Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Basel III’

EU-Banken fehlen 135 Milliarden Euro für neue Kapitalregeln

Posted by hkarner - 3. Juli 2019

Gelder fehlen fast nur Großbanken

Die EBA spricht von einer Kapitallücke.

Frankfurt – Banken in der EU brauchen nach einer Studie der EU-Bankenbehörde EBA 135 Mrd. Euro, um die künftigen Kapitalvorschriften zu erfüllen. Die vollständige Umsetzung der sogenannten Basel-III-Regeln würde die Mindestkapital-Anforderungen um 24,4 Prozent erhöhen, erklärte die EBA am Dienstag.

Die Kapitallücke trifft fast nur Großbanken, die weltweit aktiv sind. Von den 135 Milliarden Euro entfielen nur 0,9 Milliarden auf mittelgroße Geldhäuser und 0,1 Milliarden auf kleinere Institute.

Neue Kapitalvorschriften

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ZEHN JAHRE NACH LEHMAN – EINE ZWISCHENBILANZ

Posted by hkarner - 13. September 2018

Wilfried Stadler, Furche 13/9/2018

Am Montag, dem 15. September 2008, nach mehreren Wochen letztlich vergeblicher Rettungsversuche, stürzte die Pleite von Lehman Brothers, einer der damals größten Investmentbanken der Welt, das internationale Bankensystem in seine tiefste Krise seit den Dreißigerjahren. Die Zahlungsunfähigkeit des noch am Freitag davor als unsinkbares Schiff geltenden Finanz-Kolosses löste eine Kaskade von drastischen Folgewirkungen aus. Das ominöse Datum hat sich auch deshalb tief im kollektiven Gedächtnis eingenistet, weil sich die Finanzkrise gerade in Europa in der Folge zu einer handfesten politischen Krise ausgewachsen hat. Zehn Jahre danach sieht zwar alles wieder sicherer aus – aber eine neue Normalität liegt wohl immer noch in weiter Ferne.

Marktschwankungen und spekulative Ausschläge von Bewertungen nach oben und unten gehörten immer schon zum gewissermaßen normalen Geschehen auf den internationalen Finanzmärkten. In besonderen Situationen wurden daraus handfeste Krisen. Über lange Zeiträume hinweg waren davon vor allem politisch weniger gefestigte Länder wie Argentinien oder Russland betroffen. Was 2008 passierte, betraf jedoch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die über Jahrzehnte als sicher geltenden Staaten des Westens mit ihren hochkomplexen Großbanken.

Bis auf wenige, an einer Hand abzählbare Ausnahmen hatte niemand aus dem Kreis der an den Unis, in den Notenbanken und den Aufsichtsbehörden beschäftigten Ökonomen eine ernsthafte Krise dieses Ausmaßes kommen sehen. Im Gegenteil: das Platzen der „New-Economy“-Kursblase zur Jahrtausendwende war von der Finanzbranche dank der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed so gut weggesteckt worden, dass man sich in einer weitgehend krisenbefreiten Phase ökonomischer Stabilität wähnte. Der damalige Fed-Präsident Ben Bernanke sprach 2006 gar von einer „great moderation“. Dieser Besänftigungs-Modus wurde noch dadurch verstärkt, dass die gerade erst nachgeschärften Regelwerke für das Bankwesen („Basel II“) vermeintlich für eine höhere Sicherheit im Bankwesen sorgten. Mit den modernsten Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung wurde die Einhaltung von Risikogrenzen strenger überwacht als je zuvor. Den Rest des Beitrags lesen »

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Aufseher einigen sich auf schärfere internationale Regeln für Banken

Posted by hkarner - 7. Dezember 2017

7. Dezember 2017, 17:31 derstandard.at

Für die Umsetzung bekommen Banken deutlich mehr Zeit als ursprünglich geplant

Frankfurt – Mit einer weiteren Verschärfung der Kapitalregeln für Banken wollen Aufseher und Notenbanker rund um den Globus das Finanzsystem sicherer machen. Nach monatelangem Streit einigten sich Europäer und Amerikaner auf einen Kompromiss zur Ausgestaltung der nach der jüngsten Finanzkrise eingeführten sogenannten Basel-III-Regeln. Die neuen Vereinbarungen sorgten für mehr Sicherheit, „ohne die Kapitalanforderungen deutlich zu vergrößern“, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am Donnerstag in Frankfurt. Die Europäische Bankenaufsicht EBA rechnete vor, dass EU-Banken nach den neuen Regeln im Schnitt 12,9 Prozent mehr Kapital vorhalten müssen. Es sei nun entscheidend, dass die Vereinbarungen weltweit umgesetzt würden, betonte Draghi, der dem Gremium der Chefs von Notenbanken und Aufsichtsbehörden (GHOS) vorsitzt: „Wir sind noch nicht fertig.“ EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis mahnte, internationale Zusammenarbeit sei entscheidend, um Finanzstabilität rund um den Globus und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu garantieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe’s banks are stronger than they were, but not strong enough

Posted by hkarner - 2. Dezember 2017

Date: 30-11-2017
Source: The Economist

A marathon of regulatory reform has further to run

THE permanent revolution rumbles on. Ten years after the financial crisis, Europe’s bankers must wonder whether the regulatory upheaval will ever cease. Next month two European Union directives start to bite. MiFID2 will make trading more transparent and oblige banks to charge clients separately for research; PSD2 will expose banks to more competition from technology companies, and each other, in everything from payment services to budgeting advice. A new accounting rule, IFRS 9, also kicks in, demanding timelier provisions for credit losses. The global capital standards drawn up after the crisis, Basel 3, may at last be on the verge of completion—implying yet another uptick in equity requirements for some European lenders.

Amid this blizzard of letters and digits, the European Commission is pushing ahead on yet another front. It is urging governments and the European Parliament to complete the EU’s banking union by 2019 and thus cut the “doom loop”, in which weak banks and sovereigns drag each other down. Because regulators treat all euro-area government bonds, regardless of origin, as risk-free, banks have an incentive to load up on them in order to economise on equity; and they favour their home governments’ bonds. Should the sovereign-bond prices fall, as they did in Greece, local banks take a big hit; if governments have to prop up lenders, the spiral goes on down. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bundesbank-Vorstand sieht „ein Ende der Umsonstkultur“

Posted by hkarner - 3. April 2017

Banken und Sparkassen können an Kundenguthaben kein Geld mehr verdienen, weil die Zinsen alle ähnlich niedrig sind, sagt Andreas Dombret.

Deutsche-Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret sieht bei vielen Geldhäusern „ein Ende der Umsonstkultur“ für die Kunden. „Die Häuser verlangen für viele Dienstleistungen und Produkte wieder Gebühren“, sagte er der Zeitung „Die Welt“. „Allerdings müssen diese Produkte auch attraktiv sein, sonst werden Banken und Sparkassen dafür diese Preise nicht am Markt durchsetzen können“, warnte Dombret.

Viele Geldhäuser machen derzeit wegen niedriger Zinsen schlechtere Geschäfte – sie können etwa beim Geldverleihen weniger verdienen. Ursprünglich hätten Banken und Sparkassen an Kundenguthaben Geld verdient. „Heute ist das nicht mehr möglich, weil die Zinsen alle ähnlich niedrig sind. Der Bankensektor kann da nur Kosten senken oder Provisionen und Gebühren erhöhen“, sagte Dombret.

Wettlauf um niedrigste Regulierung schadet Den Rest des Beitrags lesen »

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Neue Banken-Krise in Europa: Ein Funke reicht für das Pulverfass

Posted by hkarner - 29. August 2016

Sensationell gut! (hfk)

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Die neue Finanzkrise, von der immer wieder gewarnt wird, ist längst im Gang. Zahlreiche große Krisenherde üben ihre zerstörerische Wirkung bereits aus. Es kann jederzeit zur Explosion kommen, wenn nur eine Maßnahme zu einer fatalen Reaktion führt und sich als Funke erweist, der in ein Pulverfass fällt.

Black Hole CCJackson Hole könnte zum Black Hole für das Finanzsystem werden.

Auch Deutschland als Wirtschaftsprimus Europas ist vor einer europäischen Banken-Krise nicht gefeit. Der Internationale Währungsfonds fand Ende Juni harte Worte für die Deutsche Bank: „Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank am stärksten zu systemischen Risiken beizutragen.“

Die Notenbanker haben sich in Jackson Hole als hilflos erwiesen. Statt zu agieren, wollen sie den bekannten, falschen Weg weitergehen – wohl bis zum bitteren Ende.

Die Verantwortlichen könnten reagieren. Könnten. Es hat aber nicht den Anschein, als ob in der EU-Kommission, im EU-Parlament oder in der EZB die Dimension der Gefahr erkannt wird. Bis vor kurzem haben sich auch die Unternehmerverbände und die Finanzwirtschaft nicht mit angemessenen Warnungen zu Wort gemeldet. Mittlerweile sind die Probleme so gravierend geworden, dass die Alarmrufe immer zahlreicher und deutlicher werden.

Der Katalog der Krisenherde ist lang. Die Liste der notwendigen Korrekturen etwas kürzer.

Krisenherd Nummer 1: Die niedrigen Zinsen ruinieren die Sparer

Die von der Europäischen Zentralbank unter Präsident Mario Draghi erzwungenen Niedrigzinsen belasten alle Vorsorge-Maßnahmen. Die Sparguthaben sind unattraktiv. Die klassischen Lebensversicherungen können in der gewohnten Form nicht mehr angeboten werden, bei den bestehenden Verträgen ist die Einhaltung der Kapital- und Renten-Garantien unter Druck. Hier finden eine stille Enteignung der Sparer und eine Demontage der Altersvorsorge statt.

Krisenherd Nummer 2: Die offizielle Enteignung der Einleger Den Rest des Beitrags lesen »

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Die einzige Lösung: Italiens Banken müssen sich aus eigener Kraft retten

Posted by hkarner - 13. Juli 2016

Fast schon der erste realitätsnahe Ansatz zur Lösung des Problems, den ich kenne! Aber die BIZ bzw. EU-Kommission wird doch die Basel III Regeln nicht ändern, das hätten sie ja schon viel früher tun müssen! (hfk)

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Europaweit wird von Banken und Versicherungen verlangt, dass die Staaten der EU den italienischen Banken mit 150 Milliarden helfen sollen. Würde man die Forderung erfüllen, käme nur eine Wiederholung der Fehler nach der Finanzkrise 2008 zustande. Nichtstun wäre auch katastrophal.

Banken in ganz Europa fordern die EU-Staaten dazu auf, den in die Schieflage geratenen italienischen Banken zu helfen. Doch dies wäre genau wie bei der Finanzkrise 2008 lediglich ein Behandeln der Symptome, nicht der Ursachen. Doch auch nichts zu tun, wäre verheerend: Die Position der EURO-Gruppe und der im ECOFIN-Rat vereinten Finanzminister, „Italien hat keine aktuelle Krise, die Regeln müssen eingehalten werden“, ist verantwortungslos. Die Regeln, die die EU beschlossen hat, um künftige Krisen zu vermeiden, sind wirkungslos und verschärfen sogar die Probleme.

Dringend erforderlich ist somit ein praxisorientiertes Management der in Italien neu ausbrechenden Finanzkrise:

– Die Banken müssen in die Lage versetzt werden, die Realwirtschaft zu finanzieren.
– Extreme Spekulationen sind durch gesetzliche Bestimmungen zu unterbinden, um die Finanzierungen effektiv in die Realwirtschaft zu lenken.
– Ein entsprechender Druck muss die Restrukturierung des Bankwesens erzwingen.

Spektakuläre Aktionen wie die Vorgabe nicht erfüllbarer Kapitalvorschriften oder die Inszenierung einer gigantischen Geldschwemme, die in der Wirtschaft nicht ankommt, sind verzichtbar.

Die Forderung nach einer Kapitalspritze durch die EU-Staaten Den Rest des Beitrags lesen »

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Fighting the Next Global Financial Crisis

Posted by hkarner - 19. Mai 2016

Photo of Robert J. Shiller

Robert J. Shiller

Robert J. Shiller, a 2013 Nobel laureate in economics, is Professor of Economics at Yale University and the co-creator of the Case-Shiller Index of US house prices. He is the author of Irrational Exuberance, the third edition of which was published in January 2015, and, most recently, Phishing for Phools: The Economics of Manipulation and Deception, co-authored with George Akerlof.

MAY 18, 2016, Project Syndicate

NEW HAVEN – What do people mean when they criticize generals for “fighting the last war”? It’s not that generals ever think they will face the same weapon systems and the same battlefields. They certainly know better. The error, to the extent that the generals make it, must operate at a more subtle level. Generals are sometimes slow to get around to developing plans and ordnance for those new weapon systems and battlefields. And just as important, they sometimes assume that the public psychology, and the narratives that influence the morale that is so important in achieving victory, is the same as in the last war.

That is also true for regulators whose job is to prevent financial crises. For the same reasons, they may be slow to change in response to new situations. They tend to be slow to adapt to changing public psychology. The need for regulation depends on public perceptions of the last crisis, and, as George Akerlof and I argued in Animal Spirits, these perceptions depend heavily on changing popular narratives. Den Rest des Beitrags lesen »

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Basel regulation: Friend or foe of small business lending?

Posted by hkarner - 17. Dezember 2015

Dennis Bams, Magdalena Pisa, Christian C. P. Wolff , 16 December 2015 voxeu

Professor of Finance, Maastricht University and at Open University Heerlen

Maastricht University

Director of the Luxembourg School of Finance and Professor of Finance, University of Luxembourg; Research Fellow, CEPR

Small businesses: A friend?

Small businesses are the engine of innovation and job creation and therefore are of special interest to policymakers. Basel regulation acknowledges their special role and discounts the capital requirements for the loans to small firms. For example, the internal rating-based (IRB) capital requirement amounts to 5.54% for a corporate loan with a 5% probability of default, 20% of loss given default, and effective maturity equal to 3. If classified as a small business (retail) loan, that same loan with 5% probability of default and 20% of loss given default has 2.36% capital charges. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Geldschöpfung aus dem Nichts ist nicht neutral

Posted by hkarner - 3. September 2015

Wieder einmal Dank an H.F.!

September 1st, 2015, Lars Schall Homepage 

Lars Schall sprach mit dem Wirtschaftswissenschaftler Mathias Binswanger über dessen Buch “Geld aus dem Nichts“. Binswanger sagt: „Wir leben in einer Geldwirtschaft, in der das Geld eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielt. Also ist es wichtig zu wissen, wie dieses Geld geschaffen wird und welche Wirkungen diese Geldschöpfung in der Wirtschaft hat. Die gesamte Entwicklung der modernen Wirtschaft und auch die heutigen Finanzkrisen lassen sich erst verstehen, wenn man auch den Geldschöpfungsprozess versteht.“

Von Lars Schall

Binswanger ccMathias Binswanger, geboren am 10. Oktober 1962, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Er hielt Vorlesungen an der Technischen Universität Freiberg in Deutschland, an der Universität Basel in der Schweiz, an der Qingdao Technological University in China und an der Banking University im vietnamesischen Saigon. Binswanger ist Autor einer Reihe von Büchern und publiziert sowohl in Fachzeitschriften als auch in der Presse. Gemäß einem Ranking der NZZ des Jahres 2014 gehört er zu den 10 einflussreichsten Ökonomen der Schweiz. Seine eigene Website finden Sie hier. Mehr Informationen zu seinem Buch “Geld aus dem Nichts: Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen“, erschienen bei Wiley, finden Sie hier.

Lars Schall: Warum sollten sich mehr Menschen mit dem Geld und der Frage, wie es in die Existenz kommt, beschäftigen?

Mathias Binswanger: Wir leben in einer Geldwirtschaft, in der das Geld eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielt. Also ist es wichtig zu wissen, wie dieses Geld geschaffen wird und welche Wirkungen diese Geldschöpfung in der Wirtschaft hat. Die gesamte Entwicklung der modernen Wirtschaft und auch die heutigen Finanzkrisen lassen sich erst verstehen, wenn man auch den Geldschöpfungsprozess versteht.

L.S.: Woher stammt die Geldschöpfung aus dem Nichts historisch gesehen? Den Rest des Beitrags lesen »

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