Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Bank Austria’

Bank Austria beißt bei Kärntner BKS auf Granit

Posted by hkarner - 9. Mai 2019

Walter Müller. 8. Mai 2019, 17:28 derstandard.at

Die Unicredit wollte in der Hauptversammlung eine Sonderprüfung der BKS-Bank erzwingen, scheiterte aber an den Schwesterbanken

Klagenfurt – In Klagenfurt war am Mittwoch ein freundlich sonniger Frühlingstag angesagt, doch drinnen im gläsernen Bankhaus am St. Veiter Ring braute sich ein kräftiges Gewitter zusammen. Die Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) hatte zu ihrer Hauptversammlung geladen, in der Regel ein Event von regionaler, unspektakulärer Relevanz. Diesmal allerdings wollte der größte Einzelaktionär das Eigentümertreffen aufmischen. Die Unicredit Bank Austria, die direkt und indirekt über die Cabo-Beteiligungsgesellschaft 30,3 Prozent der Stimmrechte an der BKS hält, verlangt eine Sonderprüfung der Kapitalerhöhungen seit 1994 (37 Millionen Euro). Dabei geht es auch um Rückforderungsmöglichkeiten und eventuellen Schadenersatz, den der BKS-Vorstand und Aufsichtsrat zu leisten hätten.

Stundenlange Debatte

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790 Millionen: Bank-Austria-Zahlung schönt das Budget

Posted by hkarner - 12. Oktober 2017

Andreas Schnauder, 12. Oktober 2017, 18:27 derstandard.at

Das Institut blitzte mit einer Beschwerde ab, mit der es die Verteuerung des Pensionstransfers bekämpft hatte

Wien – Der Sozialminister und der Finanzminister können sich freuen. Mit dem Abblitzen der BankAustria beim Verfassungsgerichtshof kann die Pensionsversicherungsanstalt die Abfindung des Instituts von knapp 800 Millionen Euro als Einnahme verbuchen. Die Bank hatte sich gegen die Summe gewehrt, weil die Übertragung von 3028 Pensionsanwartschaften ans staatliche System mit März 2016 empfindlich verteuert wurde. Die Gesetzesänderung bescherte der Unicredit-Tochter Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro.

Im Budget hat die Lex Bank Austria schon für beachtliche Ausschläge gesorgt. Im ersten Quartal sorgte die Extrazahlung für eine deutliche Reduktion des staatlichen Pensionszuschusses. Nach der Beschwerde des Instituts musste die Pensionsversicherungsanstalt die Abfindung ausbuchen. Das ist aber nicht die einzige Verzerrung bei dem Budgetposten, der mit 10,64 Milliarden Euro zu den größten im Staatshaushalt zählt. Dass der Budgetvollzug heuer besser läuft als im Vorjahr, liegt nicht nur an guter Konjunktur und in weiterer Folge steigender Beschäftigung: Hinzu kommt eine zeitliche Veränderung bei der Endabrechnung des Vorjahres zwischen Bund und Sozialversicherung. Der von Fachleuten als „Abrechnungsreste“ bezeichnete Transfer fand im Vorjahr im September statt, heuer aber schon im Juni. Der Staat erspart sich durch die Abrechnung gut 400 Millionen Euro Zuschuss. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank-Austria-Exaktionär ruft Höchstgericht an

Posted by hkarner - 24. April 2017

Renate Graber, 24. April 2017, 18:26 derstandard.at

Hedgefonds Polygon fühlt sich in seinem Recht auf faires Verfahren verletzt

Wien – Die Folgen eines erbittert geführten Streits rund um die Bank Austria (BA) beschäftigen nun auch den Verfassungsgerichtshof (VfGH). Bei ihm ist ein Parteiantrag auf Normenkontrolle eingelangt – eingebracht vom britischen Hedgefonds Polygon. Der Sprecher des VfGH bestätigt das Einlangen des Parteiantrags. Die Anwälte von Polygon finden sinngemäß, dass die Regeln der Schiedsgerichtsbarkeit das verfassungsgesetzlich verankerte Recht auf ein faires Verfahren und das Legalitätsprinzip verletzten.

Um diesen Ansatz zu erklären, tut ein Blick in die Vorgeschichte not. Polygon hatte sich seinem Geschäftsmodell entsprechend spät an der BA beteiligt und seit dem Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre durch Unicredit 2008 um einen höheren Abfindungskurs gekämpft. Im Rahmen dessen kam es zu einem Schiedsgerichtsverfahren – das Polygon verloren hat. In der Folge brachte der Fonds eine Klage beim Handelsgericht (HG) Wien ein. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank Austria nur mehr Regionalbank

Posted by hkarner - 29. März 2017

Das größte inländische Finanzinstitut ist im Unicredit-Konzern nur mehr eine von vielen Töchtern. 2016 wurde die Bank halbiert, und musste unter dem Strich einen Verlust hinnehmen.

Wien. Man soll Symbole nicht übermäßig bewerten. Man darf sie aber auch keinesfalls unterschätzen. Und ein solches Symbol ist bei Unternehmen unter anderem die Präsentation der Bilanz. In der Regel wird mindestens einmal im Jahr die Darstellung der Geschäftszahlen von der jeweiligen Firmenspitze weidlich genutzt, um mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Bei den stark in Osteuropa engagierten Banken und Versicherungen werden dabei oft auch extra Journalisten aus Prag, Budapest oder Bukarest eingeladen. Zumindest gegenüber den heimischen Medien gilt die Bilanzpräsentation als Pflichttermin.

So war das bisher auch bei der Bank Austria. Einen Tag nach der Präsentation der Bilanz-Zahlen der italienischen Mutter Unicredit in Mailand lud die Bank ins sogenannte Oktogon in der ehemaligen Zentrale der Creditanstalt, damit die schnöden Zahlen des Geschäftsberichts vom Vorstand kommentiert und interpretiert werden konnten. Zumindest bis jetzt war das so.

Mustier will Einheitlichkeit Den Rest des Beitrags lesen »

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Bei der Bank Austria fallen noch einmal 1.000 Stellen weg

Posted by hkarner - 13. Dezember 2016

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 13. Dezember 2016, 16:38 derstandard.at

Die Unicredit steht vor der größten Kapitalerhöhung in der Geschichte Italiens und drückt noch stärker auf die Kostenbremse

Die Bank-Austria-Mutter Unicredit wird ihr Eigenkapital im ersten Quartal 2017 um 13 Milliarden Euro erhöhen und die Kosten noch stärker reduzieren als ohnehin schon. Insgesamt sollen bis 2019 rund 14.000 Stellen abgebaut werden – das sind 6500 mehr als ursprünglich vorgesehen.

Dies erklärte der seit Jahresmitte amtierende Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier anlässlich des Kapitalmarkttages in London. Auch in Österreich wird der Mitarbeiterabbau verschärft: Hier soll die Zahl der Vollzeitstellen in Summe nun um insgesamt 19 Prozent sinken. Vor einem Jahr hatte der Konzern für Österreich den Abbau von etwa 1100 Stellen im Plan gehabt. Im neuen Plan ist nun von einer Reduktion um weitere 1000 Arbeitsplätze die Rede – in Summe also ein Abbau von 2100 Stellen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank Austria lässt 2000 Leute ziehen

Posted by hkarner - 20. Oktober 2016

20.10.2016 | 18:10 |  (DiePresse.com)

Zuletzt hatte die UniCredit-Tochter rund 10.000 Mitarbeiter. 2750 von ihnen interessieren sich für den „Handshake“ zum Sparprogramm.

Die Mehrheit der abgangswilligen Mitarbeiter der Bank Austria dürfen das Unternehmen verlassen. Das ist laut „Standard“ (Freitag) das Ergebnis eines „Handshake“-Programms der UniCredit-Tochter. 959 Mitarbeiter gehen wie berichtet noch heuer. Der Rest von den laut der Zeitung 2750 Interessierten am Abschiedsprogramm bleibt noch bis zu acht Jahre im Unternehmen oder einer Tochter.

Aber die Bank lässt nicht alle ziehen, laut Zeitungsbericht sind es insgesamt über die Jahre rund 2000 Leute. „Das Management hat die Mehrheit der Mitarbeiterangebote zur einvernehmlichen Auflösung ihres Dienstverhältnisses angenommen“, zitiert der „Standard“ einen Banksprecher. Wie viele Leute insgesamt und schlussendlich das Unternehmen verlassen, ist noch nicht fix. Die Bank selbst hat nie ein Ziel genannt, wie viele Personen aus ihrer Sicht das Haus verlassen sollten. Die allerhöchste Abfertigung für unkündbar gestellte Mitarbeiter soll sich auf vier Jahresgehälter belaufen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bank Austria baut Vorstand um

Posted by hkarner - 3. Oktober 2016

03.10.2016 | 10:30 |  (DiePresse.com)

Die CEE-Ausgliederung hinterläßt ihre Spuren im Vorstand der Bank. CEE-Vorstand Vivaldi wechselt nach Mailand, Hofstädter-Probst folgt Bianchi als Finanzvorstand nach.

Die Ausgliederung des Osteuropageschäfts der Bank Austria schlägt sich nun im Vorstand der UniCredit-Tochter nieder. Carlo Vivaldi, bisher CEE-Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, wechselt in den Mutterkonzern und leitet künftig von dort aus die CEE-Division. Stellvertretender Vorsitzender des Bank-Austria-Vorstandes wird Romeo Collina, Chief Operating Officer der Bank Austria. Den Rest des Beitrags lesen »

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Nach Verlust von Ostgeschäft: Bank Austria, allein zu Haus

Posted by hkarner - 8. August 2016

8. August 2016, 17:44, derstandard.at

 Eine Milliarde in bar vom Mutterkonzern Unicredit

Wien – Nun ist es also auch offiziell: Die Bank Austria (BA) hat bestätigt, dass ihre Eigentümer die Abspaltung des Ostgeschäfts beschlossen haben. Bestätigt wurden damit auch Berichte des STANDARD, wonach Unicredit ihrer Österreich-Tochter eine Milliarde Euro zugeschossen hat. Dem Beschluss der Hauptversammlung am Freitag waren Verhandlungen zwischen Italienern und den mit Minderheitsrechten ausgestatteten Aktionären, Betriebsratsfonds und Gemeinde-Wien-naher AVZ Stiftung vorausgegangen.

Die BA solo ist nach dem Verlust ihrer 13 Osttöchter und von 8,2 Milliarden Euro Eigenkapital aufs Österreich-Geschäft reduziert, das zuletzt Verluste geschrieben hat. Die AVZ, die ein Vermögen von rund 500 Millionen Euro hat, haftet für die Bilanzsumme der BA, die nun auf rund 113 Milliarden Euro fällt. Die Gemeinde Wien haftet noch für rund 5,5 Milliarden Euro.

„Gute Ausgangsbasis“

BA-Zentralbetriebsratschef Adolf Lehner (vertritt den Betriebsratsfonds) ist zuversichtlich, dass das Institut weiterhin reüssieren wird. Mit der einen Milliarde von der Mutter habe das Institut in Bezug aufs Eigenkapital „eine gute Ausgangsbasis“, sagte er am Montag zum STANDARD. Wie berichtet fällt die harte Kernkapitalquote auf 11,6 Prozent – die Milliarde pushe das auf 14 Prozent (auf Basis der Halbjahresbilanz). Die Italiener haben den Österreichern zugesichert, die Milliarde im Unternehmen zu belassen, sie kann in den nächsten 7,5 Jahren (Vertragsdauer) nicht als Dividende ausgezahlt werden. Dass die BA solo mit dem Österreich-Geschäft alleine keine Zukunft hat, glaubt Lehner nicht: „Ohne die außerordentlichen Faktoren, die sich u. a. aus der Auslagerung der Bankpensionen ins staatliche System ergeben haben, hätten wir kein Minus geschrieben.

Die Bank Austria ist keine Verlustbank. Ich gehe davon aus, dass wir die Belastungen verkraftet haben.“

Mitarbeiterabbau

Klar sei aber, dass sich das Institut „organisatorisch neu justieren muss“, die Abspaltung betreffe schließlich sehr viele Bereiche. Wie berichtet läuft die Umstrukturierung des Instituts bereits, Filialschließungen und Mitarbeiterabbau inklusive. Auf der anderen Seite hat die Unicredit im „Commitment Letter“ versprochen, die Investitionen in Digitalisierungsprojekte aufrechtzuerhalten. Jedenfalls soll die BA solo eine Universalbank bleiben. Ein etwaiger Verkauf des Filialnetzes, wie ihn Unicredit im Herbst auf Schiene gestellt hatte, ist damit vom Tisch. Bei etwaigen weiteren Abspaltungen würde wieder der Bank-der-Regionen-Vertrag (Rebora) greifen, die Minderheitsaktionäre könnten das Vorhaben durch Abwesenheit bei der Beschlussfassung verhindern. Im Fall Osteuropa haben sie das nicht getan. (Renate Graber, 9.8.2016) – derstandard.at/2000042552591/Nach-Verlust-von-Ostgeschaeft-Bank-Austria-allein-zuhaus

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Bank Austria: Aktionäre machen Weg für Ost-Abspaltung frei

Posted by hkarner - 5. August 2016

Renate Graber, 5. August 2016, 17:09 derstandard.at

 Die Hauptversammlung hat beschlossen, das Osteuropa-Geschäft nach Mailand zu schieben. Unicredit hat muss die BA als Universalbank existieren lassen

Wien – Die Abspaltung des Osteuropa-Geschäfts der Bank Austria und sein anschließender Transfer zur Mutter Unicredit ist auf Schiene. Am Freitag um 13 Uhr haben sich die Aktionäre zur Hauptversammlung getroffen – und alle drei sind gekommen. Das ist insofern von Wichtigkeit, als die Minderheitsaktionäre Betriebsratsfonds und Gemeinde-Wien-nahe AVZ Stiftung den Abspaltungsbeschluss durch ihre Abwesenheit verhindern hätten können.

Das taten sie aber nicht – der Beschluss, die 13 osteuropäischen Töchter (CEE) von Wien nach Mailand zu bugsieren, steht damit.

Starke Rechte

Zur Erinnerung: Die Unicredit hält 99,996 Prozent an der Bank Austria (BA); AVZ 10.000 und Betriebsratsfonds 115 Aktien; mit ihnen war laut Bank-der-Regionen-Vertrag das Recht verbunden, die Abspaltung zu blockieren. Der Betriebsratsfonds rang bis zuletzt um Absicherungen für die BA. Gemäß (unbestätigten) STANDARD-Recherchen hat sich Unicredit im 7,5-Jahre geltenden Vertrag unter anderem zu Folgendem verpflichtet:

Universalbank

Die BA bleibt eine Universalbank – damit ist der Verkauf des Retailgeschäfts (wie er im Herbst geplant war) vom Tisch. Diese Verpflichtung gilt im Fall des Verkaufs der BA auch für einen neuen Eigentümer.

Eine Milliarde Euro

Die Italiener haben bereits eine Milliarde Euro überwiesen, fürs Eigenkapital. Mit ihrer Forderung nach einer Kapitalspritze von mindestens 1,5 Milliarden Euro setzten sich die Österreicher nicht durch.

14 Prozent

Ein etwaiger Erwerber der BA muss sich verpflichten, für eine Eigenkapitalquote von 14 Prozent zu sorgen. Das gilt für den Fall, dass die Quote bis zu einem etwaigen Verkauf absinkt. Diese Nachschussverpflichtung gilt aber nur einmal, nicht für die gesamten 7,5 Jahre. Zudem wird das Ostgeschäft, wie oft berichtet, von Österreich aus weitergeführt, zum Teil mit BA-Mitarbeitern. Der Deal muss jetzt noch finalisiert und ins Handelsregister eingetragen werden, zudem muss ihn die Aufsicht absegnen. Die BA solo ist künftig auf ihr (im ersten Halbjahr: verlustbringendes) Österreich-Geschäft zurückgeworfen. Sie verliert (ohne die frische Milliarde) 8,2 Milliarden Euro anrechenbarer Eigenmittel und behält selbst 6,1 Milliarden. Das ergibt laut Spaltungsbilanz eine harte Kernkapitalquote von 11,63 Prozent. (Renate Graber, 5.8.2016) – derstandard.at/2000042440371/Bank-Austria-tanzt-in-Zukunft-solo

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Österreich-Geschäft brachte Bank Austria Verlust

Posted by hkarner - 4. August 2016

4. August 2016, 16:55 derstandard.at

Der Gewinn der Unicredit-Tochter stieg, in Sachen Ost-Abspaltung haben die Italiener bereits eine Milliarde Euro überwiesen

Wien – Die Bank Austria (BA) hat im ersten Halbjahr 2016 um rund 28 Prozent mehr verdient als zuletzt – ihr Nettogewinn erreichte 626 Millionen Euro. Angesichts der geplanten Änderungen (die Osttöchter, CEE, sollen zur Mailänder Mutter Unicredit wandern) ist die Herkunft des Gewinns von gehobener Bedeutung. Ohne CEE wäre die BA aufs Österreich-Geschäft zurückgeworfen – und das fuhr in den ersten sechs Monaten einen Verlust ein. Während der Vorsteuergewinn der Bank in ihrer jetzigen Form 832 Millionen Euro betrug, käme die BA solo wegen Sondereffekten auf einen Vorsteuerverlust von 36 Millionen Euro. Allerdings stecken Sondereffekte in dem Ergebnis, das BA-Chef Robert Zadrazil und Finanzchef Mirko Bianchi am Donnerstag im „Oktogon“ der Bankzentrale in der Wiener Schottengasse präsentierten. Der Verkaufserlös des Visa-Europe-Anteils schlug mit 131 Millionen Euro zu Buche, die Rückstellungen für die Überführung der Bankpensionisten ins staatliche System belasteten das Ergebnis mit 204 Millionen Euro. Für Banken- und Systemsicherungsabgaben machte das Institut 227 Millionen Euro locker, um 52 Millionen Euro mehr als per Ende Juni 2015.

Dickerer Kapitalpolster

Der Kapitalpolster (harte Kernkapitalquote) wurde auf 11,7 Prozent gesteigert – wie die Quoten nach der CEE-Abspaltung genau aussehen werden, wollte Finanzchef Bianchi nicht verraten. Aus der Spaltungsbilanz erschließt sich aber, dass der BA durch den CEE-Transfer rund 8,2 Milliarden Euro anrechenbarer Eigenmittel verloren gehen. Wie es mit der Abspaltung angesichts der offenen Forderungen des Betriebsratsfonds an die Italiener weitergeht? Das ist eine Eigentümerfrage. Zadrazil und Bianchi zeigten sich aber sicher, dass der Umbau „wie geplant bis Jahresende steht“.

Die Hauptversammlung soll ja am Freitag den Spaltungsbeschluss fassen. Die Golden-Share-Aktionäre AVZ Stiftung und Betriebsratsfonds könnten ihn vereiteln, indem sie nicht zum Aktionärstreffen kommen. Die Verhandlungen der Vertreter des Betriebsratsfonds mit Mailand waren auch am Donnerstag noch im Gange – einen Teil ihrer Zusagen hat Mutter Unicredit aber schon wahrgemacht, wie der STANDARD erfahren hat. Eine Milliarde Euro ist dem Vernehmen nach bereits bei der BA in Wien gelandet. Geld, das der kapitalmäßigen Absicherung des neuen Geschäftsmodells dienen könnte. Aufseher und Betriebsratsfonds wollen mehr sehen, darum wurde zuletzt noch gerungen. Die beiden BA-Manager bestätigten das nicht. Weiter Universalbank Sie wurden dagegen nicht müde zu erklären, dass die BA eine „Universalbank“ bleiben werde. Der interne Umbau („BA reloaded“; soll unter anderem die Strukturen vereinfachen) ist bereits im Gange, der Mitarbeiterabbau ebenso. Die Vorgabe: Bis 2018 muss die Kosten-Ertrags-Relation in Österreich auf 60 Prozent fallen, derzeit liegt sie bei sie 76,6 Prozent. Filialen gibt es nur noch 150, Ende 2017 sollen es noch 124 sein. Ohne die „Onlinefiliale“ mit 270 Mitarbeitern, die Bankchef Zadrazil als eines der Beispiele für den angestrebten „Mix aus analogem und digitalem“ Angebot an die Kunden nannte. Und das Ziel der Wiener Banker? Das ist ambitiös: „Wir wollen die BA zur attraktivsten Bank des 21. Jahrhunderts weiterentwickeln.“ (gra, 4.8.2016) – derstandard.at/2000042367425/Oesterreich-Geschaeft-brachte-Bank-Austria-Verlust

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