Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Draghi’

AUFSTAND DER MACHTLOSEN GELD-WEISEN

Posted by hkarner - 24. Oktober 2019

FURCHE-Kolumne 278, Wilfried Stadler

Notenbanker sind Symbolfiguren des Vertrauens in die Währung, für die sie Verantwortung tragen. Sie wählen daher ihre Worte besonders sorgfältig, stets darauf bedacht, nur ja keine Missverständnisse auszulösen. Wenn sie dann doch einmal deutlicher werden, geschieht dies als Teil einer Strategie zur Konjunkturbelebung durch Beeinflussung der Markt-Meinung. Denn nach diesem Stimmungsbarometer richten sich Preisbewegungen auf den Finanzmärkten ebenso wie Kaufentscheidungen von Unternehmen und privaten Haushalten.

Eines der prominentesten Beispiele für derartige Wort-Deutlichkeit ist jene Tischrede, die der in wenigen Tagen aus seinem Amt scheidende EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer 2012 in London hielt. Mitten im aufziehenden Sturm einer manifesten Euro-Vertrauenskrise machte er damals unmissverständlich klar, alles Erforderliche („Whatever it takes“) zu tun, um den Zerfall des Euro zu verhindern. Unterlegt war dieses Versprechen nicht nur mit einem Maßnahmenpaket der EZB sondern auch mit massivem Flankenschutz seitens der Politik, die praktisch zeitgleich den permanenten Rettungsschirms („ESM“) einrichtete. Unmittelbar nach der Draghi-Rede beruhigten sich die Euro-Anleihenmärkte nachhaltig. Den Rest des Beitrags lesen »

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Can Germany cool its monetary-policy debate?

Posted by hkarner - 7. Oktober 2019

Date: 06-10-2019
Source: The Economist

It must soon appoint a new official to the ECB

Nothing inspires German newspaper illustrators like the European Central Bank’s monetary policies. Bond-buying is represented as a tsunami of cash. An uptick in inflation becomes a euro-gulping great white shark. After Mario Draghi, the ecb’s outgoing president, pushed deposit-rate cuts and a promise to restart quantitative easing (qe) through its governing council last month, Bild, a tabloid, depicted him cloaked and fanged, as “Count Draghila”.

German complaints are long-standing. The ecb’s Strafzinsen (“punishment rates”) expropriate savers. Banks suffer from negative rates they cannot pass on to customers. Cheap money fuels housing bubbles. The ecb is stealthily extending its mandate beyond price stability to redistribution. This week Oliver Bäte, the boss of Allianz, Europe’s largest insurer, joined the attack, lambasting the ecb in an interview with the Financial Times for “multiplying risk”. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Die Saat der nächsten Krise“: Exnotenbanker attackieren Geldpolitik

Posted by hkarner - 5. Oktober 2019

Kritik an EZB

Früherer Nationalbankchef Klaus Liebscher, der einstige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark, und andere warnen vor gefährlichem Kurs der EZB

Mario Draghis Geldpolitik ist umstritten. Demnächst wird ihm Christine Lagarde an die Spitze der EZB folgen.

Frankfurt/Wien – Sechs frühere europäische Zentralbankchefs kritisieren den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) scharf. Unter den Unterzeichnern sind etwa der frühere Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Klaus Liebscher, die Deutschen Jürgen Stark (2011 als Chefökonom der EZB zurückgetreten) und Otmar Issing (ehedem EZB-Ratsmitglied) und der frühere Präsident der Deutschen Bundesbank. Helmut Schlesinger. Sie kritisieren in ihrem zweiseitigen Brief die ultralockere Geldpolitik der EZB und ihrem Präsidenten Mario Draghi. Sie sei bisher nicht erfolgreich gewesen und ziele möglicherweise darauf ab, verschuldete Regierungen zu finanzieren.

Die früheren Banker, zu denen auch die früheren Notenbank-Gouverneure der Niederlande und Frankreichs zählen, werfen der EZB zudem vor, ihr jüngster „aggressiver Stimulus“ sei ungerechtfertigt, trage zur Preissteigerung von Immobilien bei und könnte die Saat sein, die die nächste Krise auslösen könnte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Harsche Kritik an Negativzinsen

Posted by hkarner - 5. September 2019

Eine Woche vor der nächsten EZB-Sitzung formieren sich die Gegner einer weiteren Zinssenkung und neuerlicher Anleihenkäufe. Deutsche-Bank-Chef Sewing zählt dazu.

Frankfurt. Wird „Super“-Mario Draghi zum letzten Mal in seiner Amtszeit als Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder tief in die Trickkiste greifen, um die Konjunktur mit billigem Geld anzukurbeln – oder doch nicht? Nichts wird eine Woche vor dem nächsten EZB-Treffen am 12. September in Banker- und Ökonomenkreisen heißer diskutiert als diese Frage. Interessant dabei: Die Gegner von Niedrig- beziehungsweise Negativzinsen formieren sich. Wobei sie nicht überraschend aus dem Bankensektor kommen.

Besonders harsche Worte gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik findet Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. „Gesamtwirtschaftlich wird eine weitere Zinssenkung auf dem aktuellen Niveau verpuffen“, sagte er am Mittwoch beim Bankengipfel des „Handelsblatts“. „Sie wird lediglich die Vermögenspreise weiter in die Höhe treiben und die Sparer weiter belasten.“ Mittelständler würden nicht mehr investieren, nur weil Kredite noch billiger würden.

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DIE EZB-GELDKURBEL DREHT LEER

Posted by hkarner - 1. August 2019

FURCHE-Kolumne 272 Wilfried Stadler

Am 31. Oktober endet die Amtszeit von Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank. Während seiner gesamten acht Jahre in dieser Funktion hat er kein einziges Mal die Leitzinsen erhöht. Ganz im Gegenteil: in der vergangenen Woche setzte er eindeutige Signale in Richtung einer weiteren Senkung des Einlagezinsen von Banken unter den derzeit geltenden Satz von Minus 0,4 Prozent. Der Leitzins selbst soll – wie schon seit März 2016 – für absehbare Zeit bei Null bleiben.

Während Draghi über etwa drei Viertel seiner Amtszeit als erfolgreicher Feuerwehrkommandant im Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise und gegen den Zerfall des Euro agierte, stößt seine lockere Geldpolitik nun schon seit geraumer Zeit auf Widerstände. Der Hauptvorwurf: Er habe den Zeitpunkt der zinspolitischen Normalisierung versäumt und sein gesamtes Arsenal an krisentauglichen Spezialinstrumenten auch dann noch eingesetzt, als die Konjunktur längst wieder angesprungen war.

Auch macht sich Frustration bei Sparern breit, die sich gezwungen sehen, auf höher riskierende Veranlagungen auszuweichen. Denn während die Notenbank ihre geldpolitischen Maßnahmen damit begründet, eine Inflationsrate von annähernd zwei Prozent erreichen zu müssen, sieht sie geflissentlich weg, wenn Vermögenspreise wie jene von Aktien in ungesunde Höhen steigen und Immobilien im urbanen Raum unerschwinglich werden. Die manifeste Inflation von Vermögenswerten wird verdrängt, weil sie im Drehbuch nicht vorgesehen ist. Den Rest des Beitrags lesen »

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ECB’s Draghi Grows Bolder as His Tenure Nears End

Posted by hkarner - 2. Juli 2019

Date: 01-07-2019
Source: The Wall Street Journal

The president of the European Central Bank is doubling down on a tried-and-tested strategy in an attempt to guard the bloc against too-low inflation

Mario Draghi, who has three policy meetings left before his term ends, is shown speaking during a conference at the ECB headquarters in Frankfurt earlier in June.

FRANKFURT—Mario Draghi is teeing up some of the boldest policy moves of his eight-year term as European Central Bank president only four months before he steps down, potentially binding the hands of his successor for years.

The late burst of activism by the 71-year-old Italian is buoying European financial markets and catching the eye of President Donald Trump, even as it raises legal and practical questions about how much more the ECB can squeeze out of its existing toolbox.

The shift toward easier money, mirroring a move by the Federal Reserve, comes despite relative resilience in the eurozone economy, whose unemployment rate is at the lowest level in a decade.

Mr. Draghi’s final three policy meetings—in July, September and October—are suddenly in play for a policy decision. Analysts expect the ECB to cut interest rates, which are already negative, at or before its Sept. 12 meeting. Some also expect Mr. Draghi to announce the relaunch of the bank’s €2.6 trillion ($3 trillion) bond-buying program, known as quantitative easing or QE. Den Rest des Beitrags lesen »

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ECB Signals Possible Rate Cut Prompting Trump Tweets

Posted by hkarner - 19. Juni 2019

Date: 18-06-2019
Source: The Wall Street Journal

U.S. president tweeted his displeasure at Draghi’s suggestion, saying its effect made Europe more competitive with America

SINTRA, Portugal—European Central Bank President Mario Draghi signaled the bank could roll out fresh stimulus as soon as its next policy meeting in July, sending the euro lower against the dollar and prompting an unusual rebuke from U.S. President Trump.

Mr. Draghi said Tuesday that ECB policy makers would consider “in the coming weeks” how to adapt their policy tools “commensurate to the severity of the risk” to the economic outlook. Options include extending the time frame before the next interest-rate increase, a reduction in the already negative policy rate or restarting bond purchases. Den Rest des Beitrags lesen »

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The ECB’s Changing of the Guard

Posted by hkarner - 28. Mai 2019

Lucrezia Reichlin, a former director of research at the European Central Bank, is Professor of Economics at the London Business School.

After steering the eurozone through a decade of crises, the top leaders of the European Central Bank are now on their way out. Their successors will face both similar and new challenges, and whether they confront them as effectively will depend on European national governments picking the right women and men for the job.

LONDON – This month, the European Central Bank hosted a colloquium in honor of Peter Praet, its departing chief economist. Having worked closely with ECB President Mario Draghi through the years after the 2008 financial crisis and subsequent euro crisis, Praet, more than anyone else, has been the one to steer the bank’s governing council toward a common decision in difficult situations. His departure comes after that of Vice President Vítor Constâncio last summer, and he will be followed out by Draghi in October and Benoit Coeuré of the ECB executive board in December.

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Zinsen: Draghi kann länger warten

Posted by hkarner - 29. März 2019

Die Zinswende könne hinausgeschoben werden, sagt EZB-Chef Draghi. Er deutet Mittel an, um die Belastung für die Banken zu mildern.

Frankfurt. Die EZB will die Zinswende bei einer stärkeren Konjunktureintrübung notfalls länger hinausschieben. Die Euro-Hüter würden sicherstellen, dass die Geldpolitik die Wirtschaft weiter unterstütze, indem sie den Zinsausblick anpassen, sagte EZB-Chef Mario Draghi am Mittwoch auf einer Notenbank-Konferenz in Frankfurt. „Wir haben keinen Mangel an Instrumenten, um unser Mandat zu erfüllen.“

Eine erneute Verschiebung der Zinswende würde gerade die Banken treffen. Sie klagen seit Längerem, dass die anhaltend tiefen Sätze an den Gewinnen zehren. Besonders die Negativzinsen sind vielen ein Dorn im Auge. Die Institute müssen seit einigen Jahren Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Liquidität bei der Notenbank parken: Der Einlagensatz steht seit März 2016 bei minus 0,4 Prozent. Falls notwendig, werde die EZB prüfen, wie mögliche Nebenwirkungen abgemildert werden könnten. Die Ertragsschwäche von Banken sei aber keine unvermeidbare Folge der Negativzinsen. Vor allem im Norden der Eurozone hatten sich Institute für einen gestaffelten Einlagensatz ausgesprochen – Draghis Kommentar wurde an der Börse als eine Überlegung in diese Richtung gewertet. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fürs Einlösen seines Versprechens hat Draghi den schlechtesten Moment gewählt

Posted by hkarner - 14. Dezember 2018

| Lesedauer: 5 Minuten

„Die EZB setzt ein Signal, dass die Krise vorbei ist“
Alle rechnen damit, dass die EZB den Ausstieg aus den Staatsanleihekäufen heute besiegeln wird. Dabei zeichnet sich der nächste Abschwung bereits ab. Den Währungshütern bleiben dann nur noch weitaus unangenehmere Maßnahmen.

Über den Ausstieg aus dem umstrittenen Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) ist seit Monaten diskutiert worden. Heute könnte EZB-Präsident Mario Draghi verkünden, dass das billionenschwere Programm tatsächlich zum Jahresende auslaufen wird.

Das Paradoxe ist nur, dass sich die Anzeichen für den drohenden Abschwung in Europa längst verdichten. Italien könnte sogar bereits mitten in der Rezession stecken, und auch in Deutschland mehren sich die Zweifel, dass nach dem Minus im dritten Quartal nun die kraftvolle Gegenbewegung eingesetzt hat. Sollte es so kommen, könnte die EZB ihr Programm direkt wieder auspacken, statt es einzumotten.

Falls die Notenbank die Lage genauso absurd findet wie ihre Beobachter, so lässt sie sich öffentlich dazu bisher jedenfalls nichts anmerken. Unter den professionellen EZB-Watchern hingegen wächst die Kritik an den Währungshütern und ihrem extrem langsamen Abschied von der ultralockeren Geldpolitik. „Man stelle sich vor, Europa geht mit Minuszinsen in die Rezession. Das wäre historisch einmalig“, sagt Danielle DiMartino, die während der Finanzkrise bei der Fed in Dallas gearbeitet hat und mit Quill Intelligence mittlerweile ihr eigenes Analysehaus betreibt. Den Rest des Beitrags lesen »

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