Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Bayer’

Why so many big German companies are in trouble

Posted by hkarner - 4. Mai 2019

Date: 02-05-2019
Source: The Economist

Bayer is the latest DAX firm burnt by a takeover of an American firm

It has never happened to a chief executive of a company in the dax index of Germany’s 30 largest listed firms. On April 26th 56% of shareholders in Bayer, a chemicals conglomerate, censured Werner Baumann and his management team. Most German bosses can count on nine in ten shareholders to back them in non-binding confidence votes. In 2015 a rebellion by a minority, of 39%, of Deutsche Bank’s owners, who censured Anshu Jain and Jürgen Fitschen, led both co-chief executives to announce their resignation.

Bayer shareholders have reason to be mutinous. Its share price has plunged by 40% since its takeover last June of Monsanto. It is now worth less than the $63bn it paid for the American seed-and-chemicals giant. Critics accuse Mr Baumann of infecting a healthy firm with underestimated legal risks related to Roundup, Monsanto’s blockbuster weedkiller. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

WU-Ökonomen: naiv, weltfremd und blauäugig!

Posted by hkarner - 12. Februar 2017

February 3, 2017 · Kurt Bayer BlogBayer

(am 3.2.2017 in Der Standard in leicht veränderter Form veröffentlicht)

In ihrem Kommentar „Warum Protektionismus (langfristig) schädlich ist“ (Der Standard, 1.2.2017) geben die drei WU-Professoren Badinger, Crespo Cuaresma und Oberhofer jenen vielen recht, die meinen, dass die Argumentation der Mainstream-Ökonomen für Freihandel mit dafür verantwortlich ist, dass Globalisierung und Außenhandel in den Bevölkerungen so sehr verpönt wurden, dass Politiker mit Gegenpositionen, für Abschottung und Protektionismus damit Wahlen und Referenden gewinnen. Die 3 haben natürlich recht, wenn sie meinen, dass Österreich, aber auch viele (andere?) Entwicklungsländer vom freieren Außenhandel profitiert haben. Schon falscher liegen sie mit ihrer Behauptung, dass die „heiligen“ vier Freiheiten der EU (von Kapital, Personen, Gütern und Dienstleistungen) nicht nur schützenswert sind, sondern (missionarisch?) „in die Welt getragen) werden müssen.

Globalisierung und damit das Dogma vom absoluten Nutzen des Freihandels hat jedoch nicht nur positive Auswirkungen: wie die Drei feststellen, gibt es Gewinner und Verlierer. Letztere, so meinen sie, sind dies nur aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Die 3 tun so als ob Handel immer nur zwischen gleich großen und gleich starken und gleich entwickelten Ländern stattfände. Die Wahrheit ist gänzlich anders: kleine, schwache, im Entwicklungsprozess nachhinkende Länder können aufgrund dieser, auch geografischer und klimatischer und kultureller Umstände nie mit großen hochentwickelten Ländern konkurrieren, müssen sich daher als Anhängsel dieser Großen positionieren – und zahlen dafür mit Ausbeutung ihrer Bodenschätze, Arbeitskraft und Umwelt. Im Gegenzug ziehen die Großen und Reichen insgesamt deutlich mehr Kapital aus den Entwicklungsländern ab als diese (strukturell kapitalschwach) erhalten. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

To Discuss or Not to Discuss: Schellings Hamlet-Moment in Alpbach

Posted by hkarner - 10. September 2015

Im 2015 Alpbach Forum fand als Eröffnungsveranstaltung der Finanzmarktgespräche eine von mir geleitete Diskussion  zum Thema “Wohl und Wehe der Eurozone” statt. Die Einführung zu den Finanzmarktgesprächen wurde von Finanzminister Schelling gehalten, der als Ursache der Wirtschafts- und Finanzkrise eine “Staatsschuldenkrise” identifizierte. So weit so schlecht. Sobald die beiden Streitgesprächsteilnehmerinnen Natacha Valla (Vizechefin des französischen CEPII-Forschungsinstitut) und Heiner Flassbeck (langjähriger Chefvolkswirt der UNCTAD, sowie früherer Staatssekretär im deutschen Finanzministerium) und ich als Moderator und das Podium erklommen und unsere Sitze bezogen hatten, verschwand Schelling – ganz offenbar nicht an dieser Diskussion interessiert.

Befragt zu den Blöcken “Institutionelle Probleme der Eurozone”, “Wirtschaftliche Ausrichtung der Eurozone” und “Krisenbekämpfung” lieferten die beiden Panelisten – wie erwartet – sehr unterschiedliche Antworten. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in weitere Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Wozu denn noch Schuldenschnitt?

Posted by hkarner - 19. Juli 2015

(leicht verändert in der Wiener Zeitung am 16.7.2015 veröffentlicht)

Der griechische Staat hat Schulden bei seinen internationalen Partnern im Ausmaß von 330 Mrd Euro, das sind etwa 180% des Inlandsprodukts. Griechenland selbst hat immer wieder einen Schuldenschnitt auf „tragfähige“ Größenordnungen verlangt, seine Gläubiger haben bisher schon Schulden zeitlich gestreckt, die Zinssätze reduziert und 2012 auch schon einen Schuldenschnitt gewährt (der hauptsächlich von den damals privaten Gläubigern bezahlt wurde). Die Mehrheit, wenn nicht alle, Eurozonen-Finanzminister lehnen einen weiteren Schuldenschnitt kategorisch ab, der diesmal die öffentlichen Gläubiger (ESM, IMF, EZB, andere EZ-Länder) treffen würde, lassen aber die Möglichkeit einer weiteren Fristerstreckung und Zinssatzreduktion offen.

Was bedeuten diese Optionen? Es ist offenkundig, dass Griechenland derzeit „nur“ etwa 2% seines BIP für den Schuldendienst ausgibt, deutlich weniger als viele andere Eurozonenländer. Die riesige Schuldenlast ist also kein primäres Budgetproblem, da die meisten Kredite erst ab den 20er Jahren fällig werden und die Zinsen niedrig sind.

Griechenland will dennoch derzeit einen Schuldenschnitt aus zwei Gründen: der erste ist, dass innerhalb Griechenlands der riesige Rucksack der Schulden immer wie ein Damoklesschwert über dem Land hängt, da Gläubiger jederzeit sich auf die Schulden berufen können und damit die griechische Wirtschaftspolitik in ihrem eigenen Interesse beeinflussen könnten. Wie realistisch dies ist, bleibt dahingestellt, aber Griechenland befürchtet dies jedenfalls –nicht zuletzt aufgrund der oktroyierten Austeritätspolitik der letzten Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Zeitenwende in der Eurozone

Posted by hkarner - 8. Juli 2015

Kurt Bayer Blog Bayer

(am 7.7.2015 in der Wiener Zeitung leicht gekürzt veröffentlicht)

Das Griechenlandreferendum ist geschlagen, die „Nein“ Befürworter (zur europäischen Krisenpolitik) haben überzeugend „gewonnen“: aber was? Es gibt jetzt drei Möglichkeiten für die Zukunft Griechenlands und der Eurozone. Der Ausgang des Referendums – so unklar er für Griechenland ist – bildet hoffentlich einen Weckruf für die gesamte Eurozone, dass es wie bisher nicht weitergehen kann. Denn am Prüfstand stand ja nicht nur die Griechenlandpolitik, sondern die gesamte Ausrichtung der Wirtschaftspolitik der Eurozone.

Sehen wir doch: Die Eurozone erreicht heuer erst (vielleicht) wieder das BIP-Niveau von 2007, dem letzten Jahr vor der Krise; in den USA, das die Krise ausgelöst hat, ist das BIP heuer um 11% höher als 2007. Die Eurozone muß also etwas falsch gemacht haben und wäre sehr gut beraten, diesen Mißerfolg, der den Rückgang des griechischen BIP um fast 25% mit einschließt, der die Arbeitslosigkeit in der Eurozone um 50% erhöht hat, die Jugendarbeitslosigkeit auf politisch untragbare katastrophale Höhen katapultiert hat und auch das erklärte Ziel, die Senkung der Schuldenquote nicht nur verfehlt, sondern um 15 Prozentpunkte nach oben gedrückt hat, also diesen eklatanten Mißerfolg zur Kenntnis zu nehmen – und diese Politik schleunigst zu ändern.

Weiter lesen: https://kurtbayer.wordpress.com/2015/07/06/zeitenwende-in-der-eurozone/

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Muss Europa wirklich durch ein „Tal der Tränen“?

Posted by sschleicher - 28. Februar 2013

Kommentar der anderen | Kurt Bayer, 27. Februar 2013, 19:13, standard.atBayer

Die Fixierung des EU-Krisenmanagements auf Haushaltsdisziplin und Schuldenabbau ist nicht die Lösung, sondern Teil des Problems

Nach Massenprotesten in Spanien, Portugal, Griechenland und Zypern haben Demonstrationen in Bulgarien nun auch zur dortigen Demission der Regierung geführt. Die Menschen wehren sich gegen die Verarmung, gegen die Lasten, die durch die verfehlte Wirtschaftspolitik der letzten Jahre ihnen durch dieselben Politiker nun auferlegt werden, obwohl sie weder die Begünstigten noch die Verursacher dieser Krise waren.

Die Berichte über Armut, Wohnungsnot und Verelendung innerhalb der zweitgrößten Wirtschaftsmacht dieser Welt (die EU produziert etwa 17 Billionen US-Dollar des 70 Billionen schweren globalen Wirtschaftsprodukts) sind tatsächlich erschreckend – ebenso wie die Beschreibungen der Lebensverhältnisse in vielen Südstaaten des reichsten und mächtigsten Landes der Erde, der USA (BIP etwa 18 Billionen US-Dollar). Dritte Welt innerhalb des Reichtums.

Eric Frey schreibt im STANDARD („Aussichtsloser Zorn„, 25.2.2013) von der Perspektivlosigkeit der Proteste und der Ausweglosigkeit der Sparpolitik. „Erst wenn Europas Bürger bereit sind, dieses Tal der Tränen zu durchschreiten, besteht auch Hoffnung auf ein nachhaltiges Ende der Krise“. Dies ist nicht nur extrem pessimistisch, sondern auch falsch. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »

Das trügerische Zwitschern der „Wachstumsschwalben“

Posted by hkarner - 20. Mai 2012

Kurt Bayer

Kommentar der anderen | Kurt Bayer, 15. Mai 2012, 19:21, der standard.at

Ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer

In den vergangenen Tagen war verwunderliches Zwitschern zu hören: Minister Schäuble meint, höhere Löhne in Deutschland wären dem Wachstum zuträglich; der deutsche Bundesbankgouverneur sogar, dass die EZB höhere Inflation zulassen könnte; der IWF warnt Deutschland vor zu krassem Budgetsparen, Frau Merkel sprach von einem Wachstumsprogramm und, und, und. Ist das die längst überfällige Wende in der europäischen Wirtschaftspolitik, die Erkenntnis, dass volkswirtschaftliches Sparen auch zum Tod, d. h. zur Weltwirtschaftskrise führen kann?

Ich meine, eher nicht: Das sind nur Erstreaktionen auf die Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich vom vergangenen Sonntag, wo das Stimmvolk massiv gezeigt hat, dass es die verfehlte Wirtschaftspolitik der EU-Eliten nicht gewillt ist mitzutragen, ebenso wie in neun anderen EU-Ländern, deren regierende Parteien im Zuge der Krise abgelöst wurden. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Damals und heute: Eine neue Weltordnung ist nötig

Posted by hkarner - 3. Februar 2011

2/2 aus Kurt Bayer’s Blog:

„Inhaltlich müßte es um die Bewältigung der globalen Ungleichgewichte, um den Abbau der gigantischen privaten und öffentlichen Schulden der „westlichen“ reichen Länder, um eine Wachstums- und Beschäftigungsstrategie, um die Versorgung der Weltbevölkerung mit Öffentlichen Gütern (sauberes Wasser, Biodiversität, Meere, Klimawandel, Sicherheit), um globale Wettbewerbspolitik (wodurch die Dominanz globaler Unternehmungen bei Ansiedlungen in armen Ländern eingedämmt) und um eine Wiederherstellung der Service-Funktion des Finanzsektors gehen. Dabei ist von dogmatischen, vielfach westlichen neoliberalen Vorstellungen von Wirtschaft abzusehen und die Förderung des globalen Lebensstandards unter Einebnung der Einkommensunterschiede als Zielsetzung zu formulieren.“

http://kurtbayer.wordpress.com/2011/02/02/damals-und-heute-eine-neue-weltordnung-ist-notig/#more-407

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Fiscal Policy Consequences of the Crisis in Eastern Europe

Posted by hkarner - 22. Juli 2010

Kurt Bayer’s Blog, 19/7Quantcast

The crisis in Eastern Europe has shown up the fragility of the accepted growth and transition model. This was based basically on four pillars:  financial integration, trade integration, value chain integration and institutional integration with the EU, the latter based on gradually adopting the tenets of the acquis communautaire. Different countries, depending on their geographical vicinity to the EU and other specifics, adopted this growth model to varying degrees.

weiterlesen: http://kurtbayer.wordpress.com/2010/07/19/fiscal-policy-consequences-of-the-crisis-in-eastern-europe/

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Stephan Schulmeister’s Essay: „Mitten in der Großen Krise – ein „New Deal“ für Europa“

Posted by hkarner - 17. Juli 2010

Aus amazon.de über das neue Buch von Stephan Schulmeister:

Mit der »großen Krise« hat der Übergang von einer finanz- zu einer realkapitalistischen Wirtschaftsordnung begonnen, wie Stephan Schulmeister, einer der profiliertesten österreichischen Wirtschaftsforscher, beschreibt. Dieser wird Jahre dauern: Der in den letzten dreißig Jahren zunehmend dominante Finanzkapitalismus stellt ja eine umfassende »Spielanordnung« dar. Dazu gehören die neoliberale Wirtschaftstheorie, der Vorrang für den Geldwert, die Liberalisierung der Finanzmärkte und die Schwächung des Sozialstaats. Die große Krise wird den Boden für eine Neuordnung des »Spiels Wirtschaft« bereiten: Die Triebkraft kapitalistischer Dynamik, das Profitstreben, wird wieder auf realwirtschaftliche Aktivitäten fokussiert, ergänzt und erweitert um die ökologische und soziale Dimension. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Books | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »