Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘austerity’

German views of Greece: Austere? Your word, not ours

Posted by hkarner - 17. Juli 2015

Date: 17-07-2015
Source: The Economist

If anything, Germans are more hawkish on Greece than their leaders

Bitter WordsTO HEAR Germany’s critics, one would think that the word and the concept of “austerity” was a dubious Teutonic gift to the world. In fact, Austerität is rarely used in German. It was borrowed fairly recently from English, which got it from French. The French got it from Latin, and the Romans took it from, of all sources, Greek: austeros means bitter.

What others call “austerity”, Germans call Sparpolitik, “savings policy”, which has a much more positive connotation. In the week after the new agreement between Greece and its creditors, many people in Germany felt baffled and angry, but also resigned, at becoming the avatar of unloved austerity. Within a day of the plan, leftists in Greece and elsewhere urged a boycott of all things German.

Wolfgang Schäuble has been the main bogeyman for opponents of Germany’s hard line in the debt crisis. A pro-Syriza newspaper portrayed the German finance minister in February as a leering Nazi promising to make soap from Greeks’ fat. Though irate, Mr Schäuble took it in his stride, having been in parliament for 43 years, and having suffered much worse before, including an assassin’s bullet. He has a long pro-European record, differing mainly with fellow Europeans on how much stress to put on rules and systems, rather than ad-hoc deals.

Nor was Mr Schäuble isolated. A few critics in Germany called his proposal, during the marathon negotiations, for a “temporary” Greek exit from the euro zone reckless and harsh. But some finance ministers from other euro-zone countries supported it. The Social Democratic Party (SPD), with whom Mr Schäuble’s Christian Democrats rule Germany in a grand coalition, is more divided. But the SPD’s leader, the economy minister Sigmar Gabriel, publicly defended his cabinet-mate, saying that he knew in advance of the temporary-exit plan, and that the only right thing to do was to consider every available option. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ende mit Grauen: Die Abwicklung der Euro-Zone hat begonnen

Posted by hkarner - 13. Juli 2015

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Euro-Retter haben sich auf einen Deal mit Griechenland geeinigt. Er ist eine vollständige Kapitulation Griechenlands und der EU. Denn nach den beispiellos hässlichen Szenen vom Wochenende kann mit diesen Politikern keine politische Union entwickelt werden. Die EU und der Euro werden sich aufspalten. Der endgültige Bruch ist nur eine Frage der Zeit.

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Erst am frühen Morgen des Montag gab es eine Einigung. Der Gipfel war der längste in der Geschichte der EU. Er war auch die schlimmste Offenbarung, wozu die Mischung von Inkompetenz und Opportunismus führt, wenn sie die treibenden Kräfte in der Politik werden.

Doch eine Erkenntnis hat der Gipfel in schonungsloser Weise gebracht, die weit über die ungelösten Probleme Griechenlands hinausgeht: Die EU in ihrer gegenwärtigen Form ist am Ende. Die Demokratie ist nur noch eine Randerscheinung. Das griechische Parlament muss eine Entscheidung durchpeitschen. Es fehlt die Zeit, die Gesetze ordentlich zu formulieren. Noch nie haben andere Staaten einem EU-Mitglied ein Ultimatum gestellt, wie und bis wann ein Parlament zu entscheiden habe.

Die Syriza-Regierung dürfte zerbrechen und im Falle von Neuwahlen durch eine Technokraten-Regierung ersetzt werden.

Die oktroyierte Wirtschaftspolitik wird die griechische Wirtschaft zerstören. Die griechischen Banken werden teilweise zusammenbrechen. Viele Sparer werden ihre Guthaben verlieren.

Die Folgen für die anderen Euro-Staaten kann man sich leicht ausmalen: Jeder, der jetzt noch in Italien, Spanien oder Portugal sein Geld auf der Bank liegen lässt, riskiert den Totalverlust. Aus der griechischen Banken-Panik kann in Sekunden eine europäische Banken-Panik werden. Eine solche ist nicht beherrschbar, schon gar nicht von den inkompetenten Euro-Rettern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zentralismus – Die Euro-Vorschläge: Austeritäts-Fantasien von einem anderen Stern

Posted by hkarner - 13. Juli 2015

Die Vorschläge der Euro-Gruppe zur Rettung Griechenlands sind hanebüchener Unsinn. Das Land rast in eine Depression – und die Euro-Retter fordern die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Uns fehlen die Worte.

Die Mehrheit der Euro-Finanzminister hat die jüngsten griechischen Reformvorschläge als noch nicht ausreichend betrachtet und darüber auch am Sonntag beraten. Die Minister sehen in mehreren Bereichen Nachbesserungsbedarf.  Es folgt eine Auflistung der wichtigsten Forderungen an die Regierung in Athen.

Die Vorschläge der Euro-Finanzminister (zusammengefasst von Reuters) – und wie sinnvoll/sinnlos sie sind:

* Die staatlichen Einnahmen sollen durch eine Stärkung des Mehrwertsteuer-Systems und die Verbreiterung der Steuerbasis erhöht werden.

Völliger Unsinn. Die Mehrwertsteuer trifft die Ärmsten. Steuererhöhung in einer Depression = die Verabreichung von Zyankali an einen Sterbenden.

* Die Rentenreformen sollen ambitionierter ausfallen. Zudem soll die griechische Regierung klären, wie sie die Auswirkungen eines Gerichtsurteils vom Juni gegen die Rentenreform 2012 abfedern will.

Rechtsstaatlicher Bankrott: Nicht mehr die Gesetze gelten, sondern der Wunsch der Kreditgeber. Den Rest des Beitrags lesen »

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Tsipras‘ Vorschlag: Kapitulation aus Verzweiflung oder ein politischer Akt?

Posted by hkarner - 10. Juli 2015

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Der neue Vorschlag für ein Kredit-Programm der Tsipras-Regierung enthält keine fundamental verschiedenen Punkte von dem, was dieselbe Regierung vor zwei Wochen effektvoll abgelehnt hat. Vor allem enthält sie keine Lösung für die Bankenkrise.

Der offenbar exakt auf die bisher vorgetragenen Gläubigerwünsche abgestimmte Vorschlag für ein drittes Rettungsprogramm enthält keine fundamental verschiedenen Punkte von dem, was dieselbe Regierung vor zwei Wochen effektvoll abgelehnt und einem Referendum unterworfen hat. Sie enthält keine Lösung für die Bankenkrise, die sich inzwischen rasant vertieft hat. Sie spielt den Ball der Gläubigerseite zu. Eine Interpretation ist die, dass Tspiras unter dem Druck der Bankenkrise nachgegeben hat. Eine andere sieht dies vor allem als politische Maßnahme, um das Scheitern dann der Gläubigerseite zuzuschieben. Schließlich öffnet er verschiedene Differenzen unter den Gläubigern, welche angesichts der verzweifelten Lage neue Spielräume schafft.

In der Situation einer schweren akuten Banken- und Liquiditätskrise ist ein hartes Austeritätsprogramm mit einem Volumen von fast 12 Milliarden Euro eine wirtschaftspolitische Vollidiotie. Das entspricht vollen 6% des BIP. Der einzige unterschiedliche Punkt ist, dass die Mehrwertsteuererhöhung erst auf den 1. Oktober statt auf den 1. Juli in Kraft treten soll. Dann ist die diesjährige Tourismussaison großenteils vorbei. Auch die Erhöhung der Tonnagesteuer und die angekündigte Beendigung des steuerlichen Sonderregimes hat nur einen Effekt: Die Flucht der Reeder weg von Griechenland anzuheizen. Ökonomisch macht dieses Paket keinen Sinn, außer den unmittelbaren Kollaps durch den Grexit abzuwenden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein Raub der Troika: Europa verliert Tsipras, den tragischen Helden

Posted by hkarner - 10. Juli 2015

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Von der Demokratie in Griechenland bleibt ein Haufen Asche. Sie war das Brandopfer auf dem Altar für die Gottheit Troika. Diese hatte Tsipras die Pistole an die Brust gesetzt. Nach dem Referendum hat sie die Waffe entsichert. Alexis Tsipras bleibt nur die Wahl, sich zu verbiegen oder als tragischer Held in die Geschichte einzugehen. Den Tsipras, der die europäische Demokratie belebt hat, gibt es nicht mehr.

tsipras cc

Der Kredit-Antrag der Syriza-Regierung verwandelt das Nein des Referendums in ein Ja. Der Übergang von der Demokratie in die Finanzdiktatur ist vollzogen. Mit einer Vollmacht hebelt Tsipras als nächstes das Parlament aus. Er hat keine Wahl, weil sonst am Montag die humanitäre Verelendung ausbricht. Tsipras muss scheitern, damit sein Volk ein paar Monate mehr bekommt. Sein Unterfangen, eine Wende in Griechenland zu erzwingen, war aussichtslos. Die nächsten Schritte sind der Rückzug auf Raten.

Das griechische Parlament soll bereits am Freitagabend im Schnelldurchgang über das Austeritätsprogramm beraten, mit dem die Regierung neue Finanzhilfen der Gläubiger aushandeln will. Die Abgeordneten sollten der Regierung im Schnellverfahren die Vollmacht geben, am Wochenende in Brüssel eine Vereinbarung zu unterzeichnen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Der Zeitpunkt der Abstimmung am Freitagabend sei noch unklar.

Bereits am Vormittag kam die Fraktion der regierenden Linkspartei Syriza hinter verschlossenen Türen zusammen, um über den Maßnahmenkatalog zu beraten. Der linke Parteiflügel soll aufgebracht sein. Es gilt aber als sicher, dass das Parlament der Regierung die Vollmacht mit den Stimmen fast aller Oppositionsparteien geben wird. Früher hätte man das Selbstausschaltung genannt.

Regierungschef Alexis Tsipras erklärte griechischen Reportern: «Wir haben alle gemeinsam für ein sozial gerechteres Abkommen gekämpft. Jetzt müssen wir geschlossen weitermachen.»

Das Parlament soll Tsipras, Finanzminister Euklid Tsakalotos und Vizeregierungschef Giannis Dragasakis beauftragen, im Falle einer Einigung mit den Gläubigern Verträge zu unterzeichnen. Die endgültige Billigung des Kreditprogramms solle dann später nachgeholt werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe’s Many Economic Disasters

Posted by hkarner - 3. Juli 2015

Date: 03-07-2015
Source: Paul Krugman, NYT

It’s depressing thinking about Greece these days, so let’s talk about something else, O.K.? Let’s talk, for starters, about Finland, which couldn’t be more different from that corrupt, irresponsible country to the south. Finland is a model European citizen; it has honest government, sound finances and a solid credit rating, which lets it borrow money at incredibly low interest rates.

It’s also in the eighth year of a slump that has cut real gross domestic product per capita by 10 percent and shows no sign of ending. In fact, if it weren’t for the nightmare in southern Europe, the troubles facing the Finnish economy might well be seen as an epic disaster.

And Finland isn’t alone. It’s part of an arc of economic decline that extends across northern Europe through Denmark — which isn’t on the euro, but is managing its money as if it were — to the Netherlands. All of these countries are, by the way, doing much worse than France, whose economy gets terrible press from journalists who hate its strong social safety net, but it has actually held up better than almost every other European nation except Germany. Den Rest des Beitrags lesen »

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How the Eurozone Should Deal With Pushback

Posted by hkarner - 12. Juni 2015

Date: 11-06-2015
Source: The Wall Street Journal By SIMON NIXON

A bold solution is needed to persuade unruly member states to undertake economic overhauls

Greek Prime Minister Alexis Tsipras has objected to measures that the country’s creditors have insisted upon in exchange for fresh aid.

Whatever the outcome of the interminable Greek crisis, it has highlighted a major challenge for the eurozone: How does it induce a member state to pursue policies vital not only to its own economic fortunes, but also to those of every other country to which it is yoked? How can sovereign governments—including those not facing the prospect of imminent default if they refuse to accept the conditions attached to a bailout program—be persuaded to undertake reforms that will make their economies more flexible and therefore better able to withstand shocks? Den Rest des Beitrags lesen »

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Britain’s Terrible, No-Good Economic Discourse

Posted by hkarner - 23. März 2015

Date: 23-03-2015
Source: Paul Krugman
Subject: This Snookered Isle

The 2016 election is still 19 mind-numbing, soul-killing months away. There is, however, another important election in just six weeks, as Britain goes to the polls. And many of the same issues are on the table.

Unfortunately, economic discourse in Britain is dominated by a misleading fixation on budget deficits. Worse, this bogus narrative has infected supposedly objective reporting; media organizations routinely present as fact propositions that are contentious if not just plain wrong.

Needless to say, Britain isn’t the only place where things like this happen. A few years ago, at the height of our own deficit fetishism, the American news media showed some of the same vices. Allegedly factual articles would declare that debt fears were driving up interest rates with zero evidence to support such claims. Reporters would drop all pretense of neutrality and cheer on proposals for entitlement cuts. Den Rest des Beitrags lesen »

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Does austerity pay off?

Posted by hkarner - 23. Februar 2015

Benjamin Born, Gernot Müller, Johannes Pfeifer 22 February 2015

Ever since their emergence in the wake of the financial crises, austerity policies have been hotly debated (see, for example, Corsetti 2012). The recent electoral outcome in Greece is just one instance where discontent with austerity manifests itself. Many observers and voters are ready to jump from jointly observing poor economic outcomes and austerity to the conclusion that austerity is indeed the cause (see, for instance, Blyth 2013). Others have provided sophisticated analyses in support of the same view (see Taylor 2013). Den Rest des Beitrags lesen »

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A Greek Morality Tale

Posted by hkarner - 5. Februar 2015

Date: 04-02-2015
Source: Project Syndicate

JOSEPH E. STIGLITZStiglitz CC

Joseph E. Stiglitz, a Nobel laureate in economics and University Professor at Columbia University, was Chairman of President Bill Clinton’s Council of Economic Advisers and served as Senior Vice President and Chief Economist of the World Bank. His most recent book, co-authored with Bruce Greenwald, is Creating a Learning Society: A New Approach to Growth, Development, and Social Progress.

NEW YORK – When the euro crisis began a half-decade ago, Keynesian economists predicted that the austerity that was being imposed on Greece and the other crisis countries would fail. It would stifle growth and increase unemployment – and even fail to decrease the debt-to-GDP ratio. Others – in the European Commission, the European Central Bank, and a few universities – talked of expansionary contractions. But even the International Monetary Fund argued that contractions, such as cutbacks in government spending, were just that – contractionary.

We hardly needed another test. Austerity had failed repeatedly, from its early use under US President Herbert Hoover, which turned the stock-market crash into the Great Depression, to the IMF “programs” imposed on East Asia and Latin America in recent decades. And yet when Greece got into trouble, it was tried again. Den Rest des Beitrags lesen »

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