Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Androsch’

Steuern: Wann wird „legaler Raub“ zur „Sünde“?

Posted by hkarner - 22. September 2017

Gegen die vorliegenden Steuerkonzepte der Parteien sei „Alchemie eine Naturwissenschaft“, meint Hannes Androsch. Er kritisiert „lächerliche Inszenierungen“.

Wien. Wenn der Sozialdemokrat und (über die Salinen AG) Mitbesitzer mehrerer geweihter Kirchen, Hannes Androsch, auf den Umgang der wahlwerbenden Parteien mit den Steuern zu sprechen kommt, fallen ihm neuerdings große katholische Intellektuelle ein. Etwa Thomas von Aquin. Der habe Steuern zwar als „legalen Raub“ bezeichnet. So, wie das System in Österreich gehandhabt werde, sei es aber, meint Androsch, „trotzdem Sünde“.

Am Beispiel der am 15. Oktober zur Wahl stehenden Steuerkonzepte der Parteien: Dagegen sei „Alchemie eine Naturwissenschaft“, meinte Androsch im Gespräch mit der „Presse“. Da würde mit Steuersenkungspotenzialen von bis zu 20 Mrd. Euro herumgeworfen, ohne dass dem eine valide Gegenfinanzierung gegenüberstünde. Sein Parteifreund Kern habe zwar eine versucht, meint der frühere SP-Finanzminister und jetzige Industrielle, die sei bei genauem Hinsehen aber „Blödsinn“. Die anderen hätten überhaupt nichts vorgelegt, was auch nur am Rande nach seriöser Gegenfinanzierung ausschaue.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Hannes Androsch: „Der Leidensdruck ist nicht groß genug“

Posted by hkarner - 31. Mai 2017

Der Industrielle Androsch geht mit der Regierung hart ins Gericht: Er kritisiert mangelnden Reformwillen in vielen Bereichen. Mit steigenden Zinsen rolle auf das Budget eine Lawine zu.

Steuern, Arbeitskosten, Bürokratie, Gesundheit, Bildung: Die „Lieblingsthemen“ des früheren SPÖ-Finanzministers und nunmehrigen Industriellen Hannes Androsch bleiben. Und auch seine harsche Kritik am Reformunwillen der Regierung – der gerade in Auflösung begriffenen genauso wie der vorigen.

Er gibt sich auch nicht der Illusion hin, dass im nunmehrigen Wahlkampf Themen wie die Bildungs- und die Gesundheitsreform, wo „seit Jahrzehnten nichts auf den Weg gebracht wurde“, abgearbeitet werden. Nicht nur im Bildungssystem, das angesichts der Digitalisierung vor einer extremen Herausforderung stehe, seien die Verhinderungskräfte stärker als die Gestaltungskräfte.

„Offenbar ist der Leidensdruck noch nicht groß genug“, lautete die wenig optimistische Diagnose von Androsch am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten. Der Grund: die anziehende Konjunktur vermittle den – trügerischen – Eindruck, „dass es uns sehr gut geht“. Daher werde sich auch nichts ändern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hannes Androsch: „Wer nicht sät, der wird verhungern“

Posted by hkarner - 22. August 2016

22.08.2016 | 18:20 | von Karl Gaulhofer (Die Presse)Androsch cc

Hannes Androsch über den Trugschluss bei der Wertschöpfungsabgabe, warum wir uns vor Robotern nicht fürchten müssen und von wem wir bei der Forschung lernen können.

Die Presse: Eine neue industrielle Revolution, durch Roboter und Digitalisierung – ist das ein Hype oder Realität?

Hannes Androsch: Die technologische Revolution ist im Gang, auch in den Fabriken. Wir sichern damit unsere industrielle Basis ab. Die Forderung an die Politik ist: nicht noch mehr Regulierung. Den Übermut der Ämter haben wir schon im Übermaß. Und auch keine steuerlichen Hürden. Man soll die Ernte besteuern, nicht das Saatgut.

Da haben Sie wohl mit der SPÖ-Forderung einer Wertschöpfungsabgabe keine Freude . . .

Das geistert seit 50 Jahren erfolglos herum, so wie die Finanztransaktionssteuer.

Die kann nur international funktionieren, eine Maschinensteuer geht auch national.

Wir können uns auch abschotten und von unseren Erdäpfeln leben. Aber dann können wir uns auch den Wohlstand abschminken – und den Sozialstaat dazu. Den Rest des Beitrags lesen »

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Banken-ÖIAG gegen Rechnungshof

Posted by hkarner - 5. November 2015

05.11.2015 | 18:36 |  (Die Presse)

Fimbag-Aufsichtsratschef Hannes Androsch wehrt sich gegen Rechnungshof-Vorwürfe – und beschuldigt die Kontrolleure, selbst zu lax vorgegangen zu sein.

Wien. Die staatliche Banken-ÖIAG Fimbag wehrt sich jetzt heftig gegen Vorwürfe des Rechnungshof-Präsidenten Josef Moser, sie habe Prüfmöglichkeiten kurz vor der Notverstaatlichung der Kärntner Pleitebank nicht wahrgenommen, weshalb die Regierung bei der Notverstaatlichung über den wahren Zustand der Bank nur ungenügend informiert gewesen sei. Moser hatte, wie berichtet, bei seiner Befragung im Hypo-Untersuchungsausschuss des Parlaments vor zwei Tagen erklärt, die Fimbag hätte volle Einschau in die Bücher nehmen können, habe darauf aber vollständig verzichtet.

Fimbag-Aufsichtsratschef Hannes Androsch reagierte darauf im Gespräch mit der „Presse“ mit der Feststellung, dass der Rechnungshof-Präsident in diesem Punkt einem Irrtum unterliege: Die Fimbag habe als Treuhänderin der Republik diese ihr vom Rechnungshof zugedachte Rolle schon deshalb nicht spielen können, weil die Verhandlungen mit der EU-Kommission über das Schicksal der Hypo vom Finanzministerium geführt worden – und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen gewesen seien. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hannes Androsch über SPÖ: „Hilflos, konzeptlos und kulturlos“

Posted by hkarner - 18. August 2015

Eigentlich nicht genau Thema dieses Blogs, aber dieses Interview ist einfach zu gut … (hfk)
 InterviewPetra Stuiber18. August 2015, 17:23, derstandard.at

Androsch ccDie Entwicklung seiner Partei schmerze ihn, sagt Hannes Androsch. Für die Wahlen im Herbst fürchte er Schlimmes und mahnt: Es sei Pflicht der SPÖ, für die Bundespräsidentenwahl einen Kandidaten aufzustellen

Altaussee/Wien – Die SPÖ sei „perspektivlos, orientierungslos, hilflos, konzeptlos, kulturlos“, sagte Hannes Androsch, Ex-Vizekanzler und Finanzminister unter Bruno Kreisky, im STANDARD-Gespräch. Die Parteiführung schaffe es nicht, klare politische Botschaften zu platzieren und den Menschen auch unangenehme Wahrheiten zu vermitteln.

Aus dem Reformstillstand erwachse Österreich bereits ein Standortnachteil, „den Föderalismus haben wir aus dem Ruder laufen lassen“. Das manifestiere sich im Schul- und Gesundheitswesen, bei der Jugendwohlfahrt „und in geradezu erschütternder Weise bei der Asyl-Frage“.

Für die Wahlen in Oberösterreich und Wien im Herbst erwartet Androsch schlechte Ergebnisse. Und er mahnt: Dennoch müsse die SPÖ für die Bundespräsidentschaftswahlen einen geeigneten Kandidaten aufstellen. Das seien „nicht unbedingt jene, die sich anbieten“. Eine Nichtkandidatur bei der Präsidentschaftswahl käme einer „bedingungslosen Kapitulation“ gleich. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hypo: Schonung für alle – nur nicht für die Steuerzahler

Posted by hkarner - 13. März 2014

Was bei der Aufarbeitung des HAA-Debakels derzeit alles schiefläuft.

Von Hannes Androsch  (Die Presse), 13/3Androsch cc

Bei aller Vielschichtigkeit und Komplexität des Hypo-Alpe-Adria-Skandals ist nicht nachzuvollziehen, wieso im Rahmen der vorgeschlagenen Lösung alle direkten und indirekten Beteiligten und Interessenten geschützt werden sollen – nur nicht der Steuerzahler, der das Desaster am allerwenigsten verursacht hat.

Der Skandal hat viele Väter: Als das Debakel in großem Tempo aufgebaut wurde, hat man zu- oder auch weggeschaut. Auch später noch, als einige erfolgreiche Abzockversuche liefen und die Bayerische Landesbank als neuer Mehrheitseigentümer das Problem noch stark vergrößerte, um die Hypo dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion im Dezember 2009 der Republik umzuhängen. Unverständlich, dass die Bayern trotzdem ein Zustimmungsrecht behalten konnten.

Auch die Jahre danach wurden nicht genutzt: Eine Lösung wurde fahrlässig verschleppt, was sie noch teurer hat werden lassen. Sogar einen handfesten Konflikt mit der EU hat man sich mit diesen Verzögerungen eingehandelt. Und die 300 Millionen Euro, die man für Gutachterhonorare ausgegeben hat, blieben ohne Wirkung.

Canossagang nach Bayern Den Rest des Beitrags lesen »

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Die FIMBAG: (Staats-) Operette oder Wirklichkeit?

Posted by hkarner - 6. Juni 2013

von Helmut F. Karner, 6/6:

1. Aufgaben (aus der Homepage): „Im Rahmen von Vereinbarungen betreffend die treuhändige Übertragung des von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals und übernommenen Aktienkapitals wird der FIMBAG die Wahrnehmung der dem Bund zum einen aus den mit den einzelnen Kreditinstituten abgeschlossenen Verträgen zustehenden Überwachungs- und Kontrollpflichten und zum anderen der ihm aus der Übernahme von Aktien zustehenden Eigentümerrechte übertragen. In ihrer Funktion als Treuhänderin des Bundes hat die FIMBAG die Einhaltung der sich aus den jeweiligen zwischen dem Bund und den betreffenden Banken abgeschlossenen Verträgen ergebenden Bedingungen und Auflagen zu überwachen und, im Falle von Verstößen gegen die Auflage(n), die jeweils vorgesehenen Maßnahmen in die Wege zu leiten bzw. die Eigentümerrechte nach Maßgabe der entsprechenden Vereinbarungen mit dem Bund wahrzunehmen. Dem Bundesministerium für Finanzen werden regelmäßig Berichte und Informationen übermittelt.

Darüber hinaus hat die FIMBAG sicherzustellen, dass Erträge aus den Anteilsrechten unverzüglich an den Bund weitergeleitet werden. Bestimmte Aufgaben (z.B. im Zusammenhang mit einer etwaigen Wandlung von Partizipationskapital in Stammaktien, einer Abschichtung des Partizipationskapitals, oder einer Veräußerung von Aktienkapital) kann die FIMBAG nur im Einvernehmen mit dem Bund in die Wege leiten oder abschließen

2. Die Verantwortung der Eigentümerrechte und -pflichten bei der Hypo waren schon immer schwammig (direkt dem BMF zugeordnet, aber Liebscher AR, und siehe Formulierung Punkt 1)

3. EigentümerinDie FIMBAG Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes wurde am 11. November 2008 mit einem Grundkapital von EUR 70.000 über Auftrag des Bundesministers für Finanzen gemäß § 3 Abs. 5 Finanzmarktstabilitätsgesetz (FinStaG) gegründet. Alleineigentümerin ist die Österreichische Industrieholding AG. Interessant: Im FIMBAG Aufsichtsrat sitzt der ÖIAG Generaldirektor nicht! Den Rest des Beitrags lesen »

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Wir bitten um Entschuldigung! Wir haben den Sanierungsbedarf bei der Hypo-Alpe-Adria unterschätzt!

Posted by hkarner - 13. März 2013

von Helmut F. Karner, 13/3.

Als wir gleich nach der langen Nacht unsere erste Stellungnahme zur Verstaatlichung am 13. Dez. 2009 abgaben, sprachen wir von einem wahrscheinlichen Sanierungsbedarf von 7 Milliarden €! Wir wurden darauf ziemlich untergriffig  von einem der 2 Pröll’schen Spin-Doktoren angegriffen: das sei ja völlig hirnrissig, der Staat werde am Ende pari, wenn nicht sogar mit Gewinn aussteigen (hat man nicht Ähnliches bei der Kommunalkredit und ÖVAG auch gehört?) Bald darauf hat der FIMBAG Aufsichtsratsvize Hannes Androsch interessanterweise die 7 Mrd. übernommen.

Bei der Übernahme musste sich der Staat der EU gegenüber verpflichten, die Bank in 5 Jahren (also bis 2014) zu verkaufen oder abzuwickeln. Ein Restrukturierungsprogramm hat man der EU nach 3 Jahren vorsichtshalber noch nicht vorgelegt. Bis vergangene Woche dem EU Kommissar Almunia die Geduld riss, und er mit Abwicklung drohte. Keine Sorge, sagten die Beschwichtiger aus dem Finanzministerium. Den Rest des Beitrags lesen »

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Androsch: Mehr Milliarden für Hypo-Rettung

Posted by hkarner - 3. Oktober 2011

Wovon sprach der Föhrenbergkreis schon am 13. Dezember 2009? Von 7 Milliarden! (hfk)

orf.on, 3-10

Die Rettung der Hypo Alpe-Adria-Bank werde noch weitere vier bis sieben Milliarden Euro kosten. Das sagte Ex-Finanzminister Hannes Androsch, Vize-Aufsichtsratschef der FIMBAG, der Finanzmarktbeteiligung AG des Bundes, die für Problembanken zuständig ist.

Wie Androsch gegenüber der „Kronen Zeitung“ sagte, sei die Situation für die Republik Österreich überaus ernst. „Die Bundesregierung hat rasch gehandelt, um bei Hypo Alpe Adria, der ‚Bad Bank‘ der Kommunalkredit und bei der Volksbanken AG eine ‚Kernschmelze‘ zu verhindern. Jetzt sind aber drei Jahre ohne Konsolidierung verstrichen.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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„Im Zeitraum“ mit Küng, Uexküll etc.

Posted by hkarner - 23. September 2010

Die Gesprächsreihe „Im Zeitraum – Vorreiten und Nachdenken“ im ORF Radiokulturhaus Wien startet mit frischem Elan in den Herbst.

Diejenigen, die bereits „Im Zeitraum“ besucht haben, wissen, dass es dabei nicht nur informativ lehrreich, sondern auch durchaus unterhaltsam zugeht, wenngleich die Themen und Inhalte ernst sind. Manche der Gesprächspartner werden Ihnen noch nicht bekannt sein, weil es mir bei der Auswahl wenig um Prominenz, sondern vor allem um inhaltliche Substanz geht. Aber die ist bei diesen kommenden Referenten gegeben. 

Die Reihe startet mit dem renommierten deutschen Psychotherapeuten Wolf Büntig, dessen professionelle Erfahrung und rhetorische Brillanz neue Einsichten in das eigene Seelenleben bieten. Der Dortmunder Kommunikationswissenschaftler und Wirtschaftscouch Claus Eurich ist noch ein Geheimtipp, ist aber in Insiderkreisen als außergewöhnlicher messerscharfer Analytiker gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Prozesse bekannt geworden.

Europas bekanntester Theologe Hans Küng wird im November mit Hannes Androsch, Erwin Bader und Hanns Pichler der Frage nachgehen, inwieweit sein Konzept des Weltethos auf eine globalisierte Wirtschaft angewendet werden kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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