Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Bankruptcy’

Was tun, um pleite zu machen?

Posted by hkarner - 26. Februar 2015

NZZ.atEine Anleitung von Klaus Woltron in der heutigen WoltronAusgabe(26-2):

Die nachstehenden Handlungsanleitungen sind erprobt: Ich habe meine ganz konkreten, jahrzehntelangen Erfahrungen mit Pleiten und Zusammenbrüchen aller Art in der Praxis verarbeitet.

Alsdann: Die Kunst Pleite zu machen, hängt zum Ersten wesentlich von der Art des Unternehmens ab.

  • Sind Sie Jungunternehmer?
  • Oder haben Sie Ihre Firma über viele Jahre hinweg aufgebaut und wollen Sie sich zurückziehen?
  • Besitzen oder leiten Sie einen Konzern?
  • Oder sind Sie gar Finanzminister, Bundeskanzler oder Präsident?

Für die letzte Gruppe hat er die folgenden Anleitungen:

  • Halten Sie die Wahlversprechen, die Sie abgegeben haben, strengstens ein! Schütten Sie das zugesagte Füllhorn, finanziert mit Anleihen von den gleich nachher beschimpften Kapitalisten, über dem dankbaren Volke aus, und das mehrmals.
  • Besetzen Sie das Finanzministerium mit Experten für Baustoffe, Ackerbau und Viehzucht oder anderen ehrbaren Gewerben. Dasselbe auch im Schulwesen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Athen jetzt weniger zahlungsfähig als vor der Rettung

Posted by hkarner - 19. Januar 2015

Date: 18-01-2015
Source: Die Welt

All die Mühen und Zumutungen der letzten Jahre: Sie sollen umsonst gewesen sein, melden Ökonomen. Griechenland ist demnach heute noch weniger in der Lage, seine Schulden zurückzuzahlen, als 2010.

GR chronisch klammKreditverhalten der gesamten Volkswirtschaft

Kein europäisches Land hat seit dem Ausbruch der Euro-Krise seine Wirtschaft so umfassend reformiert wie Griechenland. In keinem Land musste die Bevölkerung über einen solch langen Zeitraum wirtschaftliche Härten ertragen. Jetzt aber melden sich Ökonomen zu Wort und sagen, dass alle Bemühungen und Zumutungen umsonst gewesen sein sollen.

Das ist das ernüchternde Ergebnis einer aktuellen Analyse der Freiburger Denkfabrik Centrum für Europäische Politik (CEP). Griechenland ist demnach heute weniger in der Lage, seine Auslandsschulden zurückzuzahlen, als noch im Jahr 2010, als das Land mit milliardenschwerer internationaler Unterstützung vor dem Staatsbankrott gerettet werden musste.

“Die Kreditfähigkeit Griechenlands verfällt nach wie vor ungebremst”, schreiben die Autoren Lüder Gerken und Matthias Kullas in ihrer Analyse. “Die Reformen der vergangenen Jahre und die massiven Finanzhilfen in Höhe von 234 Milliarden Euro haben daran nichts geändert.” Die Kreditfähigkeit des Landes verfällt demnach seit dem Jahr 2013 wieder; vorher hatte sie sich seit 2010 nur in einem Jahr verbessert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bei Verbleib in der Euro-Zone: Ifo-Chef Sinn warnt vor Griechenland-Pleite

Posted by hkarner - 6. Januar 2015

von Dietmar Neuerer, handelsblatt.com

06.01.2015, 05:00 Uhr, aktualisiert heute, 10:34 Uhr

Griechenland war in der Euro-Krise der komplizierteste Rettungsfall. Und Athen ist immer noch nicht über den Berg. Im Gegenteil: Ifo-Chef Sinn befürchtet das Schlimmste, sollte das Land nicht den Euro verlassen.

Greece ExitAkropolis in Athen: „Es steht ein weiterer Staatskonkurs an, wenn Griechenland seine Wettbewerbsfähigkeit nicht durch den Austritt aus dem Euro und eine Abwertung seiner Währung wiederherstellt“, sagt Ifo-Chef Sinn.

Berlin. Nach Einschätzung des Präsidenten des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, kann Griechenland eine neue Staatspleite nur abwenden, wenn es aus der Euro-Zone ausscheidet. „Es steht ein weiterer Staatskonkurs mit einem heftigen offenen oder versteckten Schuldenschnitt an, dem in den kommenden Jahren immer wieder neue Kredite und Schuldenschnitte folgen werden, wenn das Land seine Wettbewerbsfähigkeit nicht durch den Austritt aus dem Euro und eine Abwertung seiner Währung wiederherstellt“, sagte Sinn dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

Sinn setzt in dieser Hinsicht auf den Chef der radikalen Syriza-Partei, Alexis Tsipras. Dieser sei einer der wenigen griechischen Politiker, „die die Natur des Problems verstanden haben und deshalb bereit sind, Wagnisse einzugehen“, sagte der Ökonom. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreich Gesetz: Streit um Pleitebankenabwicklung

Posted by hkarner - 18. November 2014

Wenn die EZB als Bankenaufseher sich selbst kontrolliert, warum soll das die FMA nicht auch müssen? Weil das Wort “Governance” auszusprechen fällt offensichtlich allen öffentlichen Institutionen schwer! (hfk)

17.11.2014 | 17:12 | Von Christian Höller (Die Presse)

Der Ministerrat wird am Dienstag ein Gesetz verabschieden, wie Pleitebanken geschlossen werden sollen. Forderungen der Finanzaufsicht und der Nationalbank werden ignoriert.

Wien. Sechs Jahre ist es her, dass die Kommunalkredit mit der Verstaatlichung vor der Pleite bewahrt wurde. Seitdem hat die Regierung ein Insolvenzrecht für Banken versprochen. Doch ÖVP und SPÖ blieben lange Zeit untätig. Ende 2009 retteten die Steuerzahler die Hypo Alpe Adria. Im Frühjahr 2012 stieg der Bund beim maroden Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG ein.

Am Dienstag ist es nun endlich so weit: Der Ministerrat wird ein Gesetz verabschieden, wie künftig in Österreich Pleitebanken vom Markt genommen werden sollen. Doch die Initiative sorgt schon im Vorfeld für heftige Auseinandersetzungen.

Denn das Gesetz sieht vor, dass Problembanken künftig von sogenannten Brückeninstituten und Abbaueinheiten abgewickelt werden sollen. Diese Brückeninstitute und Abbaueinheiten sollen ganz oder mehrheitlich im Eigentum der Finanzmarktaufsicht (FMA) stehen. Diese Lösung sei „problematisch“, schreibt die Finanzaufsicht an das Finanzministerium. Denn hier könnte ein „erheblicher Interessenkonflikt“ vorliegen, heißt es. Schließlich muss die FMA das Brückeninstitut beaufsichtigen. Und gleichzeitig soll die Aufsicht die Eigentümerschaft übernehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Geregelte Staatspleiten: Uno will Geier-Fonds ausbremsen

Posted by hkarner - 10. September 2014

10.09.2014, 04:20 Uhr, handelsblatt.com

Die internationale Gemeinschaft will in Zukunft Staatspleiten – wie die von Argentinien – nicht mehr Spekulanten überlassen. Ein entsprechendes Regelwerk beschloss die Uno-Vollversammlung.

New York. Die Vereinten Nationen wollen ein Rahmenwerk für die geregelte Abwicklung von Staatspleiten auf den Weg bringen. Eine entsprechende Resolution beschloss die UN-Generalversammlung am Dienstag in New York mit 124 zu 11 Stimmen bei 41 Enthaltungen.

Die USA stimmten dagegen. Bolivien hatte den Vorschlag im Auftrag der Gruppe der 77 Entwicklungsländer mit Unterstützung Chinas eingebracht.

Vor allem Argentinien, das sich seit Jahren mit Hedgefonds in einem erbitterten Rechtsstreit um alte Anleiheschulden befindet, trieb die Initiative voran. Außenminister Héctor Timerman sprach nach der Abstimmung von einer „historischen“ Entscheidung.

Anders als im privaten Unternehmensrecht sind staatliche Umschuldungen bei Zahlungsausfällen bisher nicht klar geregelt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Argentinien provoziert wieder einen Staatsbankrott

Posted by hkarner - 2. Juli 2014

30.06.2014 | 18:24 | Von unserem Korrespondenten Oliver Grimm (Die Presse)

Streit mit Hedgefonds: Nach Niederlagen vor US-Gerichten drohen 15 Milliarden Dollar Schulden: mehr als die Hälfte der Währungsreserven.

Washington. Ein paar amerikanische Hedgefonds entscheiden darüber, ob Argentinien den zweiten Staatsbankrott binnen 13 Jahren hinlegt.

Am Montag ließ die Regierung in Buenos Aires einen Termin zur Zahlung von einer Tranche von 539 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) an Schulden verstreichen. Die Regierung hatte vergangene Woche 800 Millionen Dollar auf einem Konto bei einer New Yorker Bank hinterlegt, um damit eine Gruppe von Gläubigern zu bezahlen, nämlich jene, die sich in zwei mühsam errungenen Übereinkünften in den vergangenen zehn Jahren zum Verzicht auf einen Gutteil ihrer Forderungen gegen Argentinien bereit erklärt hatten.

Ein Bundesrichter in Manhattan hatte dieses Manöver allerdings am Freitag für rechtswidrig erklärt, sofern Argentinien nicht zugleich 1,5 Milliarden Dollar ausständiger Schulden an mehrere US-Hedgefonds bezahlt. Sollten die 539 Millionen Dollar an Argentiniens Gläubiger überwiesen werden, würde der Richter dies für null und nicht erklären und die New Yorker Bank Mellon, die das betroffene Konto führt, für die Missachtung eines Gerichtsbeschlusses verurteilen. Den Rest des Beitrags lesen »

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A situation whereby oligopolies that evolve into institutions that are too big to fail, and are so significant and complex that should they fail the economy fails, is not market economics. To ignore these circumstances is to invite crisis.

Posted by hkarner - 28. Februar 2014

An absolutely essential analysis by a great figure in American finance regulation. Which shows that nothing has changed towards reduction of risk in the banking sector (hfk)

Thomas M. Hoenig Vice Chairman Federal Deposit Insurance Corporation Presented to the National hoenigAssociation for Business Economics 30th Annual Economic Policy Conference; Arlington, Virginia

February 24, 2014

The views expressed are those of the author and not necessarily those of the FDIC.

The United States is in its sixth year following the financial and economic crisis of 2008, and we are just about to start our fourth year since the enactment of the Dodd-Frank Act. Enormous energy has been expended in an attempt to implement a host of required reforms. The Volcker Rule has been implemented, and more recently a rule requiring foreign bank operations to establish U.S. holding companies has been adopted.

While these are important milestones, much remains undone and I suspect that 2014 will prove to be a critical juncture for determining the future of the banking industry and the role of regulators within that industry. The inertia around the status quo is a powerful force, and with the passage of time and fading memories, change becomes ever more difficult. There are any number of unresolved matters that require attention.

  • This past July the regulatory authorities proposed a sensible supplemental capital requirement that is yet to be adopted. This single step would do much to strengthen the resiliency of the largest banks, since even today they hold proportionately as little as half the capital of the regional banks. The Global Capital Index points out that tangible capital to asset levels of the largest firms average only 4 percent.
  • The largest banking firms carry an enormous volume of derivatives. The law directs that such activities be conducted away from the safety net, and we are still in the process of completing what is referred to as the push-out rules.
  • Bankruptcy laws have not been amended to address the use of long-term assets to secure highly volatile short-term wholesale funding. This contributes to a sizable moral hazard risk among banks and shadow banks, as these instruments give the impression of being a source of liquidity when, in fact, they are highly unstable. The response so far has required that we develop ever-more complicated bank liquidity rules, which are costly to implement and enforce, and leave other firms free to rely on such volatile funding.
  • Fannie Mae and Freddie Mac continue to operate under government conservatorship, and as such they dominant home mortgage financing in the United States.
  • Finally, among the more notable and difficult pieces of the unfinished business is the assignment to assure that the largest, most complicated banks can be resolved through bankruptcy in an orderly fashion and without public aid. Congress gave the Federal Reserve and the FDIC, and the relevant banking companies, a tough assignment under the Title 1 provisions of the Dodd-Frank Act to solve this problem. It requires making difficult decisions now, or the die will be cast and the largest banking firms will be assured an advantage that few competitors will successfully overcome1.

The Persistence of Too Big To Fail Den Rest des Beitrags lesen »

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The problem that we are facing is probably insufficient transparency regarding the balance sheets of the European banks

Posted by hkarner - 10. Februar 2014

February 9, 2014 9:53 pm, FTnouy

Transcript of interview with Danièle Nouy

Daniele Nouy is the Chair of the Supervisory Board of the single supervisory mechanism

 FT Could we get a sense of your targets in terms of the start-up of the SSM [Single Supervisory Mechanism] and when you expect to have the full complements of staff?

DN The numbers are about 800 supervisors for the SSM, plus about 200 in support services, for example IT, statistics and legal, and we plan to have, if possible, all of those people when we start supervising the significant banks directly in November 2014. We are aware that depending on the origin of these recruited people it may take a little bit more time for certain people to join. For example, the national competent authorities are more willing to let the recruited people go faster to the ECB. When they come from the private sector there are some rules. They cannot leave as fast in general.

FT It’s been reported that your second favourite drug of choice after coffee is internationalism. And this is supposed to be the ultimate international job, coordinating between these different nationalities and also dealing with the sensitivities of different member states. Is that a fair summary of the challenge for you?

DN Yes, certainly. Well, this is true that I like working in international circles. The challenge of the SSM is to co-operate in the framework of a single system. It has to be a single supervisory system with the maximum consistency at all levels, and I think that this is achievable because precisely we have been working together for quite a number of years in the different forums within the Basel Committee and elsewhere. So I am quite optimistic and positive on the fact that we will be able to deliver a single framework, a single system, and we are learning by doing  the comprehensive assessment. That’s the first test of our capacity to work as a single system. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo-Pleite träfe Anleger im Ausland

Posted by hkarner - 6. Februar 2014

05.02.2014 | 18:54 | Christian Höller (Die Presse)

Vor allem Investoren aus Deutschland und der Schweiz haben in der Vergangenheit Anleihen der Hypo Alpe Adria gekauft. Diese würden bei einer Pleite einen Großteil des Geldes verlieren.

Wien. Die Debatte um eine Pleite der Hypo Alpe Adria ist voll entbrannt. Die Regierung schloss lange Zeit ein Insolvenzszenario aus. Doch nun denkt die SPÖ um. Auch für das Finanzministerium ist ein Konkurs eine Option. „Die Presse“ bringt dazu die wichtigsten Fragen und Antworten.

1 Warum können Banken wie die Hypo Alpe Adria nicht pleitegehen?

In den USA wurden im Zuge der Finanzkrise über 500 Banken geschlossen. Auch in Österreich gab es schon Bankpleiten (Riegerbank, Diskontbank, Grazer BHI). Bei der Hypo ist die Lage schwieriger, weil das Land Kärnten für Hypo-Anleihen in der Höhe von 12,5 Milliarden Euro haftet. Diese werden bei einer Insolvenz sofort schlagend.

2 Wer hat die Hypo-Anleihen, für die Kärnten haftet, gekauft?

Die Hypo darf die Namen der Anleihenkäufer aufgrund des Bankgeheimnisses nicht bekannt geben. Laut „Presse“-Informationen wurden die Anleihen vorwiegend an Investoren in Deutschland, der Schweiz und in Italien verkauft. Dabei handelt es sich um Versicherungen, Pensionskassen und Investmentfonds. „Die Presse“ fragte bei österreichischen Banken, Versicherungen, Pensionskassen und Investmentfonds nach. Diese erklärten meist, dass sie keine oder wenige Hypo-Anleihen halten. Bei der Fondsgesellschaft der Erste Bank und Sparkassen sind es weniger als zehn Millionen Euro. „Wir haben keine Hypo-Positionen“, so die Pensionskasse Valida. Die Erste Bank beziffert das Hypo-Engagement mit weniger als drei Millionen Euro. Schweigsam gibt sich die Uniqa. Diese hält Hypo-Anleihen, will aber das Volumen nicht nennen. Und der Sprecher der Wiener Städtischen Versicherung rief nicht zurück.

In großem Stil griffen vor allem Anleger aus Deutschland und der Schweiz zu. Die Anleihen werden kaum gehandelt. Nicht bestätigen lassen sich Gerüchte, dass Hedgefonds jetzt die Hypo-Papiere aufkaufen, um Österreich unter Druck zu setzen.

3 Was passiert, wenn die Hypo Alpe Adria in die Insolvenz schlittert?

Im Insolvenzfall müsste die Hypo die Südosteuropa-Töchter, Immobilien und Sicherheiten für Kredite verkaufen. Der Erlös käme den Gläubigern zugute. Da die Hypo-Beteiligungen nicht viel wert sind, wäre die Quote gering. Ein großer Verlierer wäre die Bayerische Landesbank. Diese hat bei der Hypo noch Kredite von über zwei Milliarden Euro ausständig. Für dieses Geld gibt es auch keine Haftung des Landes Kärnten.

4 Was können die Besitzer der Hypo-Anleihen im Insolvenzfall machen?

Kärnten müsste den Besitzern der Anleihen im Insolvenzfall sofort 12,5 Milliarden Euro auszahlen. Doch das kann Kärnten sich nicht leisten. Was dann passiert, ist unklar. Im Gegensatz zu Deutschland, den USA und anderen Ländern gibt es in der österreichischen Verfassung keine Regeln, wie bei einer finanziellen Krise eines Bundeslandes vorzugehen ist. Die Landeshauptleute haben bislang ein Insolvenzrecht verhindert. Es besteht auch keine gesetzliche Verpflichtung des Gesamtstaates, für Kärnten einzuspringen.

Die Inhaber der Anleihen könnten Kärnten klagen. Doch sie gehen wegen der fehlenden Regeln ein Risiko ein. Eine Lösung wäre ein freiwilliges Umtauschangebot. Den Gläubigern könnte mit einem Abschlag von 60 bis 70 Prozent eine Anleihe mit einer Bundesgarantie angeboten werden. Damit verlieren die Investoren viel Geld, doch sie ersparen sich einen langen Rechtsstreit.

5 Gibt es bei einer Insolvenz der Hypo Alpe Adria noch andere Risken?

Darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Nationalbank befürchtet bei einer Pleite einen Flächenbrand mit einem Schaden von bis zu 26 Milliarden Euro. Denn es könnte sich das Rating des Bundes, der Bundesländer und der österreichischen Banken verschlechtern. Zur Kassa gebeten würden auch die anderen Hypobanken und deren Eigentümer (Bundesländer und Raiffeisen), die über die Hypo-Pfandbriefstelle mithaften.

Doch die Befürchtungen der Notenbank sind vielleicht übertrieben. Als in Litauen die drittgrößte Bank in die Pleite schlitterte, kommunizierte die dortige Regierung, dass es sich hier um einen Einzelfall handle. Das Rating von Litauen änderte sich nicht.

6 Wie geht es nun bei der Hypo Alpe Adria weiter?

Die von der Regierung eingesetzte Taskforce verhandelt gerade mit den österreichischen Banken über eine Beteiligung an einer Bad Bank, in der faule Hypo-Assets in Milliardenhöhe ausgelagert werden. Eine Entscheidung darüber soll es bis Ende Februar oder im März geben. Scheitert diese Lösung, werden andere Optionen geprüft. Inklusive Haftungen könnte Österreich die Sanierung der Hypo bis zu 11,7 Milliarden Euro kosten. Bei einer Insolvenz wären die direkten Kosten geringer, doch es bleibt unklar, ob es nicht doch zu einem Flächenbrand kommt.

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Rescuing Europe from the Ground Up

Posted by hkarner - 24. Dezember 2013

Absolutely correct, Mr. Sinn! (hfk)

Date: 23-12-2013Sinn cc1
Source: Project Syndicate

HANS-WERNER SINN

Hans-Werner Sinn, Professor of Economics at the University of Munich, is President of the Ifo Institute for Economic Research and serves on the German economy ministry’s Advisory Council. He is the author of Can Germany be Saved?

MUNICH – The European Union has earned its place as an instrument for peace in Europe. Free trade has brought prosperity to its peoples, and the freedom to choose a place of residence guards against the resurgence of totalitarian regimes. The Acquis Communautaire protects all member states’ citizens under the rule of law. Anyone who doubts the existence of these benefits need only look to Kyiv’s “Euromaidan,” where hundreds of thousands of people have been gathered for weeks to demonstrate their support for closer ties with Europe, rather than an alliance with Vladimir Putin’s Russia.

The paradox is that the same enthusiasm and benefits do not apply when it comes to Europe’s common currency. On the contrary, the euro has plunged southern Europe and France into a deep economic crisis that is fraying the nerves of all involved. I have never seen so many swastikas and hateful slogans directed at Germany. The ex-head of the Eurogroup, Luxembourg’s longtime Prime Minister Jean-Claude Juncker, has said that 2013 makes him think of 1913, when no one could imagine what would happen a year later. That may be stretching things a bit, but a statement like this by such a distinguished politician is chilling. Den Rest des Beitrags lesen »

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