer neuen Hiobsbotschaften in Bezug auf den Flughafen. Doch damit stehen sie nicht alleine da, im Gegenteil: Das Scheitern von Großprojekten ist die Regel. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universitäten Oxford und Harvard. In einer neuen Studie haben die Teams mehr als 2000 Großprojekte aus 104 Ländern und 6 Kontinenten ausgewertet. Die Bilanz ist verheerend: Nicht einmal ein Viertel der Infrastruktur-Vorhaben ist nach Plan gelaufen. Für Großprojekte dieser Art gibt es ein typisches Schema: „Die Kosten werden systematisch unterschätzt, der wirtschaftliche Nutzen dagegen überschätzt“, sagt Bent Flyvbjerg. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schuldenkrise in Griechenland – Im Würgegriff

Posted by hkarner - 8. Juni 2015

Na, dann viel Erfolg! (hfk)

Seit 1991 versprachen neun griechische Premierminister Reformen und die Modernisierung eines Staates. Doch Reformen wurden weder umgesetzt noch von den Bürgern eingefordert. Wie kommt es, dass die Bevölkerung den Euro will, aber wenig Reformbereitschaft zeigt?

05.06.2015, von Richard Fraunberger, faz.net

Seit dem Ende des Bürgerkriegs war Griechenland noch nie so nahe an einer wirtschaftlichen Katastrophe wie heute: leere Staatskassen, eine exorbitante Staatsverschuldung, dazu Streiks und soziale Unruhen. Gehälter und Renten können bald nicht mehr ausgezahlt werden. Die Industrieproduktion ist rückläufig. Investoren ziehen sich zurück. Ausländisches Kapital fließt kaum mehr ins Land. Das Defizit des öffentlichen Sektors inklusiv aller Staatsunternehmen beträgt ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts.

Nur mit monatlich aufgelegten Schuldverschreibungen und europäischen Subventionsgeldern kann sich der Staat über Wasser halten. „Die Wirtschafts- und Finanzlage des Landes unterminiert die Zugehörigkeit Griechenlands zur Gemeinschaft. Athen muss unverzüglich drastische Maßnahmen ergreifen und Reformen ausarbeiten“, warnt die Europäische Kommission. Ausgabenkürzungen sind nötig, Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Steuererhöhungen und die Heraufsetzung des Rentenalters, andernfalls muss das Land unter die Obhut des Internationalen Währungsfonds.

Seit 1981 flossen mehr als 100 Milliarden Euro aus Brüssel nach Athen Den Rest des Beitrags lesen »

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Schäuble warnt vor überraschender Staatspleite Griechenlands

Posted by hkarner - 11. Mai 2015

Date: 10-05-2015
Source: Frankfurter Allgemeine

Wie lange reicht Griechenland das Geld noch? Die halbe Welt rechnet mit einer Staatspleite. Jetzt warnt Finanzminister Schäuble – und wählt dabei vorsichtig seine Worte.

Schäuble cc 1Finanzminister Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor der Möglichkeit einer überraschenden Staatspleite Griechenlands gewarnt. „Erfahrungen anderswo auf der Welt haben gezeigt: Ein Land kann plötzlich in die Zahlungsunfähigkeit rutschen“, sagte Schäuble der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Über einen Zeitpunkt wollte er in seinem ersten ausführlichen Zeitungsinterview seit Monaten allerdings nicht spekulieren.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung für einen solchen Fall Vorbereitungen getroffen habe, sagte er: „Es gibt Fragen, die ein vernünftiger Politiker nicht beantworten darf. Sonst gibt es Missverständnisse. Jean Claude Juncker hat mal gesagt, man muss es dann manchmal mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen. Ich sehe diese Dinge komplizierter. Deshalb sage ich dazu lieber gar nichts.“

An diesem Wochenende setzen die Experten von Geldgebern und Griechenland ihre Beratungen über das Reformpaket fort, am Montag treffen sich die Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel. Ohne eine Vereinbarung über die Umsetzung der Reformen können die ausstehenden Hilfsgelder in Höhe von 7,2 Milliarden Euro nicht an Griechenland ausgezahlt werden. In der vergangenen Woche hatte griechische Regierung der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds vorgeworfen, die Verhandlungen zu erschweren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hohe Brüsseler Subventionen Süßes Gift für Athen

Posted by hkarner - 22. März 2015

Waren die EU-Subventionen ein süßes Gift für das Land? Das sagt der griechische Wirtschaftsminister. Auch Ökonomen kritisieren eine fehlgeleitete Dauerförderung. Die EU-Kommission weist die Kritik hingegen zurück.

10.02.2012, von Hendrik Kafsack und Philip Plickert

Die EU-Kommission hat die Einschätzung des griechischen Wirtschaftsministers Michalis Chrysochoidis, die EU-Subventionszahlungen seien für den Niedergang Griechenlands verantwortlich, als grob vereinfachend bezeichnet. Natürlich sei die Verteilung der Subventionen der EU nicht immer optimal verlaufen, sagte ein Sprecher der EU-Behörde. Ein großer Teil der Mittel sei aber in den Ausbau von Straßen, Brücken oder Schulen investiert worden und damit in den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit. Das schließe nicht aus, dass die Staaten, die letztlich für die Verteilung der Mittel zuständig seien, Geld in fragwürdige Projekte investiert hätte, sagte der Sprecher weiter. Nicht zuletzt seit der Verabschiedung der Lissabon-Agenda 2000, mit der die EU zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt werden wollte, seien die Hilfen jedoch immer stärker auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet worden.

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Chart des Grauens Lässt sich ein Kurssturz vorhersagen?

Posted by hkarner - 25. Februar 2014

 24.02.2014  ·  Niemand weiß genau, wo die Börse morgen steht. Aber Muster lassen sich erkennen. Wie Analysten zu ihren Einschätzungen kommen.

Von Dennis Kremer, FAZ

Aktienstrategen sehen am Horizont bereits die Vorzeichen einer drohenden Kurskorrektur

Man könnte das Ganze als Spinnerei abtun, als unsinniges Gequatsche einiger Analysten. Doch an der Wall Street blicken in diesen Tagen auch seriöse Experten auf zwei Kurscharts, die vermeintlich Grauenhaftes ankündigen. Legt man nämlich den aktuellen Kursverlauf des amerikanischen Aktienbarometers Dow Jones über den Kursverlauf der Jahre 1928 und 1929, so zeigt sich: Die Charts ähneln sich außerordentlich.

Ein schlimmes Vorzeichen wollen die Schwarzmaler unter den Anlegern daraus gleich ableiten – schließlich war 1929 nicht nur das Jahr der Weltwirtschaftskrise, sondern auch ein Jahr horrender Kursverluste an Amerikas Aktienmarkt. Doch so beeindruckend der Chart des Grauens auch aussehen mag: Oberflächlich betrachtet, ist das Ganze natürlich Humbug. So einfach lassen sich Börsenkurse nun wirklich nicht vorhersagen. Aber dennoch steckt dahinter mehr. Die Sorgen, die zwei simple Charts selbst bei manchen Experten auslösen, zeigen nämlich: Die Anleger sind nervös. Und zwar nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland. Allenthalben ist von der Gefahr eines deutlichen Rückgangs der Aktienkurse die Rede, von starken Schwankungen das ganze Jahr über. Könnte es sein, dass die Kursverluste, die die Weltbörsen Ende Januar hinnehmen mussten, nur der Auftakt waren zu einem Horrorjahr für Aktien? Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Geldhäuser Chef-Aufseher verlangt mehr Pleiten schwacher Banken

Posted by hkarner - 18. November 2013

17.11.2013 · FAZ.net

Nächstes Jahr prüfen die Europäische Zentralbank und die Bankenaufsicht EBA die Bilanzen der Banken. EBA-Chef Enria verlangt im F.A.Z.-Interview, schwache Geldhäuser häufiger und schneller abzuwickeln.

Beim bevorstehenden „Stresstest” der europäischen Kreditinstitute will die European Banking Authority (EBA) mit harter Hand vorgehen. „Ich bin überzeugt davon, dass bisher zu wenige Banken in Europa abgewickelt wurden und vom Markt verschwunden sind“, sagte Andrea Enria, der Chef der in London ansässigen Aufsichtsbehörde in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (das komplette Interview lesen Sie in unserer Montagausgabe).

„Die Regierungen neigen dazu, ihre nationalen Banken im Markt zu halten und das hat den Reparaturprozess verlangsamt“, bemängelte der Bankenaufseher. Zugleich beklagte er, dass ein gemeinsamer europäischer Abwicklungsfonds für marode Geldhäuser fehlt. Zugleich kündigte er an, bei der bevorstehenden abermaligen Bankenprüfung werde die EBA „sehr viel genauer prüfen“ als das bisher der Fall gewesen ist.(Die Frage des unbedarften Beobachters: warum tat sie das bisher nicht, und blamierte sich mit ihren Stresstests? hfk)

Nächstes Jahr kommt der nächste Härtetest

Besonders kritisch sieht der Aufseher die großen Unterschiede in der Bilanzierung riskanter Staatsanleihen durch die Banken: „Das geht nicht. Wir werden auf einheitliche und konservative Bewertungen im Stresstest dringen.“ Die EBA führt den europaweiten Banken-Härtetest 2014 gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank durch. Ziel ist es zu ermitteln, wie stabil die Geldhäuser infolge der Rettungsmaßnahmen mittlerweile sind. 

Hintergrund ist außerdem, dass die Europäische Zentralbank die Aufsicht über die größten Finanzinstitute Europas übernehmen wird. Bevor sie dies tut, will sie mehr Transparenz über den Zustand und besonders auch mehr Aufschluss darüber, welche Banken sich womöglich schnell oder bereits in Schieflage befinden.

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Die Bastardökonomie

Posted by hkarner - 31. Juli 2013

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2013

Im Gespräch mit einem ungläubigen Frank Schirrmacher hält Handelsblatt-Chef und Buchautor Gabor Steingart an einer recht triftig klingenden These fest: Nicht das Finanzkapital, jedenfalls nicht es allein, hat die Krise herbeigeführt: „Der große Spieler auf der Bühne des Krisentheaters ist die aus hybriden Verhältnissen entschlüpfte Bastardökonomie, ein staatlich-finanzindustrieller Komplex, der die Marktwirtschaft verformt und den Wohlstand der Nationen schmälert. Ludwig Erhard wurde ermordet, und an seiner Stelle wurde eine die Gesetze der Marktwirtschaft verletzende Doppelherrschaft von Regierung und Banken installiert.“

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Hans-Werner Sinn im Gespräch„Es lohnt sich, den Euro zu verteidigen“

Posted by hkarner - 2. Mai 2013

Date: 02-05-2013
Source: Frankfurter Allgemeine

Sinn cc Starökonom Hans-Werner Sinn plädiert im Interview für eine Währungsunion der Starken und verlangt höhere Opfer von den Sparern und den Banken.

In Zypern wurden Sparer bis zu einem Guthaben von 100.000 Euro gerettet. Die Grenze war zu hoch“, sagt Hans-Werner Sinn, Wirtschaftsprofessor und Präsident des ifo-Instituts

Professor Sinn, in Deutschland fordert eine neue Partei den Ausstieg aus dem Euro. Zu Recht?

Die Argumente der Partei sind größtenteils vernünftig. Bernd Lucke und viele seiner Mitstreiter sind anerkannte Ökonomen, die wissen, wovon sie reden. Trotzdem gehöre ich der Partei nicht an und gebe dem Euro noch mehr Chancen, als die Kollegen es tun.

Halten Sie die Rückkehr zur D-Mark für unrealistisch?

Ich glaube, dass es sich lohnt, den Euro als solchen zu verteidigen. Ich halte es aber für einen großen Fehler, die schwachen Länder Südeuropas auf Biegen und Brechen im Euro zu halten. Damit hilft man diesen Ländern nicht, und man verringert die Überlebenswahrscheinlichkeit des Euro.

Beruhigt sich die Krise nicht gerade etwas?

Nur vordergründig, weil die Steuerzahler der noch gesunden Länder über die Europäische Zentralbank und den Hilfsfonds ESM gewaltige Kredit- und Haftungsrisiken eingehen. Das hilft den privaten Gläubigern der südlichen Länder, sich aus dem Staube zu machen, aber es macht die Staaten des Nordens an ihrer Stelle zu Gläubigern des Südens. Streit und Zwietracht zwischen den Völkern sind dadurch programmiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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