Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Atlante’

Horrorjahr für Italiens Banken

Posted by hkarner - 13. Februar 2017

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 13. Februar 2017, 16:29, derstandard.at

Neben Milliarden an Rückstellungen für faule Kredite belasten Italiens Banken auch Kosten für Restrukturierungen und natürlich diverse Bankenrettungen.

Das Jahr 2016 war für Italiens Kreditgewerbe das Horrorjahr schlechthin. Rückstellungen für notleidende Kredite im Wert von 25,5 Milliarden Euro drückten auf die Bilanzen der sechs größten italienischen Banken. Mit Ausnahme von Banca Intesa Sanpaolo und der Volksbank Emilia Romagna schlossen die genannten Geldhäuser ihre Bilanzen mit Verlusten von in Summe 17,5 Milliarden Euro ab.

Zwei Großbanken, Unicredit und Monte dei Paschi di Siena (MPS), konnten zu Jahresende den Kapitalanforderungen der EZB nicht gerecht werden. Bei Unicredit läuft derzeit eine Kapitalerhöhung um 13 Milliarden Euro, bei MPS soll der Staat den Großteil der von der EZB geforderten 8,8 Mrd. Kapitalerhöhung zeichnen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Italy Tries to Skirt a Populist Revolt

Posted by hkarner - 31. Januar 2017

Date: 30-01-2017
Source: The Wall Street Journal By SIMON NIXON

Country has taken steps to insulate itself, but long-term risks remain

grillo-ccBeppe Grillo, leader of 5-Star Movement

Never underestimate Italy’s capacity to muddle through.

Following Prime Minister Matteo Renzi’s defeat in last December’s constitutional reform referendum, the country didn’t collapse into turmoil, as many had feared. There was no political crisis leading to a snap election that might have brought the anti-euro 5 Star Movement to power; nor did the fragile banking system implode.

Instead, a new prime minister was swiftly installed at the head of a largely unchanged government, which acted promptly to stabilize the banks.

Now, the Italian establishment has taken further steps to insulate itself against the risk of a future populist government: A constitutional court ruling last week struck down a proposed change to the country’s electoral law, which would have created a two-stage process for electing the lower house of parliament, with the second-round winner automatically receiving bonus seats to give it an absolute majority. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Déja vu: Die europäische Bankenkrise

Posted by hkarner - 25. Juli 2016

| 18.07.2016, Von Dirk Ehnts, Makroskop

Italiens Banca Monte dei Paschi di Siena hat Probleme mit faulen Krediten. Ein Test für die seit Mai 2014 geltenden Abwicklungsrichtlinien der EU. Der Ausgang ist ungewiss, denn die in der Folge der europäischen Bankenkrise beschlossenen Regeln scheinen mit den Funktionsprinzipien eines modernen Geldsystem nicht kompatibel zu sein.

Monte Paschi CCDie italienische Banca Monte dei Paschi di Siena ist die älteste noch existierende Bank der Welt. Diese Bank hat jetzt ein großes Problem: Sogenannte „non-performing loans“, im Deutschen als „faule“ oder auch „notleidende“ Kredite bezeichnet, belasten ihre Bilanz. Würden die Forderungen der Bank realistisch bewertet, dann wären sie wohl geringer als ausgewiesen, möglicherweise so gering, dass die Höhe der Forderungen niedriger ist als die der Verbindlichkeiten. Tritt dieser Zustand ein, spricht man von einer Insolvenz und in diesem Fall greifen die neuen Regeln der europäischen Bankenunion, welche im Mai 2014 vom europäischen Parlament und vom Rat beschlossen wurden.

Die Vorgeschichte

Die Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) fiel schon 2014 durch den sogenannten „Stresstest“ für Banken und konnte sich rühmen, das größte „Kapitalloch“ aller Banken aufzuweisen (Link). Banken müssen je nach dem Risiko ihrer Forderungen entsprechendes „Eigenkapital“ vorhalten. Je größer das Risiko der Forderungen, um so größer muss der Puffer an Eigenkapital sein. Die Idee ist zu vergleichen mit einer Regel, die je nach Größe des Feuers die Größe und Anzahl der Eimer mit Wasser anpasst. Eigenkapital kann die Bank selbst bereitstellen, indem sie Gewinne zurückstellt oder aber am Finanzmarkt durch die Ausgabe entsprechender Wertpapiere, z.B. von Aktien, Eigenkapital aufnehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

„Staats-Bankrott von Italien muss unbedingt verhindert werden“

Posted by hkarner - 9. Juli 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Lage im italienischen Banken-Sektor ist kritisch. Sie hat das Potenzial, Italien in den Staats-Bankrott zu treiben. Daher muss jetzt umgehend gehandelt werden, um Kleinanleger und Steuerzahler zu schützen. Die Folgen eines Crashs in Italien wären für die ganze Euro-Zone unabsehbar.

Renzi ccItaliens Premier Matteo Renzi.

Achim Dübel: Um die altbekannte. Italien kämpft seit langem mit einer Überschuldung des Staates sowie demographischen und wirtschaftlichen Strukturproblemen. Italien produziert in seinen starken Sektoren, etwa im Konsumgüterbereich, zu arbeitsintensiv und war deshalb weit stärker negativ von der Globalisierung betroffen als das kapitalintensiv produzierende Deutschland. Die Folgen wurden bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2008 von einem starken, im Zuge des Euro-Beitritts auch aus dem Ausland angetriebenen, Kreditwachstum übertüncht, das aber kaum in die notwendige Modernisierung der Wirtschaft oder Infrastruktur floss, sondern großteils in Staats- und privaten Konsum.

Seit 2008 ziehen sich die internationalen Kreditgeber zurück und unter den herrschenden Deflationstendenzen einschließlich einer aus italienischer Sicht zu geringen Abwertung des Euros brechen die Strukturprobleme wieder auf. Da die Kreditausweitungen der Vergangenheit stark über den Interbankenmarkt finanziert wurden, sitzen viele italienische Banken seit 2008 auf einem doppelten Problem: steigenden Ausfällen und immer fragiler werdender Refinanzierung an den Märkten. Gleichzeitig hat man auch aufgrund der Eigentumsstrukturen – es gibt ebenso wie in Deutschland viele öffentliche und Genossenschaftsbanken mit großen Hemmschwellen bezüglich Kapitalmassnahmen – wenig getan, um die Kapitalbasis der Banken zu stärken. Im Ergebnis war eine größere Krise irgendwann einmal zu erwarten. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

Banks and state aid: The rule of flaw

Posted by hkarner - 14. Mai 2016

Date: 12-05-2016
Source: The Economist

Italy has been flirting with a banking crisis—and Brussels is partly to blame

NPL EU USATLAS could hold up the sky. Atlante, Italy’s bank-rescue fund, looks like a weakling. The fund, which raised €4.25 billion ($4.9 billion) last month, almost half of it from Italy’s two largest banks, has two purposes. One is to act as an emergency investor in banks starved of funds; the other is to kick-start a market in dud loans clogging up banks’ balance-sheets. On both counts, the fund has not done enough to calm nerves. Italy should have acted sooner to sort out its banks. But Europe’s approach to financial crises is also to blame.

Italian officials talk about the fund as a “game-changer”—partly because it has already pulled off a rescue of Banca Popolare di Vicenza (BPVi), a regional bank whose initial public offering (IPO) flopped. But that only underlines how close Italy has come to disaster. BPVi’s IPO had been fully, and foolishly, underwritten by UniCredit, Italy’s largest bank: had not the fund stepped in, UniCredit itself might have run short of capital. A banking crisis at the heart of the euro zone might by now have been raging. As it is, the BPVi’s rescue has depleted Atlante’s firepower. More calls on its cash may be imminent—an IPO by Veneto Banca hardly has investors swooning. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Rettungsfonds: Auffangnetz für Italiens Banken geknüpft

Posted by hkarner - 2. Mai 2016

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 1. Mai 2016, 18:01 derstandard.at

Der erste Patient des Fonds Atlante ist die Banca Popolare di Vicenza. An ihr beteiligt sich der Fonds und übernimmt Verwertung und Verkauf fauler Kredite

Kaum gegründet, hat der italienische Bankenrettungsfonds seinen ersten Geschäftsfall: Atlante übernimmt mehr als 90 Prozent der angeschlagenen Banca Popolare di Vicenza. Wegen geringer Nachfrage bei einer 1,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung springt der Fonds ein und übernimmt einen Großteil der Aktien, teilte das Institut mit.

Das achtgrößte Institut des Landes fand lediglich für 7,66 Prozent der angebotenen Aktien Käufer. Am Wochenende erklärte die Investmentbank Mediobanca, rund fünf Prozent Anteile an der Krisenbank erworben zu haben.

Zuvor hatte die italienische Regierung weitere Hilfen verabschiedet, um die Krisenbanken zu stützen. Durch eine Reform des Konkursrechtes soll das Eintreiben fauler Kredite beschleunigt werden. Laut Ministerpräsident Matteo Renzi soll die Zeit zum Eintreiben der Darlehen von sechs bis acht Jahren auf sechs bis acht Monate verkürzt werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »