Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Agenda Austria richtet fünf Forderungen an nächste Regierung

Posted by hkarner - 18. September 2019

Der Standort Österreich schöpft sein Potenzial nicht aus, sagen die Ökonomen der liberalen Denkfabrik. Weniger Steuern, dafür länger arbeiten, lautet ihre Devise

In Österreich ist die Kluft zwischen in- und ausländischen Schülern eine der größten Europas. Hier müsse man ansetzen, sagt die Agenda Austria.

Wien – Leistung. Aufstieg. Sicherheit. Mit diesem Motto hatte einst SPÖ-Kanzler Bruno Kreisky die Stoßrichtung der Sozialdemokratie vorgegeben. Am Dienstag nahm die liberale Denkfabrik Agenda Austria daran Anlehnung, um ihren Forderungskatalog an die nächste Regierung zu präsentieren. Denn in Österreich fehle die Sicherheit, dass mit Leistung noch der Aufstieg gelinge, sagt Direktor Franz Schellhorn. Man müsse die Gunst der Stunde nutzen. Statt sich „gratis Geld in Frankfurt“ abzuholen, solle die Politik das niedrige Zinsumfeld nutzen, um Reformen anzupacken. Fünf Prioritäten gäbe es aus Sicht der Agenda Austria.

Steuern senken

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Arbeitslose: Die Krux mit der Statistik

Posted by hkarner - 3. Februar 2014

Analyse | Andreas Sator, derstandard.at

3. Februar 2014, 14:01

In der österreichischen Arbeitslosenstatistik kommt nur vor, wer beim AMS gemeldet ist.

Wer die Lage auf dem Arbeitsmarkt verstehen will, darf sich nicht mit einer einzigen Zahl zufriedengeben

Mit Statistiken verhält es sich genau umgekehrt zum geschenkten Gaul: Ein Blick ins Maul ist unverzichtbar. Denn mit kaum etwas lässt sich so gut Politik machen wie mit Zahlen. „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, fasste es Winston Churchill zusammen. Und so ist eben auch beim Hantieren mit Arbeitslosenquoten Vorsicht geboten.

In Österreich werden 250.000 Arbeitslose in den Statistiken versteckt, sagt etwa eine im Vorjahr präsentierte Studie der Denkfabrik Agenda Austria. Durch Frühpensionierungen und Schulungen werde die wahre Arbeitslosenrate nach unten gerechnet, so die Studienautoren. Tatsächlich sei sie etwa im Frühjahr 2013 bei über zehn Prozent gelegen, nicht, wie die EU-Statistiken behaupten, bei etwas über fünf Prozent.

„Man kann die Statistik aufblasen“

Für Herbert Walther, den Leiter des Instituts für Arbeitsmarkttheorie an der Wirtschaftsuniversität Wien, ist diese Zahl „mehr oder weniger Unsinn“. „Man kann mit Definitionen jonglieren und die Statistik so aufblasen“, so Walther im Gespräch mit derStandard.at. So rechnet die Agenda Austria etwa Frühpensionisten in die Arbeitslosenstatistik dazu. „Das kann man nur machen, wenn die Politik die Leute in Pension schickt, weil es keine Jobs gibt“, sagt der Ökonom. In Österreich sei das aber nicht der Fall.

Arbeitslosigkeit

Aber auch für Walther ist klar, dass die offiziellen Arbeitslosenquoten Mängel aufweisen. In den Statistiken der EU ist die Arbeitslosigkeit etwa immer zwei Prozentpunkte niedriger als in den heimischen Statistiken. Das liegt daran, dass in der EU-Statistik alle Arbeitslosen aus der Statistik fallen, die im letzten Monat nicht aktiv nach Arbeit gesucht haben und innerhalb von zwei Wochen einen neuen Job antreten können. Gleichzeitig gilt man nicht mehr als arbeitslos, wenn man im letzten Monat mindestens eine Stunde pro Woche gearbeitet hat. „Wer also kurz einmal Rosen auf der Straße verkauft, fällt schon raus“, so Walther.

Eine alternative Arbeitslosenquote hat die Agenda Austria vor geraumer Zeit errechnet. Ökonom Walther nennt sie „mehr oder weniger Unsinn“.

Arbeitslosenrate verdecktKeine großen Verzerrungen

Die EU-Statistiken beruhen auf Telefonumfragen, wer lügt, weil er sich etwa für seine Arbeitslosigkeit schämt, verzerrt die Statistik. Mit der österreichischen Methode kann das nicht passieren, hier wird jeder gezählt, der sich beim AMS als arbeitslos meldet. Aber auch hier gilt: Wer nicht zum AMS geht, weil er etwa keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat oder keinen erheben will, der fällt aus der Statistik. Selbstständige werden in Österreich gleich gar nicht berücksichtigt. Jede Statistik habe eine begrenzte Aussagekraft, so Walther.

Im Hinblick auf die österreichische Methode sieht er aber keine großen Verzerrungen. „Es kann natürlich eine gewisse Schönfärberei sein, wenn man Leute in Schulungen schickt und denen das nicht hilft.“ Trotzdem hält er es für sinnvoll, Arbeitslose in Schulungen aus der Statistiken zu nehmen, weil viele Qualifikationen sammeln könnten, die ihnen später bei der Jobsuche helfen würden.

Andere Indikatoren hilfreich

Um die Lage eines Arbeitsmarkts einschätzen zu können, braucht es mehr als eine Arbeitslosenquote, die bestimmte Dinge nicht misst. Der Blick auf die Erwerbsquote könne helfen, so Walther, hier stehe Österreich mit 77 Prozent im europäischen Vergleich gut da, auch wenn sie unter Älteren sehr niedrig sei. Die Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder, hier liegt die Erwerbsquote bei 82 bis 83 Prozent. Auch ein Blick auf die unfreiwillige Teilzeitarbeit ist hilfreich, hier sieht Walther Österreich ebenfalls gut aufgestellt. OECD-Statistiken zeigen, dass 2012 1,5 Prozent der heimischen Beschäftigten Teilzeit arbeiteten und gerne länger gearbeitet hätten. In Deutschland lag die Quote bei 3,1 Prozent.

Wer dem Gaul ins Maul schauen will, der muss die Anzahl der Menschen in Schulungen im Auge behalten, die der unfreiwilligen Teilzeitkräfte und Frühpensionisten, genau wie all jene, die aus statistischen Gründen nicht berücksichtigt werden. In Österreich sei es aber nicht so wie in England unter Thatcher, sagt Arbeitsmarktexperte Walther. So habe ein unter der Eisernen Lady arbeitender Minister in seinen Memoiren geschrieben, seine erste Aufgabe im Amt sei es gewesen, in regelmäßigen Abständen die Arbeitslosenstatistiken nach unten zu manipulieren. (Andreas Sator, derStandard.at, 3.2.2014)

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Schellhorn: „Ohne Markt kein Sozialstaat“

Posted by hkarner - 21. Februar 2013

Martina Salomon, Kurier, 18/2

Der Journalist Franz Schellhorn baut eine neue liberale Denkfabrik auf.

KURIER: In Österreich soll das Wasser vor Privatisierung geschützt werden. Was denkt sich da ein Wirtschaftsliberaler?
Franz Schellhorn: Das ist eine aufgebauschte Nicht-Debatte, während wirkliche Probleme unangetastet bleiben.

Die da wären?

Der Bevölkerung sind sie ohnehin bekannt: Sicherung der Altersversorgung. Oder: Wie ist der soziale Sektor dauerhaft zu finanzieren? Wie ist das öffentliche Bildungsangebot zu verbessern?

Wer sich so wie Sie liberal nennt, kommt schnell in den Geruch, „neoliberal“ zu sein.

Das typische Totschlagargument, das gerne von den Gegnern jeglicher Veränderung benutzt wird. Wir sind keine ideologische Veranstaltung, sondern marktwirtschaftlich orientiert. Und wir arbeiten ergebnisoffen.

Österreicher sind staatsgläubig. Wollen Sie das verändern?

Das kann ein Ergebnis unserer Arbeit sein. Im Zentrum steht die Frage, wie der Wohlstand in diesem Land mit kleinen Korrekturen abgesichert werden kann. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreich bekommt eine wirtschaftsliberale Denkfabrik

Posted by hkarner - 16. Januar 2013

Da fange ich mich aber schon über unsere neue Konkurrenz zu fürchten an!  Hayek, schau oba! Aber halt nicht aus dem Hayxek Institut. Da sind ja letzlich die Fetzen geflogen zwischen dem neuen Herrn Obmann und der Frau Hayek Präsidentin.  Im Prinzip aber positiv, weil Österreich braucht (weitere) Thinktanks(. Ein bisschen unreflektiert „Überliberales“ ist da halt im Anzug.  hfk). 

19.11.2012, 15:17, Wirtschaftswoche

Christoph Kraus / Bild: WB/Foltin

  • Nach dem Vorbild von Avenir Suisse startet Anfang 2013 die „Agenda Austria“. Firmen und Stiftungen sollen diese Denkfabrik finanzieren.tes
  • Nach dem Vorbild von Avenir Suisse startet Anfang 2013 die „Agenda Austria“. Firmen und Stiftungen sollen diese Denkfabrik finanzieren.
Wien. Österreich soll eine neue wirtschaftsliberale Denkfabrik bekommen. Nach dem Muster des Schweizer Think Tanks Avenir Suisse wird Anfang 2013 ein neues Institut starten, das nach den Worten eines Insiders Studien in Auftrag geben will, die einerseits „den höchsten wissenschaftlichen Standards genügen“ und die andererseits „keinerlei Placet etwa von den Sozialpartnern benötigen“.“Agenda Austria“ werde „unabhängig, aber nicht neutral“ sein. Interessensvertretungen seien bei der Finanzierung „mit keinem Cent“ dabei, man setze nur auf Firmen und Stiftungen, hieß es. Die Leitung des Instituts wird der bisherige „Presse“-Wirtschaftschef (und stellvertretende Chefredakteur) Franz Schellhorn übernehmen. Die Finanzierung auf drei Jahre soll bereits gesichert sein. Den Rest des Beitrags lesen »

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