Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Banken in Europa taumeln in die nächste Finanzkrise

Posted by hkarner - 5. November 2018

Dank an J.G. Wie immer, eine ganz scharfe Analyse von R. Barazon (hfk)

DWN, Roland Barazon, 5/11/2018

Banken in Europa taumeln in die nächste Finanz-Krise – DWN

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Türkei ist nur der Anfang: Neue Finanzkrise hat begonnen

Posted by hkarner - 13. August 2018

Dank an H.G.

Mit zu vielen riskanten Krediten hat sich die Finanzwelt in die nächste Krise gestürzt. Neue Banken-Rettungen sind nur eine Frage der Zeit.

Der dramatische Kurssturz der türkischen Lira versetzte am vergangenen Freitag die Finanzmärkte in Aufruhr. In den Hintergrund rückte die Tatsache, dass die Talfahrt bereits 2013 begonnen hat und schon seit Herbst 2016 schneller wurde. Als im Laufe des Freitag US-Präsident Donald Trump plötzlich die Zölle auf die zwei wichtigsten Exportprodukte der Türkei, auf Stahl und Aluminium, verdoppelte, geriet die Entwicklung  vollends außer Kontrolle. Die Lira war Freitag abends mit 6,42 TRY für einen Dollar und 6,93 für einen Euro nur mehr halb so viel wert wie vor einigen Jahren. Bis zum Herbst 2016 hatte sich der Kurs noch bei etwa 3,5 TRY bewegt.

Der Kurssturz der Lira ist die  Folge konkreter Probleme

Da Donald Trump derzeit vielfach für Aufregung sorgt, entstand am Freitag der Eindruck, der US-Präsident hätte die Krise ausgelöst. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte auch prompt, die USA würden die Türkei bedrohen, kündigte an, sich nach Moskau zu orientieren und erklärte pathetisch, der Westen habe den Dollar, die Türkei aber habe Gott. Tatsächlich hat die Türkei konkrete wirtschaftliche Probleme wie sehr viele andere so genannte „emerging markets“ auch. Dass die Politik in der Türkei keinen Beitrag leistet, um das Vertrauen in das Land zu stärken, darf nicht unerwähnt bleiben: Massenverhaftungen von vermeintlich Verdächtigen und Massenkündigungen von Beamten, die beide zum Teil wieder zurückgenommen werden, sowie Prozesse gegen unabhängige Journalisten lassen am Rechtsstaat zweifeln. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Politiker verstehen nicht, wozu man Banken braucht

Posted by hkarner - 1. Mai 2018

Dank an R.K.

Die Bankenkrise – in 5 Minuten! Außergewöhnlich scharf analysiert! Und fast alles richtig! (hfk)

Die Regulierung der Banken in Europa läuft in die falsche Richtung: Sie schränkt die Kredit-Vergabe ein und treibt die Banken in gefährliche Spekulationsgeschäfte.

Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt.

Vor wenigen Tagen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Widerstand gegen eine europäische Einlagensicherung abgeschwächt. Nur um die Achse zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu stützen? Oder meint man in der Bundesregierung, dass die deutschen Banken bereits so schwach sind, dass auch Deutschland eines Tages auf ein europäisches Sicherheitsnetz angewiesen sein könnte?

Die bislang von Deutschland vertretene Position, dass nicht alle Banken für alle Banken haften können, weil dann alle unkontrolliert in einen Krisensog geraten, ist unverändert richtig und müsste europaweit vertreten werden.

Merkel nannte zudem als Bedingung, dass zuerst die Banken generell ihre maroden Kredite bereinigen müssten, bevor eine europäische Einlagensicherung in Kraft treten könne. Dieses von den Bankenaufsehern vertretene Argument klingt überzeugend und wirkt wie der Teil einer verantwortungsvollen Politik. Der Schlachtruf „zuerst muss sauber gemacht werden“ ist aber paradoxerweise genau das Kernstück der katastrophal falschen Bankenpolitik, die seit der Finanzkrise 2008 und schon davor betrieben wird.

„Die schlechten Kredite“ ist ein realitätsferner Begriff Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Banken brauchen dringend ein Spekulations-Verbot

Posted by hkarner - 11. Oktober 2016

Die europäischen Banken sind in deutlich schlechterem Zustand als die US-Konkurrenz. Der Grund: Die US-Regierung hat nach der Finanzkrise ein Spekulationsverbot verhängt. Doch die Europäer lehnten diese sinnvolle und wirksame Maßnahme ab. Nun fürchten sie sich täglich vor dem Crash.

Ein spektakulärer Kurssturz der Aktie der Deutschen Bank hätte in anderen Zeiten auch die US-amerikanischen Großbanken mitgerissen. In den vergangenen Tagen war dies nicht der Fall. Im Gegenteil. Man zeigte sich an der Wall Street vom Schicksal der bedeutendsten Bank Europas unbeeindruckt. Diese Entwicklung ist kein Zufall: Die US-Banken sind heute tatsächlich solider aufgestellt als die Deutsche Bank. Vor einigen Jahren galt das genaue Gegenteil.

In den USA wurde eine Spekulations-Bremse eingezogen

Das Geheimnis liegt in der unterschiedlichen Politik begründet. In den USA wurde mit dem Dodd-Frank-Act den Banken bis auf geringe Ausnahmen untersagt, mit Derivaten und anderen Finanzkonstruktionen zu spekulieren. Die Regelung wurde unter der Bezeichnung „Volcker-Rule“ bekannt. Die Bezeichnung trägt dem Initiator Rechnung, dem früheren Präsidenten der US-Notenbank Federal Reserve Board Paul Volcker.

Die Diskussion begann in den USA nach der Finanzkrise 2008, das Gesetz wurde 2010 beschlossen und ist in Etappen bis 2014 in Kraft getreten. Banker und Vertreter der Republikaner lehnen die Volcker-Rule ab und erklären, die Bestimmungen seien wirtschaftsfeindlich, weil sie den Aktionsradius der Institute einengen. Die Demokraten betonen die heute größere Stabilität der Kreditwirtschaft. Den Rest des Beitrags lesen »

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Neue Banken-Krise in Europa: Ein Funke reicht für das Pulverfass

Posted by hkarner - 29. August 2016

Sensationell gut! (hfk)

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Die neue Finanzkrise, von der immer wieder gewarnt wird, ist längst im Gang. Zahlreiche große Krisenherde üben ihre zerstörerische Wirkung bereits aus. Es kann jederzeit zur Explosion kommen, wenn nur eine Maßnahme zu einer fatalen Reaktion führt und sich als Funke erweist, der in ein Pulverfass fällt.

Black Hole CCJackson Hole könnte zum Black Hole für das Finanzsystem werden.

Auch Deutschland als Wirtschaftsprimus Europas ist vor einer europäischen Banken-Krise nicht gefeit. Der Internationale Währungsfonds fand Ende Juni harte Worte für die Deutsche Bank: „Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank am stärksten zu systemischen Risiken beizutragen.“

Die Notenbanker haben sich in Jackson Hole als hilflos erwiesen. Statt zu agieren, wollen sie den bekannten, falschen Weg weitergehen – wohl bis zum bitteren Ende.

Die Verantwortlichen könnten reagieren. Könnten. Es hat aber nicht den Anschein, als ob in der EU-Kommission, im EU-Parlament oder in der EZB die Dimension der Gefahr erkannt wird. Bis vor kurzem haben sich auch die Unternehmerverbände und die Finanzwirtschaft nicht mit angemessenen Warnungen zu Wort gemeldet. Mittlerweile sind die Probleme so gravierend geworden, dass die Alarmrufe immer zahlreicher und deutlicher werden.

Der Katalog der Krisenherde ist lang. Die Liste der notwendigen Korrekturen etwas kürzer.

Krisenherd Nummer 1: Die niedrigen Zinsen ruinieren die Sparer

Die von der Europäischen Zentralbank unter Präsident Mario Draghi erzwungenen Niedrigzinsen belasten alle Vorsorge-Maßnahmen. Die Sparguthaben sind unattraktiv. Die klassischen Lebensversicherungen können in der gewohnten Form nicht mehr angeboten werden, bei den bestehenden Verträgen ist die Einhaltung der Kapital- und Renten-Garantien unter Druck. Hier finden eine stille Enteignung der Sparer und eine Demontage der Altersvorsorge statt.

Krisenherd Nummer 2: Die offizielle Enteignung der Einleger Den Rest des Beitrags lesen »

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Europas Banken-Krise: Wenig Aussicht auf Erholung

Posted by hkarner - 15. August 2016

Eine geniale – und verständliche noch dazu – Darstellung des systemischen Problems der Banken! (hfk)

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Die europäischen Banken haben im Grunde wenig Chancen auf Erholung: Im Kredit-Geschäft sind sie überreguliert, für die wirklichen Risiken wie die Derivate gibt es keinen Schutz. Die falsche Banken-Politik bedeutet das Ende einer Erfolgsgeschichte.

 

Kein Tag vergeht ohne eine Horrormeldung aus dem Bankwesen: Tausende Arbeitsplätze werden eingespart. Hunderte Filialen werden geschlossen. Den Banken fehlen 100 Mrd. Euro Eigenkapital. Die Situation ist so dramatisch, dass auch groteske Meldungen zu lesen sind: Der Stresstest habe zwar gezeigt, dass die Banken die Vorgaben der Aufsicht bei weitem nicht erfüllen, aber trotzdem seien die Institute in der Lage eine neuerliche Finanzkrise zu überstehen.

Wie ist der einst stolze Bankenapparat so weit gekommen?

Wenig beachtet wird der Umstand, dass zahlreiche Banken von den siebziger Jahren weg eine problematische Entwicklung genommen haben: Das Kreditgeschäft geriet durch einen übertriebenen Wettbewerb unter Druck, die Banken überschätzten die Möglichkeiten des Aktienhandels wie der Verbriefung von Forderungen und forcierten die spekulativen Derivate.

Spätestens nach der Finanzkrise 2008 wäre eine Neuorientierung erforderlich gewesen. Zu diesem Zeitpunkt begann aber die Politik durch eine Reihe falscher Maßnahmen die Situation dramatisch zu verschärfen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die einzige Lösung: Italiens Banken müssen sich aus eigener Kraft retten

Posted by hkarner - 13. Juli 2016

Fast schon der erste realitätsnahe Ansatz zur Lösung des Problems, den ich kenne! Aber die BIZ bzw. EU-Kommission wird doch die Basel III Regeln nicht ändern, das hätten sie ja schon viel früher tun müssen! (hfk)

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Europaweit wird von Banken und Versicherungen verlangt, dass die Staaten der EU den italienischen Banken mit 150 Milliarden helfen sollen. Würde man die Forderung erfüllen, käme nur eine Wiederholung der Fehler nach der Finanzkrise 2008 zustande. Nichtstun wäre auch katastrophal.

Banken in ganz Europa fordern die EU-Staaten dazu auf, den in die Schieflage geratenen italienischen Banken zu helfen. Doch dies wäre genau wie bei der Finanzkrise 2008 lediglich ein Behandeln der Symptome, nicht der Ursachen. Doch auch nichts zu tun, wäre verheerend: Die Position der EURO-Gruppe und der im ECOFIN-Rat vereinten Finanzminister, „Italien hat keine aktuelle Krise, die Regeln müssen eingehalten werden“, ist verantwortungslos. Die Regeln, die die EU beschlossen hat, um künftige Krisen zu vermeiden, sind wirkungslos und verschärfen sogar die Probleme.

Dringend erforderlich ist somit ein praxisorientiertes Management der in Italien neu ausbrechenden Finanzkrise:

– Die Banken müssen in die Lage versetzt werden, die Realwirtschaft zu finanzieren.
– Extreme Spekulationen sind durch gesetzliche Bestimmungen zu unterbinden, um die Finanzierungen effektiv in die Realwirtschaft zu lenken.
– Ein entsprechender Druck muss die Restrukturierung des Bankwesens erzwingen.

Spektakuläre Aktionen wie die Vorgabe nicht erfüllbarer Kapitalvorschriften oder die Inszenierung einer gigantischen Geldschwemme, die in der Wirtschaft nicht ankommt, sind verzichtbar.

Die Forderung nach einer Kapitalspritze durch die EU-Staaten Den Rest des Beitrags lesen »

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Das Volk vergessen: Österreich als warnendes Beispiel für Deutschland

Posted by hkarner - 19. Mai 2016

Na ja, das mit der Steuer- und Abgabenquote stimmt zwar nicht (43,8 % statt der behaupteten >50%), aber sonst … (hfk)

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In der politischen Landschaft Österreichs bleibt kein Stein auf dem anderen. Der neue Bundeskanzler Kern nennt die alte Regierung „machtversessen und zukunftsvergessen“. Österreich kann als warnendes Beispiel für Deutschland gelten: Auch in Wien hat eine Große Koalition schlicht das Volk vergessen.

Vor wenigen Jahren wurde Österreich als das „bessere Deutschland“ gefeiert. Ein stärkeres Wachstum und niedrigere Arbeitslosigkeit waren die Merkmale, die nun verschwunden sind: von der Überholspur auf die Kriechspur. Die Arbeitslosigkeit ist besonders gravierend, weil das Land seit jeher nur eine geringe Beschäftigungsquote der über 60jährigen hat, wodurch seit langem die tatsächliche Arbeitslosigkeit verdeckt wird. Nach EU-Berechnung liegt die Arbeitslosenrate derzeit bei 5,7 Prozent, nach den strengeren, nationalen Kriterien sogar bei 10 Prozent. Das BIP wuchs 2015 um geschätzt 0,9 Prozent gegenüber etwa 1,7 Prozent in Deutschland und in der Euro-Zone insgesamt. Und auch aktuell bleibt Österreich zurück. Was ist in den vergangenen Jahren geschehen?

Die objektiven Daten bieten keine ausreichende Erklärung

Man könnte mit objektiven Daten antworten: Die Konjunktur in Europa ist generell schwach und da kann sich eine kleine, offene Volkswirtschaft nicht abkoppeln. Eine entscheidende Rolle spielt Osteuropa. Die Nachbarländer im Osten der EU erleiden auf ihrem Weg von der kommunistischen Staatswirtschaft zur modernen Marktwirtschaft seit längerem eine Anpassungskrise. Russland ist in der gleichen Lage, doch wirken sich die EU-Sanktionen besonders negativ für Österreich aus. Die Weigerung der aktuellen sowie der vorangegangenen österreichischen Regierung, überfällige Reformen durchzuführen, hat dazu geführt, dass die öffentlichen Ausgaben bereits 52 Prozent des BIP erreichen. Die Steuern und Abgaben belaufen sich auf über 50 Prozent – ein Anteil, der die Wirtschaft naturgemäß lähmt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Regionalbanken sind viel zu wichtig . . .

Posted by hkarner - 3. März 2012

Österreich | Barazon, SN

02.03.2012 – 18:37

. . . um als Sündenböcke missbraucht zu werden. Dies geschieht jetzt mit den Volksbanken. Ähnliches droht bei den Raiffeisenbanken und Sparkassen.

Im Zuge der Rettung der Österreichischen Volksbanken AG – ÖVAG – werden die regionalen Volksbanken und die ÖVAG in eine gemeinsame Klammer gepresst.

Die ÖVAG bekommt ein Durchgriffsrecht gegenüber den Volksbanken: Man macht absurderweise jenes Institut, das die Krise verursacht hat, zum Vorgesetzten jener Banken, die ordentlich wirtschaften und Gewinne machen.

Zudem wird den regionalen Banken Kapital und Liquidität entzogen und der ÖVAG zugeführt. Diese Mittel werden dringend in den Regionen benötigt, um die lokalen Unternehmen und Privathaushalte zu finanzieren. Gutes Geld wird schlechtem nachgeworfen, die regionale Wirtschaft geschwächt.

Die Bankenaufseher betreiben dieses üble Spiel. Schließlich waren sie es, die die Gefahren übersehen haben, die sich aus den sonderbaren Geschäften der früheren ÖVAG-Führung ergeben haben. Jetzt wird laut nach anderen Schuldigen gerufen und da ist die Tatsache, dass die Volksbanken Aktionäre der ÖVAG sind, doch recht hilfreich. Den Rest des Beitrags lesen »

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