Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Posts Tagged ‘Erste Bank’

Erste-Chef Treichl zum Abschied selbstkritisch

Posted by hkarner - 2. Dezember 2019

Und: wer hat die faulen Kredite hereingenommen? Und lange nicht als solche deklariert. Als die EZB das Asset Quality Review machte: Welche der 129 Banken hatte den grössten Korrekturbedarf von allen bei den Non-Performing-Loans. und das um 37 % (in Worten: siebenunddreissig!!!!) Ja, die Bank des Feuerwehrmanns (T’schuldigung: des Brandsgiffters!) hfk
Wirtschaft

Seit 1997 hat der 67-jährige Andreas Treichl die Erste Group geführt, nun geht der Volkswirt in Pension – und gibt sich zum Abschied selbstkritisch. Als die Finanzkrise 2008 begann „hatten wir jede Menge fauler Kredite“, so Treichl im Interview mit dem „Standard“.

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Erste-Chef Treichl: „Für Heranwachsende ist Vermögensaufbau sehr schwer“

Posted by hkarner - 29. Januar 2019

Na, da kann er ja bei sich selber zuerst beginnen! (hfk)

InterviewRenate Graber, 28. Jänner 2019, 17:26 derstandard.at

Andreas Treichl fordert von der Wirtschaft, vernünftiger zu sein als die Politik. Und er stellt die Demokratie in ihrer jetzigen Form infrage, nicht so das Projekt EU

STANDARD: Üben Sie schon?

Treichl: Ja.

STANDARD: Was üben Sie?

Treichl: Das Klavierkonzert in G-Dur von Ravel.

STANDARD: Nicht „Die Biene“ von Eduard Strauß? Die Polka hat er zum 60-Jahr-Jubiläum der Ersten Oesterreichischen Spar-Casse 1879 komponiert. Ich dachte, Sie würden die zum heurigen 200-Jahr-Jubiläum am Klavier spielen.

Treichl: „Die Biene“ ist liab, aber recht uninteressant. Nein: Ich bereite kein Musikstück vor. Ich denke noch nach, wir haben Zeit bis Oktober.

STANDARD: Die erste Sparkasse wurde am 4. Oktober 1819 eröffnet. Sparkassen ermöglichten sozial Schwachen, zu sparen und Kredite zu nehmen, das Kapital kam von Reichen. Auf den sozialen Auftrag berufen sich Erste und Sparkassen heute noch. „Die Erste Bank ist bei all ihrem Erfolg in ihrem Wesen immer noch eine Sparkasse geblieben, die ihr Wesen nicht verändert hat.“ Stimmen Sie zu?

Treichl: Wer sagt das?

STANDARD: Sie, vor rund 20 Jahren.

Treichl: Egal wie wir uns bezeichnen: Das Wichtige ist, dass wir uns und unserem Gründungszweck treu bleiben. Dass wir für alle in der Region, in der wir tätig sind, da sind und Wohlstand bringen.

STANDARD: Vor 20 Jahren hielt die Stiftung, die sich sozialen Zwecken verschrieben hat, noch 30 Prozent an der Ersten, heute elf. Neben den Sparkassen sind Wiener Städtische (VIG), spanische Caixa und der US-Hedgefonds Blackrock beteiligt. Wenn es stimmt, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, hat sich das Wesen der Ersten allein durch die Aktionärsstruktur verändert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Spalt folgt Treichl 2020 an Spitze der Erste Group

Posted by hkarner - 13. September 2018

Cooling Off??? Das gilt doch nicht für Treichl!

Sowohl im österreichischen Corporate-Governance-Kodex als auch im österreichischen Aktienrecht. Seit 2012 sieht § 86 Abs. 4 Aktiengesetz eine sogenannte Cooling-off-Periode von zwei Jahren vor. Das Verstreichen dieses Zeitraums soll bewirken, dass der Vorstand Abstand zu „seinem“ Unternehmen gewinnt. (hfk)

13. September 2018, 15:03 derstandard.at

Nach langem Nachdenken wird der Aufsichtsrat der Erste Group Bernhard Spalt zum nächsten Chef der Großbank machen

Wien – Der Aufsichtsrat der Erste Group hat am Donnerstag in einer Sitzung entschieden, wer dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Andreas Treichl 2020 nachfolgen wird. Die Wahl fiel auf Bernhard Spalt, einen Juristen, der seit 1991 in der Erste Bank arbeitet. Der 50-Jährige war in diversen Ländern in Führungsfunktionen im Einsatz, zuletzt als Risikochef in der rumänischen Erste-Group-Tochter BCR.

Derzeit ist Spalt Risikovorstand der Erste Bank. Die Entscheidung ist schon seit längerem angestanden. „Es ist eine große Ehre Andreas Treichl an der Spitze der Erste Group zu folgen. Ich sehe für uns als Bank enorme Wachstumschancen, nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf die Realwirtschaft in Zentral- und Osteuropa sowie auf innovative Produkte und Dienstleistungen wie unsere digitale Banking-Plattform George“, wurde Spalt in einer Aussendung zitiert.

Andreas Treichl zieht sich nach vielen Jahren an der Spitze der Erste Group in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurück. Treichl ist einer der längstdienenden Vorstandsvorsitzenden im internationalen Bankwesen, sein Vertrag wurde zuletzt bis 2020 verlängert. Unter ihm hat die Bank massiv expandiert. Der 66-Jährige wird sich in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurückziehen. (gra, 13.9.2018) – derstandard.at/2000087289235/Spalt-folgt-Treichl-2020-an-Spitze-der-Erste-Group

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Green Jobs – Wallner und Glawischnig

Posted by hkarner - 2. März 2018

von Helmut F. Karner, 2. März 2018

„Anständige Ex-Politiker“ in anständigen Jobs bei „unanständigen“ Firmen?

Ermacht seit einem Jahr einen guten Job bei der Erste Group: „Company Transformation and Civil Society Partnerships“.

Stefan Wallner, Ex-Generalsekretär bei der Caritas Österreich, dann ganz wichtig als ordnender Geschäftsführer bei den „Grünen“, als es diese „noch gab“.

Den Zeitpunkt des Abschieds von den Grünen hat er gut getimt, gerade noch rechtzeitig. Der neue Arbeitgeber: Die Erste Gruppe. Andreas Treichl.

  • Um die Sparkassen Töchter, von denen einige (Tirol, NÖ, Sbg) ja wirklich in Troubles waren, „übernehmen“ zu können, hat er 2003 die Sparkassen-Stiftung (um)gegründet. Damit begann die „Sünde“, die dann immer ärger wurde. Wenn ich einmal begonnen habe, komme ich immer weiter in den Strudel. Die Stiftung wurde mit einem Kredit von 1,2 Mrd. (von wem? Von der Erste Bank! Mit Erste Aktien besichert!) kapitalisiert, sie wurde somit zum größten Aktionär der Erste Gruppe (die ursprünglichen >40% wurden durch die Verluste verwässert, liegen jetzt bei 19,5%)
  • Viele Jahre lang war Treichl Vorsitzender der Stiftung und der Erste Group, was allen Good Governance Regeln Hohn spricht. Weder die FMA noch seine AR-Vorsitzenden hat es gestört. Diese Unsauberkeit hat er nach 10 Jahren erst vor etwa 5 Jahren bereinigt. https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2012/12/17/erste-stiftung-treichl-zieht-sich-zuruck/
  • Damit die Stiftung nun ihre Kredite an die Bank zurückzahlen konnte, musste die Bank immer auf Teufel komm raus Gewinne „schreiben“, um Dividenden an die Stiftung ausschütten zu können.
    https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2011/10/23/erste-faces-questions-over-cds-accounting-change/

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Die Rückkehr der Milliardengewinne

Posted by hkarner - 28. Februar 2018

Nach Jahren der Krise vermelden Österreichs Banken allesamt wieder Ergebnisse auf Rekordniveau. Grund dafür ist die Erholung in Osteuropa. Nun bauen sich aber neue Risken auf.

Wien. Vor ziemlich genau neun Jahren hat der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman von einem ,Argentinien an der Donau‘ gesprochen. Er hat nicht recht behalten.“ Mit diesem Verweis auf die damalige Aussage Krugmans, Österreich drohe aufgrund der starken Verflechtung seiner Banken in Osteuropa eine Staatspleite, begann Erste-Bank-Chef Andreas Treichl am Mittwoch seine Präsentation der Bilanz des Jahres 2017. Es sind Ergebnisse, die sich sehen lassen können: Mit einem Nettogewinn von 1,32 Mrd. Euro verdiente die Erste im Vorjahr nicht nur um 51 Mio. mehr als 2016, es war auch der höchste jemals erzielte Wert und das zweite Rekordergebnis in Folge.

Grund dafür ist die Erholung im noch vor wenigen Jahren stark gescholtenen Osteuropa, so Treichl weiter. Im Vorjahr ist beispielsweise kein einziges Land, in dem die Erste tätig ist, schwächer gewachsen als der Schnitt der Eurozone. Mit Tschechien, aber auch Ungarn und Rumänien, haben bereits drei Länder geringere Arbeitslosenraten als Österreich. Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste-Bank-Chef Treichl: „Man kann nicht jeden Tag von Liebe leben“

Posted by hkarner - 4. Februar 2018

Bettina Pfluger3. Februar 2018, 14:00, derstandard.at

Finanzbildung einmal anders. Erste-Chef Andreas Treichl spricht in einer Wiener HAK über Leben, Liebe und Geld. 49.000 Schüler waren via Live-Stream dabei

Wien – „Was ist das Wichtigste im Leben? Geld? Liebe? Gesundheit?“ Die Gesundheit – darauf einigen sich die meisten der 130 Schüler der BHAK Wien 10, die sich am Mittwochvormittag in der Schulbibliothek versammelt haben. Okay. „Was ist dann das Zweitwichtigste?“, versucht es der Fragesteller. Freude? Friede? Familie? Geld? Na ja – dann wohl Geld, einigen sich die Schüler. Fügt man Geld und Gesundheit zusammen, kommt man auf jene finanzielle Gesundheit, um die es dem Fragesteller heute geht.

Und der ist in diesem Fall nicht irgendjemand – es ist Andreas Treichl, Chef der Erste Group, der in der Pernerstorfergasse 77 vor den Schülern steht.“ Die finanzielle Gesundheit ist wichtig“, sagt Treichl. Denn „man kann nicht den jeden Tag von der Liebe leben. Ab und zu muss man auch was essen“. Leises Gelächter.

Aber die finanzielle Gesundheit ist im ganzen Geld- und Wirtschaftssystem nur ein Teil. „Was wäre, wenn einem der Arzt nur etwas verschreibt, weil der daran etwas verdient, oder wenn ein Finanzdienstleister nur Produkte verkauft, die nur ihm und nicht dem Kunden helfen?“ Was es als Bindeglied also auch braucht, ist das Vertrauen der Beteiligten.

Vom Wert des Geldes … Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste-Vorstand Cernko: „Banken leben davon, Risiko zu nehmen“

Posted by hkarner - 26. März 2017

InterviewRenate Graber, 25. März 2017, 09:00 derstandard.at

Der neue Risikochef der Erste Group, Willibald Cernko, hält Banken für risikoscheu, sie müssten aktiver werden

STANDARD: Sie sind nach 31 Jahren Creditanstalt (CA) bzw. Bank Austria (BA) im Vorstand von deren Erzrivale Erste Group gelandet. Schon eingelebt?

Cernko: Ja. Aber es war schon eine besondere Situation. Ich ging nicht im Streit, sondern habe mich bewusst entschieden, bei der BA Schluss zu machen. Und es war für mich klar, dass ich nicht mehr in einen Bankvorstand gehe.

STANDARD: Na ja. Die italienischen Eigentümer von der Unicredit haben Sie unsanft verabschiedet.

Cernko: Darüber möchte ich nicht öffentlich spekulieren. Faktum ist, dass es mein Wunsch war, eine Trennung aufzusetzen, und das haben wir getan. Ich bekam ein siebenmonatiges Sabbatical bis 30. September 2016.

STANDARD: Und dann kam im Sommer Prinz Treichl … Cernko: Er fragte mich, ob ich andocken will, und nach mehreren Gesprächen, auch mit dem Aufsichtsratspräsidenten, sah ich: Die wollen mich, und ich kann etwas beitragen. Ich muss mich im Job nicht mehr beweisen, das ist einen Komfort, den ich noch nie hatte.

STANDARD: Wie hätten Sie vor 15 Jahren reagiert, hätte man Ihnen gesagt: „Sie gehen einmal in den Vorstand der Ersten“?

Cernko: Ich habe bei der CA begonnen, die wurde von der Bank Austria übernommen, die von der deutschen HypoVereinsbank und dann von der Unicredit. So gesehen habe ich in vielen Banken gearbeitet. Und ich bin bei diesen Deals immer unten auf der Treppe gestanden, auf der Seite der Übernommenen. Da gibt es immer ein Reiben der Kulturen und der Ideen, da geht viel unter, da bleibt viel. Wobei: Die Wurzeln der CA sind verdammt starke.

STANDARD: Es ist also ein Übernahmealarmzeichen für die Erste, dass Sie hier gelandet sind …

Cernko: Wir sind stark aufgestellt, da mache ich mir keine Sorgen. foto: regine hendrich „Wir müssen uns nicht mehr fürchten“, glaubt Erste-Group-Risikovorstand Willibald Cernko, die Zeit des Wachstums sei gekommen. Bei der Erste-Group, Erzfeind der Bank Austria (BA), fühlt sich der Ex-BA-Chef wohl.

STANDARD: Sie sind Risikochef – wo sehen Sie denn die größten Risiken für die Erste Group?

Cernko: Die Erste hat große Fortschritte beim Abbau der notleidenden Kredite erzielt, die Qualität unserer Assets hat sich signifikant verbessert. Das ist eine sehr gute Basis für Wachstum. Jetzt ist die Zeit, wieder proaktiv zu werden, wir müssen uns nicht mehr fürchten. Banken sind derzeit grundsätzlich noch sehr risikoscheu. Ich meine aber, dass Risikomanager wieder mehr ermöglichen müssen. Banken leben davon, Risiko auf ihre Bücher zu nehmen, wir müssen wieder dynamischer Partner für die Wirtschaft werden.

STANDARD: Viele Banker klagen, man mache nur noch Brot-und-Butter-Geschäft – Spareinlagen nehmen, Kredite vergeben -, und das sei langweilig. Finden Sie das auch?

Cernko: Beim Brot-und-Butter-Geschäft sind wir längst angekommen, aber fad ist es nicht: Die Regulatorien sind engmaschig, der Konsumentenschutz ist weitreichend, und unsere Kunden wollen 24 Stunden am Tag Dienstleistungen von uns abholen können, also auch digitale. Das fordert heraus.

STANDARD: Stichwort Regulatorien: Halten Sie die Vorschriften für Geldinstitute für überzogen?

Cernko: Wir brauchen jetzt einmal ein Innehalten, eine Pause, um zu prüfen, welche Regulatorien funktionieren und wie ihre Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft sind. Eine solche faire Auseinandersetzung wäre Aufgabe der Politiker – ich habe aber das Gefühl, dass sie sich abgekoppelt haben aus diesem Prozess. Bei aller Wertschätzung der europäischen und österreichischen Regulatoren: Die politisch Verantwortlichen müssen sich da wieder mehr involvieren, das Thema braucht den Gestaltungswillen der Politik.

STANDARD: In Österreich überlegt die Regierung, die bei FMA und Nationalbank angesiedelte Aufsicht neu aufzustellen. Der Rechnungshof hat die Aufsicht geprüft …

Cernko: Glatte Themenverfehlung. Die Energie sollte auf eine Analyse verwendet werden, welche Vorschriften sich bewähren, welche Nachteile erzeugen, was man tun kann, um das System zu stärken.

STANDARD: Was hat sich denn in Ihren Augen bewährt?

Cernko: Der Aufbau von Kapital- und Liquiditätsreserven – allerdings darf man auch da die Nebenwirkungen nicht vergessen. Man kann nicht nur Brot-und-Butter-Geschäft machen bei Niedrigstzinsen und Kapitalaufbau betreiben. Wir müssen ja auch für unsere Investoren eine angemessene Rendite erwirtschaften.

STANDARD: Welche Vorschriften brauchten Banken nicht?

Cernko: Mir fällt nichts ein, was wir nicht brauchen – es geht immer nur um die Dosis und das Tempo. Ich wünsche mir einfach einen Dialog zwischen Banken, Aufsicht und Politik über die weitere Entwicklung.

STANDARD: Stichwort Entwicklung: In Österreich fusionieren die Volksbanken, RZB und RBI wurden verschmolzen, die BA wurde auf ihr Österreich-Geschäft geschrumpft, Hypo Alpe Adria und Övag werden abgewickelt. Ist der Bankenmarkt damit konsolidiert?

Cernko: Nein – aber Konsolidierung ist auch nicht erzwingbar.

STANDARD: Könnten Sie sich etwas wünschen: Welche weiteren Konsolidierungsschritte wären das?

Cernko: Wenn ich mir etwas wünschen könnte? Dann dass die Erste Group sich so weiter voranentwickelt, wie sie es 2016 getan hat.

STANDARD: Das Verhältnis zwischen Erste Group und Sparkassen, die im Haftungsverbund 3 zusammengeschweißt sind, soll sich aber verschlechtert haben. Der Chef der Österreich-Bank, Thomas Uher, ist nach Streit mit Group-Chef Andreas Treichl gegangen.

Cernko: Ich glaube nicht, dass sich das Verhältnis verschlechtert hat. Der Vertragskonzern der Sparkassengruppe verändert sich laufend, muss sich an neue Gegebenheiten anpassen. So ein Vorgang ist nie abgeschlossen. Und unterschiedliche Auffassungen unter Managern wird es immer geben.

STANDARD: Wie verstehen Sie sich denn mit Vorstandschef Treichl? Sie sind ja beide Alphatiere.

Cernko: Ich frage mich immer, was ein Alphatier ist.

STANDARD: Eines, das führen will. Aber sagen wir: Sie sind ausgeprägte Führungspersönlichkeiten.

Cernko: Was mich mit Andreas verbindet, sind Respekt und Toleranz. Ich bin kein Buddy, wir sind keine Haberer, um es auf Wienerisch zu sagen. Ich zerreibe mich nicht mit ihm, weil ich nicht den Anspruch habe, Erster zu werden. Ich war schon Erster. Ich arbeite einfach gern hier.

STANDARD: Ihrer beider Verträge laufen bis 2020. Glauben Sie, Treichl geht dann wirklich?

Cernko: Das weiß ich nicht. Da fragen Sie den Falschen.

(Renate Graber, 25.3.2017)

Willibald Cernko (60) hat bis März 2016 die Bank Austria (BA) geführt, die den Haftungsverbund des Sparkassensektors jahrelang (erfolglos) vor Gericht bekämpfte. Den Verkauf des BA-Filialnetzes wendete Cernko ab, im Jänner 2016 haben ihn die italienischen BA-Eigner abgesägt. Der passionierte Reiter, der aus der Steiermark kommt und 1985 in die Creditanstalt eintrat, hat vier Kinder und ist in zweiter Ehe verheiratet. – derstandard.at/2000054790033/Erste-Vorstand-Cernko-Banken-leben-davon-Risiko-zu-nehmen

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Erste-Aktien sacken nach Zwischenbericht ab

Posted by hkarner - 4. November 2016

4. November 2016, 11:49 derstandard.at

 Die Erste Group steigert den Gewinn und plant eine Dividendenverdoppelung, die Aktien fallen nach den Zahlen um bis zu sieben Prozent

Wien– Die heimische Erste Group hat im dritten Quartal dank historisch niedriger Risikokosten den Konzerngewinn gesteigert. Damit sei man auf einem guten Weg, das Jahresziel – eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über zwölf Prozent – zu erreichen, teilte der Wiener Konzern am Freitag mit. Den Aktionären stellte Vorstandschef Andreas Treichl eine Verdoppelung der Ausschüttung in Aussicht. „Die Weichen für eine Dividende von einem Euro je Aktie sind somit gestellt.“ Für 2015 hatte die Bank 50 Cent je Aktie gezahlt.

Etwas gedämpfter sind die Erwartungen für 2017. Einerseits werde die Eigenkapitalverzinsung bei mehr als zehn Prozent erwartet – was im Vergleich zu 2016 ein Rückgang wäre. Andererseits kündigte die Bank höhere Risikokosten an, auch wenn diese im langjährigen Vergleich immer noch niedrig seien. Börsianer reagierten verschreckt und schickten die Erste-Group-Aktie auf Talfahrt. Die Papiere verloren bis zu 7,1 Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im Topsegment ATX der Wiener Börse an. Marktteilnehmer begründeten den Rückgang vor allem mit Gewinnmitnahmen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste-Chef Treichl: „Kinder werden zu Beamten erzogen“

Posted by hkarner - 3. Oktober 2016

Auch wenn die (nicht unsympathische) Selbst-Seligsprechung  nicht gefallen muss, so ist sie doch eine Lehre für die Tiefenpsychologen. Und wie man Medien (sogar die berühmt-kritische Renate Graber) mit perfekter P.R. irreführt! (hfk)

InterviewRenate Graber, 2. Oktober 2016, 10:00, derstandard.at

Treichl CCDer Chef der Erste Group über das Schulsystem, den Unterschied zwischen Politik und Bankgeschäft und sein Ego

STANDARD: Ich zeige Ihnen ein Foto. Wissen Sie, welches Haus da gerade abgerissen wird?

Treichl: Ich hab das Haus gekannt?

STANDARD: Sicher. Es ist im ersten Bezirk, in der Renngasse.

Treichl: Die Investkredit? Die wird abgerissen?

STANDARD: Ja. Die Erste war, wie alle Großbanken, an ihr beteiligt. So vergeht der Ruhm der Welt. Es geht schon auch um Ruhm bei Managern wie Ihnen, oder?

Treichl: Die ruhmreichen Zeiten sind vorbei. Diese glorreichen, verherrlichten Spitzenmanager gibt es nicht mehr. Wirklich gute Spitzenmanager müssen heute entweder die Risiken eines Unternehmers übernehmen oder etwas verwalten.

STANDARD: Sie fühlen sich nicht verherrlicht? Den Rest des Beitrags lesen »

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Erste Bank: Österreich-Chef Uher geht

Posted by hkarner - 15. September 2016

15.09.2016 | 17:24 |  (DiePresse.com)

Der Österreich-Chef der Ersten Bank, Thomas Uher, verlässt das Institut. Bei der Konzernmutter Erste Group tritt Ex-Bank Austria-Chef Willibald Cernko in den Vorstand ein.

Wien. Personalia standen am Donnerstag auf der Agenda der Aufsichtsräte der heimischen Erste Group und ihrer Österreich-Tochter Erste Bank. Und dabei wurden auch zwei überraschende Entscheidungen getroffen. Wie in der Donnerstag-Ausgabe der „Presse“ bereits berichtet, wurde Ex-Bank Austria-Chef Willibald Cernko in den Vorstand der Erste Group berufen. Er wird dort künftig für das Risikomanagement zuständig sein. Zudem beschloss der Aufsichtsrat, dass der Chef des Österreich-Geschäftes, Thomas Uher, per Ende September das Unternehmen verlassen wird.

Uher, der seit 2007 Mitglied des Vorstandes der Ersten Bank war, gehe auf eigenen Wunsch, heißt es dazu in einer Aussendung der Bank am Donnerstagnachmittag. In Bank-Kreisen wird als Grund dafür genannt, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwsichen Uher und Konzernchef Andreas Treichl gegeben haben solle. Sein Nachfolger wird Stefan Dörfler, der bisher den Bereich „Group Markets“ bei der Erste Group leitet. Er wird künftig das Firmenkundengeschäft sowie den Bereich Sparkassen leiten und als Vorstandssprecher der Erste Bank fungieren. Neben ihm bleiben Claudia Höller (Finanzen und Risiko) sowie Thomas Schaufler (Privatkunden) als Vorstände bestehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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